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der Nationalsozialisten Vremens
flmtiiches verkündungsblatt des Neichsstattisalters in Oldenburg und Vremen
Nr. 221 /10. Jahrgang
Vienstag, IZ.flugust 1940
Linzelpreis 15 Nps.
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Wieder erfochten unsere tapferen slieger über knglands Küsten einen glänzenden Sieg
kriegsstafen und Staakswerft portsmoutst
von öomben schwer getroffen
Volks, kafenanlagen, vepols, vettanks und MarinegebSude zerstört / vattonsperre bet Vover durchbrochen / Zwei vallone abgeschossen / öeleitzug ostwärts Soutlzend durch unfere Stukas übersatten / Handelsschiffe versenkt oder in Vrand geworfen / Nugplätze Monoton, tanter- bürg, Lgmpe und stawkinge wirkungsvoll bombardiert / Llakstellungen erfolgreich angegriffen
Berlin, 12. August.
In den heutigen Mittagsstunden unternahmen deutsche Fliegerverbände Bombenangriffe auf verschiedene Ziele an der englischen Siidküste. So belegte ein Kampfverband die Marineanlagen und die Staatswerft von Portsmouth erfolgreich mit Bomben. In den Luftkämpfen wurde» dabei 4ll feindliche Flugzeuge abgeschossen. Ein zweiter Angriff galt der Ballonsperre bei Dover. Hierbei wurden mehrere Ballone abgeschossen und Flakbatterien unter Feuer genommen. Ein dritter Angriff erfolgte gegen einen Eeleitzug im Seegebiet ostwärts Margate. Hierbei gelang es, mehrere Handelsschiffe zu versenken, andere in Vrand zu werfen. Das vierte Ziel war der britische Flughafen Manston, wo Bomben das Rollfeld, die Unterkünfte und Hallen trafen und starke Beschädigungen hervorriefen. Ein Hurricane-Verband wurde von unseren Flugzeugen im Start gefaßt, vier Flugzeuge wurden hierbei am Boden, drei andere in der Luft vernichtet. Unsere an diesem Kampf beteiligten Verbände sind vollzählig zurückgekehrt. Während der verschiedenen Angriffe entwickelten sich Luftkämpfe, bei denen wiederum eine größere Anzahl feindlicher Flugzeuge abgeschossen wurde. Das endgültige Ergebnis der Kampfhandlungen läßt sich im Augenblick noch nicht übersehen. Nach den bisher eingelaufenen Meldungen haben unfere Flugzeuge in den heutigen Luftkämpfen über Portsmouth und anderen Stellen des Kanals 71 britische Flugzeuge abgeschossen. 17 eigene Flugzeuge werden vermißt.
Wie das Deutsche Nachrichtenbüro erfährt, griff nach bisher vorliegenden Meldungen die deutsche Luftwaffe am heutigen Tage erneut Ziele an der Siidküste Eng- . lands an.
Wie schon bekanntgegeben, wurde der englische > Kriegshasen und die Staatswerft von Portsmouth durch < deutsche Bomberverbände angegriffen und nachhaltig : getroffen. Docks und Hasenanlagen. Depots und Oel- , ranks wurden vernichtet, Marinegebäude zerstört. Bei : den sich hierbei entwickelnden Luftkämpfen wurden 48 i feindliche Flugzeuge abgeschossen, während 12 eigene Flugzeugs verlorengingen.
Auch die Ballonsperre bei Dover war wiederum das i Ziel deutschet Angriffe. Zwei Ballone wurden abge- p schössen.
Im Seegebiet Southend griff ein Stukaverband »einen stark gesicherten Eeleitzug an und warf ungeach- lr tet der starken feindlichen Jagd- und Flakabwehr seine -l Bomben auf mehrere Handelsschiffe ab. Zwei Handels- K schiffe wurden versenkt, ein weiteres in Brand geworfen, ir Ein feindliches Flugzeug und ein eigenes gingen hier- » bei verloren.
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Darüber hinaus griffen unsere Kampfgruppen Flugplätze und Flakstellungen an der Südostküste Englands an. Wie schon gemeldet, ist der Flugplatz Manston bei Canterbury wirkungsvoll getroffen worden. Bei diesem Angriff wurden insgesamt 12 Flugzeuge am Boden und 3 Flugzeuge in der Luft zerstört.
Ferner wurden die Flugplätze von Canterbury, Lympe und Hawking« erfolgreich mit Bomben belegt. Auch bei diesen Angriffen und den dabei statt- gefundenen Luftkämpfen erlitt der Gegner einen großen Verlust an Flugzeuge«. Der Gesamtverlust betragt, soweit bisher bekanntgeworden ist, 71 feindliche und 19 eigene Flugzeuge.
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. Zum drittenmal innerhalb weniger Tage hat die deutsche luftwafse zum vernichtenden Schlag gegen England ausgeholt. Nachdem am Sonntag erst der englische Kriegshafen Portland
das Ziel eines deutschen Großangriffs war, trafen am Montag die deutschen Bomben Portsmouth, den größten Kriegs- hafen Englands. Portsmouth ist der Haupthasen der britischen Homesleet. Seine ausgedehnten Wersten bedecken über 117 Hektar und die Befestigungen erstrecken sich über 4V Kilo- meter. Die Vernichtung der Staatswerst von Portsmouth, durch die deutschen Bomben bedeutet einen empfindlichen Schlag sür die britische Flotte und für die Verteidigung der Insel überhaupt. Portsmouth besitzt auch den zweitgrößten Flughafen Englands, aus dem in FriedenSzeiten jährlich 670V Flugzeuge zu landen Pflegen.
Außer gegen Portsmouth und seine wichtigen militärischen Ziele richteten sich die deutschenAngrifft am Montag gegen weitere britisch« Flughäfen und Schisse im Kanalgebiet. Wie am Sonntag entwickelten sich gewaltige Lust- kämpse, bei denen wiederum die große Ueberlegenheit der
deutschen Luftwaffe klar in Erscheinung trat. Ueber kilometerweite Entsernungen dehnte sich der Schauplatz dieser Auseinandersetzungen der Luststreitkräste Englands und Deutschlands. Der englisöi« Kanal ist damit zum Schlachtfeld geworden, zum Schlachtfeld des modernsten Krieges. Welle aus Welle rasen die deutschen Kampfgeschwader über die schmale Meeresstraße, um ihre verderblich« Bombenlast am jenseitigen Ufer niedergehen zu lassen. Im Lustkampf ringen sie jeden Gegner nieder, der sich ihnen entgegenstellt. .Die gewaltige Zahl der Abschüsse, die bei jedem der großen Angrifft gemeldet wurde, ist der eindeutige Beweis für die deutsche Ueberlegenheit des deutschen Maschinen- materials und unserer tapferen Flieger. Mag Herr Churchill noch so sehr versuchen, die Wahrheit zu unterdrücken, jeder neue Schlag, der England trisst, zerstört zugleich auch die aus Lügen ausgebauten Illusionen.
Her wekrmachtsbericht vom 12. flugust
fluch in der Nacht zum Montag neue flngriffe auf englische Industrie- und ffasenanlagen
Berlin, 12. August
Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „Wie bereits durch Sondermeldung bekanntgegeben, haben deutsche Kampsfliegerverbände am 11. August den Kriegshafen Portland angegriffen. Wichtige Hafenanlaaen, die Mole, das Schwimmdock und eine Verladebrücke wurden vernichtet, Oellager in Brand gesetzt. Zwei Handelsschiffe und Zerstörer erhielten schwere Treffer. Im benachbarten Hafen Weymouth gelang es, ein Handelsschiff von Süllü BRT. zu versenken. Vor der Themsemündung war ein britischer Eeleitzug das Ziel unserer Luftangriffe. Dabei wurden drei Handelsschiffe von zusammen etwa 17 Süll BRT. versenkt, zwei Zerstörer und vier weitere Handelsschiffe durch Volltreffer schwer beschädigt. Im Verlaus der Angriffe entwickelten sich heftige, für uns erfolgreiche Luft- kämpfe, in denen die deutschen Jäger und Zerstörer dem Feinde schwere Verluste beibrachten.
In der Nacht zum 12. August griff die Luftwaffe Werke der Flugzeugindustrie in Filton und Cre
me, die Hafenanlagen von Cardiff und Bristol sowie das große Oellager von Avonmouth an. An verschiedenen Stellen belegte sie Flakstellungen mit Bomben. Der Abwurf von Luftminen vor britischen Häfen wurde planmäßig fortgeführt.
Feindliche Flugzeuge griffen in der Nacht in Nord- und Westdeutschland nichtmilitärische Ziele ohne nennenswerten Erfolg mit Bomben an. In das Wohnviertel einer westdeutschen Stadt geworfene Brandbomben wurden durch das sofortige Eingreifen des Sicherheits- und Hilfsdienstes unschädlich gemacht.
Die Eesamtverluste des Gegners am gestrigen Tage betrugen: in Luftkämpfen 9V Flugzeuge und acht Sperr- ballone, außerdem durch Flakartillerie drei Flugzeuge. Demgegenüber werden 21 deutsche Flugzeuge vermißt. Ein Unterseeboot hat einen bewaffneten feindlichen Handelsdampfer mittlerer Größe aus einem stark gesicherten Eeleitzug herausgeschossen und versenkt.
„Massengrab britischer Flugzeuge"
2 .Luftolarm vom Morgen bis flbenst" - flugenzeugen schildern die Vombenangrlffe
„Me Lust zitterte von vombenerplosionen
Berlin, 12. August
An den Luftkämpfen vom Montagmorgen über dem Kanal lud der englischen Südostküste waren nach Londoner Dar- tellung wiederum zahlreiche deutsche Flugzeuge beteiligt. Das nglische Jnsormationsministerium bekennt sich nachträglich u der Mitteilung, daß an den Angriffen vom Sonntag iundert« deutscher Flugzeuge teilgenommen hätten. Den tahlenangabcn der amtlichen britischen Stellen ist die Ber- egenheit anzumerken, der man bei dieser ganzen aus Luge abgestellten Berichterstattung ausgesetzt 'st- Einerseits bildet ne These gewaltiger deutscher Ueberlegenheit E Ausrede wr dem eigenen Volk. warum dre englische Lustwaste nicht n der Lage sei. die Angriffe abzuwehren, andererseits ürchtet man offensichtlich, durch allzu hohe Angaben Resig- lation oder gar Panik im Lande hervorzurufen. Deshalb ileichzeitig die verzweifelten Behauptungen, daß es Eng- and doch noch möglich sein Werde, d.e deutsche Ueberlegen- >eit einzuholen und die Luftherrschaft zu erringen. D,e Art »er jetzigen deutschen Angrifft dürste jedoch auch den chur- hillgläubigsten Engländern beibringen, daß sür sie keine llussicht besteht, dieses Ziel je zu erreichen.
Ueber seine Erlebnisse in Südengland am Sonntag berichtet in amerikanischer Augenzeuge, dessen Schiwerung in der chwedischen Presse erscheint, sehr anschaulich: Ganz Süd-
mgland erlebte am Sonntag den bisher längsten Lustolarm. iämlich vom Morgengrauen bis zur Abenddämmerung. Blähend nahezu der ganzen Zeit gingen starke deutsche Flugzeug- »erbände zum Angriff gegen die verschiedensten Ziele an der englischen Siidküste vor. Die Lust zittert« und hallte von
Bombenexplosionen Wider, vom Krachen der Flakgranaten, dem Donnern der angreifenden Bombenslieger und dem Geknatter von Maschinengewehren. „Ich konnte die deutschen Maschinen am Horizont auftauchen sehen wie winzige Insekten, näher und näher kommen und schließlich mit ohrenbetäubendem Dröhnen herunterstürzen, um ihre Bombenlast abzuwerfen und wieder in Richtung der französischen Küste zu verschwinden."
Die englische Presse gibt die Wirksamkeit der deutschen Angrisse auch aus die Ballonsperren deutlich zu erkennen, obwohl ihre Leitartikel das Gegenteil behaupten. Sie verraten den Versuch, auch diese Angriffe als belanglos hinzustellen. Gleichzeitig aber schildern sie selber die Methode, durch Beteiligung der Ballonsperre den angreifenden Bombern den Weg zu öffnen. Die „Times" berichtet, daß von einer großen Formation Messerschmittmaschinen je zwei und zwei Flugzeuge gegeck jeden Ballon ansetzen, um ihn zu zerstören.
Während noch die große Luftschlacht über dem Kanal tobte, bereiteten sich Tausende von Bewohnern an der^Südküste bereits aus eine Flucht ins Innere des Landes vor. Entgegen den behördlichen Anweisungen räumten vwle Menschen bereits während des Lustalarms das Feld. Die Flüchtlinge, die stundenlang die Kämpft aus nicht allzu weite Entfernung von der Küste erlebten, standen allzusehr unter dem Eindruck der britischen Niederlage, als daß gerade solche Vorgänge sie an ihren Wohnorten zu halten vermochten. Der Hauptstrom von Flüchtlingen setzte in der Nacht zum Montag ein. Lange Kolonnen von Automobilen und Pferdefuhrwerken haben die wichtigsten Derkehrsstraßen an mehreren Punkten verstopft.
Kritische flbleugnrmssverftiche widerlegt
waS den Militärbehörden augenblicklich die größte Sorge bereitet.
In amerikanischen Berichten wird eindrucksvoll beschrieben, wie die deutschen Kampfflugzeuge sich ihren Weg durch die britische Abwehr erzwängen und trotz des gewaltigen englischen Einsatzes an Jagdflugzeugen ihre Ziele erreichten. Die riesigen Schäden in Portland werden von den Augenzeugen bestätigt. Mit höllischem Prasseln sei die größte Kaimauer des Hafens zusammengesunken, so daß die Kaianlage so gut wie unbrauchbar geworden sei. Hinzu komme, daß zahlreiche noch brennende Tanks in der Umgebung des Hafens »in Einlaufen unmöglich machen. Noch am Montagmorgen wüteten ausgedehnte Brände. Ein scharfer Wind macht ihre Bekämpfung äußerst schwierig, so daß sich die Feuerwehren und Hilss- mannschaften vorläufig daraus beschränkten, ein llebergreisen des Feuers auf die Wohnbezirke zu verhindern. Die ganze Stadt ist in einen dicken schwarzen Rauchschleier gehüllt, der von den brennenden Oeltanks heriibergetragen wird.
Der deutsche Erfolg in der großen Luftschlacht hat in Italien nachhaltigen Eindruck hinterlassen und wird von der gesamten Montagpresse an erster Stelle in riesiger Aufmachung verzeichnet. Es wird betont, daß die Luftschlacht einen verheerenden Ausgang für die britische Lustwasse genommen habe. Der „Popolo di Roma" hebt hervor, das Echo der Lustschlacht von Dover sei noch nicht verklungen, und schon habe die deutsche Lustwasse einen weiteren großen Erfolg über dem »ermel- kanal davongetragen. Dadurch werde gleichzeitig auch bewiesen, daß die Offensive gegen England in vollem Gang sei (Fortsetzung auf Seite 2)
Hark -tiee
Churchill hat natürlich wieder gesiegt
kiv. Stockholm, 12. August
Die englische Gegenoffensive gegen die furchtbaren Schläge, die Deutschlands Luftstreitkräfte am Sonntag gegen englische Häfen und Schiffe führten, ist im Gange. Sie besteht aus — Bulletins. Reden und Telegrammen, die das Ausmaß der deutschen Erfolge nur bestätigen. Die Engländer geben diesmal fast ein Drittel ihrer wahren Verluste zu, nämlich 26 abgeschossene Maschinen. Sie faseln genau wie schon früher über ihre eigenen „Erfolge"! Aber man muß ihnen wohl zugute halten, daß sie der Tatsache Rechnung tragen müssen, daß die vielen weithin wahrnehmbaren Abschüsse von der eigenen Bevölkerung gezählt oder beobachtet wurden. Sie müssen entweder also die eigenen Verluste in vollem Ausmaß zugeben, oder sich in den Schwindel retten, daß es sich bei den beobachteten Abschüssen um feindliche Flugzeuge gehandelt habe.
In den Montag morgen vorliegenden Berichten der Londoner Presse wird zugegeben, daß sich die Kämpfe über den Bereich des ganzen Kanals erstreckten mit den Hauptbrennpunkten Portland, Weymouth und Dover. Die Hauptschlacht, die um Portland tobte, habe zwei Stunden gedauert. Das Kommunique, in dem Admiralität, Luftfahrt- und Sicherheitsminister ihrs ganze vereinigte Erfindungskraft zusammenraffen, um die Vernichtung des Hafens Portland in Abrede zü stellen, muß immerhin so starke Schäden zugeben, daß es beispielsweise in der schwedischen Presse als Eingeständnis des Erfolges der deutschen Aktion empfunden wurde. Wenn die Engländer schon freiwillig von „ernster Beschädigung zahlreicher Gebäude sprechen, Inbrandsetzung von Oeltanks, Bombenschäden auf Kriegsschiffen, Schäden an Marinebaulichkeiten usw., so kann man sich — durch Multiplikation — ungefähr einen Begriff von der Wahrheit machen.
Schwedische Zeitungsberichte aus London (die natürlich durch die Zensur und den Mangel an direkten Informationsmöglichkeiten beeinträchtigt sind) erwähnen immerhin, daß in Portland in einem Umkreis von einem Quadratkilometer zahlreiche Anlagen in Trümmer gelegt worden seien. Ferner seien die Marinewerke getroffen worden. Der Bericht der „Stockholms Tidningen" betont, daß Portland viele Jahre hindurch Englands wichtigster Kriegshafen war, schon auf Grund seiner geschützten Lage in der Weymouthbucht, die lange Monate Banngutkontrollstation für die skandinavische Schiffahrt'gewesen ist. Die deutschen Luftangriffe hätten sich nicht nur gegen die Kaianlagen-sondern auch gegen die wichtigsten Eisenbahnverbindungen gerichtet.
Ein englischer Bericht spricht von 360 bis 400 Bomben, die allein auf Portland abgeworfen seien. Englische Augenzeugenberichte sprechen davon, daß die deutschen Geschwader dicht wie Bienenschwärme hergebraust seien. Auch die Versenkung des 7400 Tonnen großen Transporters „Mohammed Ali" hat starken Eindruck in der neutralen Welt und offenbar auch in England selbst Aufsehen hervorgerufen, denn englische Berichte suchen das Ausmaß dieses neuen Unglücks abzuschwächen.
Um den Eindruck all dieser Vorgänge bei dem englischen Volk zu mindern, ist Churchill persönlich in Aktion getreten durch ein Telegramm, das er am Sonntag an die bei der Abwehr vom Donnerstag beteiligt gewesenen Formationen richtete. Im Namen des Kriegskabinetts spricht er darin „Bewunderung und Glückwünsche für Erfolge gegen einen weit überlegenen Feind" aus! Dieser Hinweis allein spricht Bände, zumal er in nahezu allen englischen Betrachtungen wiederkehrt: er umschreibt in vorsichtiger Andeutung das Ausmaß der deutschen Erfolge, die hier mit „zahlenmäßiger Ueber- macht" erklärt werden sollen. Aehnlich ist eine Rede zu bewerten, die Jnformationsminister Duff Cooper Sonntag abend in Essex hielt und wobei er „Englands baldige Herrschaft in der Luft" ankündigte, aber gleichzeitig eine „kritische Krise des Krieges" einräumte. Von der sonstigen Qualität dieser Art von „Information" zeugten Duff Coopers Behauptung, daß „auch die anständigen Leute in Deutschland auf Englands Seite ständen"....
Die englische Presse muß bei dieser Propaganda- Offensive die Lügen decken mit umschweifigen Beteuerungen, um das eigene Volk auf noch härtere Erfahrungen mit der deutschen Stoßkraft vorzubereiten. Der „Observer" kündigt an, daß noch größere Massen von Angreifern in Zukunft erwartet werden müssen. Bis
Der größte Kriegshaftn der Homesleet Portsmouth wurde erfolgreich von deutschen Knmpssliegern ange- grlssen. 71 britische Flugzeuge wurden gestern abgeschossen. Auch in der Nacht zum Montag richtete unsere Luftwaffe Angriffe aus englisch« Industrie- und Hasenanlagen. England bleibt auch nach den neuerlichen Riesenverlustcn bei seiner sattsam bekannten Lügen- und Verdrehungstaktik. In der Weltpresse werden die britischen Ab- leugnungsversuche überall schärsstens widerlegt.
Englische Flotteneinheitcn räumten Aden.
In Somaliland haben die Hauptmassen der italienischen und britischen Truppen miteinander Fühlung genommen. In Japan mehren sich die antibritischen Kundgebungen. Die gesundere Kriegsernährung für Kinder bedingte einen besseren Allgemeinzustand der jungen Lernanfäuger. Heute verläßt der erste Sonderzug für Saar-Heimkehrer den Gastgau Weser-Ems.