Ausgabe 
(3.6.1941) Nr. 152
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Parteiamtliche Tageszeitung

Das flmtsblott des Negierenden vürgermeisters der Zreien fjansestadt Vremen

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der Nationalsozialisten Bremens

flmtliches verkündungsblatt des Neichsstatttfallers in Oldenburg und Vremen

Nr. 132 /11. Jahrgang

Dienstag, Z. Juni 1941

Linzelpreis 13 Nps.

Kreta vom feinde gesäubert

Dramatische Szenen an der Südküste / wilder Kamps um die rettenden Schiffe

kine der schwersten Niederlagen für das kmpire

Berlin, 2. Juni.

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Der Kamps um Kreta ist beendet. Die ganze Insel ist frei vom Feinde. Deutsche Truppen besetzten gestern den letz­ten Stützpunkt der geschlagenen Briten, den Hasen von Zsakia. Eebirgstruppen kämpften im Verggelände nörd­lich Ssakia den letzten britischen Widerstand nieder und brachten dabei weitere 3000 Gefangene ein. Die deutsche Lustwasfe unterstützte wirksam diese letzten Säuberungs- aktionen. Im Seegebiet zwischen Kreta und Alexandria vernichteten deutsche Kampfflugzeuge aus einem Flotten- »erband heraus durch drei Volltreffer einen britischen Zerstörer.

JnNordafrika Artillerie- und Spähtrupptätigkeit vor Tobruk. Deutsche «nd italienische Kampfslugzenge versenkten im Hafen von Tobruk fünf kleinere Trans­portschiffe und beschädigten mit guter Wirkung feindliche Flakbatterien.

Stärkere Kampffliegerkräfte belegten in der letzte» Nacht den britischen Versorgungshafen Manchester mit zahlreichen Spreng- und Brandbomben. Heftige Explo­sionen und ausgebreitete Brände verursachten neue große Zerstörungen in Industriebetrieben und Lagerhäusern. Weitere Luftangriffe richteten sich gegen Häfen an der Züdwest- und Südküste Englands. Südostwärts Aberdeen »nd nördlich Schottland vernichtete die Luftwaffe zwei feindliche Handelsschiffe mit zusammen Kllllü BRT. und beschädigte ein weiteres großes Handelsschiff schwer.

Kampfhandlungen des Feindes über dem Reichsgebiet senden weder bei Tage noch bei Nacht statt.

Her 0KW.-Verlcht vom 1. Juni

Berlin, 1. Juni. Das Oberkommando der Wehr­iecht gibt bekannt: Auf Kreta schreitet die Säuberung tes SLdteiles der Insel von den Resten britischer und griechischer Truppen gut vorwärts. Bei Herapetra ist gestern die Verbindung mit den von Osten vorgestoße­nen italienischen Truppen hergestellt worden. Bisher wurden rund 10 000 Briten und Griechen gefangengenom­men. Südlich von Kreta griffen deutsche Kampfflieger- verbände britische Seestreitkräfte an, beschädigten einen Zerstörer durch Bombenvolltreffer schwer und schössen vier Jagdflugzeuge vom Muster Hurricane ohne eigene Verluste ab. Im, gleichen Seegebiet versenkte die deutsche Lastmasse ein Handelsschiff von 3000 BRT. sowie einen mit Munition beladenen Kllstenschoner und traf einen kleineren Truppentransporter schwer. Flugzeuge, die zur bewassneten Aufklärung eingesetzt waren, versenkten am gestrigen Tage im Atlantik ein britisches Unterseeboot. Kampfsliegerverbände bombardierten in der letzten Nacht kriegswichtige Anlagen an der West- und Südküste Eng­lands. Besonders im Hafengebiet des Mersey entstan­den größere Brände. Ostwärts Peterhead wurde ein großes Handelsschiff schwer beschädigt. Am 30. Mai ver­nichteten Kampfflugzeuge ein Vorpostenboot im Hafen «on Fraserburgh. Kampfhandlungen des Feindes landen über dem Reichsgebiet weder bei Tage noch bei Nacht statt.

Berlin, L. Juni. Die Säuberung der Insel Kreta nahm auch am 1. Juni ihren planmäßigen Fortgang. Gesangencn-

Vrr führe« an flnlonescu

Berlin. L. Juni. Der Führer hat dem rumänischen StaatSsührer General Antonescu zu seinem 5g. Geburtstag drahtlich seine Glückwünsche übermittelt.

Der Gruß Adols Hitlers gilt dem StaatSsührer des neuen Rumäniens, der sich und sein Volk tatkräftig und zrelbewußt tu die Politik der Achsenmächte zum Neuausbau Europas ein­geschaltet hat.

und Beutezahlen steigen weiter. Unter dem Druck des raschen Vorgehens der deutschen und italienischen Truppen versuchten die Reste der britischen Truppen sich mit allen nur möglichen Mitteln noch in Sicherheit zu bringen. Wenn das britische Kriegsministcriilm mitteilt, daß der Beschluß gefaßt worden sei, die britischen Streitkräste von Kreta zurückzuziehen, so ist dies «ine rein« Propagandamaßnahme. Die Tatsache der völligen Vernichtung oder Vertreibung der britischen Truppen von Kreta wird hierdurch in keiner Weise geändert. Die Ver­treibung der Briten von Kreta ist und bleibt eine der schwer st en Niederlagen, die Großbritannien in die­sem Kriege überhaupt erlitten hat.

An der Südküste Kretas eingetroffen« deutsche Truppen waren Zeugen dramatischer Szenen, die sich bei der wilden

Flucht des geschlagenen britischen Besatzungskorps abspielten. Engländer, Australier und Neuseeländer, die mit knapper Not dem Feuerbereich der deutschen Verfolger entkommen waren, haben — wie bereits gemeldet — versucht, auf kleinen Kirstenschonern, uralten Segelbooten und allen nur erreich­baren Fahrzeugen das freie Meer zu gewinnen. Nur ein klei­ner Teil der flüchtenden Briten konnte von britischen Kriegs­schiffen aufgenommen werden, da die britische Flotte durch die Angriffe der deutschen Luftwaffe gezwungen war, das Gebiet um Kreta zu verlassen. Zahlreich« der von den Briten besetzten Fischerboote mußten daher wieder nach Kreta zurück­kehren.

(Fortsetzung auf Seite S)

Her sührer und Sure am örenner

Mehrstündige stuosprache im Seiste herrlicher Freundschaft

Am Brenner, 2. Juni. Der Führer und der Du c e haben sich heute am Brenner getroffen und hatten in Gegenwart des Reichsautzeyministers von Ribbentrop und des italienischen Außenministers Graf Clano eine mehrstündige Unterredung über die politische Lage. Die Aussprache war getragen von dem Geiste herzlichster Freundschaft und ergab dke völ­lige Uebereinstimmung der Auffassungen der Regierungschefs der beiden verbündeten Länder.

Ver Neichsmarschall an die Luftwaffe

„Vorwärts im Seiste der Sieger von Kreta"

Berlin, 2. Juni. Der Reichsmarschall des Großdeutschen Reiches und Oberbefehlshaber der Lustwasfe erließ folgenden Tagesbefehl:

Kreta-Kämpfer, Kameraden! /

Ein« große Ruhmestat in der Geschichte unserer jungen Masse ist vollendet. Aus Kreta wehen unsere Siegesfahnen. Ihr meine Fallschirmjäger und Lustlandetruppen, Ihre meine Flieger, habt gemeinsam mit Euren Kameraden des Heeres unter Euren bewährten Führer aller Dienstgrade einmalige Leistungen vollbracht. Unendlich stolz und glücklich melde ich dem Führer den Vollzug seines Befehls. Ihr habt vor aller Welt des Führers Wort bewiesen: Es gibt keine uneinnehm­baren Inseln.

Ich wußte, meine todesmutige. In harten Kämpfen bewährte Lustwasfe kennt nur den Sieg. So mutzte auch diese erste und kühne Operation über See wie ein Gewittersturm die Feinde in wenigen Tagen zerschmettern. Hieran haben auch wieder die italienische Kriegsmarine, Verbände der italieni­schen Luftwaffe und Truppen des italienischen Heeres ihren ost bewährten Anteil.

Fallschirmjäger, beseelt von unbändigem Angriffsgeist, habt Ihr, ganz aus Euch angewiesen, in heldenhaftem erbittertem Kamps den überlegenen Gegner geschlagen. Wo Ihr gelandet seid, wurde ebenso heldenhaft gestürmt wie zähe gehalten. Nebermenschlichcs ist von EinzelkSinPfern unter glühender Sonne aus felsigem Boden geleistet worden.

Eure Kraft war der unbeirrbare nationalsozialistische Glaube an den Sieg und das Wissen um die treue Hilfe der Kame­raden in der Lust, die den Himmel vom Feinde reinscgten und unermüdlich Stunde um Stunde mit Transportflug­zeugen Verstärkungen heranführten.

Im Bombenhagel unserer Kampfverbände verstummten die Geschütze des Feindes, floh der Gegner aus seinen befestigten Stellungen, versanken und verbrannten britische Kriegs- und Handelsschiffe, die Hilfe bringen wollten. In alter Wassen- kameradschast aus Narviks großen Tagen haben Flieger und Gebirgsjäger die Insel bezwungen und damit England aus der wichtigen Stellung des östlichen Mittclmecrs geworfen.

Kameraden! Das ganze deutsche Volk erfüllt tiefste Be­wunderung und unendliche Dankbarkeit für euren jüngsten Sieg. Mit unserer Lustwasfe gedenkt Deutschland ergriffen

„Verluste von Vünkirchen wett überkrusten"

fall von Kreka — schwerer Schock sür kngland / Londoner Krlegsministerlum gibt ernste Opfer ;u , Verluschungsmanöver

Stockholm. 2. Juni. (BZ.-Etgenbericht.)

^ Aus die englische Oesf-ntlichk-it hat wie Berichte aus Lon- den bezeugen, die Kreta-Niederlage einen stärkeren Eindruck gemacht als die letzten schweren deutschen Schläge.

Ein- UP.-Darstellung aus London besagt: "Das lakonische Kommunique des Kriegsministeriums, wonach 15 00V -Utann Empiretruppen von Krota aus eingeschifft worden M ein Schock sür das englische Volk, das seinerzeit mit Befrie­digung Churchills Erklärung entgegengenommen hatte, wonach diese Insel „aus Leben und Tod" verteidigt werden sollte ... Eine Londoner Meldung der schwedischen N^unS „NYa Dag- ligt Allehaiida" vom Montag sagt: „Die englische Allgemein- h°it gibt ihrer Mißstimmung über die Entwicklung aus Krera Ausdruck. Besonders wendet man sich dagegen, daß die ^n,ei

nicht ordentlich befestigt worden sei." Der Londoner Vertreter

d-s Stockholmer „Aftonbladet" bskundet, daß er viele Aeuße­rungen des Unmuts gehört habe: „Rückzug und Evakuierung, und niemals etwas anderes."

, Die offiziöse Londoner Beschwichtigungsmaschine tut aller­dings nunmehr ihr möglichstes, um den Gefühlen der Ent­täuschung und des Zweifels entgegenzuarbeiten. Der englische Rundsunk verbreitete am Pfingstmontag einen offiziösen Kom­mentar, in dem es heißt: Zweifellos sei ein ernster Rückschlag sür die ganze strategische Position Englands rm Nahen Oslen eingetreten, aber die Hauptsache sei gewesen, Zeit zu gewinnen, °-n großen deutschen Vorstoß zu verzögern und möglichst zu schwächen. Das sei wichtiger gewesen als selbst eine Rettung Kretas, Der Angriff selbst, so versicherte das Sprachrohr der Regierung Churchill am Montag, sei keine Uebsrraschung ge- wesen, höchstens sein« Art und sein Umfang! Aber in beiden »ollen, in Griechenland wie aus Kreta, habe die englische Kriegssührung erreicht, was sie wollte . > . (Man ergänze. Niederlage und Rückzug!)

Es sind also die gleichen trügerischen Töne, wie sie bereits - *04 jeder früheren Niederlage angeschlagen wurden. Die

Londoner Presse bemüht sich, mit einzustimmen, aber mit kaum -verhohlener Unlust. Die Wiederholung immer der glei­chen abgegriffenen Manöver, aus Niederlagen „siegreiche Rück­züge" oder „erfolgreichen Zeitgewinn" zu machen, scheint selbst den gewandtesten Londoner, Dialektikern allmählich einige Schwierigkeiten zu bereiten.

Die Einräumung erheblicher schwerer englischer Verluste er­klärt natürlich die wahre Stimmung in England. Eine „Unitcd-Preß"-Mcldung aus London sagt alles: „Tatsächlich seien die englischen Verluste aus der Schlacht um Kreta grö­ßer als seinerzeit bei Diinkirchen." Auch nach dem Stockholmer „Aftonbladet" verheimlicht man in London nicht, daß Eng­land blutige Verluste erlitten habe. Die amtliche Mitteilung des Londoner Kriegsministeriums, in der die Evakuierung von „ungefähr 15 vvö Mann" nach Acghptcn behauptet wurde, gab ausdrücklich ernst- Verluste zu.

Die Art, wie die Flucht von Kreta diesmal vor sich ging, wird deutlich aus einer Londoner Meldung über den gefähr­lichen Einsatz der englischen Flotte, die jetzt damit beschäftigt sei, griechische, englische, australische und neuseeländische Sol­daten auszufischen, die in winzigen Booten die kleinen Häfen an der Südküste Kretas verlassen hätten.

Welche krummen Wege die englische VertröstungStaktik wandelt, um den Briten die bittere Pille von Kreta schmack­haft zu machen, geht u. a. auch aus d-n Worten des australischen Armceministers Spender hervor: „Unsere Streit­kräfte wurden durch das Ilebergewicht des Materials und die übermächtige Zahl der deutschen Flugzeuge und Truppen auS ihren mangelhaften Stellungen aus Kreta getrieben," Die britische Bevölkerung wird dieses Geständnis mit einigem Er­staunen vernehmen, da hr Churchill nach jeder Niederlage versicherte, das deutsche Material fei jetzt aber vollständig aufgerieben. Man wird auch davon überrascht sein, daß die Stellungen aus Kreta, das, wie man in London noch vor wenigen Tagen versicherte, „mit seinen Häseq und Flug-

und stolz der Helden, die im Kamps um Kreta ihr Leben und ihre Gesundheit opferten. Vorwärts im Geiste der Sieger von Kreta!

Es lebe der Führer!

(gez.): Göring,

Reichsmarschall des Großdeutfchen Reiches und Oberbefehlshaber der Luftwaffe.

Skagerrak-Iagesbefestl an die Kriegsmarine

Berlin, 1. Juni. Der Oberbefehlshaber der Kriegs­marine, Großadmiral Nacdcr, hat anläßlich der 25jiihrigcn Wiederkehr des Tages, än dem die deutsche Hochseeflotte vor dem Skagerrak die britische große Flotte in der größten Seeschlacht aller Zeiten schlug, folgenden Tagesbefehl an die Kriegsmarine erlassen:

An die Kriegsmarine! AIs am Abend des 81. Mas ISIS der deutsche Flottenchef, Admiral Scheer, in kühnem, rücksichts­losem Angriff vor dem Skagerrak die Linien der britischen Schlachtschiffe gesprengt hatte und am folgenden Tage z» neuem Kampf bereit war, hatte der Brite mit schweren Ver­lusten das Feld geräumt und der deutschen Hochseeflotte die Nordsee überlassen. Was bei Coronel verheißungsvoll be­gonnen, war vor dem Skagerrak zum leuchtenden Triumph geworden: der Nimbus der britischen Unbesiegbarkeit zur

See war endgültig zerrissen, und Deutschland hatte sich das Anrecht aus freie See- und Weltgeltung erkämpft. Die Skagerrakschlacht wurde zum Markstein in der Seckriegs- gcschichte, zugleich aber eröffnete sie eine neue Epoche im Ringen um die Freiheit kost See. Wir, die wir heute von neuem gegen Englands Seethrannei in einem Kamps aus Leben und Tod stehen, haben im Geiste der Männer, die vor 25 Jahren den Siegeslorbeer sich errangen, mit fort­gesetzten schweren Schlägen dem Feinde zugesetzt. Wir werden im Vertrauen auf unsere Kraft und unser Können den Feind weiter im harten Angriff treffen und unsere starken Waffen führen, bis der Sieg unser ist. -

Heil unserem Fiihrerl

Berlin, den 81. Mai 1841.

, Raeder,

Großadmiral, Oberbefehlshaber der Kriegsmarine.

Plätzen ein höchst sicherer vorgeschobener Posten für die eng­lischen Operationen gegen den Feind aus einmal so höchst mangelhaft gewesen sein sollen. Ebenso wie England und seine Trabanten wieder bemüht sind, die Widerstandsmög­lichkeiten zu bagatellisieren, bleiben sie auch ihrer Taktik treu, wie, der Fuchs vor den Trauben den strategischen Wert der Position herabzusetzen, nachdem sie sür sie verloren ist.

Am 28. 5, erklärte der Londoner Nachrichtendienst, die Ein­nahme der Insel Kreta durch deutsche Truppen würde einen schweren Rückschlag sür die britischen Streitkräste im Nahen Osten bedeuten, eine große Gefahr sür Sncz und eine Be­drohung des ganzen Nildcltas. Und der „Daily Herald" vom 2i>. Mai enthält einen sehr bezeichnenden Artikel des Militär- korrespondenten des Blattes, Major E. W. Shcppard, der die Ucberschrist trägt: „Wenn wir Kreta verlieren!" Der mili­tärische Mitarbeiter stellt in diesem Artikel u. a, folgendes fest: „Wenn wir Kreta verlieren, so würde die gesamte.Lage im Mittelmeer, und zwar nicht nur im Osten, sondern auch im Westen, sich grundlegend ändern. Wir würden, abgesehen von unserem Prestigeverlust, «ine wichtige Stellung verlieren. Aber das ist noch nicht alles. Der deutsche Angriff hat die Aufgabe, die Kräfte unserer Marine und unserer Luftwaffe, die bereits in so hohem Maß« durch die Kämpfe auf dem At­lantik beansprucht werden, noch weiter zu schwächen. Deutsch­lands Ziel ist es unzweifelhaft, unsern Mittelmeerslotte schwerste Verluste beizufügen, indem man sie in die Reich­weite des Operationsgebietes der Luftwaffe hineinzieht. Kreta ist ein Preis, der jeden Verlust an Menschenleben und Ma­terial bei uns rechtfertigt.

Heute, wo die Operation abgeschlossen und England diesen Stützpunkt verloren hat, heißt es im Londoner Nachrichten­dienst, Kreta sei keine entscheidende Position, für die Teutschen aber kein« Entscheidung im Mittclinccr. Kreta bedeute zwar sür England «inen Verlust, für die Teutschen aber keinen wirk­lichen Erfolg.

Lee ffeeta

rä. Berlin, 2. Juni.

Während des Pfingstfestes konnte das deutsche Volk über einen neuen glänzenden Sieg seiner Soldaten jubeln. Die Sondermeldung des OKW. über den Ab­schluß der Operationen auf der englischen Seefestung von Kreta bildet den dramatischen Schlußakt des ganzen Balkanfeldzuges, der durch englische Jntrigen und Kriegsausweitungsabsichten ausgelöst, mit einer völligen vernichtenden Niederlage der Briten und ihrer Hilfsvölker geendet hat. Noch einmal hatte Churchill nach der Niederringung der Serben und nach dem Zu- sammenbruch des Widerstandes auf der griechischen Halbinsel versucht, das englische Prestige dadurch zu retten, daß er erklärte, Kreta würde auf jeden Fall gehalten. Und nicht nur die englischen Politiker, son­dern ebenso die englischen Militärs erklärten, diese Insel müsse schon deshalb „bis in den Tod" gehalten werden, da mit ihrem Fall die ganzen englischen Posi­tionen nicht nur im östlichen sondern ebenso im west­lichen Mittelmeer ins Wanken gerieten. Die Insel ist gefallen und mit ihr die größte englische Illusion im östlichen Mittelmeer. War schon diese Nachricht für England ein düsteres Pfingstgeschenk, so löste die andere Meldung des Tages, der Führer und der Duce haben sich am Brenner getroffen, wieder einmal sorgenvolles Rätselraten aus.

Die Welt selbst steht ganz im Banne der unerhörten Leistung der deutschen Wehrmacht bei den Operationen auf Kreta, eine Leistung, die in der Eigenart der Durchführung, in der Kühnheit des ganzen Unter­nehmens erstmalig in der Geschichte ist. Nicht wir waren es, sondern die Engländer selbst, die von der „Uneinnehmbarkeit" dieser Insel sprachen. Die eng­lische Presse konnte sich damit nicht genugtun, immer wieder von dem starken Ausbau der Befestigungen auf Kreta zu schreien, von der Unmöglichkeit, daß die deutsche Wehrmacht diese Insel einnehmen könnte. Selbst als deutsche Truppen bereits im Kampfe standen, ver­traute England noch allzu sehr auf seine Flotte und gab die zuversichtlichsten Meldungen im erwarteten Triumphe aus. Flotte gegen Luftwaffe! Das war eine der vielen Parolen. Dieser Kampf endete wie bekannt mit den denkbar schwersten Verlusten für die Flotte.

Außer den bereits früher gemeldeten schweren Ver­lusten an.Kreuzern und Zerstörern im nördlichen See­gebiet von Kreta haben die Engländer im Raum zwi­schen Kreta und Aegypten allein in den letzten Tagen folgende empfindliche Einbußen an Kriegsschiffen er­litten:

27. Mai: 1 Flugzeugträger durch vier Bombenvoll- treffer und 2 Kreuzer beschädigt.

28. Mai: 1 schwerer Kreuzer und 1 Zerstörer be­schädigt. 1 großer Tankdampfer in Brand geworfen.

29. Mai: 1 britisches Bewachungsboot beschädigt.

30. Mai: 2 Zerstörer versenkt.

31. Mai: 1 Zerstörer sehr schwer beschädigt. Total- verlust wahrscheinlich.

1. Juni: 1 Zerstörer beschädigt.

, 2. Juni: 1 Zerstörer durch drei Bombenvolltreffer versenkt.

Zu diesen materiellen Verlusten kommt selbstverständ­lich noch die Tatsache von großer Tragweite, daß Kreta nunmehr zum Stützpunkt der weiteren Operationen der deutschen Wehrmacht geworden ist und daß England selbst nach dem Geständnis amerikanischer Journalisten auf das Dreieck Alexandria—Haifa—Cypern zurückge­worfen ist. Aegypten, der Suezkanal und die Flotten- basis Alexandria sind im Bereiche der deutschen Luft­waffe. England selbst hat mit Kreta wohl seinen wichtigsten Stützpunkt im engeren Mit­telmeerraum verloren.

Was hat Churchill nun heute zum Zusammenbruch seiner Prophezeiungen zu sagen? Im viel gerühmten englischen „Sportgeist" die Niederlage einbekennen? Er legt die alte Walze aus, sucht Ausreden und „Trost" für seine Leute, indem er wieder behauptet, die Kämpfe hätten erwiesen, der englische Soldat wäre doch besser als der deutsche, eine Behauptung, die in ihrer Lächer­lichkeit wohl unübertrefflich ist. Ein britischer Befehls­haber jedoch scheint von dieser Einstellung Churchills nichts gewußt zu haben, denn er muß zugeben, daß die deutschen Truppen einen beispiellosen Kampf .ge- kämpft hätten. USA.-Vlätter schildern ebenso den Ein­druck des deutschen Einsatzes und schreiben, daß dieser unübertrefflich gewesen wäre.

Damit ist nun England vom letzten Zipfel griechi­schen Bodens und damit vom Balkan und Europa ver­trieben. Das deutsche Volk hat diesen Kampf mit un­erhörter Spannung und mit den heißesten Wünschen sür seine Soldaten verfolgt, im vollen Vertrauen darauf, daß auch bei diesem Feldzug der Sieg bei den deutschen Fghnen sein wird. Unsere Soldaten haben dieses Ver­trauen durch ihren unerhörten Opfermut bestätigt: Der Sieg von Kreta ist ein neues Ruhmesblatt der deutschen Kriegsgeschichte.

Vnsor

Die Insel Kreta würbe völlig vom Feinde gesäubert.

Zum Abschluß der Kämpfe um Kreta erließ der Ober­befehlshaber der Lustwasfe einen Tagesbefehl.

Der Oberbefehlshaber der Kriegsmarine richtete zum Ska- gerrak-Tag 194t einen Ausruf an die Flotte.

Aus dem Brenner fand eine Zusammenkunft zwischen dem Führer und dem Duce statt.

Der Führer hat dem rumänischen Staatsführer Anto- nescu zum Geburtstag seine Glückwünsche übermittelt.

In Jersey City (USA.) richtete eine Feucrsbrunst rie­sigen Schaden an.

Werder siegte in Köln gegen den dortigen VfR. mit 8:1. Die Deutsche Futzball-Nationalelf schlug Rumänien in Bukarest mit 4:1.

Die Würzburger Kickers und der Berliner HC. wurden Deutsche Hockey-Meister der Frauen und Männer.

Der Bremer Sportverein wurde durch ein- Niederlage der Woltmershauser gegen den NDL, Stasfclmeister.

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