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.«.k äielnt 7mal wöchentlich Miiuwoezug ^ 2,30 einschl. Zustellgebühr- Postbczugspreis monatl. z,g0 M (einschl. 30,1 ^/Pest- zeilungsgebühr) zuzügl. 42 ^ Bestellgeld. Bezugspreis ist im voraus -ahlbar. Postscheck: Hamburg 17272. Line Behinderung der Lieferung rechtfertigt keinen Anspruch auf Rückzahlung des Bezugspreise«. Verlag: NS.-Gauverlag Weser- Zms GmbH.. Bremen, Geeren 8 / 8 . Fernspr. 54121, Nachtr. u. Sonnig, z 11 15. S, r r ch z.: Verlag: iverktl. 12—18 Uhr- Schriftleituug. Dienstag und Freitag 12Vr—13V, «'n>.
vremr Zeitung
parteiamtliche lageszeiwng
Has flmtsblatt des Negierenden vürgermeisters der Zreien Hansestadt Vremen
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der Nationalsozialisten Vremens
flmtliches verkündungsblatt des Neichsstaltstalters in Oldenburg und vremen
Nr. 166 / 11. Jahrgang
Dienstag, 1?. Juni 1941
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englischer Kreuzer versenkt
Berlin, 16. Juni. Nach Leim Oberkommando der Wehrmacht vorliegenden Meldungen wurde Montag- nachmittag ein unter starkem Jagdschutz erfokgter Ein- fliigsversuch britischer Kampfflugzeuge an der Kanal- küste mit schweren Verlusten für den Gegner abgeschlagen. Bei den sich entwickelnden Luftlämpsen schössen deutsche Jäger 13 englische Jagdflugzeuge und ein Kampfflugzeug vom Muster Bristol - Vlenheim ab. Ein weiteres feindliches Flugzeug wurde durch Flakartillerie zum Absturz gebracht, so daß sich die Ee- samtverlnste des Feindes auf 15 Flugzeuge erhöhen.
Osr gssirigs V/sl>tmocl>tsl)sricIi1
Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „Im Kampf gegen die britische Versorgungsschisfahrt war die Luftwaffe weiter erfolgreich. Im Atlantik, westlich von Gibraltar, bekämpften Kampfflugzeuge einen stark «gesicherten Geleitzug und vernichteten fünf Frachter mit zusammen 21 vvv VRT. In Nordasrika griss der Feind an der Sollum-Front mit stärkeren Kräften an. Der Angriff brach im Abwehrfeuer der deutsch-italienische» Truppen im Zusammenwirlen mit der Luftwaffe zusammen. Nach bisherigen Meldungen wurden Kv britische Panzerkampfwagen vernichtet. Die Kämpfe sind noch im Gange, Deutsche Sturzkampfflugzeuge griffen mit besonderem Erfolg starke feindliche Kolonnen und Fahrzengansammlungen an. Deutsche Jäger schössen in schweren Lustkämpfen über dem Kampfgebiet neun britische Jagd- und zwei Kampfflugzeuge ab. Im östlichen Mittelmeer bekämpften deutsche Kampfflugzeuge unter Führung des Hauptmanns Kollewe mit besonderem Erfolg einen Verband britischer Kriegsschiffe. Sie ve.r- senkten einen leichten Kreuzer durch vier Vombenvoll- treffer schweren Kalibers und beschädigten einen schwere» Kreuzer. Andere deutsche Kampfflugzeuge griffen aus der Insel Zypern mehrere Flugplätze wirkungsvoll mit Bomben und Bordwaffen an. Versuche des Feindes, bei Tage in die besetzten Gebiete einzufliegen, scheiterten. Jäger schössen drei der angreifenden britischen Flugzeuge ab. Zwei britische Kampfflugzeuge wurden durch ein Vorposten- und ein Minenräumboot, ein weiteres durch Marineartillerie abgeschossen. Der Feind warf in der letzten Nacht an mehreren Orten in Westdeutschland Spreng- und Brandbomben. Die Zivilbevölkerung hatte geringe Verluste. An einigen Orten entstand unbedeutender Sachschaden in Wohnvierteln. Nachtfäger schössen Zwei britische Flugzeuge ab. Bei der Abwehr feindlicher Fliegerangriffe zeichnete sich das unter dem Kommando des Oberleutnants z. S. Heimberg stehende Vorpostenboot durch den Abschuß von vier feindlichen Flugzeugen besonders aus."
Ergänzend wird noch mitgeteilt: Der dritte Bombenangriff auf Haifa in der Stacht zum 14. Juni hatte — wie die beiden vorangeangcnen Vorstöße — wiederum eine durchschlagende Wirkung. Bei guter Sicht konnten die deutschen Flugzeugbcsatzungen feststellen, daß Treffer
schwersten Kalibers mitten aus der etwa 30V Meter langen Hafenmole detonierten. Unmittelbar nach den Einschlägen wirbelten gewaltige Stein- und Zementbröcken durch die Lust, die zum Teil auf das Deck von zwei an der Mole vor Anker liegenden Zerstörern niederprasselten. Mit erheblichen Beschädigungen eines Zerstörers ist zu rechnen.
Haifa gehört zu den stärksten Stützpfeilern, auf denen Großbritanniens Stellung im Mittelmeer beruht. Stadt und Hafen Haifa verdanken ihre sprunghafte Entwicklung in den letzten Jahren sowohl der politisch-strategischen Machtverschiebung im Mittelmeer, wie besonders auch der Bedeutung, die es in der Erdölwirtschaft gewonnen hat. Seit Januar 1935 führt nämlich von hier eine direkte Rohrleitung, die sogenannte Pipeline, zu dem wichtigen Erdölgebiet im Ärak. Diese über 1099 Kilometer lange Ocläder führt von Haifa nach Haditha und weiter über Euphrat und Tigris hinweg nach Kir- kuk in das Herz des irakischen Oelgebietes, Ein nördlicher Strang, der in Haditha abzweigt und nach Tripolis führt, liegt nach dem Waffenstillstand Frankreichs im Sommer 1940 still, da ihn die Engländer durch ihre Militärbehörde absperrten. Während man noch bis 1938 ausschließlich das rohe Oel in Tankschiffen weiter- verfrachtete, errichteten die Engländer in Haifa 1939 eine große Raffinerie, um nun von dort aus vor allem ihre Mittelmeerslotte mit Fertigprodukten, mit Diefel-
öl, Heizöl und Schmieröl, beliefern zu können. Diese Rafsinerie wurde noch gerade kurz vor Kriegsausbruch fertiggestellt. Ihre Zerstörung durch italienische Luftangriffe leitete den neuen Abschnitt der Geschichte des Iraks ein. Einen Begriff von der Bedeutung Haifas als Oelstation bekommt man, wenn man sich die Angaben für das letzte Vorkriegsjahr vergegenwärtigt. Danach betrug die Transportleistnng im Jahre 1938 im Nordstrang-2,2 Millionen, im Südstrang 2 079 090, zusammen also über 4,2 Millionen Tonnen, Der Angriff auf Haifa und die beiden Angriffe auf Alexandria, die innerhalb einer Woche von den neugewonnenen Positionen auf Kreta unternommen wurden, zeigen, daß es jetzt im östlichen Mittelmeer zwischen Alerandria und 6 uez bis nach Haifa für die britische Wehrmacht keinen Stützpunkt mehr gibt, der nicht in der Gefahrenzone der deutschen Luftwaffe liegt.
Nach der Eroberung Kretas erfolgte in der Nacht zum 3. Juni der erste Angriff deutscher Luststreitkräfte aus den britischen Flottenstützpunkt Alexandria. Seitdem haben deutsche Kampffliegeroerbände in elf Nächten insgesamt sieben Angriffe gegen die drei Eckpfeiler der britischen Stellung im östlichen Mittelmcer, Alexandria, Haifa und Cypsrn, durchgeführt und damit in wirkungsvollster Weise den Kampf gegen die letzten britischen Flotten- und Luftstützpunkte im östlichen Mittclmeer eröffnet.
Volltreffer auf Vritenkreuzer
Veulsche Kampfflugzeuge greifen englischen slottenverband vor veirut an
(Von blriögsbsriodisi Xsrlbsinr Nolrdsnsenj
DI»S.16. Juni. (LL). Wieder mutzte die Alexan-
brien-Flotte einen harten Schlag hinnehmen, den ihr die deutschen Kampfflugzeuge vor der syrischen Küste versetzten. In unmittelbarer Nähe der transjordanischen Stützpunkte und in Sichtweite der Insel khpcrn grisscn die Flugzeuge einen starken britischen Verband an und erzielten eine Anzahl Volltreffer auf einem Kreuzer.
Als deutsche Kampfflugzeuge am Himmel erschienen, fuhren die Kriegsschiffe parallel zur Küste nach Süden, Hatten sie eben noch Breitseite auf das Land abgegeben, um die sich hartnäckig verteidigenden französischen Stellungen südlich Beirut von See her zu zermürben, so sahen sie sich plötzlich selbst in größter Gesahr, Fast gleichzeitig richteten sich die Geschütze in die Luft und schössen eine breite Sperre über dem Flottenverband, Ziemlich nahe ausgerückt marschieren leichte Kreuzer mit steigender Fahrt und in ersten Abwchrbewegungen dahin. Die Zerstörer preschten dicht unter der Küste entlang und wehrten mit leichter Flak ab.
Da erfolgt der erste Angriff der Kampfflugzeuge, Die Führungskettc kippte steil nach nuten ab und mit pseiscn- dcm Sausen stoßen die In 88 aus die Kriegsschiffe zu. Ein leichter Kreuzer schien im letzten Augenblick bemerkt zu haben, daß die Flugzeuge eH aus ihn abgesehen hatten. Er schert seitlich aus dem Schilssverband heraus und versucht, sich mit hoher Fahrt den Bomben zu entziehen. Zu spät jedoch kam diese Flucht, Genau auf ihn zeigen die Kanzeln der fast senkrecht vom Himmel herabstm:zcnden Iu 88, Jetzt lösen sich die Bomben, Es dauert Sekunden, da zeigt sich die erste Fontäne hinter dem flüchtenden Kreuzer aus dem Meer, Zu kurz! Hinter dem Heck liegt die Bombe. Die nächste rückt
weiter auf, und da — eine schwere Bombe haut genau auf den Kreuzer!
Auf dem Hinterschiff ist der schwere Brocken aufgeschlagen und geht sosort hoch. Eine Brandwolke breitet nch aus, und ehe sie sich verzogen hat, bumst es abermals! Zwei weitere Bomben detonieren mittschiffs und räumen mit einer großen Sprengkraft zwischen den Ausbauten des Kreuzers aus Der hat seine Fahrt gestoppt und legt sich ein wenig schwer nach backbord. Aber noch ist das Unheil für ihn Nicht zu Ende! Hart neben dem Schiff, unmittelbar an der Bordwand detonieren weitere zwei Bomben stärksten Kalibers,
Der Kreuzer hat sein Flakseuer eingestellt, und die anderen Kriegsschisse des angegrissenen Flottenverbnndes eilen nun von allen Seiten auf den schwer getroffenen Kreuzer zu. Immer noch sind die deutschen Sturzbombcr am Werk und bringen in schneidigen Angriffen ihre Bomben an. Eine schwerste Bombe sollt genau hinter dem Kreuzer ins Meer, explodiert sosort und knackt das Schiff nun noch am Heck an, denn von der Schauminscl der detonierten Bombe ist nur eine Hälfte zu scheu. In der anderen aber liegt das Heck des Kreuzers, und das sagt alles. Nun hat er endgültig genug und alle Hoffnungen, ihn zu retten, sind geschwunden.
Kurz nach dem überraschenden Angriff der Flugzeuge kommen englische Jäger! Aber an den geschlossenen Verband der Kampfflugzeuge kommen sie nicht heran, MG,-Feuer weist die Jagdmaschinen ab und läßt ihnen nur das Nachsehen, Zurück bleibt vor der syrischen Küste ein britischer Flottenverband in Panikartigem Durcheinander, In seiner Mitte liegt ein von mehreren Volltreffern schwer zerschlagener Kreuzer, Den britischen Kriegsschiffen aber ist das . Feuern auf die syrischen Küstenstellungen restlos vergangen.
vichy entlarvt englischen Mär im oeient
.wo bleiben Sie VLutschen aus Syrien l" — London seist die Lügenmanöoer fort — „knglands schonende Kriegfichrung"
Vichy, 16. Juni. (BZ.-Eigenbericht.l Die englische Propaganda ist immer noch in großer Verlegenheit wegen der angeblichen deutschen Truppen, die sich in .Syrien tatsächlich nicht auffinden lassen. Diese Verlegenheit besteht nicht nur Frankreich oder der Weltöffentlichkeit gegenüber, weil in Syrien mit beispielhafter Offensichtlichkeit klargeworden ist, wie England lügt und lügnerisch Vorwände erfindet, um friedliche Länder mit Krieg zu überfallen, sondern diese Ve^ legcnheit besteht für London ganz besonders auch gegenüber den eigenen Untertanen. Daß die rn Syrien kämpfenden britischen Truppen bereits zu ginnen, weil sie von ihren Kommandeuren schändlich belogen wurden, ist durch Aussagen hinreichend belln, der Verlegenheit zu entkommen, behauptet Loi^ don nun, die Deutschen in Syrien seien — natürlich um die Engländer unberechtigterweise als Lügner hinzustellen — schleunigst abgereist, und zwar in die Türke,, llm aber ein deutsches Dementi zu vermeiden, iugt London weiter, diese geflohenen Deutschen hatten an der türkisch-syrischen Grenze nicht etwa deutsche Passe, vorgezeigt, sondern irgendwelche ausländischen, -in Dick», wird zu diesem Schwindel gesagt, daß auch dic-cr Plumpe Trick die nicht vorhandenen Deutschen nicht herbeizaubern könne. Gewiß seien viele Ausländer, vor allem Juden, aus Syrien ausgereist, weil sie den englischen Bomben entgehen wollten, wenn darun-er Deutsche mit falschen Pässen gewesen wären, und zwar gleich taufende, so seien die türkischen Grenzbeamten sicher wachsam genug, dies eher zu bemerken als oer englische Rundfunk. .
Exchange bemüht sich, das langsame Vorrücken der Engländer in Syrien mit einer „schonenden englischen Kriegführung", die darauf verzichtet, Städte zu bombardieren, zu entschuldigen. Die nicht abbrechenden nachl- lichen Luftangriffe auf Beirut und andere syrische «iasle sind eine schöne Illustration zu dieser naiven britischen Behauptung, die nur in den britischen Fehlrechnungen über Syrien eine Erklärung finden kann. Es scheint, vag die britische Heeresleitung alle ihre Bemühungen augenblicklich darauf verlegt, unter dem Einsatz großer Truppenteile und Fliegereinheiten einen Keil zwischen me Eicidte Damaskus und Beirut zu treiben, um nach Mog- "chkeit Beirut vom Rücken aus angreifen zu können. Zu der Lage in Syrien wird in Vichy vom Mn Kriegsminifterium am Montag erklärt, daß die Derteidigung Saidas wegen des außerordentlich heftigen
Bombardements durch die englische Flotte unmöglich geworden wäre, die französischen Truppen hätten sich nördlich von Saida auf neue Stellungen zurückgezogen. In der Gegend von Damaskus sei nichts neues zu verzeichnen, Eine englische Jagdstaffel von 18 Flugzeugen vom Modell Gladiator griff französische Stellungen auf der Linie Ezrasueida an. Eine französische Jagdstaffel nahm den Kämpf auf und es gelang ihr, drei englische Maschinen abzuschießen, eine weitere englische Maschine ist wahrscheinlich abgestürzt. Ein französisches Flugzeug mußte hinter den feindlichen Ljnien notlanden. Ferner wird bekannt, daß der Oberkommissar in Syrien, General Dentz, eine Weisung an die Beamten in Syrien und Libanon erlassen hat, in welcher sie aufgefordert
werden, auf ihrem Posten zu bleiben. Diese Anweisung wird in Syrien damit erklärt, das General Dentz dem für Frankreich so verhängnisvoll gewordenen Flücht- lingsstrom von vornherein in Syrien vorbeugen will.
Ncwyork, 16. Juni. Associated Preß meldet aus Damaskus, daß einflußreiche Teile der syrischen Presse das britische Eindringen schärfstens ablehnten und vor allem die Glaubwürdigkeit der englischen „Freiheits"-Berspre- chungen für das syrische Volk bezweifelten. Die Presse frage, ob England in Syrien das gleiche Spiel vorhabe wie in Palästina, Wenn man die britische Politik in Palästina betrachte, könne man es den Äraüern nicht verübeln, wenn sie mit Englands Gegnern gemeinsame Sacbe machten.
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k. bckü. Heute vor einem Jahr erklärte der französische Ministerpräsident Petain: „Frankreich mutz die Waffen niederlegen!" Nur eine kurze Zeitspanne trennt uns noch von dem Jahrestag des deutsch-französischen Waffenstillstandes. Die Erinnerung an das zweite Eompiegne gibt uns Anlaß, einmal grundsätzlich das grandiose Eesamt- geschehen dieses Krieges auch in den Brennpunkt innerer Erkenntnisse und ihrer Anwendung zu rücken. Drüben, im Lager der Feinde, tobte sich bereits zu Beginn des Waffenganges zwischen der nationalsozialistischen Kampf, gemeinschaft und den plutokratischen Krisgsbrandstiftern eine ebenso raffinierte wie törichte Jllusionspropaganda aus — in unseren Reihen aber gab es wohl niemand, der die umfassende Aufgabe der Zertrümmerung des alliierten Machtinstruments unterschätzte. Aber dieser oder jener unter uns begegnete gelegentlich auch dem Typ des allzu genau abwäqenden, stets von ichweren Bedenken beherrschten „Acker-Menschen". (Wir wollen ihn so nennen, weil seine stehende Redensart lautet: „Wenn nun aber . . Heute ist er im Bereich unserer Lebensgestaltung ansgestorben, jener allezeit.stirnrunzelnde Skeptiker; unter der drückenden Last positiver Tatsachen hat er seine kleine Seele ausgehaucht. Dennoch können wir es uns nicht versagen, ihn noch nachträglich aufs Korn zu nehmen, schon um den wenigen Einzelexemplaren der Gattung „kühler Realisten", oie seine „Tradition" etwa unter oem Deckmantel der „objektiven Gründlichkeit" weiterführen wollten, von vornherein das Wasser abzugraben.
Nicht, als hätte jener zu Grabe getragene Zeitgenosse die Hände vollends in den Schoß gelegt und sich in den Stunden der Entscheidung dem Appell zur Tat entzogen! Das lag ihm fern! Doch sein „kritischer Geist" hinkte unentwegt der Alltags-„Weisheit" nach: „Es hat alles zwei Seiten", Lassen wir ihn selbst zu Worte kommen. Zu Beginn des Polenfeldzuges, am 1. September 1939, stellte er sich und anderen die „große" Frage, die ihn im Hinblick auf die gerade erfolgte Unterzeichnung des englisch-polnischen Beistandspaktes in allen möglichen Variationen beschäftigte: „Werden wir die polnischen Heeressäulen noch rechtzeitig vor dem Frontalangriff des Feindes im Westen überwältigen?" Obschon dann die polnische Militärmacht in einem Blitzkrieg, wie ihn die Welt noch nicht erlebt hatte, m kaum drei Wochen zerschlagen wurde, war unseres Skeptikers „Ueüerlegung" am 9, April 1940, als das deutsche Schwert in Norwegen zum Schlag gegen das britische Skandinavien-Unternehmen ausholte: „Sind nicht vielleicht doch die besonderen Aktionsmöglichkeiten der englischen Kriegsflotte unterschätzt worden?" Daß die deutschen Truppen nach glänzenden Waffentaten auf schwierigstem Gelände bereits am 4. Mai in Namsos einmarschierten, diese überragende militärische Leistung vermochte im Wenn- und Aber-Spiel des „Bedächtigen" am 10, Mai 1940 beim Auftakt der Westoffensive jedoch nicht den „Einwand" zurückzuhalten: „Werden wir mit der modernen „Festung Holland" schnell genug fertig werden?" Und bald danach: „Ist es nicht fast vermessen, gegen dos starke Bollwerk der Maginor-Linie anzurennen?" Man hätte annehmen sollen, daß die rasche Folge der beisviellosen militärischen Triumphe des Führers — am 14. Mai die Kapitulation der holländischen Armee, am 27, Mai die des belgischen Heeres, am 14. Juni der Durchmarsch deutscher Truppen durch Paris und am 17. Juni die Waffen- streckung Frankreichs — auch die letzten skeptischen Neigungen unseres „Aber-Menschen" hätten ausmerzen müssen, doch noch einmal, im ersten Abschnitt des Baikan-Feldzuges 1941, malte sich, wenn auch nur für wenige Stunden, auf dem Antlitz, dieses „Realisten" der stumme Gedanke: „Werden nicht die zerklüfteten, wasserarmen Gebirgszllge des Südostens einfach unüber- windbäre Schwierigkeiten bieten?" Im Fall Kreta schließlich blieb dem geborenen Skeptiker gar kein Zeit, räum mehr, die Waagschale des Für und Wider in Tätigkeit zu setzen: Die einander förmlich jagenden Erfolge der deutschen Fallschirmjäger und Luftlandetruppen ließen ihn nicht mehr zum Nachdenken kommen!
Und die Aktionen auf dem Schlachtfeld der Propaganda? Nur eine besonders charakteristische Episode sei hier herausgegriffen. Als wir vor mehr als einem Jahr trotz des scheinbar guten Einvernehmens der Alliierten die schroffen historischen Gegensätze zwischen Frankreich und England ins rechte Licht rückten und sie als unüberbrückbar kennzeichneten, konnte sich der bremsende Scharfsinn (oder Schafsinnj des „Ueberlegenen" die Bemerkung nicht verkneifen: „Da wird offenbar ein zu schweres Geschütz aufgefahren!" Es komme, so fügte er hinzu, doch wohl auf das gegenwärtige Bündnisver- hältnis Paris—London an, und das sei kaum von Pappe. Heute ist die vor einem Jahr nur übertünchte britisch- französische Gegnerschaft von den englischen Piraten erneut auf die Ebene der greifbaren Wirklichkeit gebracht .geworden — siehe die völkerrechtswidrigen Operationen der hinterhältigen Briten auf dem syrischen Gebiet ibres ehemaligen Bundesgenossen und dessen hartnäckigen Abwehrkampf!
Mit anderen Worten: Sowohl, auf den militärischen wie auf den politisch-propagandistischen Kampfabschnit-
Vor Lollum wurden bei einem Gcycnanqrisf des Feindes 80 britische 'Panzer vernichtet; im östlichen Mittclmeer wurde ein britischer Kreuzer versenkt.
Die deutsche Luftwaffe yriss erstmalig Flugplätze auf Eypern an.
Am Kanal wurden bei einem feindlichen Einflugsversuch 15 britische Flugzeuge abgeschossen.
Vichh entlarvt den englischen Trick über die angebliche Anwesenheit Teutscher in Thricn.
In Bagdad dauern die Unruhen an.
Deutsche und italienische Guthaben in den UTA. sind eingefroren.
Im japanischen Staatsrat wurde eine wichtige amtlich« Erklärung abgegeben.
Die Norddeutsche Stcingutfabrik hat ihre Produktion umgestellt.
An Stelle des einberufenen Pg. Buda übernimmt Orts. gruppenlciter Blome die Führung der Ortsgruppe Otter- holz.
Die Bremer Bevölkerung wird zur Spende für die dritte Wchrmacht-Bllchersammlung ausgerufen.