"" ^
b
»l
n-u.
' »rLÄ
Lr.L.
'»-i
^ur KZ-,
!N SM, '
dft »Lr>.
^u>« «L
.
Srschelnt7mal wöchentlich
MonalSbezug E 2L0 elnsch. Zustellgebühr; Postbezuqspreis monotl. 2,30 E (elnschl. 38,78 Post- zeltungSgebühr) zuzügl. 42 ^ Bestellgeld. Bezugspreis Ist Im voraus zahlbar. Postscheck: Hambura 1 7272. Eine Behinderung der Lieferung rechtfertigt keinen Anspruch auf Rückzahlung des Bezugspreises. Verlag; NS.-Gauverlag Weser- ,Ems GmbH., Bremen, Teeren 6-8. fernspr.: 541 21, Nachkr. u.Sonntg. 51115. 8 prech z.: Verlag: werktl. 12—13 Uhr; Schriftleikung Dienstag und Freitag 12V-—13V, Uhr.
Meiner ZeNno
parteiamtliche Hageszeitung
vas Amtsblatt des legierenden vürgermeisters der Freien kjansestadl vremen
Anzeigen - Grundpreise;
Die 1 riuii hohe und 22 mm breite Zeile Im Anzeigenteil 13 Die 78 mw breite und 1 rnm hohe Zeile Im Tertteil 75 4^4. Ermäßigte Grundpreise (für kleine, Familien- anzeigen u. a.) sowie sonstige Bedingungen Preisliste 7 Nachlaß- staffel O. Für Anzeigen durch den Fernsprecher keine Gewähr. An- nahmefchluß 16 Uhr. Geschäftsstellen: VnBremen: Am Geeren Nr. 6/8. Fernspr. 5 41 21. Nachtruf und sonntags: Fernsprecher 51115: Obernstraßb 86, Fernspr. 5 4121. Vn Svke. Mühlendamm Nr. 2.
der NattonalsozmUsten Bremens
flmliiches Verkiindungsblakt des Neichsftattliatters in Vldendurg und Vremen
>is
Nr. ZZZ / 9. Jahrgang
Sonntag, Z. Vezember lSZg
kinzelpreis 15 Nps.
->iz„!
auch
JCN. nilch., ^ >ch »M ß.
» de» tz,/ gewelkt; -
neiftrr itz
- S Mi ^ n für r
ccm NW-, ll T«S.
lchskei i» ^
egnn hemnitz
Gast der -rst- i t°»e. A-H> >
- denn dir 8 reden Kefir- z, mnslhaft M - ^ io !«„ ' tionolr, K : dsuWü z, üe er nm -i, ' aMm. Kj >, . und m ^ : ^geglichen U ^
gen EW, > ^ u für m t / abzugch» . die geg«, ^
m Migi o ! kräfie p!
>1 für gich d gefaßt M: auf ZpieiaE großem M telläuki haftZsoieli? r7.
in Chemh» ben. daß dilk' Tem M' folgende 5.
ms: Göte.-t Arlt.
MidEÄt.
lBrat-l!,/'
BratiÄÄ
k 1
ßunkts-iel s dk -Viel gelb auf, lu st wiedop aber, Deltzi ub SS wild V iieS. M?« - t 4ck W
Wie kngland -as Völkerrecht brach
Von langer Hand vorbereitel!
thamberlain, der wortbrüchige tgrann der Neutralen
arte N 5-
mt° di-g
doch du ^ nie. ivero ein P°^ ide aren.
r S«» ^ - «ohl ! von l
und D'i'l
Berlin, 3. Dezember.
Amtlich wird verlautbart:
Der englische Ministerpräsident hat in seiner Rundfunkrede erneut, wie schon öfter, die deutsche Regierung beschuldigt, datz sie „im Namen des Staatsinteresses den Bruch eines einmal gegebenen Wortes zu rechtfertigen sucht, wann immer ihr dies pasft." Herr Chamberlain hat sich damit wiederum in echt britischer Unversroren- heit zum Anwalt des sogenannten „Völkerrechts" gemacht, das von Deutschland angeblich ständig verletzt, von England angeblich ständig verteidigt wird, das in Wirklichkeit aber für England einfach nicht existiert, wenn es sich um seinen imperialen Machthunger handelt.
Herr Chamberlain hat ein schlechtes Gewissen. Er will dies übertönen mit solchen Anklagen und hochtrabenden Worten. Jedoch die Welt ist heute kritischer geworden. Der Nebel der früher erfolgreichen, heute aber gänzlich wirkungslosen englischen Propaganda vermag die Völker nur vorübergehend zu betäuben. Das englische Gold kann heute gegen das erwachende Volker- gewissen auf die Dauer nichts ausrichten. Die Völker sehen zu schnell wieder klar. So sehen sie auch in diesem neuen Erguß des Herrn Chamberlain nichts anderes als einen allzu durchsichtigen Versuch, sich ein Alibi zu verschaffen für den größten Völkerrechtsbruch, der' von England in neuester Zeit begangen wurde durch seine Vlockadeerklärung, die praktisch auf eine Blockade- erklärung gegenüber der gesamten Welt herauskommt.
Daß es sich hier nach alter englischer Tradition um reinste Seeräuberei handelt, wird heute von allen neutralen Staaten der Welt registriert. Daß England diese Teeräuberei aber aufgezwungen sei, und daß es diese sozusagen im Namen des Völkerrechts ausüben will, bedeutet selbst in der Geschichte britischer Heuchelei einen gewissen Höhepunkt.
Denn: Nach dem Weltkrieg von 191.4/18, den England angeblich für das Völkerrecht, für die Vertragstreue, für die. Rechte der kleinen Nationen geführt hatte, wurde ein Bau errichtet, der alle diese Ideale verwirklichen sollte: der Völkerbund, der Haager Internationale Gerichtshof, die Eeneralakte zur friedlichen Schlichtung von Streitigkeiten und viele andere Pakte dieser Art. Hiernach war England verpflichtet, in allen Streitigkeiten über Völkerrechtsfragen nicht nach eigener Willkür zu handeln, sondern sich der Entscheidung eines internationalen Gerichtshofes zu beugen. England war es, das bei allen diesen Pakten als Hauptpate auftrat. Mit tönenden Phrasen verkündete es dieses Ideal der internationalen Schiedsgerichtsbarkeit. Dies waren Worte. Jedoch die Taten?
1. Bereits im Februar 1939, also mehr als em halbes Jahr vor Ausbruch des Krieges, hat Großbritannien anläßlich der Verlängerung seiner aus der Ge- neralakte folgenden Vertragsverpflichtungcn einen bedeutsamen Vorbehalt gemacht. In der britischen Note an den Generalsekretär des Völkerbundes wird nämlich erklärt: „Pon nun an wird sich diese Bindung nicht aus Streitigkeiten in bezng auf Geschehnisse erstrecken, die sich im Verlauf eines Krieges ergeben, in welchen England verwickelt ist." .
England hat also lange vor dem Ausbruch des Krieges, ja lange vor jenem Datum des 15. März, der nach
keine besonderen kreignisse
Berlin, 3. Dezember.
Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „Keine besonderen Ereignisse".
englischen Erklärungen angeblich ein Wendepunkt der britischen Politik gewesen sei und den Krieg mit Deutschland früher oder später unvermeidlich gemacht habe, für den Kriegsfall seine Verpflichtung zur internationalen richterlichen Erledigung von Streitigkeiten aufgekündigt. Dabei konnte es sich bei solchen Streitigkeiten aus „Geschehnissen, die sich im Verlauf eines Krieges ergeben", natürlich nicht um Streitigkeiten mit dem Kriegsgegner handeln, die einer Entscheidung nicht unterliegen, sondern um Streitigkeiten mit Neutralen.
(Fortsetzung auf Seite 2)
vrilischer ranker vernichtet
An der Südküste Englands in die Luft geflogen > London, 3. Dezember.
Der britische Oeltanker „Sancalisto" (8Ü1V Tonnen) flog gestern an der Südküste Englands in die Luft. Ein Mann wurde getötet, der Rest der Besatzung, etwa 30 bis 50 Mann, wurde von einem Rettungsboot aufgenommen und an Land gebracht. Vier Mann sind schwer verwundet.
englischer Dampfer „Skaanbrook" überfällig
Amsterdam, 3. Dezember.
Der englische Dampfer „Staanbrook" (1383 To.) ist seit sechs Tagen überfällig. I» englischen Reedereikreisen rechnet man damit, daß auch die „Stanbrook" auf eine Mine gelaufen und mit Mann und Maus untergegangen ist.
Die „Stanbrook" spielt .in der Geschichte des englischen Piratenwesens eine besondere Rolle. Sie ist der Dampfer, der sich im spanischen Bürgerkrieg unter Bruch aller völkerrechtlichen Beziehungen als Vlockadebrecher betätigte und der schon damals von der englischen Regierung Lei seiner völkerrechtswidrigen Tätigkeit unterstützt und gedeckt wurde. Nunmehr hat das Schicksal offenbar auch dieses Piratenschiff ereilt.
Drei ÜVlonclts ^riylcmcls sssen Vsutsekiciriä
7 . L. O. Vremen, 3. Dezember.
ohne Krund und otzne Ziel
Es sind heute auf den Tag genau drei Monate, daß England mit einem selbst in seiner Geschichte unerhörten Frevlertum Deutschland den Krieg erklärte und Frankreich dazu verführte, das gleiche zu tun. England hatte für die Kriegserklärung keinen Grund und hat selbst nach 13 Wochen einer für England allerdings nicht gerade ruhmreich verlaufenen Kriegsfllhrung auch noch kein Ziel. Denn die von C h a m b e r l a i n zu Anfang des Krieges verkündete Forderung auf Vernichtung des „Hitlerismus" hat der mehr und mehr zu einem Ritter von der traurigen Gestalt gewordene. Erstminister Englands vor kurzem selbst wieder umgestoßen, als er „gnädig den Völkern Europas zugestand, sich jeweils die Staatsform, die ihnen entspricht, selbst zu bestimmen. Ohne Grund und ohne Ziel also führt England Krieg gegen das deutsche Volk, nur weil das Juden- und Freimaurertum, dem die Regierenden Englands einschließlich des Königs unterworfen sind, des deutschen Volkes Vernichtung verlangen. Ob das englische Weltreich darüber zugrunde geht, ob Millionen europäischer Menschen dabei den Tod auf den Schlachtfeldern oder auf. dem Grund des Meeres finden, ob die Wohlfahrt Europas mit der europäischen Wirtschaft völlig vernichtet wird, das alles ist den jüdischen Drahtziehern dieses neuen Krieges gleichgültig Und gleichgültig ist es den treuen Knechten Alljudas, den Freimaurern, die'sich ja immer schon als die Stütze der jüdischen Gesellschaft betätigt und gefühlt haben. Aber es wird zugrunde gehen, dieses Weltreich. Das darf sich England gesagt sein lassen, wenngleich wir weit davon entfernt sind, Optimisten zu sein. Wir wissen sehr wohl, daß der Kampf nicht leicht und feine Dauer
Moskau geißelt „Politik des lotalisators
Ins Stammbuch derjenigen, die im trüben fischen wollen
Moskau, 3. Dezember.
Die „Jswestija" veröffentlicht einen Artikel über die Lage der neutralen Staaten. Der englisch-französische Imperialismus, so heißt es darin, versuche mit allen Mitteln, gerade die neutralen Staaten in den gegenwärtigen Krieg hineinzuziehen. England und Frankreich hätten zunächst die famose Methode der „Garantien" angewandt, die freilich im Falle Polen ein klägliches Fiasko erlitten habe. Trotzdem geben die Westmächte ihre Versuche nicht auf, die — wie im Falle der Türkei — sogar immer noch Erfolg hätten!
Die Politik der regierenden Kreise Englands und Frankreichs gegenüber den neutralen Staaten könne man als eine „Politik des Totalisators" bezeichnen; wenn die Westmächte einmal aufs falsche Pferd gesetzt hätten, so versuchen sie sich alsbald in einem neuen Objekt, um so möglichst viele Länder in den Krieg hineinzuziehen. Es brauche jedoch nicht betont zu werden, daß diese „Politik des Totalisators" auch mit einem Krach für ihre Urheber enden könnte.
Als typisch für das Verhalten der Westmächte bezeichnet die „Jswestija" die wiederholten provokatorischen
Me Nüssen setzen den Vormarsch sort
Der sowjetrufsische Heeresbericht meldet krsolge im Norden, Dsten und Süden sinnlando
ng e ,en>
°> ... °
sende",
feilte"
Moskau, 3. Dezember.
In der Nacht zum Sonnabend wurde folgender Heeresbericht des Stabes des Leningrader Militärbezirks über die Kampfhandlungen in Finnland veröffentlicht:
„Die Truppen des Leningrader Militärbezirks haben im Lause des 1. Dezembers ihren Vormarsch fortgesetzt. In Richtung von Murmansk aus haben wir den Haien Postsano besetzt. In Richtung von Rebolsk (an der Grenze zwischen Sowjetkarelien und Finnland) aus nähern sich unsere Truppen der Eisenbahnstation Nurmes. -rn Richtung von Porososersk und Petrosadowsk sind unsere Truppen 25 km weit von der Staatsgrenze vorgedrungen. Auf der karelischen Landenge haben unsere Truppen die Mündung des Flusses Toppalien-Joki am Ufer des Ladogasees erreicht, sowie die Eisenbahnstation Rautu (an der Eisenbahn nach Köksholm) besetzt, ferner die Stadt Terijoki hinter sich gelassen und den Eisenbahnknotenpunkt Terisewa besetzt sowie den Ort Kaunis, die Eisenbahnstation Wammelsuu an der Eisenbahn nach Koiwiste. .
Die finnische Luftwaffe versuchte, gegen un,ere Truppen aus der karelischen Landenge anzugehen, wurde j^ doch von unserer Luftwaffe vertrieben und ?.og sich rasch wieder ins Innere des finnischen Territoriums zurück. Während der Bombardierungsflllge unserer Luftwaffe versuchte die finnische Luftwaffe da und dort den Kamps aufzunehmen, wobei jedoch 16 finnische Flugzeuge vernichtet wurden. Von unserer Luftwaffe kehrten zwei Flugzeuge nicht aus ihre Flugplätze zurück."
Stockholm, 3. Dezember.
^ Die Stockholmer Presse bringt ausführliche Berichte über die Kampfhandlungen in Finnland. Die Blatter heben hervor, daß die finnischen Truppen entschlossenen Widerstand leisten und melden, im Gegensatz zu der
Zahl
wird
russischen Darstellung, Erfolge der Finnen. Die der angeblich abgeschossenen russischen Flugzeuge in „Dagens Nyheter" mit 25 angegeben, andere Blätter melden auf Grund der amtlichen finnischen Mitteilungen den Abschuß von 16 bis 18 russischen Flugzeugen. Hervorgehoben wird, daß die Flugzeuge aus russischen Flugzeugstiitzpunkten in Estland gekommen seien,, was u. a. dadurch belegt wird, daß bei den abgeschossenen russischen Fliegern estnische Geldmünzen gefunden worden seien.
Rour, 3. Dezember.
Der Ausbruch der russisch-finnischen Feindseligkeiten beherrscht vollkommen das Bild der italienischen Presse, die in ausführlichen Berichten die ersten Erfolge der russischen Truppen und Flieger wiedergibt und insbesondere Englands Handlung scharf unter die Lupe nimmt.
Desttileunigte Näumung Helsinkis
Die Regierung hat die Hauptstadt verlassen
Riga, 3. Dezember.
Russische Flugzeuge haben Sonnabend erneut militärische Anlagen in der finnischen Hauptstadt angegriffen. Die Behörden haben angeordnet, daß Helsinki beschleunigt von der gesamten Zivilbevölkerung geräumt wird. Ministerpräsident Rifti hat mit der Regierung die Hauptstadt mit unbekanntem Ziel verlassen. Man spricht von einer Verlegung des Regierungssitzes nach Vasa. Das diplomatische Korps ist aufgefordert worden, zunächst nach einem kleinen Landstädtchcn in der Nähe von Helsinki überzusiedeln. Auch der Abtransport der in Helsinki lebenden Reichsdeutschen hat am Sonnabend, und zwar mit Hilfe deutscher Schiffe, begonnen.
(Siehe auch Seit« 2)
Versuche der englisch-französischen Propaganda, Holland, Belgien und die Schweiz durch alle möglichen infamen Gerüchte über einen angeblichen Ueberfall von deutscher Seite unter Druck zu setzen.
„Die Erzeugung einer Panik, die LUgennachrichten über angeblich bereits überreichte Ultimaten" usw., schreibt das Blatt, „sind sehr vorteilhaft für diejenigen, die im trüben fischen wollen. Den Krieg aber noch heftiger anfachen, noch mehr Länder in ihr verbrecherisches Spiel hineinzuziehen, die einen durch Garantien, die zweiten durch Verlockung zu Abenteuern, die dritten durch Terrorisierung und Bedrohung, dies ist die Politik der zivilisierten Anstifter des gegenwärtigen Krieges."
Nußland prangert Hgänen der seder an
Gegen amerikanische Querschiisse
Moskau, 3. Dezember.
Die „Prawda" bringt am Sonnabend einen scharfen Angriff gegen die Versuche gewisser USA.-Kreise, Japan von einer Verbesserung seiner Beziehungen zur Sowjetunion zurückzuhalten. Insbesondere wendet sich das Blatt dabei gegen den bekannten amerikanischen Journalisten Lippman, der in der „Newyork Herald Tribune" sogar so weit ging, Japan mit der britischen und mit der amerikanischen Flotte zu drohen, falls es sich auf eine Neuordnung seines politischen Verhältnisses zu Moskau einlasse. Lippman gehöre, so schreibt die „Prawda" zu jenen gemeinen Hyänen der Feder, die im Solde der Börsenjobber und Kriegsgewinnler immer Zeter und Mordio schreien, sobald sich eine Perspektive friedlichen Ausgleiches zwischen zwei Staaten irgendwo in der Welt zeige. Die Spekulation Lippmans sei lächerlich. Börsenjobber vom Schlage Lippmans pflege man mit einem Fußtritt hinauszuwerfen, wenn ihre Frechheit, Aufdringlichkeit und Dummheit jedes Maß übersteige.
„Istanbuler Hafen ausgestorben"
Moskau, 3. Dezember.
Die „Taß" verbreitet aus Ankara einen Bericht über die wirtschaftlichen Schwierigkeiten, die in der Türkei im Gefolge des Krieges aufgetreten sind. Der Außenhandel der Türkei sei, so heißt es darin, bedeutend zurückgegangen. Auf dem Jnnenmarkt habe sich ein empfindlicher Mangel an allen möglichen Rohstoffen, insbesondere.Eisen, Elektromaterial, Maschinen, Ersatzteilen usw. eingestellt. Im Zusammenhang damit seien die Preise bei fast allen Waren beträchtlich erhöht worden. Der Hafen von Istanbul sei so gut wie ausgestorben, in erster Linie infolge der britischen Seekriegsmaßnahmen.
Sutterrationierung in England
Kopenhagen, 3. Dezember.
Die Engländer werden in der kommenden Woche eine sehr unangenehme lleberraschung erleben: die offiziell bis zum 8. Januar hinausgeschobene Butterrationierung, die dem englischen Volk aus psychologischen Gründen vorläufig noch nicht eingestanden werden sollte, wird schon ab morgen praktisch in Kraft treten, und zwar auf Anweisung des britischen Ernährungsmini- steriums.
nicht kurz sein kann; aiber wir wissen auch aus dem Verlauf der Anfangsdauer von 13 Wochen bereits, wie in weiterer Zukunft die Dinge verlaufen müssen und werden.
Nückblick
Fast eine Million Tonnen — die nicht veröffentlichten Schiffsverluste eingerechnet — der für England lebenswichtigen Handelstonnage liegen bereits mit etwa 200 000 Tonnen kostbarster britischer Kriegsschiffstonnage auf dem Meeresgrund. Das heißt, daß neben 200 stattlichen Handelsschiffen, die England regelmäßig mit den Erfordernissen des täglichen Lebens und einer sehr teuer gewordenen Kriegsführung versorgen sollten, etwa 15 der besten Kriegsschiffe einer Flotte, die zum Schutz der englischen Küste bestimmt ist, schon kaputtgeschlagen oder völlig vernichtet sind. Kein Mittel hat England in der Handj der weiteren Vernichtung seiner Kriegs- und Handelsflotte Einhalt zu tun; denn der Kampf gehtweit.er, so wie er begann, und die Ergebnisse dieses Kampfes werden für England täglich fürchterlicher werden. Woche für Woche sind die Erfolge des deutschen Handelskrieges gegen England und die Erfolge des Krieges gegen die englische Home Fleet gestiegen und Woche für Woche werden sie weiter steigen, zumal wenn erst die Jahreszeit vorbei ist, auf die der Windbeutel Churchill sich verlassen zu dürfen glaubte, als er prahlte, datz Nacht und Nebel deutsche Streitkräfte hindern würden, weiterhin England heimzusuchen. Und mit der Steigerung der deutschen Erfolge bei der Kriegssührung gegen England werden sich gewaltig steigern die ungeheuren Schwierigkeiten der Versorgung dieses Landes, über das zuletzt eine so harte Not kommen mutz, daß ihm kein Weg mehr als der einer unbedingten Kapitulation übrigbleibt. Der Zeitpunkt mag noch ferne liegen, dessen sind wir Deutsche uns sehr wohl bewußt; aber daß er einmal kommen mutz und kommen wird, das ist so sicher vorauszusehen wie. das Aufgehen einer mathematischen Rechnung, bei der kein einziger Faktor als unbekannt fungiert.
Die Unbekannte
Die Unbekannte in der großen Rechnung Albions, die es anstellte, als es zum Kriege gegen Deutschland schritt, war damals die Haltung der Neutralen. Sie glaubte England wieder für sich ausnutzen und mißbrauchen zu können, so wie es geschah im Weltkrieg, als es den kleinen Nationen weismachte, sein Kampf gegen Deutschland gelte allein der Fyeiheit und der Wohlfahrt der kleinen Nationen. Mit dieser Behauptung ist es Englano damals allerdings gelungen, die ganze Welt gegen Deutschland aufzuhetzen und sie zu einem Teil in den aktiven, zum anderen Teil in den passiven Kriegszustand gegen Deutschland zu versetzen. Diesmal, und das haben nun bereits 13 Wochen des Krieges gezeigt, hat sich alles anders entwickelt und einen Verlauf genommen, den die Rechner an der Themse nicht vermutet hatten, wie Chamberlain selber stammelnd einge- stand. Abgesehen davon, datz die Einkreisung Deutschlands fehlgeschlagen und damit Englands Blockadeab- ßcht gegen Deutschland zuschanden wurde, abgesehen davon, datz sich die Großmächte Rußland, Japan und Italien in unbedingter Freundschaft zu Deutschland und nur in sehr reservierter Neutralität (Gewehr bei Fuß) zu England stellen, ist auch den kleinen Neutralen darüber ein Licht aufgegangen, daß sie es nicht nötig haben, sich von England knuten zu lassen und gegen ihre eigenen Interessen England zu Willen zu sein. Es mag ein gewaltiger Schreck Herrn Chamberlain und seine Spießgesellen in der Downingstreet überkommen haben, als Japan mit eindeutiger Festigkeit England erklärte, daß es ganz konkrete Repressalien ergreifen werde, wenn England wagen sollte, japanische Schiffe, die mit deutscher Ausfuhrware fahren, anzugreifen.
«mau»,miui»miimm»im„„„„i„„ittm„„„„mi„m„i ,»111111
Unser VssessssieZel
(llnssro dsutigon ^usgabs umksüt 14 8sitsn)
Ein britischer Tanker von über 8660 Tonnen explodierte an der Siidkiiste Englands.
Der englische Piratcndampfer „Stanbrook" ist überfällig.
England hat seine Völkerrechtsbrüche von langer Hand vorbereitet.
I» der Slowakei wurde» Agenten des englischen Geheimdienstes verhaftet.
Die Russen setzten ihren Vormarsch in Finnland sort. Helsinki wird beschleunigt geräumt.
Moskau geißelte den verlogenen Imperialismus der Alliierten: „Prawda" wendet sich gegen Roosevelts „Querschuß".
Leitende Zensoren des englischen Lllgenministeriums reichten Riicktrittsgesuche ein.
Wiederum ereignete sich in Bremen ein nächtlicher Raubüberfall.
Das Bremer Wunschkonzert erbrachte über 178 666 Reichsmark.