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vreiner ZeMm
parteiamtliche Tageszeitung
Das Amtsblatt des Negierenden Bürgermeisters der Zreien fiansestaSt Bremen
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der Nationalsozialisten Vremens
flmkliches Verkündungsbiatt des Neichsstakchatters in Vldenburg und Bremen
Nr, ZZS / S. Zastrgang
Lreitag, S. vezember 1SZ9
kinzelpreis 15 Npf.
wieder ZZlZcw lonnen versenkt
w Schiffsverluste an einem lug gemeldet
fln knglands Küste lauert der lad / So werden tliurchills Lügen beantwortet
Was
Berlin, 8. Dezember.
Von Tag zu Tag häufen sich die Listen der Schiffsversenkungen an Englands Küsten. Während der englische Lügenlord Churchill immer wieder in seinen Reden die Gefahrlosigkeit der Minen und der deutschen U-Boote betonen zu müssen glaubt, so spricht die Wirklichkeit eine rauhe und unmitzverständliche Sprache. Der gestrige Tag lieferte erneut den Beweis dafür, datz jedes Schiff, das Kurs auf die blockierte Insel nimmt, den Weg in den Tod antritt.
die Schiffsverluste der neutralen Staaten be
trifft, so können sie sich nur dadurch, datz sie die gefährdeten Gebiete meiden, also Abstand nehmen von einem Anlaufen englischer Küstengewässer, schützen vor der an diesen Gestaden drohenden Gefahr. Die folgende, an einem Tage gemeldete Liste von zehn versenkten Schiffen von nahezu 33 000 BRT. spricht wahrlich deutlich genug für sich.
Amsterdam, 8. Dezember.
Aus London wird berichtet, datz der britische Dampfer „Huntsman" (818k Tonnen) vermisst wird und als verloren gelten mutz.
Ferner berichtet die Fachzeitschrift „Scheepoaart", dtzg der britische Dampfer „Orsa" "(1478 Tonnen) versenkt worden ist.
Weiter ist der dänische Dampfer „Ove Tost" (2133 Tonnen) am Sonntag aus eine Mine gelaufen. Sechs Mann der Besatzung ertranken, 15 wurden gerettet.
Schließlich ist auch der norwegische Dampfer „Pri- srula" (1824 Tonnen) infolge einer Minenexplosion gesunken. Ein Teil der Besatzung konnte von einem Flotz gerettet werden. Die übrigen werden vermiht. Die beiden Rettungsboote des Dampsers waren zertrümmert worden. Auch das Motorboot hatte nicht mehr heruntergelassen werden können. Das Schifs war in zwei Minuten gesunken.
Nach einer Mitteilung der englischen Admiralität ist der bewaffnete englische Fischdamprer „Washington" (288 Tonnen) vor der schottischen Küste aus eine Mine gelaufen und gesunken.
Der holländischen Presse zufolge ist auch der griechische Dampfer „Paralos" (3435 Tonnen) in der Themsemündung auf eine Mine gelaufen und gesunken,
von 58 Minen 58 englische
Amsterdam, 8. Dezember.
Ein Vertreter der holländischen Presse hatte eine Unterredung mit dem Leiter der holländischen Minen- Demontageabteilung und berichtet darüber, datz nach dessen Aussagen seit letzten Sonnabend insgesamt Kü Minen an der holländischen Küste zwischen Dixmuiden und Hoek van Holland angespült worden sind. Von diesen LV Minen konnten wegen ihrer Explosion zwei nicht mehr bestimmt werden. Von den übrigen 58 Minen seien 58 als englischer Herkunft festgestellt worden. Von den übrigen Minen sei die eine eine französische und die andere eine holländische gewesen. Die englischen Minen habe man in zwei Abteilungen ihrer Natur nach unterscheiden können: Das eine seien sehr große Minen mit einer sehr schweren Ladung und nicht weniger als elf Fühlhörner gewesen, wohingegen die anderen leichteren Kalibers gewesen seien.
Nach einem in Göteborg eingetroffenen Telegramm ist der Dampfer „Vinga", 1938 Tonnen, nach einer Explosion gesunken. Die Besatzung von 21 Mann wurde von einem dänischen Dampser an Bord genommen.
Wie aus Ssmuiden berichtet wird, ist der holländische Fischdampfer „Silvain" seit längerer Zeit überfällig. Es wird angenommen, datz er gesunken ist.
Wie das Allgemeine Niederländische Pressebüro meldet, hatte das holländische Frachtschiff „Tajondoen" der Dampsschiffahrtsgesellschaft Nederland, das im Kanal gesunken ist, 8158 Registertonnen. Es war auf dem Wege nach Niederländisch-Jndien. Einschließlich der Fahrgiiste befanden sich 87 Personen an Bord. Einem Telegramm des Kapitäns zufolge wurden alle Passagiere gerettet. Sechs Mann der Besatzung werden vermißt.
Wie aus Ostende gemeldet wird, hat der belgische Fischdampfer „Memling" in der Nähe der englischen Küste 25 Schiffbrüchige des norwegischen Tankdampfers „Britta" gerettet, der in den englischen Gewässern gesunken ist. Die „Britta" (8214 BRT.) hatte eine Besatzung von 31 Mann. Man glaubt, datz sechs von ihnen »uns Leben gekommen sind.
Veutfchland und die finnische frage
„wie man in Sen walö stineinrust, so schallt es auch wieder heraus"
Berlin, 8. Dezember.
Im Zusammenhang mit der nunmehr zum offenen Konflikt gewordenen sowjetrussisch-finnischen Krise ist von verschiedenen Seiten und vor allein aus der Lügen- küche englischer und französischer Amts- und Redaktions- stüben versucht worden, Deutschland die Mitverantwortung an den Ereignissen iin Norden zu unterschieben. Insbesondere wurde behauptet, Deutschland verletze die von ihm selbstverständlich erivartete Verpflichtung, Finnland zu helfen, mit dem es so viel gemeinsame Bande verknüpfen. Angesichts solcher ebenso böswilligen wie törichten und politisch kindlichen Unterstellungen erscheint es nötig, die Beziehungen Deutschlands zu den nordischen Ländern in den letzten 28 Jahren einer kurzen kritischen Prüfung zu unterziehen.
Es ist kein Zweifel, datz die Völker des Nordens in Deutschland immer eine besondere, auf historischen und gefühlsmäßigen Gründen beruhende Sympathie genosse-i haben. Diese Sympathie ist aber im Verlauf der letzten 20 Jahre mehr und mehr eine «inseitige geworden. Das Deutsche Reich war in seiner Machtposition in Europa von jeher der natürliche Freund nordischer Interessen. Es ist diesem Grundsatz auch in seiner ganzen Geschichte immer treu geblieben und hat diese Einstellung den kleinen nordischen Länder«' gegenüber unzählige Male unter Beweis gestellt. Als nun das Deutsch« Reich am Ende des Weltkrieges durch den Wortbruch der Alli
ierten in einen Zustand der Ohnmacht versetzt wurde, indem es allen ungerechten und maßlosen Forderungen der sogenannten „Siegermächte" wehr- und hilflos ausgeliefert war, hatte man in Berlin weniger auf eine aktive Hilfe — denn dazu warm natürlich diese Länder nicht in der Lage — als doch zumindest auf Sympathie und moralisch« Unterstützung der nordischen Länder in dem Unglück des deutschen Volkes gerechnet.
Das Gegenteil aber trat ein. In den für Deutschland so bitteren Jahren hat keines der Länder sein Gewicht gegen das dein deutschen Volke «»getane ungehenerliche Unrecht in die Waagschale geworfen.
Jeder vernünftig Denkende mutzte sich klar darüber fein, datz dieses Unrecht früher oder später seine Vergeltung nach sich ziehen und daß damit die Welt erneut in schwerste Unruhe geraten mutzte, wenn es nicht gelang, rechtzeitig Revision zu schaffen. Anstatt nun aber in dieser Richtung zu wirken, waren die nordischen Staaten von Anbeginn der Gründung des Genfer Völkerbundes die treuesten Anhänger und Verfechter dieses Systems, das in seiner ganzen Struktur auf nichts anderes als die Niederhaltung Deutschlands auf ewige Zeiten abzielte. Die nordischen Länder haben dem Völkerbund auch dann noch die Treue gehalten, als seine wahre Natur als Exekutor von Versailles und als Hüter des Status quo auch dem naivsten politischen, Gemüte klar geworden sein mutzte.
(Fortsetzung auf Seite 2)
flufkliirungsfliige über kngland
Mißglückte britische Einflugsversuche
Berlin, 8. Dezember, Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „Im Westen schwache örtliche Artillerietätigkeit. — Die Luftwaffe führte Aufklärungsfliige gegen England und Schottland durch. Die Aufklärer stieben wiederum bis zu den Shetlands vor. Bei einem Luftkampf westlich der holländischen Insel Texel stießen ein deutsches
englische Fischerboote mit Beschuhen
Neuer glatter Vruch des Völkerrechtes durch England — VesonSers verwerfliche Mechoden lliurchills bei der vewaffnung der britischen Handelsschiffe
Berlin, 8. Dezember
stn einer Unterhausrede hat Churchill sich damit ge- orustct, datz bereits 1888 englische Handelsschiffe bemannet worden sind und datz diese Zahl bald auf 2888 stclgen werde. Die britische Admiralität verwendet die vewafsneten Handelsschiffe für Zwecke der Kriegführung gegen Deutschland. Aus früheren Nachrichten ist be- »ailnt, datz die Reeder und die Kapitäne dieser Schiffe wegen ihres Offensivgeistes nicht nur in der englischen 4"ege, sondern auch im Unterhaus gelobt wurden. Eng- Ujche Berichte haben sich öffentlich über Handclsschiffs- »apitane anerkennend geäußert, die das Feuer auf unicrieeboote schon in dein Augenblick eröffneten, als brach Auftauchen die Wasseroberfläche durch-
Die offensive Bewaffnung der Handelsschiffe ist nun noch verstärkt worden. Zu der Ausrüstung mit Geschützen M teilweise eine Ausrüstung mit Wasserbomben hinzu- geireten, wobei die Bedienung dieser komplizierten Angriffswaffen in Händen von Personal der britischen ^negsmarine liegt, das zu diesem Zweck auf bewaff- neie Handelsschiffe kommandiert wird. Auf die Folgen, me sich hieraus für die deutsche Seekriegführung ergeben, ist van deutscher Seite wiederholt aufmerksam gemacht worden.
Ein deutsches Unterseeboot hat kürzlich bei den Hebri- ben mit einer bewaffneten Fischerflottille ausgeräumt "Nd mehrere Fischdampfer versenkt, nachdem es den Be- mtzungen Gelegenheit gegeben hatte, sich in ihren Boo- ren zu retten. Wenn dieser Vorgang in einer Reuter- ^°"Ng als Verstoß gegen das U-Boot-Protokoll von .""Zeichnet wird, so kann hierzu nur festgestellt wer- die britische Admiralität selbst durch die offen- ""e Bewaffnung ihrer Handelsschiffe auch diesen be-
alsnetcn Fischerfahrzeugen den Schutz des ll-Boot- Prototolls entzogen hat. Das deutsche Unterseeboot hat
das Völkerrecht nicht verletzt, sondern trotz eigener Gefahr mehr getan, als völkerrechtlich nötig gewesen wäre. Es hätte die Boote der bewaffneten Fischcrslottille wie Kriegsschiffe angreifen und niederkämpfen können, gab aber der Besatzung Gelegenheit, sich zu retten. Die Methode Churchills ist besonders »er,»erstich, denn »nan gibt diesen Fischerbooten zioar Geschütze »nd setzt sie damit einer zusätzlichen Kriegsgefahr aus, lägt sie aber offenbar mit ganz unzureichenden Rettungsmitteln aus- lansen.
Die Bestimmungen des U-Boots-Protokolls können selbstverständlich nicht als ein Verzicht auf Anwendung von Waffengewalt gegenüber feindlichen Schiffen ausgelegt werden, die von der britischen Admiralität mit Offensiowaffen Ausgerüstet werden. Es gibt keine Bestimmung des Völkerrechts, die einen Staat verpflichten könnte, Angehörige seiner Wehrmacht dem Selbstmord auszusetzen.
Die scheinheiligen Beteuerungen Churchills werden durch das Verhalten der Engländer selbst Lügen gestraft. Als am 28. November englische Flugzeuge sich Borkum näherten, haben sie die auf Reede liegenden »lnbewasfncten Handelsdampfer mit Maschinengewehren beschossen. Die inzwischen angestellte Untersuchung hat ergeben, datz auf einem dieser Schisse acht Einschläge auf der Kommandobrücke und i» ihrer Nähe liegen. Diese Handlungsweise stellt nicht nur einen glatten Bruch des Völkerrechtes dar, sondern charakterisiert sich selbst als eine besondere Barbarei. Denn das sinnlose Feuern auf Zivilpersonen tonnte weder einen militärischen Zweck haben, noch der britischen Handclstricgs- führung dienen, da die britischen Flieger sich kaum eingebildet haben werden, mit Maschinengewehren ein Schiff versenken zu können. Die einseitige britische These, datz die Deutschen Freiwild sind, wird von uns nicht anerkannt, sondern als Herausforderung behandelt.
nnd ein englisches Flugzeug zusammen und stürzten ins Meer.
In den Abendstunden fanden fünf Einsliige britischer Flugzeuge von der Deutschen Bucht her nach Schleswig- Holstein statt. Flakfeuer zwang den Gegner zu»» Abdrehen nach Norden, wobei er versuchte, über dänisches Hoheitsgebiet zu entkommen. Bomben wurden über deutschem Gebiet nicht abgeworfen."
Amsterdam, 8. Dezember.
Das englische Luftfahrtministerium teilt nach einer Londoner Rentermeldung mit, im Laufe der Nacht zum Mittwoch habe. an der Ostkllste Englands Aktivität feindlicher Flieger geherrscht. Britische Jagdflieger seien losgeschickt worden, doch sei die Wetterlage sehr schlecht gewesen, so datz es zu keiner Fühlungnahme kam.
Weiter berichtet Reuter, datz auch am Mittwochmorgen „unbekannte" Flugzeuge die Themsemündung überflogen hätten. Als zwei Flugzeuge in dem Lichtkegel von Scheinwerfer gerieten, seien sie im Sturzflug auf die See heruntergeschossen und flach über dem Wasser verschwunden.
Auf den Lrkney-Jnseln wurde Mittwoch Fliegeralarm gegeben. Eine halbe Stunde später ertönte das Entwarnungssignal. Man konnte das Motorengeräusch eines Flugzeuges hören. Bald darauf gab es noch einen zweiten Fliegeralarm. Die Entwarnung erfolgte 20 Minuten später.
Deutsche sliegee wieder über London
London. 8. Dezember
Wie gemeldet wird, sind gestern deutsche Erkundungs- fliige auch über London und über Wcstsrankreich ausgeführt worden. In weiten Gebieten Frankreichs wurde, wie es in London heißt, Fliegeralarm gegeben.
Reuter meldet, datz auch am Donnerstag wieder Lustalarm in» Firth os Forth gegeben werden mutzte.
Zu dem Fliegeralarm im Firth of Forth teilt das britische Luftfahrtministerium mit: Feindliche Flug
zeuge näherten sich kurz nach l2 Uhr der Küste im Gebiet hes Firth of Forth. Jagdflieger der Royal Air- force wurden ihnen entgcgengeiandt. Die Entwarnung erfolgte eine halbe Stunde später, nachdem die feindlichen Flieger abgeflogen waren.
Ver sranr in Srüffel nicht mekr notiert
Brüssel, 8. Dezember.
In belgischen Finanzkreisen hat es einiges Aussehen erregt, datz der sranzösischc Franc seit vier Tagen nicht mehr an der belgischen Börse notiert wird. Man führt das aus die neuen Pariser Finanzmatznahmcn zurück. Kcriichtwcisc verlautet, daß die Pariser Maßnahmen u. a. gewisse Devisenbeschränkungen umsassen.
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rck. Berlin, 8. Dezember
Jm/Naheii Osten sind seit einigen Wochen Bestrebungen und Entwicklungen zu beobachten, die zweifellos stärkere Aufmerksamkeit verdienen, als die von der britischen Zensur genehmigten, mehr als dürftigen Tagesmeldungen zunächst vielleicht vermuten lassen. Die arabische Welt, jahrelang machtloses Objekt ihrer plnto- kratischen Zwingherren. ist plötzlich wieder ein wichtiger politischer Faktor geworden, dessen Mobilisierung die stärksten Anstrengungen Englands gelten.
Der vor kurzem unternommene Versuch, die durch den Pakt von Saadabad zusammengeschlossenen Staaten Türkei, Irak Iran und Afghanistan für die britische Einkreisungspolitik zu ködern, ist bekanntlich gescheitert, nachdem es vor allem der Iran strikt ablehnte, seine Neutralitätspolitik aufzugeben nnd seine guten Beziehungen zum benachbarten Rußland zu gefährden, um sich statt dessen nach dem Vorbild Ankaras den englischen Interessen zu verschreiben. Den gleichen Mißerfolg zeitigte das Bemühen, Saudi-Arabien auf irgendeine Weise in dieses Intrigenspiel einzubeziehen. Infolgedessen verlagerte sich das Schwergewicht der englischfranzösischen Anstrengungen im Nahen Osten nach jenen Ländern, die an sich schon der Kontrolle der plutokrati- jchen Fronvögte unterliegen.
Während sowohl in Syrien wie im Irak arabische Truppen ausgehoben nnd von Nordafrika bzw. Indien reguläre Regimenter herangeschaft wurden, erfolgte die Aufstellung eines dem französischen General Weygawd unterstellten „Expeditionskorps". Zugleich wurden zahlreiche Luftstützpunkte errichtet nnd Befestigungen gebaut, deren strategische Anlage ebenfalls die Absicht verrät, eine militärische Ausgangsbasis an der türkisch- iranischen Grenze zu schaffen. Am der hier drohenden Gefahr zu begegnen, wurden von Rußland sofort erhebliche Truppenverstärkungen in Vorder- und Zentral- asien vorgenommen.
Es ist verständlich, datz diese Tatsachen in der arabischen Welt, die offensichtlich gegen ihren Willen, zu einem gefährlichen Abenteuer gezwungen werden soll, Unruhe ausgelöst haben. Nicht nur in Syrien mehren sich daher wieder die Schwierigkeiten der französischen Machthaber, sondern auch in Palästina scheint die Anf- standsbewegnng erneut an Initiative und Kraft gewonnen zu haben.
Hinzu kommt, datz die kleinen Länder dieses Raumes immer fühlbarer unter der wirtschaftlichen Depression zu leiden haben, die der Fortfall ihrer europäischen Absatzmärkte mit sich brachte. Die Bemühungen, durch eine Zusammenarbeit aller betroffenen Staaten eine Erleichterung dieser Notlage herbeizuführen, werden bezeichnenderweise von England benutzt, um sich auch hier wieder einzuschalten und den eingeleiteten Verhandlungen eine politische Rote aufzudrängen. Wie schon so oft. bedient sich London auch hierbei des Emirs von Transjordanien, der sich stets als willfähriges Werkzeug seines britischen Vormundes erwies.
Der Plan. durch Emir Abdullah eine gemeinsame Loyalitätserkläryng aller arabischen Länder gegenüber den Plutokratien zustande zu bringen, kennzeichnet zur Genüge den Charakter des ganzen Spiels. Trotzdem wird aber dieser angeblich bevorstehenden Erklärung nicht das von London propagierte Gewicht beizumessen sein, denn gerade der Emir von Transjordanien kann zuletzt als Sprecher und Repräsentant der arabischen Völker geweitet werden, die selbstverständlich auch jetzt von London nicht um ihre wirkliche Meinung gefragt werden.
Immerhin ist es notwendig, diese Tendenzen im Auge zu behalten, da sie Perspektiven aufzeigen, die nicht nur vom Gesichtspunkt des gegenwärtigen Krieges aus, sondern auch im Hinblick auf mögliche Entwicklungen und Verwicklungen im vorderasiatischen Sektor der großen Politik bedeutsam sind.
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Unser IssessNSGDEl
(Unsers bsutigs Lvsgabs umkskt aobt Zeiten)
Wieder sielen zahlreiche Schisse dem Krieg Großbritanniens zum Opfer.
Deutschlands Einstellung zu den nordischen Staaten wird in einer amtlichen Verlautbarung ausführlich dargelegt.
Ein englischer Minister bezeichnet die Neutralität als „Mißbrauch des Rechts".
I» einem rumänischen Jndustriewcrk organisierte der englische Geheimdienst einen Sabotageakt. Arabien steht im Zeichen von Kricgsvorbereitungcn. Die Moskauer „Prawda" kennzeichnet den von langer Hand vorbereiteten Wirtschaftskrieg Englands.
Zwischen Reuter und Churchill ist ein wahrer Liigenwettstreit ausgebrochen.
Ueber England und Nordsrankreich wurden wiederum deutsche Nufklärungsflüge durchgeführt.
Mit der Vewassnung seiner Fischerboote begeht England einen neuen schweren Völkerrechtsbruch. Die deutsche Umsiedlungskommission fährt in die Eowjetzone.
Zum Kreisamtsleiter der N2V. Kreis Bremcn- Lesum wurde Pg. Mesele berufe».
Die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger hat wieder fünf Schiffbrüchige geborgen. Im Bereich der Rcichsbahndircktionen Hannover und Hamburg werden sechs Wcihnachtssondcrzüge eingesetzt.