Ausgabe 
(12.12.1939) Nr. 342
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vremerZMiw

parteiamtliche Tageszeitung

vas Amtsblatt des Negierenden vürgermeisters der Lreien Hansestadt Nremen

Anzekgen - Grundpreise:

Die 1 mm hohe und 22 mm breite Zeile lm Anzeigenteil 13 Die 78 mm breite und 1 nun Hohe Zeile im Terttell 75 3^. Ermäßigt« Grundpreise (für kleine, Famillen- anzeigen u. a.) sowie sonstige Be­dingungen Preisliste 7 Nachlaß­staffel 8. Für Anzeigen durch den Fernsprecher keine Gewähr. An­nahmeschluß 16 Uhr. Geschäfts­stellen: In Bremen: Am Geeren Nr. 6/8, Fernspr. 5 41 21. Nachtruf und sonntags: Fernsprecher 51115z Obernstraße 86, Fernspr. 5 41 21. 8n 8vke. Mühlendamw Nr. 2.

der Nationalsozialisten Vremens

flsittliches verkündungsblalt des Neichsstakchalters in Oldenburg und vremen

Nr. Z42 / S. Jahrgang

Dienstag, 12. Dezember 19Z9

Linzelpreis 15 Npf.

Kein lag olpie britische Schiffsverluste

wieder über 50 lwd sonnen außer Kurs

flußer anderen zahlreichen Schiffen ein Minenleger und zwei ranker / Me englische fldmiralltfft muß wieder bedauern/Zusammenstoß zwischen Passagierdampfer und Frachtschiff in der Irischen See

London, 12. Dezember

Die englische Admiralität teilt mit.- Das Sekretariat der Admiralität bedauert mitteilen zu müssen, das; Seiner Majestät SchiffRay os Hope" auf eine Mine gelaufen und gesunken ist. Es handelt sich um einen Minenleger. Vier Personen kamen nms Leben.

Nach einer Reutermeldung sind drei verletzte Ueber­lebende an Land gebracht worden. Der Kapitän befand sich im Augenblick der Explosion auf der Brücke und wurde hoch durch die Luft ins Meer geschleudert. Er konnte sich so lange über Wasser halten, bis er auf­genommen wurde.

Amsterdam, 12. Dezember.

Der englische PassagierdampferDuke'of Lan- c äst er" ist am Sonntagfrüh in der Irischen See mit dem FrachtdampferFire King" zusammengestoßen. Die Besatzung derFire King" wurde an Bord der Duke of Lancaster" genommen. DieDuke of Län­gster" (3814 Tonnen) ist am Bug schwer beschädigt.

Lembcke mitteilt, hat man allein von der Station Esb- jerg aus KK treibende Minen, die sämtlich dem großen englischen Minenfeld vor Esbjerg entstammen, unschäd­lich gemacht.

bänemark gibt englischem brück nach

Befolgung der britischen Piratenbesehle

kv. Kopenhagen, 12. Dezember.

Das dänische Handelsministerium gibt schon wieder neue Verhaltungsregeln für Schiffe bekannt, die den Aermelkanal durchqueren. Darin werden zweifellos auf englisches Verlangen, das ohne weiteres zum Gegenstand einer solchen Bekanntgabe gemacht wird alle Schiffe aufgefordert, sich wenigstens an­derthalb Seemeilen von der Hafeneinfahrt entfernt zu

halten, mit gehißten Flaggensignalen und unter Be­nutzung der Doowns. Nördlich gehende Schiffe werden aufgefordert,in den Downs zu ankern, bis nähere Anweisung ergeht.

kcht britisch!

Portugals Hoheitszone verletzt / 25 Deutsche von Engländern verschleppt

m. Brüssel, 12. Dezember.

In unmittelbarer Nähe der portugiesischen Küste ist ein von den Azoren kommender portugiesischer Passa­gierdampfer von einem englischen Zerstörer angehalten worden. 25 deutsche Fahrgäste, die sich an Bord be­fanden, wurden festgenommen und verschleppt. Der Borfall ereignete sich in den portugiesischen Hoheits­gewässern. (Siehe auch Seite 2)

122VVV sonnen in der ersten Vezemberwoche

Weiter berichten die holländischen Blätter über den Untergang mehrerer anderer Handelsschisse an Eng­lands Küsten. Außer den bereits gemeldeten Verlusten wird dadurch noch der Untergang des britischen Damp­fersMiddlesbrough" (88g Tonnen) bekannt.

Ver webrmachtsberickt

Berlin, 12. Dezember

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Zwischen Mosel und Pfälzer Wald an einzelnen Stellen der Front geringes Artilleriestörungsfeuer. Im übrigen verlies der Tag an der ganzen Westfront ruhig.

Am Westausgang des englischen Kanals wurden zwei britische Tanker von zusammen 18ll«ü Tonnen ver­senkt.

Noch jiinf knglSnSer

Amsterdam, 12. Dezember.

Der 4815 Tonnen große englische DampferWillow- wol" ist, wie Reuter meldet, am Montagmorgen auf ine Mine gelaufen. Die Besatzung von 36 Mann wurde wn einem Feuerschiff gerettet. Einige der Leute find eicht verletzt.

Von englischer Seite werden folgende weitere vier >ritische Schiffe als verloren gemeldet:Ashlca

4268 Tonnen),Newton Beech" (4608 Tonnen), Huntsmann" (8288 Tonnen).Trevanron 5388 Tonnen).

französischer Vampfer gesunken

Brüssel, 12. Dezember.

Wie erst jetzt bekannt wird, ist am Freitag vergange- c Woche an der Südküste Englands der sranzop,che impferDinart" gesunken. Vom Strande aus obachtete die Bevölkerung, wie der Dampfer mit werer Schlagseite sich der Küste näherte. Der Kaprtan >lltc das Schiff anscheinend stranden lagen. Ganz -tzlich ging der Dampfer kopsüber in ine Tiefe. Die annschast konnte an Land gebracht werden. Man mmt an. daß das Schiff torpediert wurde oder auf ie Mine gelaufen ist. *

Vor britische rreibminenskandal

Für die Neutralen immer unerträglicher

Esbjerg, 12. Dezember

Die starken Westwinde der letzten Zeit haben die Zahl der Treibminen an der jütischen Westküste erheb­lich vermehrt. Wie der Esbjerger Kommandeurkapitan

verlustMern, die kngland zu verschleiern suchte

Berlin, 12. Dezember.

Nachdem die Verluste der englischen Handelsschiffahrt ein Ausmaß erreicht haben, das in der Welt das größte Aufsehen hervorruft, so daß das Ansehen Großbritan­niens als Seemacht auf das schwerste erschüttert ist, fühlen sich die Londoner Amtsstellen bemüßigt, mit der Dementierspritze zu kommen. Sie schlagen dabei aber nicht den direkten Weg ein, weil sie wohl wissen, daß ein bloßes Abstreiten wenig Zweck hätte, sondernmel­den" von selbst einen Teil ihrer Verluste und klam­mern sich dabei an die Hoffnung, daß ihreschöne Offen­heit" Glauben finden werde.

Der Zweck ihrer Meldung besteht jedoch nur darin, die Hälfte der Verluste zu bestreiten, indem man die andere Hälfte zugibt. So erklärt London, daß in den ersten sieben Tagen des Dezember sieben englische Schiffe mit einer Gesamttonnage von 33 518 Tonnen und acht neutrale Schiffe von insgesamt 26 812 Tonnen, zusammen also 60130 Tonnen, verlorengingen. In diese Liste hat London aber noch drei Schiffe einge­rechnet, deren Untergang in Deutschland nicht bekannt war.

Demgegenüber ist festzustellen, daß auf Grund über­einstimmender Berichte aus englischen Teilgeständnissen und Meldungen der uninteressierten neutralen Presse die Schiffsverluste rund um die englischen Küsten in den ersten sieben Tagen des Dezember 27 Dampfer be­tragen haben. Darunter gab es 14 britische, 1 franzö­sisches und 12 neutrale Schisse mit insgesamt 187 575 Tonnen. Die Verluste britischer Schisse in diesen sieben Tagen machen 68 318, der Neutralen 33 828 und der französischen Schiffahrt 7636 Tonnen aus. Dazu kommen jetzt noch von den Engländern neuerdings gemeldet 14 172 Tonnen, so daß sich die Eesamtverluste in der ersten Dezemberwoche auf 121742 Tonnen belaufen. Die Engländer haben also mit ihremGeständnis" min­destens die Hälfte der versunkenen Schisse glatt unter­schlagen.

Wieviel sie aber sonst noch verschwiegen haben, weil die betreffenden Nachrichten auch nicht in die neutrale Presse durchgesickert sind, wissen nur sie allein. Sie wer­den sich jedoch hüten, darüber zu sprechen, denn ihre Staatsmänner haben im Unterhaus nicht nur zugegeben, sondern sogar mit Nachdruck betont, daß lediglich jene Verluste eingestanden würden, die sich vor soviel Zeugen abgespielt hätten, daß sie nicht mehr bestritten werden könnten. Es muß in diesem Zusammenhang auch darauf hingewiesen werden, daß die Engländer zur Verschleie­rung ihrer Verluste mit neuen Methoden arbeiten. Bei vielen Schiffen, deren Untergang sie nicht leugnen kön­nen bestreiten sie die gegnerische Einwirkung und setzen diese Schiffe auch nicht auf die Verlustliste des Handels­

krieges. Was sich in den letzten beiden Wochen an Schiffszusammenstößen" ereignet hat, ist einfach un­übersehbar. Auch wimmelt es plötzlich in den Gewässern um die englische Küste vonSandbänken", von deren Vorhandensein die Schiffahrt bisher keine Ahnung hatte, so daß selbst Lotsendampfer unversehensstran­den". Ferner tauchen Riffe, an denen die ahnungslosen britischen Schiffe in den eigenen Gewässern scheitern, auf. Schließlich hat die englische Handelsflotte einen ge­fährlichen Hang zuFeuersbrünsten" aller Art bekom­men, die Schiffe auf hoher See befallen und zerstören.

fluge um fluge"

Schanghai, 12. Dezember.

Für jede Tonne deutscher Ausfuhrware, die die Eng­länder von einem japanischen Dampfer herunternehmen, wird die gleiche Menge englischer Waren von englischen Schiften seitens der Japaner in den fernöstlichen Ge­wässern beschlagnahmt werden", so charakterisieren hie­sigen japanischen Amtsstellen nahestehende Kreise die Haltung Japans für den Fall, daß England sich an der Sanjo Maru" nach ihrer Abfahrt aus'Holland, die für. Dienstag vorgesehen ist, oder später folgenden japani­schen Schiften vergreifen sollte. Denn Japan betrachte die englischen Anschläge gegen die Ausfuhr deutscher Waren als durchaus unvereinbar mit dem internatio­nalen Recht und werde seinen Standpunkt nicht nur mit Worten, sondern auch mit prompten Taten vertreten.

Berlin, 12. Dezember.

Der japanische Admiral Suetsugu, einstiger Flotten­chef und wiederholt Innenminister, die größte japa­nische Autorität siir die U-Vootwaffe, äußerte sich in einer Unterredung mit dem Tokioter Vertreter der Leipziger Neuesten Nachrichten" über die Aussichten des Krieges in Europa, besonders über die der eng­lischen Blockade. Der Admiral stellte nachdrücklich fest, daß die britischen Aussichten diesmal wesentlich schlech­ter seien als im Weltkrieg. Das habe der bisherige Kriegsverlauf bereits bewiesen.

Kein Kriegsgrund für flmerika"

Newyork, 12. Dezember

In Boston erklärte der Londoner USA.-Botschaster Kennedy in einer Ansprache, die Amerikaner sollten, wenn sie Amerika lieb hätten, auf keinerlei fremde Ein­flüsterungen hören, denn ein eventueller Kriegseintritt der USA. würde die Lage nicht im geringsten bessern. In einem anschließenden Interview fügte Kennedy hinzu, keinerlei finanzielle, wirtschaftliche oder soziale Gründe könnten Amerikas Kriegseintritt rechtfertigen. Er wiederholte, daß die USA. in diesem Kriege nichts zu suchen hätten.

Moskau unlerflreichl feine Protestnote

Sie britischen Slochademaßnahmen sieben im schreienden Segensich zum Völkerrecht

Moskau, 12. Dezember.

rotcftnote der Sowjetrcgierung an die englische ig betressend dje englische» Maßnahmen gegen schen Export, wird in allen Zeitungen an her- der Stelle wiedergegeben: iesem Zusammenhang gibt die s»wjetamtliche ja" heute aus der Feder ihres Marinesachver- i eine ausführliche Darstellung der Entwicklung rges während der letzten drei Monate. Darm gestellt, daß Deutschland die zahlenmagig weit neu Kriegsflotten seiner Gegner erfolgreich m ält und den Handels- und Kriegsichifsen der n sehr empfindliche Schlage verletzt hat. D - e ich die britische Regierung veranlaßt gesehen. Gebiet der See- und Wirtschaftsblockade gegen md zu Mitteln zu greisen, die in ich/eiendem ; zu den festen Normen des Völkerrechts stehen.

die britischenKontcrbandebestlmmungen be-

Anfang des Krieges unter^ grober M^achtung errechts eingeführt worden >eien, stelle nunmehr Ordnung der britischen Regierung vom --8- /co- ds. 2s'. über die Maßnahmen gegen den deut­

schen Export und den neutralen Export einen neuen un­erhörten Eingriff in den Seehandel dar und eine abso­lut präzedenzlose Verletzung der Rechte der neutralen Staaten. Diese Verordnung setze die Linie der direkten Verletzung der Normen des Völkerrechts fort, die die englische Regierung nun schon seit den ersten Kriegs- tagen unabänderlich befolgt. Die Sowjetregierung habe schon am 25. Oktober ihre Mißbilligung gegenüber der Handlungsweise der britischen Regierung ausgesprochen, die auf eine Zerstörung des Seehandels hinauslaufe. Die jetzt veröffentlichte Antwort der Sowjetregierung auf die britische Verordnung vom 28. November enthalte nicht nur einen Protest gegen diese ungeheuerlichen Maßnahmen Englands, sondern behalte auch für die Sowjetunion das Recht vor, Exsatz für die Verluste zu fordern, die ihr durch die ungesetzlichen Ambitionen der britischen Flotte aus Grund der Verordnung vom 28. No­vember evtl. entstehen können.

Es sei vollkommen klar, daß dieseMethoden" der bri­tischen Regierung unabänderlich zu einer weiteren Ver­schlechterung der internationalen Lage und zu einer be­deutsamen Verschärfung des gegenwärtigen Krieges führen.

Italien lößt sich nichts vorzaubern

Mailand, 12. Dezember.

Zu der von dem britischenErdrosselungs"-Konsor- tium mit der größten Frechheit aufgestellten Behanpt- tung, daß die Sache Englands auch die Sache der Neu­tralen sei und daß diese auch für die Blockade der deut­schen Ausfuhr zu bezahlen hätten, erklärtPopolo d'Jtalia" sehr eindeutig, die britische Rechnung sei zum mindesten hinsichtlich Italien falsch. Nicht nur deshalb, weil die Sache Englands keineswegs diejenige Italiens sei, sondern weil sich nicht ein einziger Italiener mehr von den Sirenen an der Themse -bczaubern lasse. Das Inkrafttreten der Blockade der deutschen Aussuhr habe im italienischen Volk und besonders in den breitesten Kreisen des Export- und Ueberseehandels eine derartige Welle der Entrüstung hervorgerufen, daß das britische Erdrosselungskonsortium die Briefe lesen sollte, die von allen Seiten eingehen, um eine Vorstellung von dieser Entrüstung zu erhalten.

Me deutschen Kochschulen

nehmen Lehrbetrieb wieder auf

Berlin, 12. Dezember

Außer den bereits offenen Universitäten und Hoch­schulen nehmen zu Beginn des kommenden Trimesters die übrigen Universitäten und Hochschulen ihren Lehr­betrieb wieder auf.

Wie steht es um das Menschenreservoir der Plutokratien?

k. !llü. Die Waffe entscheidet in diesem Kampf der Völker, doch nicht das Schwert an sich, sondern die Waffe in Menschenhand. Vor einem halben Jahr schrieben wir an dieser Stelle:Die stärkste Waffe sinkt zur toten Materie herab, die beste Rüstungsorganisation bleibt eine Leistung am grünen Tisch, wenn die Waffen­träger nicht in ausreichender Zahl für die Nation den Kampf auf Leben und Tod aufnehmen könnten." Heute stehen wir bereits vor der eindeutigen Tatsache, daß England nicht in der Lage ist, sein Weltreich auf die Dauer aus seiner Volkskraft heraus zu beherrschen, ge­schweige denn in dem von ihm jahrelang gegen Deutsch­land vorbereiteten Krieg die unabwendbaren Blut­verluste aus eigenem. Menschenreservoir auszugleichen.

Geben wir einigen aufschlußreichen Feststellungen über die Bevölkerungsbewegung Britan­niens und seines dem Verfall geweihten Imperiums Raum: Daß die Geburtenzahl in England seit 78 Jah­ren eine absteigende Kurve ausweist, verdient besonders deshalb erhöhte Beachtung, weil nach zuverlässigen Be­rechnungen im kommenden Jahr im Jnselreich der Pi­raten zum erstenmal erheblich mehr Menschen sterben werden (von den kommenden Kriegsverlusten ganz ab­gesehen) als Neugeborene gezählt werden können. Der Schrumpfungsprozeß der englischen Bevölkerung im Zentrum des zusammengestoh- lenen Imperiums gewinnt damit in bedenklichem Maße an Tempo und Intensität. Hinzu kommt die Entvölke­rung einiger großer Dominien, die infolge der gleich­zeitig zunehmenden Rückwanderung englischer Familien ins Mutterland schon 1936 war der Rllckwandererstrom erheblich stärker als die Auswandererwelle einen außerordentlich ernsten Charakter annimmt. Wie sich diese Verengung der Blutsbasis des weißen Rassenelements in den ohnehin menschenarmen Gebieten Australiens (mit 8,6 Menschen auf 10 Quadratkilometer; Japan bis 2000 auf gleichgroßer Fläche), Südafrikas (66,5 auf 10 Quadratkilometer), Neufundlands (25,1) sowie Kanadas (10,8) in wirtschaftlicher und politischer Hinsicht aus­wirken muß, bedarf keiner näheren Darlegung. In Indien wiederum stehen den 360 Millionen unterdrück­ten Eingeborenen nur 70 000 britische Beamte und 60 000 Soldaten gegenüber. Die Brutalität der eng­lischen Tyrannen kann dort jedenfalls das schreiende ziffernmäßige Mißverhältnis zwischen Gummiknüppel- trägern und murrenden Sklaven, wie die gegenwärti­gen Vorgänge im Gangesland zur Genüge demon­strieren, nicht beseitigen. Den zu nationalem Eigen­leben erwachendenHilfsvölkern" John Bulls, die das englische Joch abzuschütteln entschlossen sind, tritt die blutsmäßig und kulturell zerfallendeHerrscher"-Schicht zu einem für die Diktatoren denkbar ungünstigsten Zeitpunkt in den Weg. Die Niederlage des perfiden Albions und das Ende seiner Weltherrschaft werden also mit Naturnotwendigkeit eintreten!

Aber halt: das stolze Britannien Laut ja, was den Krieg in Europa betrifft, auf Frankreich und auf dessen Bereitschaft, die Söhne der Marianne an Stelle der nicht geborenen Engländer für die jenseits des Kanals säbelrasselnden Rüstungsgewinnler und Salon­demokraten zu opfern. Auch diese britische Rechnung geht von falschen Voraussetzungen aus; denn das französische Volk steht selbst auf dem Aussterbeetat. Es werden nämlich in Frankreich, nachdem dort 1937 ein Eeburten- unterschutz von 3 auf je 10 009 Personen ermittelt wurde, für die bloße Bestandserhaltung der Nation jährlich 125 000 Menschen zu wenig geboren. (Deutschlands Geburtenüber­schuß 1937 : 71 auf 19 000). Welchen Einfluß die Ge- burtenscheu in Frankreich auf die Entwicklung der Ve- völkerungsziffer und damit auch der jeweiligen Re- krutenziffer des Vasallen Englands ausübt, geht daraus

Unser Issessniesel

(ttvssrs bsntlZs LusZabö umtobt sollt Zsiton)

Außer mehreren anderen Schiffen verlor England gestern zwei schwere Tanker und einen Minensucher, insgesamt über 50 000 Tonnen.

Italien weist erneute britische Anmaßung und An­biederungsversuche zurück.

Die MoskauerPrawda" unterstreicht die russische Protestnote.

Ueber die Aburteilung von Gewaltverbrechern durch das Sondergericht sind verschärfte Bestimmungen erlassen.

Die deutschen Hochschul«» nehm«» ihren Lehrbetrieb wieder aus.

Es sinket, entgegen anders lautenden Gerüchten, keine Verkürzung oder Verschiebung der Weihnachts- seiertage statt.

Aus Abschnitt I der Rcichskleiderkarte ist eine Son­derzuteilung ausgerufen worden. Außerdem crsolgte Freigabe von Gewürzen für Weihnachtsgebäck.

Die zur Verbilligung der Speisefette sür die min­derbemittelte Bevölkerung getroffenen Maßnahmen werden weitergeführt.

Das Urteil im Bremer Kasfceschmugglcrprozeß wurde verkündet.