Ausgabe 
(7.6.1941) Nr. 156
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Meiner Zeitung

parteiamtliche Tageszeitung

vas Amtsblatt des Negierenden Vürgermeisters der Lreien Hansestadt Vremen

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der Nationalsozialisten Vremens

stattliches verkündungsblatt des Neichsstatchallers in Oldenburg und vremen

Nr. 1SS / ll.Zastrgang

Sonnabend, ?. Zum 1941

kinzelpreis 15 Nps.

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Ein Wort zu den letzten britischen Erkenntnissen

Von Helmut Sünckermunn

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Berlin, K. Juni.

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „Die Luftwaffe führte den Kampf gegen die britische Versorgungsfchissahrt mit gutem Erfolg weiter. In der letzten Nacht versenkten Kampfflugzeuge vor der schotti­schen Ostküste aus stark gesicherten feindlichen Eeleitzügen heraus drei Handelsschiffe mit zusammen 1S8VV BRT. und beschädigten vier weitere große Schiffe schwer. — Im Mittelmeerraum führten Verbände der deutschen Lustwaffe in der Nacht zum 8. Juni einen besonders erfolgreichen Angriff gegen den britischen Flottenstütz­punkt Alexandria durch. Bombentreffer in der Nähe der britischen Oellager lösten einen großen Brand aus, der von den Besatzungen noch lange Zeit nach dem Ab­flug beobachtet werden konnte. — In Nordafrika be­kämpfte die deutsch-italienische Artillerie britische Batte- riestellungxn» Munitionslager und Wasserversorgungs­anlagen bei Tobruk mit guter Wirkung. — Kampfhand­lungen des Feindes über dem Reichsgebiet fanden weder bei Tag noch bei Nacht statt."

biv. Stockholm, 6. Juni. (BZ.-Eigcnberlcht.) Die englischen Berichte über den schweren Angriff aus Alexandria ver­zeichnen eine bedeutende Erhöhung der ursprünglich angege­benen Zahl der Opfer. Es werden jetzt ISO Tote und 299 Verletzte zugegeben. Eine große Anzahl Brand- und Spreng­bomben sei niedergegangen. Die deutschen Flugzeuge seien dicht über den Dächern wahrgenommen worden. Kriegs­schiffe und Küstenbatterien hätten ein heftiges Sperrfeuer er­öffnet, das jedoch, wie Hinweise auf das kühne Operieren der deutschen Bomber zeigen, wirkungslos gewesen ist.

Neuerdings liefen im Hasen von Alexandrien noch drei schwerbeschädigte englische Zerstörer ein; sie können aber hier nicht mehr die ruhig« Ausbesserungsstätte sinken, deren die englische Mittelmeerslotte dringend bedarf. Ein Zerstörer, dessen Schornstein umgestürzt und dessen Deck- ausbauten zertrümmert sind, liegt mit dem Birg tief im Master. Ein zweiter Zerstörer hat schwere Schlagseite.

Während Kreta noch als Stein des Anstoßes der Wut und kttäuschung und als Objekt erbitterter Fragen nach dem Warum dieser neuen Niederlage die Spalten der englischen Leitungen füllt, ist die Insel im östlichen Mittelmeer unver­sehens schon zur deutschen Angrtffsbafis gegen Aeghpten geworden. Mit der mehrstündigen Bombardierung der britischen silottenbasis Alexandrien fand der deutsche Sieg aus Kreta seine erste für das Empire verhängnisvolle Auswirkung. Die englische Bestürzung über diesen Austakt der „Nutznießung" einer neuen deutschen Lnftposition vermag nicht einmal die verbissene Berlautbarung des britischen Hauptquartiers in Kairo zu verbergen. Aus den Widerwilligen Feststellungen über den anhaltenden Regen von vielen hundert Brand- und Sprengbomben, und aus der Bilanz von ISO Toten ist heraus-

Ver ilalienische welirmalktsbericht

Rom, S. Juni. Der italienisch« Wehrmachtsbericht vom Freitag hat folgenden Wortlaut: „Das Hauptquartier der Wehrmacht gibt' bekannt: In der Nacht zum 6. Juni hat unsere Lustwasse die Festung Gibraltar sowie die. Flug­plätze Hal Far und Micabba (Malta) bombardiert. Eins un­serer Torpedoboote hat im zentralen Mittelmeer ein feind­liches U-Boot versenkt. In der Nacht zum S. Juni haben feindliche Flugzeuge Rhodos mit Bomben belegt. In Nord» asrika wurde an der Front von Sollum ein feindlicher Vor­stoß zurückgewiesen. Unsere besonders aktive Artillerie hat >m Hasen von Tobruk vor Anker liegende Schisse beschossen. Fliegcrcinheiten haben erneut die Verteidigungsanlagen von Tobruk bombardiert. Eine Hurricane wurde von unseren Jä­gern abgeschossen. Feindliche Flugzeuge haben Bomben auf Bengasi und aus Terna abgeworfen. In der Zone von Bardia wurde eine Gruppe englischer Soldaten unter dem Befehl eines Ossiziers, die mit einem Motorboot von der Insel Kreta geflohen waren, gefangengenommen. In Ostasrika hat die seindlichc Artillerie unsere Stellungen längs des Omo-Flusses im Abschnitt von Abalti (Galla und Sidamo) intensiv, aber mit geringem Ergebnis beschossen."

vr. v. I,. Rom, 6. Juni. (BZ.-Eigenbericht.) Das englische Hauptquartier in Kairo begnügt sich seit einigen Tagen mit der Erklärung, daß die „Säuberungsaktionen" weitergehen bzw, keine Kampfhandlungen zu verzeichnen sind. Tatsache ist dagegen, daß auf den verschiedenen Kampsabschnitten im Galla Sidamo in den letzten Tagen heftige Kämpfe statt­fanden, in denen die englischen Empire-Truppen verschiedent­lich Schlappen erlitten. Das Hauptgewicht der Kämpfe liegt in den nördlichen und östlichen Kampsabschnitten, in denen Zwischen Dalle und Alghe die von Norden und Süden kom­menden englischen Kolonnen sich zu vereinigen versuchen, um >m Secngebiet von Galla Sidamo die Italiener von Osten her abzuriegeln. Hart umkämpit bleiben die westlich vom Margherita-See verlaufenden Flüsse Omo und Bottego, deren llebergänge durch die in nördlicher Richtung vom Rudviph- Ece vorstoßende englische Kolonne errungen werden sollen.

zuspüren, daß dieses nächtliche Bombardement größeren deut­schen Luftangriffen gegen die Mutterinsel Großbritannien gleichwertig an die Seite gestellt werden muß. Schon zeigt sich die erste Wirkung des schweren Schlages: In überstürzter Eile wird die britische Kolonie ins Innere Aegyptens abtrans­portiert. Gleichzeitig mag aber auch im nächtlichen Furtoso der Feuersbrünste und der Bombendetonationen in Alexandrien eine der jüngsten englischen Illusionen zusammenbrechen. „Die deutschen Stukas können die englische Mittelmeerflotts nicht daran hindern, Alexandrien als Flottenstützpunkt zu benutzen oder überhaupt im östlichen Mittelmeer zu operieren-", schrieb erst am Vortage die „Times". Jede einzelne der deutschen Bomben war ein nachdrückliches Dementi dieser oberflächlichen englischen Hoffnungen und Selbsttäuschungen. Die Briten mögen einen Zirkel zur Hand nehmen und einen Kreis von einigen hundert Kilometern Durchmesser um Kreta und die

übrigen deutschen Luftstützpunkte in der Aegäis schlagen. Sie werden bann ermessen können, welche bedeutende Teile ihres nordasrikanischen und vorderasiatischen Interessengebietes in den uneingeschränkten Wirkungsbereich der deutschen Bomben­flugzeuge hineingeraten sind.. Wenn sie dabei die bedeutende Reichweite etwa unserer hochwertigen Gleit- und Sturzkampf­flugzeuge in Rechnung stellen, dann bleibt ihnen wirklich nur jener verzweifelter „Trost" übrig, den der militärisch« Sach­verständige des „Daily Herald" anscheinend in einem Zustand völliger geistiger Verblendung niederschrieb: „Unsere Truppen müssen dazu' ausgebildet werden, die deutschen Stukas als ein Göttergeschenk zu betrachten, anstatt von Panik ergriffen zu werden." Es bedarf kaum einer Prophetengabe, um diesem Sachverständigen anzukündigen, daß die britischen Txuppen in Aeghpten dieses „Göttergeschenk" öfter erleben werden, als ihnen lieb sein dürste.

Ver führer empfing pavefic

Zusammenkunft in Sahburo mit Sem Neichsaußenminister — ftussprache auf Sem Vergkof

Obersalzberg, 6. Juni. Auf Einladung der Reichsregierung traf Freitag vormittag der kroatische Staatssührer Dr. Ante Pavelic zu einem Besuch in Salzburg ein. Der Reichsminister des Auswärtigen von Ribbentrop begrüßte Dr. Pavelic aus. dem Bahnsteig und geleitete ihn nach dem Abschreiten der an­getretenen Ehrenkompanie ins Hotel. In Begleitung des kroatischen StaatsführerS befinden sich der Innenminister Dr. Andrija Artukovic, der Staatssekretär des Aeußeren Dr. Ma­den Lorkovic/ Feldmarschalleutnant Vladimir Laxa, Staats­sekretär im Wirtschastsministerium Dr. Vladimir Kozak, der Vorsitzende des Staatsamtes für innere Kolonisierung, Mato Jagatic, der Bürgermeister von Agram, Jvo Werner, der Chef der politischen Abteilung des Außenamtes Dr. Vjekoslav Fran- cic und der Pressereserent des Außenamtes, Dr. Ernst Bauer.

Am Nachmittag empfing der Führer im Berghof aus dem Obersalzberg in Gegenwart des Reichsmarfchalls Hermann Giiring und des Reichsministers des Auswärtigen v, Ribbentrop den kroatischen Staatssührer Dr. Ante Pawelic. Die Aus­sprache mit dem Staatssührer des jungen kroatischen Staates, dessen Volk durch den Sieg der Achse die Freiheit vom Joch von Versailles erringen konnte, verlies im Geiste der herz­lichen Freundschaft, die das deutsche und das kroatische Volk miteinander verbindet. Im Anschluß an die Besprechung überreichte Dr. Pawelic dem Führer eine iridcrizianische Fahne aus dem Siebenjährigen Krieg und ein Schachspiel Friedrichs des Großen. Danach stellte der kroatische Staatssührer dem Führer die Herren seiner Begleitung vor. Bei der Ankunft und Abfahrt erwies ein Ehrenzug der Waffen-^ dem kroati­schen Staatssührer die militärischen Ehrenbezeigungen.

Tr. Ante Pawelic befindet sich nicht zum erstenmal auf dem Boden des Reiches. Als Ministerpräsident des jüngsten euro­päischen Staates kommt er in ein Land zurück, das er schon vor vielen Jahren, als politischer Flüchtling ausgesucht hatte. Jeder Schritt auf deutschem Boden mag den-Freund, Bewun­derer und KenncpDentschlands nun an die bedeutende Stellung erinnern, die das Reich in seinem Leben und im Schicksal seines Bolkes eingenommen hat und noch immer einnimmt.

Der gereifte Staatsmann hat mit ganzer Kraft und mit allen Mitteln für einen unabhängigen kroatischen Staat gekämpst. Als am 29. Juni 1928 im Belgrader Parlament der Kroaten- sührer Raditsch mit einigen seiner Volksgenossen unter- den Revolverkugeln eines serbischen Fanatikers sank, wurde es dem Agramer Rechtsanwalt und Abgeordneten Pawelic klar, daß der Konflikt zwischen Kroatien und Serbien niemals aus parla­mentarischem Weg zu lösen sein würde. Im Jahre 1928 organi­sierte er zwar noch die halbmilitärische Formation „Kroa­tischer H e i m a t s ch u tz", in der die kxoatische Jugend.hoss- nungssroh und begeistert zusammenströmte; aber die Militär­

diktatur. König Alexanders vernichtete bald diese politische Organisation der Kroaten. Pawelic blieb nur ein Weg: zu illegalen' Methoden zu greisen. Er geht ihn ebenso bedingungs­los, wie er zeit seines Leben gepredigt und gekämpst hat. Im Januar 1929 gründete er die Geheimorganisation der Ustascha, deren revolutionäres Ziel lautete: Errichtung eines kroatischen Staates auf völkischer und geschichtlicher Grundlage. Am Ende dieses für Kroatien historischen Jahres mutzte Dr. Pawelic mit seinen engsten Mitarbeitern das Land verlassen; aber er setzte in der Fremde sein Werk fort.. Das Attentat von Marseille im Jahre 1934, dem König Alexander znm Opfer fiel, weckte mit seinen Auswirkungen in Pawelic die Erkenntnis, daß die politische Unfähigkdit des serbischen Chauvinismus eines Tages von allein zur Auflösung des lebensunfähigen Staates führen werde.

Im April 1941, nachdem Simowitsch die serbische Maske fallen gelassen hat, ist es soweit. Am 12 . April kann General Kvatermk über den Agramer Rnn-dsurck verkünden: „Mit Gottes Voraussehung und dem Willen des großen Verbün­deten haben wir nach schwerem Kampf des kroatischen Volkes und der kroatischen Ustascha dank der großen Entschlußkraft Dr. Ante Pawelics Kroatien zu einem vollkommen selbstän­digen Staat erklärt." Drei Tage später sendet Adolf Hitler dem Poglavnik ein Telegramm: „Es ist mir eine ganz beson­dere Freude und Genugtuung, in dieser Stunde, in der das kroatische Volk durch den siegreichen Vormarsch der Truppen der Achsenmächte seine langersehnte Freiheit wiederfindet, Ihnen die Anerkennung des unabhängigen kroatischen Staates durch das Teutsche Reich aussprechen dürfen zu können."

Seit jenem Gründungstag bis heut« liegen erst wenige Wo­chen. Sie haben genügt, um den Geist und den Willen des Ilstascha-Staates aus dem Balkon erkennen zu lassen. Mehr als einmal hat es Pawelic selbst ausgesprochen, daß die kroati­schen Sympathien für die Achsenmächte nicht wirtschaftlich oder politisch gebunden, sondern ursprünglich und gefühls­bedingt seien. Der enge Anschluß an die Achse beruht auf einer unvergessenen jahrhundertealten Wasfenkameradschaft und VölkerverLundenhcit. Der Handschlag des Führers nimmt Kroatien in die Schicksalsgcmeinschast' des neu geordneten Kontinents auf.

Grenzlinie festgelegt. Im Verlause der Besprechungen zwi­schen den kroatischen Staatssührer Dr. Ante Pawelic und dem Reichsminister des Auswärtigen von Ribbentrop machte Dr. Pawelic dem Neichsaußenminister davon Mitteilung, daß Kroatien die Grenzlinie zu dem von deutschen Truppen besetzten altserbischen Gebiet festgelegt hat. Der Reichsaußen- minister nahm von dieser Regelung mit Befriedigung Kenntnis.

Vritenlerror gegen neutrale Seeleute

Stockholm, 6. Juni. Aus Thorshaven (Farör-Jnseln) wird gemeldet, daß sämtliche Besatzungsmitglieder der dort liegenden neutralen Schisse von den Briten festgehalten und verhört wurden, ob sie sich gegen England „loyal" verhalten wollten. Matrosen, darunter auch ein dänischer Maschinenmeister, wur­den festgenommen und an Land gebracht, als sie sich weigerten, eine derartige Erklärung abzugeben. Weiter verlangten die Briten von den Kapitänen der neutralen Schisse, daß sie für ihre Besatzungen „garantieren" sollten. Die Ossiziers und Mannschaften wurden gezwungen, an Bord ihrer Schiffe zu bleiben. Jedes Abmustern wurde verweigert. Diese drastischen Eingriffe in die Rechte neutraler Staatsangehöriger weisen mit bitterer Ironie darauf hin, was England unter der von ihm so ost gerühmten „Freiheit der Völker" versteht.

Berlin. S. Juni. Die Bersenkungsverlusts und die Leistungs­fähigkeit der britisch-amerikanischen Wersten für Neubauten bildet nach wie vor das Kernproblem der britischen Krieg­führung. Die kritische Lage sür Großbritannien kennzeichnet eine Erklärung des Präsidenten Noosevelt, daß die britischen Wersten die Dersenkungsverlnste nur zu einem Drittel und die britischen und nordamerikanischen Wersten zusammen die

Verluste der britischen Handelsschissahrt nur zur Hälfte decken könnten. Diese bemerkenswerte Erklärung gab Präsident Roo- sevslt auf Grund der von England amtlich bekanntgegebenen Versenkungsverluste in Höhe von 6 927 090 BRT. für die gesamte in britischen Diensten stehende Handelsflotte ab. Tat­sächlich betragen seit Kriegsbeginn die Gesamtverluste der britischen und in britischen Diensten fahrenden Handelsflotte nach den im deutschen Wehrmachtsbcrlcht verössentlichten Ber- senkungszisfern 11,66 Millionen BRT. Daraus ergibt sich aus Grund der Erklärung Roosevelts, daß die Leistungen der britischen und amerikanischen Wersten zusammen nur ein Viertel der. Schisfsverluste durch Neubauten decken können.

Niedergeschlagenkett in Sibrattar

Madrid, 6. Juni

Aus Gibraltar wird gemeldet: Außer einigen Flugzeug­trägern befinden sich znr Zeit in Gibraltar ein Schlachtschiff, drei Kreuzer, süns Zerstörer und eine U-Boot-tzlottille vor Anker. Am Mittwoch wurde aus einem Kreuzer eine große Anzahl Toter und Verwundeter ausgeladen. Angesichts dieser Tatsache und in Auswirkung der englischen Niederlage auf Kreta herrscht in Gibraltar allgemeine Niedergeschlagenheit.

Südamerikas Slaalen walzten rlMSouveröniMsrechte

Sie flukenminister flegenfinlens und Vrafiliens über ifire Haltung gegenüber Sem britischen krieg

Rio de Ianeir - . 6. Juni. Im Verlaufe eines Jnter- duws an die Rio-Press- erklärte der zur Zeit in Rio be Ja­nen» weilende argentinische Außenminister Guinazu, da« die Haltung Amerikas im gegenwärtigen Krieg in den Koilseren- Kn von Panama »nd Havanna festgelegt sei. Aus die Frage, w-lch-s die Haltung Argentiniens zu dem Problem der Faik- landinseln sei, stellte Giunaza fest, daß Argentinien von sel- ner bisherigen Haltung nicht abgehen könne. Es betrachte nach wie vor die Falklandsinseln als nationalen argentini­schen Besitz.

Bei einem Festesien das die brasilianische Regierung dem argentinisciien Außenminister zu Ehren gab, wurden zwischen dem brasilianischen und argentinischen Außenminister An­brachen gewechselt, die die Bereitschaft zu enger Zusammen­arbeit beider Länder betonten. Der' brasilianische Außennnni- U°.r Aranha erklärte die südamerikanisrl)cn Republiken seien V-elt von der Pflicht, die gute Nachbarsck>ast zu festigen, ihre ' ow'lisation zu erhallen, ihre Kultur zu stützen und trotz des ^stcges in anderen Kontinenten gemeinsam die natwnale „^rlstit und die llnvcrlctzlichkeit ihrer Gebiete zu schützen, ---rsir wollen", so sagte der brasilianische Außenminister, „kein Lyrisches Sonderstatut für Amerika, wir wollen nur unsere iahest, unsere Sicherheit und unseren Frieden erhalten' Der

argentinische Außenminister Eutnazu erklärte in seiner Ant­wort, er habe aus seiner Reise feststellen können, daß es ein panamerikanisches Bewußtsein auf der Grundlage jener Aspi­rationen gibt. die auf den Konferenzen in Panama und Ha­vanna zum Ausdruck kamen. Dieses panamerikanisch« Be­wußtsein sei aber so geartet, daß hierdurch die Eigenpersön­lichkeit der Staaten nicht vermindert werden dürfe. Es gebe also nur eine defensive Zusammenarbeit im Falle eines An­griffes, die dadurch charakterisiert sei, daß dann die ameri­kanischen Republiken als freie souveräne Staaten handeln würden.

Zu der Frage über die gemeinsame Verteidigung der La- Plata-Länder nimmt die Buenos-Aires-Zcitnng „Nacion" noch- ilials Stellung. Das bekannte Blatt schreibt: Für uns ist der La Plata genau so wichtig wie etwa das britische Meer sür die anliegenden Nationen. Uruguay und Paraguay müssen sich daher mit Argentinien in all den Fragen solidarisch suhlen, welche die Schiffahrt und die Verteidigung dieser Fluß-Schlag- ader betreffen. Dasselbe gilt !ür Bolivien, dessen Handels­verkehr ebenfalls auf den La-Plata-Strom angewiesen ist. Das Blatt vertritt dann den Standpunkt, daß Argentinien in Anbetracht der langgestreckten Flußuser an diesem Gebiet stärker interessiert sei und es deshalb auch den Schutz und die

Verteidigung des La Plata übernommen habe. Von dieser Erkenntnis seien auch die Abmachungen getragen, welche im Dezeinber vorigen Jahres zwischen dem damaligen Außen­minister Reca und seinem uruguayischen Kollegen Guani an­läßlich der Colinia-Konferenz vereinbart wurden. „Nacion" schließt mit der Feststellung, daß von einer gemeinsamen Ver­teidigung ganz Amerikas nur dann gesprochen werden könne, wenn keinerlei Schmälerung der regionalen Interessen und der Oberhoheit der betreffenden Läyder damit verbunden ist.

kriegsministerkonseren; in vuenos ftireo

Buenos Aires, 6. Juni. United Preß meldet aus Monte­video, die argentinische Regierung habe die Kriegsminister von Chile, Uruguay, Paraguay, Bolivien und der Bereinig­ten Staaten zur Besprechung aktueller Probleme nach Buenos Aires eingeladen.

Argentinisches Amnestiegesetz verabschiedet. Die Abgeord­netenkammer in Buenos Aires stimmte mit überwältigender Mehrheit dem Amncstiegesetz zu. Es bezieht sieh hauptsächlich aus Politiker und Heeresangehörige, die anläßlich der Sep- temberrevoltc 1936 unter der Regierung des Generals Uri- buru verurteilt worden waren.

Ltubststtsr ckss Usiclrsprssssctisks 2m Zuge der krampfhaften Bemühungen der Chur­chill-Regierung, den schweren Schock von Kreta zu zer­reden, wird den britischen, Zeitungslesern eine Flut von Artikeln beschert, in denen dargestellt wird, wie völlig „neue Methoden der Kriegführung" von deutscher Seite in Kreta angewandt worden seien — Methoden, die die „Times" als „revolutionierend, im Erfolg sicher und wissenschaftlich durchdacht" bezeichnet. Der Versuch, nach mehr als zwanzig Monaten Kriegführung und nach einem nie dagewesenen Siegeszug des deutschen Sol­daten durch die Länder aller seiner Feinde auf dem Kontinent Ueberraschung zu heucheln, ist nichts anderes als grotesk — er wird dem Engländer auch den Nutzen der Entschuldigung nicht bringen, den er sich von solchen Betrachtungen verspricht. Denn die Welt beginnt dar­über nachzudenken, worin nun eigentlich wirklich die Ursachen des durchschlagenden deutschen Erfolges be­gründet liegen und welche Momente es sind, die dazu berechtigen, von einer wahrhaft revolutionären Krieg- ührung zu sprechen.

Gewiß — es sind der Waffen manche, die in diesem Krieg von deutscher Seite überraschend ins Treffen ge­führt und neuartig angewandt werden. Aber dürften nicht die meisten dieser Waffen auch dem Gegner schon vor dem Kriege bekannt gewesen sein, haben nicht über viele der Methoden, die heute die Entscheidung in man­chem Kampf herbeiführen, auch im Frankreich und Eng­land der Vorkriegszeit Debatten und Uebungen statt­gefunden, konnten die Kriegswissenschaften seit dem Weltkrieg nicht in den stets hochgerüsteten Ländern der damaligen Entente viel umfassender gepflegt werden, als dies in dem abgerüsteten Deutschland möglich war, das Lei seiner Wiedererstarkunq erst viele Probleme mühsam theoretisch studieren mußte, während der diesen Krieg offen vorbereitende Gegner sich auf eine zwanzig­jährige stetige Fortentwicklung der praktischen Erfah­rung stützen konnte?

Freilich, so groß die Sehnsucht nach diesem neuen Krieg war, so klein war der Geist, mit dem sie sich auf ihn vorbereiteten. Es gibt nicht wenige Anekdoten über die Heiterkeit, die beispielsweise die deutschen Fall­schirmtruppen vor dem Kriege beim britischen General- stab hervorriefen! All das, worüber sie heute lange, überraschte Leitartikel schreiben, konnten sie bereits früher wissen — aber es fehlte ihnen jene schöpferische Voraussicht, die bei uns am Werke war und die deutsche Wehrmacht in wenigen Jahren zu der modernst ausgerü­steten militärischen Macht Europas machten. Sie haben nicht weniger gerüstet, als wir in Deutschland — aber sie haben falsch gerüstet. Und dieses erst im Jahre 1941 erkennen, bedeutet bereits ein Schlußurteil. Wir Deutschen wurden unter der Führung Adolf Hitlers an­gesichts der englisch-jüdischen Kriegshetze bereits in den Jahren nach der Wiedererringung der Wehrhoheit nicht nach den Methoden eines vergangen, sondern nach de­nen eines modernen Krieges vorbereitet. Was unsere Gegner heute zu erkennen beginnen, das ahnte der Füh­rer schon Jahre vor dem Kriegsausbruch und die Ge­schichte lehrt, wie sehr die großen siegreichen Kriege in ihrem Verlaufe durch die größere Voraussicht eines Feld­herrn beeinflußt wurden. Dabei haben noch andere entscheidende Momente den Lauf der Dinge bestimmt: Was helfen Erkenntnisse der Wissenschaften, wenn nicht ein stahlharter Wille hinzutritt, was nützen taktische Rezepte, wenn nicht der Genius des Feldherrn ihnen in den Augenblicken der Entscheidung Leben verleiht, was helfen alle Kusiststücke der Ausbildung, wenn in den Minuten, die über Tod und Leben des einzelnen, aber über Sieg und Niederlage aller entscheiden, nicht eine überzeugte Leidenschaft des Soldaten ihre beflügelnde Kraft entfaltet?

Von diesen Voraussetzungen des Sieges zu sprechen, heißt die Kluft beschreiben, die zwischen unserer Krieg- sührung und der unserer Gegner aufgetan ist, seit dem Tage, an dem England in mutwilligstem Wahnwitz der deutschen Nation den Krieg ansagte. Es rief den Mann, der mit unbeugsamem Willen sein Volk aus tiefster Erniedrigung emporgerissen und ihm wieder Mut und einen starten Schutz gegeben hat, hinaus auf die Ebene des Schlachtfeldes, und es erwies sich, daß er als Feld­herr mit der gleichen Entschlossenheit zum Handeln, dem gleichen unbeirrbaren Blick für Entscheidungen, dem gleichen genialen schöpferischen Instinkt die deutsche Wehrmacht zum Siege führte, wie er als Staatsmann die politischen Kräfte zum staunenswerten Ansatz brachte und die dramatischsten Erfolge der -deutschen Geschichte errang. Die Rufe der Engländer nach einem „Nelson" aber verhallten im Winde und ihre politische Führung riß ein verbrecherischer Wirrkopf an sich!

Der herausgeforderte deutsche Soldat, den sie solange verhöhnten, an dessen Können sie nicht glaubten und dessen Treue sie bezweifelten, hat sich auf den Marsch gemacht mit einer grimmigen Leidenschaft, als aufge­klärter Nationalsozialist zutiefst überzeugt- vom Sinn dieses Kampfes, im Herzen die Gewißheit, daß der Krieg Sein oder Nichtsein, Zukunft ode'r Untergang seines Volkes entscheidet. Diesem wahren Weltanschau­ungssoldaten traten viele Völker entgegen, mit man­chem tapferen Kämpfer hatte er sich zu schlagen, — aber jene letzte Ueberzeugung, die im Ringen Mann gegen Mann schließlich den Ausschlag gibt, fehlte seinen Geg­nern — und ste mutzte ihnen fehlen. Denn in ihrem Her­zen konnte das Bewußtsein der Frivolität, mit dem ihre Machthaber diesen Krieg angezettelt haben, nicht er-

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Das erfolgreiche Bombardement des britischen Flottenstütz­punktes Alexandrien zeigte die erste Auswirkung des deutschen Kreta-Sieges.

Aus stark gesicherten Geleitziigen versenkte die deutsche Lustwasse drei Handelsschiffe mit zusammen 15 896 BRT. vor der schottischen Küste.

Damaskus ist erneut der Schauplatz schwerer Unruhen.

Der Jude Höre Bclisha verriet seine Kriegsziele.

Die Außenminister von Argentinien und Brasilien betonten die Souberänitätsrcchte ihrer Länder.

Der Führer empfing den kroatischen Ttaatschcs Tr. Pawelic. Der Ncichskommisiar für die Preisbildung sprach über den Sinn der Gcwinnabschöpsung.

In Bremen wurde eine Staatliche Forschungsstcllc sür koloniale Wirtschaft gegründet.

Oberst Zillcr wurde als Kommandeur der Schutzpolizei zur staatlichen Polizciverwaltung in Bremen berufen.