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parteiamtliche Tageszeitung
vas flmtsbtan des Negierenden Vürgermeifters der Zreien qansestadt vremm
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der Nationalsozialisten Vremens
flmrliches verinmdungsblatt des Neichsstatttialkers in Oldenburg und vremeo
Nr. Z46 / 9. Jahrgang
Sonnabend. 16. Vezember 19Z9
kinzelpreis 15 Npf.
feindliche.Sperrflüge aussichtslos
Insgesamt zehn vomber abgeschossen
Her emstündige Luftkampf über den ostfrieftschen Inseln / vombenangriffe aus vorkum und Splt
gescheitert / ks gibt keine englische „Patentlösung"
Berlin, 16. Dezember
Gerade in diesen Tage» haben die Briten mit vielen großen Worte» als neueste Errungenschaften in all« Welt posaunt, sie hätten eine Patentlösung gegen die deutschen minenlegenden Plugzeuge gesunden. Ausgerechnet am 14. Dezember berichteten sie von ihrer Art „Sperresliegen" vor den deutschen Nordseeinseln, um den deutschen Minenleger-Flugzeugen die letzte Möglichkeit, zum Jnselreich zu fliegen, zu nehmen. Donnerstag sind sie gekommen, die Briten, die nach ihren Berichten schon so riesigen Schaden an der deutschen Nordseeküste angerichtet haben, wie es das Papier ihrer Presse nur ertragen konnt«.
In der Mittagsstunde griff ein einziges Flugzeug im Tiefangriff den Fliegerhorst Borkum an. Es schoß mit seinem Maschinengewehr, wurde aber durch unsere Abwehr zur schleunigen Umkehr gezwungen. Schaden wurde überhaupt nicht angerichtet. Allerdings hat sich dieser Einzelgänger der englischen Luftflotte über holländischem Gebiet eine Grenzverletzung zuschulden kommen lassen. Nach diesem kleinen Vorspiel kam es nachmittags im Raum von Spiekeroog und Wangeroog zu einem ausgedehnten Lustkampf. Zum erstenmal seit langer Zeit haben sich die Briten wieder mit einem Flugverband in die Nähe der deutschen Küste gewagt. Ihre modernsten Kampfflugzeuge hatten sie eingesetzt. Frühzeitig jedoch schon erkannt, bereiteten ihnen unsere Jäger mit ihren angeblich so minderwertigen Messer- schmitt-Flugzeugen einen warmen Empfang. Durch die Witterung beeinflußt, zog sich der Luftkampf über eine Stunde lang hin. Immer wieder machten sich unsere Jäger an die englischen Bomber heran. Nachdem sie den geschlossenen Verband gesprengt hatten, pickten sie sich einzeln ihre Beute heraus.
Aus dem „Sperrefliegen" und ähnlichen schönen Pro- pagandaerfindungen wurde nichts mehr. Ein Teil der Engländer nützte sofort die dichte Bewölkung zum Verschwinden aus, mit den übrigen räumten unsere Jäger auf. Zehn von 26 Briten wurden abgeschossen. Der Erfolg der deutschen Luftwaffe ist um so nachhaltiger, als damit wiederum ein Versuch der Engländer, sich der deutschen Küste zu nähern, völlig fehlgeschlagen ist. Ihre modernsten Kampfflugzeuge sind auf ihrem Angrifssflug nicht eine Bombe losgeworden. Damit hat die britische
kngland verlor einen ^009-t-tanker
Englisches Minensuchboot gesunken „
London, 1«. Dezember.
Wie in London bekannt wird, ist der Londoner Tankdampfer „Sän Alberto" (7397 Tonnen) an der Sud- Westküste von England durch eine „feindliche Aktum beschädigt worden- An Bord der „Sän Alberto* be- fanden sich 43 Mann, von denen soweit bekannt ist, 42 in Sicherheit sind.
Die englische Admiralität bedauert den Verlust Seiner Majestät Minensuchboot „William Hallet bekanntgeben zu müssen. Das Schiff war aus eine M,ne gestoßen und sank. Nur ein Matrose konnte gerettet werden.
Belgischer srachter lief auf eine Mine
Amsterdam, 16. Dezember.
Einer Belga-Meldung aus Dstende zufolge ist das
belgische Frachtschiff „Rosa" auf dem Wege von Ant, werpen nach England an der.Tyne-Mnndung, in der Nä^ von Newcastle an der schottischen vstkust-, aus eine Mine gelaufen und ge,unken. Ein Besatzungsmitglied ist getötet, worden.
Luftwaffe oder vielmehr haben die Zwecklügner sehr eindeutig die Lehre erhalten, daß das Gesetz des Handelns im deutschen Luftraum nach wie vor die deutsche Luftwaffe vorschreibt.
Sie Lustkämpfe über den friesischen Inseln
Berlin, 16. Dezember. Das Dberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „Ein einzelnes britisches Bombenflugzeug, das am Donnerstag den Fliegerhorst Borkum ohne Bomben zu werfen anflog, wurde durch unsere Flugabwehr vertrieben. Zwei weitere britische Kampfflugzeuge ver- srichten die Insel Sylt anzugreifen. Vier abgeworfene Bomben fielen außerhalb der Insel ins Meer.
Größeren Umfang nahm in den Nachmittagsstunden ein Luftkamps an, der sich aus dem Angriff britischer
Kampfflugzeuge im Gebiet der ostfriesischen Inseln entwickelte. Deutsche Jäger schössen von den 2V Angreifern zehn ab. Ein deutsches Flugzeug mußte aus See niedergehen. — Im Westen keine besonderen Ereignisse."
Zwei britische Flugzeuge abgeschossen
bei der Rückkehr der „Bremen"
Berlin, 16. Dezember.
Als der Lloyddampfer „Bremen" glücklich in seinen Heimathafen einlief, versuchten britische Flugzeuge in die Deutsche Bucht «inzufliegen, wurden aber durch die Erdabwehr von den Nordseeinseln abgewiesen, so daß sie unverrichteter Dinge wieder zurückfliegen mußten.
Wie sich jetzt durch die inzwischen getroffenen Feststellungen ergibt, sind bei den Anslügen zwei englische Flugzeuge abgeschossen worden.
kreier" auf Sandbank abgesackt!
englisches Schweigen — furchtbare Verluste der britischen Vesatfungen
Montevideo, 16. Dezember.
Am die englischen Verluste in dem Seegefecht der drei englischen Kreuzer gegen den „Admiral Graf Spee" herrscht nach wie vor eine peinliche Stille. Die englische Zurückhaltung in der Herausgabe einer Verlustliste gibt hier am Donnerstagabend zu der Auffassung Anlaß, daß die englischen Verluste so hoch sind, daß man sie der Öffentlichkeit vorenthält. Von Marinefachkreisen wird erklärt, baß der englische Kreuzer „Exeter", der durch das Feuer des deutschen Panzerschiffes besonders stark mitgenommen wurde, auf eine Sandbank in der La-Plata-Mündung auflief, um ein Absinken zu vermeiden.
Der britische Marineattach« in Buenos Aires hat mitgeteilt, er habe den Marineminister um Erlaubnis gebeten, etwa 160 verwundete britische Matrosen von der Besatzung des „Exeter" in V.ahia Bianca an Land setzen zu dürfen. Die Regierung hat ihre Genehmigung erteilt. Die englischen Beamten waren aber nicht in der Lage dem Kreuzer „Exeter" diese Mitteilung zu übermitteln, da die Funkanlage an Bord des Kreuzers zerstört ist Der „Exeter" soll daher die Verwundeten zu den Falkland-Jnseln bringen. Die britische Botschaft in Buenos Aires hat im übrigen mitgeteilt, daß der Panzerkreuzer „Barham" an dem Gefecht nrcht teilgenommen hat.
„fldmiral Sras Spee" versenkte S00VV sonnen
Newyork, 16. Dezember.
Die amerikanischen Nachrichtenagenturen geben Meldungen aus Montevideo wieder, die sich vor allem mit den Aussagen der Kapitäne und Vesatzungsmitglieder englischer Schiffe, die sich an Bord des Panzerschiffes „Admiral Graf Spee" befanden, befassen.
Diese Engländer, die durchweg der Behandlung und dem ritterlichen Verhalten des Kommandanten und der Mannschaft an Bord des deutschen Kriegsschiffes höchstes Lob spenden, sind zum Teil Zeugen der Versenkungen britischer Handelsschiffe durch' den „Admiral Graf Spee" gewesen.
Allein aus ihren Aussagen ergibt sich, daß das deutsche Panzerschiff rund 36 666 Tonnen Schiffsraum, u. a. „Trievanion". „Huntsman", „Ashleq" und den Tanker „Africa Shell" versenkt hat.
freude in der deutschen kolonieMontevideos
ver erfolgreiche Kamps des Admiral Sras Spee" gegen weit überlegene Segner
Montevideo. 16. Dezember.-
In der deutschen Kolonie , M""^katten°"dm große Begeisterung über das tapsere h Mannschaft des Panzer,chines „Adm rat Era, spee ^
seinen, ungleichen Kampf m't -E' ^it d n d"u ' Gegner, der durch se ne sr-8«e --chnell-gke t °en ° schen Kreuzer einkreisen und dadurch d,^be,,ere^ ^ Armierung wettmachen konnte. Tr 6 . Kreuzer
secht ein voller Erfolg, da der eng.„che ^ o
„Exeter" allerschwerstens havariert au- Kren-
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Verletzten an.
kapikün rur See kans tangsdorff
Der Werdegang des tapferen Offiziers
Berlin, 16. Dezember.
Der Kommandant des Panzerschisies ^M^video Spee". das im Südatlantik in der Hohe von
den Kampf mit einem schweren und zwei leichten englischen Kreuzern aufnahm, Kapitän zur See Hans Lanqsdorff, ist am 26. März 1864 in Bergen au, der Insel Rügen geboren- Er verbrachte seine Jugend- und Schulzeit am Niederrhein, vornehmlich in Düsseldorf. Am 1. April 1912 trat Kapt. zur See Langsdarff als Seekadett in die ehemalige Kaiserliche Marine ein. Während des Weltkrieges fand Kapt. zur See Langs- dorff der im März ISIS zum Leutnant zur See befördert ' worden war, ausschließlich bei Bordkommandos Verwendung. So nahm er z. B. im Verband des damaligen III. Geschwaders auf dem Linienschiff „Eroger Kurfürst" an der Skagerrakschlacht teil. Die letzten beiden Jahre des Weltkrieges war der jetzige „Spee -Kommandant in Torpedoboot- und M.inensuch-Flottillen als Kommandant tätig. In dieser Eigenschaft hat er auch noch nach dem Weltkriege in der III. Torpedoboots- Halbflottille Dienst getan, deren Halbflottillenchef er von 1929 bis 1931 gewesen ist.
Kapt. zur See Langsdorff war verschiedentlich auch in höheren Stäben, u. a. im damaligen Reichskriegsministerium kommandiert. Vor Antritt seines jetzigen Kommandos (im Oktober 1938) war er zunächst Erster Admiralstabsoffizier des Befehlshabers der Aufklä- rungs-Streitkräfte und dann Erster Admiralstabsosfi- zier beim Flottenkommando.
Die Engländer heben weiter die Schonung des Lebens der britischen Besatzungsmitglieder bei den Schiffsversenkungen hervor. An Bord des „Admiral Graf Spee" seien sie gut behandelt, gut ernährt und gut untergebracht worden. Der Kommandant habe sich selbst um sie gekümmert.
Uruguay bewundert den „Lraf Spee"
Montevideo, 16. Dezember.
Das Seegefecht am La Plata, das das deutsche Panzerschiff „Admiral Graf Spee" gegen dreifache britische Ueberlegenheit erfolgreich bestanden hat, wird in immer höherem Maße das Tagesgespräch in Uruguay. In politischen und militärischen Kreisen sowie in der Bevölkerung ist man erstaunt über die Leistungsfähigkeit und Schlagkraft der deutschen Marine, die von neuem den Beweis erbracht habe, auf wie tönernen Füßen die sogenannte britische Weltherrschaft zur See steht. Die Tatsache, daß es einem einzigen deutschen Kriegsschiff geglückt ist, nicht nur drei britische Marineeinheiten zu stellen, sondern sie sogar erfolgreich abzufertigen, löst hier allergrößte Bewunderung aus. Die Kampftaktik habe sich, so bemerkt man, als turmhoch überlegen bewiesen, was um so augenfälliger sei, als es dem „Admiral Graf Spee" nach der Bezwingung des Gegners auch glänzend gelungen sei, sich vom Feind zu lösen und ohne weitere Zwischenfälle einen neutralen Hafen anzulaufen. Man spricht in Montevideo allgemein davon, daß die drei englischen Kreuzer große Menschenverluste er- litten haben.
Ver krsolg liegt bei den Deutschen
Buenos Aires, 18. Dezember.
„Wenn man das einen britischen Sieg nennt, so wissen wir nicht, was eine Niederlage heißen soll", saßt das Blatt der italienischen Kolonie in Buenos Aires, der „Matino d'Jtalia", angesichts englischer Lügen- meldungen seine Eindrücke über das Tressen vor der La-Plata-Mündung zusammen. Die Zeitung erklärt die Begegnung zwischen dem deutschen und den englischen Schiffen für einen Triumph der deutschen Marine und als einen Beweis für die überragenden militärischen Fähigkeiten von Führung und Mannschaft des „Graf Spee". Den drei englischen Kriegsschiffen sei es nicht gelungen, das deutsche Schiff außer Gefecht zu setzen oder gar zu versenken. Den Erfolg eines Scetreffens müsse man an dem Schaden bemessen, der dem Feind zugefügt werde, und zwar nach dem Kräfteverhältnis auf beiden Seiten und nach der Vewegungsfähigkeit der an einem Seegefecht beteiligten Schiffe. In allem muß, so urteilt das Blatt, der Erfolg den Deutschen zugesprochen werden.
„La Razon" bewundert die technische Leistung der deutschen Schiffsbaukunst, die mit dem Bau von Schiffen wie dem „Admiral Graf Spee", dem Vertrag von Versailles ein Schnippchen geschlagen hat. Es sei kaum zu verstehen, wie ein Schiff von-nur 10 060 Tonnen Wasserdrängung eine so wirkungsvolle Bestückung führen könne, durch die es mit dem britischen , Panzerschiffen rivalisieren und sie in verschiedenen Neuerungen übertreffen kann. (Siehe auch Seite 2)
Vas deutsch-russische kinvernekmen
Moskau, 16. Dezember.
Der in Berlin vorgenommene Austausch der Ratifikationsurkunden zu dem deutsch-sowjetrnssischen Grenz- und Frcundschaftsvertrag wird in allen Blättern in großer Aufmachung mitgeteilt. In einer Uebersicht über die aus diesem Anlaß in der deutschen Presse erschienenen Betrachtungen, die der Berliner Taß-Vcr- tretcr gibt, wird hervorgehoben, daß entgegen aus Paris und London verbreiteten LUgenmeldunge», wonach zwischen Deutschland und der Sowjetunion heimliche Feindschaft und Meinungsverschiedenheiten beständen, das deutsch-russische Einvernehmen bestehe und sich im Kamps gegen die Versuche, ihm Abbruch zu tuy, nur noch mehr gefestigt habe.
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Nach zwei Jahrtausenden Zwietracht — ein machtvolles Röich
blz-. Das unter dem Führer geeinte neue Deutschland verteidigt sein Lebensrecht gegen feindliche Mächte, die vom Geist der Vergangenheit beseelt, ein neu über Europa hereinbrechendes Zeitalter nicht erkennen wollen und in engstirniger Verblendung in einem von ihnen aus Mißgunst und Haß vom Zaune gebrochenen Krieg« auch jetzt noch in völliger Verkennung damit rechnen zu können glauben, das Rad der Weltgeschichte bewege sich rückwärts und noch einmal könnte dem deutschen Volk der innere Feind in den Rücken fallen. Spurlos ist an vielen demokratischen Ländern, besonders aber an England und Frankreich die Entwicklung Deutschlands seit 1933 vorübergegangen.
Nach wie vor spekuliert man auf Deutschlands Zwietracht, die durch zwei Jahrtausende dem äußeren Feind so unzählige Erfolge brachte, wie sie andererseits dem deutschen Volk gleichviel Mißgeschick, Leid und Entsagung Leschied. Wie sich die beiden feindlichen Brüder Hermann der Cherusker und Flavus, der eine als der erste deutsche Freiheitsheld, der andere als Söldling Roms, gegenüberstanden im Kampf, so verzettelten einst die deutschen Stämme in der Völkerwanderung ihre Kräfte, bis die durch ihr Blut gesundeten Nachbarvölker zu neuem frischen Leben erwachten. Dennoch erwuchs aus den in der Heimat Verbliebenen ein mächtiges Volk, das im ersten deutschen Kaiserreich — trotz ewiger Fehden seiner Herzoge — an Macht, schöpferischer Bildungskraft und bürgerlichem Fleiß im Mittelpunkt aller europäischen Nationen stand. Diese völkische Kraft wurde auch dann nicht gebrochen, als im Hohenstaufen- zoitalter unter den Rufen „Hie Wels" — „Hie Waib- ling" härter denn je der Bruderkampf entbrannte. Die ^taufen strebten zum Süden und immer neue deutsche Heere überquerten die Alpen, die Welsen aber suchten im zähen Kampf von den Slawen geraubten deutschen Boden zurückzuerobern.
Des letzten Staufers Haupt fällt in der Fremde und fremde Fürsten nennen sich deutsche Kaiser. Die Habsburger nehmen dann die Vormachtstellung ein, allein ihrem Hause gilt ihr Wohl, nicht aber dem deutschen Volk. Zersplitterter denn je sind die deutschen Lande. Hier verbünden sich Fürsten, dort tuen sich mächtige Städte zusammen. Während sich rings herum in anderen Staaten eine immer größere Einheit bildet, die Macht langsam in eine Hand gleitet, zerfällt das Reich in ein loses Stsatengebilde. in dem kleinlicher Egoismus jedes Gemeinsame leugnet. Herrschsucht und Trotz der führenden Schichten mächen jede Einigung zunichte. Nicht nur die Unzahl weltlicher Herren, auch die Geistlichkeit knechtet das Volk, bis schließlich zu dem Hader um die Macht noch der Kampf zweier Religionsrichtungen kommt und das Volk dem grauenvollsten Krieg ausgeliefert wird, der je über eine Nation hereinbrach.
Soldaten aller Herren Länder schlachten, martern, brennen und plündern das reiche Deutschland. Böhmen hatte 1618 vier Millionen Einwohner; 800 000 betrug die Bevolkerungs^ahl 1848.
Jahrhunderte hatte Deutschland nach dem Westfälischen „Frieden", in dem alle Feindmächte das deutsche Reichsgebiet vollauf zerstückelten, an diesem Blutverlust, dem zwei Drittel des Volkes zum Opfer fiel, zu leiden. Nur langsam schritt der Einigungsprozeß vor sich. Das kleine Brandenburg, aus dem verständige Fürsten in stetem Kampf mit mächtigen Nachbarn das größere Preußen schufen,, wird so der Staat, von dem das von Millionen ersehnte Ziel in Jahrhunderten langsam wei- terentwickelt wird. Unter Friedrich dem Größen stehen jedoch noch das von rein dynastischen Interessen regierte Oesterreich wie auch Sachsen und andere Staaten im deutschen Raum auf feiten der Feinde des Volkes. Unter der Knute des großen Korsen stehen deutsche Truppen von Bayern bis Westfalen gegen ihre eigenen Volksgenossen auf feiten der Franzosen. Erst als Preu-
IMIMIIMMIIMIMIMIMIMMIIMIMIMIMIIIIIIIIIMIIIIUIIMIIIIIMIMIIIIIIIMIII
Unser Tssssssssssst
(Vis bsntigo ^usgabs umkakt ssebs Lsitsv)
Die beim Luftkampf über den ostfriesischen Inseln abgeschossenen englischen Bomber haben sich auf zehn vermehrt.
Das englische Minensuchboot „William Hallet" lies auf eine Mine; außerdem verlor England einen 7666-Tonnen-Tanker.
Der im Seegefecht an der La-Plata-Mündung schwer zusammengeschossene Kreuzer „Exeter" mußte, um das Sinken zu verhüten, auf eine Sandbank gesetzt werden.
Der Bericht eines neutralen Augenzeugen aus Montevideo über den Kampf des „Admiral Graf Spee" liegt vor.
Reichsminister Rudolf Hetz eröffnete die Ausstellung „Frau und Mutter".
Beim Angriff aus die „Bremen" sind zwei englische Flugzeuge abgeschossen worden.
Aus aller Welt erreichten den Norddeutschen Lloyd Glückwünsche zur Heimkehr der „Bremen". Gauleiter Röver sprach gestern in Clssleth aus einer Veranstaltung der HJ. im Reichsbann Seefahrt zu den Kadetten der Schulschiffe „Deutschland" und „Kommodore Johnson".
Morgen werden die nicht verbrauchten Abschnitte der Brotkarten durch die NSV. eingesammelt.
In 18 Feiern wurden 1766 Frauen des Kreises Bremen von der Kreisfrauenschaftsleiterin auf den Führer verpflichtet.
Mit einem gelungenen Wunschkonzert eröffnete die Bremer HJ. die Tage ihres „Kaperkrieges".