Ausgabe 
(15.8.1940) Nr. 223
Seite
1
 
Einzelbild herunterladen

erscheint 7mal wöchentN»

MonalSbezug 2L0 einschl. Zu stellgebührr Postbezuosprels monatl 2-30 (einschl. 28,7 Post. zelkungSgebühr» zuzügl. 42 ^ Be- stcsiaeld. DezuaSprelS Ist Im voran« Z"6Gar Postscheck- Hambura 1 7272 Eine Behinderung der Lieferung rechtfertigt keinen Anspruch aus Rückzahlung des Bezugspreise«. Verlag: NS.-Gauverlag Weser- EmS GmbH., Bremen. Geercn K-8. ssernspr.: 54121. Nachtr. u. Sonntg. 51115. Spre chz.: Verlag: werktl. 1213 Uhrr Gchriftleitung: Diens­tag und Freitag 12'/»13^ Ubr.

vreinn ieituim

-cl-

in

St,

parteiamtliche Tageszeitung

Vas Amtsblatt des Negierenden Vürgermeisters der Zreien 5jansestadt vremen

M

Anzeigen - Grundperlsil.

Dir I mro hohe und 22 ww breite Zeile im Anzeigenteil 13 H/. Dir 78 mw breite und 1 ww hohe Zeile im Tertteil 75 Ermäßigte

Grundpreise lfür Klein u. Fan-'""- anzeigen u. a.) sowie sonstige Be­dingungen Preisliste 9 Nachlaß- staffel O. Für Anzeigen durch den Fernsprecher keine Gewähr. An­nahmeschluß 16 Uhr. Geschäfts­stellen: 6n Bremen: Am Geeren Nr. k/8. Fernspr. 5 41 21. Nachtrus und sonntags: Fernsprecher 511 15; Obernstraße 88, Fernspr. 5 41 21. 8a Vvke: Mühlendamm Nr. 2.

der Nationalsozialisten Vremens

flmlliches verkündungsblalt des Neichsstatttsallers in Oldenburg und vremen

Nr. 22Z / 10. Zaiirgang

Donnerstag, 15. flugust 1040

kinzelpreis 15 Npf.

E Luftkampfe trotz schlechten Vetters

Me kampfgestafttte deutsche Luftwaffe bleibt erfolgreich am seind!

22 britische Jagdflugzeuge abgeschossen

Vewaffnete fiufklarung über dem Kanal / Vernichtung englischer Vallonsperren

Berlin, 14. August

Die Luftkampshandlungen am Mittwoch litten unter dem Einfluß des schlechten Wetters. Wie das DNB. erfährt, waren daher nur wenige deutsche Verbände eingesetzt. Bei der Durchfüh­rung ihrer Aufgaben, die sich in erster Linie aus bewaffnete Aufklärung über dem Kanal und aus Vernichtung von Vallonsperren an der Südostküste Englands erstreckten, kam es an mehreren Stellen zu heftigen Lustkämpsen, bei denen sich der Gegner zäh zur Wehr setzte. Nach bisher vor­liegenden Meldungen wurden hierbei über der Erafschast Kent 22 britische Jagdflugzeuge, in der Mehrzahl vom Muster Spitfire, abgeschossen, während nur süns deutsche Messerschmittslugzeuge verlorengingen,

-!i!

!

knglands Intrlgen um Manien

Dr. v. 1.. Rom. 14. August.

Nach italienischen Enthüllungen hat England bei der Er­mordung des Führers der albanischen Minderheit in Griechen­land Daut Hoggia seine Hand im Spiel in der Hossnung, durch Griechenland Wirren in Albanien hervorzurusen und dadurch wieder ein Sprungbrett zur Fortsetzung seiner tra­ditionellen Balkanpolitik des Unfriedens zu gewinnen. Beweis dafür ist nach italienischer Auffassung, daß Radio London seit dem 23. Juli, dem Tage der Ermordung Hoggias, von Unruhen in Albanien spricht. Diese Meldungen, darunter auch die neueste, wonach 400 Italiener durch 5000 ausstiin- idische Albaner getötet worden seien, gehören in das übliche Kapitel englischer Lügenmärchen, verraten aber doch Englands Spiel mit Griechenland gegen Italien.

Lb die italienische Regierung bereits einen diplomatischen Schritt in Athen unternommen hat, ist bisher nicht bekannt. Die Verantwortung Athens für den Mord wird jedoch er­neut hervorgehoben und zugleich darauf hingewiesen, datz Nordwestgricchenland (Eiamuira) eine Minderheit von über 100 000 Albanern ausweist, die von Athen in jeder Hinsicht unterdrückt und ihrer Eigenständigkeit beraubt werden.

.

.jl>!

i4L//se/x/.

t. i ^

/x i-t/x i_

Stefani meldet aus Tirana, daß die Gewaltakte gegen die unter der griechischen Herrschaft lebenden Albaner nicht ab­nehmen. Es seien weitere Albaner verhaftet und in Ketten nach den Kerkern von Jania verschleppt worden, weil sie sich weigerten, sich für die Spionage und die Propaganda der griechischen Behörden herzugeben.

Nasch und vernichtend geschlagen

Augenzengenbericht von Aalborg

. Kopenhagen. 14. August.

Die dänische Oefsentlichkeit steht am Mittwoch noch voll­kommen unter dem Eindruck des großen deutschen Lustsieges über Aalborg. Die Kopenhagen» Blätter bringen aussiihr- lich« Augenzeugenbcrichte, die die Ileberlegenheit der deut­schen Flieger und die glänzenden Leistungen der Flak be­stätigen. Zahlreiche Dänen habe» die Abschüsse der Briten miterlebt, so daß es der englischen Propaganda diesmal sehr schwer fallen wird, die vernichtende Niederlage abzustreiten.

In derBerlinske Tidende" schildert ein Augenzeuge, datz die Engländer in großer Höhe angrisfen. Trotzdem hätten bereits die ersten Schüsse der Flak gesessen. Nach wenigen Minuten seien die ersten Maschinen brennend abgestürzt. Dann sei eine deutsche Iagdmaschine aufgetaucht, die den Kamps gegen sechs feindliche Flugzeuge gusg^nommen habe.

Der welirmachtsberlcht vom 14. ftugust

152 stugzeuge uns 12 Sperrballone am Nenorag vernichtet Wirksame vomdenangriste aus ratilreiche Käsen-, Industrie- und Dugplatsanlasen U-Voot versenkte 41S11 rannen

Berlin, 14. August

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Deutsche Fliegerverbände griffen am 13. August die Hafen- und Kaianlagen in Wallsend, Hartle- pool, Bournemouth und Plymouth, Rü­stungswerke in Exeter und Bristol, sowie Groß- tanklager in North Killingham wirksam mit Bomben an.

Im Kanal und in der Themsemündung gelang es, zwei Vorpostenboote und zwei Handelsschisse mit 15 999 VRT. zu versenken. Weiter belegten Kampfflugzeuge die Flughäfen von E a st ch u r ch, Detling , Farn- borough, Andover, Odiham und Middle Wallop mit Bomben, zerstörten zahlreiche Hallen und Unterkünfte, Oellagcr und Wersten und vernich­teten eine größere Anzahl von Flugzeugen am Boden. Bei den Angriffen im Kanal und aus England kam es zu zahlreichen heftigen Lustkämpsen, in deren Verlauf 74 feindliche Flugzeuge vernichtet wurden. Im Lause

des Tages versuchten britische Flugzeuge vom Muster Vristol-Blenheim die dänische Stadt Aal borg an­zugreifen. Jäger und Flakartillerie zwangen den Feind schon vorher zur Umkehr und schössen Ili von 23 An­greifern ab.

Feindliche Bombenwürfe in der Nacht zum 14. August richteten nennenswerten Schaden nirgends an. Die ge­strigen Eesamtverluste des Feindes betragen 132 Flug­zeuge und 12 Sperrballone, davon wurden 89 Flug­zeuge im Luftkamps, 43 am Boden und durch Flak­artillerie zerstört. 28 deutsche Flugzeuge werden ver­mißt.

Ein Unterseeboot unter Führung von Kapitänleut­nant Salmann meldet die Versenkung von 41 811 BRT., darunter einen britischen Hilfskreuzer von 11 49V BRT. Teile einer deutschen Unterseeboot-Jagdslottille trafen in der Nordsee aus mehrere britische Zerstörer, die sich trotz ihrer Ueberlegenheit nach kurze!« Gefecht in unsich­tigem Wetter zurückzogen. Unsere Boote führten ihre Ausgäben unbehindert weiter durch."

Der fülirer überseickt llie ^sssciisÜLtsbe

Vforte <!er vsnker sn den keiclirmarrcksll und die 6snerslfeldmsr§ckslle

8 srI > n, 14. Lugu»t.

Dsr kilkrse uncl vberrts 8skskl»ksbsr übsrrsickts am bckitlvvock in »einem ttrbsiirrimmss in «ier bleuen Keick»ksnrlsi «kein Ksick»msr»ckaII uncl reinen von ikm im ksickrtag am 17. luli bstörklsrten Ssneralkslckmsrrckäilen clis Inrignisn ikrsr Nsnger, «lis bäarrckallrlUbs.

0er kükrsr lsilsts «lie ksisriicks Usbergsbe mit Worten clsr Danke» kür «lie Verclisnrts «lsr bcksrrckülie um rlen Sieg rler «leutrcben Walken ein uncl »prack über «lis Verpflichtungen,

«lie ihnen «lsr bckarrckallrang gegenüber Volk unrl Nsick auferlegt.

/In «lsr Usbsrrsickung konnten «lis pslrlmarrckslls «lsr 1uft«sf<e bckilck, Spsrrls un«l llsrrslring nickt teilnehmen, rla «lis llampftütigksit «lsr luktwatls ikrs /Ibwerenkeit von ihren Hauptquartieren nickt gsrtattst.

llzurchills Schwindeleien durchschaut

Nonal ftirsorce wird unterliegen" - Sie schwerste Situation der Sefchichte knglands

Berlin, >4. August.

'' Wie ties die LondonerSiegesmeldungen" im Kurs ge­sunken sind, zeigt ein Blick in die Auslandsprepe. Obgleich Churchill den gesamten Londoner Lugenapparat au, vvch- touren lausen läßt, mutz er zu seinem Kummer ,est,telle>i, daß in den Meldungen über den Luftkrieg vor undder Englands Küste die deutschen Verlautbarungen ,a,t aus- -nahmslos bevorzugt und in Kommentaren lehr detailliert »Wiedergegeben werden. Selbst ausgesprochen englandfreund- liche Blätter behandeln die britisclien Phantasieberichte ant spürbarem Mißtrauen. Zu ost sind Auslandszeitungen im Laufe deä Krieges enttäuscht worden, als dan sie aus die neuen Verschleierungs- und Vewrehungstricks Churäiills die zudem an Plumpheit und Frechheit alles bisher Geleistete übertressen wieder hereinsallen wollen. Die Nnvcrschamt- hcit das Verhältnis der BerlustziUern 1^, den gegenwärtigen Lustkämpsen einsach umzudrehen, bewirkt das Gegenteil von dem. was man in London beabsichtigt.

In amerikanischen Blättern macht sich,-in- große Verbitte­rung über die Lügenkampagne Churchills bemerkbar.Ncw- dork Tun" schreibt heute, daß viele Amerikaner es e,n,ach nicht verstehen könnten, daß England versuche, den Ernst sei­ner militärischen Lag- vor der Lessentlichkeit zu verbergen. Es sei dringend zu hossen, daß die englischen Zemoren Tat­sachen nur dann verschweigen oder veriarben sollten, wenn strena militärische Ueberlegungen dies erforderten. Auch der militärische Mitarbeiter der ..Rcwhork Post" bezweifelt die Richtigkeit der britischen Angaben "nd weist an, d-e au'- sallenden Lücken in den Kommuniques hin. Nichts sei bei­spielsweise. so heißt es hier. von den -»-den an Portlands Hasenanlagen erwähnt, obgleich es doch klar sei. datz. wenn

»ach Churchills Angaben 20» Flugzeuge den Hasen acht Stun­den lang angrisjen. Schaden entstanden sein »nisse. Churchill hat damit einige Quittungen über den Zusammenbruch seiner vcrzweisclte» Lügenanstrengnngen erhalten.

Wie Zehr .auch das Interesse des italienischen Publikums durch die dentsitie .Lustaktion gegen England i» Anspruch genommen wird, so betonen' sychmännis'che Beobachter doch daß erst der erste Akt der britischen Untergangstragödie an­gebrochen sei. Die Wucht, mit der er abrollt, ist sreilich für London erschreckend genug, und alarmierende Begleiterschei­nungen in der Welt lassen nicht aus sich warten.

Während die Insel und ihre Küsten buchstäblich von Stunde zu stunde verwundbarer werden, sallen an den Börsen in USA, die englischen und amerikanischen schwer­industriellen Titel vorerst um durchschnittlich iünf Punkte, Wallstreet ist nervös, konstatiert man in Rom,Amerika­nische Sachverständige", so schreibt eine Morgenzeitnng,sagen bei aller Stzmpathie sür angelsächsische Prinzipien voraus, daß die RAF. im Duell mit der deutschen Lustwasse unter­liegen wird."

In Italien sügt man dein die Voraussage hinzu, daß die englische Flotte, die sich gegenwärtig noch als ziemlich nutzlose Reserve in ihren Schlupswinkeln versteckt halte, srüher oder später herangezogen werden müsse.Es ist eine verzweiselte Ausgabe", so lesen wir imPopolo di Roma", die die bri­tische Lustwasse zu ersüllen hat. Der katastrophale Ausgang des großen Zweikampscs der letzten Tage beweist, daß-die deutschen Flieger dank ihrer überlegenen Kampstechnik, dank der Güte ihres Materials und der Uncrschöpslichkcit ihrer Reserven bald die Herrschaft im Lustraum erringen werden, da die RAF. Verluste »n solchem Tempo und in solcher

Menge nicht lange aushalten kann, vor allem wegen der Verknappung des Faktors Mensch. Dabei hat die deutsch« Lustwasse »och in den letzten 24 Stunden ihre Tätigkeit in geradezu unvorstellbarer und schlechthin verblüffender Weise verstärkt, die Lustschlacht an der englischen Siidkiiste hat sozusagen Dauercharakter angenommen."

Unter der UeberschristGroße Lnstkümp» über der Küste Englands" veröfsentlicht die Moskauer Presse die Nachrichten vom Fortgang der Luftschlacht über England in großer Auf­machung. An der Spitze der Meldungen steht der deutsche QKW.-Bericht. Die Kommentare der deutschen Presse über die Lustkämpse gegen England finden gleichsalls starke Beachtung. Für die Meldungen und Dementis aus englischer Quelle interessiert sich die Svwjetpresse wesentlich weniger.

Die Madrider Presse steht ebcnsalls völlig im Zeichen Ver­deutschen Luitangrisse, deren Erfolge in Schlagzeilen und Kommentaren unterstrichen werden. Der Außenpolitiker der ZeitungABC" bezeichnet die Luftopcrativnen als eine einzige gigantische Luftschlacht. Die Größe des deutschen Sieges gehe aus der Tatsache hervor, daß sich alle Kümpse ausnahmslos über englischem Gebiet abspielten. England erlebe die schwerste Situativ» in seiner Geschichte. Die Berichterstatter vonABC", vonPa" undArriba" geben dem Gedanken Ausdruck, daß die Engländer sich jetzt doch wohl überlegen würden, ob es nicht besser gewesen wäre, die letzte Möglichkeit, welche der Führer bot, anzunehmen, statt sie hochmütig abzulehnen. An anderer Stelle stellt dasABE" unter der UeberschristDie Größe des kriegerischen Augenblicks scst". aus den rauchenden Trümmern der englischen Häfen steige die große Vcrantwor- lung-.losigl-,t empor, die olle Möglichkeiten in der Hand hatten, pm das Unglück zu vermeiden.

Englands Lügentaktik durchschaut

(Von unserem Berliner Vertreters

O. II. Berlin, 14. August.

In drei Tagen verlor die Royal Air Force in den durch die Angriffe der deutschen Luftwaffe bedingten Luftkampshandlungen 317 Flugzeuge, ein Aderlaß, der spürbar ist und der das Ausland aufhorchen läßt. Diese Verluste der Luftwaffe stehen neben den Wirkungen der täglichen vernichtenden Angriffe der Kampfmaschinen auf Kriegshäfen, sonstige Hafenanlagen, Industrieanla­gen, Tanklager, Flughäfen. Zehn Flugplätze wurden an­gegriffen, von den Häfen und Industriestädten seien,nur folgende erwähnt: Portland, Portmouth, Weymouth, Cardisf, Bristol, Dover, Plymouth, Hartlepool, Vourne- mouth. Die Flüge der Bomber weit ins englische Bin­nenland galten bedeutsamen Industrieanlagen und vor allem Rüstungswerken, die schwer getroffen wurden. Diese Auswirkungen der deutschen Angriffe, die den Gegner ganz in ihren Bann ziehen, der nur noch war­ten kann, bis die deutschen Lustgeschwader kommen, soll nun der Bevölkerung der Insel um jeden Preis ver­schwiegen werden. Churchill läßt sie zwar loben wegen ibrer ruhigen bisherigen Haltung, er läßt sie aber auch schon mahnen,die Nerven zu behalten". Vor allem soll das Filter der Lüge die Luftüberlegenheit der Deutschen verheimlichen, da sonst den Engländern die Zukunft noch mehr in grau erscheinen würde, zumal die nervöse Presse nicht verschweigen kann, daß dergroße Schlag noch bevorstehe". Auch den Britenfliegern er­scheint der Kampf setzt nicht mehr als abenteuerlicher Sport wie früher, so bekennt dieTimes", allerdings meint sie hinzufügend, daß sie jetzt mit grimmer Ent­schlossenheit kämpften. Diese grimmige Entschlossenheit können wir verstehen, denn den Fliegern wenigstens dürfte nicht verborgen bleiben,, daß Herr Churchill die Ausgänge der Luftkämpfe mitgrimmem Mut" um- fälschen läßt. Auch sür gestern hat er es auf 70 englische Abschüsse gebracht. Diese amtliche Flucht in die Lüge scheint noch auf Anweisung in Stimmungsbildern ge­steigert zu werden, denn eine Zeitung setzte ihren Lesern einen Augenzeugenbericht vor, der in jeder Minute eine deutsche Maschine abschießen läßt.

Es war noch immer so in den elf Monaten dieses Krieges, daß angesichts einer herannahenden großen Niederlage Churchill die Situation rosig und sieghaft darstellen läßt. Aber selbst in England kann diese Tak­tik nicht mehr lange verfangen, denn schließlich erkennt die Bevölkerung an der neuesten Sperrmaßnahme, die die Grafschaften Dorset, Devonshire und Cornwall für jeden Zuzug abschließt, daß hier etwas vertuscht werden soll. In der Welt draußen aber dürfte noch unvergessen sein, daß die. Lügenpropaganda dieser Art schon kurze Zeit später stets durch die deutsche Wehrmacht in ihr Gegenteil verkehrt wurde. .Wir greifen aus der Fülle der Beispiele, die die elf Kriegsmonate bieten, nur eines heraus, das das glorreiche Erlebnis der Briten in Dünkirchen betrifft. Am 3. Juni meldete derDaily Telegraph": Es besteht die Möglichkeit, daß Dünkirchen weiterhin als befestigtes Lager permanent gehalten wird. Am 4. Juni meldete das OKW.: Der Kampf um Dünkirchen steht vor dem^Abschluß, unsere Truppen sind in die Stadt eingedrungen.

Aber es genügt der Lügenkolonne Churchills und Duff Coopers noch nicht einmal, durcheigene Luftsiege" die Welt abzulenken von der wirklichen Situation, deren Wandlung zum Bösen bei dem im Ausland vermerkten anhaltenden Bombenhagel auf lebenswichtige Punkte der englischen Insel schwer übersehen werden kann. Er läßt darüber hinaus wieder Unruhen in fremden Län­dern erfinden, die den Anschein erwecken sollen, als ob die Lage der Achsenmächte irgendwie beeinträchtigt wäre. Während des Polenfeldzuges waren es angeb­liche Massenerhebungen im Protektorat, die auch wäh­rend des Frankreichkrieges noch einmal wiederkehrten, dann waren es wieder frischsrei erfundene Unruhen in der Ostmark, heute sind es nun zur Abwechselung Un­ruhen in Albanien, und als letzte Meldung auch in Frankreich. Als Trostpillen stehen ferner dem englischen Volk zur Verfügung die Figuren des Europas im Sand­kasten und einige Exoten, zur Zeit stark gefragt der Iudaslöwe Haile Selassi, über dessen offizielle Anerken­nung im englischen Unterhaus ernsthafte Gespräche auf Grund der in London noch beliebten kleinen Anfrage geführt werden. Das Gespräch endete mit der ominösen Bitte des Regierungsvertreters an den Frager, ihm doch die konkrete Antwort zu erlassen.

Aber die Lügenmaschine mag noch so sehr auf Touren gebracht werden, das Ausland läßt sich auf die Dauer seine eigene Beurteilung der Kampfereignisse im Luft­krieg gegen England nicht nehmen, da ihm ja die schlichten, klaren und nachweislich wahrheitssicheren Ve-

...

Trotz schleckt» Wetterlage brockte unsere Lustwasse nach bisherigen Meldungen gestern allein über der Erafschast Kent 22 britische Jäger zum Abschuß.

Die Zahl der am l.3. August vernichteten britischen Flug­zeuge hat sich aus l-32 erhöht.

Der Führer überreichte dein Reichsmarschall und den Generalfctdmarschällen die Marschallstiibc.

Im unbesetzten Frankreich nimmt die Verwaltungs- und Verkehrskrise immer schärfere Formen an.

In der Nacht zum Dienstag wurde wieder ein Britcn- bomber von unserer Flak heruntergeholt.

Mit sofortig» Wirkung wurde Tanzvcrbot »lassen.