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vttMrZeitm
parteiamtliche Tageszeitung
Vas Amtsblatt des Negierenden Vürgermeister» der Freien Hansestadt Vremn,
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^onniaas ^sferniknecher 51115'- Ohernslraße 88. Fernspr. 5 4121 8n Syle Mühlendamm Air. 2
Nr. Z5? / 9. Jahrgang
Freitag, 29. Dezember 19Z9
der Nationalsozialisten Vremens
sinnliches oerkündungsdiatt des Neichsstatchalters in Oldenburg und Vremen
Linzelpreis 15 Npf.
über eine Million Tonnen vernichtet
krsolgsbNmiz der deutschen öegenblockade
die feindlichen und neutralen Schiffsverluste seit Kriegs beginn bis zum 2d. Dezember
. . Berlin, 29. Dezember.
Amtlich wrrd mitgeteilt: Folgende Statistik der in der Zeit von Kriegsbeginn bis zum so. Dezember 1939 auf See eingetretenen Handelsschiffsverluste wird bekanntgegeben:
1. Nach bestätigten Meldungen find mit Sicherheit in Verlust geraten:
a) 134 britische Schiffe mit. 526169 ART.
b ^ französische Schiffe mit.. 64 759 BRT.
78 neutrale Schiffe m,t.. 258 209 BRT.
224 Schiffe mit... 849137 BRT.
2. Darüber hinaus sind mit großer Wahrscheinlichkeit als verloren anzunehmen: a) 14 britische Schiffe mit .. 46425 BRT.
d) 4 französische Schiffe mit
e) 20 neutrale Schiffe mit . ü) 17 unbekannte Schiffe mit
»»«»«aas, s
17 233 BRT. 37 240 BRT. 79 600 BRT.
55 Schiffe mit.
Damit betragen die feindlichen u>H neutralen Ee- samtverluste auf Lee bis zum 2g. Dezember 278 Handelsschiffe mit einer Tonnage von 1828 885 BRT.
Obgleich in dieser Gesamtsumme die unter 2. genannten Schisse enthalten sind, bei denen nach den vorliegenden Meldungen nur mit hoher Wahrscheinlichkeit auf Totalverlust geschlossen werden kann, muh auf Grund der von amtlicher englischer Seite zugegebenen Schweigetaktik damit gerechnet werden, dah die Eesamt- »erluste weit höher sind, als angegeben.
Demgegenüber sind in der Berichtszeit von Kriegsbeginn bis zum 2V. Dezember insgesamt 18 deutsch« Schisse mit 128 888 BRT. versenkt. Von diesen Schiffen ist nur eines vom Gegner versenkt worden. Den übrigen ist es gelungen, sich rechtzeitig selbst zu versenken, ehe sie dem Gegner in die Hände siele».
Zu der amtlichen Statistik der Handelsschiffsverluste erfahren wir von zuständiger Seite noch folgendes:
Mit dem 20. Dezember haben die feindlichen und neutralen Handelsschiffsoerlnste seit Kriegsbeginn die Mil- lionen-Tonnen-Erenze überschritten.
Da die feindliche Propaganda Schifssverluste weitgehend verschweigt und zugleich die Richtigkeit der deutschen Veröffentlichungen bestreiten möchte, wird der heutigen Statistik eine namentliche Liste derjenigen feindlichen und neutralen Schifssverluste beigefügt, die bis zum 20. Dezember als bestätigt gemeldet worden find. Gleichzeitig werden die deutschen Handelsschiffsverluste bekanntgegeben, die nur einen Bruchteil der feindlichen ausmachen.
Von den 18 versenkten deutschen Schissen konnte der Gegner nur eines versenken, die übrigen sind durch Selbstversenkung dem Zugriff des verfolgenden Feindes entzogen worden. Dieses Verfahren steht in der Geschichte des Handelskrieges erstmalig da. Das mutige Vorgehen der deutschen Handelsschisfskapitäne ist um- somehr anzuerkennen angesichts wiederholter englischer Drohungen, deutsche Kapitäne, die ihr Schiff versenken, erschießen zu wollen.
Der Erste Lord der Admiralität, Winston Churchill, hat kürzlich über die Methode der englischen Veröffentlichungen gesprochen und hierbei zum Ausdruck gebracht, dah solche'Verluste, aus deren Geheimhaltung vor dem Gegner man Wert legt, nicht veröffentlicht werden.
.. 180 498 BRT.
Damit ist auch die englische Statistik der Handelsschiffsverluste hinreichend gekennzeichnet. Demgegenüber hält sich, ebenso wie die gesamte deutsche Kriegsberichterstat
tung, auch die von deutscher Seite bekanntgegebene Ver- lnststatistik mit äußerster Gewissenhaftigkeit an die tatsächlichen Geschehnisse. In Zweifelsfällen wird über die feindlichen Verluste eher zu wenig als zu viel berichtet. Demgemäß sind in der Kategorie 1. der feindlichen und neutralen Verluste nur solche Schiffe enthalten, deren Verlust bestätigt und namentlich bekannt geworden ist. Wenn auch nur der kleinste llnsicherheits- faktor offen ist, so werden die Verluste in der Kategorie 2. gebucht, und auch dann nur, wenn eine hohe Wahrscheinlichkeit für den Verlust besteht. Es wird hierbei vor allem die Unsicherheit ausländischer Meldungen berücksichtigt und die Gefahr von falschen Beobachtungen, von Verschätzungen in der Tonnagezahl oder Doppelrechnung vermieden. Wenn sichere Schätzungen fehlen und der Schiffsname nicht bekannt ist, wird der Verlust eines Schiffes hierbei mit 4000 BRT. angesetzt, obwohl die Durchschnittsgröhe der britischen Uebersee- tonnage mit 8430 BRT. je Schiff zu veranschlagen ist. Wenn in den Meldungen die Schiffstonnage in Spannen (von_bis_) geschätzt ist, so wird stets der
kleinere Wert in Ansatz gebracht.
(Fortsetzung auf Seite 2)
Dos cls? jungsn Volles?
Hatte das Jahr 1938 das Eis gebrochen, das seit Versailles die Oberfläche des politischen Europas in jener toten Starre gehalten hatte, die den Nutznießer» der alten Welt ihre satte Ruhe verbürgte, so brachte 1939 die Fragen in Fluh, die als Teile des Systems noch am Rande des Stromes stehengeblieben waren.
Die Auflehnung gegen die Hegemonie des imperialistischen Westens lieh ihre Kraftströme um den ganzen Erdball sprühen, lieh latente Spannungen wachsen, und gab Bewegungen Auftrieb, die nach mühsamen Jahren des harten Wartens ihre Stunde kommen hören und ihre Bataillone zu formieren beginnen. Zwei Kriege hatte das versinkende Jahr 1938 dem nachfolgenden übergeben, Kriege, die es selbst nicht hatte entstehen sehen, sondern deren Lärm schon seit Jahr und Tag die Welt erfüllte, der Krieg in China und der Kampf um Spanien. AIs das Jahr 1939 über die Schwelle trat, waren bereits dreißig bewegte Monate verstrichen, seitdem das junge Spanien gegen das veraltete System der Republik, Las immer mehr zur Diktatur radikaler und gesetzloser Organisationen geworden war, erhoben hatte, und auch das erste Vierteljahr des neuen Jahres sollte noch im Zeichen der Waffen stehen, bis nach dem Fall von Barcelona und nach der großen Schluhoffensive am 28. März die Hauptstadt die Waffen streckte. Spanien war frei, ein neuer Staat trat in die Reihe der europäischen Völker, ein Element der Ordnung, das seinen Anspruch in der Welt angemeldet hat, einen Anspruch, der sich nicht zuletzt gegen die Mächte richtet, die als starre Verfechter des Status gno ihr Möglichstes getan hatten, Spanien am Anfbruch zu hindern.
War in Spanien der Ausgang der Kämpfe um den Besitz dieses Landes schon in erster Linie eine Niederlage des Westens gewesen, so entwickelte sich auch die Situation im Fernen Osten im Laufe des Jahres 1939 zum Aufmarsch der angelsächsischen und französischen Interessen. Diese Tendenz des fernöstlichen Konfliktes fand in mancherlei Zwischensällen ihren sinnfälligen Ausdruck, von denen die Maßnahmen gegen die Konzessionen von Tienisin und Knlangsu die wichtigsten waren. Während dessen zog sich die Arbeit an der politischen Neugestaltung des festländischen Raumes durch das ganze Jahr. Heute verbinden sich mit dem Namen Wang Tsching Wei die Pläne, das eroberte Gebiet zu einem Staat zusammenzufassen und eine Zentralgewalt an die Stelle der Teilregierungen zu setzen. Es mag ein Zeichen für die Verflochtenheit der außenpolitischen Schwierigkeiten mit der geplanten Neuordnung sein, daß die Verwirklichung dieser Bemühungen noch nicht in Angriff genommen worden ist. Während England gegen Ende des Jahres begann, seine Truppen aus Ehina zurückzuziehen, zeigten die Vereinigten Staaten nach wie vor jene unnachgiebige Haltung, die vor allem in der Aufkündnng des feit Jahrzehnten gültigen Handelsvertrages zum Ausdruck kam.
Im Gegensatz dazu sind an einer anderen Front der japanischen Außenpolitik die Dinge zu einem gewissen Abschluß gekommen, der in sich einen neuen Anfang birgt. Die Gefechte und Grcnzstreitigkeiten am Amur, die im Mai das Ausmaß regelrechter Schlachten angenommen hatten, hielten fast das ganze Jahr hindurch an, bis jene Konferenz von Tschita zusammentrat, um friedlichen Ausgleich an die Stelle des täglichen Erenz- krieges zu setzen. Die Vereinigung dieser Fragen ist zugleich die Voraussetzung einer besseren Zusammenarbeit auf den beiden Gebieten, die für Japan und Rußland Gegenstand gemeinsamer Interessen sind: Fischereirechte in den fernöstlichen Gewässern und Konzessionen auf Sachalin.
Während Rußland im Fernen Osten jene Politik des Ausschaltens der Gegensätze betrieb, hat das Sowjet- reich in Europa wieder die Politik angenommen, die an die Traditionen der Vorkriegszeit anknüpft und von dem Streben nach gesicherten Änsgängen zum warmen Meere diktiert war. In diesem Sinne galt die russische Aufmerksamkeit den baltischen Staaten,' deren Ausglie- dernng aus dem russischen Reichskörper einst dem 'großen Binnenland die eisfreien Ostseehäfen genommen, und die seine baltische Küste auf einen kurzen Streifen zurückgeschnitten hatte. Die Quintessenz der Verhandlungen, die die autorisierten Vertreter der Randstaaten nacheinander in Moskau geführt hatten, waren jene Veistandsverträge, die Rußland die militärische Beherrschung der Ostseeküste sicherten. Während hier eine klare Realpolitik Möglichkeiten und Notwendigkeiten don geopolitischer Zwangsläufigkeit erkannte, gingen die finnischen Unterhändler einen anderen Weg. Daß diese Haltung dahin geführt hat. wohin sie führen mußte,
MINIUM,»IMIMMIM»»II„,»I»II„MIIIII»M„„»,I„„III„„,„IHM,„„»IMMII
Unser Issessmegel
(Unsers IisutiM Kusgalm nmkaM sollt 8oitsn)
Die feindlichen und neutralen Eesamtschiffsverluste seit Kriegsbeginn beziffern sich auf über eine Million Tonnen.
Oberstleutnant Schumacher schoß erneut ein britisches Flugzeug ab.
Die Planmähigkeit der britischen Sabotageakte in Slldosteuropa wird von deutschfeindlicher Seite offen zugestanden.
Das Erdbeben in de» Türkei forderte 8888 Todesopfer.
Die russische Luftwaffe entfaltet eine rege Tätigkeit über Finnland.
Der Ministerrat für die Reichsverteidigung erlieg eine Verordnung über die Fortführung des Reichsarbeitsdienstes während des Krieges.
Am 1. Januar 1848 findet im Rathaus der traditionelle Neujahrsempsang statt.
gggg Todesopfer in der liirkei
rzerum und andere Städte fast vollständig zerstört Berlin, 28. Dezember.
ns englischer Quelle wird über das Erdbeben in Türkei gemeldet, daß nach inoffiziellen Berichten Istanbul etwa 3888 Todesopfer befürchtet werden, herrsche dort eine furchtbare Kälte, bei der die Ein- mer der betreffenden Städte und Dörfer ins t^rere en flüchten müssen. Die schlimmsten Beben wurde» dst- und Nordanatolien verzeichnet, die sich »lebenmal derholten. In einigen Distrikten sind beinahe samt- - Städte und Dörfer zerstört. Die über 188 886 Ein- mer zählende Stadt Erzerum ist beinahe vollständig iört worden. Eine türkische Zeitung schätzt dre Zahl Toten und Verwundeten sogar auf 42 888, was je- amtlich nicht bestätigt wird.
knglands flnschlag auf Numiinien
Neue veweise für die Planmäßigkeit der britischen Sabotageakte in Südosteuropa
New qork, 23. Dezember. ^
Der Präsident der Carnegie-Stiftung für den internationalen Frieden, Murry Butler, übergab der USA.- Presse zur Veröffentlichung mehrere „vertrauliche Berichte", die die Stiftung aus europäischen Ländern erhalten hat. Der durch seine seit langem unter dem Deckmantel frommer Gelehrsamkeit betriebene antideutsche Hetze unverdächtige Butler berichtet hierbei zur Oel- frage, dah schon vor drei Monaten britische und französische Ingenieure nach Rumänien gingen, um im Falle von Verwicklungen die Oelquellen in Brand zu stecken.
*
Ein besserer Beweis für die Planmäßigkeit der von England inszenierten Sabotageakte in Südosteuropa kann wirklich nicht erbracht werden, als er mit den „vertraulichen Berichten" der Carnegie-Stiftung geliefert wird. Indem von deutschfeindlicher Seite (!) mit dem Untertan zynischer Genugtuung offen zugegeben wird, daß britische Brandstifter bereits vor Monaten ihre verbrecherischen Aktionen im rumänischen Erdölgebiet vorbereiteten, wird der ganzen Welt, im besonderen aber den neutralen Staaten, ein eindrucksvoller Anschauungsunterricht über das Wesen der „Befriedung Europas durch England" erteilt. Es war freilich schon immer so: erst schmettern die britischen Moraltrompeter ihre hochtönenden Phrasen von Humanität, Völkerrecht,
Schutz der kleinen Staaten und Garantie der europäischen Ordnung in die vertrauensselige Öffentlichkeit der neutralen Länder hinaus, und dann, wenn das Täuschungsmanöver nach bewährten Londoner Rezepten gelungen ist, beginnen die Attentäter, die Saboteure und die Sprengstoffspezialisten des Secret Service ihr unheimliches Zerstörnngswerk. Wie im Laufe vieler Jahrhunderte, so lautet die perfide Devise Albions für diese Politik des Dolchstoßes auch heute: Wer nicht bereit ist, sich den britischen Imperialisten mit Haut und Haaren als Knecht zu verschreiben, erlebt John Bnlls Menschenfreundlichkeit in Serien schreckensvoller Brand- katastrophen, seiger Bombenattentate und sonstiger Sabotageakte. Obschon der hinterhältige Brite mit seinen Umtrieben im Sndosten in erster Linie die Versorgung Deutschlands mit gewissen Rohstoffen stören will, so ist doch in Wirklichkeit das Operationsterrain der englischen Verbrecher — seit einigen Wochen auf dem Balkan neben Jugoslawien hauptsächlich Rumänien — das am stärksten in Mitleidenschaft gezogene Staatsgebiet. Nach den Newyorker Enthüllungen treten Motive und Methoden des englischen Unruhestifters klar zutage, nur die eine Frage harrt noch der Antwort: Wie lange wollen die von Britanniens Katastrophenpoliti- kern heimgesuchten Neutralen diesem „Spiel" mit dem Feuer, diesem Angriff auf ihr« Lebensgrundlage passiv zusehen? mn.
krdölerpressung mit Pfund und seuer
Bukarest, 29. Dezember.
Die „Petroleum Times" veröffentlicht einen Aufsatz, in dem auf ein« Debatte im Unterhaus über die Bedeutung des rumänischen Erdöls für England hingewiesen wird: „Wir müssen den Handel mit Sndost- europa unter politischen und strategischen Gesichtspunkten betrachten. Jedes Kilogramm Weizen und jede Gallone Oel, die uns Rumänien schickt, geht Deutschland verloren und hat aus diesem Grunde strategischen Wert. Ich glaube, wir haben noch nicht alles getan, was zu tun ist." Diese Aeußerung des Abgeordneten Price wird zum Anlaß genommen, um darauf hinzuweisen, daß — was alle Welt weiß — England keine wirtschaftlichen Interessen in Südosteuropa vertritt, sondern nur als Störenfried und als „politischer Stratege" wirkt.
Kanonenfutter vorn, knglSnder hinten
Zynische sreude Londons über den Kransport indischer Kruppen nach Frankreich
Berlin, 29. Dezember.
»dem man einige Wochen hindurch in Presse und unk die Reklametrommel gerührt hatte, nachdem ing. Mr. Chamberlain und Hore-Belyha die bri- Trnppen „in der vordersten Front bei sestlichen ücks und gemütlichen Füns-Uhr-Tees beychtigt . sieht man sich in London verzweifelt nach Leu- r, die zusammen mit den Franzosen die Kastanien e pultokratischen Staaten aus dem Feuer holen Mit großer Erleichterung verkündete nun am och der Londoner Rundfunk, daß letzt das langte indische Kanonenfutter eingetroffen sei. Die Einheiten der indischen Truppen seien in einem fischen Hafen gelandet. Es handele sich „nahezu hmslos" um Freiwillige, die von britischen und en Offizieren geführt würden. ^
-iesem Zusammenhang verrät d" Londoner Rund- iit geradezu zynischer Offenheit die Absichten, die .erfolgt. Er sagt «örtlich: „Sobald «r« möglich i die indischen Truppe* in da« »orderst« Gebiet
der Zone einrücken, die vom britischen Expeditionsheer eingenommen wird. Sie werden über das ganze Gebiet verteilt werden." Also: Freie Bahn dem Tüchtigen, die Inder nach vorn und die Engländer nach hinten!
Besonders eingehend schildert Radio London die Ausrüstung der indischen Truppen mit — Mauleseln, Tieren, die sich auch „durch das schlimmste Trommelfeuer nicht aus der Ruhe bringen lasten". Eines stürmischen Heiterkeitserfolges in der ganzen Welt darf Radio London sicher sein, wenn es dann verkündet, diese Maulesel „seien im wahrsten Sinne des Wortes alte Kämpfer, denn sie haben bereits an der Nordwestgrenze Indiens gedient". Und an der Nordwestgrenze Indiens haben schließlich nicht nur Maulesel, sondern auch einige britische Truppen gedient, die wohl berichten werden, daß Indien keineswegs mehr gesonnen ist, wieder auf vage Versprechungen hin wie im Weltkriege sich als Kanonenfutter ins Trommelfeuer schicken zu lasten. — Und die schöne Meldung aus London wird dies« Neigung kaum bestärken.
Schumacher schoß einen Veiten ab
Vorstoß britischer Flugzeuge gegen die deutsche Nordseoküste gescheitert
Berlin, 28. Dezember.
Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: An der Westfront keine besonderen Ereignisse. Britische Flugzeuge versuchten gestern nachmittag gegen die deutsche Nordseeküste vorzustoßen, wurden aber durch rechtzeitige Abwehr daran gehindert. Von zwei Flugzeugen, die bis zur deutschen Küste gelangten, wurde eines durch einen Jagdflieger abgeschossen, das andere durch Flakfeuer vertrieben.
Wie ergänzend zum Wehrmachtsbericht gemeldet wird, ist der Engländer bei seinem Einflugsversuch in die Deutsche Bucht von Oberstleutnant Schumacher abgeschossen worden, als dem Kommodore desjenigen Jagd- verbandes, der in den Luftkämpfen vom 14. und 18. Dezember insgesamt 46 englische Flugzeuge vernichtete.
7n der Nordsee gesunken ...
Oslo, 28. Dezember.
Der Dampfer „Torwood" aus Stavanger sank am Dienstagmorgen in der Nordsee, 88 Seemeilen westlich von Karnoej. Die Besatzung betrug elf Mann. Sieben Mann wurden gerettet, die übrigen werden vermißt, sind jedoch wahrscheinlich von einem anderen Schiff gesunden worden. Der „Torwood"" führte eine Ladung Karbid, und es war noch nicht festzustellen, ob die Explosion infolge eines Lecks oder infolge einer Mine eingetreten ist.
Holländischer srachtdampfer in Seenot
Amsterdam, 28. Dezember
Wie hiesige Blätter berichten, ist der holländische Frachtdampfer „Salawati" (8848 BRT.) in der Nähe der kalifornischen Küste in Seenot geraten. Ein amerikanisches Küstenfahrzeug versucht, die „Salawati" abzuschleppen. Das Schiff war auf dem Wege von Java nach der amerikamfchen Pazisikküst«