Ausgabe 
(18.6.1941) Nr. 167
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§r sebelnt7malwächenlllch ^.oimlsvczug E 2,30 einschl. Zu­stellgebühr: Postbezugspreis mvnall. 2,30 K-L (einschl. 30,1 uA- Pest- zeilungsgebühr) zuzügl. 42 uAk Be­stellgeld. Bezugspreis ist Im voraus zahlbar. Postscheck: Hamburg 17272. Nue Behinderung der Lieferung rechtfertigt keinen Anspruch aus Rückzahlung des Bezugspreises. Verlag: NS.-Gauverlag Weser- gms GmbH., Bremen, Geeren S/8. Fernspr. 34121, Nachtr. u. Sonnig, z 11 15. S; rech z.: Verlag: werkkl. ,2—13 Uhr: Schristleitung: Diens- lag und Freitag 12Vr—13V, "r,r.

Aemer

parteiamtliche Tageszeitung

vas flmtsblatt des Negierenden Vürgermeisters der §reien fjansestadl vremen

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der Nationalsozialisten Vremens

flmiliches verkündungsblatt des Neichsstaltlfalters in Oldenburg und vremen

Nr. 16? / N.Zaizrgang

Mittwoch, 18. Zum 1941

kinzeipreis 13 Nps.

wieder ein 6ele it;ug zersprengt

;s ooo vnr. kandelsschiffsraum versenkt / ro englische Nllg;euge abgeschossen

Berlin, 17. Juni. Nach beim Oberkommando der Wehrmacht vorliegenden Meldungen haben deutsche Unterseeboote im Nord- und Mittelatlantik in zähem Angriff aus stark gesichertem Eeleitzng fünf grotze be­waffnete Handelsschiffe mit zusammen 31 833 VRT. ver­senkt.

Berlin, 17. Juni. Das Oberkommando der Wehr­macht gibt bekannt: Deutsche Jagdflugzeuge erzielten auch am Dienstag bei Lustkämpfen über dem Kanal außerordentliche Erfolge. In den Abendstunden wurden bei Einflugversuchen des Gegners an der Kanalküste 2l> englische Jagdflugzeuge von deutschen Jägern ab­geschossen. Diesem schweren Schlag gegen die britische Lustwasse steht der Verlust eines einzigen deutschen Flugzeuges gegenüber.

Eine hervorragende Waffentat vollbrachte ein deut­sches Vorpostenboot, das in der Nordsee von drei briti­schen Kampfflugzeugen gleichzeitig angegriffen wurde. In hartem Kampf brachte das Vorpostenboot ein briti­sches Flugzeug zum Absturz und beschädigte «in zweites Bombenflugzeug so schwer, daß mit seinem Verlust ge­rechnet werden mutz. Das Vorpostenboot lief darauf un­versehrt .einen Hafen an.

du. Rom, 17. Juni. (BZ.-Eigenbericht.) Aus den Ver-

Me öröße des deukschen Sieges

Berlin, 17. Juni. Die aus Kreta eingesetzten griechischen Streitkräfte betrugen nach Angaben griechischer militärischer Kreise in London insgesamt rund 1S 999 Mann. Die englischen und die Empire-Truppen aus. Kreta hatten nach den Erklä­rungen, die Churchill am 11. Juni vor dem Unterhaus ab­gab, eine Stärke von 82 999 Mann. In dieser Zahl sind die indischen Verbände aus Kreta nicht mit eingerechnet. Den deutschen Truppen guf Kreta standen also — wenn die indischen Verbände au? nur 3999 Mann beziffert werden — allein an regulären feindlichen Streitkräften 59 999 Mann gegenüber, hierzu kamen noch die von den Briten bewaffneten und zum Heckenschiitzcnkrieg aufgestachelten irregulären Banden der kre­tischen Bevölkerung hinzu. Aus diesen Zahlen ergibt sich, daß die zur Landung auf der Insel Kreta eingesetzten deutschen Truppen den Kampf gegen eine mehrfache seindliche Ncbermacht geführt haben.

Mtterkreuz kür sernausklSrer

Berlin, 17. Juni. Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht hat auf Borschlag des Oberbefehlshaber der Luftwaffe, Reichsmarschall Eöring, das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen dem Oberleutnant Heiden- reich, Beobachter in einer Fernaufklärergruppe. Oberleut­nant Heidenreich hat in zahlreichen über weite Räume füh­renden Fernaufklürungsslügen für die operative Führung bedeutsame Erfolge auszuweisen. Seine fliegerische Erfahrung, seine nie erlahmende Einsatzbereitschaft und seine in Lust- kämpsen ost bewährte Tapferkeit verbürgten den sicheren und Vvllen Erfolg seiner Flugausträge. Vor allem hat er bei der Teeausklärung im Seegebict um Schottland trotz starker feind­licher Abwehr wiederholt für die Führung außerordentlich wertvolle Ausklärungsgrnndlagen geschaffen. Bei seinem letzten Einsatz wurde sein Flugzeug durch überlegene feind­liche Jagdflieger stark beschädigt und Oberleutnant Heiden- rcich bei der dadurch verursachten Bruchlandung schwer ver­letzt. Seine überragenden Leistungen als Aufklärer, die durch oft bewiesenen heldischen Einsatz und nie versagende höchste Persönliche Tapferkeit errungen wurden, haben durch die Verleihung des Ritterkreuzes ihre gebührende Anerkennung gefunden. — Oberleutnant Fritz Heidenreich wurde am 29. 6. 1916 in Bielefeld als Sohn eines Baumeister? und Architekten geboren und besuchte die Oberrealschule in Biele­feld. Er trat 1934 als Schütze in das Infanterieregiment 9 ein und wurde 1935 als Gefreiter zur Luftwaffe versetzt. Nach dem Besuch der Aufklärungsfliegerschule Hildcshcim kam er igzg als Beobachter zu einer Fernaufklärergruppe, der er noch jetzt angehört. Am 27. 5. 1940 wurde er zum Leut­nant befördert. Wegen seiner ungewöhnlichen Leistungen er­folgte bereits am 2». 4. 1941 die Beförderung zum Ober­leutnant. Am 16. l9. 1939 erhielt er nach seiner Teilnahme »m Polenscldzug das Eiserne Kreuz 2. Klasse und am 9. 9. >919 nach seinem 42. Englandslug das Eiserne Kreuz 1. Klasse.

einigten Staaten kommt die Nachricht, daß England alle noch im Stillen und im Indischen Ozean fahrenden Handelsschiffe zurückziehen ließ, um sie im Mittelmcer einzusetzen. In Rom wird dieser Entschluß mit den riesigen Tonnageverlusten in Beziehung gebracht, die England in der Schlacht im Ost- nrittelmecr und namentlich an den griechischen Küsten, vor Kreta und vor Tobruk erlitten hat.

Stockholm, 17. Juni. Einer Reutermeldung zufolge wird amtlich in London erklärt, daß, da ein« gewisse Anzahl von Schifssverlusten erst später im Monat gemeldet wurde, die Veröffentlichung der Verluste im Mai am Dienstag, wie vor­gesehen, nicht erfolgen kann, sondern aufgeschoben werden'

müsse. — Es ist nicht weiter verwunderlich, daß Churchill die Ausstellung der Schisssvcrlufte, die er für den Monat Mai zuzugeben gedenkt, erhebliches Kopfzerbrechen macht. Denn auch in diesem Monat hat Englands Versorgungs­schiffahrt Schläge erlitten, die sich nur schwer verheimlichen oder verkleinern lassen. Um Churchill seine schwierige Aus­gabe etwas zu erleichtern, sei nur daran erinnert, daß laut OKW.-Bericht vom 3: Juni im Verlaufe des Monats Mai insgesamt 746 696 BRT. feindlichen Handelsschisssranmes verlorengingen. Man darf gespannt sein, was der alt« Lüg­ner dieser durch die unumstößlichen Tatsachen belegten Zahl entgegenzusetzen hat.

kritische Verzweiflungsaktion in Nordafrika

vom r;. bis 1S. luni s; feindflugzeuge abgeschossen — vomben aus britische SSsen

Berlin, 17. Juni.

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „In Nordasrika dauern die Kämpfe an der Sollnm-Front unter Einsatz starker Kräfte auf beiden Seiten an. Ver­bände der deutschen und italienischen Luftwaffe griffen wirkungsvoll in den Erdkampf ein. Sturzkampfflugzeuge zersprengten britische Fahrzeugkolonnen und Truppen- ansammlungen, Kampf- und Zerstörerslugzeuge bekämpf­ten einen britischen Panzerverband in der Bereitstellung. Die Verluste des Feindes an Panzerwagen haben sich beträchtlich erhöht. Die Luftwaffe bombardierte mehrere Häfen an der englischen Südwest- und SUdostküste sowie an der Ostküste Schottlands. Kampfflugzeuge belegten in der letzten Nacht mehrere britische Flugplätze mit Vom­ben. Bei Plymouth wurde ein Handelsschiff von 30110 BRT. durch Bombentreffer vernichtet, an der schottischen Ostküste ein weiteres Handelsschiff schwer beschädigt. Ver­suche britischer Flugzeuge, bei Tag in die Deutsche Bucht und die besetzten Gebiete einzufliegen, brachen unter schweren Verlusten für den Feind zusammen. In Lust- kämpfen und durch Flakartillerie wurden 15, durch Vor­postenboote zwei britische Flugzeuge abgeschossen. Der Feind warf in der letzten Nacht an einigen Orten in Westdeutschland Spreng- und Brandbomben. Mehrere Zivilpersonen wurden getötet, andere verletzt, in Wohn­vierteln Häuser zerstört oder beschädigt. Auch einzelne Industrie- und Bahnanlagen wurden getrossen. Nacht­jäger schössen neun britische Flugzeuge ab. In der Zeit vom 13. bis 18. Juni verlor der Feind zusammen 83 Flugzeuge. Hiervon wurden 48 Flugzeuge durch die

englische Verbrechen gegen Seenotflugzeug

Sei der Nettungsaklion kermtiickisch abgeschossen - trotz allem deutsche Nttlerlichkeit

deutschen Seestreitkrästen geborgen werden. Einer von ihnen ist nicht verwundet, während die beiden anderen Bein- und Kopfverletzungen sowie Quetschungen davongetragen haben. Die beiden verwundeten britischen Flieger wurden sofort ins Lazarett übergeführt.

Berlin, 17. Juni. Bei den erbitterten Lustkämpfen über dem englischen Kanal am 16. Juni wurden, wie bereits ge­meldet, 13 englische Flugzeuge zum Absturz gebracht, während drei deutsche Jagdflugzeuge abgeschossen wurden. Hierzu wird jetzt bekannt, daß noch ein viertes deutsches Flugzeug, ein Seenotslugzeug, in diesen Kämpfen verlorengegangen ist.

Das Seenotflugzeug, das sogleich alarmiert worden war, um nach dem Abschuß der ersten britischen Jagdflugzeuge die im Wasser treibenden lieberlebenden zu retten, wurde bei dieser selbstverständlichen kameradschaftlichen Hilfeleistung heim­tückisch von einem aus den Wolken stoßenden Spitsire-Jagd- flugzeug angegriffen und durch mehrere Treffer so schwer be­schädigt, daß es auf See niedergehen mußt«. Glücklicherweise konnten einige der Mitglieder der Besatzung geborgen werden.

Diese verwerfliche Tat reiht sich den bisherigen Fällen an, wo britische Flugzeugbcsatzungen ohne Rücksicht auf die deut­lich sichtbaren „Rote-Krcuz"-Äbzeichcn und ohne jede mensch­liche Hemmung Seenotflugzeuge angriffen und bei der Durch­führung ihrer humanitären Aufgabe, die keinen Unterschied zwischen Freund und Feind kennt, abgeschossen haben.

Uebrigens hatte das am 16, Juni angegriffene deutsche Seenotflugzeug drei englische Flieger an Bord, die kurze Zeit zuvor von der Besatzung aus den Wellen gerettet worden waren. Alle drei britischen Flieger konnten nach dem Absturz des Seenotflugzeuges zum ziveikn Male von herbeieilenden

Newhork, 17. Juni. Der amerikanische Berichterstatter Ne- ville, der kürzlich aus dem Nahen Osten nach Newhork zu­rückkehrte, meldet: „daß unter den britischen Soldaten die deutschfeindliche Stimmung wachse. Ein Soldat habe ihm ge­sagt, daß man hart und erbarmungslos sein müsse. Er habe sich darum Dum-Dum-Kugeln gemacht." Mit seinem Bericht über die deutschfeindlich« Stimmung der englischen Truppen in Aeghpten verbreitet Herr Neville wirklich keine Sensation. Auch in USA. wird kaum jemand erwartet haben, daß die britischen Flüchtlinge den deutschen Soldaten, die sie in kur­zer Zeit aus Griechenland und von der Insel Kreta ver­trieben haben, sehr gewogen sind. Es ist schließlich auch keine Neuigkeit, daß englische Krieger, nachdem sie im ehr­lichen Kampfe eine Niederlage nach der anderen einstecken mußten, zu dem Verbrechen der Dum-Dum-Geschosi« greisen. Dasselbe hat man im Weltkrieg schon erlebt. Bezeichnend aber für den Geist der englischen Truppen, wie auch für den Berichterstatter ist die Niedrigkeit, eine erbärmliche Schand­tat ausdrücklich hervorzuheben, um damit den „Mut" der britischen Soldaten zu dokumentieren.

Vas unehrliche Doppelspiel -er velgra-er Politik

Weißbuch Nr. ? des fluswörtigen flinkes erschienen / veweise für Sie britische kriegsausweikungspolitik

Berlin, 17. Juni. Amtlich wird verkautbart: Als kurz nach der Unterzeichnung des Protokolls über den Beitritt Jugoslawienslzum Dreimächtepakt die von Wien nach Belgrad zurückgekehrten jugoslawischen Staats­männer durch die Lfsiziersoerschwörung des Generals <:>movic gestürzt und verhaftet wurden, mutzte sich jeder lsagcn, wie war diese unerhörte Herausforderung mög- k>ch? Seit Kriegsbeginn hatte die deutsche Politik aus dem Balkan nur das eine Ziel verfolgt, dort den ^rreden Zu sichern und die bekannten Pläne seiner Gegner, hier eine neue Front gegen Deutschland aufzurichten, mit allen Mitteln zu vereiteln. , . ^

Tcm dient« die gemeinsam mit Italien durchgeführte sowv- uche Schlichtung der territorialen Streitfragen zwischen Ru­mänien einerseits sowie Ungarn und Bulgarien ^andererseits, asm diente ebenso die Einbeziehung dieser drei Länder in den Dreimächtepakt, der auf dem Grundgedanken beruht, der vrr- mchcn Politik der Kriegsausweitung einen fest geschlohenen Aiachteblock entgegenzustellen. Als sich nun im März d. Z. auch djx damalige jugoslawische Regierung entschlossen hatte, ,°r Ttaatengruppe des Dreimächtepaktes bcizutreten, wie wnntc da dieser Schritt, der Jugoslawien endgültig vor einer , ucmbeziehung in den Krieg gesichert hätte, über Nacht vo nncr verbrecherischen OiiizierScliquc zunichte gemacht, mw sonnte so eine Entwicklung herbeigeführt werden, deren unheilvolle Folgen für Jugoslawien von vornherein aus dcr tand lagen. In die Hintergründe dieses Belgrader Staats- t rnchxz der von dort wie auch von Athen aus Iivtcrnom- Versuche, den großangelegten britischen Plan der Ztr eg-!- u-wr,lu„o aus dem Balkan in die Tat umzusetzen, bring

das soeben erschienene Weißbuch Nr. 7 des Auswärtigen Amtes neues Licht'. Eine Sammlung von nicht weniger als 144 diplo­matischen und militärischen Dokumenten, von denen ein großer Teil während des Frankreich-Feldzuges in deutsche Hand gefallen ist, werden, hier der Oeifentlichkeit übergeben. Sie zeigen die unablässigen Bemühungen der Reichsregierung um die Erhaltung des Friedens aus dem Balkan, zeigen dem­gegenüber das unehrliche Doppelspiel der Belgrader Politik und belegen in allen Punkten die Feststellungen, die in den Memoranden der Neichsregierung vom 6. April, dem Tage des Vormarsches der deutschen Truppen gegen Jugoslawien und Griechenland getroffen wurden.

Mit der Machtergreifung des Nationalsozialismus beginnen die dokumentarisch belegten deutschen Bemühungen, das bis dahin gespannte Verhältnis mit Belgrad zu bessern. Be­merkenswert ist vor allem das deutsche Entgegenkommen in Wirtschastsfragen. Darüber hinaus gibt die Reichsregierung der jugoslawischen Regierung politische Freundschaftsbeweise, die beim Empfang des jugoslawischen Ministerpräsidenten Stojadinovic durch den Führer im Januar. 1938 auf das freimütigste bekräftigt werden. Kaum ist jedoch der damals führend« jugoflawisck>e Staatsmann ausgezeichnet, da ereilt ihn das gleich« Schicksal, wie später Zvctkovic und Cincar Markovic nach ihrer Rückkehr aus Wien. Stojadinovic muß gehen. Bald nach Kriegsausbruch zeigt sich dann das die Alliierten begünstigend« Verhalten der maßgebenden Bel­grader Kreise. Die Dokumente weisen nach, daß bei dem geplanten englischen Saloniki-Unternehmen weitgehend mit einer aktiven Beteiligung Jugoslawiens gerechnet wurde. Ob­wohl dies den Achsenmächten bekannt war, eröffneten sie Jugoslawien die Möglichkeit, dem Dreimächtepakt unter Be­dingungen beizutreten, die eine glückliche Zukunft des Landes

sicherstellen, ohne ihm irgendwelche militärischen Verpflichtun­gen aufzuerlegen. So wird in dem Weißbuch eine bisher nicht veröffentlichte Note der Reichsregierung vom 25. März 1941 -bekanntgegeben, die Jugoslawien ausdrücklich von der in den Bestimmungen des Dreimächtepaktes vorgesehenen militärischen Bcistandsleistung entbindet. Das nächstfolgende Dokument, ein Telegramm des deutschen Gesandten in Belgrad vom 26. März zeigt, daß unmittelbar nach dem Empfang dieser deutschen Note die Besprechungen der Verschworenen über den Kriegseintritt Jugoslawiens an der Seite Großbritanniens beginnen.

Nicht geringeres Interesse beansprucht der Teil des Weiß­buches, der der Vorgeschichte des Krieges mit Griechenland gewidmet ist. Im Mittelpunkt steht hier eine Unterredung, die der Reichsminister dem griechischen Gesandten im August »949 in Fuschl gewährte. Im Verlaus dieses Gesprächs legte Reichs- außpnminister von Ribbentrop dem griechischen Gesandten in der freundschaftlichsten Weise nahe, seine Regierung zu einer Aenderung ihrer achsenieindlichen Pvlitil zu veranlassen. Ti­tln Weißbuch enthaltenen Dokumente des Oberkommandos der deutschen Wehrmacht, die die Nachrichten über das Eintreffen britischer Streitkräste in Griechenland wiedergeben, führen vor Alicen, in welcher frevelhaften Weise diese Warnung von der Regierung in Athen überhört wurde. Als Beitrag zur Geschichte der britischen Politik der Kriegsausweitung aus dem Balkan, sowie als Beweis der unermüdlichen Anstrengungen der Neichs- rogierung, den Frieden in diesem Teil Europas zu erhalten und Jugoslawien und Griechenland vor dem Schicksal dcr anderen von Großbritannien geopferten Staaten zu bewahren, verdient dieser amtliche Toknmentenband die Beachtung aller, die sich von den Ereignissen dieses Frühjahrs und ihren grö­ßeren Zusammenhängen ein Bild machen wollen.

Luftwaffe und fünf durch die Kriegsmarine abgeschossen. Während der gleichen Zeit gingen 22 eigene Flugzeuge verloren."

Im bisherigen Verlauf der Schlacht bei Sollum wur­den britische Panzerkräfte in Stärke eines Regiments vollständig aufgerieben. Andere Panzerverbände, die schon während ihrer Bereitstellung von deutschen Kampfflie­gern entdeckt und durch Bombenangriffe zersprengt wur­den, erlitten gleichfalls schwerste Verluste.

Osr italisnircsts VlsiirmociitLidsriciit

Rom, 17. Juni. Der italienische Wehrmachtsbericht vom Dienstag hat folgenden Wortlaut: Das Haupt­quartier der Wehrmacht gibt bekannt: „In der Nacht zum 17. Juni wurde der Flottenstützpunkt La Valetta bombardiert. In Nordasrika dauerte an der Sollum- Front die Schlacht gestern den ganzen Tag durch mit unverminderter Heftigkeit an. Der Feind, gegen den sich die Gegenangriffe der italienischen und deutschen Pan­zer richteten, hat beträchtliche Verluste erlitten. Am ersten Schlachttag allein wurden mehr als 00 englische Panzer zerstört. Verbände der italienischen und deut­schen Luftwaffe haben in wirksamem gemeinsamen Ein­satz mit den Erdtruppen zahlreiche Kraftfahrzeuge ver­nichtet oder beschädigt. In Luftkämpfen wurden 11 eng­lische Flugzeuge abgeschossen. Feindliche Flugzeuge bom­bardierten einige Ortschaften im Gebiet von Benghasi. Im Ostasrika wurden im Gebiet von Kalla und Sidamo die vorgesehenen Bewegungen unserer Kolonnen, die vom schlechten Wetter behindert wurden, fortgesetzt. An den anderen Abschnitten nichts Neues."

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Von Gral Lokvsrtn von ürosigir, llstobsininistsr äsi klnnnrsn

Für die Lösung der finanziellen Fragen, die dieser Krieg uns stellt, ist uns die jüngste Geschichte ein har­ter, aber.heilsamer Lehrmeister gewesen. Sie hat uns gelehrt, den geldwirtschaftlichen Schleier von den Din­gen zu nehmen. Bis zum Weltkrieg hat man die Fra­gen der Krieasfinanzierung im wesentlichen nur vom geldwirtschaftlichen' Standpunkt gesehen. Jahrhunderte­lang ist der Bestand an gemünztem Metall die fi­nanzielle Grundlage der Kriegführung gewesen. Da­neben genügte im '19. Jahrhundert das Mittel der kurz­fristigen Kreditaufnahme. Die Kriege waren kurz, und die Heere nicht allzu groß. Im Weltkrieg mutzten diese Methoden versagen. Der riesige Finänzbedarf wurde in Deutschland im Weltkrieg im wesentlichen durch Inanspruchnahme des Geld- und des Kapital­marktes aufgebracht. An Kriegsanleihen wurden rund 99 Milliarden Mark gezeichnet. Schatzanweisungen wurden vom Reich nach, dem Stand von Ende 1918 in Höhe von 65 Milliarden'Mark begeben gegenüber 0,3 Milliarden vor Kriegsbeginn. Der Notenumlauf der Reichsbank erreichte Ende 1918 über 22 Milliarden Mark gegen noch nicht 3 Milliarden im Juli 1914! Kaufkraft stillzulegen oder für das Reich abzuschöpfen, verstand man noch nicht in genügendem Matze. So haben wir nur 6 Prozent der Kriegsausgaben durch Steuern decken können. England brachte dagegen damals einen wesentlich höberen Teil seiner Kriegs­kosten durch Steuern auf. Wir haben aus diesen Din­gen gelernt, und wir baben weiter aus dem Wirt­schaftskrieg gelernt, den man mehr oder weniger offen nach 1918 gegen uns geführt hat. Wir wissen heute, datz Kriegsfinanzierung nur den geldwirtschaftlichen Reflex oes Einsatzes der Menschen und der Sach- aüter im Dienste der Kriegführung bedeutet. Wir sehen unsere Aufgabe in dem Einsatz der vollen Lei­stungsfähigkeit unseres Volkes durch Vollbeschäftigung im Hinblick auf den Entscheidungskampf.

Als Quellen der Güterbeschaffung stehen zur Verfügung die vermehrte Erzeugungsleistung des Wirt­schaftslebens, die Einschränkung des privaten Ver­brauchs zugunsten des kriegswirtschaftlichen Bedarfs, der Verzicht auf Investitionen ausserhalb der Kriegs­industrien, der Abbau früher geschaffenen Vorräte und Anlagen und die Heranziehung von Auslandskapital. Die Bedarfsdeckung aus diesen Quellen berührt teil­weise das Volksvermögen und teilweise die lausende Erzeugung, das Volkseinkommen.

Wie steht es zunächst mit der Inangriffnahme des Volksvermögens? In gewissem Umfang ist sie im totalen Krieg nicht zu vermeiden, so z. B. in der Form des vermehrten Abbaues und Einschlags von Naturgütern wie Holz, Erz, Kohle und in der weiteren Form des Verzichts auf die nichtkriegswichtigen In­vestitionen. Im übrigen ist das Vermögen eine Quelle, die in Ländern, deren Substanz infolge der Diktate von Versailles und Trianon stark zusammengeschmolzen ist, nur zum kleinen Teil ausgeschöpft werden kann. Ueberhaupt ist dieses Mittel der Bedarfsdeckung, all­gemein gesagt, vielleicht zwar bequem, sicher aber be­denklich. Das Nationalvermögen lätzt sich so leicht nicht wieder ersetzen.

Entscheidend bleibt als Quelle der Kriegsfinanzierung für uns wie für die anderen kriegführenden Mächte die Inanspruchnahme der nationalen Arbeits­leistung. Hier ist nun im Verhältnis zu den Feind­staaten die deutsche Lage nach der Struktur unserer Wirtschaft weitaus günstiger. Diese Gunst der Lage haben wir gewissermaßen unseren Feinden zu danken, die uns zur Besinnung auf die eigene Kraft gezwungen haben. Wir sind ein hochindustrialisiertes Land. Na­mentlich unsere Produktionsgiiterindustrie ist hoch ent­wickelt, sie ist die Hauptquelle unseres großen Volksein­kommens. Das Volkseinkommen, das uns zur Ver­fügung steht, ist in den letzten acht Jahren von 46 auf rund 100 Milliarden RM. gestiegen. Vier Dinge sind nun aus dem Volkseinkommen zu bestreiten, die Kriegs- sinanzierung, der sonstige öffentliche Bedarf, der Jnve- stitionsbedarf der Wirtschaft und der Konsumbedarf der Bevölkerung. Die letzten drei bilden den zivilen Sektor. Er mutz zugunsten ber Bedürfnisse dcr Reichsverteidi­gung eingeschränkt werden. Demgemäß ist in Deutsch­land die Konsumgütererzeugung planmäßig auf die Produktionsgütererzeugung umgelegt worden. Wir haben dadurch ein außerordentlich hohes Wirtschafts­potential erreicht. Die Umstellung des zivilen Sektors ist uns um so leichter gefallen, als Rohstosfzuteilung und Arbeitseinsatz auch schon vor dem Kriege staatlich gelenkt waren, und als wir in der Preispolitik und Kostenkontrolle, der Lenkung des Kapital- und des Geld­marktes über beträchtliche Erfahrungen verfügten. Da­für, daß die freiwerdende Kaufkraft kein Unheil an­richtete, haben wir durch die schlagartig einsetzende Karten- und Bezugscheinwirtschaft vom ersten Tag des Krieges an gesorgt.

Ueber all dem ist die geldwirtschaftliche Seite der Kriegsfinanzierung sorgsam beachtet worden. Zunächst eine Bemerkung zu der klassisch gewordenen Frage: Steuer oder Anleihe? Entsprechend der Haltuna, die Theorie und Praxis zu der Frage einnahmen, ist im Weltkrieg die Anleihe in Deutschland als Mittel, dem

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Wieder wurden 35 999 BRT. feindlichen Schiffsraums versenkt.

Die harten Kämpfe an der Sollumfront nehmen ihren Fortgang: die als verzweifelte britische Entlastungsaktion für Tobruk sich darstellend- Offensive war bis jetzt für den Feind verlustreich.

Deutsche Nachtbomber waren wiederum besonders erfolg­reich und schoflen neun angreifende britische Flugzeuge ab. Ein deutsches Sccnotslngzcug wurde von einem britischen Flieger heimtückisch zur Notwasscriing gezwungen.

«n der syrischen Küste bombardierten französische Flieger erfolgreich englische Kriegsschiffe.

In Schanghai wurde ein japanischer Bizckommiflar erichoflcn.

Das Weißbuch Nr. 7 des Auswärtigen Amtes deckt das unehrliche Doppelspiel der Belgrader Politik aus.

Das Bremer Sondergericht verhängte empsindliche Zucht­hausstrafen und Ticherungsvcrwahcttiig gegen eine iuacnd- liche B-rbrecherbandc.