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der Nationalsozialisten Vremens
Amtliches vLrkünduagsbkM des Neichsstatchalkers m Mdenburg und Lremen
Nr. Z4Z / 9. Zatfrgang
Mittwoch, 1Z. Dezember 1SZ9
kinzelpreis 15 Npf.
Deutsches Weißbuch zur Kriegsvorgeschichte
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Zur neuen deutschen Publikation
„öroß -lZritanmens Kriegsschuld als liistorifche satsache festgenagelt
Berlin, 1Z. Dezember
Das Auswärtige Amt veröffentlicht unter ddm Titel „Dokumente zur Vorgeschichte des Krieges" ein umfangreiches neues Weißbuch. Die Urkundensammlung gibt dem deutschen Volk und der Welt tieferen Einblick in den Verlauf der wesentlichsten politischen Ereignisse, aus denen sich zunächst der Konflikt mit Polen und dann der Krieg mit England und Frankreich entwickelt hat. Wie der Reichsminister des Auswärtigen von Ribbentrop in einem Geleitwort zu dem Werk feststellt, wird durch diese authentischen amtlichen Dokumente noch einmal der unwiderlegbare Nachweis erbracht, „daß es ausschließlich England war, das den Krieg verschuldet und ihn gewollt hat, um Deutschland zu vernichten".
Das Geleitwort des Reichsautzenministers hat folgenden Wortlaut: „Der Blick des deutschen Volkes ist unter der Führung Adolf Hitlers in die Zukunft, nicht in die Vergangenheit, gerichtet. Aber der uns aufgezwungene Kampf, den wir jetzt um das künftige Schicksal Deutschlands durchsechten, macht es zur gebieterischen Notwendigkeit, uns in jedem Augenblick bewußt zu bleiben, wie es zu diesem Kampf gekommen ist und wo seine letzten Ursachen zu suchen sind. Das liegt zwar für jeden, der sehen will, seit langem offen zutage und ist von maßgebender deutscher Seite' schon klargestellt worden. Da aber die verlogene Propaganda unserer Feinde beharrlich bemüht ist, den wahren Sachverhalt immer wieder zu verschleiern und die Weltöffentlichkeit sowohl über die Ursachen des Krieges als auch über die von ihnen verfolgten Ziele irrezuführen, ist es wichtig, durch authentische amtliche Dokumente noch einmal den un- widerleglichen Nachweis zu erbringen, daß es ausschließlich und allein England war das den Krieg verschuldet und ihn gewollt hat, um Deutschland zu vernichten." .-
Nachdem das Auswärtige Amt bereits unmittelbar nach Kriegsausbruch in einem Weißbuch die Urkunden veröffentlicht hat, die über die letzte Phase der deutschpolnischen Krise Aufschluß geben, legt es nunmehr eine umfangreiche Sammlung von Dokumenten vor, die sich nicht auf die dem Kriegsausbruch unmittelbar vorhergehende Zeit beschränken, sondern die wesentlichsten po
litischen Ereignisse umfassen, aus denen sich zunächst der Konflikt mit Polen und dann der Konflikt mit England und Frankreich entwickelt hat.
Die 482 Dokumente sprechen eine so deutliche Sprache, daß sie keines Kommentares bedürfen. Ln ihrer diplomatischen Nüchternheit geben sie ein unmittelbares und ungeschminktes Bild von der politischen Entwicklung der letzten Jahre, ein Bild, das auch den, der diese Entwicklung in nächster Nähe miterlebt hat, immer wieder von neuem erschüttert und aufrüttelt. Sie zeigen den systematischen Ausrottungskamps, den die Polen seit dem Weltkrieg gegen das Deutschtum in Polen und gegen Danzig geführt haben; sie zeigen das großzügige und unendlich geduldige staatsmännische Bemühen des Führers, die deutsch-polnischen Beziehungen auf eine dauerhafte, den Interessen beider Teile gerecht werdende Grundlage zu stellen, sie zeigen demgegenüber die kurzsichtige Verständnislosigkeit der polnischen Machthaber, die die ihnen von Deutschland immer wieder gebotene Möglichkeit, zu einem endgültigen Ausgleich zu kommen, zunichte machen. Vor allem aber sehen wir, wie unmittelbar nach der Konferenz von München der Kriegswille Englands immer deutlicher offenbar wird, und wie die britische Regierung dann schließlich die von ihr selbst absichtlich herbeigeführte Verblendung der polnischen Regierung benutzt, um den seit langem geplanten Krieg gegen Deutschland zu entfesseln. *
Zwar würde es, um das heuchlerische und frevelhafte Vorgehen der englischen Politik in seinem ganzen Umfang zu entlarven, einer Darstellung der gesamten* Nachkriegszeit bedürfen, in der sich England' jedem Versuche Deutschlands, sich aus den Fesseln des Ver- sailler Diktats zu befreien, hemmend in den Weg gestellt und jede Möglichkeit, die Revision dieses Diktates auf dem Verhandlungswege herbeizuführen, immer wieder vereitelt hat.
AVer es genügt, an Hand der in diesem Weißbuch zusammengestellten Dokumente die kurze Epoche seit dem Herbst 1938 ins Auge zu fassen, um zu erkennen, daß England von vornherein entschlossen war, mit Gewalt den Weg des Führers zu durchkreuzen, dessen genialer Staatskunst es gelungen war, schlimmste Verbrechen von Versailles ohne jedes Blutvergießen und ohne jeden Eingriff in die Interessen Englands zu beseitigen, und der in der gleichen Weise auch eine friedliche Lösung der deutsch-polnischen Frage erzielt haben würde, wenn England nicht Polen als Werkzeug seines Kriegswillens mißbraucht und durch diese verbrecherische Politik Europa in den Krieg gestürzt hätte.
Diese für immer feststehende historische Tatsache ist aufs neue dadurch erhärtet worden, daß England das großzügige letzte Friedensangebot, das ihm der Führer noch einmal in seiner Reichstagsrede vom L. Oktober gemacht hat, mit einer unverschämten und beleidigenden Herausforderung Deutschlands beantwortete.
In unerschütterlichem Bewußtsein seines Rechtes und in unbeirrbarer Ueberzeugung seines Endsieges hat das deutsche Volk diese Herausforderung angenommen und wird nun die Waffen nicht früher aus der Hand legen, als bis es sein Ziel erreicht hat. Dieses Ziel ist: Die militärische Vernichtung der Gegner und dann die Sicherstellnng des dem deutschen Volke zukommenden Lebensraumcs gegen jede zukünftige Bedrohung.
Berlin, den 3. Dezember 1939.
, von Ribbentrop
Reichsminister des Auswärtigen.
(Siehe auch Seite 2!)
Vompser „Meinen" wieder in der Heimat
Das stolze Flaggschiff des Norddeutschen Llogd von der Kriegsmarine eingebracht
Berlin, 1'8. Dezember.
Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Der Lloydschnelldampser „Bremen" ist gestern abend aus Uebersee wieder in der Heimat eingetroffen. Dr« Kriegsmarine hatte Maßnahmen sür die sichere Einbringung des Schiffes getrosten. Unter anderem waren Flugzeuge angesetzt, um dem Schiff den notrgen Schutz zu gewähren. In der Nordsee versuchte ein britisches U-Boot die „Bremen" anzugreisen. Eines der Z»r Eiche- rung der „Bremen" entsandten Flugzeuge druckte das englische U-Boot aber so unter Wasser, daß der Angriff verhindert wurde.
Isob. Der deutschen Handelsflotte mächtigstes und schönstes Schiff, das Flaggschiff des Norddeutschen Lloyd,
unsere „Bremen", hat wieder an heimatlichen Kais festgemacht! Die Nachricht mag die Feindwelt mit einem Gemisch von Haß und Bewunderung erfüllen, in der Geschichte der deutschen Seefahrt wird diese' Stunde der Heimkehr, die die tapfere umwegreiche Fahrt der „Bremen unter seinem zum Kommodore ernannten Kapitän Ahrens durch die Gasse der genas- führten Häscher und zuletzt unter dem starken sicheren Schutz der Kriegsmarine beschloß, auf einem Ruhmesblatt verzeichnet stehen.
Wir erinnern uns des Tages ihrer Abfahrt aus Newyork, von der die „Bremer Zeitung" ihren Lesern am 15. Oktober eine Schilderung aus dem Munde des Uphuser Bürgermeisters vermitteln konnte, der dem stützen Ozeanriesen vom Liegeplatz drüben nachsah und
ergriffen dem Hohenfriedberger Marsch lauschte, unter dessen und der Nationalhymnen Klängen das Schiff nach einem schikanösen Zwangsaufenthalt endlich am 30. August, abends 7 Uhr amerikanischer Zeit, ablegte. Wir erinnern uns auch der Worte des Eeneralfeld- marschalls Göring vom 9. September der dem an den Lautsprechern lauschenden deutschen Volk mitteilen konnte: „Gott sei dank ist der größte Teil der deutschen Flotte in der Heimat, und der zweite Teil sitzt in neutralen Häfen, und es ist nur ein kleiner Teil, hinter dem der Feind Hersausen und den er zu fangen versuchen kann. Sein erster Versuch und sein leichtester, unsere stolze „Bremen" abzufangen, ist bereits mißglück t."
(Fortsetzung auf Seite 2)
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Die mit der Veröffentlichung des neuen deutschen Weißbuches erfolgende Aktenpublikation ist geeignet, die wahren Ursachen des jetzigen Krieges aufzudecken und der Flut englischer Verdrehungen einen Wall wohlfun- dierter Beweise entgegenzustellen. Es ist symptomatisch und ein treffendes Zeugnis für den Zusammenhang zwischen der gegenwärtigen Situation und dem Urgrund allen Zrbistes und aller Unruhe der letzten zwei Jahrzehnte, daß. am Anfang der deutschen Publikation ein Dokument steht, daß der Versailler Atmosphäre entstammt. Das Memorandum des damaligen britischen Premierministers Lloyd George aus den' Entstehungstagen des Versailler Europas zeigt, daß schon seinerzeit Einsichtige nicht übersehen konnten, wie in den Pariser Vorort-Verträge« die Keime neuer Kriege gelegt wurden. „Der Vorschlag der polnischen Kommission, Millionen Deutsche der Aufsicht eines Volkes zu unterstellen, das noch niemals im Laufe der Geschichte die Fähigkeit
krkundungsfliigö gegen öroßbrikannien
Berlin, 13. Dezember.
Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „Ostwärts der Mosel geringes feindliches Artilleriestörungsfeuer auf das Borfeld. Die Luftwafse führte einzelne Erkundungsslüge gegen Großbritannien durch."
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Beurteilung nach früher oder später zu einem neuen Krieg in Osteuropa führen." Dieser Satz Lloyo Georges /ollte harte Wirklichkeit worden, er mußte es werden, weil pch die britische Politik jeder vernünftigen Neu- ordnu-ng der brennenden Probleme deutscher Ostgrenzen wider/etzte und schließlich.diese Fragen zum Anlaß nahm, den langst beschlossenen Krieg gegen Deutschland zum Ausdruck) zu bringen. Daß der Ostraum, in dem deutsche und polnische Interessen sich vielfältig überschnitten, kein ständiger Brandherd war, geht aus dem ersten der vier Kapitel des Weißbuches hervor, das die Entwicklung der Beziehungen zwischen dem Reich und Polen behandelt.
dessen Schwere selbst den Männern von Versailles nicht verborgen war. hatte schon zahlreiche Akte internationaler Art notwendig gemacht.
Die Verträge um den Minderheitenschutz und die endloj« Kette planvoller polnischer Verstöße dagegen sprechen aus dem ersten Teil des Kapitels, das die Lage der Deutlichen m Polen und das polnische Vorgehen gegen Danzig in den Jahren 1919 bis zu dem ersten Verbuch eines deutsch-polnischen Ausgleichs be- handelt. Diesem Thema gilt der folgende Abschnitt aus dessen Dokumenten das deutsche Werben um «ine friedliche Atmosphäre zwischen den beiden Nachbarn im Osten spricht. Amtliche deutsche Kommuntques über diplomatilche Fühlungnahmen, Auszüge aus den Reden des. FiMers, AnMichwungen der Diplomaten bezeichnen diesen Weg, der in den Jahren 1933 bis 1939 aus großzügigen deutschen Angeboten bestand. Enteignung deutschen Grundbesitzes, Nichtachtung der Mindorheitenoer- trage und die ständig sich steigernden Uebergriffe mün- det«r schließlich in jene Ausbrüche aniiexionistischen pol- nischen Größenwahns, die unter dem Einfluß der britischen Politik das polnische Volk dem Abgrund entgegen- trieben, nach dem Deck, längst ein Gefangener der Dhau- vimjr-en. staöt nach Berlin nach London fuhr um dem britischen Einfluß und damit dem Krieg die Schleusen vollends zu öffnen. Polen hatte sein Schicksal entschieden.
und die letzten Entscheidungen dieser Politik enthalt das vierte Kapitel des Weißbuches, das di« Ueberichrist trägt „Polen als Werkzeug der britischen Politik". Zwiichen diesen beiden Kapiteln stehen der Komplex der britischen Kriegspolitik und die Dokumente über die deutsche Friedensarbeit in Europa.
Das Kapitel über die britische Kriegspolitik beginnt mit der Münchener Erklärung. Es ist charakteristisch für die britische Gesinnung, die hinter der Münchener Aussprache stand, daß nur drei Tage zwischen der gemein- samon Erklärung und der — im Weißbuch angefühlten — Rede Dhamberlains verflossen, die jene Aufrüstung um jeden Preis proklamierte, die dann der Anfang zu
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Unser Tssesssiegel
(vnssro bsnlixo ^.usgabs uwksül 10 Ssitsn)
Das Flaggschiff des Norddeutschen Lloyd, unser Schnelldampfer „Bremen", kehrte unter dem Schutz deutscher Seestreitkrästc in die Heimat zurück.
Auf das Umsiedlerschisf „Sierra Cordoba" unternahm der englische Geheimdienst einen (mißlungenen) Brandbombenanschlag.
Amerikanische Blätter wenden sich gegen den britischen Propagandarummel.
Die Reichsregierung veröffentlichte ein ausführliches Weißbuch über die Vorgeschichte des von England verschuldeten Krieges.
Die deutsche Arbeitslosenzisfer beträgt noch nicht ein Zehntel der englischen.
Auf der NSV.-Tagung in Sandkrug bezeichnete Gauamtsleitcr Denker die Arbeit des Kriegs- wintcrhilsswcrkes im Nordseegau als vorbildlich. Der Bremer Straßcnbahnverkehr hat seine Höchst- lcistungsgrcnze erreicht.
Die Ortsgruppe Burg des Kreises Bremen der NSDAP. wurde im feierlichen Appell in den neuen Assis Vrcmen-Lesum übergeführt.