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der Nationalsozialisten Vremens
flmlliches vcrkündungsblatt des Neichsstaichalter>; in Oldenburg und vremen
Nr. 151 / 11. Jaliryang
Pfingsten 1941
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wo der Veite sich zeigt, wird er besiegt
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i Inge Mchendsrlf
Berlin, 31. Mai
Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „Ruf der Insel Kreta setzten die deutschen Truppen tue Versolgung des geschlagenen Feindes nach Osten fort und nahmen die Verbindung mit den bei Hcraklion stehenden deutschen Fallschirmjägern auf. Die Vereinigung mit den von Osten her weiter vorstoßenden italienischen Truppen ist nur noch eine Frage kurzer Zeit. Deutsche Kampfflieger verbände bombardierten auch gestern wieder feindliche Truppenansammlungen und Rückzugsstra- hen. Besonders wirksame Luftangriffe richteten sich gegen Häfen an der Siidkiiste, aus denen die Reste der britischen Truppen zu fliehen versuchen. Südlich Kreta griffen deutsche Kampfslugzeuge einen Verband britischer Secstrcitkräfte an und beschädigten einen Zerstörer so schwer, daß mit seinem Verlust gerechnet werden kann. Auf die Insel Eaudos geflohene britische Verbände wurden angegriffen, eine Signalstation zerstört.
Ln Nordafrika wurde ein nächtlicher Ausfallsvcrsnch des Feindes aus Tobruk abgewiesen. Durch Artillerie- feuer konnte ein größeres britisches Munitionslager zur Detonation gebracht werden. Deutsche Sturzkampfflieger- »erbände bekämpften britische Flakstellungen bei To- bruk, Zerstörcrslugzenge mit Vordwassen feindliche Truppenansammlungen. Deutsche und italienische Flie- zeroerbändc griffen mit guter Wirkung Betriebsstoff- lager des Feindes an.
Zweiter Überfall auf Sfar
vo. 8. Bich h, 31. Mai. (VZ.-Eigcnbericht.) Die englische kustwafsc hat ihre» feigen Bombenüberfall auf den tunesischen kostn Ls»r wiederholt. Amtlich wird aus Tunis gemeldet, da« tici englische Flugzeuge am Freitag um 8 Uhr den Hasen und die Reede von Tfax erneut überflogen haben, nachdem der italienische Handclsdämpscr „Jsarco" am Vorabend ans drr Reede vor Anker gegangen war. Die Engländer warfen acht Bomben ab, welche die „Jsarco", die in diesem Augenblick drei Kilometer vom Hasen entfernt lag, nicht trafen. Einheiten der französischen Kriegsmarine und die Fiakbatte- lnn an der tunesischen Küste eröffneten das Feuer auf die Engländer, die daraufhin das Weite suchten. Ueber die angerichteten Schäden liegen noch keine Meldungen bor. Gleichzeitig wird gemeldet, da« der Erste Offizier des beim ersten Angriff bombardierten französischen Dampfers „Rabelais" seinen schwere» Verletzungen erlegen ist.
Tic neue englische Schandtat, die erfolgt ist, noch bevor die Empörung der französischen Oefsentlichkeit über den ersten Bombenangriff abflauen konnte, bestätigt die von amtlichen Kreisen in Pich« ausgesprochene.Permnivng, daß die eng- nlche Regierung ihre durch nichts gerechtfertigten Ncbcrsölle aus französische Besitzungen systematisch fortzusetzen gedenkt.
Ein Unterseeboot unter Führung von Kapitänleutnant Liebe versenkte feindliche Handelsschiffe mit insgesamt 44 lwü VRT. In der letzten Nacht wurden Häfen an der britischen Westküste erfolgreich bombardiert. Besonders im Gebiet des Merscy und in Hafenanlagen am Bristolkanal entstanden zahlreiche Brände. DerFeind flog weder in das Reichsgebiet noch in die besetzten Gebiete ein. Bei den Kämpfen um Chania am 25. Mai zeichneten sich die Angehörigen eines Gebirgsjiigerregi- ments Oberleutnant Bauer, Oberfeldwebel Vurkhart- wieser, Feldwebel Faltenmcier, Oberjägcr Kehrer durch besondere Tapferkeit aus. Im Kampf gegen Großbritannien war die Besatzung eines Aufklärungsflugzeugs Leutnant Hofmann, Unteroffizier Nacke, Unteroffizier Gabler und Obcrgcfreiter Masuhr besonders erfolgreich."
38V. Bremen, 1. Juni 1941.
Deutsche loten Die Schlacht um die Seefeste Kreta ist
unausläkltitikli geschlagen. Englands letzter Wall vor unuusio,ui>»oz hEm Zugang zum östlichen Mittelmeer
in deutscher Hand. Wiederum hat Deutschland einen ruhmreichen Sieg, vielleicht den ruhmreichsten, den bisher die Geschichte kannte, zu verzeichnen. England aber hat eine Niederlage zu buchen, so erschütternd, wie es nur jemals eine erlebte. Kurz war der Genuß des britischen Triumphes über die Versenkung des Schlachtkreuzers „Bismarck". Ein berechtigter Triumph ist es ohnehin nicht gewesen, und unberechtigt vollends war die zähnefletschende Schadenfreude der Briten über die Vernichtung des stolzen deutschen Schiffes, das, nachdem es einen gleichwertigen Gegner versenkt hatte, einer un-
kritische Schiffsverluste am lausenden Sand
Noolevelts Krlegomateriallieserungen auf Sem Meeresgrund — englischer Notschrei nach USfl.
Newhork, 31. Mai. Wie Associated Preß meldet, gaben Marinckrcise die Versenkung der britischen Frachter „Grc- galia" (S8I>2 BRT.), „E s m o » d" (4!>7V BNT.). „Ben- gorc Hcad (2A1!> BRT.) und „Empire Garibo u" (4861 BNT.) durch deutsche N-Bootc bekannt. Die Frachter, die 45» Meilen van Grönland torpediert wurden, befanden sich im Konvoi aus den Vereinigten Staaten in Richtung England und hatten Kriegsmaterial an Bord. Weiter wird gemeldet, daß der britische Frachter „City os K i m b c r l c h" (61«S BRT.) tausend Meilen nordöstlich von Natal versenkt worden ist.
Aus der italienischen Insel Rhodos im Dodckancs wurden 20» Matrosen des versenkten britischen Zerstörers „Hereward" gelandet. Die „Hereward" wurde am 39. Mai von italienischen Luststrcitkrästcn versenkt, als britische Flottenstrcitkräste das Landungsnntcriichmeii italienischer Truppen in Ostkreta durch Angriffe aus Transportsahrzcugc zu verhindern suchten.
Wie Stefniii aus Algeciras meldet, sind der britisck-c Tor- pedojägcr „H 57" und ein ll-Bovt zur Reparatur schwerer Schäden in Gibraltar eingelaufen. — Nach Mitteilung der Tchlvedisch-Lstasiatischen Kompanie ist deren Tampfer „Japan" (523V BRT.) im Atlantik torpediert worden. Die Besatzung sei gerettet und auf Franzöfisch-Euinca gelandet wvrhcn.
Im Hasen der- Uzoreninsel Sao Miguel liegen süns schwerbeschädigte britische Tampser. Die von 1ISÄ. nach England fahrenden Schisse waren mit hochwertigem Stückgut und Kriegsmaterial beladen und wurden bei einem großen deutschen Unterseebvotsangrisf aus britisch« Ecleitzüge aus den Konvois zersprengt, aber noch wahrend des Ablauses von deutschen Torpedos getrosten. Die Reparatur dürste' längere Zeit in Anspruch nehmen. — Unablässig sinken weitere britische Versorgnngsschisse auf den Meeresgrund. Diese durch
keine noch so schön« Phrase aus der Welt zu schassende, Tatsache veranlaßte den Schissahrtsachverständigen des britischen Kriegstransportministeriums Andersen, gleich bei seiner Ankunft in «iewhork zu einem neuen Notschrei. Er erklärte, daß die Abgabe von UTA.-Schissen an England der „beste Weg der USA.-Hilfe" wäre, England benötigte jedes Schift, das die Bereinigten Staaten abtreten könnten.. Andcrsvn ist kürzlich der britischen Botschaft in Washington zugeteilt worden.
Die französische Schissahrtsgescllschast Maritim« hat, wie Stesani aus Schanghai meldet, den Schiffsverkehr zwischen Schanghai und Jndvchina eingestellt. Diese Maßnahme ist — wie eine Mitteilung der Gesellschaft besagt — die Folge der von den amerikanischen Gesellschaften in bezug aus die Pctrolcumliescrung getroffenen Regelung, die auf eine M:- nvpvlisierung der Pctrvlcumliescrungcn abzielt.
Nach einer im IISA.-Kongreß verbreiteten Darstellung über die Verluste bei Wafsentransportcn aus den Vereinigten Staate» nach England, die ossenbar zur Abschwächung der Angaben Roosevelts über die gewaltigen englischen Verluste bestimmt ist, sollen „nur" 38 mit amerikanischem Kriegsmaterial befrachtete Schisse aus dem Wege nach England versenkt worden sein. Es wird jedoch wohlweislich hinzugefügt, diese Liste umfasse kein« Schiffe mit.amerikanischem Kriegsmaterial, die in Kanada befrachtet wurden, sondern nur solche, die aus llSA.-Häsen auslicsen. Da die Mehrzahl der Wafsentransportc über Kanada läuft, besagt also die Behauptung, daß bloß 28 Wassenschisf« versenkt worden seien, gar nichts. Sie gibt allenfalls einen Hinweis darauf, wieviel größer der Prozentsatz des via Kanada verloren gegangenen amerikanischen Kriegsmaterials sein muß.
öcharfe Abrechnung des fldnnrals Varlan mir kngland
Segen die britische Piraterie — „entschlossen, Sem Necht Frankreichs flchtung ;u verschaffen"
Paris, 31. Mai. Vizemimsterpräsident Admiral Tarlan tzeb der französischen Presse des besetzten Gebietes eine Erklärung von weitgehender Bedeutung ab. Er rechnete scharf mit der englischen Politik gegen den früheren französischen Verbündeten ab. <
Zum Luftangriff der Engländer auf Ssax und der Edn- Erkiärung hierzu führte Darlan aus: Der englischen „Rechtfertigung" fehlt jede Grundlage. Gemäß dem internationalen Recht haben die Schifte eines kriegführenden Landes immer das Recht, sich 24 Stunden in einem neutralen Hafen aufzuhalten.
Wenn man die letzten Monate übersehe, so fei keine Woche «ergangen, in der nicht ein englisches Attentat auf die fran- zasischc Marine erfolgt sei. „Insgesamt sind feit dem Wasfen- Uillstand 143 unserer Schiffe von den Engländern ausgebracht und nicht, wie sie behaupten, kontrolliert und wieder frci- gegeben worden. Unter Nichtachtung aller Gesetze zur See hat i'ch die britische Admiralität, soweit es Frankreich betrifft, an- grwöhnt, das Recht der Kontrolle in ein Recht der Priscn- uabmc umzuändern, und zwar sogar dann, wenn die angehaltenen Schiffe ohne Ladung waren. Alles dies beweist nur K> gut, daß England sich uns gegenüber einem Krieg der Piraterie hingegeben Hot, um einerseits aus unsere Kosten den händig wachsenden Tonnagcvcrlust seine versenkten Schisse zu «!°tzcn und um die französische Bevölkerung auszuhungern."
Admiral Tarlan wies dann darauf hin, daß den Engländern hierzu alle 7 n kämen. Einmal klage
Frankreich an, die Deutschen und Italiener zu versorgen, andere Mal hieße es. .,ramrei.h transportiere Waffen, und am nächsten Tage rechtfertige man die Maßnihincn mit emer möglichen Gefahr für die Zukunft. „In der Tat haben °>cse Akte der Brutalität nur -in Ziel: Die sranzomchc
Gemacht zu vernichten, das Mutterland von seinem Kolo- rnalreich zu trennen und uns von der übrigen Welt zu isomren."
Zusammenfassend erklärte Darlan: Die Bilanz Kiefer Akte «er Ceeräuberci umfasse: a) 9» Schiffe mit 37» VV» DR^.. wurden von England bis Ende Juni 194» beschlagnahmt.
l» Schisse mit 36 »N6 BNT. wurden von den Engländern in den abtrünnigen Kolonion beschlagnahmt, c) 33 Schisse «ll 158 066 BRT. wurden von den Engländern feit dem f«. Juni l9i» zur See beschlagnahmt, d) 13 Schifte mit 11: 666 BRT. wurden aus Verlangen der Engländer m Amerika blockiert, e) 2l Schiffe mit 86»»» BRT. gingen l/l Juli lgzn durch Bombardierungen, Torpediern»« oder 1«,willige Versenkung angesichts der englischen Drohung wrloren. Im ganzen ist dies ein Verlust von 793 »»» DRa,., einen Wert von 13» Milliarden Franken darstellen, d h. «l!i> etwas mehr als das, was wir nach dem Waftenftill- Ä,-- "st Deutschland gezahlt haben. ^ »
still einem weiteren Hinweis auf den englischen Rand der wm dou den militärischen Operationsgebieten liegenden sran- i«»lchen Besitzungen in Ncukaledonien, den Gcsellschastsinscln «li Tahiti sowie ans die Angrjsse aus Dakar, wo sich «iN 4-eil - Goldes der Bank von Frankreich besand, und den Moid wehrlosen 156» französischen Seeleute in Mers-el-Kcbir er- uane Darlan: „Auch hier kein anderer wirklicher Grund als «n Lalle. Frankreich als Seemacht zu zerstören, obwohl wir "«ch am 3. Juli 194» die Verbündeten Großbritanniens
waren". Admiral Darlan erinnevk ferner an den llcbcrsall englischer Kriegsschiffe aus das gestrandete französische Schlacht- schilf „Dllnkirchcn" am 7. Juli 191», das torpediert und unter MG.-Fcucr genommen worden fei.
Wozu, so fragte Darlan, setzt die britische Regierung ihrem ehemaligen Verbündeten so hart zu? Wozu dieser beharrliche Wille, die Französinnen und Franzosen auszuhungern? Wozu neben diesem Streben nach Zerstörung unserer materiellen Macht der ständig erneuerte moralische Angriff eines angeblich abtrünnigen Nundsunksenders, der aber in Wirklichkeit mit großen Kosten von London unterhalten wird? Wozu diese hänsigen Ausruf« an die Adresse unserer Soldaten, sie mögen sich in den französischen Kolonien gegen ihre Offiziere auflehnen?
Wenn wir begreifen wollen, was zunächst jeder gesunden Ucbcrlegnng verschlossen bleibt, muß man aus die cnglisch- sranzösisckien Beziehungen der letzten 2» Jahre zwischen zwei Kriegen zurückblicken. Schon bei der Friedenskonferenz des Weltkrieges benahm sich England so, daß es Frankreich zu einem Bastardvertrag zwang, durch den dieses unter englischem Einfluß zugleich ^aus die Früchte der Großzügigkeit wie aus die Vorteile der stärke verzichtete. Die diplomatischen englischen Manöver führten 1920/21 dazu.. Frankreich von Italien zu trennen, zwischen diesen beiden Ländern Zwietracht zu säen, die England dann sorgfältig wciterschürte. Dieser Wille. Frankreich von den anderen europäischen Mächten zu isolieren, zeigte sich besonders deutlich auch hinsichtlich Deutschlands: England überließ Frankreich aus diesem Gebiete fast alle militärischen Verpflichtungen des Friedensvertrages und behielt 'für sich die Vorteile der wirtschaftlichen Ausbeutung des deutschen Volkes.
Bei den internationalen Konferenzen über die Abrüstung. Sicherheit und den wirtschaftlichen Wiederaufbau Europas hat sich England stets dafür eingesetzt, daß Frankreichs tatsächliche 'Rechte unaufhörlich geschmälert wurden im Austausch gegen ossenkundigc materielle Zugeständnisse. Zur gleichen Zeit, da Frankreichs europäische Stellung auf diese Weise unter den Streichen des verbündeten England immer mehr zusammenschrumpfte, geriet auch seine finanzielle und soziale Stellung lnnerpolitisch in immer größere Schwierigkeiten, und aus diesen beiden schwachen Punkten, die sich immer mehr verdichteten, zogen die Engländer ihren Vorteil: sie waren zwar in ihrem Lande konservativ, unterstützten aber in Frankreich marxistisch eingestellte Oppositionen oder Regierungen, die ihren Wünschen und Manövern willfährig waren.
1935 zwang Großbritannien dank seiner französischen Helscrshelier die damalige iranzösisck)« Regierung, gelegentlich der Eroberung von Abessimen, die nur ein normaler Ausbreitungsakt einer europäischen Macht in Afrika war, den c-nihnemäßnahmen gegen Italien zuzustimmen. Zusammenfassend von 1919 bis 1939 kann -man sagen: Jedesmal wenn Frankreich an die Hilfe Englands appellierte, hat England Frankreich allein gelassen: jedesmal aber wenn England seine eigenen Interessen verteidigen wollte, ist Frankreich an . seiner Seite gewesen. Heute, wo England Frankreich so grausam angreife, bleibe es nur seiner bisherigen Taktik treu: Es wolle Europa in Uneinigkeit erhalten, um dort nach Belieben zu herrschen und zu handeln. Als Deutschland als militärisch« Wacht und ali
Faktor der Einigung Europa? aus der/Bühne erschienen sei, habe sich England aus seine Allianz mit Frankreich besonnen und von der Dummheit sranzösischer Poiitikcr profitiert, um Frankreich in diesen Krieg zu verwickeln. Dabei seien Recht und Freiheit die Verwände gewesen. Da heute. Frankreich in Marschall Pctain endlich einen klarsehenden Ehef habe. stürze sich England mit Heftigkeit und Heuchelei über Frankreich her. England wolle Frankreich aushungern und sich seiner Kolonien und Schisse bemächtigen. Damit wolle es Frankreich verbieten, an einer neuen europäischen Ordnung teilzunehmen, und es zu verhindern. die Einheit .seines Territoriums und seines Kolonialreiches ausrecht zuerhalten. Bezüglich der Ansichten daß ein Sieg Englands Frankreich wieder wie einst erstehen lasse, müsse man sagen, daß man selbst in dem unwahrscheinlichsten Fall« eines englischen Sieges sehr gut wisse, daß England sich nur von seinen eigenen Interessen leiten lassen würde, ganz gleich, welches auch die Haltung Frankreichs während des Krieges sei. Man brauche nur an 1919 zu denken. In einer siegenden angelsächsischen Welt werde Frankreich nur ein Dominium zweiten Ranges sein, ein Fremdkörper, in einem System, wo es leine ehrenwerte Rolle spielen würbe.
Was würde aber Frankreich, so fragte Darlan. der englische Sieg kosten? Schon 194», als Frankreich die größte militärische Macht war, die Deutschland entgegenstand, habe sich England auf mehrere Jahre Krieg eingestellt. Das angelsächsische Weltreich, das über 500 Millionen Untertanen verfügt, hat in den ersten zehn Monaten der Feindseligkeiten nur 2ÜV NVN Soldaten an die Front geschickt. An wie viele Jahre Krieg denkt es jetzt, da die französische Armee nicht mehr eristiert! England könne vielleicht in seinen betonierten Luftschutzkellern warten, aber Frankreich wäre zu einem langsamen Tode verurteilt. Und an dem Tage — angenommen, diese Hypothese sei nicht lächerlich —. wo die Engländer Paris befreiten,, würden sie nicht in die französische Hauptstadt, sgndcrn in einen Fricdhof einziehen.
„Einig mit dem Marschall. weigere ich mich. diese Vernichtung zu akzeptieren. Don Marschall Pctain mit der Politik der Wiederauirichtnng und des Wiederaufbaues beauftragt, ist eS erklärlich, daß ich der 'Gegenstand der britischen Wntansbrüche bin, wie es auch natürlich ist, daß London sich bemüht, gegen Frankreich die zweifelhaftesten Emigranten auszuspielen. Mag man Frankreich wie ein kontinentales Irland behandeln oder wie eine Kolonie, das ist weniger wichtig; denn ich handele so, daß Frankreich wieder den Platz einer Großmacht in Europa und in der Welt einnehmen kann. Das erfordert, daß es an der Konstruktion der neuen Ordnung teilnimmt, dgs erfordert auch, daß es so handelt, um die Stunde des Friedens zw beschleunigen. Frankreich braucht den Frieden, um zu leben und. zu wachsen.
Entschlossen, meine Pflicht zu erfüllen, erkläre ich nach der Bombardierung von Fsar, daß ich mehr als sc entschlossen bleibe, dem Recht Frankreichs auf die freie Verfügung über seine Häfen und seine Verbindungswege Achtung zu verschlissen. Aus Gedeih und Verderb mit Marschall Pctain verbunden, ist unser geliebtes Vaterland noch reich genug an Würde, um keine gewalttätigen Verletzungen seines Boden» noch Beleidigungen seiner Flagge hinzunehmen.
geheuren Ilebermacht erlag. Nur Briten, die jeglichen Ehrgefühls und jeglicher Bewunderungsfähigkeit sur das heroische Verhalten eines Kämpfers entbehren, konnten in Freudenräusche geraten, als das weidwund geschossene Wild der grausamen Meute englischer Kriegseinheiten, nachdem es 82 Stunden gejagt worden war, erlag. Weit entfernt davon, den mit dem Untergang der „Bismarck" auf deutscher Seite zu verzeichnenden Verlust zu bagatellisieren, ist es uns dennoch nicht möglich, diesen im allgemeinen Rahmen des großen Kampfes zwischen Großbritannien und Eroßdeutschland erhaltenen Schlag für einen besonderen britischen Gewinn zu nehmen und die Berechtigung eines echten Triumphes anzuerkennen. Wissen wir Deutschen doch zu gut, daß die glänzenden Leistungen unserer Wehrmacht und die lange Reihe ihrer vorher der Welt unvorstellbar gewesenen Siege nicht, wie der britische über die „Bismarck.", aus zahlenmäßig überwältigender, äußerlicher Ilebermacht herausgewachsene Erfolge sind, sondern als aus innerer militärischer Tüchtigkeit und heroischem Verhalten des deutschen Soldaten geborene Taten gewertet werden müssen. Solch eine Tat steht nun wiederum vor den Augen der Welt bei dem grandiosen Sieg der deutschen Waffen auf Kreta, und solche Taten sind und bleiben unauslöschlich in der Geschichte verzeichnet, nicht zuletzt darum, weil ihre Folgen im Verlaufe des gewaltigen Ringens des jungen Deutschlands gegen die vergreiste angelsächsische Welt auf Jahrhunderte und Jahrtausende hinaus den Gang der Geschichte bestimmen.
Der neue Der billige Triumph Englands über den Dien Untergang der „Bismarck" wurde schon am ^ Tage* dieses Untergangs überschattet von der sich ankündigenden Niederlage der Briten auf Kreta. Nun diese eine geschichtliche Tatsache wurde, steht auch dieser deutsche Sieg, genau wie der deutsche Sieg über die Briten in Norwegen, bei Dün- kirchen, in Griechenland und auf dem Pelo- ponnes, als ein Sieg von unübersehbaren strategischen und psychologischen Auswirkungen im Brennpunkt der Betrachtungen einer ganzen Welt. Wieder einmal muß diese die deutsche Allgewalt über die mehr und mehr ins Nichts versinkende Macht Großbritanniens anerkennen, und selbst bei seinen Freunden jenseits des Atlantik wird es Churchill schwer fallen, Glauben zu finden, wenn er auch bet dieser Niederlage sich wieder als schlechter Verlierer erweist und ihre Bedeutung zu verkleinern versucht. Zu laut hatte er als die Schlacht um Kreta begann, in der Hoffnung, sie werde Deutschland eine schwere Niederlage bringen, davon gesprochen, was vom Ausgang dieser Schlacht abhänge, um heute, wo sie zu Englands Ungunsten verlaufen ist. der Welt die Antwort, was er nunmehr von dem deutschen Siege denkt, schuldig zu bleiben. Daß er im Kampf um Kreta, nachdem ihm diese Insel vor kurzem noch ein lebenswichtiger Stützpunkt des Empire im Mittelmeer erschien, der unter keinen Umständen geopfert werden dürfte und darum auf Tod Und Leben verteidigt werden sollte, jetzt nur noch als „historische Reminiszenz" erscheinen lassen möchte, liegt ganz im Wesen dieses unglückseligen Mannes, der Zeit seines Lebens stets den Mund voll nahm, wenn er vor einer bedeutenden Akiion stand, sie aber immer dann, wenn sie ihm danebenging. als unerheblich hingestellt hat. Mag er im Unterhaus das englische Volk demnächst wieder in beruhigenden Schlummer einzulullen versuchen. Ob ihm das gelingt oder nicht, kann uns gleichgültig sein. W i r wissen genau, was England mit Kreta strategisch verlor und was wir damit gewonnen haben.
8ue; in deutscher Es ist der Kanal von Suez, der Deichweite "E dem eindeutigen deutschen Sieg „ . . von Kreta in wesentlich nähere
Reichweite der deutschen Luftwaffe gerückt ist. und was diese Luftwaffe an lleberlegenheit' auch der stärksten Seeflotte gegenüber auszuweisen hat, haben die Briten zu ihrem eigenen schweren Schaden wieder einmal in dieser Schlacht erfahren. Einer ihrer Kreuzer nach dem anderen und ein Zerstörer nach dem anderen wurde von unseren Fliegern auf den Meeresgrund geschickt, und was zerhackt und todwund das Weite suchen mußte, davon leat heute der mit havarierten Kriegsschiffen überfüllte Hafen von Gibraltar lebendiaes Zeugnis ab. Daß übrigens der ebenso verhängnisvolle wie entscheidende Treffer der Feinde in die Steuerung unserer „Bismarck" von einem Flugzeug aus gekommen ist. konnte den Briten von neuem beweisen, wie gefährlich die Luftwaffe selbst dem glänzendst konstruierten, gediegenst
Unser ^aysssnrsLffel
Aus Kreta wirb der Feind unablässig verfolgt.
Ein deutsches Unterseeboot versenkt- 44 »N» BRT.
Ein nächtlicher Aussollvcrsuch des Feindes aus Tobru wurde abgewiesen.
Um Bagdad sindcn heiße Kämpf« statt.
Die Briten unternahmen -ine» zweiten Angriff aus de Tunishosen Ssax.
Admiral Darlan wandte sich schärfstcns gegen England antlsranzosische Machenschaften.
Der Führer zeichnete sechs verdient« Offiziere mlt dc, Ritterkreuz aus.
Nach einer Mitteilung des Ernährungsamtes wurde Br< genommen'" ""gemeinen Kürzung der Flcischration aue
Tlc TN.-Ortsgruvpe Bremen verabschiedete ihren laue lahrlgen Lrtssllhrcr Hauptmann a. D. Mctelmann.