«,.s ä»!nt7mal wöchentlich ^I^ezug E 2,30 einschl. Zu- ^„ebühr- Postbezugspreis monall. g 0 M (einschl. 30,1 Post- .chungsgebühr) zuzügl. 42 Ve- M-,cld. Bezugspreis ist im voraus Mlbar. Postscheck: Hamburg 17272. Ane Behinderung der Lieferung rechtfertigt keinen Anspruch auf Rückzahlung des Bezugspreises. Verlag : NS.-Gauverlag Weser- gms GmbH-, Bremen, Geeren 6/8. »ernspr. 34121, Nachtr. u. Sonntg. z 111 Z. Sprech z.: Verlag: werktl. <2^13 llhr- Schriftleitung: Dienstag und Freitag 12V-—13V- ilhr.
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parteiamtliche Tageszeitung
Hag flmtsblatt des Negierenden Bürgermeisters der Freien fjansestadt Bremen
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der Nationalsozialisten Bremens
flmlliches verkündungsblalt des Beichsstattlialters in Oldenburg und Bremen
m. 15Z / II.Mrgang
Mittwoch, 4. Juni 1941
kinzelpreis 15 Bps.
Seit Kriegsbeginn 11,6 Mll. M7. versenkt
flllein im Mai wurden insgesamt 746 ggg 8N7. feindlichen Schiffsraums vernichtet
flm Montag 5 Dampfer...
Berlin, 3. Juni.
Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „Kriegsmarine und Luftwaffe führten auch im Monat Mai den Handelskrieg gegen Großbritannien mit gutem Erfolg. Der Feind verlor in diesem Monat insgesamt 148 996 BRT. Handelsfchisfsraum. Hiervon wurden 479 9 99 BRT. durch die Unterseebootswafse, 215 WO MT. durch die Luftwaffe, der Rest durch Ueberwasser- strcitkriifte der Kriegsmarine versenkt. Die Verluste durch Minen-llnternehmungen sind hierbei nicht berücksichtigt. Die Luftwaffe versenkte am gestrigen Tage und in der letzten Nacht bei Angriffen auf stark gesicherte Eeleitziige vor der britischen Ostküste fünf Handelsschiffe mit zusammen 211lll> BRT. und beschädigte fünf weitere Frachter schwer. Fernkampfflugzeuge erzielten im Atlantik westlich der Farör-Jnfeln Bombentreffer auf einem großen Handelsschiff. Bei Tage wurden außerdem die Tyne- und Humbermiindung bombardiert.
In Nordafrika geringe Artillerietätigkekt vor Tobruk. Der Feind warf bei Tage mit einzelnen Flugzeugen im Schutze tiefliegender Wolken Bomben in Schleswig- holstein, die nur unerheblichen Schaden anrichteten. Jäger schössen dabei zwei britische Kampfflugzeuge ab. In der letzten Nacht warf der Feind an verschiedenen Orten West- und Norddeutschlands Brand- und Sprengbomben. Einzelne Flugzeuge drangen bis Berlin vor. Die Angriffe forderten geringe Verluste an Toten und Verletzten und verursachten Gebäudeschäden in Wohnvierteln. Militärischer oder wehrwirtschaftlicher Schaden entstand nicht. Nachtjäger und Flakartillerie Hoffen drei der angreifenden britischen Flugzeuge ab. Während der Kämpfe auf Kreta zeichnete sich eine Ee- iirgskompanie unter Führung von Oberleutnant Wal - ie r besonders aus. Die Kompanie stieß tief in den Wcken des Feindes vor, nahm eine zur Sprengung ,«bereitete Brücke und sicherte sie für die anschließenden Zrfolgungskämpfe."
Ne im vorstehenden OKW.-Bericht wiedergegebenen Der-, siungszifsern im Handelskrieg gegen England mit insge-
ragesbefetil von Vrauchitschs
an die aus Kreta angesetzten Truppen des Heeres
Hauptquartier OKH., 3. Juni. Der Oberbefehlshaber des Heeres, Generalfeldmarschall v. Brauchitsch, hat folgenden Tagesbefehl an die aus Kreta angesetzten Truppen des Heeres erlassen:
Soldaten! Kreta ist fest in deutscher Hand. Ihr Gebirgsjäger, Pioniere und Kämpfer der anderen Waffen habt gemeinsam mit den Kameraden der Luftwaffe diesen wichtigen Stützpunkt des Feindes in kürzester Zeit bezwungen. Bei ungewöhnlich schwierigen Gelände- und Wetterverhältnissen hat sich in schweren Kämpfen und unter härtester Anstrengung eure Kampfkraft, Tapfer- leit und lleberlegenheit wieder aufs höchste bewährt. Das ganze Heer ist stolz auf seine Kretakämpfer. Ich danke euch und weih, daß ihr weiter eure Pflicht erfüllen werdet überall dort, wohin der Befehl des Führers euch stellt.
von Brauchitsch, Eeneralfeldmarschall und Oberbefehlshaber des Heeres.
samt 746 66k BRT. geben ein eindrucksvolles Bild von dem starken Aderlaß, den die britische Flotte durch das Wirken unserer Kriegsmarine und Luftwaffe Monat für Monat erleidet. Dabei kann am Rande vermerkt werden, daß in der Ziffer noch 1266 ANT. eines englischen Dampfers fehlen, der weder von der Kriegsmarine, noch von der Luftwaffe versenkt wurde, sondern im Golf von Korinth durch einen deutschen Panzer, also eine Einheit des Heeres!
Will man die Schwere der britischen Schiffsraumverluste im einzelnen ermessen, so gibt ein Vergleich mit den Ziffern im Lauie des Jahres 194V/41 den besten Maßstab sür diese Aufzehrung der englischen Schiffsraum- reserven: Am 1. November 1946 betrug die Gesamt- versenkungsziffer 7IK26KV, am 1. März 1941 war sie auf 9199 666 gestiegen! Am 1. April betrug sie 9 917 666, am 1. Mai 16 917 666 und am 1. Juni 11 864 666. Der April hält in den letzten Monaten den Rekord. Er ist sür die Erfolge der deutschen Streitkräste insofern ein Ausnahmemonat, weil in ihm die außerordentlich fchwerwirkcnden Erfolge der Angriffe unserer Luftwaffe auf den britischen Transportschisfs- raum in den griechischen Gewässern enthalten ist. Schaltet man ihn jedoch aus, so ergibt sich seit dem 1. Februar eine Turchschnittsversenkung von 736 666 BRT. Diese Versenkungszisser bedeutet jeweils 1 622 666 To. Tragfähigkeit, die dem Feind unabhängig von der jeweils mitversenktcn Ladung verlorengingen. Verdeutlichen kann man sich die Menge daran, daß täglich 2266 Waggons mit 15 Tv. Ladefähigkeit vernichtet worden sind, was einem Eüterzug von 15 Kilometer Länge entspärche.
Von besonderer Bedeutung aber bleibt die Tatsache dieser ständig gleichbleibenden Versenkungszissern, wenn wir berücksichtigen, daß sie jeweils eine gegenüber den Vor
monaten wesentlich verringerte Eesamtschisfsraummenge des Feindes treffen und weiter vermindern. Wenn man grob überschlägt, so kommt man zu der Feststellung, daß jede im Mai versenkte Tonne Schiffsraum für die Briten ein doppelt so großer Verlust war wie im Mai 1946! Wenn wir ausgehen von einem Gesamtschisfsraum von 23 bis 25 Millionen BRT., der den Engländern Lei Kriegsbeginn an eigenen, den den ehemaligen Verbündeten geraubten Schiffen oder aber ihnen zur Verfügung gestellter Tonnage zur Verfügung stand, so müssen wir, um zu dem noch verfügbaren Schiffsraum zu kommen, zunächst diejenige Tonnage absetzen, die für KriegSsührungszwecke von der britischen Admiralität beschlagnahmt worden ist. Dieser.,Raum dürste auf 3 bis 36- Millionen BRT. zu veranschlagen sein, die als Hilfskreuzer, Truppentransporter und z» sonstigen Zwecken Verwendung finden und so dem normalen Versorgungsdienst der Insel entzogen sind. Setzen wir diese Menge ab, so verbleibt heute wohl gut die Hälfte des ursprünglichen Schiffsraums! Dabei haben wir allerdings die Neubauten unberücksichtigt gelassen. Ueber die Unmöglichkeit, durch Neubauten auch nur annähernd die britischen Verluste auszugleichen, hat sich jedoch Roosevelt in seiner letzten Rede alarmierend geäußert. Die Baukapazitäl der britischen Wersten entspricht in keiner Weise mehr ihrem Normalstand, sondern ist durch die ständigen deutschen Luftangriffe wesentlich vermindert worden. So ergibt sich die klare Folgerung, daß sich die Schlinge um die britische Insel immerenger zusammenzieht, eine Entwicklung, die von der Schlagkraft der Kriegsmarine und deutschen Luftwaffe stetig erhalten wird. Die Verluste im Handelskrieg beginnen also sür England von Monat zu Monat immer tödlicher zu werden!
Negiekunststücks winston Lliurchiills
-Schrei" nach neuen Männern — See erste Siindenboch gefunden — «Zu viele fiohköpse"
liv. Stockholm, Z. Juni. (BZ.-Eigcnbcrlcht.) Churchill läßt gegenwärtig, nach dem Muster aller früheren Krisen, die durch seine Fehler und Niederlagen heraufbeschworen wurden, innenpolitischen Ballast abwerfen, um den unvermeidlichen Rückschlag in der Stimmung des englischen Volkes aufzufangen und ein Ventil zu schassen sür die Unzufriedenheit, die sich als Widerhall der britischen Niederlage aus Kreta geltend macht. Ein Teil der englischen Presse inszeniert zu diesem Zweck einen Sturm im Wasserglas, der die Illusion von freier Meinungsäußerung aufrechterhalten und das Vertrauen zur Bcsserungssähigkeit der englischen Kriegssührung herstellen soll.
Vor allem die politischen Blätter wie „Daily Mail", „News Chronicle" und „Daily Herald" haben die Aufgabe erhalten, die Stimmung durch Kritik zu entgiften. Es fallen dabei ziemlich scharfe Worte, sogar mit ein paar Wendungen gegen Churchill. Aber das sind allenfalls kleine Symptome sür das, was die Regie heute für nötig hält, um ihre Mittel noch wirksam zu halten. Sehr ernst zu nehmen sind diese Presse- äußerungen nicht, auch wenn sie sich zu der Feststellung vorwagen, daß die Kreta-Niederlage nicht zu rechtfertigen sei. „Das beste wäre, überhaupt keine Kommentare zu machen, die Umstände um diese Niederlage sind so, oatz Schweigen besser wäre als Worte", so heißt es in einigen der neuesten Londoner Leitartikel.
Die „Daily Mail" bringt einen ausführlichen Artikel ihre-, Kairo-Korrespondenten, worin aus einmal aufgedeckt wird, Kreta sei bereits im November 1946 verloren worden. Es habe nicht nur an Flugzeugen gemangelt, sondern vor allem an Voraussicht. England habe die Sndabucht als Flottenbasis benutzt, aber es seien keine Küstenbatterien errichtet worden, keine unterirdischen Hangars an den Flugplätzen, und während ganze Divisionen von Jagdflugzeugen in Kreta zerstört wurden (!) sei nichts geschehen, um Maleme zu schützen. Nach
sechs Monaten habe England für seine Luftwaffe nicht genügend Plätze gehabt für die wenigen Flugzeuge, während die Deutschen binnen drei Wochen neue Landungsplätze fertiggestellt hätten. Andere Blätter fragen, wann endlich Schluß gemacht werden solle mit den „meisterhaften Rückzügen".
Mit einer gewissen Spitze gegen Mr. Churchill erklärt „Daily Mail": „Mr. Churchill weigerte sich, daran zu glauben, daß irgendwelche Unruhen in der Heimat ob der Eva- kuierung aus Griechenland bestehen. Vielleicht ist er davon zu überzeugen, daß unser Volk ernsthaft beunruhigt ist über Kreta?" Die Zeitung schließt mit der üblichen Forderung nach neuen Männern: „Veränderungen sind notwendig;
Churchill sollte sie unverzüglich in die Wege leiten. Das Schicksal feiner Regierung kann abhängen von seinem eigenen sofortigen und kraftvollen Eingreifen." Einer der Londoner Außenseiter: Kapitän Liddel Hart schreibt sogar: „Die eng- liscl-en Herzen sind so gut wie je, aber nicht unsere Köpfe. Herzen aus Eichenholz sind gut, aber eichene Köpfe sind gefährlich." Schwedische Zeitungen bemerken dazu. so harte Worte seien in der Zeit, seit Churchill Englands Geschicke leite, niemals von irgendeiner Zeitung gesprochen worden. Allgemein werde zugegeben, daß der Verlust Kretas die schwerste Niederlage darstelle, die England bisher erlitten habe.
Wie stets nach den großen britischen Niederlagen ist Churchill auch im Falle Kreta bemüht, zur Beruhigung des englischen Volkes und zur Ablenkung von seiner eigenen riesenhaften Schuld einige Tiindcnböckc ausfindig zu machen. Als erstes Opfer wählt er diesmal nach einer Meldung des Londoner Korrespondenten von „Svcnska Tagbladct" den Ches der britischen Lustwasse im Mittleren Osten, Longmorc, der drei Stunden nach dem endgültigen Verlust von Kreta seines Amtes enthoben wurde. An seine Stelle ist General Teder getreten.
«Meilenstein auf dem Wege der Vernichtung knglands"
Sie ausländische presse über die britische Niederlage aus Kreta / Höchste Bewunderung sür die Leistungen der deutschen kuppen
r. Stockholm. 3. Juni. (BZ.-Eigenbericht.) Ueber mglischen Erkenntnisse und Folgerungen aus der Kreta- erläge veröffentlicht die „Times" aus der Feder eines alischcn Berichterstatters in Kairo eine Betrachtung, die er schwedischen Presse als einer der sensationellsten ossen- gsten Artikel gekennzeichnet wird. aus zcdcn Fall als eine bemerkenswertesten Reportagen auf englischer Seite in m Krieg. „Alles, was man sich bisher in der Kriegsfuh- l träumen ließ, ist aus Kreta iibcrtrosscn worden , schreibt Kcwiihrsmann der „Times", die ihrerseits in einem Leitet bestürzt von „Revolution in der Kriegführung spricht, r australische Berichterstatter fährt fort: „L-ie deutlchen zeuge kämpften aus Kreta einen Kamps zu Fände und See wie nie zuvor. Sobald die Deutlchen Miß gefaßt n. kamen die Transpvrtmaschinen mit "wer Fragst an lärcr Infanterie. Diese Flugzeuge sind der Schlüget zu was aus Kreta geschah." Jäger und Bomber seien bei Landkämpsen besonders um Maleme emgeietzt worden, die Neuseeländer aus ihren zäh verteidigten Stellungen «treiben. „Die Messerschmitts stürmten gegen die neu- ndischen Slellungen und hüllten ste stundenlang in -Feuer. Die Teutschen schickten große Formationen von dein herüber. Tiefe Verbände war,eil nicht alle ihre überfrachten aus einmal ab, sie folgten einer Verkchrs- ungeiähr wie Autobusse in einer Stadt: ."beriwgen
Insel von einem Ende zum andern. Drei- bis viermal >ten diese Schwärme von Bombern ihre 2 -ouren über die l hinweg. Weiter wurde den ganzen Tag hindurry stan-
Luitauikläruiig über Kreta unterhalten. T,e,e MMeulie
en ein ständiges Auge über die Operationen und lcyiciren tlose Berichte an das Sauptguartier in Gr,eck>«nla d. "als zuvor ist die drahtlose Tclephome in svlckstm AUS- angewendet worden wie auf Kreta, ständiger Kvniaii zwischen den Streitkräften am Boden ""dden Spätlingen in der Luft geherrscht. In ,Frankreich "awn n-anks. aus Kreta die Flugzeuge, die den Zwillichen d,« "endige lleberlegenheit gaben. Kreta hat zudem arwi«! . die Flotte in einer schweren Lage ist. wenn sie mch hstltig die Luftherrschaft besitzt." Die „Times trauert hie-tig der englischen Herrschaft über Kreta na». Tie fl habe eine Drohung gegen die südlich« teilen sollen „In Englands Händen sollte Kreta eine ls bilden, von der aus die neuen deutschen Flottenltutz- Üe in Griechenland bedroht und die Engländer in den dv gesetzt werden sollten, zu Land« und zur See >m auck»n Meer zu operieren. ' ^ -in--s
Times" veröffentlicht ferner den Augenzeugenbericht ein. lalifchen Leutnants, der sich nach der deutschen Truppe - bang aus Kreta mit einigen Leuten von dort nach Aegypt " retten können. Die Fallschirmabwürfe der Teutschen feiem worragend gut" ausgeführt worden. Die Fallschirmtruppe
seien auS den Flugzeugen in einer fast ununterbrochenen Linie, abgeworfen worden und hätten im Niederfchweben Handgranaten geworfen und Schüsse aus ihren Schnellseuer- wassen abgegeben. Die Deutschen hätten bei dem Angriff aus Kreta ganz ossensichtlich alles bis ins kleinste ausgearbeitet. Das Gebiet zum Beispiel, über dem die Truppen abgeworfen worden seien, sei vorher gewaltig bombardiert worden. Deutsche Aufklärungsflugzeuge hätten vorher jeden Zoll Boden am Heraklion photographiert. Die Flugzeuge hätten in keinem Falle die Fallschirmtruppen wahllos, sondern nach einem festen Plan abgeworfen. Als diese Operationen beendet gewesen seien, sei die Stadt Heraklion so gut wie von deutschen Truppen
"PaU", Jun^ „Matin" zieht aus dem Abschluß der kriegerischen Operationen auf Kreta folgende Schlußfolgerung? Der neueste deutsche Sieg auf Kreta besteht nicht nur darin, daß Deutschland eine Insel von strategstch erstrangiger Bedeutung eroberte, die seit langem befestigt war, sondern auch darin, daß es einen überwältigenden Seesieg über eine der mächtigsten Geschwader der Welt davontrug, ohne selbst Schisse auch nur einzusetzen. Das Gefasel über die Herrschaft der Meere ist von nun ab kindisch. Gegenwärtig kommt es ganz und gar auf die Herrschaft der Lust an. Panzerschisse, Kreuzer und ^orpedobootszerstörer können nichts ausrichten gegen die Flugzeuge in der Lust. Sie können auch die Papage über einen 366 Kilometer breiten Mceresarm nicht verhindern. Sie können eine stark befestigte Insel nicht verteidigen, und sie können nicht einmal auf See sich behaupten, wenn die Liist- streitkräste gegen sie angehen. . « , -
Das Meer ist heute nicht mehr der Freund Englands. Das Meer hat seine Bcdeutnng verloren, der Himmel bedeutet alles, und der Himmel ist gegen England. ^ ^ .
Madrid, 3. Juni. Der Verlust von Kreta ist Gegenstand einer heftigen Polemik der Londoner Presse, so berichtet „ABC" Churchills Ankündigung, man würde Kreta bis zum Tode verteidigen, spiele dabei die' Hauptrolle, Die „Times" schlage als vorsichtigste Zeitung vor, mit dem Urteil noch zu warten, bis die Regierung endgültige Stellung zu dem Fall Kreta genommen habe, „Daily Mail" gebe zu, daß der Verlust Kretas einen harten Scklag sür England bedeute, Sie frage, was man denn eigentlich in den sieben Monaten, in denen sich die Engländer aus der Insel befinden, getan habe. um eine erneute Räumung zu verhindern, „Eveninz News" stellt fest. daß die englische Heeresleitung wiederum den großen Fehler begangen habe, sich selbst zu täuschen und die deutschen Soldaten so gering einzuschätzen, daß man sie sich angeblich mit einer kleinen Hnndbewegung vom Leibe halten könne.
Tokio, 3. Juni. Die völlige britische Niederlage aus Kreta wird von der gesamten japanischen Presse als Ereignis von weittragender Bedeutung ausführlich kommentiert. Tie
Blätter sprechen besonders von einem neuen „strategischen Rückzug" und von einem „neuen Dünkirchen" und heben besonders die große strategische Bedeutung hervor, die die Eroberung Kretas für den weiteren Verlaus des Krieges haben dürste.
„Tokio Asahi Schimbun" bezeichnet den Fall Kretas als Schlüssel für die Zukunft der gesamten weiteren militärischen Auseinandersetzungen mit England. Der Verlust Kretas bedeute für die Engländer einen schweren Schlag. Man müsse bedenken, daß dies seit Kriegsausbruch die erste größere Operation deutscher Streitkräste gegen eine militärisch.wichtige Insel sei. Schwieriges Gelände, große Entfernungen vom Festlande und die lange Vorbercitungszeit hätten den Engländern gegenüber den deutschen Angreifern große strategische Vorteile gebracht. Nicht umsonst habe Churchill Kreta als wichtig sür die Lebenslinie Englands bezeichnet. Die ganze Welt habe daher gespannt den Ausgang der Kämpfe verfolgt. Der Fall Kretas habe den Deutschen größte Zuversicht eingeflößt und England den schwersten Schvck versetzt. Weder englische Militärsachverständige noch Churchill Hütten sich eine derartige neue erfolgreiche deutsche Angriffstaktik träumen lassen. Gleichzeitig habe man deutscherseits wertvolle Erfahrungen bei der Bekämpfung der britischen Flotte durch Flug- zcugcinsatz gemacht. „Mijako Schimbun" schließlich spricht Vvn einem überwältigenden Sieg der deutschen Wehrmacht, die den Engländern erneut eine vernichtende Niederlage beigebracht l-abe. Schon jetzt könne man sagen, daß der völlig« Zusammenbruch des britischen Empire unvermeidlich und daß der Fall Kretas für England „ein weiterer Meilenstein aus dem Wege der Vernichtung sei".
Ncwyork, 3. Juni, „Allein mit der Lustwasse haben die Deutschen die Schlacht aus Kreta gewonnen, so wie ihre Luftwaffe alle ihre früheren Siege errungen hat oder sie zu diesen Siegen wesentlich beigetragen hat", schreibt „New Port Sun" am Montag in ihrem Leitartikel.' Abgesehen von der Luftwaffe, so erklärt das Blatt weiter, hatten die Engländer in Kreta aus ihrer Seite einschließlich der Kontrolle des Meeres und der Zeit zur Vorbereitung starker Dertcidigungsstellun- aen. Wieder haben die Deutschen bewiesen, daß die Beherrschung der Luft zum Gewinnen der Schlachten führt. Das Blatt schließt: „So lange die Deutschen diese Herrschaft behaupten, kann kein Zweifel daran bestehen, daß sie weiterhin ihre Schlachten gewinnen werden." Wie Associated Preß aus Wellington meldet, hat der stellvertretend« Ministerpräsident Neuseelands Nash bereits vorbeugend bekanntgegeben, daß schwere Verluste unter den neuseeländischen Truppen, die am Kampf aus Kreta beteiligt waren, zu erwarten feien. Ein vollständiger Bericht soll dem Parlament am 16. Juni vorgelegt werden.
Äst« kleÄe«
Das europäische Ordnungsprinzip und die angelsächsische Hemisphären-Phraseologie
k. dlll. Noch ist der äußere Prozeß der Neuordnung Europas nicht abgeschlossen, doch die inneren Gesetze, nach denen er erfolgt, treten schon jetzt klar und lebensvoll vor unser geistiges Auge. Während sich die morsche Welt der zusammenbrechenden „demokratischen" Ideologie aus angeborener Scheu der Kriegstreiber vor der Wahrheit nicht einmal über den schreienden Widersinn ihrer verblaßten Phrasen Rechenschaft abzulegen vermag und die nervösen angelsächsischen Strategen von einer Aenderung der „Taktik" zur anderen pendeln, läßt das von den Achsenmächten getragene europäische Aufbauwerk in Anlage und Ausführung eine außerordentlich selbstsichere Ordnungskraft erkennen. Die letzte Phase der weltanschaulichen Auseinadcrsetzung zwischen dem abgewirtschafteten Plutokratenregime und dem nationalen Organisationsblock der aufstrebenden jungen Völker reizt zu einer Gegenüberstellung der politischen Prinzipien, die hüben und drüben wirksam sind:
Zum ersten Male in der Geschichte des Abendlandes setzt sich, aus seiner geopolitischen Mitte hervorwachsend, ein unbeirrbares Solidaritätsgefühl aller seiner Glieder durch. Geweckt und vertieft wurde dieses Zusammengehörigkeitsbewußtsein gerade von jenen schöpferischen Kräften, denen die Ewiggestrigen einst eine völkertrennende Eigenschaft anzudichten versuchten, von der nationalsozialistischen und faschistischen Bewegung. Verbürgt die außenpolitisch-weltanschauliche Aktivität des Stahlpaktes somit die Stärkung des Willens zu gemeinsamer Verantwortung aller Kulturvölker unseres Erdteils für das Eesamtwohl des Kontinents, so verharren die ranmfremden Feinde Europas bei dem Grundsatz des „Teile und Herrsche"! Hierbei verbergen sie ihre wahre (immer wieder zum Scheitern verurteilte) Absicht, Zwist zu säen, um eigenen Machtzuwachs zu ernten, vergebens unter dem bereits allzu fadenscheinigen Deckmantel der Theorie vom Gleichgewicht der Staaten. Bei den Achsenpartnern also die Sammlung der Kräfte, im Lager der Gegner das (allerdings erfolglose) Bestreben, sie zu zersplittern — hier die realistische Bejahung der natürlichen Ordnung und der nationalen Rechte, dort das abgenutzte Schlagwort von der angeblich befreienden, in Wirklichkeit aber versklavenden Demokratie. „Was sie als Kampf für die Demokratie bezeichnen" — an dieses treffende Wort des Reichspressechefs aus seiner großen Präger Rede sei in diesem Zusammenhang erinnert — „ist der Kampf borniertester Unduldsamkeit."
Kann sich Licht von Schatten jemals schärfer abheben als das Selhstbewußtsein des deutschen Volkes von der politischen Schaumschlägerei der britischen Kraftmeier und ihrer aufgeregten amerikanischen Hintermänner? Deutschland hat es nicht nötig — von den Forderungen der Ehre ganz abgesehen — seine Interessen mit den Machtmitteln fremder Staaten vertreten zu lassen: es ist stark genug, sich selbst durchzusetzen, sein Lebensrecht mit dem eigenen scharfen Schwert zu wahren und die ihm anvertrauten kleineren Völker auf der ganzen Linie unmittelbar zu schützen. Das einst so stolze Britannien dagegen verlor jegliches Gefühl für das Unwürdige seiner Hilferufe an die USA.-Adresse. Roosevelt wiederum forciert krampfhaft die Washingtoner Panamerika- Polilik, um die imperiale Einflußsphäre der USA., und sxi es nur dem Scheine nach, zu erweitern. Dem Weg zur Selbstentfaltuna aller völkischen Kräfte im neuen Europa „entspricht'^ in den angelsächsischen Ländern die Politik teils getarnter, teils offener Einmischung, das freudige Schaffen aus eigenem Antrieb innerhalb der Staatenwelt unseres Kontinents den „demokratischen" Methoden der Bevormundung des Schwächeren. Dennoch blieb es auf dem Parkett der britisch-nordamerikanischen Diplomatie bei leeren Hilss- versprechen, die den „Garantierten" lediglich Blutverluste und Sachschäden brachten, während die praktische Aufbauarbeit seitens der autoritären Kulturnationen die Einigung und den Wiederaufstieg der erwachten Völker Herbeiführt.
Noch eine besonders schrille Dissonanz: Das nationalsozialistische Reich zollt Anerkennung dem verantwortungsbewußten Handeln charaktervoller Männer und ihrem harten Dienst an den besiegten Nationen: wir denken hierbei an den von vorbildlicher Einsicht diktierten Kapitulationsentschluß des Königs Leopold von Belgien, an die illusionsfreie Politik der Franzosen Petain, Weygand und Darlan, die gradlinige Mission des norwegischen Nationalistenfllhrers Quisling und den nüchternen Tatsinn des griechischen Ministerpräsidenten Tsolacoglu; — das Konsortium pflichtvergessener schwankender Gestalten, die London mit Emigranten- „Botschaftern", Papierzeptern und silbernen Kugeln ausstattet, kennt die Welt:traurige Berühmtheiten wie die Exkönigin Wilhelmine und der Theaterprinz Bernhard von Holland, der französische Verräter de Gaulle, Belgiens geflohener „Premier" Pierlot, der hetzende Norweger-König Hakon mit seinem sauberen „Außenminister" Koht, der vom größenwahnsinnigen Putschistengeneral Simowitsch irregeleitete serbische Knabenkönig Peter, der Apanagen-„Monarch" von Griechenland im Bunde mit dem bestochenen „Ministerpräsidenten" Tsuderos, das polnische Subjekt Sikorski und der tschechische Lump Venesch, alle diese schuldbeladenen Demagogen müssen vor den Mikrophonen Seiner Piraten-Majestät Georg VI. immer wieder sich und ihre Schurkentaten „verherrlichen". Eine regelrechte Verrätermoral also wagen Churchill und Roosevelt dem Ethos der nationalsozialistischen Freiheitskämpfer entgegenzusetzen!
Um das Bild dieser Thesen und Antithesen abzurunden, schließlich ein Blick auf das Gebiet der Wirtschafts-
Jin Mai wurden, wie der OKW.-Bericht feststellt insgesamt 746 666 BRT. versenkt.
Aus Geleitzügen wurden neuerdings am Montag über 21 666 BRT. aus den Meeresgrund geschickt.
Die heroischen Leistungen der deutschen Truppen aus Kreta finden in der ganzen Welt höchste Bewunderung. Bei Tage wurden die Hafcnanlagcn an der Tyne- und Humbcr-Mündung bombardiert.
. In Vancouver und Norfolk wüten Grotzfcuer.
Der Führer zeichnet- fünf Offiziere des Heeres und einen Os,i,ier der Kriegsmarine mit dem Ritterkreuz aus.
Für die Regelung der Nrlaubsonsprüche aus dem Jahre 1946 crg-.ng eine neue Anordnung.
tatt.