Ausgabe 
(9.8.1940) Nr. 217
Seite
1
 
Einzelbild herunterladen

erschelnk 7mal tvZchsnkNF

Monaisbezug 2,30 einschl. Zu ' stellgebührr Postbezuqsprels monatl.

2,30 seinschl. 28,7 ^ Post- i^zeltungSgebühr) zuzügl. 42 ^ Be­stellgeld. Bezugspreis lst Im voraus zablbgr Postscheck' Homburg 1 7272.

> Eine Behinderung^ der Lieferung rechtfertigt keinen Anspruch aus Rückzahlung des Bezugspreises. Verlag: NS.-Gauverlag Weser- . EmS GmbH., Bremen. Geeren k-8. p Fernspr.: 54121. Nachtr. u. Sonnig. L 81115. Spre ch z.: Verlag: werktl. 1213 Uhr? Schriftleitung: Diens­tag und Freitag 12'/-13^ Ubr.

ürmei Zeitung

parteiamtliche Tageszeitung

Uns flmtsblon des Negierenden vürgermeifters der jreien sjanlestadl vremen

Anzeigert - Grundpreise-.

Die I mw hohe und 22 ww breite Zelle im Anzeigenteil 13 >A/. Die 78 mw breite und 1 mw hohe Zeile

im Tertteil 75 Ermäßigt«

Grundpreise lfür Klein u. Fam'" anzeigen u. a.) sowie sonstige Be­dingungen Preisliste 9 Nachlaß­staffel S. Für Anzeigen durch den Fernsprecher keine Gewähr. An­nahmeschluß 18 Uhr. Geschäfts­

stellen: 8n Bremen: Am Geeren Nr. 8/8. Fernspr. 5 41 21. Nachtrus und sonntags: Fernsprecher 5 1115) Obernstraße 86. Fernspr. 5 4121. Vn Svke: Müklendamm Nr. 2.

der Nationalsozialisten Vremens

flmlliches verkündungsblalt des Neichsstattftallers in Oldenburg und Vremen

Nr. 217 / 10. Zalirgang

Zreitag, 9. flugust 1940

Linzeipreis 1S Npf.

72000 vnr. die krnte eines raaes

Deutsche Schnellboote und unsere Luftwaffe machten ganze ftrbeit im Kanal

In siegreichen Luftkämpfen wurden Z4 englische slugzeuge abgeschossen Minen vor britischen ijüfen gelegt Nüstungswerke, slak- und Scheinwerserftellungen bombardiert kin U-Voot

versenkte lb lllw VM.

Berlin, 8. August.

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: In der Nacht vom 7. zum 8. August griffen unsere Schnellboote einen stark gesicherte» feindlichen Eeleitzug an. Trotz heftiger Abwehr durch die begleiten­den feindlichen Zerstörer, durch andere Bewachungsfahrzeuge und durch die stark bewaffneten Dampfer selbst wurden ein Tanker von 8000 BRT., ein Dampfer von 5000 VNT. und ein Dampfer vor 4800 BRT. versenkt. Ein kleinerer Tanker wurde in Brand geschossen. Unsere Schnellboote kehrten unversehrt zurück. Die Luftwaffe griff heute vormittag einen britischen Eeleitzug im Kanal an. Dabei wurden 12 Schiffe mit insgesamt 55 000 BNT. versenkt, sieben weitere beschädigt. Bet den sich hierbei entwickeln­den Luftkämpfen wurden fünf britische Jagdflugzeuge abgeschossen. Ein eigenes Flugzeug wird vermißt. Bei weiteren Luftkämpfen des Vormittags wurden 20 weitere feindliche Jagdflugzeuge abgeschossen. Zwei eigene Flugzeuge gingen hierbei verloren.

Der Wehrmachtsbericht vom 8. August hatte folgenden Wortlaut:

-l

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Eines" unserer Unterseeboote hat drei bewaffnete feindliche Handelsschiffe mit über 18 000 BRT. ver­senkt. Deutsche Flugzeuge legten in der Nacht znm 8. August vor mehreren englischen Häfen Minen aus und griffen verschiedene Rüstungswerke sowie Flak- und Scheinwerferstellungen an. So wurden in Leyland

oe//as/

- LL/0,5

Ly 100

Motorenwerke, bei Ehester die Motorenwerke von Bickers-Armstrong und bei Peooil Flugzeugwerke, bei Plqmouth Industrieanlagen, ferner Flak- und Scheinwerferstellungen bei Manchester. Cardisf» Dorchester und Plymouth mit Bomben belegt.

Der Feind flog in der Nacht zum 8. August mit einigen Flugzeugen in Nord- und Westdeutschland ein und warf Bomben, ohne wesentlichen Schaden anzurichten. In einem Essener Vorort sowie bei Datteln wurden Wohn­häuser beschädigt. Die entstandenen Brände konnten

schnell gelöscht werden. Zwei feindliche Flug-

durch Einsatz des Lustschutzes Eine Scheune brannte nieder, zeug« wurden abgeschossen."

Seegefechte bei sormenteral

Iin. Rom. 8. August.

Aus Valencia wird den italienischen Blättern berichtet, daß seit drei Tagen morgendlich von der Tee her Kanonendonner zu hören ist. Die einheimischen Fischer erklären unter Hin­weis aus ihre Ersahrungcn aus dem spanischen Bürgerkrieg, daß zwischen den Inseln Formcntera und der algerischen Küste Tecgescchtc im Gange sein müßten.

rruppenlransporter vor ftden versenkt

Athen. 8. August.

Wie aus Hadramaut gemeldet wird, haben italienische Flugzeuge ein Trnppentransportschiss. das eingeborene Sol­daten aus Indien nach Aden bringen sollte und im Geleit- zug fuhr. bombardiert und versenkt.

Zeila von den Italienern besetzt

erfolgreiche ftngriffe aus italienischen siugplah in Vstasrika und auf einen Seleitzug

Rom, 8. August.

Der italienische Wehrmachtsbericht vom Donnerstag hat folgenden Wortlaut:Das Hauptquartier der Wehrmacht gibt bekannt: Eine unserer Kolonnen, die vor drei Tagen die Grenze von Britisch-Somaliland überschritten hatte, ist am Meer angelangt und hat Zeila besetzt. In Ostafrika haben unsere Bomber­formationen den Flugplatz von Wajir angegriffen, drei Flugzeuge am Boden zersHrt und schweren Schaden und Brände an den Flugpintzanlagen verursacht. Ein feindliches Jagdflugzeug wurde im Luftkampf abge­schossen. Feindliche Luftangrisse auf Diredaua und Massaua haben unbedeutenden Schaden angerichtet. Im östlichen Mittelmeer ist ein von Kriegsschiffen begleite­ter feindlicher Geleitzug von fünf Dampfern von unserer Luftwaffe mit Bomben belegt worden. Zwei Dampfer sind getroffen und ernsthaft beschädigt worden."

England gibt bereits zu, daß die italienischen Truppen die Hafenstadt Zeila in Britisch-Somaliland eingenommen haben. Nach englischer Darstellung war Zeila angeblichunver- teidigt". Der Besitz dieser Stadt össnet den Weg nach Perbera, dem anderen wichtigen Verkehrspunkt des Landes, von Zeila 240 Kilometer entfernt. Die Engländer tun alles, um die Be­deutung dieses Vormarsches zu vermindern, aber in einer englischen Mitteilung, die in der Nacht zum Donnerstag aus­gegeben wurde, mutz festgestellt werden, daß der italienische Vormarsch sehr rasch vor sich gehe. Die englischen Kolonnen müßten sich darauf beschränken, ihn zu erschweren. Sie haben aber trotzdem auch die Eroberung der Plätze Hargelsa und Odweina nicht verhindern können. Ziel der ganzen Ope­

ration i» Afrika, so erklärte ein englischer Generalstabsossizier am Donnerstaginorgen im englischen Rundsunk, sei doch nicht der Besitz oder dst Besetzung von Gebieten, sondern die Be- siegung dos Feindes. Der Rückzug habe daher nur den Eha- räkter eines Manövers, und selbst wenn die Italiener auch Berbern einnehmen sollten, was sürunwahrscheinlich" gelte, so würden sie nicht viel Nutzen davon haben.

Ein schwedischer Beobachter, der Londoner Dertreier von Stockholms Tidningen" stellt demgegenüber sest, man habe den Eindruck, daß die Engländer angesichts einer bedeutenden Nebermacht nicht darauf bestehen würden, ihre graste bei derunvernünftigen" Aufgabe zu verbrauchen, dieses Land zu halten. Die Flotte könne Transporte zur See nach Jtalienisch-Ostasrika verhindern, und da keine Zusuhr durch den Sudan möglich sei, so müsse dieses ganze Gebiet als eine belagerte Festung betrachtet werden. Tatsächlich dürste man sich aber in London sehr wohl klar darüber sein, daß ein Verlust von Britisch-Somaliland nicht nur vom Prestigestand­punkt aus eine erhebliche Niederlage darstellt, sondern auch im Kamps um Aegypten und um Englands afrikanische See­wege ein schwerer Verlust wäre. (Siebe auch Seite 2>

ftufstand in Südarabien

dos. Kopenhagen, 8. August.

Mit ängstlicher Sorge verfolgt man in London, daß zahl­reiche arabische Stämme die Zeit sür gekommen halten, um das britische Joch abzuschütteln. In Hadramaut, dem süd­lichen Teil Arabiens, der von der britischen Kronkolonie Aden verwaltet wird, befinden sich, wie das skandinavische Tele­grammbüro meldet, mächtige Stämme im Ausruhr gegen die britischen Truppen. Unter diesen Umständen wurde es vom britischen Empiregeneralstab als unmöglich angesehen, Ver­stärkungen aus Aden oder Hadramaut nach Somalilpnd zu wersen, vielmehr hätte Aden selbst Verstärkungen nötig.

t M

Deutsche Flugblätter tragen ui England immer mehr

zpm Erkennen der Wahrheit bei.

Der Führer zeichnete Ossizierc der Kriegsmarine und der Flakartillerie mit dem Ritterkreuz aus.

Krcisleitcr Blanke vollzog die Verabschiedung des bisheri- cn Kreisobmanncs Pg. Schwenk und die Einsührung eines Nachfolgers Pg. Häpsner

Vor L ii b r v r löst Krupp. In ^nseüluü an äsn Lesueb ckss Liinrers bei Dr. Krupp von Loblen null Kalbaeli »uläOIieb «los 70. Geburtstages ckes Industriellen besivbtigte äer Liibrer eine Leibe von/Werkstätten ävr Krnppseben Labrik: Der ckubol cker Gekolgsebakt umbrainlvt cken saubren bei ckem kesueb äer Krupp-Werke. keebts: Der Lübrer begrnllt vr. Krupp von voblen unä Kalbaek »nk Ler Villa Hügel in Lesen. " krssss-Lokkwann (2).

Die Sommcrschulserien lvurden bis zum 2. September verlängert.

«artet 4 räL ^te»Ta-"

Vergebliche Propagandaparolen

6. tt. Berlin, 8. August.

Jeder'aus England kommende Brief drückt in irgend­einer Form die Sorge aus, was der nächste Tag bringen werde" so schreibtNew Park Times" über diefürch­terliche Spannung, unter der das englische Volk stehe. Schon für einzelne Personen gebe es nichts Schreck­licheres als die Ungewißheit. Wenn aber die Ungewiß­heit mit 45 Millionen multipliziert werde, könne man sich die Stimmung eines Volkes vorstellen, das jeden Morgen mit der Frage aufwache, ob dieser Tag der Tag des Schreckens" sei. Dies sei Hitlers neue Waffe.

Wir wollen weder mit den Engländern noch mit dem amerikanischen Zeitungsschreiber darüber rechten, ob er mit dem Aufzeigen dep. neuesten Waffe des Führers recht oder unrecht hat. Wir stellen lediglich fest, daß die Be­schreibung des Erregungszustandes in England uns den zureichenden Grund nennt, woher die letzten Ausflüchte der Verzweiflnngspropaganda im Lande der Briten stammen. Ja wir verstehen auch, warum England neben der sozialistischen Tour, die nach derTimes" jetzt wie auf Kommando die ganze Presse reitet, wieder die Be­schwörung desGenerals Hunger" so heftigen den Vor­dergrund schiebt. Im Rundfunk und in Ministerreden versucht man, diesen alten, neuen Hoffnungsanker auszu­werfen. Nach dem Siege über Frankreich, nach der Lan­dung in Norwegen, gibt es nur noch so wenig Propa­gandahoffnungen, daß man selbst auf die ältesten in neuer Form aufgemacht zurückkommen muß. Jetzt soll derGe­neral Hunger" wenigstens gegen das außerdeutsche, kon­tinentale Europa mobilisiert werden, nachdem die pluto- kratische Kriegskaste eingesehen hat, daß diese Waffe sich eher gegen England selbst als gegen das durch eine vor­zügliche Vorratswirtschaft geschützte deutsche Volk wendet.

Wir wissen, daß unsere Ernährungslage gesichert ist; der Führer hat es in seiner letzten Rede noch einriial klar herausgestellt. Wenn nun die Engländer meinen, im übrigen Europa könnten Mangelerscheinungen eintreten, und es ihnen unbequem ist, daß ein ameri­kanischer Diplomat ihnen selbst die Verantwortlichkeit für derartige Möglichkeiten wegen der Blockade zu­schreibt, die die Engländer bekanntlich noch zu einer amerikanischen erweitert zu sehen wünschten, dann kön­nen wir ihnen darauf nur antworten, daß uns solche Prognosen nicht interessieren, da wir in Deutschland auf Jahre versorgt sind. Wir stellen vielmehr aus­drücklich fest, daß es nicht in unsere, sondern ihre Ver­antwortung fällt, sich Gedanken zu machen, ob sie die von ihnen in den Krieg gehetzten Völker nun auch noch hungern lassen möchten. Wenn der Londoner Rundfunk auf der anderen Seite wieder sagt, daß die Knappheit in Frankreich yicht sehr groß sei, es komme vielmehr auf die richtige Verteilung an, so haben wir dazu nur zu sagen, dann sollen eben die Franzosen richtig ver­teilen. Die Engländer irren aber, wenn sie glauben, wir hätten irgend etwas mit der Versorgung der Völ­ker zu tun, die sich mit ihnen eng verbunden hatten, um das deutsche Volk zu vernichten und an die Feldküchen der Feinde zu bringen. Wir haben geholfen an vielen Stellen, schon kurz nachdem die Waffen schwiegen, wie das von Neutralen häufig bezeugt worden ist, aber nie­mand kann verlangen, daß wir ihnen ihre Sorgen für ihren Wiederaufbau abnehmen, den sie durch ihre Schuld am Kriege nun vor sich liegen sehen. Sie müssen sich schon selbst mühen, aus dem Dreck zu kommen, den sie sich selbst eingebrockt haben. Auch uns hat man 1918 nicht geholfen, sondern vielmehr unser Volk noch lange Monate unter die unmenschliche Blockade gezwungen. Nun verbitten wir es uns heute, wenn England etwa versucht, aus Verlegenheit gegenüber Amerika die Schuld seiner Blockadeversuche gegen ganz Europa und damit auch gegen die einstigen Verbündeten durch Ver­schiebung der Verantwortung abreagieren zu können.

Der zweite Hoffnungsstrahl am Horizont in England in diesen trüben Tagen, soll nun die große soziale Er­neuerungsaufgabe sein. die sich die Engländer plötzlich anmaßen. Dabei geht das Pferd im Galopp mit ihnen durch. Erst kürzlich verkündete dieTimes", man werde es sich angelegen sein lassen, dieHungrigen zu nähren, die Bedürftigen zu bekleiden und denjenigen ein Heim zu schaffen, die kein Dach über den dem Kopf haben". Heute nun fühlt sich der Londoner Rund­funk bemüßigt, auf einen weiteren Artikel dieses Erz- plutokratenblattes sowie einengleich bedeutsamen" Aussatz imEconomist" hinzuweisen, in denen man

IMII»»IMIIIMIIIMMI,I,,III»IIII»MMIMM»IIIIIIMM»»M»»

IInsvr ^asQ88p»syoI

Durch Schnellboote und Flieger wurden am gestrigen Tage 72 000 BRT. feindlichen Schiffsraumes versenkt; 34 englische Flugzeuge wurden in Lustkiimpsen abge­schoben. Außerdem meldet ein U-Boot die Versenkung von 16 000 Tonnen.

Durch deutsche Flugzeuge wurden an der englischen Küste Minen gelegt: Rüstungswerke. Flak- und Scheinwerfer- stellungen bombardiert.

Italienische Truppen besetzten in Britisch-Somaliland die wichtige Küstenstadt Zeila.

Eine, neue Lüge Duss Coopers don der Versenkung eines Kindertransportschisfes mußte selbst von London rasche- stens dementiert werden.