Ausgabe 
(24.8.1940) Nr. 232
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Steiner

parteiamtliche Tageszeitung

Vas Amtsblatt des Negierenden Vürgermeisters der Zreien Hansestadt vremen

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der Nationalsozialisten Vremens

flmtliches verkündungsblalt des veichsstatttjalters in Oldenburg und vremen

Nr. 2Z2 / 10. Jahrgang

Sonnabend, 24. flugust 1940

kinzelpreis 15 Npf.

auf britische lZelettzuge

Vombenwurfe auf slugplötze und küstungswerke lösten Vrande und krplostonen aus

Verminung britischer bösen fortgesetzt

/ükt-eeU /se^eo-k^Äre«

Armeen aus dem Mund gestampft"

Wieder englische Vombenwiirse auf Volilchauser / Ver seind verlor ll Flugzeuge

Berlin» 23. August.

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Kampsverbände der Luftwaffe griffen gestern im Rah­men der bewaffneten Aufklärung je einen Eeleitzug im Seegebiet von Berwick und in den Downs an und erzielten auf vier Handelsschiffen mehrere Treffer. Außerdem wurde der Flugplatz Manston mit guter Wirkung mit Bomben belegt. Im Laufe des Tages kam es über Südostengland zu einigen für Misere Jagdflieger erfolgreichen Lnftkämpsen. Bei Nachtangriffen auf meh­rere Flugplätze in Cornwall und Wales, auf eine Flugzeugsabrik in Re.ading uyd ein Flugmotoren­werk in Röchest er zeigten Brände und Explosionen die Wirkung der abgeworfenen Bomben. Die Vermi- nung britischer Häfen wurde fortgesetzt. Britische Flug­zeuge warfen in der Nacht zum 23. August in West- deutschland ohne besondere Wirkung Bomben. In einer Stadt wurde ein Wohnhaus zerstört, mehrere beschädigt und einige Zivilpersonen verletzt. Der Feind verlor gestern in Lnftkämpsen elf Flugzeuge sowie zwei Sperr- ballone, zwei deutsche Flugzeuge werden vermißt."

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Suff tooper: ks ist nichts geschoben

Her Tovers Bevölkerung rückt aus und Morrison jammert

ft^-. Stockholm, 23. August.

Tie zahlreichen deutschen Einslüqe in der Nacht zum Frei- rg wurden, englischen Berichten zufolge, von einzelnen oder ieinen Truppen von Flugzeugen durchge'ührt. Bomoen- bwürie und andere Angrine werden aus den Gegenden vom -üdosten Englands bis zum Nordosten.Schottlands emichlie,;- ch einiger Außenbezirke Londons gemeldet. Ueber den An- riff aus Rnstungsiabriken und Verteidigungsanlagen im »«reich der Hauptstadt wird vom Londoner Imormations- rinisterium lediglich erklärt, es seien zwei Brände entstanden. !ie Zahl der Lpier jedoch gering.

Eigenartig wirkt es, wenn bei den deutschen Bomben- nqrijsen gegen militärische Ziele Englands angeblich n»e -chaten entstanden sein soll. nun selbst ,n London zugegeben ,erden mutz, Latz die Bevölkerung von Dover 'bre -tadt ver- ätzt, da ste sich in ihr nicht mehr sicher suhlt. Nach Schätzun­

gen von neutralen Beobachtern sind bereits Zehntausende aus der Stadt abgewandert, obwohl eine behördliche Anordnung noch nicht erlagen worden ist.

In diesen Rahmen paßt auch das Eingeständnis des bri­tischen Munitionsministers. In die Reil^ der Londoner Ver­antwortlichen, die sich angesichts der wachsenden Unzusrieden- >>eit im Volke veranlaßt sehen, über das Versagen ihres Mi­nisteriums irgendwie Rechenschaft zu geben, stellte sich näm­lich jetzt auch Herbert Morrison.

Es sei klar, so erklärte Herr Morrison, daß das, was Teutschland in sechs Jahren habe ausbauen können. England nicht in einigen wenigen Wochen nachholen könne. Eine Ent­schuldigung, wie sie sauler kaum möglich ist, die zugleich aber' ein bezeichnendes Eingeständnis bedeutet. Teutschland hat ge­rüstet, während England hetzte, das ist eine Tatsache. London wähnte sich im siä)«ren Hort seines Jnselreiches und trieb die üblen Ränke seiner Einkreisungspolitik. Teutschland hat sich währenddessen für den Abwehrkamps einer drohenden Umklammerung vorbereitet. In seiner hochmütigensplendid Isolation" hat aber England für das Wort Hermann- ringsKanonen statt Butter" nur beißenden Spott.

Wer hat England daran gehindert zu rüsten? Anscheinend aber vergißt Herr Morrison, daß Deutschland 16 Jahre lang durch die Ketten des Versailler Diktates ohne Wehr dem übermütigen Spiel der Mächte ohnmächtig gegenüberstand, bis der Nationalsozialismus sich die Wehrfreiheit nahm, die ihm niemand schenkte. Tann aber hat Deutschland, wie es seinem Fleiß und seiner Tüchtigkeit entspricht, sich die Waffen geschaffen, die im zähen Abwehrkamps Englandssolevckick Isolation" zu einer gefährlichen Vereinsamung machten Jetzt den Mangel an eigener Rüstung mit einem vorwurfsvollen Blick auf Deutschland abtun zu wollen, ist eine saute Ent­schuldigung für den englischen Muiiitionsmimster.

Ebenso faul ist aber auch der Trost, wenn Morrison blumig erklärt, er sehe im Bereich seines Ministeriums bereitsdurch einen dichten Wald das erste Tageslicht durchschimmern". Das britische Bolk sieht nur, wie sich die dunklen Wolken der deutschen Lustangrisse dichter und dichter um das Jnselreich zusammenziehen und wird vergebens nach demTageslicht" seines Munitionsministers Ausschau halten.

Italienischer vombenangrlff aus stlerandrien

veleiqug domdarviert Versenkung des britischen U-Vootes knglands Mittekmeerkabet gesprengt

Rom, 23. August.

Der italienische Wehrmachtsbericht vom Freitag hat folgenden Wortlaut:Das Hauptquartier der Wehr­macht gibt bekannt: Das im gestrigen Heeresbericht er­wähnte englische U-Boot ist von dem italienischen Tor­pedobootPada" versenkt worden. Das englische U-Boot hatte ohne jeden Erfolg drei Torpedos gegen das ita­lienische Torpedoboot abgeschossen, das sofort zum An­griff gegen das U-Boot überging, um es zu rammen und sodann zahlreiche Unterwasserbomben auszuwerfen. Das entscheidend getroffene U-Boot kam kieloben noch­mals an die Wasseroberfläche und versank kurz darauf. Der Hafen von Alexandricn (Aegypten) ist neuer­dings von einer unserer Flugzengsormationen bombar­diert worden. Eine andere Flugzeugformation hat einen feindlichen, von zwei Torpedobooten geschützten Eeleit­zug im östlichen Mittelmeer festgestellt und einem leb­haften Bombardement unterzogen. Bei beiden Aktionen sind alle unsere Flugzeuge zurückgekehrt. Feindliche Luft­angriffe von geringer Wirkung sind in Nordafrika auf Bomba und Derna durchgeführt worden, wo ein Toter und fünf Verwundete zu beklagen sind. Bei an­deren Angriffen in Ostafrika aus Mogadiscio wur­

den süns Askaris und fünf Eingeborene verwundet so­wie zwei Flugzeugschuppen getroffen, in denen vier Kraftwagen untergestellt waren. In Massaua und auf der Insel Harmil (Massaua) wurden weder Schä­den noch Verluste verursacht."

Bon erfolgreicher Feindfahrt kehrte jetzt ein italienisches Spezialschisf zurück, dessen Ausgäbe es war, die englischen Unterwasserkabel zu zerstören. Wie dieTribuns" dazu be­richtet, wurden sämtliche Kabelverbindungen zwischen den eng­lischen Stützpunkten im Mitteimeer zerstört. Dir Zerstörung des letzten Kabels fand in nächster Näh« eines englischen Stütz­punktes statt, so daß von dem italienischen Schiff die engli­schen Signale wahrgenommen wurden. Sämtliche Kabel, dar­unter auch die, die England mit Nordasrika verbanden, wur­den mehrfach gesprengt, und zwar aus so gründlich« Weise, datz eine Wiederherstellung unmöglich ist. Die englischen Flot- tcnbasen im Mittelmeer haben in Zukunft nur noch den sun- kentelegraphischen Verkehr zur Verfügung, wobei, nach Matz­gabe der römischen Zeitung, ständig die Gefahr besteht, datz die Verschlüsselung der Funkgespräche entdeckt wird.

Zu dem Luftangriff aus Alerandrien verkündet der Lon­doner Nachrichtendienst» daßvier Bomben abgeworfen wor­den sind, die aber nur einen Hund getötet haben". Diese Be­hauptung wird allseits nur in üblicher Nbschwächungstaktik aus Gelächter stoßen.

Holland raubte deutsches Vermögen

Lang vorbereiteter Schlag gegen das veutschlum vrutale vewolt gegen deutsche srauen

rck. Den Haag, 23. August.

Im Zusammenhang mit den Berichten von den Leiden, die deutsche Männer und Frauen in den Jnternierungs- und Konzentrationslagern in Ueberse« ertragen müßen, verdienen die Schilderungen besondere Beachtung, die aus Riedcrlän- disch-Indien zu uns gelangt sind. Aus ihnen geht hervor, datz die Niederlande schon vorzeitig Borbereitungen zur Festnahme sämtlicher Reichsdeutschen getroffen hatten. Bezeichnender­weise sind am 10. Mai sämtliche Reichsdeutsche in Niederlän- disch-Jndicn schlagartig verhaftet worden.

Allein auf Sumatra wurden etwa 4ÜÜ Reichsdeutsche, selbst Kranke und Greise, in dem W Kilometer von.Padang ent­fernten Jnternierungslager Fort de Cok untergebracht. Tie Behandlung dieser Deutschen durch die niederländischen Be­hörden spottete jeder Beschreibung. Tie zwangsläufige Folge der brutalen Schikanen unter tropischer Sonne waren schwere körperliche Entkräftigungen. Den von den übrigen Teutschen

getrennten Amtswaltern der NSTAP. wurde eine noch rück­sichtslosere Behandlung zuteil. Frauen konnten nur unter schwierigsten Bedingungen ihre Männer besuchen, und dann nur für Minuten. Eine Anzahl deutscher Frauen, die gegen die Willkür der niederländischen Kolonialbramten protestierte, wurde kurzerhand verhaftet und in einem besonderen Lager aus Java interniert.

Tie niederländischen Aolonialbehörden scheuten sich in kei­ner Weise, nach berüchtigten britischen Borbild das gesamte Eigentum der Internierten, auch das ihrer Frauen und Kin­der, zu beschlagnahmen. In die deutschen Betriebe, Farmen und Pflanzungen wurden Konkurrenten als Zwangsverwal­ter eingesetzt. SogenannteSchutzmaßnahmen" waren in Wirk­lichkeit nichts anderes als Liquidationen mit dem Ziel, die deutschen Betriebe zu vernichten. Außerdem waren Vorkehrun­gen getroffen, die in den Häfen liegenden Schisse unter hol­ländischer Flagge fahren zu lasten oder sie den Engländern auszuliefern.

Seutsche Kampfflieger über vristol

vomben auf kngland feurige vlilfe rucken unten auf vrei Spjffire abgeschüttelt

Von Kriegsberichter ckos. Kiecker

.. 23. August. (l>K.)

ch eine Runde über den Flugplatz und dann fliegt e Maschine geradeaus Kurs nach Norden, Richtung st Richtung England. Wir wird es diesmal werden? Einsatz ist kein alltäglicher. Diesmal gilt es nicht nur rüste, heute soll es nach Bristol gehen, also weit hinein England.

Der Kanal ein Grab geworden

--ichmäßiq surren die Motoren, ruhig schwebt der große l über die grüne Bretagne. Man könnte meinen, man lui einem iriedlichen Spazierflug. wenn man das Ziel wüßte und nicht um die unheimliche Last. die wir uns führen. Wir klettern noch hoch über die Wolken, stellenweise kies aus das Master herabhängen Weiße, llae Schleier hüllen uns ein und Hütchen wie »setzen über Tragflächen. Wo die Schleier sich lüften, floß der Blick »inunter zum Kana' denen spiegelglatte, tie,blaue »flache ist. so weit das Auge reicht,er Kanal ist ein stille- > geworden.

ber England ballen sich die Wolken zu riesigen Türmen zwischen denen große Löcher klassen. durch die wir ntrr aus das englische Land sehen. Auch die von unken

können und müssen uns sehen. Warum sie nicht heraus­schießen? Da sind wir aber schon wieder drin in einem Wolkensturrn, verschwunden im grauen Nebel. Wir steigen höher und höher. Längst haben wir die Atemmaske ange­legt. In der Maschine wird es kühl am MG. seht sich eine matte Eisschicht an. Jetzt werden da unten wieder die Alarmsirenen l,eulen und die Spitiircs hochschwirren. Ruhig, gleichmäßig stiegen wir weiter, als gäbe es keinen Feind.

Das war Flak!

Tie Wolkendecke wird wieder dünner. Dazwischen sehen wir tief unten grüne Weiden, goldgelbe Felder, Straßen, Dörfer, Wälder. Tann wieder Wasser. Wir sind über dem Kanal von Bristol. Längst ist es in unserer Maschine still geworden. Jetzt haben wir kein Auge mehr für die bizarre Schönheit der Wolkentiirme und das tiefe Blau des Meeres Um uns lauert jetzt der Tod. Wir sind allein, deutsche Bomber über England, am hellichten Tag. Da müßen wir wieder durch die Wolkenlücke durch. Unter uns, greifbar nahe. liegt jetzt die Küste. Davor ein großer schwarzer Kasten, «in englisches Schift. Pong! Poag! und noch einmal! Das war Flak! Ganz nahe haben die Schüsse geilsten. Knapp rechts von uns. Graue Ballen bleiben hinter uns.

Da sind wir auch schon wieder drin im grauen Mantel einer Wolke. Und wieder liegt die Küste vor uns. Ein tiefer Trichter saugt sich vom Meer in das Land. An seinen

Enden, schwarz und grau eine Stadt, Sasena»'agen, Werften. Fabriken Eardifs. Wieder schießt die Flau Dieses Mal weit. weit weg von uns. Unbeirrt fliegen wir weiter dem Ziel entgegen. Wolken hüllen uns wieder ein und nehmen uns die Sicht. Wir müßen tiefer herunter. 1VÜS Meter, 8VV Meter. Verdammt! Hängen hier die Wolken kies! Endlich sind wir durchgestoßen. Unter uns eine weite große Fläche. Flugzeuge liegen darauf. Jetzt steigen sie hoch. eine ganze kette. Wie aufgescheuchte Fliegen surren sie über das Fotd, gewinnen an Höhe jetzt aber schnell wcgl Der Tommy schickt uns Jäger auf den Hals.

Da sausen die Bomben in die Tiefe Wir kurbeln die Maschine hoch und rein in die nächste Wolke. Es ist unmöglich, tiefer zu geizen. Wir würden der Flak in dieser Höhe ein zu leichtes Ziel bieten und hinter uns sind die Jäger her. Eine verflucht unangenehme Lage. Ein gezielter Bombenwurf ist unmöglich. Der Tommy brauchte uns nur abzuknallen. Wetter und Wolken waren diesmal für ihn. Wir drehen ab und fliegen wieder in süd­licher Richtung. Nach kurzem Flug teilt sich das Grau um uns Unter uns liegt das englische Land, Törser. Märkte und Gehöfte. Kein Jäger weit und breit, keine Flakwölk^n am Himmel. Wie leicht könnten wir unsere Bomben ab­werben. Aber wir sind keine Engländer. Uns interessiert die wehrlose Zivilbevölkerung nicht. Wir suchen etwas anderes.

(Fortsetzung aus Leite L.,

Orafttberiehi! rmssrss Loillvsr Vertreters

6. 8. Berlin, 23. August.

Daß das britische Kolonialreich im Laufe der Jahr­hunderte durch Raub und Piraterie zusammenkam, ist hinlänglich bekannt. Daß die Briten auch heute ihre Methoden, bis ihnen das Wasser an der Kehle steht, weitertreiben, zeigt ihr neuestes Piratenstück auf dem Währungsgebiet, indem ste durch die Annullierung der Pfundnoten eine erhebliche Zahl von Sparern und Be­sitzern in Europa enteignet haben, womit sie aber wieder den ehemaligen Bundesgenossen Frankreich be­sonders getroffen haben dürften. In den Rahmen dieses Streichs paßt die Entwicklung des Heckenschiitzenwesens in England, die bekanntlich einer Aufforderung zum Mord an deutschen Soldaten im Falle einer Landung gleichkommt. Und diesem Heckenschützenwejen hat nun der britische König durch eine Besichtigung einer solchen Garde" seine Anerkennung gegeben und zugleich auch die Verwendung nichtregülärer Waffen gebilligt, die diese Banden in Gestalt derMolotow-Cocktails" bekanntlich benzingefüllte Flaschen zu verwenden gedenken. Daß auch Flintenweiber erneut gerade jetzt von einer Zeitung alsheimwehrfähig" erklärt wurden, ergänzt das Bild dieser Maßnahmen. Falls sie zur wirk­lichen illegalen und völkerrechtswidrigen Kriegführung treiben, fällt alle Schuld auf diese sogenannte Staats­führung, an deren Spitze sich jetzt der King in diese Entwicklung eingeschaltet hat. Aber weder diese sinn­losen Versuche,Aktion" vorzutäuschen, noch die in den Ministerreden ausgestreuten Nebel zur Vertuschung der Situation werden England helfen.

Zu den neuesten Erzeugnissen der britischen Lügen- kampagne gehört eine Meldung des Londoner Rund­funks, der erklärt«:Ein großer Teil aller deutschen Industriegebiete ist durch die englischen Bombenangriffe der letzten Wochen vernichtet." Die pulverisierte Stadt Hamburg und der vernichtete Bremer Hafen feiern hier gleichsam Wiederauferstehung.

Die Lügennebel zerflattern vor den kritischen Augen der durch die Ueberspitzung der Lügenpropaganda er­nüchterten Betrachter, die nicht mit Absicht ihre Augen verschließen und sich blind zu Propagandahelfern des Lügenlords hergeben. Gerade dem Lügenlord selbst aber ist von einer amerikanischen Zeitung, von der New Port Sun", bescheinigt worden, daß seine notorische Prahlerei von einem einfachen Durchschnitts­menschen wirklich nicht mehr zu schlucken ist. Churchills Rednertalent sei so außerordentlich, daß er nur den Mund zu öffnen brauche und schon wüchsen ein halbes Dutzend mechanisierter Divisionen nur so der britischen Armee zu. Der Amerikaner wandte sich vor allem gegen die Wendung Churchills, daß England heute stärker sei als je zuvor. Er erinnerte zur Warnung demgegen­über aber an die Großtuerei Churchills während des Norwegenfeldzuges, die noch unvergessen sei und sich als wahrer Bumerang für England erwiesen habe. Wie sehr, das zeigt aufs neue der jetzt gerade in Buchform erscheinende Bericht des norwegischen Obersten Eoetz über den englischen Verrat von Namsos. Nach drei Tagen Anwesenheit auf norwegischem Boden schon fluteten die englischen Abteilungen in vollkommen auf­gelöstem Zustand zurück und zwar zur feigen Flucht und unter schnödem Verrat an dem Bundesgenossen, der nichts ahnte von der geheimgehaltenen Einschiffung. Das war nachher der ersteglorreiche Rückzug" der Briten im Laufe dieses Jahres.

Daß selbst der englischen Presse diese glorreichen Rückzüge zu viel wurden, zeigte ihre Haltung bei dem Rückzug aus Somali und zeigt sich erneut in der ärger­lichen Erinnerung einer Zeitung an Norwegen als dem Fehler der Deutschen", wozu sie dann fast auf­seufzend nachfügte, wie froh die Briten wären, wenn ste einige solche Fehler in ihrer Bilanz stehen hätten. ^ Wir wissen, die Engländer sind zähe Bursichen, aber sie werden auch mit der Zähigkeit ihrer Lüaenkampagne die Chancen ihres Lndtampfes nicht verbessern. Im Gegenteil, sie werden sich psychologisch damit eine zu­sätzliche Niederlage für die Zukunft zufügen. Ihr neuester ^Trick zur Aufmunterung ist das Jonglieren miv dem Begriff Blitzkrieg. Unsere bewaffnete Auf­klärung, so erklären sie vor ihrem Volk, war der An­fang eines versuchten Blitzkrieges. Es liegt so etwas wie eine Pause vor, also sei im Tempo des Blitzkriegs, der bekanntlich gar nicht begonnen hat, eine Pause der Erschöpfung eingetreten. Dieses Moment ist eine Aus­sicht für Lid England. Es ist das gleiche wie mit den Tanks, die wie verirrte Schafe in Frankreich-herum- irrten, den Tanks, denen angeblich der Brennstoff aus­gehen mußte, weil es die Engländer ersehnten. Aber

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Die deutsch« Luftwaffe bombardiert« wieder erfolgreich britische «eleitzvge, Flugplätze und Rüstungswerke. Englands Mttlelmeerkabel wurde gesprengt.

In der Ciamuria wurde «in zweiter albanischer Frei­heitskämpfer don Griechen ermordet.

Der norwegische Lberst Getz enthüllte die Derantwor» tungslofigkeit der Alliierten.

Die Gesrierkonservenherstellung ist im Reich auf breiter Grundlage angelaufen. -

A* September muß jeder Schuhmacher Kundcnlisten anlegen.

In Osnabrück wurde eine Tagung der KauausbildungS- leiter und Lehrwerkjtättenleiter unseres Gaues durch««» ,'iihrt.