Ausgabe 
(17.8.1940) Nr. 225
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parteiamtliche Tageszeitung

Das Amtsblatt des legierenden Vürgermeisters der Zreien fjansestadt Vremen

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der Nationalsozialisten Vremens

flmtliches verkündungsbloit des Neichsstattkalters in Oldenburg und Vremen

Nr. 225 / 10. Jahrgang

Sonnabend, 17. flugust 1940

kinzelpreis 15 Npf.

Stukas dröknten über London

erfolgreiche deutsche Luftangriffe lchne fttempaufe auf militärische Ziele knglands

über 40 feindliche slugzeuge abgeschossen

Wieder slugpliihe schwer getroffen und Sperrballone vernichtet

Berlin. 16. August

Am Freitag haben unsere Fliegerverbände wieder mehrere Angriffe aus militärische Ziele im Süden und Südosten Englands durchgeführt. So wurden, wie das DNB. erfährt, Flugplätze in der Gegend von Portsmouth sowie Flugplätze und Sperrballone in der Erasschaft Kent erfolgreich angegrissen. Auf den Flugplätzen wurden mehrere Hallen getrof­fen, einige in Brand gesetzt, Unterkünfte und sonstige Gebäude schwer beschädigt. Mehrere Flug­zeuge wurden am Boden vernichtet, eine Anzahl Sperrballone in der Luft abgeschossen. Insgesamt wurden die Lustkampshandlungen über England durch die Wetterlage eingeschränkt. An verschie­denen Stellen fanden kleinere Lustkämpfe statt, bei denen, nach bisher vorliegenden Meldungen, über 4V feindliche Flugzeuge abgeschossen wurden. Von eigenen Verlusten wurden bisher 15 Flug­zeuge gemeldet.

Wie im OKW.-Bericht bekanntgegeben, hat die Luft­waffe auch in der Nacht zum 16. August wichtige mili­tärische Ziele in England mit Bomben angegriffen. Wir erfahren hierzu noch, daß auch die Staatswerft von Chatham das Ziel der deutsche» Bombenangriffe war. Die an der Themsemündung gelegenen Docks und Werst­anlagen wurden erfolgreich bombardiert. In Virming- Ham-Longbridge wurden Bomben ausThe Austin Co. Ltd.", eine Auto- und Motorensabrik abgeworfen. Diese Fabrik baut während des Krieges die bekannten Vri- stol-Flugmotoren. In Brought bei Hüll wurden die Blackburn Aircraft Werke" mit zahlreichen Bomben belegt. In dieser Flugzeugfabrik werden u. a. die eng­

lischen Stukas gebaut, mit denen die britische Luftwaffe versuchen will, den berühmten deutschen Stukas Kon­kurrenz zu machen. Alle britische» Versuche in dieser Richtung sind bisher mißlungen!

Deutsche Aufklärungsflugzeuge überflogen im Lause des Freitag die Ziele der letzten nächtlichen Bomben­angriffe, um Einzelheiten über den Umfang der Zer­störungen, die in der Dunkelheit der Nacht nicht fest­gestellt werden können, zu photographieren.

Am Ende einer Woche mcissierter Angriffe auf England im Stil gesteigerter bewaffneter Aufklärung, die mit der grohen Luftschlacht vor Dover und dem Schlag gegen den großen englischen Geleitzug begann und am Sonntag ver­stärkte Fortsetzung fand, können wir feststellen, daß die deutsche Luftwaffe eindeutig die Ueberlegenheit und Vor­herrschaft im englischen Luftraum besitzt. Ueber 588 ver­nichtete Britenflieger, gewaltige Zerstörungen an militärisch bedeutsamen Werken der Rüstungsindustrie wir verweisen nur auf den erfolgreichen Angriff auf die ..englischen Stuka- Flugzeugwerke" am gestrigen Tage, an Hasenanlagen,

Kriegshäfen. Docks. Verkehrsanlagen, das sind die materiellen Ergebnisse dieser Lustkampshandtnngen." Richt minder be­deutsam aber ist die, nennen wir es die seelisch« Auswirkung der Angriffe; am Ende steht eine Panik, die sich zu ent­wickeln beginnt, seit am Donnerstag auch London ungehin­dert überflogen wurde und der Londoner Flughafen Croy- don schwer getrosten wurde, steht aber weiter die moraftsä)« Niederlage der Briten in aller Welt. die sich die irrsinnigen Zahlenersolge Reuters nun nicht mehr vorsetzen läßt. Dieser Vertraiiensverlust kommt am deutlichsten in den neuesten vorliegenden Newtzvrker Berichten über die Ereignisse um London und die Angriste aus Croydon zum Ausdruck.

Wir versagen es uns. dem Zahlentaumel zu folgen, den die amerikanischen Berichterstatter nun ihrerseits loslassen, um damit die außerordentliche Wirkung der deutschen An­griffe noch zu unterstreichen, wir halten nur fest. wohin es mit England jetzt auch in den Augen seiner besten Freunde gekommen ist. die noch bis vor kurzem die großmäulige Churchill-Prognose übernahmen: ..Sie wagen es nicht" eine Wendung, die immer wiederkehrte, wenn in Zeiten auf­reibenden Wartens den Engländern die Nerven durchzugehen drohten. Heute sind sie schon bei dem panisct^n Aufschrei, daß dies wohl schon ..der große Tag" sein könne. Jetzt steht nun Churchill, der Verantwortliche an diesem Krieg und die­ser Situation, vor der Notwendigkeit, sein Volk dem Opfer- gang des letzten Stadiums auszusetzen, denn niemand schlägt sich mehr sür England. Wir haben immer erklärt, daß wir kein Interesse an der Vernichtung des engliscl,en Empire haben, aber wir können es ruhig aussprechen, daß jedem Deutschen das Gefühl wenig genehm war. daß etwa das England Churchills und der Plutokratenkaste, die die Schuld an diesem Kriege tragen, nun ungestraft davonkommen soll. Nun hat Churchill selbst das Gericht über sein Land iür die Schuld an diesem Krieg heransbeschworen, und diese Sühne wird in Erfüllung geizen.

Vor welirmachtsberlcht vom 1S. flugust

sortletzung der wuchtigen Luftangriffe aus kngland In heftigen tuftkämpsen insgesamt 14) seindflieger vernichtet U-8oot versenkte 14 000 können

Berlin, 15. August.

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Am 15. August und in der Nacht zum 16. August setzte die Luftwaffe ihre Angriffe auf Seehäfen, Anlagen der Rüstungsindustrie, Flugplätze und Ballonsperren weiter fort. Die Hasenanlagen von Portland, Scarbo- rough, Bridlington und Middlesbo- rough, Flugzeug- und Motorenwerke in Birming­ham und Brought bei Hüll, sowie Hallen und Unter­künfte aus mehreren Flugplätzen in Süd-, Südost, und Mittelcngland wurden schwer beschädigt. Dabei kam es zu heftigen Lustkämpsen, in deren Verlauf Major Ealland seinen 26. Luftsieg errang. Mehrere britische Häfen wurde» vermint. Die Nachtangriffe britischer

Flugzeuge gegen Westdeutschland richteten keinen nen­nenswerten Schade» an. Die Eesamtverluste des Geg­ners am 15. August betrugen mindestens 143 Flugzeuge, von denen 166 im Luftkampf, der Rest am Boden zer­stört oder durch Flakartillerie abgeschossen wurde. Außerdem gelang der Abschuß von 21 Sperrballone«. 32 deutsche Flugzeuge kehrten nicht zurück, jedoch konnte unser Seenotdienst neun deutsche und einen britischen Flieger im Kanal retten.

Ein Unterseeboot versenkte zwei bewaffnete Handels­schiffe mit zusammen 14 666 BRT. Einige Minenräum­boote schössen von zehn angreifenden feindlichen Spit- sire-Flugzeugen vier ab."

ftngriff auf lrostiwn im Mittelpunkt

Vomben aus niedriger flöhe Sroße Wirkung iroh sofortiger slakabweflr

Kampfflugzeuge und Jäger beteiligt

lirv. Stockholm, 18. August

Der Bombenangriff aus den Londoner Flughafen Crohdon steht im Mittelpunkt der Weltcrcignisse. Die Uebcrflicgung der Hauptstadt trotz Flak und Ballonsperren ist wie ein Zei­chen der Zeit. Ein böses Zeichen! Zu diesem Ereignis werden jetzt Einzelheiten bekannt, die die Wirkung der Angrisse und die Präzision seiner Anlage beleuchten:

Der Angrijs aus Crohdon erfolgte am Donnerstag in der Zeit don 28 bis 28.38 Uhr englischer Zeit (die eine Stunde vor der deutschen liegt). 28 bis 38 deutsche Flugzeuge hätten, so melden die Engländer, daran teilgenommen. Hiervon etwa 12 Bomber, die übrigen Messerschmitt-Jäger. Die Angreifer seien in einem Abstand von etwa süns Kilometer vom Flug­platz entfernt hinnntergcstoßcn. In einer Höhe von nur wenigen hundert Metern wurden die Bomben abgeworfen. Die englische Verteidigung wurde offenbar wie die britische Darstellung erkennen läßt durch das Auftauchen der deut­schen Flugzeuge völlig überrascht, die Flak trat aber sofort in Aktion, und auch Jäger wurden eingesetzt.

Ueber die Schäden, die in Crohdon entstanden, sagen die englischen Berichte, eine Anzahl vonGebäuden" sei in Mit­leidenschaft gezogen worden. Im Lusthascn selbst seien selbstverständlichkeine ernsteren Schäden" angerichtet worden, es habe jedoch eine Anzahl von Toten und Verletzten gegeben. Auch die Schäden an Privathäusern in der Nähe des Flugplatzes seien relativ gering. Es gibt nämlich in der Nähe des Flugplatzes fast kaum Privathäuser, Wohl aber großes Wiesen- und Baugelände. Passagiere eines in der Nähe des Flugplatzes stehenden Autobusses seien durch Glas­splitter verletzt worden, als eine Bombe in der Nähe einschlug und einen Krater von sechs Meter Durchmesser riß. Ein be­nachbartes Jndustricgebäude sei von einer Bombe getrosten worden und noch Stunden danach seien die Bergungsmann- schastcn auf der Suche nach den Arbeitern gewesen, die in diesem Gebäude beschäftigt gewesen seien.

London erlebte bei dieser Gelegenheit seinen sünsten Lust­alarm. aber zum ersten Mal handelte es sich um eine Aktion solchen Ausmaßes gegen das Herz des Weltreiches. Die Sirenen heulten kurz nach 19 Uhr und sofort nach dem Alarm verbreitete es sich wie ein Lausteuer, daß deutsche Flugzeuge Croydon angegrissen hätten. Die deutsche Aktion war jedoch

so kurz und begrenzt, baß sie auf das eigentliche Gebiet der englischen Hauptstadt, an deren südlickzem Aussallstor C.rvh- don liegt, nicht übergrist. und der Alarm nur 25 Minuten dauerte. Die Straßen leerten sich nur langsam, da viele Eng­länder glaubten, es handle sich wieder um einen ialschen Alarm.

Andere Berichte besagen weiter, daß sehr viele Einwohner der englisclzen Hauptstadt mit dem Aufsuchen der Schutz- räume zögerten, weil die Neugier überwog und weil die Eng­länder durch die Berichte itzresJnsormations-LügenaPPa- rates" unter der Suggestion stehen, als ob solche Angriste im wesentlichen ein spvrtlicl>es Tclzauspiel seien. Das Trans­portwesen blieb im großen und gan.zen während des Alarms in Funktion, doch hielten die Autobusse an. um den Fahr- gästen Gelegenheit zu geben, die Schutzrüume ausznsuclien. Zahlreiche Nntergrunbbahnstativnen wurden geschlossen. Viele Londoner seien aus die Hau-dächer gestiegen daher die Opser! Doch hätten sie nichts weiter gesehen als Jagdflug­zeuge, die den deutschen angrestenden Maschinen nachgeschickt worden seien.

Das englische Lnstiahrtmtnisterium ließ was sür den Charakter des beutsclzen Angriiss und sür die Schwere der angerichteten Schäden aufschlußreich ist zunächst jede Be­richterstattung über den Lnstangriii verbieten. In den Früh- ansgaben der Londoner Zeitungen vom Freitag steht kein Wort über die gesamten Vorgänge. Das Jnsorinations- ministernun lag während des Angriiss vollkommen still. Aus­ländische Journalisten und Beamte des Ministeriums saßen gemeinsam im Keller, wie das ganze Regier»»gsviertel über­haupt bis zu den höchsten Spitzen der Regierung.

Bomben aus Hawking"Lustkamps über Londoner Vor­städten" dies« Nachrichten haben natürlich in der ganzen Welt Sensation ausgelöst. Sie bezeichnen ei» neues Vor­dringen der deutschen Luststreitkräste bei ihre» bewassneten Ausklärungsslügen über England, die zu unrecht von vielen Beobachtern bereits mit dem eigentlichen Angriff verwechselt werden. Ihr Umfang wächst und mit ihm die Intensität der Kämpfe. Die Kiimpsc vom Donnerstag werden von englischer Seite als die heiligsten bezeichnet, die sich bisher über Eng­land abspielten. Die Zahlen der beteiligten Flugzeuge, die von englischer Seite ausgegeben werden, vermitteln einen Be­griff von der Ausdehnung der Kämpse, aber auch der Schä­den, die die englischen Stellen auf Umwegen zugeben, etwa durch das enorme Gewicht der angreifenden Kräfte und die

Ueberlegenheit, was dann begreiflich machen soll. daß eigene Verluste nicht zu vermeiden waren. Selbst von englischer Seite wird immerhin zugestanden, daß der Einslug der deut­schen Maschinen in Gruppen erfolgte, trotz des anhaltenden Flakseuers. Insgesamt habe es sich am Donnerstag, so stellen die englischen Berichte fest, um Angrisse von Plhmouth bis zur Themse gehandelt.

Die Uebersliegung Londons durch starke deutsche Lustein­heiten hat die Bevölkerung ungeheuer bcnnrnhigt, hat sie ihr doch deutlich demonstriert, daß die britische Lnftwasfe nicht einmal mehr über der britischen Kapitale den Luftraum mehr lückenlos beherrscht, da der nach englischen Meldungen von den deutschen Fliegern bombardierte Lusthnfen Crohdon direkt vor den Toren Londons liegt. Da der Schaden bereits von der Londoner Bevölkerung aus Grund von Angenzengenbe- richten diskutiert wird hat man sich, um den wahren Scha­den zu verschleiern, aus die solgende Formel geeinigt:Der Flughasen von Crohdon ist von der Luftwaffe heftig bom­bardiert worden" lExchnnge Telegraph, oderZahlreiche Ge­bäude um den Jtnghaien von Croydon beschädigt". Dabei meint man dann »ach der oben skizzierten Praxis mit der UmschreibungGebäude"' die Anlagen und Flughallen Croy- dvns Die Bernnrnhignng über den Angriff aus den Lon­doner Flughasen ist um so größer als inan in London be­reits Parallelen mit den deutschen Lnftangrifsen aus die Pa­riser Flughafen zieht. DerDaily Telegraph" spricht davon, daß Cngland vielleicht am Vorabend von zehn entscheidenden Tagen stehe, und er versucht dabei, sür dieseentscheidenden Tage" die Bevölkerung mit verzweifelten Gesten zum Wider­stand aniznrütteln

Nichts hat die englische Regierung in den letzten Tagen mehr erbittert als das unerfreuliche Echo, das die Sieges­meldungen der Engländer im neutralen Ausland ausgelöst haben. Mit besonderem Aergcr hat man die unersreuliche Reaktion in den USA. und in Japan festgestellt. Trotzdem hat sich die englische Propaganda nicht belehre» lassen, son­dern von neuem eine unsinnige Siegesmeldung in die Welt gesetzt und behauptet, daß Deutschland am Donnerstag 144 Bomber und Jagdflugzeuge verloren habe. In Dänemark stellt die Presse fest, daß die dentschk Luftwaffe dem Gegner nicht die geringste Atempause gönne und das Deutschland mit jedem Tage die Vorherrschaft im Luftraum mehr an sich reiße. Ungeheuren Eindruck hat es gemacht, daß am Donners­tag London trotz der vielgerühmten Ballonsperre und starker Flakabwehr ungehindert überflogen werden konnt«.

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Von ülmil Knünsr

Mit einem feierlichen Eeneralmitgliederappell trat die NSDAP. am 15. August 1940 im Generalgouverne­ment zum ersten Male vor die breite Oeffentlichkeit. Damit beginnt die Führungsarbeit der Partei auf einem neuen Abschnitt unter wesentlich anders gearte­ten Bedingungen. Soll sie doch hier im Generalgouver­nement Führerin jener Deutschen se'in, die mit Füh­rungsaufgaben inmitten eines Fremdvolkes betraut, alle daraus fließenden Verpflichtungen innerer und äußerer Art auf sich genommen haben.

Nach dem Sieg der deutschen Waffen im September 1939 hatte das polnische Staatsgebilde tatsächlich und rechtlich zu bestehen aufgehört. Das, was sich polnische Regierung nannte, hatte das Weite gesucht und dem Sieger Staatsvolk und Staatsgebiet überantwortet, über die dieser nun nach jenem ungeschriebenen Kodex zu verfügen hatte, der sich Völkerrecht nannte.

Damit war dem Führer die Neuordnung eines an Spannungen überreichen Raumes in die Hand gelegt, eine Aufgabe, die ihres Meisters harrte: galt es doch nicht nur, die raumbedingten Spannungen zu lösen und den Raum für alle Zukunft zu befrieden, vielmehr waren auch dort. wo das Reich nunmehr über seine nationalstaatlichen Grenzen hinausgewachsen war, jene neuen Formen zu prägen, die dem Raum Gestalt geben sollten und die dem Reichsinteresse nach überlieferten Begriffen genau so gerecht werden mußten, wie dem revolutionären nationalsozialistischen Denken.

Mit sicherem Griff und weit in die Zukunft blicken­der Voraussicht hat der Führer die raumbedingten Spannungen beseitigt: nach außen durch den Grenz- und Freundschaftsvertrag mit der UdSSR. vom 28. Sep­tember 1939, der die Gebiete ostwärts Bug und Sän mit vorwiegend weißrussischer und ukrainischer Bevölke­rung der Sowjetunion zusprach, im Innern durch die Eingliederung der westlichen Gebiete Ostoberschlesien, Wartheland und Westprenßen in das Reich und durch die Schaffung desGeneralgouvernements".

In der revolutionären NeuschöpfungGeneralgouver­nement", die. Heimstätte des polnischen Volkes und In­teressengebiet des Deutschen Reiches zugleich, in den Kategorien übernommenen Denkens einer versinkenden Epoche keinen Platz findet, war jene staatsrechtliche Form gefunden, der als Inhalt die Entfaltung des historischen Auftrages des Deutschtums im Ostraum bei gleichzeitiger Wahrung der völkischen Substanz des Fremdvolkes auf diesem Raume zugedacht ist.

Die erstmalige, sich auf keinerlei Vorbilder stützende Aufgabe, die mit der Verwirklichung dieser großzügigen Konzeption gestellt war, hat der Führer seinem alten Mitkämpfer, Reichsleiter Dr. Frank, übertragen, in­dem er ihn zum Generalgouverneur berief. Dem Rufe Pg. Dr. Franks zur Mitarbeit folgten Männer aus allen Gauen des Reiches, Nationalsozialisten, die mit altbewährter Einsatzbereitschaft die Schwierigkeiten auf einem neuen, ihnen vorläufig fremden Kampfabschnitt zu meistern bereit waren. Und es zeigte sich, daß die Aufgabe in ihrer Erstmaligkeit auch nur von Männern zu lösen war, deren Denken tief im Boden der national­sozialistischen Weltanschauung verwurzelt war und de­ren Handeln sich nach den Gesetzen jenes revolutionären mit Disziplin gepaarten Schwunges ausrichtete, der der Bewegung eigen ist.

Unter diesen Umständen war es selbstverständlich, daß Reichsleiter Dr. Frank die NSDAP. im Generalgouver­nement so rasch als möglich zu aktivieren bestrebt war. Das der Partei allein zustehende Primat des Menschen- siihrung mußte auch hier wirksam werden, gerade hier, wo von jedem Deutschen als Repräsentanten des Reiches jene äußere und innere Haltung gefordert werden muß, die ihm nur seine nationalsozialistische Weltanschauung zu geben vermag. Aber hier war auch vorerst die der neuen staatsrechtlichen angepaßte neue Form zu fin­den, in der die NSDAP. unter Bedingungen ihr Wir­ken beginnen konnte, die von denen des Reiches in allem und jedem verschieden sind.

In aller Stille reiften neue Pläne für die Aktivie­rung der NSDAP. im Generalgouvernement, die der Stellvertreter des Führers schließlich gut hieß, und am 9. Mai l940 konnte der Generalqouverneur in seiner Eigenschaft als Reichsleiter der NSDAP. eine Anord­nung erlassen, wonach alle Mitalieder und Anaehöriaen der Gliederungen der NSDAP., mit Ausnahme der

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Teutsche Stulas zerstörten den Flugplatz von London. Nach bisher vorliegenden Meldungen wurden am gestrigen Tag« von der deutschen Lustwasse 48 feindliche Flugzeuge abgeschossen: die Zahl der am Donnerstag vernichteten

englischen Flugzeuge hat sich aus 143 erhöht.

Ein britischer 8688-Tonnen-Tanker wurde torpediert. England setzte Lügen um den KreuzerHelft" in die Welt. Das deutsche Volk spendete zur 5. Haussammlung im Kriegshiliswerk sür das Deutsche Rote Kreuz über 38^ Millionen Mark.

Die kommende Zutcilnngsperiode bringt wieder im wesentlichen unveränderte Lebensmittelrationen.