Ausgabe 
(23.10.1938) Nr. 292
Seite
1
 
Einzelbild herunterladen

A

,

>1

l

srr,s

,L-s

NI. r>.«

>s.«

> A.» °

'!,!> ' «H

> ,H

>«E»

d.»

,«L I U,,,

«Z>

»««>

«!.»

AH A« » AH !H U A»

> AH

> !,« »I

I-oed üi

S ^

«° N ,s '»

«rsch ei»« 7mal lvrcheatllch

Monalsbezug ^ 2^0 einschl. Zu­stellgebühr; Postdezugsprels monatl. z,zg E (einschl. 44,24 ^ Post- zeiwngsgebühr» zuzügl. 42 ^ Be­stellgeld. Bezugspreis ist lm voraus zahlbar. Postscheck: Hamburg 17272. Eine Behinderung der Lieferung rechtfertig! keinen Anspruch aus Rückzahlung des Bezugspreises. Verlag: NS.-Gauverlag Weser- Ems GmbH-, Bremen, Geeren 6-8. Fernspr.: 5 41 21, Nachtr.u.Sonntg. 51115. Sprechz.: Verlag: werktl. 12—13 Uhr, Schrlftleilung Diens­tag und Freitag 12)4—13)4 Uhr.

vreinerMuno

parteiamtliche Tageszeitung

Ms Amtsblatt des Negierenden Viirgermeisters der Zreien fjansestadt Vremen

«»zeigt» - Grundpreise:

Die 22 lliu, Zeile >m Anzec nieil 13 die 78-mm-Zeile im Tert- teil 75 Ermäßigte Grundpreise (für kleine, Familienanzeigen u. a.) sowie sonstige Bedingungen Preis­liste 7 (Nachloßstassel O. Für An­zeigen durch den Fernsprecher leine Gewähr. Annahmeschluß 18 Uhr. Geschäftsstellen: kln Bremen:

Geeren 6—8, Fernspr. Nr. 5 41 21, Nachtruf und sonntags: Fernspr. Nr. 5 11 15, Obernstr. 88, Fernspr. Nr. 54121. 8n Oldenburg, Staustraße 21, Fernspr. Nr. 36 09. In Syke, Mühlendamm Nr. 2.

der Nationalsozialisten Vreinens

flmUiches verkündungsblatt des Neichsstattlialters in Oldenburg und Nremen

Nr. 292 / 8. Jahrgang

Sonntag, 2Z. Oktober 19Z6

kinzelpreis 1S Npf.

für wirtschaftliche Zusammenarbeit

kine Unterredung mit Neichsminister funk

ftusbau der kjandelsbezieftungen zwischen Deutschland einerseits und Frankreich, kngland und USft. andererseits erstrebenswert /„Kolonialproblem eine srage der kkre"

Paris, 23. Oktober.

Der „Paris Midi" veröffentlicht einen Bericht über den Inhalt einer Unterredung, die Reichswirtschaftsminister Funk mit dem Berliner Vertreter des Blattes hatte.

Der französische Journalist schreibt, bei dem Ge­spräch sei man dann zuerst auf die Frage des Warenaustausches zwischen Deutschland und Südost­europa gekommen. Reichsminister Funk erklärte, daß einer Durchführung des Warenaustausches keine nennenswerten Schwierigkeiten im Wege stünden. Gerade in den Gebieten Südosteuropas sei alles das im 'lleberschug vorhanden, was in Deutschland fahle. Deutschland biete zum Ausgleich die Erzeugnisse seiner hochentwickelten Industrie.

Der französische Berichterstatter leitete dann das .Gespräch auf die Gestaltung der zukünftigen Wirt­schaftsbeziehungen zwischen Deutschland und England und Frankreich über. Der Minister habe zu diesem

Punkt bemerkt, daß es für das Reich keinen anderen Wunsch geben könne, als mit diesen Ländern zusammen­zuarbeiten. Deutschland habe keineswegs die Absicht, diesen Ländern irgendwelche wirtschaftlichen Schwierig­keiten in den Weg zu steilem „Wie sollten übrigens", so sühn der Minister dann wörtlich fort, „unsere Interessen im Südosten aufein­anderstoßen könne»? Äst es nicht durch die Ziffern er­wiesen, daß der französische und englische Handel im Balkan und in Mitteleuropa praktisch — ich unter­streiche praktisch — nicht gegen den deutschen Handel kämpfen können? Wir fürchten keineswegs den Abschluß eines Handelsabkommens zwischen Groß­britannien und den Vereinigten Staaten von Amerika.

hankau vor dem fall

KSumung der Slodr fast beendet — Japanischer Vormarsch ;u Wasser und ru Land

s ^ Schanghai, 23. Oktober.

Nach japanischen Meldungen zur Lage bei Kanton stehen die Japaner nunmehr auch nordöstlich und nörd­lich der Stadt, die sie nahezu umklammert haben. Auf dem letzten Teil ihres Vormarsches begegneten die japa­nischen Truppen erheblichem chinesischen Wider­stand, vor allem nordwestlich von Dsegtscheng. Mit Panzerabwehrkanonen setzten sich die Chinesen gegen die japanischen Tankabteilungen ' zur Wehr. Nach m^r- stündigem Gefecht wurden sie jedoch zerstreut und lretzen zahlreiche Tote und verschiedene Geschütze und Maschinen­gewehre zurück.

Die Stadt Kanton wird jetzt durch die Japaner von den zurückgebliebenen chinesischen Scharfschützen gesäu­bert. ,

Der Hongkonger Vertreter der japanischen Zeitung „Nicht Nicht Schimbun" berichtet, der Oberbefehlshaber der chinesischen Truppen in Kanton, General Puhan- mon, habe den Rückzug befohlen, als die Japaner auf Schußweite herangekommen seien. Er habe den Wunsch gehabt, die Stadt vor der Zerstörung zu rettest und seine Truppen kampffähig zu erhalten, die bei einem Zusammenstoß mit den Japanern mit größter Wahr­scheinlichkeit eine vernichtende Niederlage erlitten hätten. ....

Am Sonnabendmittag haben die leichten Strertkrafte der japanischen Marine, die aus dem Pangtse vordrin­gen, die Stadt Otscheng, 70 Kilometer unterhalb von Hankau, besetzt und sind noch sechs Seemeilen werter flußaufwärts vorgestoßen. Im Gesechtsabschnitt am nörd­lichen Pangtseuser besetzten die japanischen Truppe»

Kishui. Sie standen am Sonnabend 25 Kilometer nord­westlich dieser Stadt. Eine Abteilung der Nordgruppe, die entlang der Peking-Hankau-Vahn vormarschiert, näherte sich bereits dem Wutschang-Paß, Kem letzten großen Hindernis vor Hankau. Eine andere Abteilung

HuckstenbvauktraKtvi' klokkwann

2»m 8liI>ImIt«Ivommissai- kür Oixanisationen im 8u,ietsnlsnä ist keiebsnintsleitoi' ,)Ibei't Holliimn», äer krükere Kreisamtsleitor äer Kreisleitung Bremen äsr ernnnnt rvorcken. (Lissss-llokkmsnn )

Zeichnung: Rioger

der Nordgruppe hat die Wasserscheide des Tatieh- Massivs südlich von Schawo überschritten und hält Marschrichtung Matscheng ein. Die Vereinigung dieser Kolonne mit den japanischen Truppen im Raume nörd­lich des Yangtses ist baldigst zu erwarten.

Vom frühen Morgen an herrscht regste Fliegertätig- leit über Hankau, wo gegen 10 Uhr mehrere leichte Bomber bei einem Vorortbahnhof der Peiping-Hankau- Bahn Bomben abwarfen. Gleichzeitig flogen 27 schwere Bomber nordwärts an den chinesischen Rückzugswegen der Nordfront entlang. Dem Vernehmen nach belegten die japanischen Flieger sämtliche Straßen im Umkreis der chinesischen Hankau-Fronten mit Bomben.

Die Räumung von Hankau ist fast beendet. Die Stadt Wutschang, gegenüber dem südlichen Aangtseuscr. ist ebenfalls fast vollständig geräumt.

Schwerer Schlag für Lschianakaischek

Tokio, 23. Oktober.

Nach Ansicht japanischer Militärkreise bedeutet der Fall Kantons, abgesehen von seinem ungünstigen mora­lischen Eindruck auf die chinesischen Truppen einen ge­radezu niederschmetternden Schlag sür Tschiangkaischeks Plan eines langen Ermattungsfeldzuges. Man weist daraus hin, daß die chinesischen Kriegsdepots in den Feldzügen in Nordchina, Schanghai und Nanking er­schöpft seien. Für Tschiangkaischek sei es daher fast un­möglich, seine Armeen wieder zu organisieren und neu auszurüsten, nachdem durch den Fall von Nanking der beste Weg sür die Munitionszufuhr aus dem Ausland, nämlich die Kanton-Hankau-Bahn, unterbrochen sei. Der Fall Kantons hat nun den Plan Tschiangkaischeks völlig umgeworfen.

Im Gegenteil, wir sind weit davon entfernt, zu be­haupten, daß ein derartiger Vertrag mit den von uns empfohlenen Methoden unvereinbar wäre. Wir wür­den einem solchen Vertrag sogar sehr gut beitreten können."

Im weiteren Verlauf der Unterhaltung kam der Be­richterstatter im besonderen auf den weiteren Ausbau der deutsch-französischen Wirtschaftsbeziehungen zu sprechen. Hierbei habe Reichswirtschaftsminister Funk mit aller Bestimmtheit erklärt, daß sich Deutschland und

Frankreich auf dem Weltmarkt nur ergänzen können. Das französische Eisenerz, die französischen Landwirt- schaftserzengnisse und Luxusartikel sowie die deutsche Kohle und die chemischen und pharmazeuiischen Erzeug­nisse des Reiches würden als Grundlage bereits ge­nügen.

„Und um auf eine allgemeine Auffassung zurückzu­kommen", so fragte der Reichsminister, „sollte es da nicht z. B. ein Mittel geben, um einen Teil Europas mit einem großen NetzvonAutostraßenzu versehen?" Deutschland werde immex bereit sein, den Ar­beitsfaktor hierfür zu liefern. Gerade mit unseren Arbeitsmöglichkeiten werde man viele Dinge unterneh­men können; vorausgesetzt natürlich, daß man in einer gesunden Atmosphäre und frei von politischen Unsicher­heiten lebe. .

Zum Schluß trat. der Reichsminister der Auffassung entgegen, daß die Kolonialfrage aus wirtschaftliches Gebiet verlegt werden könne. Für Deutschland sei das Kolonialproblem vor allem anderen eine Frage des Ansehens und der Ehre.

Xouvs Zeitalter — Das Luäe einer kalsvlivn Tsteoriv — Lins sskr bsrsektiKtv LraZs — I-orck ^Ilsn ok llortvoocks kin^e Hin siebt — XikolsbuiK ockvr Versailles im Lernen Osten? — vnkrieäen ssbrt

I. L. v. Bremen, 23. Oktober.

Als Dr. Goebbels in seiner Rebe in Hamburg am Freitagabend sagte, daß ein neues Zeitalter angevrochen sei, zeigte der daraufhin aufbrausende Beifall, wie sehr Dr. Goebbels dem Worte ver­liehen hatte, was seine Zuhörer empfanden. Und nicht bloß die vielen Tausende von Besuchern in der Hanseatenhalle empfanden es, sondern auch alle deutschen Volksgenossen, die am Rundfunk die Rede mitangehört hatten oder sie gestern in den Zeitungen lasen. Daß ein neues Zeitalter kommen mußte, haben die Kämpfer um Adolf Hitler vom ersten Tage ihres Kampfes an gewußt, und darum haben sie, voran der Führer, von Anfang an gekcimpft. Daß ein neues Zeitalter im Begriff war, anzubrechen, als dann der Führer die Macht in Deutschland übernahm, haben alle Menschen deutschen Blutes im Januar 1933 zum mindesten erahnt, und daß der Anbruch des neuen Zeitalters eine nun­mehr von der Welt nicht mehr abzuleugnende Tatsache ist, muß heute, im Oktober des Jah­res 1938, Europa zugeben und anerkennen. Aber je nachdem, wie sich nun die Welt zu dem neu an­gebrochenen Zeitalter einstellen will und stellt, da­nach wird sich im lausenden und in den nächsten Jahr­hunderten die Entwicklung des europäischen Konti­nents und der europäischen Menschheit richten. Nicht als ob wir Deutsche wünschten, den anderen Nationen eine Weltanschauung aufzudrängen, die wir als die stärkste Kraftquelle unseres Volkes erkannt haben, nicht als ob wir die demokratische Staatsform als die Staatsform anderer Nationen verächtlich machen und sie den anderen Völkern aus dem Herzen reißen wollten. Wenn wir von dem Anbruch eines neuen Zeitalters sprechen, mei­nen wir damit, daß Kraft der Idee Adolf Hitlers eine neue Volksführung erstanden ist, die in innigstem Kontakt mit dem Volke — weil aus dem Volke hervorgegangen — jeweils dem tiesst- inneren Willen des Volkes (auch dann, wenn die­ser Wille manchmal noch im Unterbewußtsein un­seres Volkes zu schlummern scheint) Ausdruck gibt und des Volkes Wollen schließlich durchführt also Volks Herrschaft im besten und edelsten Sinne des Wortes bedeutet. Ob anerkannt oder befehdet, hat diese Volksführung das Wunder der Volkwerdung zu vollbringen vermocht, angefan­gen von den ersten Tagen der Kampfzeit der Be­wegung über den Tag der Machtergreifung im Fahre 1933 hinweg bis zu den Tagen der Rück­gewinnung von 19 Millionen Deutschen im Jahre 1938. Sich die dem Wunder zugrunde lie­genden Ideen zu eigen zu machen, muß jeder Nation selber überlassen sein.

»

Wenn wir in diesen Tagen erkennen, wie sehr sich die besten Männer Englands und die besten Männer Frankreichs darum bemühen, ihrem Volk jene Geschlossenheit des Wollens und die Einheit der Ziele zu verleihen, wie sie dem deutschen Volk durch Adolf Hitler längst gegeben sind, dann kön­nen wir auch nicht übersehen, wie diesen Staats­männern allmählich doch die Zweckmäßigkeit und der Segen der Volksführung autoritärer Staaten weit mehr einleuchtender scheint, als sie es sich selbst noch einzugestehen vermögen, und wie jeden­falls der Abschnitt europäischer Geschichte abge­schlossen ist, wo man Nationalsozialismus und Fa­schismus als lebensunfähige Utopien verlacht, be­fehdet und verabscheut hat. Das jedenfalls ist nicht mehr zu verkennen, daß die Staatsführungen Deutschlands und Italiens sich nunmehr einer Ach­tung vor dem Urteil ausländischer Staatsmänner erfreuen, die ein für allemal der falschen Theorie den Garaus macht, wonach zwischen Fllhrerstaaten

I

und Demokratien unbedingt Feindschaft bestehe« müsse, und es gibt eine Brücke der Verständigung zwischen den Staaten so verschieden geführter Völ­ker gibt. In der Stunde der Kriegsgefahr hat sich am 29. September 1938 gezeigt, wie doch solche Verständigung möglich ist. Und mit sichtlicher Be­friedigung hat das Englands Innenminister Sa­muel Haare in diesen Tagen auch ausge­sprochen, als er über die Erkenntnis der Möglich­keit gedeihlichen Zusammenarbeitens zwischen autoritären und demokratischen Staaten hinaus noch seiner Ueberzeugung Ausdruck gab, es könne keinen dauerhaften Frieden in Europa ohne deutsch-englische Verständigung geben. Das ist nicht mehr und nicht weniger als die Anerkennung dessen, was in des Führers großer Politik seit jeher immer und immer wieder zum Ausdruck kam, was man aber bisher in England niemals verstanden hat oder nicht verstehen wollte. An der Seite Frankreichs, das leider bis vor kurzem sich keinen Augenblick entfernen wollte von der in Versailles eingeschlagenen Macht- und Bedrohungspolitik gegen Deutschland (eine Politik, die sich immer und immer wieder in mehr oder minder geschickten Einkreisungsversuchen offenbarte), konnte oder wollte England dem Bundesgenossen zuliebe keine anderen Wege gehen und mußte sich daher in die Sackgasse verrennen, die wohl oder übel zu dem mörderischen Konflikt der tschecho-slowakischen Krise führte. Als aber dann in München zum Glück der europäischen Menschheit dem englischen wie

dem französischen Staatsmann die Augen aufgin­gen vor der verheerenden Gefahr, in die sie unver- sehends geraten waren, da durfte man hoffen, daß von da ab das neue Zeitalter für die Welt beginnen konnte, so wie mit der Erkennt­nis des deutschen Volkes, daß Adolf Hitler sein Retter und Führer war, seinerzeit für Deutschland eine neue Zeit begonnen hatte.

Indes erscheint uns die seit München wider Er­warten in aller Welt, und vor allem in England, an­gebrochene Rüstungspsychose sehr schlecht mit den in München immerhin zur Welt gekommenen Hoff­nungen auf eine friedliche Gesamtverständigung der europäischen Nationen übereinstimmbar. Was Neville Chamberlain bereits in seiner großen Un-

Hankau befindet sich vor dem Fall.

Dr. Goebbels betonte den Kulturwillen des Natio­nalsozialismus.

Reichswirtschaftsminister Funk äußerte sich zum Ausbau der deutschen Wirtschaftsbeziehungen.

Der deutsche Einzelhandel kann zum Teil beacht­liche llmsatzsteigerungen verzeichnen.

Deutsche Banken übernehmen bisher tschecho-slowa- kische Institute.

Zum Opfertag des deutschen Sports erließ der Reichssportfiihrcr einen Ausruf.

Die NSKK.-Motorgruppe Nordsee veranstaltete eine Pressefahrt.

Nach der Verpflichtung der Leiter der neugebilde­ten Ortsgruppen der RSDAP. des Kreises Bremen begann Kreisleiter Blanke die Reihe der lleber- gaben dieser Ortsgruppen mit einer Feierstunde in Borgfeld.

Reichsamtsleiter Pros. Dr. Reinerth leitet die Grabungsarbeiten am Dümmer.

In Wien wurde der Deutsche Liebsch wieder Ge­wichtheber-Weltmeister.

Im Downington-Rcnnen siegte Nuvolari auf Auto- llnion.