Ausgabe 
(27.10.1938) Nr. 296
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parteiamtliche Tageszeitung

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der Nationalsozialisten Vreinens

flmtliches verkündungsblatt des Neichsstatchalters in Oldenburg und Vremen

Nr. 296 / S. Jahrgang

Donnerstag, 27. Oktober 19ZS

kinzelpreis 13 Npf.

tliamberlam will

seine Friedenspolitik soctsetzen

Aufforderung an Frankreich,im Nahmen kommender sühlungnahme" Veutschland entgegenzukommen

die Welt für beide Nationen groß genug"

London, 27. Oktober

der diplomatische Korrespondent derStülp Mail" meldet, Ministerpräsident lham- berlain habe während des Wochenendes in lhequers zahlreiche siihrende wirtschaftliche und politische Persönlichkeiten empfangen, um die internationale Lage mit ihnen zu be­sprechen. Im flnschluß daran habe lhamberlain setzt den veschluß gefaßt, seine europäische Sefriedungspolitik fortzusetzen, die er in München begonnen habe. Frankreich werde auf­gefordert werden, im Nahmen kommender Fühlungnahmen veutschland entgegenzu­kommen.

.Daily Expreß" schreibt, Chamberkain wünsche eine Ver­ständigung mit Deutschland. Er wolle den gerechte, und vernünftigen Forderungen Deutschlands entsprechen Chamb rlain werde in diesem Wunsche die ganze bri­

tische Nation hinter sich habe«. Die öffentliche Meinung Englands sympathisiere mit dem Ziel, es zu einer ehrenvollen Bereinigung mit Hitler zu bringen und weise die Auffassung zurück, daß Feindseligkeiten zwischen

Deutschland und England unvermeidlich seien. Das englische Volk sei fest davon überzeugt, daß die Welt für die beiden Nationen groß genug sei. Das Blatt schreibt weiter, die britische Aufrüstung sei dadurch gerecht­fertigt, daß England praktisch sich nicht aus ehemalige Verbündete verlassen Könn«.

Sitzung des englischen Kabinetts

London, 27. Oktober.

Das englische Kabinett trat gestern unter Vorsitz Cham- berlains zusammen. Es verlautet, daß Lhamberlain seine Pläne zur Neugestaltung der freigewordenen Minister­posten fertiggestellt hat und daß mit der Bekanntgabe der neuen Männer in den nächsten Tagen zu rechnen ist.

Infolge einer schweren Störung im elek­trischen Leitungsnetz unserer Stadt blieben geilern etwa ab 18 Uhr bis zum Redaktions­schluß einige Stadtteile Bremens ohne die ordnungsmäßige Stromzufuhr. Davon wurde auch unser Betrieb sehr empfindlich betroffen, weshalb unsere heu­tige Ausgabe nur notbehelfsmäßig herge­stellt werden konnte. Soweit wegen dieser durch höhere Gewalt bedingten Störung die heutige Zeitung kürzer gefaßt werden mußte und soweit auch die eine oder andere Mel­dung von unseren Lesern vermißt wird, er­bitten wir gütige Nachsicht und Verständnis. Inder morgigen Ausgabe werden wir nach­holen, was in der heutigen fehlt.

LieeAeesree TeitÄr-"

per fiitzrer verfügt neue liiel

Berlin. 27. Oktober.

Der Führer und Reichskanzler hat eine Verordnung fassen, durch die verdienten Architekten, Baumeistern, Ingenieuren und Technikern, der Titel Baurat, Aerzten der Titel Sanitätsrat, Tierärzten der Titel Btterinärarzt und Rechtsanwälten der Titel Iustrzrat ^liehen werden kann.

Hier

^eichsanßenminister von Ribbentrop ist nach Rom ab­gereist.

*

Zwischen dem sudetendeutschen Gebiet und der Tschecho- ^vwakei wurde zollfreier Warenverkehr eingeführt.

*

kommenden Sonntag wird Rudolf Heß das "Mststück des Mittellandkanals eröffnen.

,-Lrag schlägt als Antwort auf'die ungarischen Vor- vor, die Frage der ungarischen Minderheit vor oeutsch-stalienisches Schiedsgericht zu bringen.

Memelländische Landtag protestiert in einer Sitzung gegen die Willkürpolitik des litauischen Gouverneurs.

*

w>^ Parteitag der französischen Radikalsozialisten ede am Mittwoch in Marseille eröffnet.

Südmökren umjubell den süstrer

fldolf kitter spricht auf dem Marktplatz in Znaim

Znaim, 27. Oktober.

per sichrer besuchte gestern von Wien aus Sas südmätzrische Sebiet. In einer machtvollen Kund­gebung aus dem Marktplatz von Znaim sprach der sichrer zu taufenden von Volksgenossen, die dem sichrer nicht endenwollende kuldigungen berei­teten.

In eindringlichen Worten sprach der sichrer von dem schwersten kntschluß,oor den er vor we­nigen Wochen gestellt war. flber über die knt- scheidung konnte kein Zweifel bestehen:flm 2. Oktober, morgens S tchr, wären wir stier ein­marschiert, so oder so! Vas Neich war bereit zum letzten kinsatz. Vas deutsche Volk aber war ent­schlossen, diesen kinsatz zu vollzietzen."

Unter stärksten Zustimmungskundgebungen stellte der sichrer als Letzre aus diesen ereignis­reichen Wochen fest, daß das Hecht nur demjeni­

gen zuteil werde, der stark genug sei, sich dieses stecht zu erkämpfen.

Sroßkreu; des Verdienstordens des deutschen fldlers für srantvis-poncel verlin, 27. Oktober.

Ver steichsminister des stuswärtigen von stib- bentrop und srau von stibbentrop statten gestern in ihrem kaufe in Vatzlem zu ktzren des aus stec­kn scheidenden französischen votschasters sranrois- poncet und srau sramois-poncet zu einem srich- stück geladen.

Ver steichsminister des stuswärtigen überreichte im stustrage des sützrers und steichskanzlers dem französischen votschaster das Sroßkreu; des Ver­dienstordens des deutschen fldlers. fliese höchste stuszeichnung des Neiches wird damit erstmalig einem französischen Votschaster zuteil.

fluch Vuchang und kanpang besetzt

stankau vollständig in der stand der Japaner / Nückzugswege der ttzinelen

sollen abgeschnitten werden

Tokio, 27. Oktober.

Nachdem nun auch die sapanischen Kriegsschiffe Hankau erreicht haben, beherrschen die Japaner alle drei Wuhan- städte, Hankau, Wuchang und Hanyang völlig. Die Chinesen ziehen sich in südlicher Richtung entlang der HankauKanton-Bahn zurück. Die Japaner versuchen diesen Streitkräften, deren Zahl auf 100000 geschätzt wird und die heftigen Widerstand leisten, die Rückzugs- wegc abzuschneiden. Japanische Vortrupps haben be­reits die Bahnlinie nach Kanton erreicht.

Paris, 27. Oktober

Die französische Presse beschäftigt sich gleichfalls init den militärischen Ereignissen im Fernen Osten.

DieEyoque" zieht bereits aus der zu erwar­tenden völligen Niederwerfung Chinas die Schluß­folgerungen, die sich für England und Frankreich ergeben würden.

flrabisltzer Protest

Jerusalem, 27. Oktober

Die Erbitterung in allen arabischen Kreisen über

die einseitige Haltung Amerikas zugunsten der Juden Palästinas wird immer größer. An den englischen Premierminister Lhamberlain und an den Kolnnialminister wurden im Zusammenhang mit dem Roosevelt-Palästina-Programm arabische Pro­testtelegramme gerichtet.

Libgen italienische Provinz

RDM, 27. Oktober.

Der Große Faschistische Rat hat beschlossen, die bis­herige Kolonie Libyen zu einemintegrierenden Bestand- teil der italienischen Nation werden zu lassen". Li­byen wird also den Provinzen auf dem italienischen Festland gleichgestellt werden.

Konrad stenlein Major der Neserve

verlin, 27. Oktober.

Ver Oberbefehlshaber des Keeres hat Konrad kenlein mitgeteilt, daß er ab 1. November als Major der Neseroe in das 1.-N. 52 in das keer übernommen werde.

s'si'sönliclilcsit uncl ^ukgcilps clsr äciiulungsmämisi' cist k'cittsi

Die zweite Jahrestagung 1338 der Schulungs- männer der NSDAP. auf der Ordensburg Crössinsee ist beendet. Die Bedeutung der Tagung im welt­anschaulichen Kampf und die Position der Gau« und Kreisschulungsleiter der Partei in diesem Rin­gen kennzeichnen abschließend die folgenden Aus­führungen des Leiters des Hauptschulungsamtes der NSDAP., Friedrich Schmidt, der die ge­samte Tagung leitete.

Die Schulungsmänner der Partei find heute ei» Korps gleichgerichteter, weltanschaulich klarer und kompromißloser Parteigenossen. Die Männer der Schu­lung sind heute bereit, alle alten Belastungen, gleich welcher Art, über Bord zu werfen. Ihre persönliche Ent, scheidung in den Fragen der Weltanschauung ist auf Grund letzter Klarheit gefallen. Sie stehen heute als geistige Wikinger, als Rebellen wider die . Sattheit des Geistes und der Seele in unserem Volk. Das Auf-der- Hut-sein ist noch nie so notwendig gewesen wie gerade heute, und die Männer der Schulung haben innerhalb der Partei die Aufgabe, für die innere Wehrhaftigkeit, für die Wehrhaftigkeit der Gesinnung, des Herzens und des Geistes zu sorgen.

Die Schnlungsmänner müssen die instinktivsten und klarsten Parteigenossen der NSDAP. sein. Es mutz deshalb ein Typ des Volkserziehers geschaffen werden, ein Typ des kompromißlosen klarsten und härtesten Er­ziehers, der aber nicht nur ein Mann des Geistes, son­dern vielmehr ein Mensch des Vorbildes und eine Führernatur sein mutz, der die höchste T-ngend beherrscht, Menschen zu erkennen, Menschen zu bezwingen und sie mit Energie, Mut und mit der Kraft der Entscheidung zu erfüllen, auf daß sie selbst dann wieder Träger letzter Klarheit werden.

Wir stehen heute mitten im Ringen um die Einheit von Körper, Seele und Geist. Diese Einheit aber wird nur aus der Bereitschaft der einzelnen Menschen mög­lich sein können. Diese höchste willensmätzige und see­lische Konzentration aber ist die Voraussetzung für die letzte und härteste Entscheidung, die der Mensch immer

Komment-Spieler S:Z geschlagen

In die Vorherrschaft der kngländer eine vresche zu schlagen, ist den kontinentalen sußballern wieder nicht geglückt, liestern versuchte es nun eine fluswastl der besten Spieler des Festlandes, aber sie wurde O:Z geschlagen.

für sich allein troffen mutz. Er wird sie aber nur aus der Einsamkeit heraus und aus der großen Stärke seines Herzens treffen können.

Wenn der Führer heute als wahrhaftiger germani­scher Herzog durch Deutschland geht, während sich drau­ßen, die weltanschaulichen Gegner gegen ihn auf­bäumen, können wir das, was wir begonnen haben, nur dann auch vollenden, wenn wir eines lernen: daß nur die Generation das Reich gewinnt, und den Sieg, dig bereit ist, den Tod zu lieben um des Lebens willen.

Allein aus dieser wahrhaft heroischen Haltung, aus dieser wahrhaft germanischen Haltung wird dann die germanische Revolution unserer Zeit ihren Fortgang finden. Die P a rtei aber ist dieser Fackelträger einer neuen Gesittung und einer neuen Gestaltung.

Was wir heute an. Kühnheit aufzubringen vermögen, wird nach uns keiner mehr aufbringen. Wer heute klein ist und Zweifel hat und Bedenken, kann daher nicht schulen und Menschen erziehen. Denn der, welcher Men­schen führt, mutz den Mut zu den letzten Folgerungen aus einer Idee aufbringen. So mutz der Schulungs­mann der NSDAP. immer bereit sein, die letzte Konse­quenz zu vollstrecken und sie in seinem persönlichen Sein und in seiner Haltung vorzuleben und darzu­stellen.

Wenn die Schulungsmänner nach ihrer Tagung nun wieder an ihre Arbeitsplätze gehen', dann verbindet sie ein gemeinsames Witzen und Ahnen um Dinge und die Bereitwilligkeit zu einer wahrhaft germanischen Brüderschaft und Kameradschaft.

Der Führer erwartet von ihnen, daß sie die Erkennt­nis der nationalsozialistischen Idee in höchstem Maße vorwärtstreiben; denn nu>x mit einem innerlich bereiten Volk kann er vollstrecken, was er im Jahre 1927 prokla­miert hat: das germanische Reich deutscher Nation als das Erotzdeutsche Reich, erfüllt von dem Geiste,

, der unserer Rasse entspricht.