Ausgabe 
(1.9.1940) Nr. 240
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meiner lellmii

parteiamtliche Tageszeitung

Das flmisblatt des Negierenden vürgermeisters der Sreien kjonsestadt vremen

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Die 1 mm hohe und 22 nun breit« Zelle im Anzeigenteil 13 Die 78 ww breit« und 1 mw hohe Zeile im Teiltest 75 Ermäßigte Grundpreise tfür Klein u. s?an-"'- anzeigen u. a.1 sowie sonstige Be­dingungen Preisliste 8 Nachlaß- staffel S. Für Anzeigen durch den Fernsprecher keine Gewähr. An- nohmeschluß 18 Uhr. Geschäfts­stellen: kln Bremen: Am Geeren Nr. 8/8. Fernspr. 5 41 21. Nachtrus und lonntoas Fernsprecher 5 II 15z Obernstroße 86, Fernipr. 5 4121. kln Svke: Mühlendomm Nr. 2

der Nationalsozialisten Vremens

flmtliches verkündungsblall des Veichsstattizatters ii^ Oldenburg und Vremen

Nr. 240 / 10. ZcHrgang

Sonmag, 1 . September 1940

kinzelpreis 15 Npf.

7. Se/i7s^rS or' M ^ 7. Vsp/o-nvsr'

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Unvorstellbare Ein Jahr verging seit der denk-

wirklikbkeit würdigen Stunde, da das deutsche Volk aus dem Munde des Führers vernahm, daß Deutschlands Geduld gegenüber pol­nischer Frechheit gerissen und daß nach der polnischen Beschießung deutschen Bodens seitens der deutschen Wehrmacht nun wieder zurückgeschossen werde. Ein volles Jahr liegt seitdem hinter uns, ein Jahr glän­zendster deutscher Waffentaten, ein Jahr unvorstell­barer Erfolge, ein Jahr gewaltiger politischer Um­schichtungen auf dem europäischen Erdteil. Wenn an jenem ewig denkwürdigen 1. September 1939 der Führer in Voraussicht dessen, was in diesem Jahre sich abspielen werde, der Welt hätte mitteilen können, daß am 1. September 1940 Polen von der Land­karte verschwunden, ein von England zum Sprung­brett gegen Deutschland ausersehenes Norwegen vom Süden bis Norden durch die deutsche Wehrmacht be­setzt, daß die von Frankreich und England zu poli­tischen und militärischen Vorwerken gegen Deutsch­land bestimmten Länder Holland und Belgien durch die deutschen Truppen erobert, die Maginot-Linie genommen, Frankreich in unwiderstehlichem Sturm- lauf unserer Truppen völlig zu Boden geschlagen und ihm ein Waffenstillstand auferlegt sei, der Deutschland erlaubt, seine ganze militärische Macht gegen ein von Deutschland unentrinnbar blockiertes England zusammenzuballen, wenn der Führer des ferneren noch verkündet hätte, daß dann auch Italien mit seiner ganzen Waffengewalt an Seiten Deutsch­lands gegen England kämpfen und diesem England im Mittelmeer Schläge unheilbarer Art beibringen werde: dann hätte zwar das deutsche Volk in atem­loser Spannung gläubig-vertrauensvoll dem vom Führer so kühn entrollten Zukunftsbild entgegenge- schaut, die übrige Welt aber wäre wohl in eine höhnische Lache ausgebrochen und kein Spottwort wäre giftig genug gewesen, um darzutun, daß man solch eine Voraussage lediglich als die Ausgeburt eines anormalen Gehirns, als den Gipfel wahn­witziger Aeberheblichkeit empfände. And damitckst auch in einem einzigen Satz ausgesprochen, was nicht plastischer in seitenlangen Ausführungen über den für Deutschland so grandiosen Verlauf des ersten Kriegs- jahres gesagt werden könnte: das erste Kriegsjahr des großdeutschen Freiheitskampfes war ein Jahr un­geahnter, ein Jahr unausdenkbar gewesener deutscher Siege.

Vergangen sind Den Feinden Deutschlands sind im' Spott und Holm Laufe dieses Jahres Spott und Lohn vergangen. Fassungslos stehen sie vor demKatarakt von Schicksalsschlägen", den sie selber über sich heraufbeschworen haben, als sie in völliger Verkennung ihrer eigenen Macht und in hundertfacher Verkennung der Macht des von Adolf Hitler geeinten und geführten Volkes Großdeutsch- lands diesem den Krieg erklärten in der Erwartung,' Deutschland nach den gleichen Regeln und unter den­selben Amständen wie im Jahre 1918 niederringen zu können. Mit mehr und mehr innerem Entsetzen muß­ten sie inzwischen erkennen, daß nicht s i e, sondern der Führer die Regeln der Kriegsführung bestimmt, daß seine den Angreifern Deutschlands, tausendfältig über­legene Staats- und Feldherrnkunst ihnen das Gesetz des Handelns diktiert; und es ist wahrlich nicht zu­viel gesagt, wenn wir heute am Jahrestag der Kriegs­eröffnung angesichts des von den Angreifern noch einzig und allein übriggebliebenen Gegners England, dem Schicksal und dem Führer ewig dankbar stolz verkünden, daß dieses England, das Deutschlands und gleichzeitig Europas grimmigster Feind ist, im Laufe dieses Krieges nicht nur keines seiner militäri­schen oder politischen Ziele erreichte, sondern daß seine Lage sich durch die deutschen militärischen Er­folge seit einem Jahre derart verschlechtert hat, daß es heute weit weniger denn je noch die Spur einer Siegesaussicht auszuweisen vermag. Ob die Kriegs­schuldigen in London dies nach außen hin wahrhaben wollen oder nicht, insgeheim haben sie es bereits selbst eingesehen und handeln, was unverkennbar ist, auch schon nach dieser Erkenntnis, indem sie bei allen ihren Maßnahmen, die sie treffen, die Rettung ihrer eigenen verbrecherischen Person (nach Kanada oder was einmal dasselbe sein wird, nach ASA.) unent­wegt im Auge behalten. Die Gesetze aber, nach denen wir unsere in der Weltgeschichte einzig­artigen Siege über die Feinde auf dem Festlande er­rungen haben, werden uns auch schließlich über Eng­land triumphieren lassen, das bereits im Würgegriff unserer Blockade stöhnt und unter dem fortgesetzten Dröhnen unserer Stukas ächzt.

Im Srauen Sie haben zu früh Hoffnung ge-

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Lelogenen und betrogenen englischen Massen. Sie haben allzu'leicht, weil zu gerne geglaubt, was ihnen ihreverantwortlichen" Staatslenker wider besseres Wissen vortäuschten, als diese kürzlich be­haupteten, daß der erste Teil des Luftkrieges über England mit einem englischen Abwehrerfolg, also mit einer deutschen Niederlage geendet hätte. Sie haben

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vsr sisyroLoke I'sLükckrr lunjuksLt von ss»non Soläalsn

sich zu früh berauscht an den ihnen amtlich vorge­logenen Abschußziffern, die das englische Lügen- und das ihm im Lügen kongeniale Luftfahrt-Ministerium ihnen vorsetzten, indem (um selbst die eigene Phantasie nicht anstrengen zu müssen) beide kurzweg das Verhältnis der abgeschossenen Flugzeuge umgekehrt haben. Es klang aber auch zu schön durch den Aether, daß Deutschland an einzelnen Tagen weit über hun­dert Flugzeuge verloren hätte, während man kaum zwanzig eigene Verluste sich selber zugestand. Ja, es klang geradezu heroisch, in Verteidigung der Insel schon nach einer kurzen Woche der angeblich ent­scheidenden Luftschlacht über dem Kanal als Sieger gegen das Deutschland Adolf Hitlers dazustehen. Es klang einfach märchenhaft, dem Führer und Feld­herrn Adolf Hitler den Nimbus der Anbesiegbarkeit genommen und die Möglichkeit eines Blitzkrieges gegen England zerstört zu haben. Daß bis dahin alles, was Deutschland gegen England unternommen hatte, nichts als bewaffnete Aufklärung gewesen ist und daß das OKW. in seinen Berichten noch kein Wort von entscheidenden Luftschlachten gesprochen hatte, obwohl ihm dieNebenerscheinung" des Ab­schusses von 700 feindlichen Flugzeugen in einer Woche, doch eigentlich die Berechtigung gegeben hätte, von etwas mehr als bloß bewaffneter Auf­klärung zu sprechen, das hat man in London wohl­weislich dem eigenen Volke verschwiegen, um nicht die dort ohnehin schon stark genug verbreitete Mei­nung, daß es um England schlecht stehe, noch weiter zu nähren. Inzwischen hat freilich eine verstärktebe­waffnete Aufklärung" und das erfolgreiche Bom­bardement-son einer erklecklichen Anzahl wichtiger bri­tischer Häfen und Waffenwerken die englischen Men­schen eines besseren belehrt und nun lebt England wieder Stunde um Stunde unter dem Grauen der Angewißheit eines erst noch kommenden deutschen Großangriffs, der allerdings nicht einsetzen wird, wann die Strategen in London es wollen, son­dern wann der Führer es will, der immer noch den richtigen Zeitpunkt zum Schlagen der Feinde Deutsch­lands gewählt hat und dementsprechend auch stets bis zum letzten sein Ziel erreichte.

vie Saranten Gründlichste Vorbereitung der jeweils

des Sieges

notwendig gewesenen Kampfhandlun­

gen, gepaart mit der Genialität der Anlage ihrer Pläne waren stets die Garanten der sich schon in kürzester Frist und mit den denkbar ge­ringsten Verlusten einstellenden überwältigenden Er­folge der Kriegführung Adolf Hitlers. Daß die Vor­sorge einer sowohl verantwortungsbewußten wie weit­schauenden Staatsführung stets auch dahin ging, Möglichkeiten ins Auge zu fassen und sich für Mög­lichkeiten zu rüsten, die noch nicht ohne weiteres als Wirklichkeiten, ja selbst nicht immer als Wahrschein­lichkeiten anzusprechen waren, erscheint uns heute, nachdem viele solcher Möglichkeiten Wirklichkeiten wurden, als selbstverständlich. Gewiß, man hatte in England bereits ein volles Jahr vor dem Kriege davon gesprochen, es werde der nächste Krieg Eng­lands gegen Deutschland in Norwegen entschieden. Gewiß, man hatte in London und Paris immer alles darauf angelegt, im Ernstfälle Holland und Belgien als willige Werkzeuge englisch-französischer Krieg­führung gegen Deutschland zu mißbrauchen. Daß aber sowohl Norwegen wie Holland und Belgien tatsäch­

lich so leicht bereit waren, sich gegen Deutschland miß­brauchen zu lassen, brauchte nicht ohne weiteres er­wartet zu werden, wurde aber dennoch von einer mit allen Amständen vorsichtig rechnenden Staatsführung in Rechnung gestellt. Darum aber auch nur darum konnten dann auch die entsprechenden Gegen- schläge mit minutiöser Genauigkeit vorbereitet, zur richtigen Stunde jeweils überraschend wirksam er­folgen. So gesehen, darf uns die Wartezeit, die von der siegreichen Beendigung des polnischen Feldzuges bis zur zwangsläufigen Eröffnung des norwegischen und dann des flandrischen und französischen Feld­zuges vergehen mußte, kurz erscheinen gegenüber dem, was an Aufgaben zur Vorbereitung der fällig ge­wordenen Gegenschlage für die deutsche Wehrmacht erwachsen war. So gesehen, kann uns auch für die wei­tere Dauer des Krieges keinerlei Wartezeit lang er­scheinen, wo wir doch wissen, welchen Zwecken und Zielen solche Wartezeiten dienen. Kein Wunder, daß nach weitschauenden und gewissenhaftesten Vordere!- tungen dann auch der Erfolg der deutschen Waffe anders sein konnte als im Weltkrieg, wo gewiß die Leistung der Führung und die Tapferkeit der Truppe über allem Lob erhaben war, wo aber trotz heldenhaf­tester Anstrengungen und opferschwerster Verluste nach einem Jahre auch nicht ein einziger unserer Gegner so geschlagen war, daß er kapitulierte, weshalb dann auch trotz Besetzung weiter feindlicher Gebiete durch Deutschland am Ende der gewaltige Kampf im Stellungskrieg versandete. »'

Deutscher Seist Bis vor kurzem noch etwa vor

siegt alienchalben Wochenfrist - als sia ihren ver-

krampften Optmnsmus-Feldzug star­teten, mag es auch unter den Negierenden in Eng­land manche gegeben haben, die hofften, daß am Ende auch dieser Krieg vor dem großen Burggraben, den sie Kanal nennen, versanden könne. Aber während es im ganzen Verlauf des Weltkrieges tatsächlich den deutschen Waffen nicht gelang, gegenüber England eine entscheidende Stellung am Kanal zu gewinnen, liegen heute die Dinge so, daß England nicht nur durch die deutsche Blockade gedrosselt, durch die deut­schen Flugzeuge ständig bedrängt und durch schwerste und weitesttragende Geschütze von der flandrischen und französischen Küste her bedroht ist, sondern daß es als Belagerter auch keinen Augenblick ernsthaft däran denken darf, am Ende noch irgendwie Entsatz zu er­halten. Militärisch vereinsamt, jeglichen politischen Einflusses bar, der Flottenbestand gelichtet und dank der italienischen Bundesgenossenschaft zersplittert, die Insel blockiert und daher notleidend sowohl an den notwendigen Lebensmitteln wie an unentbehrlichen Rohstoffen zur Erneuerung und Verbesserung seiner Kriegsrüstung, müßte England schon als verloren gel­ten, auch wenn es nicht noch mit einem gewaltigen, alles mitreißenden Sturm seiner Belagerer zu rech­nen hätte, einem Sturm, von dessen Kühnheit und Ausmaßen jedem, der sich dafür interessiert, das Nor- wegen-Anternehmen einen ganz besonderen Vorge­schmack zu geben vermag. Ansere Flotte gewiß, sie ist wesentlich geringer an Zahl der Einheiten und der Tonnage als die des Weltkrieges war. Aber der Geist, der sie erfüllt, ist noch der Geist, der in oer Schlacht am Skagerrak lebendig war, ist noch ver­stärkt durch die weltanschauliche innere Festigung, die, wie jeden deutschen Menschen, auch die Angehörigen

unserer Marine beseelt; und dieser Geist hat denn auch sich allenthalben bisher und vor allem natürlich im Kampfe um Norwegen mit unwiderstehlicher Siegeskraft durchgesetzt. Aus unbedingter Siegeszu­versicht und selbstlosestem Opfersinn ergibt sich die moralische Aeberlegenheit, die es der deutschen Krieg­führung erlaubt, bei allen ihren Plänen die Kühn­heit walten zu lassen, die immer und immer wieder dem Feinde die Waffen aus der Hand schlägt, auch noch in dem Augenblick, wo er sie bereits zum töd­lichen Schlage gegen Deutschland erhoben zu haben ver­meint. Das ist so bei unserer Marine wie bei allen anderen Waffenteilen der deutschen Wehrmacht: Ob im Flugzeug, ob beim Heere, ob auf dem Schlacht­schiff, Kreuzer und Hilfskreuzer, auf Zerstörer, A-Boot, Schnellboot, Minensuch- oder Räumboot, auf Vorpostenboot oder A-Bootjäger, der Geist, der allenthalben im deutschen Soldaten lebt, ist nicht unterzukriegen, hält durch, greift an und s i e g t n a ch des Führers Gebot.

Warten ist Nicht von ungefähr beherrscht Deutsch- ilir Sktiikktol land heute die europäische Küste von Narvik bis zur spanischen Grenze. Nicht umsonst scheut sich England,-mit seinergewal­tigen", aber längst unsichtbar gewordenen Flotte auch nur den Versuch zu machen, an einer einzigen Stelle der auf Tausende von Kilometern hingestreckten Küste zu lande»». Die sofort nach Eroberung dieser Küste er­stellte Abwehrbereitschaft, unsere Marineartillerie, un­sere Hafenschutzverbände, vom selben Geiste beseelt wie die gesamte Wehrmacht und wie das ganze deut­sche Volk, lassen es England nicht ratsam erscheinen, für sich selbst auch nur im Traum den Gedanken einer Landung zu erwägen: während es doch Tag und Nacht bei dem Gedanken bangt, daß Deutschland auf der Insel Fuß fassen werde. Aeberall in hoffnungslose Verteidigung gedrängt, kann England, der nach einem Jahre Kriegsdaüer gegenüber Deutschland allein noch übriggebliebene Gegner, heute nichts anderes tun als warten, warten, warten. Warten auf ein schweres Schicksal, das es selber heraufbeschwor. Lind während Deutschland seiner Toten, die im Kampfe um das Höchste, was ein Mensch deutschen Blutes kennt, im Kampf um Deutschland gefallen sind, in stolzer Trauer gedenken darf, bleiben die Schatten der für die mammonistischen Belange der englischen Pluto- kraten nach Hunderttausenden hingeopferten Toten der Angreifer Deutschlands eine furchtbare Anklage gegen diejenigen, die den Krieg anstifteten und auch noch heute um ihrer persönlichen Vorteile willen weiterzu­führen entschlossen sind. Während das deutsche Volk, ein stählerner Block, vom Führer geschmiedet, in Ehr­furcht und inniger Dankbarkeit zu Adolf Hitler auf- blickt, vertrauensvollst, mutig und entschlossen,-jeder seiner Weisungen bis zum Letzten gehorchend, seinen weiteren Weg in die Zukunft schreitet, steht das eng­lische Volk nach dem ersten Jahr des Krieges in sich gespalten, verängstigt und vergrämt da, mißmutig auf diejenigen, die es in den Krieg stürzten und dann so schlecht führten, und es beginnt bereits Verachtung zu empfinden für einen Chamberlain, der vor Jahresfrist ' so leichtfertig die Kriegserklärung gegen Deutschland erließ. Ihm, der körperlich erkrankt ist, wünscht man in England heute ein langes Siechtum, weil, wieDaily Mirror" ausführt,seine Dickköpfigkeit sein Ausschei- den aus der Regierung nicht zulasse". Bedarf es auch nur noch eines einzigen Wortes, um darzutun, auf welcher Seite der beiden in diesem Kriege miteinander ringenden Völker der Sieg am Ende stehen muß?

^is zu Englands In sinnloser Großsprecherei behaup- bitterem Lnde let man in England, über das Ende . des Krieges entscheiden zu wollen

und spottet dabei seiner selbst und weiß nicht wie. Denn tatsächlich ist das Ende des Krieges von Eng­land abhängig, insofern nämlich das Kriegsende natur­gemäß in dem Zeitpunkt liegt, wo England, endgültig von Deutschland zu Boden gerungen, außer Kampf gesetzt, kapituliert. Eher wird Deutschland nicht die Waffen niederlegen. Das mag über kurz oder lang sein. Der Krieg hat heute eine Jahresdauer er­reicht. Am seiner Lebensrechte willen kämpft Deutsch­land, wenn es sein muß, noch ein volles zweites Jahr, ja, es könnte und würde auch ein drittes, ein viertes und ein fünftes, ja selbst siebent e s Jahr und n och längerkämpfen, wenn nicht eher Englands Nie- derbruch besiegelt wäre.' Deutschland bekämpft Eng­land bis zu dessen völliger Niederlage, diesseits des Kanals, über dem Kanal und jenseits des Kanals. Wann schließlich der endgültige Niederdruck) erfolgt, spielt für das deutsche Volk erst in zweiter Linie eine Rolle. Daß aber der Niederdruck) erfolgt, ist der un­abänderliche, ja unbändige Wille jedes einzelnen deut­schen Mannes und jeder deutschen Frau. England be­hauptet prahlerisch, noch alle seine Kriege gewonnen zu haben. Den gegenwärtigen aber, den es frevlerifch vor Jahresfrist vom Zaune brach, hat es jedenfalls beteits verloren. Da es sich dennoch nicht verloren geben mag, wird es bis zum bitteren Ende kämpfen müssen. Dieses allerdings ist ihm dann auch gewiß.

Jod. L. vietrlck