Ausgabe 
(1.12.1939) Nr. 331
Seite
1
 
Einzelbild herunterladen

>

Deutsch!?' :m sich ü hatte, 7 lle bist, a : kein W l!" Hieiils es unglii' VeiächÄ

Ich P ligstens >Ü !erneh«>! lngekW»

hnen M Kehlen es

attdet!,,!»!

i polnisch» len n>orde>

)et».s°s

aus,

man nichn

e.

inzelnlti» nigen ,eschl°Hi»" 'ur die»» bst, die >>

mwalt/d" ;r sort,» nach d»

sstease .

.usL-b'"

er

en E -n E krasE en anre»-,

s i>ü^5i

hatte,,

lks-MN^

nicht?? «M "°°L Ig und ?"

Pole», ,7

ulanA^

"'hin-"

,s «>"' itzt^ . lagien- -

.d. >i''

te d^ , k-ten:

L

reu 7, -

,tsch--

^ l ischetnt 7mal w5 chentlIch

- llionatsbezug Mi 2L0 etnsch. Zu- « ttellgebühr: Postbezugspreis monatl. P/,',30 E (einschl. 38.78 ^ Post- üitungsgebübri zuzüyl 42 ^ Be- i.! Eilgeld Bezugspreis Ist im voraus ts - stilhar Postscheck! Hamkmrn 17272. 7!ne Dekinderung der Lieferung ' Altfertigt keinen Anspruch auf Rückzahlung des Bezugspreises, "erlag: NS.-Gauverlag Weser- "mS GmbH., Bremen, Teeren 6-8. Fernspr.: 54121, Nachkr. u. Sonnig. ' I 115. Sprech z.: Verlag: werktl. Z13 Uhr: Schriftleitung Diens- ig und Freitag 12'/»13'/, Uhr.

vrmer

parteiamtliche Tageszeitung

9as Amtsblatt ves Negierenden Bürgermeisters der Zreien fjansestadt Vremen

8k

Anzeigen - Grundpreise:

Die 1 nun hohe und 22 nun breite Zeile Im Anzeigenteil 13 Die 78 nun breite und 1 nun Hohe Zeile im Tertteil 75 Ermäßigte

Erundpreise (für kleine, Familien- anzeigen u. a.) sowie sonstige Be­dingungen Preisliste 7 Nachlaß- staffel L. Für Anzeigen durch den Fernsprecher keine Gewähr, An­nahmeschluß 16 Uhr. Geschäfts­stellen: InVremen: Am Geeren Nr. 6/8, Fernspr. 5 41 21, Nachlrus und sonntags: Fernsprecher 51115s Obernskraße 86, Fernspr. 5 4121. In Shke, Mühlendamm Nr. 2.

der Nationalsozialisten Vremens

flnuNHes verkündungsdlatt des Neichsstattiialters in Oldenburg und vremen

1r. ZZ1 / 9. Jahrgang

Zreitag, 1. Vezember19Z9

Linzelpreis 15 Npf.

Wie die Veiten Indien verrieten

worlbrüche, immer wieder wortbrüche

)ndien westrt sich gegen seine englischen Unterdrücker

Berlin, 1. Dezember

DerDeutsche Dienst" meldet: Wie aus zahllosen Mel­dungen der letzten Wochen hervorgeht, sind die Kämpfe in Waziristan im Nordwesten Indiens wieder aufge­flammt; die von der Indischen Kongreßpartei gebilde­ten Regierungen der Provinzen sind zurückgetreten, der Führer der indischen Massen, Gandhi, hat erklärt, die Forderungen des Volkes würden nicht eher befriedigt sein, als bis der britische Imperialismus aus Indien gewichen sei.

Nach einem Bericht desManchester Guardian" aus Neu-Delhi hat Gandhi sogar gedroht, daß Nichtannahme des Vorschlages der Indischen Kongreßpartei, eine ver- sassunggebende Versammlung einzuberufen, die über Indiens künftige Verfassung Beschluß zu sassen habe, eine sosortige Aktion der Inder unvermeidlich mache. Schließlich hat der Kongreß den Beschluß gefaßt,, nicht mehr mit England zusammenzuarbeiten, bis Indien seine Freiheit erhalten hat.

Indien befindet sich in Aufruhr gegen seine britischen Herren und Unterdrücker. Die britische Regierung hat aber den Kriegseintritt In­diens gegen den ausdrücklichen Willen des indischen Vol­les verordnet, so wie man Kolonialoölker, so wie man von jeher Sklaven gezwungen hat, im Dienste ihrer , Herren zu bluten und zu bezahlen. In einem Weiß­buch hat die britische Regierung versprochen, nach dem Kriege mit den Indern über etwaige Aenderungen in der indischen Bundesverfassung einzutreten.

Nach dem Kriege damit ist klar gesagt, daß In­dien während des Krieges Kolonie bleibt. Ueber den Wert der für die Nachkriegszeit gegebenen Versprechun­gen wird sich aber niemand einer Illusion hingeben, der die Geschichte des indischen Freiheitskampfes kennt. Sie ist gekennzeichnet durch

eine Kette gebrochener britischer Versprechen.

1. Diese Kette beginnt mit dem Jahre 1857. Fast 200 Jahre lang hatten in Indien damals amtliche und private Abenteurer aus England nach dem Wort des bekanntesten britischen Historikers HacaulayUnter­drückung, Beraubung und Korruption größten Stiles" betrieben. Der indische Aufstand von 1857 zwang Eng­land, diese schändlichste Periode seines Imperialismus zu revidieren, und als Königin Victoria selbst die Re­gierung Indiens in die Hand nahm, erklärte sie, soweit es möglich sein könne, würden die indischen Untertanen, welchen und welcher Religion sie auch angehören möch-

Zwei vampfer auf Minen gelaufen

Amsterdam, 1. Dezember Wie United Preß aus London meldet, ist der britische DampferJonian" (3114 Tonnen) auf eine Mine ge­laufen und gesunken. 38 Mitglieder der Besatzung sind in einem Hafen an der englischen Ostküstc an Land ge­kommen. ^

Nach einer Meldung aus Newcastle ist der 2730 Ton­nen große DampserSheaf Crest" Donnerstag an der englischen Südostkllste aus eine Mine gelaufen.

ten, frei und unvoreingenommen zu Aemtern zugelassen werden.

In Ausführung dieses großartigen Versprechens der Königin selbst wurden von 3l>l> Millionen Indern ganze siins Personen zu Mitgliedern eines Rates ernannt mit der Befugnis, dem Vizekönig unverbindlich und auf dessen Wunsch bei der Gesetzgebung zu beraten. Das und ähnliche Scheinräte in fünf Provinzen war alles, was 3l> Jahre lang zur Durchführung des königlichen Versprechens geschah.

2. 1892 wurde das Versprechen, Inder zur Verwal­tung ihrer eigenen Angelegenheiten hinzuzuziehen und die öffentliche Meinung Indiens zu berücksichtigen, er­neuert. Mister Curzon versprach den Indern als Unterstaatssekretär für Indien eigene Abgeordnete. Das Gesetz, das daraufhin erging brachte aber nichts weiter,

als die Zahl jener erwähnten machtlosen Vertreter etwas zu erhöhen. Sie erhielten die Erlaubnis, Vor­lagen zu erörtern, dursten aber nicht darüber ab­stimmen. Einige Jahre später wurde Curzon selbst Lord und Vizekönig und hatte sechs Jahre lang Gelegenheit, sein« Versprechungen zu erfüllen.

Von diesem Mann stammt der phantastisch arrogante Ausspruch, er rechne sich zu denen, die überzeugt seien, daß das britische Reich die großartigste Waffe im Dienste des Guten sei, die es je gegeben habe. Er verhielt sich entsprechend.

Er lehnte die indischen Selbstverwaltungswünsche schroff ab und hinterließ eine solche Erbitterung über seine Eewaltmethodcn, daß England gezwungen war, ein neues Versprechen abzugeben.

(Fortsetzung auf Seite 2)

Ük-Kwti

Von

Dr. Hadert bey

Jeder deutsche Mensch, Bürger, Arbeiter und Bauer, sie alle haben begriffen, daß dieser uns von England aufgezwungene Krieg nur ein Glied in einer geschicht­lichen Kette bedeutet, die ein Ringen darstellt, das nun seit mehr als 300 Jahren zwischen England und Deutschland durchgeführt wird. Durch den unseligen Dreißigjährigen Krieg, in dem Deutschland von 18 Mil­lionen Menschen 14 Millionen Menschen verlor, verlor Deutschland sein Reich, seine Macht, seinen Wohlstand, seine Ehre und seine Achtung. Es ist ein Wunder, daß sich das deutsche Volk dieser Zeiten jemals wieder er­holt hat. Es ist ein Beweis für die unbändige Lebenskraftund Lebensenergi« unserer Rasse, daß aus den restlichen 4 Millionen Menschen heute nun wieder 84 Millionen Deutsche geworden sind. Jedoch benötigte Deutschland dreihundert Jahre, um sich von diesem schrecklichen Religionskrieg zu erholen. Diese Ohnmacht des deutschen Volkes und des Deutschen Reiches benutzte England, um sein Weltreich zu bauen. Es ist nicht etwa so, als ob England aus eigenem Ver­mögen das englische Imperium erobert und aufgebaut hätte. Am farbige Kolonialoölker mit modernen Feuer­waffen zu unterjochen, bedarf es keiner besonderen Kraftanstrengung, England hat sich die Welt zusammen­geraubt, als Deutschland ohnmächtig am Boden lag. England hat uns damit die Erstgeburt genommen und hat uns wie der Zwerg Alberich um den Nibelungen- schatz betrogen. Der Westfälische Friede ist nicht allein das Werk Richelieus, sondern dahinter steht Eng­land. Die gesamte englische Politik selbst dann, wenn sie scheinbar prodeutsch und propreußisch war hatte kein anderes Ziel, als die Zerrissenheit und Ohnmacht Deutschlands, wie sie durch den Westfälischen Frieden festgelegt war, zu verewigen. Besonders aber von dem Augenblick an, wo die Bestrebungen deutscher Staats­männer zur Einheit des deutschen Volkes Wirklichkeit anzunehmen drohen, ist England der erbittertste Geg­ner dieses neuen Deutschlands.

1864, 1866, 1870/71 und vor allem im Weltkrieg von 19141918 ist England der geschworenste und erbittertste Gegner der deutschen Einheit. Und so ist es denn auch in diesem Kriege Englands, Es will noch einmal im letzten Augenblick den Aufstieg, das heißt die Einheit des deutschen Volkes, verhindern. Es geht nicht um Polen und die Tschecho-Slowakei oder um irgendeinen anderen kleinen Staat, der scheinbar von Deutschland bedroht ist. Alle Redensarten von Menschenrecht und Freiheit sind nichts anderes als englisch« Heuchelei. Frankreich ist nur ein Werkzeug dieser englischen Politik, Es geht einzig und allein um «ine Tatsache: Dieser Kampf ist ein Ringen zwischen Deutschland und Eng­land!

England will uns den Weg zur Freiheit und zum Aufstieg verwehren. Bei ihm schlägt das böse Gewissen, Es weiß, daß es Deutschland die Erstgeburt geraubt hat. So fordern wir Deutschen nun von England unser Recht, zum mindesten als gleichberechtigt voll und ganz aner­kannt zu werden, 84 Millionen Deutsche glauben, vom Herrgott dasselbe Lebensrecht und dieselben Forderun­gen an die Welt zu haben, wie 40 Millionen Engländer,

Wer ist England? England war noch vor kaum mehr als fünfhundert Jahren ein schwarzer Fleck auf der Landkarte. Eine unentdeckte Insel, Deutschland hatte da­mals bereits eine fast tausendjährige Kultur hinter sich. Das Deutsche Reich war in jener Zeit ein mächtiger und einzigartiger Begriff in der Welt,

Das englische Volk stellt keine einheitliche Rasse dar, sondern es ist ein Volksgemisch aus zwei übereinander gelagerten Klassen: die breite Masse des Volkes gehört zu den Nachkommen der Urrasse, die keltisch und wali­sisch war und gar nichts mit nordischen Menschen und nordischem Blute zu tun hat. Ueber dieses an sich min­derwertige Volk lagert sich eine Herrenschicht, die aus den Nachkommen der nordischen Eroberer besteht. Ein einheitliches Volk wie das deutsche das in Arbeiter und Unternehmer, in Meister und Gesell', in Nord und Süd und Ost und West vollkommen einheitlich ist ist das englische Volk nicht; sondern hier haben wir einen

Iltt»II»MNIN»MNINMNININIMN»»NIINMNININIUN»»UIUNINININININII»I»I

Unser Isssssoisssl

(Unsers bsutigs Kusgabs umksllt sollt ?oitsn)

Zwischen Sowjetrußland und Finnland sind mili­tärische Kampfhandlungen im Gange.

Chamberlain muhte sich im Parlament wiederum bittere Wahrheiten sagen lassen.

In der französischen Kammer sorderte Daladier materielle Garantien nach einem siegreichen Kriege". Wieder liefen zwei englische Dampfer aus Minen. Japan kündigt Gegenmaßnahmen gegen die britische Ausfuhrblockade an.

Indien besindet sich in Hellem Ausruhr gegen die britischen Unterdrücker und Wortbrechcr.

Der deutsch-dänische Warenverkehr wird auch 1940 auf der Grundlage von 1939 durchgeführt.

Dr. Goebbels setzte seine Besichtigungsfahrt durch das befreite deutsche Weichselland fort.

Abermals wurde in Bremen ein Straßenräuber gestellt.

In den Ortsgruppen des neuen Kreises Bremen- Lesum der NSDAP. wurden die ersten Versamm­lungen mit dem komm. Kreisleiter Pg. Denker ab­gehalten.

Reg. Bürgermeister SA.-Eruppcnsühr«r Böhmcker verabschiedete auch in Vlumenthal und Farge die Gemeinderäte.

flusbruch feindlicher Handlungen zwischen der Sowjetunion und finnland

ünb. Riga, 1. Dezember.

Nach Abbruch der diplomatischen Beziehungen zwischen der Sowjetunion und Finnland ist es in den Mittagsstunden des Donnerstag zum Ausbruch feindlicher Handlungen gekommen. Die sowjet- russische Luftwaffe überflog mehrfach finnisches Gebiet und belegte an einigen Plätzen, darunter in Helsinki, militärische Ziele mit Bomben.

Im Grenzgebiet an der Karelischen Enge fanden Artilleriekämpfe statt. Im Norden Finnlands rückten sowjetische Truppen auf der Fischerhalbinsel vor, und auch auf einigen Inseln im finnischen Meerhusen sind Aktionen im Gange.

flmttiche Moskauer Mitteilung

ünb. Moskau, 1. Dezember.

Um 0.45 Uhr Moskauer Zeit wurde über sämtliche sowjetischen Sender eine amtliche Mitteilung verbrei­tet, worin nunmehr auch von Sowjetscite der Beginn der Kampfhandlungen gegen Finnland bekanntgegeben wird.

In der Nacht vom 29, auf den 30. November haben sich an der sowjetisch-finnischen Grenze mehrere neu« Zwischenfälle ereignet. Um 2 Uhr nachts, so heißt es in der amtlichen Mitteilung, überschritt Leim Dorfe Ko- waino (nördlich des Ladoga-Sees) eine Gruppe finni­scher Soldaten die Grenze und griff die sowjetische Grenzwache an. Die finnischen Abteilungen wurden mit starken Verlusten zurückgeschlagen. Um 3,15 Uhr er­öffnete eine weitere starke Abteilung finnischer Trup­pen beim Dorfe Raasuli auf der Karelischen Land­enge Maschinengewehrfeuer auf die Sowjettruppen. Die Angreifer wurden gleichfalls zurückgeschlagen. Dabei wurden von den Sowjettruppen in der Näh« des Dor­fes Kormianki zehn finnische Soldaten und ein Unter-, offizier gefangen genommen. Um 4 Uhr morgens ver­suchte eine weiter« Abteilung finnischer Truppen auf

ckurchill versucht weiter zu leugnen

Noch immer englische Lügen um den vernichteten britischen Schweren Kreuzer

4^ Berlin, 1. Dezember.

)ie Vernichtung eines englischen Schweren Kreuzers ch Kapitänleutnant Prien ist der englischen Adnn- ität, derartig in die Glieder gefahren, daß sie sich bis Stunde noch zu keinerlei Bestätigung hat ausrasten neu. Wie schwer dieser neue Schlag sie getroffen hat, reist die Tatsache, daß Winston Churchill den gan- gestri-gen Tag damit verbrachte, in einer WUjten :sse- und Rundfunkkampagne die Tatsache der Lei­stung des Kreuzers in immer neuen Versionen zu rentieren. Immerhin war er gezwungen, doch schon en kleinen Schritt zur Wahrheit hin zu tun, Cr ßte nämlich zugeben, daß nicht nur der deutsche ndfunk die Vernichtung des englischen Kreuzers idet habe, sonderndaß nunmehr auch die deutsche miralität diese Nachricht ausgebe",

»leichzeitig aber, und um den Eindruck dieses Ein- ändnisses zu verwischen, ließ er sich dazu Hinreisen, englischen Rundfunk und in der englischen.Presse e Meldung zu veröffentlichen, in der er davon spricht, ß die letzt? deutsche Erfindung die sei, daß Kapitan- tnant Prien, der angeblich dieRopal Oak" versenkt >e, nunmehr einen britischen Kreuzer der Klasse rdon torpediert habe",

ilngeblich dieilloyal Oak" torpediert! Das ist bst'siir den LUgenlord Winston Churchill eine Meister- stung. Jeder Mensch kennt die Versenkung derilloyal k" in der Bucht von Scapa Flow bis in alle Einzel- ten. K-pitänleutnant Prien hat nicht nur im deut- :n Rundsunk, sondern auch vor der deutschen und sländischen Presse ausführlich geschildert, wie ,hm Vernichtung derilloyal Oak" und die Torpedicrung :Rcpulsc" gelang. Selbst die Lügesrcudigkeit des sten Lords der Admiralität mußte damals sich der walt der Tatsachen beugen und wenigstens den Ver- t derRoqal Oak" amtlich eingestehen.

Wieso also jetzt, Herr Winston Churchill: Die angeb- ic Versenkung"? Oder soll damit die englische Oesscnt- jkcit darauf vorbereitet werden, daß der schwere cuzer, den Kapitänleutnant Prien vernichtet«, ebenso

angeblich" zerstört wurde wie dieilloyal Oak"? Das heißt also, daß man aus diesem schönen Umwege zu verstehen geben will, daß er tatsächlich zerstört worden ist?

Aber man hat sich noch eine weitere Methode ausge- dacht um an einer Bestätigung dieser unangenehmen Tatsache, daß abermals ein englischer Kreuzer einem deutschen Torpedo anheimfiel, möglichst weit vorbeizu­kommen, Man behauptet frech und gottesfllrchtig, daß die Meldung, es habe sich um einen Keruzer der London- Klasse gehandelt, völlig falsch sei. Denn die vier Kreu­zer, die die London-Klasse bildeten, seien unversehrt. Schon daraus ergebe sich, so behauptet Herr Winston Churchill, daß die deutsche Meldung eine Erfindung sei. Nun enthüllt gerade diese Behauptung des Herrn Win­ston Churchill die englische Lllgentaktik auf das nach­drücklichste.

Denn zu den britischen Schweren Kreuzern der Lon­don-Klasse rechnet man ja nicht nur die vier Kreu­zer, die der erste Lord der Admiralität sür diese Klasse allein in Anspruch nehmen möchte, sondern sie um­fassen einige Kreuzer mehr, die plötzlich Winston Chur­chill nicht mehr dazu rechnen möchte, um auf diese Weise um eine Bestätigung dieses schweren Schlages gegen seine Schweren Kreuzer herumzukommen. Aber auch dieses Manöver wird ihm nichts helsen.

Da aber die Möglichkeit besteht, daß der Erste Lord der Admiralität heute durch die Tatsache seines Ge­burtstages zu sehr in Anspruch genommen ist, also daß er in der Lage wäre, festzustellen, welche sonstigen Kreuzer noch die Merkmale der London-Klasse aus­weisen. so sei er darauf aufmerksam gemacht, daß z, B, auch die KreuzerNorfolk" undDorsetshire" auch in England allgemein zur London-Klasse gerechnet werden.

Auch dieBerwick" und dieKent", dieCornwall", Cumberland" undSuffolk" zeigen die typischen Merk­male dieser Klasse, die allein schon durch ihre drei Schornsteine sich von anderen schweren Kreuzern der englischen Kriegsmarine deutlich abheben. Vielleicht helfen diese Erläuterungen dem Lord der Admiralität ein wenig weiter auf den Weg zur Wahrheit.

der Karelischen Landenge beim Dorfe Termolowo einen Angriff, wurde jedoch von den Sowjettruppen mit Ma­schinengewehrfeuer zurückgetrieben.

In Anbetracht dieser neuen Provokationen mit be­waffnetem Ueberfall seitens der sinnischen Truppen erteilte das Oberkommando der Roten Armee den Truppen den Befehl, am 30. November um 8 Uhr mor­gens die sowjet-sinnische Grenze zu überschreiten. Ab­teilungen der Roten Armee rückten sofort an mehreren Punkten der Grenze vor, und zwar auf der Karelischen Landenge um 10 bis 15 Kilometer westlich der Grenze, und von Petrosawodsk aus bis zum See Suojarwy. Auf der Karelischen Landenge wurden von den Sowjet- truppen mehrere Dörfer und Eisenbahnstationen besetzt; die Stadt Tälioki ist bereits erreicht worden. Beim Vormarsch wurden von den Sowjettruppen einige Dutzend Gefangene gemacht.

Gleichzeitig unternahm die sowjetische Luftwaffe trotz ungünstiger Witterung Erkundungsflüge über das Ter­ritorium Finnlands und bombardierte die Flugplätze von Wiborg und Helsinki.

kngland ist ratlos

boc. Amsterdam, 1. Dezember.

Der Abbruch der diplomatischen Beziehungen zwischen Sowjetrußland und Finnland und die ersten militäri­schen Ereignisse haben in London die allergrößte Besorg­nis hervorgerufen und das allgemeine Gefühl der Un­sicherheit noch verstärkt. England steht der Entwicklung der Dinge zunächst vollkommen ratlos gegenüber. Chamberlain, der im Unterhaus Aber die Haltung der britischen Regierung zu den Vorgängen gefragt wurde, hütete sich, eine voreilige Antwort abzugeben.

flufstand in der Südafrikanischen Union?

Rom, 1. Dezember.

Die römische ZeitungTevere" meldet aus Amster­dam, in holländischen Kreisen spreche man ernsthaft von einem Aufstand in der Südafrikanischen Union. Mehrere südafrikanische Städte hätten sich gegen das Regiment und vor allem die englandfreundliche Haltung des Ge­neral Smuts empört. Man habe daraufhin sofort eine verschärfte Post- und Pressezensur eingeführt.

volgische Küste minenverseucht

Brüssel, 1. Dezember.

Die Minengefahr an der belgischen Küste hat sich in den letzten Tagen katastrophal verschärft. Ueberall wer­den durch den Sturm englische und französische Minen an die Küste gespült, die zum größten Teil explodierten. Der Hafcneingang von Zeebriigge ist aus das äußerste gefährdet, da dort vier Minen hin und her treiben.

Die Tätigkeit der belgischen Fischer ist durch die eng­lische Minengefahr fast unmöglich geworden. Die Fische- reibcvölkcrung ist auf das tiefste darüber erbittert, daß die englischen Minen gegen jedes Völkerrecht scharf bleiben, wenn sie von ihren Verankerungen losgerissen werden.

265 Lote auf der -Nawalpindi"

Berlin, 1. Dezember.

Wie die englische Admiralität jetzt bekannt gibt, sir auf derRawalpindi" 265 Mann, darunter 39 Offizier ums Leben gekommen.

fortsetzung der Luftaufklärung

Berlin, 1. Dezember.

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: An der Westfront schwaches örtliches Artilleriefeuer. Die Lustaufklärung gegen England wurde fortgesetzt."