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parteiamtliche Tageszeitung
vas flmtsblatt des Negierenden Vürgermeisters der Zreien Hansestadt Vremen
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der Nationalsozialisten Vremens
flmtliches verkündungsblatt des Neichsstatthalters in Vldenburg und vremen.
7lr. 22? / 10. Jahrgang
Montag, 19. flugust 1940
kinzelpreis 15 Npf.
stm Sonntag 1ZS femdflugzeuge vernichtet
Mehrere slugplStze unmittelbar vor London wirkungsvoll angegriffen
Ver okw.-venchr vom 17. August
Aufklärungs- und Angriffssliige gegen England / Flugplätze, Flak- und Scheinwerferstellungen, Industrien»»!« und Hafenanlagen erfolgreich bombardiert / Minen- legung fortgesetzt / U-Boot meldet Versenkung von 32 3VV VRT.
Berlin, 18. August.
Das OKW. gibt bekannt: „Ein Unterseeboot meldet die Versenkung von 32 30V VRT. feindlichen Handels- fchisssraumes. Die Luftwaffe setzte am gestrigen Tage und besonders in der Nacht zum 18. 8. Aufklärungsund Angrifssflüge gegen England fort. In weiten Gebieten Süd- und Mittelenglands wurden Flugplätze, Flak- und Scheinwerserstellungen, die Motorenwerke in Filton, Flugzeugwerke bei Birmingham, Industrieanlagen in Reading sowie die Hafenanlagen von Swansea, Avonmouth und Bournemouth erfolgreich mit Bomben belegt. Das Minenlegen in englischen Häfen wurde fortgesetzt.
Britische Flugzeuge flogen in der gleichen Nacht in West-, Mitteldeutschland und Belgien ein. In verschiedenen Orten, wie z. B. in Dortmund, wurden Wohnviertel getroffen und eine Anzahl Zivilpersonen getötet oder verletzt. Auch ein Luftangriff aus die Innenstadt vÜn Brüssel erforderte Opfer unter der Zivilbevölkerung. Hier wurden vier Personen getötet und 22 verletzt, darunter Frauen und Kinder.
Unsere Nachtjäger schössen ein britisches Flugzeug, unsere Flak vier weitere britische Flugzeuge in der Nacht zum 18. 8 ab. Ein deutsches Flugzeug wird vermißt. Die Zahl der feindlichen Flugzeugverluste am 18. 8. hat sich von 89 auf 92 Flugzeuge erhöht.
Italiens erfolgreicher Vormarsch
Englischer Tanker versenkt
^ Rom» 18. August.
Der italienische Wehrmachtsbericht vom Sonntag hat folgenden Wortlaut: „Das Hauptquartier der Wehrmacht gibt bekannt: Eine unserer von Zeila vorrückenden Kolonnen hat im Verfolg ihres Vormarsches in Britisch- Somaliland Vulhar besetzt. Eine andere Kolonne ist bis in die Nähe von Lafaruk gelangt. Eine starke Abteilung Inder hat sich bei Mandera beim Auftauchen unserer Patrouillen in wilde Flucht gestürzt. Eines unserer Flugzeuge ist von einer Aktion gegen Berbera nicht zurückgekehrt. In Nordasrika haben feindliche Seestreitkräfte nicht weniger als 3VV Schuh großen und mittleren Kalibers gegen Bardia und das Innere des Landes abgefeuert, wodurch ein Soldat getötet und elf verwundet wurden. Unsere Bomber sind sofort zum Angriff übergegangen und haben gleichzeitig den Schiffen zu Hilfe eilende feindliche Luftstreitkräfte zum Kampf gestellt. Sieben feindliche Flugzeuge vom Gloster-Gladiator-Typ wurden mit Sicherheit abgeschossen. Der Abschuß von zwei weiteren ist wahrscheinlich. Drei unserer Flugzeuge fehlen. Eines unserer U-Boote hat im Atlantik einen englischen Tanker von rund 9VVV Tonnen versenkt.«
Mitglieder des Volksgerichkskoles
Berlin, 18. August.
Der Führer hat auf Borschlag des Reichsministers der Justi.z u ehrenamtlichen Mitgliedern des Volksgerichtshofes am die dauer von snni Jahren ernannt: Oberst Lonah, Amts-
ruppenches im Reichsluftsahrtministerium-, SA.-Brigade- ührer Felir Aumüller in Berlin-Neutempelhm; SA.-Ober- ührer Bertholt) Hell in Berlin-Dahlem; SA.-Ober,uhrer Lheodor Fründt in Berlin. Reichsinnenministerimm SA.- Zbergruppensnhrer Ministerialdirektor Kriebel im Auswarti- en Amt; SA.-Brigadesührer Leo Petri in Berlin-Wüiners- orf; ii-Obersturmbannführer Hayns Baußus in Berlin- sriedenau; tt-Brigadcsührer Alsons Glatze! in Magdeburg; i-Lturmbannsührer Hanns Sander in Dessau; Ni-KK.-Brlg- gdesichrer Paul Heinsius in Berlin; NLKK.-Lbergruppen- llhrer Hermann Hösle in Vreslau. ^-Obersturmbannführer sosef Senger in Berlin-Charlottenburg.
unsvrsr klisgsr
Dos TerstörergeselZwocivr V/essel" lrvronelsrr «rikolgrviel»
vsrIin, 18. Kuguel.
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^in seli»' verclsektigss Symplon:
Vuff looper blast „Sieges' -sanfaren
Sieiktneitig wird bereits die übliche Sreuelpropagando angekurbelt
Oralitdorielit nnssrss Lsrlini-r Vortratsrs
6. 8. Berlin. 18. August.
Londons Rcklameministerium hat nach der Vcrkiindung der Lotalblockade Englands durch Deutschland eine lendenlahme Erklärung abgegeben, die mit keinem Wort den deutschen Beweisen sür die völkerrechtlich klare Situation Rechnung trägt. Man versucht wieder einmal, wie immer in brenz- lichcn Situationen, von der wirklichen Lage abzulenken. Bekanntlich wird bei Churchill jede Maßnahme des Gegners, die unangenehme Wirkungen verspricht, entweder ein Fehler des Gegners oder zur Tarnung anderer Maßnahmen, die nebenher dann ebenfalls bagatellisiert werden. Jetzt versucht Duss Cooper uns zu unterstellen, daß die Blockade- erklärung von Jnvasionsplänen ablenken soll. Aber auch aus diese Eventualität seien die Briten vorbereitet. Im übrigen gibt die Erklärung der Engländer schamlos ossen den Schisssraub an den Holländern, den Dänen und Norwegern zu. indem he einfach davon spricht, daß diese Flotten zum größten Teil „in britischem Dienst" stünden — so wie die einzelnen Teile des Empire einst auch in das „Eigentum" der Briten übergingen.
An Großmäuligkeit sehlt es dieser Erklärung ebensowenig wie an einer direkten Auslassung Duss Eoopers, der blöde Siegesfanfaren blies. Die vergangene Woche mit ihren niederschmetternden Wirkungen der deutschen Angriffe und ihren klaren Eindrücken aus die Welt nennt Duss Eovper „ein Wochenende des Sieges". Man erinnert sich dabei der Ausführungen des „Daily Mirror". der Churchill zu sagen wagte, er solle aushvren von den „Fehlern" der anderen zu reden — und unter Hinweis auf die bevorstehende Erklärung zur Lage bn Somaliland — die Engländer würden froh sein. wenn "sie- solche „Fehler" gemacht hätten wie die Deutschen in Norwegen und in Flandern. So steht es sicher auch mit den Empfindungen der Londoner gegenüber den Phrasen Eoopers. daß London stolz sei, in die erste Schlacht eingetreten zu sein. Bisher wurden bekanntlich nur die militärischen Objekte in der Umgebung von London erfaßt. — Aber dann kommt bei dem Bluffer die Ankündigung des Siegesmarsches gegen die „Barbarei". Es ist in dieser Wock>e der hostnungslosen Abwehr der dritte oder vierte britische Minister, der die Fansare der „Offensive" bläst, weil man das englische Bol.k auf diesem Weg des lSesnndredens aus dem bedrückenden Gesühl herausreden will, in einer ausweglosen Mausefalle zu sitzen. Jede Maßnahmen der Briten, die die große Ossensive bringen sollte, stellt sich als das Gegenteil ihrer Ankündigung heraus. Ob wir nun Norwegen. Holland oder Belgien nehmen, stets stand die Niederlage und der „siegreiche" Rückzug aus die Intel am Ende. Die Versuche, den Südosten Europas, in. den Krieg zu zerren, wurden mit durch die Niederlage Frankreichs ^verhütet. Jeder siegreiche Ruckzug aber konzentrierte die Tömmies im eigenen Land, das in Furcht vor dem letzten Zugriss der deutschen Wehrmacht bangt.
Wie aber draußen in der englandsreundlichen Welt der Ausgang der vergangenen Woche beurteilt wird — die übrigens mit so umfangreichen Nachtangrissen unserer Lustwaffe endete, daß es in der Nacht zum Sonntag in ganz England kaum eine Stadt ohne Lustalarm gegeben haben dürste —, besagt das Urteil eines amerikanischen Ossiziers. der in „Newyork Harald Tribune" feststellt: „Es steht schlecht um England. Die Engländer hätten sich in einen immer ungünstiger werdenden Kampf begeben. Wörtlich stellt er fest: „Wir brauchen uns über die Entwicklung der letzten Woche nichts vorzumachen. Der wesentliche Punkt ist. daß die Schlacht über England gekämpft wird und nicht über Deutschland.
Während die Engländer nun sür den Hausgebrauch weiter die blödesten Märchen über die fabelhafte Ruhe, ja Gleichgültigkeit — die höchstens eine Folge unverantwortlicher Lügen der eigenen Regierung sein könnte — zu verbreiten suchen, geben amerikanische Berichterstatter höchst realistische Meldungen über die Schreie der „geisterhaften Figuren" bei dein Erscheinen eines jeden Flugzeugs. Aber neuerdings wird ossenbar zugleich damit den neutralen Berichterstattern von britischer Seite ein Bericht nach dem andern zugeleitet, der zunächst durch rührselige Schilderungen, aber auch schon mit Lügen über MG.-Bcschießungen von Zivilisten — langsam eine Greuelpropaganda starten soll. die schon andeutet, daß die Engländer nicht mehr lange ihre „Ruhe" und ihre „Siegesmeldungen" glauben aufrechterhalten zu können. Sie werden auch damit im Ausland im Endessekt nichts erreichen können, weil es draußen nicht unbekannt geblieben ist. wer tatsächlich schon seit langem feige nächtliche Angriffe aus deutsche Wohnviertel und friedliche bäuerliche Siedlungen vorgetragen hat — zuletzt auch aus Kulturdenkmäler und zugleich aus italienische Großstädte — wie es ebenfalls nicht unbekannt geblieben ist, daß Churchill die Niedertracht besaß, den Angriff auf deutsche Seenotflugzeuge zu befehlen, die unter den Gesetzen der Genser Konvention stehen. Deshalb wird auch diese Kampagne, die anscheinend langsam angekurbelt wird. nicht verfangen.
0as vlockavegebiel um kngland
Die genaue geographische Begrenzung
Berlin. 18. August.
Das Seegebiet um England, vor dessen Befahren die neutrale Schisfahrt in der Note an die neutralen Regierungen dringend gewarnt wird. ist geographisch wie folgt begrenzt:
„Don der französischen Atlantikküste auf 47 Grad 30 Minuten Nord. 2 Grad 40 Minuten West nach Punkt, 45 Grad Nord, 5 Grad West nach Punkt, 54 Grad Nord, 2V Grad West nach Punkt, 58 Grad Nord 20 Grad West nach Punkt, 62 Grad Nord 3 Grad Ost, von hier nach Süden zur belgischen Küste, dann der belgischen und sranzösischen Küste folgend zum Ausgangspunkt."
Londons flntwort: törichte Schlaaworte
stuf der Suche nach verrweiflungsmitteln — „flmerican Le-ion" als „Louisitanla" — Neue brttifche Minenfelder
—---—— Ah. B e r l i n, 18. August.
Das Echo der deutschen Blockadenote. die den neutralen Staaten vorgestern übergeben wurde - den USA die ia schon ein Verbot des Befahrens des Kriegsgebrets um England erlassen hatten, wurde sie'zur Kenntnis gebracht - hat in der Welt den stärksten Eindruck hervorgerufen. Das kon- Unenlale Europa begrüßt die Ankündigung der Totalblockade als Antwort auf britisches Piraten- tüm das schon lange rede freie Schiffahrt um England unterbunden hatte und das gesamte Gebiet um die Insel zum Operationsgebiet gemacht hatte.
die englische Antwort aus die Verhäng»»-, der totalen zckade ist matt und verwendet tausendmal abgenutzte ilaaworte die nur verraten, daß man in London gut ahnt, s der neue Schlag Deutschlands bedeutet. Eine Auslassung l Innenministeriums, die von der Londoner Sonntags- sse ausgewertet wird. besagt, Deutschland wolle ossenbar cch das Gerede von der Blockade" Englands Ausmerk- ikclt vonJnvasionsplänen oder von anderen Maßnahmen ähnlicher Richtung ablenken. England aber sei „bereit ! jede Eventualität". ° .
England hat ferner seinerseits neue Minenfelder ausgelegt, "sich gegen die gefürchtet? Gefahr eines direkten Angrisss schützen und die eigene Llockadedrohung gegen ywank- ch zu verschärfen. Diese Minenselder sollen nach Angaben Admiralität im westlich-n Teil deS Kanals und ,n der scaya liegen. In der schwedischen Presse wird an Oran nnert und daran, daß die englische Admiralität auch sür z Skagerrak und Kattegatt bereits Minenauslegung beeidete, 'die bekanntlich die Aufrechterhaltung der deutschen zisfahrt nicht verhindert haben.
Lie englische Propaganda rüstet sich indessen gegen die rtsche Blockade in einer Weise, die den Verdacht, daß mit
dem amerikanischen TranSPortdamPser „American Legion" irgendwie eine Churchill-Teuselei im „Nthenia"-Stil geplant sein könnte, nur allzu berechtigt erscheinen läßt. Schon werden wieder Greuelberichte über angebliche Einzelheiten bei Versenkungen schwedischer Schisse in den Gefahrzoiken verbreitet und vollends sür die Reise der „American Legion" wird von der englischen und englandsreundlichen Presse auch in gewissen anderen Ländern eine verdächtige Aktivität entfaltet, Was Churchill gegenwärtig als Kegeckschlag aus die deutsche Blockade braucht, ist ein neuer „L v u i s i t n n i a"- Fall, diesmal aber, damit er entsprechend schärfer wirkt, in englischer Regie, wie sie auch bei der „Athe- nia" versucht wurde. Die Unterstellung der englischen Presse gegen Italien bei ihren Haßansbrüchen wegen der Vorgänge um Griechenland geben einen Begriff davon, was- England seinen Feinden für Absichten unterschiebt und was für Methoden es folglich selber für ratsam ansieht. Die zweifellos von England veranstalteten Schüsse und Bomben gegen griechische Schisse sind nur ein Vorgeschmack davon, wessen, die Churchill-Regie fähig ist, wenn es jetzt nicht bloß um Griechenland, sondern um die Vereinigten Staaten geht.
Wie Churchill dagegen über die eigenen Verluste in, Seekrieg zu schweigen versteht, dafür liefert der Fall des im April vor der englischen Küste versenkten französischen Zerstörers „Mails Breze" (2400 Tonnen) ein klassisches Beispiel. Daß dieser Verlust erst jetzt bekannt wurde, wird in London als ein Triumpf für die Geheimhaltung militärischer Vorgänge gefeiert. Die englische Admiralität teilt Iveiter mit, daß N-Boot „Erphens" sei überfällig und „mutmasjlich verloren .
Die militärischen Stellen Englands waren, wie schwedische Berichte aus England besagen, auch während des ganzen Sonnabend in voller Alarmbereitschaft, Es sei zu erkennen gewesen, so sagt der Londoner Vertreter von „Stockholms Tidningen , daß man .sich keinerlei Illusionen hingegeben habe. Das klingt schon ganz anders als die sonstigen Prahlereien mit haushohen Kampferfolgen! I» der englischen Oessentlichkeit ist freilich der Ausdruck „Blitzkrieg" sür die deutschen Angrisss- und Ausklärungsslüge der letzten Tage erhalteugeblicben. Der erwähnte neutrale Beobachter sagt, nach englischer Ansicht interessiere nicht so sehr die Größe der Schäden (!), sondern vielmehr der psychologische Effekt bei der Bevölkerung. Als besonders ersrepliches Zeichen hierfür wird angeführt, daß der Lärm der Sirenen auf die Kurse an der Börse eine ermunternde Wirkung gehabt habe... ! So suchen die Londoner Blätter ihre eigenen Spekulationen für „die Volksstimmung auszugeben. Zur psychologischen Beeinflussung des Volkes sott u. a die unentwegte Verwendung einer Art von Sport-Jargon in der Berichterstattung über den Luftkrieg dienen, was ausländischen Beobachtern in London, wie ein Schwede schreibt, „etwas leichtfertig vorkomme",
2» Ärkqe
Tatsachen und Bluffs rings um England
mü. Bremen, 19. August
Duff Cooper weiß, was er seinem Herrn und Meister Churchill schuldig ist. Wenn jener schweigend über da- hinschmelzenden Illusionen brütet, muß er, der arg zerzauste Reklameminister, seinen Mund austun. Diesmal .ergriff er das Wort, um im Widerspruch mkt den Tatsachen so zu reden und zu tun, als hätten ihn die Schläge der deutschen Luftwaffe nicht außer Fassung gebracht. Und so hat er — nicht mehr derart weit vom Schuß wie einst bei den angeblichen „Siegen" auf dem Kontinent — ein „Wochenend des Sieges" erlebt. Solche englischen „Triumphe" müssen selbstverständlich gebührend gefeiert werden, was Duff Cooper nach allen Regeln der Kunst, aus Schwarz Weiß zu machen, denn auch in engster Anlehnung an die Würdigung der „glorreichen" britischen Rückzüge von den Kriegsschauplätzen seiner früheren Verbündeten tat. Wenn sich der Bluffer in seinem Uebereifer nur nicht verausgabt hat! — denn welche Steigerungsmöglichkeiten stehen ihm bei seinen „Sieges""feiern für nächste Weekends noch zur Verfügung?
Die Verkündung der Totalblockade gegen die britischen Inseln seitens der Reichsregierung ist im Ausland richtig verstanden worden; die bisher vorliegenden Pressemeldungen aus den Ländern aller Erdteile lassen sich zu dem Urteil zusammenfassen: die schwerwiegenden deutschen Maßnahmen sind angesichts der provozierenden „Kriegführung" Britanniens voll berechtigt, im Interesse einer möglichst schnellen Befriedung Europas notwendig, auf Grund der strategisch glänzenden Ausgangsstellung Deutschlands unbedingt erfolg- verbürgend und im Hinblick auf die lückenlose Isolierung Englands auch weltgeschichtlichhöchst bedeutsam. Die (an anderer Stelle wiedergegeben) öffentliche Meinung eines großen Teiles des Aus- landes bestätigt jedenfalls — dieses Echo der eindrucksvollen Berliner Warnung an die neutrale Schiffahrt kann in keinem der noch von England mißbrauchten Staaten überhört werden — daß Deutschland nach all den ungeheuerlichen englischen Völkerrechtsbrüchen sein eigenes Recht wahrt und gleichzeitig dem Wohl Europas dient, wenn es den britischen Piraten mit gleicher Münze heimzahlt und „keine Gnade" walten läßt. Ueber die Verantwortung derjenigen, die auch weiterhin neutrale Schiffe in das Kriegsgebiet rings um England, das heißt in das sichere Verderben, entsenden sollten, besteht also erschöpfende Klarheit, und mit Genugtuung verzeichnen wir die nicht nur als Auftakt zu wertende Tatsache, daß auch die pressemäßige Isolierung der Verbrecher um Churchill inzwischen entscheidende fortschritte gemacht hat!
Unerbittlich hämmert unsere Luftwaffe außer andere, militärischen Objekten britische Rüstungswerke i, Drummer. Die von den deutschen Kampffliegern Tal für Tag verteilten Schläge sowie die Totalblockade gegen das Jnselreich sind nicht zuletzt deshalb für di Gesamtheit der englischen kriegswichtigen Betriebe vo, geradezu katastrophaler Wirkung, weil die Rüstungs Industrie Albions schon seit langem auch mit wachsender Rohstosfschwierigkeiten zu kämpfen hat. Es genüg ern Blick in die von ihrer schwersten Krise heim gesuchte Eisenindustrie Britanniens, um der finger auf einen der allzuvielen wunden Punkte de zusammenbrechenden „Weltmacht" zu legen. Die ver hängnisvolle Entwicklung begann schon vor Jahr zehnten. Konnte England noch 1860 darauf hinweisen daß seine Roheisenerzeugung mehr als die Hälfte de: Weltproduktion betrug, so wurde ihm bereits um du Jahrhundertwende von Deutschland der Rana abae laufen, während heute, nach Ausbeutung der reicherer eigenen Erzlager Britanniens, die Versorgung de- ^nselreiches mit den für die Kriegsindustrie so wich tigen und unersetzlichen Eisenerzen zum weitaus größter
v o n a » § landischen Zufuhren abhän -
brauchen hier nur an die Auswirkung de, Abschneidung Englands von sämtlichen schwedischer Eisenerzen- zu erinnern, um zu erkenzrem m » « h « , i noch bis vor kurzem die Londoner Plutokraten alle auf. algerische und tunesische Eisenerzlieferünger J?Een, die früher ein Drittel des entsprechenden bri- tischen Imports bestritten. Mit dem Eintritt Italiens ""d dem Zusammenbruch Frankreichs wurde den Erzstrategen , zenseits des Kanals jedoch vorzeitig das Konzept gründlich verdorben. Schon vor Totalblockade seitens Deutschlands hatten die Engländer auf mehr als drei Viertel ihrer
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Vnsor
Unsere Lustwasse bombardierte erneut Flugplätze- Flai und «che.nwerserstellungen sowie Jndustriewerke un vafenan agen ,n England; gestern wurden nach den bi- hcr vorliegenden Meldungen 138 Flugzeuge vernichte!
Italiens Vormarsch in Britisch-Somaliland geht unaus haltsam werter. '
Die Weltpresse erkennt den Erfolg der deutschen Angriffe gegen England an.
Duss Cooper faselte von einem „britischen Wochenende des Sieges".
Im Tschammer-Pokal-Fußball setzten sich ASV. Blumen tahl und SV. Werder crsolgreich durch.
12 000 Zuschauer verfolgten voller Spannung die TRK- Veranstaltung in der Bremer Kampfbahn.
Das Weserstromschwimmen der KdF.-Sportgemeinschasten gestaltete sich äußerst erfolgreich.