Ausgabe 
(19.12.1939) Nr. 349
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SrschelnklmüllSSHenNs»

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MM Zeitung

parteiamtliche Tageszeitung

vas flmrsbwu des Negierenden vürgermeisters der Freien Hansestadt vremm

Anzelg.en - Grundpreise;

Die 1 am, hohe und 22 ram breite Zeile im Anzeigenteil 13 Die 78 mw breite und 1 raw Hohe Zeile im Tertteil 75 3A/. ErmSßigte Grundpreise (für kleine, Familien- anzeigen u. a.) sowie sonstige Be­dingungen Preisliste 7 Nachlaß­staffel <2. Für Anzeigen durch den Fernsprecher keine Gewähr. An­nahmeschluß 16 Uhr. Geschäfts­stellen: InVremen: Am Geeren Nr. 6/8, Fernspr. 5 41 21. Nachkruf und sonntags: Fernsprecher 51115; Obernstraße 86, Fernspr/ 5 4121. 8n Svke, Mühlendamm Nr. 2.

der Nationalsozialisten Vremens

flmlliches verkündungsblakk des Neichsftatttzalters in Oldenburg und Sremeo

Vienstag. 19. Vezember 19Z9

kinzelpreis 1S Npf.

Z4 vriten-vomb er über der Nord see vernichtet

Weitere w lioffnungslos versprengt

Wieder war das Jagdgeschwader Schumacher der Zieger im tuftkampf / Zwei engtischo Flugzeug- besatzungen gefangengenommen / pngriff aus Wichelmsliaven im slakfeuer ersticht / Iriumpst

der deutschen Messerschmitt-Maschmen

Berlin, 18. Dezember.

Am Nachmittag des 18. Dezember unternahmen die Engländer einen großangelegten Einflug mit 44 modernsten Kampfflugzeugen. Der feindliche Verband versuchte, verschiedene Stellen der Nordsee­küste anzugreifen, wurde aber bereits im Anslug nördlich Helgolands von deutschen Jiigexn gestellt und zersprengt. Es gab verschiedene erbitterte Luftkämpfe über der inneren Deutschen Bucht. Hierbei wurden nach bisher vorliegenden Meldungen 34 Engländer abge­schossen. In dieser Zahl sind nicht die Verluste enthalten, die die übriggebliebenen englischen Flugzeuge aller Voraussicht nach auf dem Rückflug weiter erlitten haben. Bruchstücke abgeschossener eng­

lischer Flugzeuge sind bereits an den deutschen Inseln angeschwemmt, die Besatzung zweier englischer Flugzeuge wurde gefangengenommen. Einigen wenigen Engländern gelang es, nach Wilhelmshaven durch­zubrechen. Sie gerieten in konzentriertes Abwehrfeuer der Flak­artillerie, so daß sie nicht zum Bombenabwurf kamen.

Von den deutschen sind zwei Flugzeuge, deren Besatzung mit Fall­schirmen absprang, abgestürzt. Die siegreichen deutschen Jäger, die mit Flugzeugen von, TypMesserschmitt" ausgerüstet sind, gehören zu dem Jagdgeschwader Schumacher, das bereits am 14. Dezember durch den Abschuß von zehn der angreifenden 28 Engländer den Geg­ner mit 58 v. H. Verlust nach Hause schickte.

Ver Verlauf des Kampfes

änb.., 19. Dezember. (kL)

Zu dem Lustkamps über der Nordsee erfahren wir noch folgende Einzelheiten:

Es ist der 18. Dezember, etwa 1-4.38 Uhr, aus einem Flughafen in Norddeutschland. Da, plötzlich Flieger­alarm! Englische Flugzeuge gesichtet! In großer Höhe nähern sie sich dem Festland. Das ist alles, was die unmittelbar nach dem Alarm startenden Flieger zu­nächst wissen, und außerdem noch, daß die Engländer in unverhältnismäßig großer Zahl angeschwirrt kom­men. Da sind die Jäger auch schon gestartet, verschwin­den. Vorwärts, dem Feind entgegen!

Wunderbar ist das Wetter, blau der Himmel, klar die Licht. Hoch oben in der Luft stehen kleine weiße Wattebäusche, die Sprengwolken unserer Flak. Einen eisernen Gürtel legen die Männer der Flak vor die deutsche Küste. Nicht ein Engländer kommt hindurch. Nach der See zu wird der angreifende Verband abge­trieben, und da sind auch schon unsere Jäger heran. Sie greisen an, versprengen den Verband, schienen und schießen, was nur heraus will aus denKugelspritzen". Engländer stürzen ab, andere kehren um, versuchen er­neut vorzustoßen, aber vergeblich! Nach einem Kamps von etwa zwei Stunden ist von den Engländern nichts mehr zu sehen. 34 Maschinen wurden von den deutschen Jägern, die der Eeschwaderkommodore selbst in den Kamps führte, auf See oder über den ostfriesischen Inseln abgeschossen.

Bald nach dem Kampf kommen unsere ^ager aus ihren Flugplatz zurück. Sie wippen beim Hereinfliegen

Sanyo Maru freigegeben

Trotz großspuriger Ankündigungen britischer Rückzieher

I»v. Kopenhagen, 19. Dezember.

Entgegen den Ankündigungen der englischen Vlockade- ossiziere ist das japanische SchiffSanyo Maru, das absichtlich die von England festgelegte Karenzzeit ver­streichen ließ, um die Engländer zur Entscheidung zu zrvmgen, von der Blockadekontrolle rn den Downs nach Mündigem Aufenthalt Sonntagabend freigegeben wor­den. DieSanyo Maru« hatte sehr v'-l deutsche Waren für Japan an Bord. Die Engländer haben KH dadurch aus der Schlinge gezogen, daß sie Sel 1 °nd machten, die Waren seien durchweg vor der Sperrfrist ,apa- nisches Eigentum geworden.

In englischen Sewiissern gesunken

Amsterdam, 19. Dezember.

Der norwegische DampferJotun« ging, m»e London berichtet wird. an der Nordo,tkmte E^ auf Grund. Die Besatzung g,ng ,n d»e Rettungsboote und wurde in einen naheliegenden -

Der in Trondheim beheimatete norwegische Dampfer Strindheim" Tonnen) ist ,n der Nahe der 'chot- tischen Küste gesunken, nachdem er wahrscheinlich aus eine Mine gelaufen war.

mit demSterz«. Die Zurückgebliebenen holen ihre Sieger im Triumphzug ein. Groß ist die Freude, und groß wird überall die Freude sein im ganzen Land. Denn 34 Engländer auf einen Schlag, das wird denen drüben an der Themse schwer auf den Magen schlagen. Und wenn sie jetzt auch in alle Welt die Lügenmeldun- gen von ihremSieg" über das Panzerschiff hinaus­posaunen, diese Antwort, wird ihnen noch lange, lange Schmerze« machen, und dabei wird es noch nicht ein­mal unsere letzte Antwort gewesen sein.

Luftniederlage raubt London die Sprache

boo. Amsterdam, 19. Dezember.

Die große Luftniederlage der Engländer an der deut­schen Nordseeküste hat London anscheinend den Atem benommen. Bis zur späten Abendstunde des Montag hat keine Londoner Stelle den Mut gefunden, der Oefsent- lichkeit den Verlust von 34 englischen Kampfflugzeugen mitzuteilen.

Unsere Luftwaffe auf knglandfakrt

-fldmiral Sraf Spee" durch eigene Sprengung vernichtet Prorest in Montevideo

, Berlin, 19. Dezember.

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Zwischen Mosel und Psälzer Wald war das Ar­tilleriefeuer von beiden Seiten etwas lebhafter. Die Luftwaffe führte ihre Aufklärung über Ostsrankreich und der Nordsee durch. Hierbei stießen die deutschen Flugzeuge im Norden bis zu den Shetlands, im Süden bis Portmouth vor. Sie vertrieben an mehreren Stellen englische Vorpostenschiffe und Kiistenwachboote von ihren Standorten. Ein Vorpostenschifs wurde durch Bomben­wurf versenkt. Am Abend versuchten englische Flug­zeuge, die deutsche Küste anzufliegen.

Das PanzerschiffAdmiral Graf Spee« hat dre zur Wiederherstellung seiner Seefähigkeit benötigte Frist von der uruguayischen Regierung nicht bekommen. Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht hat deshalb dem Kommandanten den Befehl gegeben, das Panzerschiff außerhalb der Hoheitsgewässer selbst zu sprengen und zu vernichten. Dies ist am 17, 12. gegen 28 Uhr geschehen.«

Die Reichsregierung hat durch ihren Gesandten m Uruguay bei der Regierung von Uruguay schärsstens portestiert, weil die uruguayische Regierung dem ha­varierten PanzerschiffAdmiral Gras Spee« unter flagrantem Bruch internationalen Rechtes und Brauches die hiernach selbstverständliche Frist zur Herstellung der Seefähigkeit verweigert hat.

vier englische Schifte versenkt

Berlin, 19. Dezember.

Der Angriff der deutschen Luftwaffe im Rahmen ihrer Ausklttrnngssliige auf britische Vorposten- und Sicherungsschiffe fand zur selben Stunde statt, als dre Frindpropaganda behauptete, daß die deutschen Flug­zeuge aus dem Nordseeraum verschwunden seien. Nie deutsche Ausklärung wurde in breiter Fächerform durch die ganze Nordsee hin, bis nach den Shetlandinscln und bis Portmouth durchgeführt.

Bei dieser Gelegenheit fanden stch einzelne Aufklä­rungsflugzeuge nach vorbildlicher Erledigung ihrer Auf­gaben an verschiedenen Punkten zum Angriff gegen feindliche Schiffe zusammen. Mehrere Vorpostenschiffe, Kiistenwachboote und Feinddampfer sowie sonstige Fahr-

Schlagt Deutschland in Stücke!

wüstes Sekevl plu.vk-vtisck« Kriegsketzer - -Netzn,, den kunnen alle Ltzancen!

»

Berlin. 19. Dezember.

Das kürzlich veröffentlichte deutsche WeißbM hat Nur

erneuten Beweis der skrupellosen engl ich . ^ bereitung erbracht und der Welt g-z«gt. «»t «re »a rigen Mitteln London aus dasL°l °E Kr.eg^g^g^

DeutsMand ^learbeitet hat. Die schönen R-d-nsarr n.

mit denen die Kriegshetzer rhrE°«twortungsloles Treiben beschönigt haben, >md enttar . ,Armen an,

die Kriegshetzer jetzt den Augenblick für g, ^

ihre wahren Kriegsziele zu enthüllen srieqslust Aufputschung niedrigster Raubrnst.nkte dre Krregs.u.r

enthüllen und durch die

ihrer Völker anzufachen.

Von sensationeller Bedeutung ist Ne erw ^

Zeigen die englischen Sie lautet'

Hört endlich, aus. von FriedensbeNngungen

sprechen! Schlagt Deutschland m Stücke, macht

zu

den

Rhein zur Westgrenze und die Oder zur Ostgrenze! Gebt Sachsen der Tschecho-Slowakei und Holstein an Dänemark! Nehmt den Hunnen alle Chancen!

Diese wilden englischen Forderungen finden in Parrs ein lebhaftes Echo und weitere phantastische Erweite­rungen. So hat der führende franzöfische Industrielle Louis Marlio in einer Kundgebung die Forderung er­hoben, daßnach dem Kriege" für lange Jahre eme englisch-französische Besetzung stattfinde,die sich nicht nur auf den Westen beschränkt".

Das deutsche Volk weih längst, welches Schicksal ihm die plutokratischen Machthaber an der Themse und an der Seine zugedacht haben, wenn es ihnen gelingen sollte, den Krieg zu gewinnen. Diese Rechnung wurde allerdings ohne uns aufgestellt. Sie zuschanden zu machen und die Welt von ihren Urhebern zu befreien, ist deshalb das deutsche Kriegsziel.

zeuge, die im Kriegsdienst stehen, wurden teils in Hoch­angriffen mit Bomben leichten Kalibers belegt, teils in Tiefangriffen mit Maschinengewehren beschossen. Durch Volltreffer wurden zwei Vorpostenboote und zwei andere Kriegsfahrzeuge zum Sinken gebracht, drei weitere Kriegssahrzeuge, darunter das VorpostenbootPearl" und der Küstendampfer.Senenity" zeigten schwere Schlagseite, Brand und Rauchentwicklung. Die Schiffs- besatzungen verließen nach kurzer Gegenwehr ihre Fahr­zeuge und brachten sich auf Rettungsbooten in Sicher­heit. Bald darauf sind diese Vorpostenboote gesunken.

Das Auftauchen der deutschen Flugzeuge genügte, um unter den britischen Schiffen größte Unruhe auszulösen. Zahlreiche Besatzungen von Schiffen, die gar nicht an­gegriffen wurden, flüchteten trotzdem in die Rettungs­boote. Eine Anzahl deutscher Aufklärungsflugzeuge griff u. a. einen Geleitzug an, der von englischen Kriegs­fahrzeugen begleitet war. Nachdem die erste Bombe unter die Schiffe fiel, spritzte der Eeleitzug in alle Him­melsrichtungen auseinander. Mehrere Explosionen konn­ten beobachtet werden. Die angreifenden Aufklärungs­flugzeuge wurden von britischen Kriegsschiffen und von der Küstenflak unter Feuer genommen, das die deut­schen Flieger jedoch nicht erreichte.

Entgegen englischen Lügenmeldungen sind alleinfah­rende Dampfer neutraler Staaten weder innerhalb noch außerhalb der englischen. Hoheitsgewässer durch deutsche Flugzeuge angegriffen worden.

kreier" völlig zerschossen

Newyork, 19. Dezember.

DieNewyork Times« meldet aus Montevideo, die Schisfslotsen in Vahia Bianca, die den englischen KreuzerExeter« sahen, als er sich in Richtung Falk­landinseln bewegte, erzählten, das Kriegsschiff habe ausgesehen wie ein großes offenes Ruderboot, soviel vom Oberdeck sei weggeschossen.

Der militärische Mitarbeiter derNewyork Times Baldwin, schreibt, es wäre ganz falsch, das Gefecht bei Montevideo als großen englischen Sieg hinzustellen. Das deutsche Schiff habe den Engländern mehr Schaden zugefügt als es selbst erlitt.Graf Spee" sei diesem konzentrierten Feuer dreier Kreuzer ausgesetzt gewesen, während er selbst das Feuer verteilen mußte. Daher treffe nach wie vor das Urteil Marinesachverstündiger über die deutschen Panzerschiffe zu, nämlich daß diese wohl von einer Flottille mehrerer feindlicher Kreuzer gejagt und schließlich zerstört werden könnten, daß die feindlichen Kreuzer aber dabei schwer zugerichtet wür­den. DerGras Spee" habe seinen Zweck, feindliche Handelstonnage zu versenken uyd die alliierten Streit­kräfte vom europäischen Kriegsschauplatz strategisch ab­zulenken, vollauf erfüllt.

ttzinesisttze Segenoftenstve zusammengebrochen

19 Divisionen vernichtet 3888 bis 4888 Tote . Amsterdam, 19. Dezember. Es wird jetzt deutlich, daß die großangelegte Gegen­offensive der Chinesen aus dem Fernöstlichen Kriegsschau­platz fehlgeschlagen ist. Von neutraler Seite werden die Verluste der Chinesen auf 3688 bis 4888 Mann geschätzt; die Zahl der Verluste an Gefangenen gehe in die Tau­sende. Die Japaner berichten; daß zehn chinesische Divi­sionen vernichtet worden seien. Die Hauptkämpfe haben sich im Herzen der Provinz Hopeh und im Südwester, der Prooiuj Schaust abgespielt.

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Osr 5Ücic»sriI<ciniLcIis I^rsmisr 5muks

Der Kampf der nation albew-ußten Buren in der Süd­afrikanischen Union- gegen die britische Bevormundung und Ausbeutungspvlitik gewinnt von Tag zu Tag au. Boden und Kraft. Die Einheitsfront der bisher ge­trennt marschierenden Parteien ist nach den jüngsten Nachrichten nur noch eine Frage der Zeit. Eine der bislang stärksten Säulen des britischen Empire am Kap, Mr. Smuts, der heutige Premierminister der Union, sieht damit den Boden unter seinen Füßen wanken. Wer das an Schwankungen reiche Leben und das verschla­gene politische Wirken des neuen Premiers kennt, wun­dert sich nicht, daß die Empörung der Buren gegen ihn zu hellen Flammen emporlodert.

1870 wurde Jan Dhristiaan Smuts als Sohn eines burkschen Farmers und Abgeordneten des Kap-Parla­ments in der Kapkolonie geboren. Bis zum 12. Lebens­jahre blieb er den Hottentotten überlassen, die das Vieh feines Vaters pflegten. Zunächst wollte er reformierter Pfarrer werden. Noch während des Vurenkrieges trug er neben KantsKritik der reinen Vernunft" stets ein griechisches Neues Testament in der Satteltafche bei sich. In Cambridge schwenkte er zur Juristerei über. Präsident Krüger erkannte bald die Fähigkeiten des jungen Rechtsanwalts, der bereits mehrfach in poli­tischen Prozessen von sich hatte reden machen. Er er­nannte ihn, obwohl er staatsrechtlich Brite war, mit 28 Jahren zum Generalstaatsanwaft von Transvaal und zu seinem engsten Mitarbeiter.

Auch in dieser Stellung blieb Smuts, in Auswirkung seiner Erziehung in Cambridge, Anhänger einer Ver­ständigung mit England und der Pläne von Cecil Rhodes und versuchte sogar, Krüger dafür zu gewin­nen. Seine Kompromißversuche gab er erst auf, als die unerbittliche und anmaßende Haltung des Ober­kommissars Milner, die »«verhüllte Zielstrebigkeit von Rhodes und der hinterlistige Handstreich von Mafeking den Stolz des Buren in ihm geweckt hatten. Als aus­gezeichneter Soldat und bald als weitschauender Gene­ral kämpfte der bisherige Gelehrte, der für den Sport nie etwas übrig gehabt hatte, im Burenkriege gegen den britischen Imperialismus, rettete sogar in einer kühnen Tat den Staatsschatz in Höhe einer halben Mil­lion Pfund aus der Bank von Pretoria, während die Granaten bereits in der Stadt einschlugen, und brachte ihn in einem bereitstehenden Eonderzüg in Sicherheit. Mehrere Kinder verlor er infolge der Grausamkeiten seiner bisher bewunderten englischen Freunde im Kon­zentrationslager. Noch nach dem Kriege schrieb er ein geharnischtes Buch:Ein Jahrhundert des Unrechts", in dem er dem Engländer alle Schandtaten gegen sein Volk vorhielt.

Doch nicht lange sollte die Stimme des angestammten Blutes in diesem politischen Chamäleon die Overhand behalten. Noch lagen die Buren unbesiegt 'im Felde und wollte ein Teil ihrer Führer weiterkämpfen, als Smuts sich im Hinblick auf die vielen Todesopfer unter den Frauen und Kindern für Annahme der englischen Bedingungen und damit für die Aufgabe der Unab­hängigkeit mit Erfolg einsetzte, zumal Kitchener ihm in Aussicht gestellt hatte, daß ein kommendes-- liberales Kabinett den Buren wohl die Selbstregierung zuge­stehen würde, was ihn bezeichnenderweise allerdings nicht hinderte, seine Unterschrift unter den Vertrag von Vereeiniging zu verweigern. Obwohl ihn die schweren Enttäuschungen über die englische' Politik in den kom­menden Jahren fast zur Verzweiflung brachten, war er der erste, der als Premierminister, neben Botha als Staatspräsident, die Geschicke Transvaals leitete, als die Celbstregierung 1907 endlich zur Verwirklichung kam.

Schon bald ging Smuts einen Schritt weiter. War sein Streben bislang vom Wohl und von den Belangen seines Volkes diktiert, so wurde jetzt nach und nach, nicht unwesentlich durch klingendes Gold beschleunigt, aus dem britischen Buren ein burischer Engländer, dessen oberstes Leitmotiv die Interessen des Empire wurden. Sein und Bothas Werk waren, die Gründung der Südafrikanischen Union, die Schenkung des Culli- nan-Diamanten an den König von England, die Schaf­fung einer eigenen Verteidigungstruppe, das Ver­sprechen dos Raubes von Deutsch-Siidwest- und Deutsch-

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(vis bsutigs Lusgabs uwkakr ssvbs Ssitsn)

Aufklärende deutsche Flugzeuge griffen an der Küste Englands britische Kriegssahrzeuge an und ver­senkten sie.

Bei einem gewaltigen Lustkampf über der Nordsee wurden 34 von 44 angreifenden englischen Bombern abgeschossen.

Die deutsche Reichsregierung hat in, Montevideo gegen die völkerrechtswidrige Aufenthaltsverweige­rung sürAdmiral Gras Spee« Protest eingelegt. Der mit deutschen Exportgütern beladene japanische DampferSanyo Maru« mußte von den Englän­dern ohne Beschlagnahme freigegeben werden. General Hertzog betonte erneut den Kampfeswillen der nationalen Südafrikaner gegen England.

Auf der ersten Sondergerichtstagung in Warschau wurden Todesurteile gegen sechs polnische Mörder ausgesprochen.

Es wird eine Weihnachtszuwendung an die Kinder der einberufenen Soldaten und der im öffentlichen Dienst Beschäftigten.gezahlt.

Die mit der gesamten Lazarettbetreuung beanstragte NSKOV. bereitet den Verwundeten in Bremen festliche Weihnachtsbeschcrungen.