Ausgabe 
(17.12.1939) Nr. 347
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v cemer Zeituno

parteiamtliche Tageszeitung

vas Amtsblatt des Negierenden Bürgermeisters der §reien Hansestadt Bremen

Anzeigen - Grundpreise:

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der Nationalsozialisten Bremens

sinnliches verkündungsblokt des Neichsstakchalters in Oldenburg und Bremen

Nr. Z4? / S. Jahrgang

Sonntag, 1?. Dezember 1SZS

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Zwei englische lankdampser mit zusammen 18 080 t gesunken

und ein Minensucher verloren

London, 17. Dezember

Zwei Tankdampfer, dieAtheltemplar"

(8939 Tonnen) aus Liverpool und dieInver- lane" (9141 Tonnen) aus Dublin sind in der Nacht aus Sonnabend in der Nordsee auf Minen gelaufen und gesunken. Die Ueberlebenden wur­den noch in der Nacht in einen Hafen der Nordost- küste Englands gebracht. DieInverlane" ist in Brand geraten, so datz nur sieben Mitglieder der Mannschaft gerettet werden konnten. Das Schiff ist sehr schnell gesunken, Von derAtheltemplar" werden zwei Mann vermißt. Die anderen Mitglie­der der 4üköpfigen Besatzung wurden gerettet.

Des weiteren teilt die Admiralität mit, datz der FischdampferJames Ludford", der als Minen­sucher verwendet wurde, auf eine Mine gelaufen und gesunken ist, Die beiden Offiziere und 15 Ma­trosen sind ums Leben gekommen:

Amsterdam, 17. Dezember

DerTelegraas" berichtet über neue Schisssunter- gänge in der Nacht zum Sonnabend. So hat der hollän­dische FrachtdampserPennland" die Besatzung des griechischen DampfersGermaine" (8217 Tonnen) im Atlantischen Ozean an Bord genommen. Das Schiss ist gesunken. DieGermaine" hätte SOS.-Zeichen ge­sandt, muh aber kurz daraus untergegangen sem. Die niederländische Presse berichtet ferner, dah der nor­wegische DampferFoeina" (1874 Tonnen) an der Nordostkiiste von Schottland auf eine Mine gelaufen und gesunken ist. Das Schiff war unterwegs nach Eran- gemouth. Bisher ist von dem Schiff nur ein Rettungs­boot mit zwei Toten gesunden worden. Man nimmt an, dah der Tod durch Erfrieren eingetreten ist.

Der holländische KüstendampserBrinda" hat eil llebcrlcbende des schwedischen Dampfers »^kesuo (1488 Tonnen) in Rotterdam an Land gebracht. Dre llrsus" ist an der englischen Küste auf eine Mme ge­laufen und gesunken. Zwei von den elf Geretteten waren schwer verletzt. Neun Mitglieder der Besatzung ,md vermutlich ums Leben gekommen.

Schliehlich sind zwei norwegische Dampfer, nnd zwar Ragni" (3088 Tonnen) undH. C. «rlood (2888 Tonnen) aus Minen gelaufen und gesunken.

Minenerplosion an der staseneinfahrr öilbaos

Madrid, 17. Dezember

Wie aus Bilbao, gemeldet wird, explodierte am Wellenbrecher von Santurce in der Nahe der äußeren Hafeneinfahrt von Bilbao eine angeschwemmte Mine.

In der Nähe der Küste wurde eine treibende Mine ge­sichtet.

englische frachtpaMik erfolglos

I,v. Kopenhagen, 17. Dezember.

In ihren Wochenberichten über den Frachtmarkt be­stätigt die dänische Presse, datz entgegen dem bisherigen Zustand in der letzten Woche die ^ra«ht>^e trotz rela­tiv geringer Befrachtungen für neutrale Tonnage sta

Der vericht des dkw.

Berlin, 17. Dezember.

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Keine besonderen Ereignisse.

fluch Handelsschiffe

herausgesetzt worden sind. Dies bedeutet, dah die eng­lische Regierung den Anreiz für neutrale Tonnage mit allen Mitteln zu erhöhen sucht und die bisherige Fracht­politik, die immer noch die Frachtraten niedrig zu halten suchte, aufgibt. Sie hat freilich bisher kaum Er­folge erzielen können.

London will ln USfl. Schiffe kaufen

Washington, 17. Dezember.

Einen überzeugenden Beweis dafür, welch große Lücken der deutsche Seekrieg in die britisch« Handels­schiffahrt gerissen hat, liefert «ine Meldung der Asso­ciated Preß, aus der zugleich hervorgeht, daß England nicht in der Lage ist, seine Verluste durch eigene Neu­bauten wettzumachen. Dieser Nachricht zufolge verhan­delt eine englische Abordnung gegenwärtig in de>/Ver­einigten Staaten über den Ankauf amerikanischer Dampfer, die infolge des neuen Neutralitätsgesetzes der USA. die Kriegsgebiete nicht mehr befahren dürfen und daher stilliegen.

l/srr Lve H ttM-ek« lil/aete

Ldioriuriysloss Härts ist ciis I-osuri^ irri Xcrrnpt vsutsclilariäs um Rsekt im.6. Osrselitisksit

S. v. Bremen, 17. Dezember

Schwarze Woche für kngland

Eingestandenermaßen war für das britische Imperium die vorvergangene Wochedie drittschwär- z e st e" unter den 15 Wochen des leichtfertig von der jüdischen Oberschicht Englands gegen Deutschland ange­zettelten Krieges. Nun ja, es wurden in dieser Woche von den deutschen Seestreitkräften' zwei britische Zer­störer vernichtet und etwa 108 080 Tonnen Schiffsraum auf den Grund des Meeres geschickt. Das sind in der Tat Erfolge, die sich sehen lassen können und den Krä­mern an der Themse eine Gänsehaut über den steifen Rücken zu jagen vermochten. Was aber mögen nun diese Männer Israels erst empfinden angesichts der deutschen Erfolge in der jetzt abgelaufenen Woche, wo ihnen unsere schöneBremen" durch die Lappen ging, wo drauhen im Südatlantik unser wackeres Panzerschiff Admiral Graf Spee" sich in einem gewaltigen Seegefecht 'gegenüber dreifacher Uebermacht siegreich be-

Mng um kngland wird immer enger"

Unterredung mit konlerodmirol Voenitz «wir laffen uns das Sesetz des Handelns nicht mehr netzmen!" U-Voote als Minenleger und Fernaufklärer

Ein Sonderberichterstatter unseres Hannoverschen Brudcrblattcs hatte Gelegenheit, sich mit Konteradmi­ral Doenih, dem Befehlshaber der Unterseboote, über die letzten großen Erfolge der deutschen Nntcr- wasserstreitkräste zu unterhalten.

Der Befehlshaber der Unterseeboote, vom obersten Befehlshaber der Wehrmacht in Anerkennung der Er­folge der deutschen U-Boote zum Konteradmiral be­fördert, erscheint wie die Verkörperung der deutschen U-Boolwaffe überhaupt. DerVDU" ist ein alter U- Bootsmann, von der Pieke auf mit ihr vertraut, hat er selbst im Weltkriege als Koinmandant eines U- Bootes gedient. Konteradmiral Doenitz spricht init Stolz und erkennbarer Freude von seinen Männern und seinen Booten und ihren Taten. 2n jedem Wort ist zu spüren: Das ist der Alaun, der aus der Kameradschaft, ja, wie er selber, sägt, aus der Schicksalsgememschaft der U- Bootsbesatzungen hervorgegangen ist, der selbst am Feind lag und- ihn traf und den der Führer auf den heutigen wichtigen.Posten stellte.

Unser Gespräch geht aus von der U-Bootwaffe des Weltkrieges. Ich erinnere den Admiral daran, dah in der englischen Öffentlichkeit während der letzten Jahre und auch in jüngster Zeit, zum Beispiel durch eine Rede des ersten Lords der britischen Admiralität, immer wieder der geringe Wirkungswert der deutschen U- Bootwaffe betont worden sei mit der Tendenz, England brauche in diesem Kriege das deutsche U-Boot weniger zu fürchten, als im Weltkriege. Der Befehlshaber der Unterseeboote geht auf diesen englischen Zweckoptimis­mus ein und erklärt:Schon im Weltkrieg hat England erlebt, wie es durch die deutsche Unterseewaffe, obwohl diese nur zögernd eingesetzt war, zeitweise an den Rand des Abgrundes gebracht wurde.

Seit 1938 voller Ausbau der Waffe

Aus dieser Erkenntnis heraus versuchte Großbritan­nien in den Nachkriegsjahren Propaganda gegen das Unterseeboot zu. machen. Es erhob immer erneut die Forderung nach. Abschaffung, dieser Seekriegswaffe mit der Begründung, dah sie ,juberholt"'sei- England hat

Britischer lerrar in Indien

lausende von Verkostungen - SlLrmMe Proteste gegen krieg und Verelendung

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Moskau, 17. Dezember.

Der Korrespondent der Tah meldet aus Kabutz daß

nach dort vorliegenden Nachrichten rn Arbeitern, letzten Tagen zahlreiche Verhaltungen von Arbort-rn,

Bauern sowie Mitgliedern natronal 8^ '^ ^

teien und Gruppen vorgenommen Erden, we,l d,°s°

gegen den Krieg Stellung ""^«'^gtzeAmltniise der die rapide Verschlechterung der h

Massen des indischen Volkes einlegten.

Die kiirzlichen Verhaftungen rn E^A^eien^an Bericht zufolge in die Tauiende. 2u P Mationalkon- °inem Tage 18 Mitglieder des n-bKn 1k ^

gresses verhastet worden, in der Pro s zahlreiche Dichallandhar und in anderen Städten e nb°yrre^ führende Männer der antrbrrftfchen ^?^ung Nschen Behörden ins Gefängnis geworfen worden.

knglandfeindllche Kundgebungen in velgrad

Belgrad, 17. Dezember.

Die englandfeindliche Stimmung, ^E^Ee ^Tü­nchten über neue Sabotageakte des ,wird

>nce in Rumänien neuen Auftrieb be « statt-

°hr deutlich aus Demonstrationen die ,n ^eig « landen. Diese Kundgebungen.^Steten sich gegen land und Frankreich, wobei in den

tali,tischen Drahtzieher in London und Pans^

Ktteg verantwortlich gemacht "«A"sterfahren bisher lichen Verlautbarung sind. im Schnell» r,ay ^ ^gen 60 Demonstranten zu Gefängnisstrafen

mit sofortiger Wirksamkeit verurteilt worden. In po­litischen Kreisen ist man der Ansicht, dah die Unruhen in engem Zusammenhang mit den antibritischen Protest­kundgebungen stehen, die vor ^ etwa zwei Wochen in: Belgrad stattfanden.

London will «Liquidierung" Italiens

Mailand, 17. Dezember

Die BologneserResto del Larlino" stellt die Frage, wer eigentlich in Italien an dietraditionelle italienisch- englische Freundschaft" geglaubt habe. Diese Phrase schließe ein« große Unwahrheit m sich. Die Engländer wollten die Italiener nicht als Freunde, sondern als Untertanen gewi-inen. Etwas Aufrichtigkeit habe die Londoner ZeitungNineteentch Century?' gezeigt, indein sie schrieb, bah hie Westmächte nicht nur ein Ueber- gewicht der Waffen in Europa haben mühten, sondern auch «ine dauernde Vorherrschaft im Mittelmeer bean­spruchten. Letztere könnte später verwirklicht werden, falls Italien im Verlauf des gegenwärtigen Krieges nicht liquidiert werden könn«. Engländer und Franzosen hätten also ihre wahren Absichten wieder einmal ein­gestanden, so schreibt hierzu derResto del Larlino". Sie hätten auch die Feinsühligkeit gehabt, die Italiener wissen zu lassen, datz sie Italien gegebenenfalls chäter .,liquidieren" würden. DieseLiquidierung" Italiens 'könnte auch ein edles Programm für die Juden der City und der ganzen Welt darstellen. Auf jeden Fall nehme Italien von den guten Absichten der Wcstmüchte Kenntnis, di« es nicht unvorbereitet finden würden.

mit seinen propagandistischen Bemühungen nur wenig Erfolg gehabt. Nicht einmal Frankreich ging auf die mit scheinheiligen Menschheitsphrasen verbrämten An­regungen ein. Deutschland war durch das Versailler Diktat der Bau von Unterseebooten gänzlich untersagt. Nach dem deutsch-englischen Flottenabkominen vom Jahre,1935 aber'hatte es das.Recht, im Rahmen des für die Gesamt-Flottentonnage bestehenden Stärkever- hültnisses von 35:108 die gleiche B-Boot-Tonnage zu besitzen wie England. Die deutsche Regierung erklärte sich jedoch bereit, zunächst über 45 v. H. der englischen U-Boots-Tonnage nicht hinauszugehen, behielt sich aber ausdrücklich das Recht vor, bei etwa notwendig wer­dender Lage den Anspruch auf den hundertprozentigen Ausbau geltend zu machen. Tatsächlich hat Deutschland seit Ende des Jahres 1938 sein Recht auf den vollen Ausbau der U-Bootswaffe in Anspruch genommen."

Was nun von dein angeblichgeringen Wirkungs­wert" der deutschen U-Wäffe zu halten ist", so fährt der Admiral fort,das haben die Ersolge der ersten drei Monate des deutsch-englischen Seekrieges bewiesen. Auch wenn einzelne Taten, wie die Angriffe der Ka- pitänleutnante Schuhart und Prien, aus der Er­folgsserie Herausragen, so schmälern sie nicht etwa die Erfolge anderer Boote, sondern unterstreichen sie und beweisen, zu welchen Höchstleistungen die deutsche ll- Waffe willens und fähig ist, um ihre kleberlegenheit, die anzuerkennen sich auch das neutrale Ausland be­müßigt fühlt, vor aller Welt zu dokumentieren."

Worin, Herr. Admiral, mutz man nun den Haupt­wert der erfolgreichen U-Boo)sangriffe sehen?" Der Befehlshaber erläutert an dem Beispiel der Versenkung des FlugzeugträgersLourageous", eines Schisses also, das. nicht nur mit den modernsten Schutzvorrichtungen gegen Torpedöängriffe äüsgeriistet, sondern außerdem von Zerstörern und anderen, Begleitschiffen ängstlich behütet war, daß das mitilärische Prestige Englands durch diese Versenkung eine ungeheure .Schlappe' erlitt. > Die dann später folgenden' äüfsehenerregend'en-Ver-' Senkungen durch den Kapitänläutnant Prien, -haben be'-> wiesen, datz Englands sogenannte seebeherrschende Stellung durchaus angreifbar und zu erschüttern ist.

Englands Kostspieliger Abwehrkampf

- Der Handelskrieg der deutschen Unterseeboore ist die große Unsicherheit des britischen Imperiums geworden. Schon allein ihr Vorhandensein, die Ungewißheit ihres plötzlichen Vorstoßes zwingen, zu Einschränkungen des. Schiffsverkehrs. Die Abwehrmethode des Geleitzuges schließt erhebliche Nachteile in sich, nicht nur, daß sie sehr, sehr. teuer ist und einen im Verhältnis zum Er- «folg ungeheuer großen Aufwand benötigt, sie ist zudem außerordentlich langsam, denn die im Verbände fahrenden Schiffe müssen sich ja jeweilig nach den langsamsten Teilnehmern rich­ten. Ueberhaupt-ist der Abwehrkampf gegen Untersee­boote äußerst kostspielig, weil er schwere Aufgebote von Waffen mobilisieren muß. Im Weltkriege beispielsweise waren zur Bekämpfung von etwa 178 deutschen Unter­seebooten im ganzen rund 3088 feindliche Seestreit­kräfte eingesetzt. Man sieht, die UnterwasseraNgriffe treffen den Gegner militärisch wie wirtschaftlich, schädi­gen sein Ansehen, sie beeinflussen den Schiffsverkehr der Neutralen, Das Unterseeboot ist demnach «ine sehr 'vielseitige Waffe, ganz abgesehen davon, daß es ja auch als Minenleger und Fernaufklärer Verwendung findet."

Abschließend möchte ich noch hinzufügen", io beendete Konteradmiral Doenitz seine Ausführungen,daß die Angrifsserfolge der deutschen Unterseeboote um so höher zu werten sind, als es für die Kommandanten der Boote bei der Passivität der englischen Flotre die es vorzieht, in geschützten Häfen und Buchten zu bleiben, außerordentlich schwer ist, den Gegner zu stellen. Aller­dings: Durch diese Passivität des Gegners lassen, sich und werden sich unsere Unterseeboote das Gesetz des Handelns: nicht nehmen Kissen. Im Gegenteil,, sie werden immer aktiver werden und den Ring um England im­mer enger schließen."

hauptete und dabei den schnellsten Kreuzer Englands, den schweren KreuzerExeter" mit zwei weiteren leich­ten Kreuzern kaputt schoß? Aber noch nicht genug des Unheils für England, wurden zur gleichen Zeit in den heimischen Gewässern auch noch dazu ein englischer Zerstörer und mehrere Minensuchboote vernichtet, wäh­rend noch am selben Tage von unseren ebenso wach­samen wie tapferen Fliegern an der Nopdseeküste 18 der modernsten Bomber Englands über dem Meere abge­schossen wurden. Dah außerdem mindestens 150 800 Tonnen feindlichen Schiffsraumes, darunter einige ganz große Tanker noch in den Fluten des Meeres versanken, ist bereits eine Erscheinung, die schon beinahe kein Erstaunen mehr erregt. So war diese Woche für England eigentlich schwarz genug, um sie zur schwärze­sten z» machen. Da sie England indessen noch nicht ein­mal als solche gelten läßt, ist daraus ersichtlich, wie sehr England an seiner schlimmsten, an seiner schwärzesten Kriegswoche trägt, in der dieRoyal Oak" versenkt und die .Mepulse" torpediert worden ist. Indes wird sich England noch auf weitere schwarze Wochen und wohl auf noch schwärzere als bisher gefaßt machen müssen. Denn Deutschland ist entschlossen, seinen Feinden in immer stärkerem Maße harte Schläge zu versetzen, was alle Feinde Deutschlands und die es allenfalls noch werden möchtet«, sich wohl m^ken können.

Zweierlei Neutralität

Noch immer herrscht bei gewissen Neutralen die falsche Meinung, man müsse sich unter allen Umständen mit demdie Meere beherrschenden" undgeldsackgewal- tigen" England halten und dürfe keinesfalls Wider­stand gegen englische Vergewaltigungsversuche leisten. Vor die Entscheidung gestellt, von England Unrecht zu leiden oder Deutschland Unrecht zu tun, meinen manche dieser Neutralen, auf jeden Fall das letztere tun zu sollen, weil das immer noch das Ungefährlichere sei. Man sollte nun glauben, daß die Staatssührenden solcher Neutralen unter allen Umständen, zumal wenn ihre Länder an die kriegführenden Staaten grenzen oder in den Raum der Seekriegführung durch Englands Schuld bereits einbezogen wurden, ängstlich bedacht wären, auch nur den Anschein einer unechten Neutralität zu ver­meiden. Dem ist aber nicht durchwegs so und eine durch jüdische Pressepropaganda systematisch gegen Deutschland gezüchtete Antipathie in sonst für neutral sich haltenden Ländern hat dazu geführt, daß man zwischen echter und unechter Neutralität genau zu unterscheiden gezwungen ist. Sich blind den^,englischen Zumutungen zu unter­werfen, durch-welche echte Neutralität in Gefahr ge­bracht wird, bedeutet auszuscheiden aus dem rechtlichen Schutz, den die Neutralen verlangen dürfen; bedeutet sich in die Kampflinie einzureihen bzw. zwischen den Kampflinien sich aufzuhalten, aus gut Glück, ob man getroffen wird oder nicht. Wer auf solche Gefahr hin, zwischen die Feuer zu geraten, weiter England gegen­über liebedienert, mag es tun, er schadet sich am .meisten selber. Deutschland jedenfalls kann nicht er­lauben, daß dabei' seine - eigenen Interessen geschädigt werden. Und wenn z. V. ein neutraler Staat um Eng­lands Willen sich darauf einläßt, mitten im Kriege zu einer Erweiterung der völkerrechtlich festgesetzten Drei- smeilenzone'überzugehen, um damit die für den eng-

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Wieder sanken in englischen Gewässern über 38 888 Tonnen.

In Montevideo wurden die toten Helden des Admiral Graf Spee" feierlich beigesetzt.

V Ein NS.-Schristleiter hatte eine Unterredung mit Konteradmiral Doenitz.

Die Verhaftungswelle in Indien nimmt unvor­stellbare Ausmaße an.

In 'Belgrad kam es zu englandfeindlichen Kund­gebungen.

Aus Finnland wird die Gesamtmobilmachung ge­meldet.

Kommodore Ahrens schilderte unserem tt.3V.-Mit- arbeiter die abenteuerliche Fahrt derBremen". In dem Kaperkrieg der HF. zur 3. Reichsstraßen- sammlung des Kriegs-Winterhilsswerks sind in Bre­men bereits am ersten Tage erhebliche Prisen auf­gebracht worden.

Der »erslossene 3. Opfersonntag erbrachte im Gau Weser-Ems rund 388 888 RM.

EinVZ."-Eespräch mit dem komm. Kreisleiter von Bremen-Lesum,. Gauamtsleiter Denker, unter­richtet über den Ausbau des zweiten Bremer Krei­ses der NSDAP.

An 5285 weitere Bremer kinderreiche Mütter wer­den heute in Parteifeierstunden die Ehrenkreuze ausgegeben. ,

Für eine halbe Million RM. WHW.-Wertgutscheine sind in Bremen im Weihnachtsmonat ausgegeben worden.'.