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parteiamtliche Tageszeitung
Das stmtsbiatt des legierenden Dürgermeisters der Lreien Hansestadt lremen
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der Nationalsozialisten Vremens
flmtüches verkündungsblatt des leichsstatchasters in Oldenburg und Vremen
Nr. 214/10. ZaHrgang
Dienstag, O.flugust 1940
Einzelpreis 15 lpf.
britische Anmaßung überschliigt sich
kngland beansprucht die sülzrung beim sozialen flusbau kuropas
In iitrer Not versprechen die pluwkraten Englands sogar in Zukunft die „Hungrigen zu nichren und die bedürftigen zu kleiden" / Niemand wird ihren Worten glauben
Bern, 5. August.
Es gehört zum Wesen britischer Heuchelei, dann von sozialistischen Maßnahmen zu sprechen, wenn es England an den Kragen geht. Wenn die Angst an die Tür klopft, werden sich die Pluto- krateü ihrer Sünden bewußt. Die Spalten ihrer Zeitungen füllen sich dann mit sozialen Erörterungen und Versprechungen, immer in der Erwartung, daß sich Dumme finden, die daraus hereinfallen. So war es im Weltkriege, so ist es auch heute. .
Keinem „gesellschaftsfähigen" Londoner Blatt« wäre es in den Zeiten vor dem Kriege eingefallen, von Steuerausgleich Zu sprechen. Daß die Gcldsäcke, die im Golde schwammen, sich vor Steuerzahlungen drückten, war ein selbstverständliches plutokratisches Vorrecht. Jetzt aber bekennt sogar „Times": „Der Stcucrausglcich ist unzureichend. Der Staat muh die Verantwortung sür eine Regelung der Arbeitseinkommen übernehmen, so, datz sie sür die Bedürfnisse der Familien zureichen. Man glaubt seinen Augen nich zu trauen, Zvenn man in der „Times" die Forderung liest, der Krieg müsse die bestehende Gesellschastssorm zerbrechen, oder wenn ..Daily Herold" die Einführung einer Vermögenssteuer verlangt.
Das ist eine ähnliche Musik, wie man sie von den englischen Zeitungen auch im Weltkriege vernahm. Datz hinterher alles beim alten blieb, daß im Gegenteil die Ausbeulung der Arbeiterklasse noch skrupelloser wurde, bedeutet sür die Plutvkraten eine Selbstverständlichkeit, die keiner weiteren Rechtfertigung bedarf. Heute ist es dasselbe Theater, das die Regierungsclique dem deutschen Volke vorgaukelt: Heuchlerisch« Worte, um es sür ihren Krieg geneigt zu machen und die wachsende Unzufriedenheit zu verscheuchen. Aus Taten wird der englische Arbeiter vergebens warten.
Um so fri v o l », >-i > st>- » S, d o st a usg erechnet „Times" heute in einem längeren Aussatz von einer sozialen Neuordnung nicht nur Englands, sondern ganz Europas nach Kriegsende saselt. Mit nicht zu überbietender Anmaßung und Heuchelei erklärt das Plutokratenblatt: „Die Reorganisierung unseres eigenen sozialen Lebens ist nur ein Teil der großen Aufgaben des europäischen Wiederausbaues, der uns erwartet, wenn der „Hitlerismus" endgültig über den Haufen geworfen ist . . . Der erste Schritt zur Schassung einer neuen Ordnung in Europa wird sein, die Hungrigen zu nähren, die Bedürftigen zu bekleiden und denjenigen ein Heim zu schassen, die kein Dach über dem Kopf haben. Großbritannien wird, indem es eine Lösung des Problemes seines eigenen Wiederaufbaues sucht, der natürliche Führer (!) beim Wiederaufbau Europas. Die Schnelligkeit, mit der sich Europa nach dem Krieg wieder erholt, wird überall von der gerechten Verteilung der Hilfsquellen abhängen."
Das wagt die Zeitung derjenigen Clique auszusprechen, die noch nach dem Waffenstillstand 1918 den mörderischen Hungerkrieg gegen deutsche Frauen und Kinder fortsetzte! Ausgerechnet die Plutvkraten in London, die durch das unsinnige Diktat von Versailles nicht nur die Arbeitslosigkeit im eigenen Lande vergrößerten, sondern ganz Europa in heillose wirtschaftliche und soziale Verwirrung stürzten, um umso prbsitreicher im Trüben sischen zu können — ausgerechnet diese skrupellosen Egoisten fühlen sich als „der natürliche Führer beim Wiederaufbau Europas" berufen.
ffuf knglandfalzrt gesunken
Stockholm, 5. August.
Wie die Stockholmer Presse meldet, ist der schwedische Dampfer „Sighn" (1972 VRT.) gesunken. Die gesamte Besatzung, über 2V Mann, ist gerettet worden. Die Mitteilung des schwedischen Generalkonsulats in London macht keine Angaben über die näheren Umstände beim Untergang des Schisses, auch der Ort wird nicht angegeben.
In Cadiz liefen die englischen Frachter „Pilotth" und „Palacios" ein, die 33 Schiffbrüchige anderer englischer Dampfer bisher unbekannten Namens, die im Atlantik von einem deutschen U-Boot torpediert wurden, an Bord führten. Die Schisse werden nach kurzem Aufenthalt nach Gibraltar auskaufen.
flnschlag auf einen Schnellzug in Indien
Schanghai. 5. August
Der Schnellzug Dacca—Kalkutta . entgleiste ungefähr 139 Kilometer vor Kalkutta. Die Lokomotive und drei Wagen stürzten den Bahndamm hinab. Bisher wurden 39 Tote und 79 Verletzte geborgen. Es liegt ein Sabotageakt vor, da mehrere Schienen an der Ungliicksstclle entfernt waren.
Ob England an der Zusammenarbeit an der wirklichen sozialen Neuordnung Europas noch eine aktive Rolle spielen kann, bleibt sehr, sehr fraglich, nachdem es die wiederholt gebotene Hand ausgcschlagen hat. Die Plutokratenclique jedenfalls ist dabei ganz unmöglich!
Man ist geneigt, dem unseligen Dornröschen ein ermunterndes „Guten Morgen" zuzurufen. Aber die „Times" tut ja nur so. als ob sie geschlafen hätte. Zur Durchführung
aller dieser Dinge, die das Blatt jetzt aufzählt, hätten die englischen und französischen Plutvkraten nach Versailles hinreichend Zeit und Gelegenheit gehabt, wenn sie es nur gewollt hätten. Doch das ist niemals ihre Absicht gewesen ebenso wenig, wie sie auch jetzt ernsthaft erwägen, selbst nur für England irgendwelche sozialen Maßnahmen durchzuführen Höchstwahrscheinlich muß man dem englischen Volk. das in einen idiotischen Seckenschützenkrieg hineingetrieben werden soll, erst ein Zuckerbrot hinwerfen damit es gehorsamer verblutet, Doch das interessiert uns nicht sehr. Was uns aber brennend interessiert, ist das Wohlergehen des europäischen Kontinents, Ihm gilt das Bemühen der Achsenmächte, die die Völker Europas bereits als die wahrhaften Führer beim Wiederaufbau erkannt haben. Auch ein verlogener Artikel der „Times" kann daran nicht? mehr ändern, er wirkt nur niederträchtig und ist darüber hinaus aufschlußreich sür die Stimmung des englischen Volkes.
Sie Luftwaffe klärte über England auf
kin Handelsschiff versenkt — deutsche Luftangriffe aus eine Schiffswerft, ronklager und slakstetlungen
Berlin, S. August
Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „Die Luftwaffe klärte am 4. August über England, Schottland und dem vorgelagerten Seegebiet auf. Hierbei wurde ein Handelsschiff am Ausgang des St. Georg- Kanals, etwa 1VV Kilometer südwestlich Pembrole versenkt. In der Nacht zum 5. August griffen unsere Kampfflugzeuge die Schiffswerft Sheernetz, die Tanklager und Flalstellungen bei North-Killingholm sowie Flakstellungen bei Thameshavn an. Einige britische Flugzeuge flogen in der Nacht in Westdeutschland ein und warfen einige Bomben. Neben geringfügigem Ee- bäudeschaden wurde ein Vauerngehöft im Kreise Borken in Brand gesetzt. Eine Zivilperson kam ums Leben."
Erfolgreicher Lustkampf in Nordafrika
Rom, 5. August
Der italienische Wehrmachtsbericht vom Montag hat folgenden Wortlaut: „Das Hauptquartier der Wehrmacht gibt bekannt: In Nordasrika hat eine unserer Kampf- und Jagdstaffeln einen heftigen Kamps gegen eine zahlreiche feindliche Formation aufgenommen, die versuchte, unsere an der Cyrenayka-Grenze in Bewegung befindlichen libyschen Truppen zu bombardieren. Bei dem unsererseits außerordentlich heftig geführten Kamps wurden zehn feindliche Flugzeuge, darunter sieben Gloster und drei Vlenhcim, abgeschossen. Außerdem wurde» etwa ein Dutzend feindlicher Kraftwagen getroffen und in Brand gesteckt. Ein weiteres englisches Jagdflugzeug ist von unseren Bombern abgeschossen worden, die- in der Nähe von Mars« Matruk eine wirkungsvolle Bombardierung durchgeführt haben. Alle unsere Flugzeuge sind zu ihren Stützpunkten zurückgekehrt. In Ostafrika wurde unter Mithilfe der Bevölkerung ein starker feindlicher Angriff auf Namaraput, an der Grenze des oberen Sudans am Rudolfs« zurückgewiesen. Einer unserer Luftwasfenverbände hat den Hafen von Berbera bombardiert und dabei einen Volltreffer auf ein Schiff erzielt. Ein feindlicher Luftangriff auf Massaua hat nur leichte Schäden im Hafen verursacht und vier Tote und etwa 3Ü Verwundete, darunter 11 Askaris, gefordert. Zwei feindliche Flugzeuge wurden abgeschossen, ein drittes ist wahrscheinlich abgeschossen worden. In Cassala wurde ein feindliches Flugzeug von der Flak abgeschossen."
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Die heftigen Angriffe der italienischen Luftwaffe auf die militärischen Hauptstützpunkte Großbritanniens im Sudan und Kenia werden von der gesamten römischen Presse stark hervorgehoben. Der Kriegsberichter der Stefani unterstreicht
die im italienischen Wehrmachtsbericht vom Sonntag erwähnten Lustwaffenaktionen aus die Flughäfen von Haiha und Summit. Haiha ist ein wichtiger Eisenbahnknotenpunkt zwischen den Gebieten des englisch-ägyptischen Sudans und Port Sudan. Im Tiefslug griffen die italienischen Bomber aus mehreren Richtungen Haiha mit Bomben an, so daß einige Hundert Meter weit sämtliche Bahnanlagen zerstört und völlig unbrauchbar gemacht wurden. Auch der Angriff aus Summit ist eine bedeutende Aktion, da die Engländer in der letzten Zeit den dortigen Flughafen ausbauen. Bei dem ersten Angriff auf diesen Flugplatz wurden die italienischen Bomber von oben von acht englischen Jägern angegriffen. Heftiges Feuer der italienischen Bomber sprengte die englische Formation und zwang sie zum Nückslug. Die italienischen Flieger führten daraus einen neuen Bombenabwurf aus. Hierbei ging eine Flugzeughalle in Flammen auf. Bei dem italienischen Angriff aus den Haf«n von Icila wurden neben der Beschädigung der Hafenanlagen zwei Schiffe und eil Schlepper getroffen und schwer beschädigt.
KapitSnleuknant Nollmann mit dem Mtterkreuz ausgezeichnet
Berlin, S. August
Der Führer und Oberste Befehlshaber des Heeres verlieh auf Vorschlag des Oberbefehlshabers der Kriegsmarine Großadmiral Dr. h. c. Raeder das Ritterkreuz zum Eisernen Kreuz dem Kapitänleutnant Wilhelm Rollmann.
Kapitänleutnant Rollmann hat aus meist schwer gesicherten Geleitzügen 21 Dampfer mit insgesamt 118 899 DNT. versenkt. Es gelang ihm hierbei, allein aus einem einzigen Geleitzug in kürzester Zeit 1-2 999 BNT. zu versenken. Ferner versenkte er durch Torpcdoschuß einen Minenleger sowie den englischer Zerstörer „Whirlwind" brachte zwei Prisen mit insgesamt 7776 BRT. ein und führte eine schwere Minen- aufgabe an der englischen Südküste mit Erfolg durch. Durch ausgezeichnetes Können, hervorragenden Schneid und rücksichtslosen Einsatz hat er wesentlichen Anteil an den Erfolgen des U-Boot-Einsatzes. Sein jüngster Erfolg war die Versenkung eines feindlichen U-Bootes.
Wilhelm Nollmann 'wurde am 5, August >997 in Wil- helmshaven als Sohn des Kapitäns zur See Wilhelm Nollmann geboren, 1937 begann die U-BootsauSbildung Roll- manns, der inzwischen zum Kapitänleutnant befördert worden war, Jin Oktober 1938 wurde er U-Bootkommandant.
Sengt verg bei Vr. Soebbels
Berlin, 5. August
Reichsminister Dr. Goebbels empfing am Montag den schwedischen Forscher Bengt Berg zu einer längeren Unterredung.
„Vernichtung mit preußischer Präzision"
Lob für den „klugen" W. t. — Polizei sucht deutsche Flugblätter — Englands flrbeitslofigkeit steigt weiter
1 Inv. Stockholm, 6. August.
>i Die Londoner Presse belobigt Churchill wegen seinen angeb- ' lich unermüdlichen Vcrteidigungsvorbereitungcn gegen eine s deutsche Invasion. „Daily Telegraph" erklärt, „Hitlers bis- s, heriger Aufschub im Angriff gegen England darf uns nicht t in bequemen Selbstbetrug einwiegen. Die Deutschen ent- ' wickeln ihre Anstrengungen zu unserer Vernichtung mit !> preußischer Präzision." Das Blatt des Generalstabcs findet es besonders beachtlich, datz die Tätigkeit der deutschen Lust- ' Waffe hinter dem tatsächlichen Leistungsvermögen noch zurückbleibe. England sei. so versichert das Londoner Blatt ! trotz dieses Mißtrauens, in der Lage. auch die größte Zahl deutscher Flugzeuge zurückzuschlagen, aber es müsse bereit > sein aus große Verluste an Leben und Eigentum.
' Die „Daily Mail" vermutet einen Luftangriff in großem Ausmaß und mahnt zu dauernder Bereitschaft gegen solche Ueberraschungen, mit denen man ständig rechnen müsse. Die englische Rüstungsproduktion müsse daher auf vollen Touren weiterarbeiten. . ^
In verschiedenen Orten Englands fanden am Sonnabend und Sonntag umfassende Haussuchungen nach den von deut
schen Fliegern abgeworfenen Flugblättern mit Auszügen aus der letzten Reichstagsredc Adolf Hitlers statt. In den Bezirken, über denen diese Flugblätter abgeworfen worden waren, hatte die Bevölkerung trotz der Strafandrohungen der Behörden kaum ein einziges Flugblatt abgeliefert. Die Haussuchungen waren fast ohne Ergebnis, man verhaftete/ nur wenige Personen, die man für Mitglieder der sagenhaften „Fünften Kolonne" hielt. Die Wahrheit zirkuliert aber unter der Oberfläche fast überall in England, und die englische Post befördert, ohne es „zu wissen, zahlreiche Abschriften dieser Flugblätter. Ihre Wirkung ist um so größer, als die Unzufriedenheit mit der Geheimhaltungspolitik des britischen Lügenministerinms immer mehr anwächst.
Nach der vom Kriegsministerium durchgeführten Inspektion der .Heimatverteidigung ist eine große Zahl, pensionierter Generäle und Admirale, die Heimwehrführer waren, verabschiedet worden, Ihre Vorstellungen von der Kriegssührung seien, so wird jetzt erklärt, „sehr antiquiert" gewesen, Kriegsminister Eden hat angeordnet, daß die Heimwehren im Falle einer Invasion während des ganzen Tages im
Dienst bleiben müßten. Es hänge von den militärischen Befehlsstellen ab, sür ausreichende Traimerung der Heimwehren. d, h. der Heckenschützen, zu sorgen.
Unter den Emigratcn aller Hautschattierungen und Rassen, die sich zu Landsknechtsdiensten sür England mehr oder minder bereitwillig gemeldet haben, befindet sich auch, einer Londoner Meldung von „Nha Daglight Allchanda" zufolge, der frühere Vizekanzler Schuschniggs, Fürst Starhemberg. Da die Meldungen zu der französischen Freischar de Gaulles sehr durstig einlaufen, sind jetzt Maueranschläge in, den französischen und englischen Farben über ganz England verbreitet worden, in denen die in England lebenden Franzosen aufgefordert werden, sich als Kanonenfutter sür die angstschlotternden Plutvkraten zu melden.
Wie schlecht es im übrigen um England bestellt ist, erhellt die Tatsache, daß selbst Reuter in einer Meldung aus London -zugeben mutz, daß die britische Arbeitslosenzisser in der Zeit vom 17. Juni bis 15. Juli erneut um 89131 gestiegen ist. Wahrlich, ein kennzeichnendes Merkmal britischer Pluto- kratenherrschast.
rä. Berlin, 6. August.
Verschiedene Anzeichen bestätigen, datz man in London mit dem Gedanken einer militärischen Aktion gegen die französischen Kolonien und Mandatsgebiete in Westafrika spielt. Wie aus einem offiziellen Kommunique aus Vichy ersichtlich ist, unternahmen britische Seestreitkräfte bereits am 21. Juli vor Duala, der Hauptstadt Kameruns, eine Landung, wobei englische Marine- soldaten durch die Straßen der Stadt marschierten. Nach der französischen Darstellung zogen sich die Engländer nach einer Intervention des Befehlshabers des französischen Atlantikgeschwaders zurück.
Zur gleichen Zeit. als man in Vichy diese Tatsachen mit auffallender Verspätung und kompromittierender Geheimnistuerei bekanntgab, wurde das Reuterbüro wieder einmal bei flagranten Lügen ertappt. Sein diplomatischer Korrespondent behauptete nämlich, man wisse in London von einer Landung britischer Marinesoldaten in Kamerun überhaupt nichts. Reuter trieb dabei die Frechheit auf die Spitze mit der Bemerkung, datz die entsprechende Falschnachricht offensichtlich aus deutscher Quelle stamme.
Das Verhalten der englischen Presse läht jedoch darauf schließen, datz es sich bei der Landung in Duala nur um ein Abtasten der Widerstandskräfte gehandelt hat, das man in London vor weiteren Aktionen für angebracht hielt. Den Hauptschlag wollen sich die britischen Piraten und Kriegsausweiter anscheinend gegen
Neichsstraße bis Naroik
18. Oslo, 8. August
Zur Zeit wird in Norwegen mit großen Arbeitskolonnen an der Fertigstellung der Reichsstratze bis Narvik gearbeitet. Es soll versucht werden, noch bis zum Herbst die ganze Strecke zu planieren, so datz die Reichsstratze wenigstens sür leichte Autos befahrbar wird. An den vielen Flutzübcrgängen sollen an Stelle der noch zu erbauenden Brücken einstweilen Motorschiffe als Autofähren eingesetzt werde», so datz der Reichsweg von Oslo bis Nardik zwei Jahre früher in Betrieb genommen werden kann, als vorgesehen war.
den großen französischen Hafen Dakar an der am weitesten nach dem Atlantik vorstoßenden Spitze Westafrikas vorbehalten, in dem bekanntlich das französische Schlachtschiff „Richelieu" vor wenigen Wochen von englischen Seestreitkräften überfallen und schwer beschädigt wurde.
Jedenfalls behauptet jetzt die Londoner Presse gemäß ihrer alten Taktik, den Gegner im voraus für das verantwortlich zu machen, was man selbst plant, Deutschland beabsichtige, in Dakar eine Luft- und U-Boot-Vasis einzurichten. Das würde aber. so schreibt die „Sunday Times", die britischen Besitzungen und Seewege bedenklich gefährden. Das mit derartigen, selbstverständlich restlos erlogenen Kombinationen eingefädelte Manöver wird auch von der britischen Nachrichtenagentur Exchange enthüllt, die nach dem Beispiel anderer Londoner Blätter entrüstet behauptet, datz Großbritannien eine derartige Bedrohung durch Deutschland nicht dulden könne und sie daher verhindern müsse.
Zur propagandistischen Unterstützung der britischen Pläne werden von London die tollsten Lügen verbreitet. So behauptet z. B. „Exchange", datz in, Dakar ein deutsches Langstreckenflugzeug gelandet sei, dessen Besatzung den Hafen inspizieren wolle. Dem Kapitän eines ehemals polnischen Dampfers, der kürzlich Dakar verließ, wird sogar das Märchen in den Mund gelegt, er habe sein Schiff nur im letzten Augenblick der Beschlagnahme durch die deutschen Flieger entziehen können. Mit welch infamen Mitteln das englische Jnforma- tionsministerium hierbei arbeitet, erhellt der wahre Sachverhalt. Selbstverständlich kann weder von deutschen Inspektionen in Dakar, noch von dem Versuch der Beschlagnahme von Schiffen die Rede sein. Diese Behauptungen rankte die Londoner Lügenphantasie lediglich um die Tatsache, datz kürzlich einige Deutsche, die in Franzüsisch-Westafrika gefangengehalten worden waren, von Flugzeugen der Lufthansa in die Heimat zurückgeholt wurden.
Um so mehr wird man den englischen Kriegsverbrechern auf die Finger sehen müssen, die sich anscheinend zur Zeit mit allen Mitteln Vorwände für einen Ueber- fall auf westafrikanische Häfen verschaffen wollen.
NM»MMMMMIIIIIIIMIIIIM»MIIIM»I»IIII»IMI»MIIIIIIMIIIIIII»II»III»N»IN
Vnsor?ayss8il»»OyoL
Die deutsche Luftwaffe klärte in England und Schott- land und dem vorgelagerten Seegebiet auf. Luftangriffe richteten sich auch gegen eine Schiffswerft, gegen ein Tanklager und Flugplätze.
In Nordafrika gewannen italienische Flieger eine Luftschlacht.
Japan fordert die sofortige Freilassung der von den Engländern verhafteten japanischen Staatsbürger.
Die Times versucht, in SozialismuS der Zukunft zu machen.
Ueber die letzten Stunden des elsässischen Autonomisten» führers Dr. Roos werden erschütternde Einzelheiten bekannt.
Das Neichspostministerium gibt die Bestimmungen übe« die Zollbehandlung der Sendungen unserer Feldgrauen in d»e Heimat bekannt.
Der Urlaub ist im Jahre 1919 unabgeltoar.
Die BZ. besuchte die Organisation Todl in Bremen. DaS Hamburger Sondergericht verurteilte einen jüdischen Kriegsschieber zum Tode.