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partLiamtliche Tageszeitung
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der Nationalsozialisten Vremens
fimtliches verkündungsblatt des Nrichsstatchalkers in Oldenburg und Vremen
Nr. 222 / 10 . Jahrgang
Mittwoch, 14. flugust >940
kinielpreis 1S Npf.
kin Schlag folgt dem andern
Neue oraßersakge unserer Luftwaffe bei ftngriffen aus knglan-s Süb- und Südostküste / Schwere Schüden aus dem slugkasen kastchurch
s London sperrt auch die Südwestküste für alle fremden
s' Berlin. 13. August
1 Wie aus einer Meldung der Associated Preß aus London , - hervorgeht, hat das Home Ossice bestimmt, daß die Provinzen ! 2kvon und Cornwall an Englands Südwcstküste zn den Ge- ! bieten gehören, die von Fremden nicht betreten werden > diirsen. Aus Grund einer neuen Verordnung gehören alle i östlichen und südlichen Küsten von nun an zu den Gebieten, die Beschränkungen unterworfen sind.
2 z
Hiermit bestätigt das Home Ossice eindeutig die Berichte des deutschen Oberkommandos der Wehrmacht, denn es ist ossensichtlich der Sinn dieser Verordnung, die Zerstörungen in den Häfen Portsmouth. Plymouth und Landsend vor un- beruscncn Augen geheim zu halten. Es ist weiter bekannt, daß neben den genannten Häfen gerade in diesen Teilen Englands die besonders wichtigen Rüstungs- und Pulverfabriken liegen, die infolge der täglichen deutschen Luftangriffe schon beträchtlichen Schaden erlitten haben dürften.
Deicknuns: Kieser
flustrallens Seneralstabschek löblich verunglückt
Auch zwei Minister bei einem Flugzeugabsturz getötet
Lissabon. 13. August.
Das planmäßige Verkehrsflugzeug Melbourne-Canberra ist in der Nähe des Flughafens von Canberra abgestürzt, I« Personen erlitten dabei den Tod. Man vermutet, daß der australische Hecresministcr Street, der Luitiahrtminister Fair- bairn und Vizepräsident Gullctt unter den Toten sind. Die für Dienstag anberaumte Kabincttssitzung wurde aus diesem ! Grunde verschoben. — Wie ergänzend gemeldet wird, ist bei dem schweren Flugzeugunglück in Canberra außer dem austra- >- ' lischen Heeresminister Street und dem Lustsahrtminister Fair-
bairn auch der Ehcs des Kcneralstabes der australischen Armee, General Sir Cyril Baudcnell White, ums Leben gekommen.
Wieder SS
veim flngrifi auf flaldorg von 2Z bnlisHen Maschinen 16 lierunlergeliolt rreffer aut hanvels- und vorpostenschiffe
Berlin, 13. August.
Unsere Luftwaffe setzte heute die Angrisfe auf die Süd- und Südostküste Englands fort. Auf dem Flughafen Eastchurch wurden sechs Hallen vernichtet, Unterkunftsgebäude. Flugplatzanlagen und Oel- tanks in Brand geworfen. Weitere Angriffe richteten sich gegen Flakbatterien, die durch Bombentreffer ander Gefecht gefetzt wurden. Zwei große bewaffnete Handelsschiffe erhielten schwere Bombentreffer, zwei britische Borpostenschiffe wurden durch Bomben versenkt. Jagdflieger griffen erneut Ballonsperren über der Siidostküste Englands an und schössen dabei 12 Sperrballons brennend ab.
Ueber der Themsemündung gelang es, ein britisches Jagdflugzeug von» Typ Spitsire abzuschießen, aus dem Flugplatz Eastchurch 16 weitere Spitsire durch Bombentreffer «im Boden zu zerstören.
Die britische Luftwaffe versuchte heute vormittag einen Bombenangriff auf Aalborg in Dänemark. Von den angreifenden zwölf britischen Bombenflugzeugen wurden sechs durch unsere Jagdflieger und fünf durch unsere Flakartillerie abgeschossen, so daß nur ein Flugzeug entkommen ist. Kurz nach diesem ersten Anfing der
Engländer näherte sich eine zweite Welle von elf Angreifern der Stadt Aalborg, von denen wiederum sü» Flugzeuge zum Absturz gebracht wurden. Damit sind von 23 angreifenden Flugzeugen 1K abgeschossen worden.
Bis zum frühen Nachmittag lagen Meldungen vor, daß am Dienstag 38 britische Flugzeuge im Luftkampf. 15 am Boden vernichtet morden waren. Dazu kamen noch die 16 Abschüsse bei Aalborg, so daß die Eesamt- verluste des Gegners bis zum frühen Nachmittag bereits 69 Flugzeuge betragen. 13 eigene Flugzeuge werden vermißt.
Ver wekrmachlsberlcht vom 1Z. flugust
92 englische slugreuge wurden abgeschossen — krsolgreiches 6ejecht deutscher Minensuchboote Nächtliche fingriffe aus Swansea und lardifs — Nie verminung britischer Hn en wurde jorlgeseht
Berlin, 13. August
Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „Am 12. August griffen deutsche Fliegerverbände Hasen- und Flugplatzanlagen an der englischen Süd- und Südostküste an. Dabei wurde der Kriegshafen von Portsmouth mit zahlreichen Bomben belegt. Das Großkraftwerk und die Werst von Vosper stehen in Flammen. Dock- und Kaianlagen sowie ein Vorpostenboot im Kanal erhielten Bombentreffer. Im Laufe dieser Angriffe kam es zu heftigen Luftkämpfen, bei denen insgesamt 43 feindliche Flugzeuge abgeschossen wurden. Aus den Flugplätzen Manston, Canterburq, Hawkings und Lqmpne gelang es, Hallen. Werstanlagen und Unterkunftsgebäude zu zerstören und zum Teil in Brand zu setzen. In Manston wurde ein britischer Jagdverband beim Start gefaßt und dabei drei Flugzeuge vom Muster Hnrricane in der Luft, vier am Boden vernichtet. An anderen Stellen sind weitere acht Flugzeuge am Boden zerstört worden. Bei Dover schösse» unsere Flugzeuge zwei Sperrballone in Brand. Bei den in dieser Gegend sich entwickelnden Luftkämpsen verlor der Feind 3V Flugzeuge. Im Seegebiet ostwärts Southend griffen Sturzkampsslieger einen stark gesicherten Eeleitzug an und versenkten trotz hcstiger Jagd- und Flakabwehr zwei Handelsschiffe von zusammen 5566 BRT. Ein weiteres Schiff wurde in Brand geworfen.
In der Nacht zum 13. August ersolgten Vomben- angrisse aus Schifssziele bei Swansea und Cär-
diff sowie Flak- und Scheinwerferstellungen bei Ply- mo»th und in der Humbermündung. Die Verminung britischer Häfen wurde fortgesetzt.
Britische Flugzeuge warfen in der Nacht zum 13. August in Nord- und Westdeutschland Bomben, ohne nennenswerten Schaden anzurichten. Dabei wurden vier Flugzeuge durch Flakartillerie über deutschem Gebiet abgeschossen. Die Gesamtverluste des Feindes betrugen gestern 92 Flugzeuge, von denen 12 am Boden. 4 durch Flakartillerie, die übrigen in Luftkämpsen vernichtet wurden. 24 deutsche Flugzeuge werden vermißt.
Ein Gefecht in der Nordsee zwischen einige» deutschen Minensuchbooten und mehreren feindlichen S .nell- booten verlies für uns erfolgreich. Es ist anzunehmen, daß mindestens ein feindliches Schnellboot den Hasen nicht mehr erreichte, während unsere Boote unbeschädigt blieben und ihre Tätigkeit planmäßig fortsetzten."
Rcichsminister Dr. Goebbels empfing am Tiensiagmittcig die spanischen Verlagsdirektaren und Hauptschristleiter. die aus Einladung der Reichsregiernnc, znr Zeit in Deutschland weilen. Dr. Goebbels gab seiner besonderen Freude nber diesen Besuch Ausdruck. In einer kurzen Ansprache behandelte er Fragen, die Deutschland und Spanien gleichermaßen interessieren.
Dr. Krupp von Bohlen und Halbach bei Dino Alsieri. Der Königlich-Italienische Botschafter in Berlin. Dino Alsleci, empfing am Montag Dr. Krupp von Bohlen und Haibach, der den italienischen Botschafter bat, dem Duce seinen Dank sür die ihm aus Anlaß seines 70. Geburtstages übermfttelten Glückwünsche anzusprechen.
„Sie Welt in höchster Spannung"
vas kcho der anstauenden stammerschläge der deutschen Luftwaffe in der stuslandspreffe
Von unssrsm Lorliner Voitre-ter
O. ll Berlin, 13. August Die Ereignisse des Luftkrieges sind so bedeutend, daß die inze Welt mit Spannung den kommenden Ereignisieii eiit- gensieht. Das ist der Eindruck der Lustkämpse über Sudeiig- nd nach ausländischen Stimmen. Der Eindruck der ichtveren mischen Hammcrschläge, die die deutsche Lustwafte wach- nder Kraft und Hänsigkeit gegen Englands Schchahrt,
asenanlägen und andere Militärobsekte fuhrt, «st in 1-2- stark, daß man dort überall Mutmaßungen über die mische» militiirstrategischen Ziele anstellt, wie ste England Ion seit Wochen unter dem Eindruck der andauernden An- nsse gestellt hat: Blitzkrieg oder Zcrmurbungskr.eg. Wenn ich in der NSA.-Prcsse neben den Meldungen nnd Bctrach- mgcn über die deutsche Luftüberlegenheit am Kanal die -glischc Liigcnbcrichtcrstattung steht !° «ann man doch auch Gleich beobachten, daß diese englische Berichterstattung se s icht mehr die ganz freche Lüg« der Ableugnn,,g ,eden deutle» Erfolges wagt. .., „ -
„New Pork Herold Tribune" spricht von er wahren ombcnslut". die über 20» Meilen längs dem Küstengebiet iedergcgangcn sei, und u. a. den Mar,neha,en Portsmouth schädigt und die Insel Wight ..schwer ,n.tge,,°m,n°., h°t e, stew Nork Times" druckt den von „Associated Prep aus -rlin weitergegebenen deutschen Aug-nzeugenber.cht von d m onntagsangriss ab. der den Abschuß von Spi r- Ma- ftnen die Versenkung von drei Sch'tien und d,e Flucht der -glischc» Fluggcschwader beschreibt. ..Unter dem Eindruck der mischen Lustangrisse schreibt d-r frühere «tabsche, d« USA.- ochseeslotte Konteradmiral Strrling, die deutiche duftwasi i den Engländern an Schlagkraft anscheinend immer noch
Der^außcrordeiftliche Umfang der dcutlchen Aktlonei' muß ienso wie die Ersasiiing militärischer 3*^6 durch lvmbenwurs, so für den Angriff auf
-rkleinert. zugestanden werden. Überhaupt hinterlaßt d olge der deutschen Vorstöße weit ,ns Land hnEM die gq mgsam abzuzeichnen beginnt, eine ernstere Stimmn g
England, die die bisherige Hhsterie schon mehr in Beklommenheit umwandelt. Die Tatsache, .daß mir noch wenige „gut ausgewählte'- amerikanische Journalisten die Möglichkeit des Einblicks in das Operationsgebiet erhalten, sonst aber der ausländischen Presse sede Möglichkeit der Eigen- berichterstattung genommen ist. spricht sür den Gang der Entwicklung eine deutliche Sprache Diese langsame Wandlung der Stimmung wird auch in USA. bemerkt. Dabei fällt dort besonders aus. daß das Bvrsengeschäft in der Londoner Eith noch nie einen solchen Tiefstand erreicht hatte.
Auch ausländische Situativnsberichte, soweit sie noch durch- zudringen vermögen, kennzeichnen die Lage und die Wirkung der deutschen Erfolge. Brasilianischen Blättern sielen besonders die pausenlosen Angriffe der Luftwaffe gegen Süd- england in einer Front von huntcrtcn von Kilometern auf. Die Presse Uruguays bringt lange Spalten mit Meldungen von den Lustkämpsen über England und dem Kanal. Fast durchweg werden auch die Kopfleisten der Blätter aus diesem Thema bestritten. Selbst das ausgesprochen deutschseindliche Abendblatt „El Plata" überschreibt groß „Deutsche Osscnsive im crescendo". Die Unterüberschrift lautet „Bombenrcgcn aus gesamtem englischen Boden". Trotz der krampshasten Bcr- suche der englischen Agitatoren nach alter Methode die deutschen Luftsiege zu verkleinern, dringt auch in Brasilien die Erkenntnis immer mehr durch, daß die deutschen Angrifft vernichtend wirken. Das geht schon aus den Schlagzeilen der großen Blätter in Rio de Ianciro hervor, die folgendermaßen lauten: „Englische Küste in Feucrhölle verwandelt" — „Unaufhörlich folgt Welle aus Welle deutscher Flugzeuge" — ..Tod und Vernichtung streuend"
Der Situation der offenbaren Unterlcgenhcit der englischen Lustwafte gegenüber die Erfolge der Deutschen in Siege der Briten umzulegen und angesichts dieser Kampfhandlungen von einer „bevorstehenden" Luftüberlegenheit der Britcn- slieger zu sprechen, macht osscnbar auch in Amerika keinen Eindruck mehr. Es gibt amerikanische Stimmen, die davon sprechen, daß Berlin jetzt die Karte der Luftüberlegenheit ausspiele. Im „New Pork Journal American" bezweifelt Major Raborg die englische Behauptung, daß Deutschland Schwierig
keiten habe, Piloten-Verluste zn ersetzen, denn seit Kriegs- bcgliin besäßen die Deutschen eine Ersatzkapazität a» Flugzeugen, Tanks, .motorisierter Ausrüstung und ausgebildetem Personal, die alle Berlustmöglichkeiten überschreite. Selbst in der deutschfeindlichen Presse in Südamerika, wird unsere» Meldungen über die Lustkämpse der letzte» Tage höchste Beachtung geschenkt. USA.-Bcrichtc nennen den «ngrift aus Portsmouth den größte» Luftangriff aus England, und ein Korrespondent berichtet, daß Explosionen die Stadt erschütterten. Die Lügenpropaganda beginnt sich also doch langsam abzunutzen, insbesondere aüch im Hinblick aus daS Andauern der Lustkampshandlungen.
Lebhaften und freudigen Widerhall hüben die großen deutschen Luftsiege, wie ein Kriegsberichterstatter der Agentnr Ltefani von einer Flugbasis meldet unter den italienischen Fliegern ausgelöst, die als Fachleute betonen, daß die jüngsten Niederlage» der Engländer außer den schweren Verlusten des Feindes auch dazu beitragen werden, die tatsächliche Ueberlegenheit der Luststreitkräste der Achsenmächte an allen Kriegssrvnten von der -Nordsee bis zum Mittelmeer und Indischen Op-an zn beweisen.
Man könne heute feststellen, so unterstreicht der Kriegs- berichterstatter des Stcsani, daß die gewonnenen Luftschlachten ebenso wie die Siege zu Lande und zu Wasser Englands Widerstandskraft stark beeinträchtige» und außerdem Etappen auf dein Wege zum Endsieg der Achse darstellen. Die bereits seit einiger Zeit von den deutschen nnd italienischen Luststreit- krästen planmäßig durchgeführten Zermürbnngsaktionei, sind in vollem Gange und vor allem in den letzten drei Wochen immer heftiger geworden, in denen die Deutschen und Italiener ihre Angriffe aus die feindliche Flotte »nd Flugstützpunkte, gegen die Anlagen. Fabriken und Depots vervielfacht hoben.
Die englischen Flugzeugsabrikcn haben zwar ihre Produktion erhöhen können, aber die RAF. müsse ihre hochmodernen Flugzeuge nicht genügend erfahrenen Piloten anvertrauen. Die englischen Piloten verfügten über äußerst starke Apparat«, die zum Teil hinsichtlich ihrer Bewaffnung einigen älteren Typen der deutschen und italienischen Lustwafte gleich seien;
(Fortsetzung auf Seite 2 .)
Ztlia/Me«
kv. Stockholm, 13. August.
Die Nachrichten aus Berlin bestätigen die Eindrücke der Neutralen über die Erfolge der deutschen Flieger in den seit Tagen anhaltenden Kämpfen. Während man sich noch darum streitet, ob es sich um „Vorpostengefechte" oder um Parallelaktionen zu dem Afrikakrieg handle, treten neue Lesarten über die Bedeutung dieser Kämpfe in die Diskussion, alles natürlich bloße Kombinationen, die aber insofern von Interesse sind, als sie zeigen, wie der Krieg vollkommen von der deutschen Initiative abhängt, und daß selbst die von England stark beeinflußte amerikanische Presse von der englischen Propaganda nicht mehr ausreichend überzeugt werden kann. obwohl diese alles daransetzt, den Glauben an Englands Chancen aufrechtzuerhalten. Sie beschwört dabei unwillkürlich die Erinnerung an Reynaud herauf, der noch zu Beginn der deutschen Offensive in Siegeszuversicht machte...
Amerikanische Sachverständige sprechen von „sauberer Vorbereitungsarbeit". Amerikanische Rundfunkreporter melden aus England große Schäden an militärischen Objekten in Portsmouth und einem Flugplatz in Sussex. Sie wiederholen dabei die Warnungen, die deutschen Ergebnisse nicht zu unterschätzen. Der englische Rundfunk aber sendet Tanzmusik" und den üblichen seichten Zeitvertreib, vermischt mit Hörspielen über Englands KüstenverteidigUng und über die Abwehrvorbereitungen gegen Fallschirmabspringer. „Wenn Hitler kommt" ist das immer wiederkehrende Stichwort dieser Sendungen.
Die meisten englischen Zeitungen sind seit Dienstagmorgen der Ansicht, daß die großen Luftangriffe der letzten Tage einen neuen Abschnitt in diesem Krieg eröffnet Hütten. Die „Times" befürchtet, daß es sich um den Auftakt zu dem gewaltigen Bombardement handele, das man als den Anfang vom Ende erwartet habe. Vielleicht hänge auch die Zunahme der Angriffe auf die englische Küste mit der Aktion der Italiener in Afrika zusammen, weil die Feinde England auf zwei Fronten beschäftigt halten wollten. „Daily Telegraph" meint zu den Luftangriffen, Deutschland suche offenbar die englische Luftwaffe so in Atem zu halten, daß sie nicht mehr zu Aufklärungsarbeit komme. „Die Flüge vom Montag waren mehr als einfache Angriffe auf Plätze und Geleitzüge", so erklärt die „Daily Mail". „Daily Erpreß" glaubt die britische Oeffentlichkeit mit der Erklärung zum Widerstandswillen anspornen zu können: „Der Krieg ist da. Jetzt wird die Zukunft auf diesen Inseln durch den Kampf entschieden."
Mit den Berichten über die letzten Lustkämpse ist man in England bemerkenswert wortkarg, und trotz der stets so üppig arbeitenden Phantasie fehlen diesmai die fälligen prahlerischen Behauptungen über angebliche Erfolge, mit denen sonst die eigenen Niederlagen zugedeckt werden sollen. Ein ausführlicher Bericht des Londoner Luftfahrtministeriums über die Lustkämpse vom Montag enthält wenig neues. Er spricht immerhin von „gewissen Schäden", die das Arsenal von Portsmouth erlitten habe, sowie von der Versenkung zweier Marine- wachboote im Hafen. Bekanntlich läßt Churchill immer nur die kleinsten Schiffsverluste zugeben. Mit welch blöden Tricks gearbeitet wird. um die einheimische Bevölkerung in Sicherheit zu wiegen, zeigt folgende Einzelheit: Durch den Einschlag einer Bombe sei ein Wasserrohr gebrochen, es habe sich ein kleiner Teich gebildet, der sich für die Feuerwehr als nützlich bei der Bekämpfung eines Schadenfeuers erwies ... Es fehlt auch nicht an Geschichten vom Schlage der folgenden: „In einem Krankenhaus hatte der Chirurg gerade im Beisein aller Assistenten und Krankenschwestern eine kritische Operation an einem kleinen Jungen begonnen, als eine Bombe 10 Meter entfernt einschlug. Alle Anwesenden blieben trotzdem während der Operation auf ihren Posten, bis der kleine Junge nach geglückter Operation zusammen mit den übrigen Patienten in den Schutzraum übergeführt werden konnte" ... In dem Schutzraum von Plymouth sei während eines Bombardements gesungen worden. Zu den von den Bomben getroffenen Stadtteilen gehöre auch der Nelson-Kai mit dem kleinen Hotel, in dem Nelson 1805 seine letzte Nacht
MMINttMiiMINIIttMMiMNMMNMMMMMMINttllNIMMIIINIMIMMMM,,,
Am gestrigen Tage erzielte die deutsche Luftwaffe bei ihren Angriffen auf Enland bis znm Nachmittag «S Abschüsse.
Die Zahl der am vorgestrigen Tage abgeschossenen eng. Iftchen Flugzeuge erhöhte sich aus 82.
London sperrt auch die Südwestküste sür alle Fremden.
Britische Flieger bombardierten ein Amsterdamer Krankenhaus.
In Britisch-Somaliland sind heftige Kämpfe im Gange. Die Italiener bombardierten erneut Malta.
deutschen Lustwafte höchste Spannung.
Durch leichtsinniges Hantieren an einem Blindgänger wurde ein Bremer Volksgenosse erheblich verletzt.
Erzieherinnen aus dem Gau Weser-Ems tagten in Lopshos.
Heinrich Henkel sicherte sich zum vierten Tennismeisterschaft im Einzel.
Male die deutsche