Ausgabe 
(22.12.1939) Nr. 352
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parteiamtliche Tageszeitung

vas Amtsblatt des Negierenden Bürgermeisters der Lreien ftansestadr Meinen

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der Nationalsozialisten vremens

flmkliches Verkündungsblatt des Neichsstattlialkers in Viüenburg und Sremen

Nr. Z52 / 9. Jahrgang

Zreitag, 22. Vezember 19Z9

Linzelpreis 15 Nps.

deutsches ll-voot versenkte Stllwll lonnen

Erfolge emesbefangenen" llzurchttls

Kapilimleulnanl fterbert Schultze von seiner dritten feindfatzrl zurückgeketzrt

Berlin, 22. Dezember

Das kürzlich von seiner dritten Fernfahrt zurückgekehrte U-Boot des Kapitän­leutnants Herbert Schultze hat während seiner ersten drei Unternehmungen 8Ü38Ü Bruttoregistertonnen feindlichen Handelsschiffraumes versenkt. Es handelt sich bei dem Kapitänleutnant Herbert Schultze um denjenigen Unterseebootskommandanten, den der Erste Lord der britischen Admiralität bereits in seinem Gewahrsam wähnte.

Ständig veröffentlichen die deutschen sowie neutrale Zeitungen des Auslandes Meldungen über den von den deutschen U-Booten versenkten feindlichen Frachtraum. Soweit es nur möglich ist. werden Namen und Tonnage der versenkten Schiffe genauestens verbucht. Diese sich ständig fortsetzenden Veröffentlichungen geben ein ein­drucksvolles Bild von dem nachhaltigen Wirken der deutschen Unterwasserwaffe, die heute in gleicher Weise wie schon im Weltkrieg zum Schrecken der feindlichen Handelsschiffahrt geworden ist. Während Churchill in seiner überholten und lächerlichen Liigentaktik immer wieder von neuem die deutschen Erfolge als gering be­zeichnet und seine ewig gleiche Litanei anstimmt, daß die deutschen U-Boote durch die britischen Abwehrmaß­nahmen in steter Abnahme begriffen seien, sinkt ein eng­lisches Schiff nach dem anderen auf den Meeresgrund. Hier vernichtet ein englischesFischerboot" gleich drei U-Boote an einem Tag; dort legen drei weitere U-Boote an Albions Gestaden an, weil es ihnen an Lebensmit­teln und Munition gebricht. So predigt Englands Lügenlord. Nach seinen Behauptungen müßten bald sämtliche deutschen ll-Bootskommandanten in der Ge­fangenschaft der seetüchtigen Tommies sein. Wie erst vor kurzem Kapitänleutnant Prien, der sich ja bekannt­lich nach echt britischer Großsprecherei auch bereits m- Gefangenschaft befand, diese albernen Lügen mit der Torpedierung eines schweren Kreuzers der London- Klasse widerlegte, so straft jetzt ein zweiter deutscher U-Bootskommandant, Kapitänleutnant Herbert Schultze, den englischen Seelord Lügen. In drei ^eindfahrten über 80 000 BRT. versenkt! Und ausgerechnet diesen schneidigen deutschen Marineoffizier behauptete Chur­chill gleichfalls gefangen genommen zu haben. Mag Herr Churchill weiter lügen, den einmal versenkten Schiffs­raum wird er durch diese albernen Mätzchen nicht wie­der an die Meeresoberfläche zaubern. Mag die City Londons sich an den gewohnten Hymnen eines Chur­chills weiter ergötzen, deutsche Waffen sprechen eine andere Sprache als die Lügentante des britischen Ma- rineministeriums. Deutsche U-Boote, Flieger sowie die rund um Britanniens Küsten lauernden Minen werden auch die hartgesottensten Kriegshetzer mit der Zen be­lehren, welche Folgen es hat, das nationalsozialistische Deut chland in imperialistischer Machtgier herauszu­fordern.

stuf Mine gelaufen und gefunken

Amsterdam. 22. Dezember.

Wie ANP. aus Westterschelling berichtet, ist gegen

15 Uhr aus der Höhe von Ter'chellrng e,n -chifs von

flbschuß eines französischen flufklörers

Berlin. 22. Dezember.

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt ^

2m Westen etwas lebhaftere ortlicheArtlllerietatigkclt. Ein iraniLlUcker Nakausklarer wurde kurz uach ueoer- stiegen der Grenze durch deutsche Jagdflieger,n Gegend Pirmasens abgeschossen.

Unbekannte" slugzeuge über ost-kngland

Amsterdam. 22. Dezember. Unbekannte Flugzeuge erschienen, wie aus London gemeldet wird, am Mittwochabend über

^JmEUrdw-st-n Frankreichs wurde ««. Mittwoch Fliegeralarm gegeben. Er dauerte von 17.36 Uhr 18 Uhr.

6lückwunschtelegramm des siistrers an Stalin

Berlin. 22. Dezember.

Sowjetunion. Ädols Hitler. mittest.

Joseph Stalin, der als Generalsekretär der ^ die Geschicke der Sowjetunion lenkt, hat da C ^ bensjahr vollendet. Sein Weg - ^ m der

Bergfeste Eori im damaligen Eouve Revo-

geboren, führte ihn schon früh f« die Re § .

lution im Vorkriegsrußland,nd da-

stieg er zum Leiter der k°mmunistche P

mit der Sowictumon aus ^ 6 ^

bisher unbekannter Nationalität auf eine Mine gelau­fen und innerhalb von 16 Minuten gesunken. Wie man annimmt, ist die Besatzung des Schisses durch ein in der Nähe fahrendes, gleichfalls der Nationalität nach unbekanntes Schiff gerettet worden. Ein holländisches Rettungsboot ist aus die Nachricht vom Absinken eines Schiffes zur Hilfeleistung ausgefahren, muhte aber un- verrichteter Sache zurückkehren, da von Schiff und Be­satzung nichts mehr zu sehen war.

Der schwedische DampferAdolf Bratt" (1818 Ton­nen) ist aus eine Mine gelaufen und untergegangen. 18 Mitglieder der Besatzung sind von einem lettischen Dampfer gerettet und in Hoek van Holland an Land gesetzt worden. Fünf Besahungsmitglieder werden noch vermißt.

Unter der Panamaflagge

bv. Kopenhagen, 22. Dezember.

In der Nordsee sank, wie die Kopenhagener Abend­presse meldet, der einer dänischen Gesellschaft gehörende, aber unter Panamaslagge segelnde und mit einer estni- schen Besatzung versehene DampferUko" (1666 Ton­nen), ein 30 Jahre altes Schiff, das mit Stückgut von Göteborg nach England unterwegs war.

Von Minen und aus der Luft zugleich gefährdet

Berlin, 22! Dezember.

Die deutsche Luftwaffe hat in letzter Zeit ihre Kampf­tätigkeit gegen die englische Flotte, in erster Linie gegen den englischen Küstenschutz, gerichtet. So sind allein in den letzten vier Tagen 27 englische Vorposten- schiffe versenkt worden, deren Namen der englische Rund­funk bekanntgegeben hat. Die gleichzeitige Gefährdung der Schisse aus der Luft bereitet nach Aussage der Ge­retteten, die als Seeleute stets auch mit der Gefahr von Minentressern rechnen müssen, eine ganz beson­dere seelische Belastung, die sicherlich nicht dazu bei­trägt, die Kampfesfreude der Besatzungen zu heben.

Sozlale Sroßlat der deutschen Arbeitsfront

lvo ooo deutsche flrbeiter gehen 1S40 kostenlos drei Wochen in krholung

Berlin, 22. Dezember.

Um die Arbeits- und Leistungsfähigkeit des deutschen Arbeiters bei seiner starken beruflichen Inanspruch­nahme in Erfüllung der ihm vom Führer und vom deutschen Volk gestellten Aufgaben zu erhalten und zu erhöhen, hat Reichsorganisationsleiter Dr. Ley ver­anlagt, daß im Laufe des nächsten Jahres 166 666 deut­sche Arbeiter, deren Leistungsfähigkeit durch besonders starken Arbeitseinsatz beeinträchtigt worden ist, drei Wochen zur Erholung und zur vollen Wiederherstellung ihrer Arbeitskraft bei Uebernahme sämtlicher Kosten durch die Deutsche Arbeitsfront' verschickt werden. Für die Aufnahme der Erholungsbedürftigen werden sämt­liche deutschen Kur- und Erholungsorte in Anspruch genommen werden. Es ist beabsichtigt, bereits im Ja­nuar 1946 mit den ersten Verschickungen zu beginnen. Die näheren AusfUhrungsbestimmungen werden in Kürze bekanntgegeben werden.

Eine soziale Großtat ungewöhnlicher Tragweite stellt dieses Erholungs- und Fürsorgewerk der DAF. dar. Während in den sogenannten demokratischen Staa­ten die Lasten des von Juden und Freimaurern insze­nierten Krieges auf den Arbeiter abgewälzt werden,

der ohnehin der Sklave des kapitalistischen Systems ist, führt das nationalsozialistische Reich zielbewußt sein großangelegtes Sozialprogramm auch in -seinem ihm aufgezwungenen Existenzkampf durch, wobei es den durch den Krieg geschaffenen Verhältnissen in erschöpfen­der Weise Rechnung trägt. Ein Beweis deutscher Kraft, ein Zeugnis siegessicheren nationalsozialistischen Tatwillens wird mit der neuen Maßnahme, die das ganze schaffende Deutschland lebhaft begrüßt, vor aller Welt erbracht. Mögen die Liberalisten des Westens weiterhin in phrasenhaften Theorien schwelgen'die Deutsche Arbeitsfront läßt ihre .soziale' Gesinnung und Haltung in gigantischen L'a t e'n sprechen!

Vr. Koebbels spricht heute

Berlin, 22. Dezember

Im Reichsministcrium für Volksaufklärung und Pro­paganda findet am heutigen Freitag eine Feierstunde statt, zu der Reichsminister Dr. Goebbels Rückgcführte und Rückwanderer eingeladen hat. Im Rahmen dieser Feierstunde wird Dr. Goebbels das Wort ergreifen. Die Uebertragung über alle Sender findet um 18 Uhr statt.

mir ocr vow ciuncon uu,. ----- - - -initiativen,

Landes dankt Joseph Stalin .'."°ncherl°- J'nU°nve . vor allem war es das persönliche ^ ^i, Jahre

66jährigen Staatsmannes, daß rm v g g ^FSR.

die Beziehungen zwischen Deutschland und

Deutsch-italienisches Umsiedlungsabkommen unterzeichnet

Rom, 22. Dezember.

Zwischen der Reichsregierung und der faschistischen Regierung ist für die Umsiedlung der Deutschsprachigen in Oberetsch folgendes vom Reichssührer s) Himmler und Unterstaatssekretär im italienischen Innenministe­rium, Buffarini, unterzeichnete Abkommen getroffen worden: .

Auf Grund der zwischen der Rerchsregierung und der faschistischen Regierung getroffenen Vereinbarung ist es bis zum 31. Dezember, 24 Uhr, den Deutschsprachigen der Provinz Bozen und der entsprechenden Gebiete der Pro­vinzen lldine, Trento und Belluno, wie sie unter die Abkommen fallen, frei und spontan gestattet: entweder für die deutsche Staatsangehörigkeit aus Anhänglichkeit an das Stammland unter Uebersiedlung ins Reich zu optieren, oder weiterhin unter Verbleib in den vorge­nannten Provinzen italienische Staatsangehörige unter

wieder so gestaltet wurden, wie sie den politischen Tra­ditionen beider Mächte entsprechen. Tatsächlich hat die Erfahrung gelehrt, daß aus der Freundschaft der bei­den großen europäischen Festlandsmächte immer Leide Partner Nutzen gezogen haben. In der gegenwärtigen Zeit kam einer derartigen Neugestaltung des deutsch­russischen Verhältnisses insofern besondere Bedeutung zu, als die imperialistischen Westmächte ihre trüben Pläne dadurch verwirklichen zu können glaubten, daß sie das deutsche Volk und die Völker der Sowjetunion gegeneinanderhetzten, um dann als lachende Dritte ihre Weltherrschaft und ihre europäischen Hegemonieplüne sichern und weiterentwickeln zu können. Diesen Absich­ten des Westens hat jener Entschluß ein Ende gesetzt, der in den Augusttagen dieses Jahres zu einem Aus­gleich der Interessen geführt hat und mit der klaren Festsetzung der beiderseitigen Einflußsphären sowie dem Austausch völkischer Minderheiten jede denkbare Rei­bungsfläche beseitigt hat. Die Politik der Sowjetunion, die in einem starken Deutschland die Voraussetzung des Friedens in Europa sieht, ist ein wesentliches Funda­ment des neuen Europas geworden, das sich gegen die Iutrigen des Westens zur Wehr setzt und es ablehnt, sich für die kapitalistischen Interessen der Völker zu schla­gen, deren verantwortungslose Machenschaften Anfang und Ausgangspunkt der Unsicherheit und des Krieges gewesen find.

Beibehaltung aller sich daraus ergebenden Rechte und Pflichten zu sein." Das Abkommen besagt weiter, daß jeder Deutschsprachige beiderlei Geschlechts ungehindert bei den Gemeindebehörden oder bei den deutschen Stel­len die entsprechenden Formulare für die Option für Deutschland beziehungsweise für Italien verlangen, aus­füllen und übergeben kann.

Himmler beim Sure

Lange und herzliche Unterredung

Rom, 22. Dezember.

Der Reichsführer sf und Chef der deutschen Polizei, Himmler, der wie bereits gemeldet Mittwoch in Rom eingetroffen ist, begab sich in den Palazzo Venezia, wo er mit dem Duce eine lange und herzliche Unter­redung hatte.

Deutscher Protest gegen Jnternierung der »Spee'-Vesahung

Berlin, 22. Dezember.

Die argentinische Regierung hat ein Dekret über die Jnternierung der Besatzung des deutschen Panzerschiffes Admiral Gras Spee" bekanntgegeben. Gegen dieses Dekret hat die ReichSregierung förmlichen Protest ein­gelegt unter Berufung darauf, daß Schiffbrüchige, die ein neutrales Land erreichen, nicht interniert werden, wie auch die holländische Regierung die schiffbrüchigen Besatzungen der KreuzerAbukir",Hogue" undLressy" nicht internierte, sondern alsbald freigab.

Vao könnte den Weltmächten so passen ...

Ein neues Kriegsziel: Helgoland

jk. Gens, 22. Dezember.

Die Pariser Hctztante Tabouis, für die der Krieg ein willkommener Anlaß ist, ihre Phantastereien endlos auszudehnen, behandelt die militärische Bedeutung Hel­golands. Diese Festung sei, so meint sie, für England ein recht unangenehmes Hindernis. Infolgedessen müsse es eines der wichtigsten Kriegsziele sein, England die Insel Helgoland zu verschaffen.

Lustkampf über Utrecht

. Amsterdam, 22. Dezember.

Am Donnerstagmorgen kam es zu einem Luftgefecht über der holländischen Stadt Utrecht. Holländische Flak und Jagdflugzeuge sollen die unbekannten Flugzeuge vertrieben haben, die offenbar englischer Nationalität waren.

FeindlichePropaganda" ohne Wirkungsraum

In den letzten Tagen ist eine Reihe von Urteilen veröffentlicht worden, in denen hohe Strafen wegen des Abhörens ausländischer Rundfunksendungen verhängt worden sind. Mit vollem Recht, denn seit dem 1. Sep­tember 1939, dem Tage des Kriegsbeginns, wurde der Empfang dieser Sendungen gesetzlich verboten. Wir wollen die Begründung für dieses Verbot noch einmal ins Gedächtnis zurückrufen, und zwar mit den Worten, die Ministerialrat Hans Fritzsche einleitend seinem soeben erschienenen BuchKrieg den Kriegshetzern acht Wochen politische Zeitungs- und Rundfunkschau" voransetzte. Er schreibt:

Dieses Verbot wurde nicht etwa erlassen, weil das neue Deutschland das zu fürchten hätte, was feindselige Rundfunksender an Nachrichten verbreiten. Es hat in den Monaten seit Einführung des Abhörverbots für ausländische Sender nicht eine einzige Meldung gege­ben, die nicht ohne weiteres auch im Reich hätte ver­breitet werden können. Allerdings nicht ohne die sofort beigefügte Erklärung über die Lüge, die Halbwahrheit oder die Verdrehung." Fritzsche erklärt, daß niemand auf die Dauer prazis formulierte Nachrichten über Verhaftungen, Erschießungen, Sabotageakte usw. hören kann, ohne nicht doch einmal einen leisen Zweifel zu

Unsere Weihnachtsausgabe erscheint am Sonntag, dem 24. Dezember, morgens, die nächstfolgende Ausgabe nach den Feiertagen am Mittwoch, 27. Dezember.

hegen, wenn er nicht in der Lage ist, sich sofort zu überzeugen, daß alle diese Nachrichten erlogen sind. Da der einzelne Volksgenosse diese Möglichkeit der sofortigen Nachprüfung nicht hat, und da anderseits die deutsche Presse und der deutsche Rundfunk in ihrer sonstigen Arbeit einfach lahmgelegt wären, wenn sie jeder einzelnen kleinen oder großen Schwindelei nach­leuchten müßten, um sie totzulachen, deshalb ist das Abhörverbot erlassen worden."

Diese Worte von berufener Seite geben eine ein­deutige Untermauerung des Begriffes, den wir mit der Bezeichnung Hördiszip'lin verbinden. Wie die Beein­flussung der Hörerschaft und damit praktisch breitester Volksmassen durch einen Rundfunknachrichtendienst in fremder Sprache ein wichtiger Teil der heutigen Kriegsführung geworden ist, so ist es die Hördiszip'lin als Abwehr gleichermaßen. In keinem anderen Land der Erde hat diese Disziplin in Friedenszeiten einen so sinnfälligen Ausdruck gefunden wie gerade in Deutsch­land, dessen Rundfunkteilnehmer sich zu politischen Feierstunden und Festakten ebenso wie bei den Führer- reden in Zeiten politischer Hochspannung zum Eemein- schastscmpfang zusammenfanden, durch den tatsächlich auch der letzte Volksgenosse im kleinsten Winkel des Großdeutfchen Reiches erfaßt und erlebnismäßig ein- bezogen werden konnte. DiesesHören auf Kommando" wurde besonders von den westlichen Demokratien im­mer wieder verspottet, da der tiefere Sinn dieser neuen Form des Rundfunkempfanges nämlich der Organi­sation der Empfangsseite mit dem Ziel, über ein gleich­zeitiges Anteilnehmen'eine einheitliche Ausrichtung und geschlossene Einsatzbereitschaft zu erzeugen ihnen völ­lig unverständlich war. Genau so unverständlich wie der Begriff des politischen Rundfunks überhaupt, von dem ja der Gemeinschastsempfang nur einen Teil stellt.

Diese Hördisziplin wendet sich nun in ihrer umgekehr­ten Anwendung gegen das Ausland, in der Nicht- Hördisziplin, die für die wenigen, die ihr Wesen nicht erkennen wollen, noch einmal gesetzlich festgelegt worden ist. Die Hörerschaft errichtet damit gegen die Angriffe auf die innere Front, die unentwegt aus dem Aether herniedertrommelten, einen Westwall, der ebenso sicher in der Abwehr des unsichtbaren Angreifers ist wie der Wall aus Beton und Stahl an der Westgrenze unseres Reiches gegen den sichtbaren Feind. Ein Rundfunk­nachrichtendienst in fremden Sprachen, der - nicht auf offene Ohren trifft, hat seinen Sinn und Zweck ver­fehlt. Denn der Rundfunkeinsatz erschöpft sich nicht in der Organisation des Sendeorganismus, er muß eben-

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Unser

(Unsers ksntigs Lnsgsbs uintakt aobt Seiten)

Das deutsch - italienische Umsiedlungsabkommen wurde unterzeichnet.

Die Sieger der großen Luftschlacht bei Helgoland berichten über ihren erfolgreichen Einsatz.

Im Westen herrschte lebhaftere Artillcrietätigkeit. Deutschland hat gegen die Jnternierung derSpee"- Vesatzung Protest eingelegt.

Der Führer sandte ein Glückwunschtelegramm an Stalin.

166 660 deutsche Arbeiter werden demnächst von der DAF. kostenlos drei Wochen in Erholungsurlaub geschickt.

Eine stimmungsvolle vorweihnachtliche Feierstunde wurde der Seefahrt im Wilhelm-Deckcr-Haus be­schert.

Die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger wird 1946 auf eine segensreiche Tätigkeit von 75 Jahren zurückblicken.

Das Reichsbahnausbesserungswerk Scbaldsbrllck wurde inReichsbahnausbesserungswerk Bremen" umbenannt.