Ausgabe 
(4.8.1940) Nr. 212
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parteiamtliche Lageszeitung

Das Amtsblatt des legierenden Bürgermeisters der freien Hansestadt Vremen

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der Nationalsozialisten Vremens

flmNiches verkündungsblatt des Neichsstattstalters in Vldenburg und Vremen

Nr. 212 / 10. Jahrgang

Sonntag, 4. flugust 1940

kinzelpreis 15 Npf.

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Lügen aus Verzweiflung

luden aus Newgork melden im flutrag Neuters vernichtende englische vombenabwürse aus deutsche Stödte

Lrsrnsns UalsnanLayon anyskUok voUstänär^ ssrstört ... unä Lrsman kaL nrakls äavon yomsrkß

Newyork, 3. August

Die Spätausgaben der Newyorker Abendblätter bringen in großer Aufmachung und mit schreienden lleberschristen auf der ersten Seite amtliche Berichte aus London, wonach britische Luftstreitkräfte Hamburgpulverisiert" und auch sonsterfolgreiche Angriffe auf Städte in Nordwestdeutschland gestartet hätten und dabei u. a. die Hafenanlagen Bremens vollständig zerstört hätten. Es wird besonders hervorgehoben, daß die Briten nur militärische Objekte angegriffen hätten, und nur ein einziges britisches Flugzeug werde vermißt.

ES ist symptomatisch sür die englische Kriegsführung, daß sie immer, wenn es den Briten seyr schlecht geht, ansangen, mit den unverschämtesten Lügen die Öffentlichkeit zu täu­schen. Das ist so im Polenseldzug gewesen, als sie noch während des Bombardements von Warschau von den sieg­reichen polnischen Truppen sprachen. Das ist genau so gewesen während der langen Wintermonate, in denen relativ wenig passierte und die Engländer von grandiosen Siegen, von Riesenerfolgen ihrer Blockade, von der vollkommenen Ab- schnürung Deutschlands von der übrigen Welt, vom gärenden Balkan, von Zerwürfnissen mit Rußland und ähnlichem schelten. Wie sich nachher herausgestellt hat. ist kein Wort davon wahr gewesen. Genau so war es beim Beginn der Westossc.nsive, als sie bei jeder neuen Etappe der Kriegs- führung erklärten, das sei in Wirklichkeit ein Erfolg. Ja, die Engländer haben es sogar fertig gebracht, die furcht­barste und schimpflichste Niederlage, die die alliierten Trup­pen überhaupt erleben konnten, nämlich die Schlacht in Flandern, in einen, wie ihr Reuterbüro erklärte,seinen Sieg" umzuwandeln. Sie behaupteten damals, dieser schimpi- liche Rückzug sei eines der ruhmvollsten Kapitel in der eng­lischen Geschichte. Genau so haben sie vor dem Fall von Paris geredet, wo sie behaupteten, Paris wüvde bis zum letzten Stein verteidigt werden. Genau so haben sie eine kleine Clique, die sich in London als französische Schein­regierung ausgab, als die Vertreterin der össentlichcn Mei­nung von Frankreich ausgegeben. Und genau so sangen sie jetzt damit wo damit begonnen wird, ihnen an den Kragen zu gehen durch frechste und unverschämteste Lügen die Öffentlichkeit zu düpieren und über den wahren Stand der Dinge zu täuschen.

In diesem Lügenfeldzug gehören die neuesten Berichte, die sie sich jetzt durch ihre Judcngenossen in Newhork herüber- kabeln lassen, um die englische Ofscntlichkoit etwas ausz-u- doppen, in denen davon die Rede ist. daß sie Luftangriffe aus Hamburg unternommen hätten, die Hamburg tn einen Trüm­merhausen verwandelt hätten. Das Schlagwort in der amerikanischen Presse: Hainburg ist pulverisiert worden! Die Engländer schrecken bekanntlich nicht davor zurück, solche Dinge, uni sie glaubhaft zu machen, in Atelieraufnahmen für den Film herzustellen. Wir erinnern hier nur an den Film Der Löwe hat Flügel", der vor einem Kreis von in- .und ausländisches: Presse in Berlin aufgeführt wurde and stür­mische Heiterkeit erlveckte bei den Leuten, die etwas Ver­ständnis für solche Dinge haben und die wahren Tatsachen kennen.

Die letzten OKW.-Berichte haben keinen Zweifel darüber gelassen, daß die Engländer mit ihren Bombenangriffen rück­sichtslos die deutsche Zivilbevölkerung angegriffen und m>t der deutschen Geduld ein so frevelhaftes Spiel getrieben haben, daß es heute in Deutschland ungezählte Millionen Menschen gibt, die nur von dem einen heißen Wunsch beseelt sind. wie der Führer ilr seiner Reichstagsredc gesagt hat, daß sie mög­lichst bald einmal den wahren Feind vor die Klinge bekommen. Der LKW.-Bericht hat auch ganz osfcn und rückhaltlos dem deutschen Volk Bericht davon gegeben, welche Wirkungen der Angriff Englands aus die zivile Bevölkerung in Hannover nach snh gezogen hat; und wir können hier ergänzend noch

mitteilen, daß es in Hannover vier Tote und eine Reihe von Schwerverletzten gegeben hat. Alles das steht auf dem Schuld­konto Englands.

Wenn die Engländer nun durch die nord- und süd- amerikanische Presse behaupten lassen, daß sie ausschließlich militärische Objekte angriffen, so ist das eine feige und nieder­trächtige Lüge. Sie greisen nur die Zivilbevölkerung an. weil sie glauben, sie könnten damit die innere Moral in Deutschland erschüttern. Sie gehen jetzt in der Welt damit hausieren, 'daß ihre Luftangriffe Hamburg in Schutt und Asche gelegt hätten unter dem Schkngwort:Hamburg ist

pulverisierr."

... und so ist es in Hamburg

Wer heute den Hamburger Hafen besucht, was -jeder Deutsche leicht tun kann, wird sich davon überzeugen, daß die Hafen­becken mit Schiffen gefüllt sind, und daß die Arbeit ihren normalen Gang geht, wenn auch natürlich das lebhafte Bild des ausgehenden und heimkehrenden UebersccVerkehrs von srüher fehlt. Aber die Kaianlagen sind unverändert: die Kräne recken ihre Ausleger gegen den Himmel; die Schiffe schwimmen; Barkassen durchkreuzen das Wasser; der Fährver­kehr verläuft vollständig wie in Friedenszeiten und von den Werften blitzen die Lichter der Schweißapparate und dröhnen die Niethämmer.

(Fortsetzung auf Seite 2)

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ü. L. v. Bremen . 4. August 1940.

flus dem flrmel gezaudert

Es ist ein von jeherliebevoll" gepflegter englischer Brauch gewesen, die Welt gröblichst über unangenehme Tatsachen hinwegzutäuschen, wenn die Dinge nicht nach englischen Wünschen liegen. Man weiß nicht, ob man lachen oder grimmig mit der Faust auf den Tisch schla­gen soll angesichts der jüngsten englischen Lügenkam- pagne, durch die die Welt davon überzeugt werden soll,, daß sich womöglich die englische Luftwaffe für Deutsch­land noch furchtbarer als die deutsche Luftwaffe für Eng­land erweise. Wie müssen die gediegenen Erfolge der jüngsten deutschen Luftangriffe auf Dover und andere englische Hafenstädte sich nicht allein auf das englische Gemüt, sondern auch auf die übrige Welt ausgewirkt haben, wenn über Nacht völlig aus dem Aermel gezau­berte Heldentaten der* englischen Luftwaffe in die Welt hinausposaunt werden, Taten, von denen kein Mensch,, in Deutschland auch nur irgendwie eine Ahnung hat. Hamburg soll durch englische Fliegerangriffe einfach pulverisiert im Staube liegen, melden (zur Vorsicht, weil englischen Nachrichtenquellen in der Welt längst kein Glaube mehr geschenkt wird) Berichte aus USA., die durch Juden aus Newyork nach London gekabelt wur­den. Auch Bremens Hafenanlagen wer staunt bei uns in Bremen da nicht Klötze sollen vollständig zerstört sein. Und wie Bremen und Hamburg sollen, nach den auf den englischen Rundfunk sich stützenden ameri­kanischen Berichten, noch andere Städte unseres Gaues in Schutt und Asche liegen. Ein Wunder nur, daß wir

U-öoot versenkte 7 bewaffnete ffanbelsWffe

S1 IIS vnr. In die riefe geschickt - vrei feindliche Schiffe mit isooo vnr. durch vombentreffer versenkt flngriffe auf ranklager und slakstellungen in kngland wieder vombenwürfe der Veiten

auf nichtmilitiirische Ziele

Berlin, 3. August e Das OKW. gibt bekannt:Ein U-Boot unter Füh­rung von Kapitänleutnant Kretschmer hat auf einer Fernfahrt sieben bewaffnete feindliche Handelsschiffe mit 51118 BRT. versenkt, darunter drei in Geleitzügen fahrende Tanker. Damit hat dieses Boot bisher ins­gesamt 117 387 BRT. feindlichen Handelsfchiffsraumes und den britischen ZerstörerDaring" versenkt. An der Ostküste Englands bei Harwich und der Themse- Mündung sowie vor den Hebriden wurden am 2. August mehrere bewaffnete Handelsschiffe des Feindes mit Bomben belegt. Drei der angegriffenen Schiffe mit zusammen 18 OVV BRT. wurden versenkt. In der Nacht zum 3. August wurden einzelne Angriffe aus Tanklager und Flakstellungen in England durchgeführt. Im Tank­lager Thameshaven wurden hierbei ausgedehnte Brände beobachtet.

Einige am Tage in Holland und Nordfranlreich ein- geflogene feindliche Flugzeuge stießen überall auf wirk­same Jagd- und Flakabwehr, so daß sie ihre Bomben »«gezielt ins Gelände warfen. Bei Luftkämpfen über der Jjsscl-See und im Seegebiet von Pmuiden gelang es, zwei Bristol-Blenheim-Flugzeuge, bei Le Havre ein weiteres Flugzeug des gleichen Musters durch Flak­artillerie abzuschießen. Nach Nord- und Westdeutschland in der Nacht zum 3. August eingeflogene britische Flug­zeuge warfen ihre Bomben wiederum aus nichtmili- tärische Ziele ab. Sie zerstörten Wohnhäuser und töteten und verletzten Zivilpersonen. In Ehra Kreis Gifhorn, in dessen weiterer Umgebung keinerlei mili­tärische Ziele liegen, ist ein bäuerliches Anwesen durch eine Anzahl Sprengbomben zerstört worden. Die viel­köpfige Bauernfamilie, darunter zwei Kinder im Alter von ein bis zwei Jahren» wurde getötet, zwei weitere Personen schwer verletzt".

Erweiterung des Londoner Kriegskabinetts

Lor- Veaverkrook soll Suff cooper überwachen - ks knistert im Imperium - Sie Machenschaften um tkamberlain

Berlin, 3. August

Amerikanische Blätter verbreiten eine amtliche Reuter­meldung aus London, wonach Churchill den Minister sür Flugzeugproduktion, Beaverbrook ausgesordert hat, als Mit­glied in das. Kriegskabinett einzutreten? Dabei soll Beaver­brook sein bisheriges Amt zunächst nicht aufgeben. Aus an­derer Quelle verlautet allerdings, daß er die Ausgabe erhalten soll, das Jnsormationsministerium zu überwachen, ohne daß der bisherig« Minister Dusf Cooper entlassen wird. Der millionenschwere Zeitungskönig Lord Beaverbrook dürste sich durch die in seiner früheren Tätigkeit betriebene Kriegshetze für die Aufnähme ins Kriegskabinett besonders qualifiziert haben.

Duss Cooper, über den wir in Deutschland schon so viel gelacht haben,-hat im Augenblick selbst nichts zu lachen, da zahlreiche Engländer nervös aus denWitzbold" herumhacken. Gestern erst wieder rüffelte derDaily Herold" den großen Propagandisten in einem ausgiebigen Leitartikel und for­derte sogar seinen sosortigen Rücktritt. Ein Jnsormations- minister, meint das Blatt, müsse seine Hauptaufgabe darin sehen, im Auslandbessere Propaganda" (Lügen) zu ver­breiten. Da Dusf Cooper aber im Inland so viele Takt­losigkeiten (Unfug) gemacht habe, sei nicht anzunehmen, daß seine Auslandspropaganda besser ist. Er habe in arroganter Weise (aber, aber . . .) die Nützlichkeit des Parlaments in Frage gestellt und sogar gegen die Presse polemisiert. Duss Cooper müsse gehen und ersetzt werden durch jemand, der es unternehmen könne, das Jnsormationsministerium von A bis Z zu reorganisieren.Daily Herold" ist wirklich hart, dies alles einem Manne zu sagen, der soeben erst mit dem pulverisierten Hamburg ein neues und überragendes Bei­spiel seiner Kunst abgegeben hat.

Hinter den Kulissen des britischen Kabinetts toben erbitterte Ränke und Kabalen um Beaverbrook, Chamberlain und einige

andere Minister. Diesmal handelt es sich nicht so sehr um öffentliche Spiele", sondern um wirkliche Machtstreitigkeiten innerhalb der führenden Clique. Die Enthüllungen, die englische und neutrale Veröffentlichungen über diese Vorgänge bringen, werfen ein Licht auf dieses Otterngezücht, dessen Streitigkeiten Englandshehrer" Sache wahrhaft Ehre machen.

Die Presse hat von Churchill persönlich die Anweisung er­halten, Beaderbrooks Aufnahme ins Kricgskabinett riesengroß herauszustellen. Lord Beaverbrook gilt Plötzlich als der stärkste Mann nach dem Ministerpräsidenten. Er soll entgegen den ersten Informationen neutraler Blätter aus London anschei­nend nicht aus die Dauer Flugzeugminister bleiben, sondern neue Ausgaben erhalten, die möglicherweise doch noch zur Ab- halsterung Duss Coopers führen oder wenigstens zu einem beträchtlichen Machtzuwachs des Zeitungslords, der als Mit­arbeiter Lord Northclisscs bei jedem Engländer die Erinnerung au Glanzzeiten englischer Lügenpropaganda wachruft.Wir brauchen einen Goebbels" (!) so lautet das Stich­wort derer, die vor allem eine erfolgreiche Anslandspropa- ganda verlangen. Lord Notrhclisses Schatten wird beschworen, und man hebt hervor, daß sich dieser Mann größere Verdienste erworben habe als irgendein anderer.

Der akute Anlaß, weshalb die Frage der Auslandsprvpa- ganda derart in den Vordergrund gedrängt wird. hängt nicht nur mit Englands Kriegsansweitungswiinscl>en zusammen, sondern ist besonders aktueller und interessanter Natur. Wie News Chronicle" ausplaudert, ist man sich in maßgebenden englischen Kreisen darüber klar, daß die Verschärfung der Blockade und ihre Ausdehnung auf ganz Europa Deutschland neue Prvpagandalwaffen in die Hand geben müsse, weil eS jetzt vor der ganzen Welt England werde anklagen können. Millionen Menschen in den von Deutschland besetzten Län­dern (falsch: darüber hinaus auch in allen den neutralen Ländern, die von Englands Blockade mitbetrosfsn werden, wie Schweden, Spanten, dem Balkan. Nordafrika usw.!) zum

Hungern verurteilt zu haben. Das wird an der Themse^ als eine Gefahr angesehen. Deshalb fordertNewtzs Chro­nicle", es müsse Ausgab« des englischen ; Propagandaapparats' sein, die ganze Welt davon zu überzeugen, daß,, wenn die: englische Blockade Entbehrungen mit sich bringe, allein Deutschland hierfür verantwortlich sei.

Für die in der Tat gigantische Ausgabe, das Kunststück zu­wege zu bringen, die Tatsacl-en in derart ungeheuerlicher Form zu verdrehen und den Fluch von Millionen von Eng­land abzulenken, ist nach Ansicht sehr vieler anscheinend nur einer in der Lage: Beaverbrook. der mit seinen eigenen Blät­tern schon Talentproben für Hetze und Lüge geliefert hat. Gleichzeitig mit Beaverbrooks ausrücken ist Chamber­lain s S te r n in rapidemAbstieg begriffen. Allge­mein gilt die Parole, daß er aus Gesundheitsgründen binnen kurzem verschwinden werde, vielleicht gleichzeitig mit einer Aufnahme Lloyd Georges in das Kriegskabinett, nachdem Churchills Stellung, wie die Regierungspropaganda argumen­tiert, seit den Vorgängen vor einem Monat, als Lloyd George ablehnte, bedeutend stärker geworden sei.

Bei den Machenschaften um Chamberlain spielt nicht zuletzt ein Gesichtpnnkt mit, den das StockholmerAstonbladet" in einem Londoner Eigentelegramm enthüllt: Churchill habe ihn bisher als Gefangenen in seinem Kabinett behalten, weil er hier sür sicherer gilt als außerhalb. Die Ueberlegung sei dahin gegangen, daß Chamberlain sich nach seiner Ausbootung wo­möglich an die Spitz« einer Gruppe von Konservativen setzen würde, die unter gewissen Umständen zu einer gefährlichen Opposition werden könnten. Das sind einige der »Motive hinter Churchills Personalpolitik. Sie spielen eine erhebliche Rolle hinter den allgemeinen Erörterungen um eine Rekon­struktion der fetzigen Regierung oder wenigstens des Kriegs­kabinetts. . (Siehe auch Seite 2) -

im Gau Weser-Ems in den betroffenen Städten von der ganzen furchtbaren Verwüstung weder etwas hören noch sehen können, daß wir außer von der feigen Zer­störung von Zivilhäusern, die weit von militärischen Objekten entfernt liegen, von irgendwelchen Zerstörun­gen an militärischen Objekten überhaupt noch nichts bemerkt haben. Vielleicht, weil wir selber unter den Trümmern der von den englischen Fliegern angeblich so gründlich angerichteten Vernichtung liegen, ohne es zu wissen? Aber Spaß beiseite. Die Sache hat neben ihrer erheiternden auch eine todernste Note, nämlich die, daß mit dem neuen englischen Lügenfeldzuge picht bloß die eigene Angst vor weiteren erfolgreichen deut­schen Bombardements auf englische militärische Ziele verborgen werden soll, sondern daß auch im Ausland der Eindruck der ebenso ruchlosen wie unsinnig fort­gesetzten Bombardierungen deutscher Wohnhäuser und der durch diese Bombardierungen bewirkten Ermordung unbewafsneter Männer, wehrloser Frauen und Kinder verwischt werden soll. Hatz es sich doch allmählich auch in USA. herumgesprochen, mit welch niederträchtiger Feig­heit bei ihren nächtlichen Einflügen die englischen Flie­ger durch wahlloses Fallenlassen vom Bomben mitten in dichtbewohnten, von militärischen Objekten völlig freien Stadtteilen, über deutschen Städten billigeErfolge" zu erringen pflegen. Da soll -wohl die haarsträubende eng­lische Lügenkampagne, die in den Abendblättern der Newyorker Presse in großer Aufmachung und mit schrei­enden Ueberschriften ihren Niederschlag findet, die guten Amerikaner gtauben machen, daß natürlich bei solchen umfassenden, vernichtenden Erfolgen der englischen Luft­waffe auf militärische Ziele in Deutschland auch einige Zivilpersonen und Wohnhäuser mitbetroffen werden können. Daß keine militärischen Ziele, sondern nur Wohnhäuser und Zivilisten getroffen sind, das aber ist eine feststehende Tatsache, von deren Unwider- leglichteit sich die noch in Deutschland befindlichen Ver­treter der Auslandspresse zu überzeugen vermochten, dank dem Entgegenkommen, das ihnen von deutschen Stellen gezeigt wurde, als sie in raschester Durchfüh­rung einer Besuchsfahrt nach Hamburg Gelegenheit er­hielten. sich von dem wahren Stande der Dinge Kennt­nis zu verschaffen. Der deutschen Gegenwirkung aller­dings, die in dem zielsicheren Treffen militärischer Ob­jekte Englands besteht, wird England durch solche Lügen nicht entgehen.

öiftmifcher

Es ist einsam geworden um dasstolze" Albion. tknd dies mag es auch wohl fühlen, weil es sich W krampfhaft bemüht, in der Welt seine moralische Position um jeden Preis zu verbessern. Schaudernd m der eisigen Isolierung, die heute jeglichen Glan­zes entbehrt, muß England von Tag zu Tag mehr erkennen., wie nicht bloß seine militärische, wie auch leine politische Lage bereits eine schlechtweg verzwei­felte wurde. Nachdem sich die charakterlose Liebediene­rei, gegenüber der Sowjetunion Molotow hat in sei­ner Rede keine Unklarheit darüber gelassen als völli­ges Fiasko erwies, nachdem auch der Versuch die Bal­kanstaaten zum Nachteil Deutschlands und Italiens in den Krieg zu zerren, gescheitert ist und neuerdings sogar das allzeit England gefällig gewesene Portugal sich aus der Vormundschaft Londons zu befreien sich bestrebt und dementsprechend ein Freundschaftsabkommen mit dem Spanren General Francos abschloß, ist nun auch im Fernen Osten für England eine Lage entstanden, die dort seine letzten Aussichten völlig zu zerstören droht. Das hat dem Engländer dort gerade noch gefehlt, daß die unseligen verbrecherischen Machenschaften seines Ge­heimdienstes vor aller Welt aufgedeckt wurden, um bei den Völkern deL Ostens das letzte Vertrauen einzu­büßen. Deutschland. das seit Jahren das verbrecherische .Wirken der englischen Agenten kennt, hat um so mehr für das japanische Vorgehen gegen diese Weltpest Ver-

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Unssr

58113^BR^^ tt-Voot meldet Versenkung von weiteren

In Aden sind Unruhen gegen England ausgebrochcn.

Ueber die Verhaftung japanischer Kausleutc durch den Secret Service in London herrscht in Tokio stärkste Em­pörung.

Lord Beaverbrook wurde in das britische Kabinett über­nommen.

Durch die Newyorker Presse setzt London unsinnigeEr- solgsmcldungen" über die vollständige Zerstörung deutscher Hafenstädte in die Welt.

Litauen wurde der Sowjetunion eingegliedert.

In Singen wurde ein ehrvergessenes Mädchen, das sich mit polnischen Kriegsgefangenen abgegeben hatte, in der entsprechenden Weise angeprangert.

Zur Sortenfrage bei der Hausbrandbevorratung äußert sich die Bremische Industrie- und Handelskammer.

Die Deutsch« Reichspost Bremen übergab das in ihrer Ausbildungswerkstatt hergestellte SegelflugzeugPostillon Bremen I" an das NS.-Flicgerkorps.