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parteiamtliche Tageszeitung
Das Nmtsblott des legierenden Dürgermeisters der Lreien Hansestadt Dremen
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der Nationalsozialisten Vremens
flmlliches verkündungsblatk des Neichsstatchaliers in Oldenburg und Dremen
Nr. 20S / 10. ZaHrgang sr
Donnerstag, l.flugust 1840
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Inspektionen statt Parlamentsalissprache
Erbitterung der Veoölkerung Englands über die Schweigelaklik der Neglerungscüque
Genf, 31. Juli
Churchill hat die Rede, die für gestern im Unterhaus angekündigt war, plötzlich abgesagt. In einer so verzweifelten Lage, wie der augenblicklichen, ist es selbst für einen so abgefeimten Schwindler wie W. C. schwer, zu lügen und zu verdrehen, zu verschleiern und mit leeren Worten zu drohen.
Wie soll er über die Tatsachen hinwegkommen, daß allein i in den drei Tagen vom 28. bis 28. Juli 388 VVV Tonnen englischen Schiffsraumes versenkt sind. Oder soll er in aller Oessentlichkeit eingestehen, daß die Balkanstaaten heute zur Wahrung ihrer Lebensintercsscn über London hinweg zur Tagesordnung gegangen sind und damit die englischen Zittrigen aus der Politik des Donauraumes für immer ausgeschaltet haben. Was soll er über das energische Zupacken j der japanischen Regierung in das gefährliche Netz des Londoner Geheimdienstes sagen, eine Maßnahme, die sür das ! Prestige der Londoner Politik immerhin von erheblicher I Bedeutung ist.
!! Churchill hat es darum dem Außenminister Halifax über- i lassen, in der letzten Frage mit ein paar nichtssagenden Wor- ^ ten vor dem Oberhaus den „starken Mann" zu spielen. Im
! übrigen aber hat der Gauner sich mit einer raffiniert ein
geleiteten Abstimmung die Möglichkeit verschafft, sich in einer ^ „Geheimsitzung" hinter sorgsam verschlossenen Türen zu verkriechen/
Trotz dieser Manöver bleibt aber das britische Volk nicht unterrichtet von der üblen Lage, in die es durch die Pluto- kratencligue gebracht ist. Die Maßnahmen der zuständigen Minister werden trotz aller Lügen über die entscheidenden Schläge der deutschen U-Loote und Kampfflugzeuge auf die Flotte, auf seine Hdfenanlagen und Rüstungszentren so einschneidend, daß sich niemand über den wachsenden Mangel an Rohstoffen, über die immer knapper werdende Lebensmittelzufuhr im unklaren ist.
> Um so verbitterter ist die Bevölkerung darüber, daß der Obrrkriegsmacher Churchill sich nun weigert, über die Po- ^ Mische und militärische Lage Englands öffentlich Rede und Antwort zu geben. Auch die Londoner Zeitungen sind erbost über die Geheimniskrämerei ihrer Regierung. Unter diesen Umständen hat es Churchill am Mittwoch vorgezogen, einen Jnspcktionsslug nach Südostengland zur Besichtigung von Verteidigungsanlagen zu machen. Wahrscheinlich sühlt er sich aus den Fußballplätzen, die nach einer Anordnung des Kriegsministers Anthony Eden vom Montag- bis Freitagabend zur Schulung von Freiwilligen sreigegeben wurden, wohler als vor dem Parlament, dem er seine wachsenden Mißerfolge schwerlich verheimlichen kann.
Wie groß nämlich die Gefahren im übrigen für England geworden sind, geht aus einem Geständnis des englischen Schissahrtsministers' hervor das als erste amtliche Londoner Auswirkung des erfolgreichen deutschen Luftangriffes auf den Hasen von Dover betrachtet werden darf. Er erklärte, eS sei vielleicht damit zu rechnen, daß England zu plötzlichen^ Veränderungen im Verkehr mit seinen Häfen gezwungen
Hafen von flden erneut bombardiert
Rom, 31. Juli
Der italienische Wehrmachtsbcricht»vom Mittwoch hat solgenden Wortlaut: „Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Unsere Flieger in Ostafrika haben den Hafen von Aden erneut bombardiert und dabei Volltreffer auf zwei Schisse und ein großes Vrennstoff- depot erzielt. Alle unsere Flugzeuge sind zurückgekehrt. Während eines vom Feind versuchten Angriffes auf Assab ist ein Vlenheim-Vomber von unserer Luftabwehr abgeschossen worden."
Neuer Luftangriff auf Sibraltar
La Linea. 31. Juli.
Am Dienstagnachmittag griffen erneut zwei Bombenflugzeuge Gibraltar im Schutze einer Wolkendecke an. Die Nationalität der Flugzeuge ist unbekannt. Die englische Flak trat ohne Ersolg in Tätigkeit. Die Bomben explodierten im Hascn- gebiet.
Die Behörden in Gibraltar ordneten ein strenges Schweige- j gebot über die Explosion des Munitionslagers am Montag an. dessen Todesopfer bereits aus 28 gestiegen sind.
drv. Stockholm, 31. Juli.
Das englische Rätselraten, an welcher Stelle der mit wach- u sender Nervosität erwartete nächste Schlag Deutschlands sollen !s könnte, bringt groteske Blüten zutage. Der neueste Schlager h besteht in der durch Telegramme aus Ankara „belegten" Bell hauptung, daß Deutschland an Stelle eines Großangriffs « gegen England selbst einen Stoß gegen Aeghpten vorbereite. 8 Deutsche Hecresabteilungen seien zu einem Vorstoß gegen Iran 8 und Irak bestimmt, um die Araber zu befreien.
h Während englische MMtärkreise zu diesen Vermutungen g nicht Stellung nahmen, ist der „Daily Expreß" in der Lage. sogar „mit Sicherheit" zu enthüllen, worauf die Aenderung der deutschen Pläne zurückgeht, nämlich . . . auf Meinungs- i Verschiedenheiten innerhalb des deutschen Oberkon,nurndos. i Ganz scheint immerhin selbst der „Daily Expreß" seinen f Darlegungen nicht zu trauen, den er meint, man müsse die s Bevölkerung sicherheitshalber weiter darauf vorbereiten, daß ^ der deutsche Angriff in nicht allzu ferner Zeit seinen Höhe- Punkt finden werde. Innenminister Sir John Andersen U hat im Unterhaus sogar die Angst vor Gasangriffen wieder k! aufgefrischt und allen Zivilisten eingeschärft, jeden Tag
wenigstens zehn Minuten lang als Uebung eine Gasmaske aufzusetzen.
Hinter den Kombinationen um deutsche Orientpläne steht Wohl die Absicht, auf die Türkei einzuwirken, die im Rahmen
würde. Die Regierung Habs alle notwendigen Vorkehrungen hierfür getroffen. Es sei noch nicht zu übersehen, in welcher Weise der Feind Unannehmlichkeiten in den Häfen Englands hervorrufen könne.
Auch die nicht abreißende Kette von Verordnungen und Vorsichtsmaßregeln für das britische Volk beweist, daß die innere Unruhe sich von Tag zu Tag steigert. Aus allen diesen Maßnahmen spürt man den verbrecherischen Willen der Regierungsclique, das Jnselreich bis zum letzten Heckenschützen zu verteidigen. Die überspannten Gehirne tifteln die tollsten Möglichkeiten aus, um bei einem Einsall den deutschen Truppen Widerstand entgegenzusetzen.
Innenminister Andersen gab heute im Rundfunk Vorsichtsmaßnahmen über das Verhalten bei Luftangriffen bekannt: U. a. gab er der britischen Bevölkerung folgende Gebote:
der englischen Rußlandpläne eine erhebliche Rolle spielt im Hinblick aus die Sorge Englands um seine Macht- und Oppositionen in Kleinasien: dazu braucht England Syrien. Große Beachtung wird deshalb in neutralen Kreisen den Nachrichten aus Athen beigemessen, wonach Dufs Cooper im Anschluß an seinen mißglückten Besuch in Algier nach Damaskus und Beirut weiterflog, um Einfluß auf die Haltung des französischen Oberkommandos in Syrien zu gewinnen, England setzt anscheinend noch immer Hoffnungen auf die schwankende Haltung des Generals Mittelhauser, der trotz einer gewissen Loyalität gegenüber Petain weiterhin Kontakt mit dem englischen Oberbefehlshaber General Wavell zu halten scheint.
Das englische Oberkommando in Kairo hat Aeghpten in drei „Gefahrenzonen" eingeteilt. Zur erste» gehören Alexan- drien und Kairo mit den Vorstädten Meadi, wo die neuseeländischen Truppen stationiert sind, und Giza mit dem Gebiet der Pyramiden, wo sich die Quartiere der indischen Truppen befinden, ferner Heluan, das Hauptquartier der RAF., Port Said. Jsmailia, Suez und das Gebiet von Mersa Matruk. In die 2. und 3. Gefahrenzone sind alle übrigen Gebiete eingereiht. Das ganze Niltal ist mithin zum gefährdeten Gebiet erklärt worden. Infolge der außerordentlich strengen Vorschriften ist zu befürchten, daß die Bevölkerung aus der 1. Zone in die anderen Zonen abwandert, was den durch die planlose Evakuierung von Kairo und Alexandrien geschaffenen strategischen Wirrwar ungeheuer steigern müßte.
1. Wenn ihr kein „Stahlzclt" im Garten habt — so erklärte wörtlich Anderson — so geht sofort in das Haus. Geht auf die Post und holt euch dort die Druckschrift „Euer Haus als Luftschutz" ab, wartet nicht darauf, daß semand euch das besorgt. Es würde dasselbe sein, als wenn ein Soldat darauf wartet, daß ihm jemand seinen Unterstand gräbt. Wenn ihr ein Stahlzelt habt vergeht nicht, es oben und dreißig Zoll von allen Seiten mit Erde zu bedecken.
2. Bereitet euch weiter alle Hegen Gasangrifse vor. Ihr habt alle eine Gasmaske, legt sie täglich zehn bis zwanzig Minuten an, um euch au den Gebrauch zu gewöhnen.
3. Es könnte geschehen, daß slüssiges Gas verwendet wird. Dann sucht sofort eure Schutzräume auf.
4. Gegen den Lärm ist es geraten, in Vaseline getauchte Watte in die Ohren zu stecken; es wird eine große Hilfe sein.
Besser wäre es freilich gewesen, die englische Bevölkerung hätte sich vor den Hetzereien ihrer Kriegsmacherclique die Ohren verstopft, dann wäre es nicht nötig gewesen, „Stahlzelte" zu bauen und Angst zu haben vor „flüssigem Gas" und den übrigen Greueln, die der deutschen Waffe angedichtet werden.
Aeghpten nach Griechenland zurückgekehrter Journalist dem „Giornale d'Jtalia" zufolge berichtet, daß die Unzufriedenheit und der Unabhängigkeitswille der ägyptischen Bevölkerung von ^ag zu Tag wachsen. Die englisch-ägyptische Spannung hat sich seit dem englischen Angriff auf die in Alexandrien liegenden französischen Kriegsschiffe erheblich verschärft. Die Engländer befürchten jeden Augenblick den Ausbruch einer Rebellion, um so mehr als die Stillegung des gesamten Seeverkehrs fühlbaren Warenmangel bewirkt und der Steuerdruck gleichzeitig fortgesetzt zunimmt. Die Wohlfahrtsinstitute des Nillandes werden von der verelendeten Bevölkerung zu Tausenden gestürmt.
Seit einiger Zeit sind auch neue Beschränkungen im Reiseverkehr zwischen Aeghpten und Palästina in Kraft getreten. Nach anderen in Rom vorliegenden Informationen haben die Engländer in Kairo eine „freiwillige Vereinigung" gegründet, in die französische Staatsangehörige gepreßt werden, um aus ihnen Kanonenfutter sür die Kämpfe an der ägyptisch- iyblschen Grenze zu machen. In Italien bemerkt man dazu warnend, daß alle Franzosen, die sich entgegen der Aufforderung ihrer Behörden nicht nach Syrien begeben, sondern sich in englische Uniformen stecken lassen, als Franktireure behandelt werden mußten.
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Von Lckuarck? uvlc
Gewissermaßen am Rande der großen Politik entwickelte sich auf der iberischen Halbinsel eine diplomatische Aktion, die nach längeren Verhandlungen zu einem Abkommen zwischen Spanien und Portugal führte, das den Freundschafts- und Nichtangriffspakt der beiden Länder erweitert. Der Zweck einer engeren Verknüpfung der gegenseitigen Interessen Madrids und Lissabons muß unter zwei verschiedenen Aspekten ventiliert werden. Einmal liegt ihr zweifellos die Absicht zugrunde, das noch nicht ganz von überlieferten Spannungen befreite Verhältnis der beiden Nachbarvölker im Sinne der erstrebten „Solidarität" zu fördern. Zum anderen wurde die vereinbarte Konsultationspflicht „im Falle einer Gefahr" schon am Tag nach der Veröffentlichung des Abkommens durch die von London proklamierte Blockadeverschärfung aktualisiert.
Der englische Minister für wirtschaftliche Kriegführung, Dalton, erklärte am Dienstag im Unterhaus, daß Großbritannien in Zukunft den gesamten Handel zwischen Europa und Uebersee kontrollieren werde. Nicht nur für alle Waren, sondern auch für die Schiffe selbst werden, nunmehr Navycerts vorgeschrieben, die von englischen Konsulaten ausgestellt sein müssen. Schiffe und Ladungen, für die kein Navycert erteilt wurde, werden im Falle der Aufbringung beschlagnahmt. In diese Maßnahme wurden bezeichnenderweise Frankreich als „feindliches Gebiet" sowie Spanien und Nordafrika ausdrücklich einbezogen. Mit anderen Worten: England plant nichts Geringeres, als ganz Europa von seinen überseeischen Lieferanten und Märkten abzuschneiden und damit eine Hungerblockade gegen den gesamten Kontinent zu eröffnen.
In Wirklichkeit aber spricht aus diesen völkerrechtswidrigen Beschlüssen die Hilflosigkeit der selbst immer stärker blockierten Insel, die gar nicht mehr in der Lage ist, ihre eigenen Schiffahrtswege offen zu halten. Minister Dalton mußte sogar im Unterhaus zugeben, daß die britische Flotte eine Kontrolle des Atlantikverkehrs praktisch nicht bewerkstelligen kann. Die letzte Hoffnung der Plutokraten gründet sich daher auf die Spekulation, daß sich die neutralen und nichtkriegführenden Staaten durch plumpe Drohungen und anmaßende Forderungen einschüchtern lassen und sich freiwillig der englischen Kontrolle unterwerfen. Daß übrigens das System der Navycerts, das angeblich die Bedürfnisse der Neutralen berücksichtigen soll, von vornherein auf deren wirtschaftliche Erdrosselung hinausläuft, bestätigt die Tatsache, daß auch lebenswichtige Güter für Frankreich und Spanien nicht mehr zugelassen werden sollen.
Schon lange beobachtet man in London die Haltung Spaniens mit Unmut. Mit Lockungen und Druckversuchen bemüht sich die britische Diplomatie nach dem Verlust ihres gesamten Einflusses auf dem Balkan und schweren Prestigeeinbußen im Raum des östlichen Mittelmeeres, wenigstens hier noch den zäh verteidigten Boden zu halten. Obwohl es jedem Engländer bewußt sein muß, daß zwischen Großbritannien und Spanien manche Rechnungen unbeglichen sind, rückte dennoch die „Times" kürzlich mit dem grotesken Vorschlag heraus, Spanien möge sich unter den Schutz Englands stellen. Als dieser alberne Anbiederungsversuch mißlang, drehte man in London den Stiel herum und verkündete, daß in Zukunft der Handelsverkehr Spaniens vom Wohlwollen Englands abhängen werde. Dalton fügte sogar im Unterhaus dem Blockadebeschluß die provokatorische Bemerkung hinzu, Spanien werde jetzt auch kein Oel mehr erhalten. Zynisch kommentierte die „News Chronicle" am folgenden Tag: „Einige unserer Maßnahmen üben einen starken Druck auf Spanien aus, aber wir dürfen nicht zögern, ihn auszuüben".
Aus naheliegenden Gründen ist in den Londoner Proklamationen jedoch nie von Portugal die Rede. Dieses Land, das seit Jahrzehnten in einer Art Schutzverhältnis zum britischen Empire stand, wurde an der Themse von jeher nur wie ein emanzipiertes Dominion behandelt. Mit Rücksicht auf diese „Freundschaft" sollte ihre gröblichste Verletzung verschwiegen werden, obwohl sie offenkundig genug ist, denn die sogenannte britische Blockadezone reicht bis Nordafrika und schließt damit Portugal automatisch ein.
Trotz erheblichen Druckes von englischer Seite erklärte sich Portugal unter Führung seines klugen Ministerpräsidenten Salazar im gegenwärtigen Kriege neutral. Andererseits gelang es ihm in den vergangenen Jahren, die von England systematisch geschürten Zwistigkeiten, die seit der Lostrennung Portugals von Spanien immer wieder das Zusammenleben der beiden Nachbarn vergifteten, allmählich zu narkotisieren, um sie, in einem sorgsamen Heilungsprozeß auszumerzen. Die
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Trotz ungünstiger Wetterlage griffen deutsche Bombenflugzeuge in England eine Flugzcugsabrik sowie Hasen- anlagcn an.
Die Aufstandsgefahr in Aeghpten steigert sich erneut.
Um nicht die Wahrheit eingestehen zu müssen, verzichtet Churchill aus seine Ansprache vor dem Parlament.
Ueber die Gehcimdcbatte des englischen Unterhauses macht sich im britischen Volke große Erbitterung breit.
In Havanna fand die Schlußsitzung statt.
Auf einer großen Kundgebung in Prcßburg würdigten Tuka und Sano Mach die Bedeutung der Salzburger Begegnung.
In Bahreuth wurden die Kriegssestspiclc beendet. Kreislciter Blanke besuchte die Verwundeten in den Rcservelazarett-Einhciten des Standorts Bremen.
In Bremen-Schöncbeck wurde eine Zweigstelle der Bremer Volksbücherei eröffnet.
Angriffe aufslugzeugfabrik und Höfen
2 einfliegenve britische slugreuge abgeschossen / flm 2S. Juli oerior der?eind insgesamt 21 slugreuge
Berlin, 31. Juli
Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „Die schlechte Wetterlage erzwanL eine Einschränkung der Tätigkeit unserer Luftwaffe. Trotzdem wurden neben Aufklärungssliigen an der Ost- und Südküste Englands die Flugzeugfabrik in Filton, sowie die Hafenanlagen von Swansea und Plymouth in der Nacht zum 31. Juli mit Bomben angegriffen. In der Nacht zum 31. Juli flogen nur wenige britische Flugzeuge nach Westdeutschland ein. Durch die Bombenabwürfe wurde Sach- oder Personenschaden nicht angerichtet. Zwei einsliegende Flugzeuge wurden durch unsere Jäger abgeschossen. — Wie nachträglich bekannt wird, sind am 29. Juli insgesamt 21 britische Flugzeuge abgeschossen worden."
Der militärische Mitarbeiter der „New Dort Post" Fletcher Pratt, bespricht am Dienstag eingehend die Bedeutung des deutschen Luftkrieges gegen England, dessen Erfolge trotz aller Zensurschleier zu erkennen seien. Während die deutschen Maschinen täglich und in wachsender Zahl England überflögen, würden die britischen Gegenoperationen ominöser Weise nur nachts durchgeführt. Der Verfasser fragt zweifelnd, ob die Engländer neben den materiellen Schäden auch die Psychologische Wirkung der Bombenangriffe aushalten könnten.
Sichtlich beeindruckt berichtet der Londoner Vertreter von Associated Preß über die „harten Schläge, die die deutsche Luftwaffe wiederum gegen Englands Küste führte. Am schwersten seien die Städte der Ostküste oberhalb und unterhalb der Themsemiindung getroffen worden. Höchst unbarmherzig sei Englands Küste auch an der engsten Kanalstelle bombardiert worden.
fatale »Moskitos der Meere"
Britischer Eiertanz um deutsche Schnellboote
Berlin, 31. Juli
Die englische Propaganda sieht sich genötigt, zu den lästigen deutschen Schnellbooten etwas zu sagen. Zur Beruhigung gibt Reuter bekannt, es bestehe „Grund zur Annahme, daß die britische Admiralität bereits eine Gegenmaßnahme gesunden" habe. Ein Marinesachverständiger, der im Londoner Rundfunk ebenfalls über die „Moskitos der Meere", wie er die Schnellboote nannte, sprach, war etwas vorsichtiger und meinte verzweifelt, es müsse ein Mittel gesunden werden.
Sorgenvoll stellte Reuter fest: „Diese Schnellboote können beträchtlichen Schaden zufügen, auf Grund ihrer Beweglichkeit-und der Gefahr, die sie sür größere und stärkere Streitkräfte darstellen. In den Tagen von Dünkirchen hatten die Deutschen wahrscheinlich die beste Gelegenheit, diese Schnellboote einzusetzen. Dies geschah auch mit einigem Erfolg., Bei der Evakuierung von Dünkirchen waren die britischen Schisse gezwungen, Kanäle durch die Minenfelder zu benutzen, und
sie waren säst so beschränkt, als wenn sie sich in Straßenbahnlinien befunden hätten. Alle diese Bedingungen waren ideal sür den heimlich herankommenden Feind".
Nach diesem beachtlichen Eingeständnis beeilt sich dann Reuter, um die Wirkung dieser Nachricht abzuschwächen, hinzuzufügen, selbstverständlich seien die Ergebnisse der deutschen Angriffe sür die Deutschen enttäuschend gewesen. Was für ein propagandistischer Eiertanz! Eben noch waren die Schäden „beträchtlich" und im nächsten Satz sind sie „enttäuschend". Aber der Widerspruch läßt sich lösen: Die beträchtlichen Schäden waren tatsächlich enttäuschend, nämlich sür die Engländer. Nicht genug, daß die tapferen Schnellboote viele Gelcitzüge zersprengen und Zehntausend« von Bruttoregistertonnen in in Tiefe schicken.
Seenolstug;eug osn-vrilen eingeschleppt
Rewhork, 31. Juli.
Nach einer -Associated Preß-Meldung aus London wurde ein deutsches Seenotflugzeug, dessen Piloten man zur Landung gezwungen hatte, in einen englischen Hasen eingeschleppt. Bei der Untersuchung des Flugzeuges habe es sich, so berichtet Associated Preß' weiter, herausgestellt, daß es vollkommen unbewassnet und lediglich für Hospitalzwecke eingerichtet gewesen sei.
Die britischen Kriegsverbrecher vom Schlage Churchills und Duss Coopers scheuen sich nicht, die in der Genfer Konvention festgelegte Sicherheit und Unverletzbarkeit der Einrichtungen des Roten Kreuzes einfach zu brechen. Für sie gilt kein internationales Recht, wie auch die Tatsache beweist, daß schon mehrfach deutsche Seenotflugzeuge, die der Bergung verunglückter Flugzeugbesatzungen — darunter auch englischer — dienen und deutlich sichtbar mit dem Roten Kreuz kennbar gemacht sind, von den Fliegern der Rohal Air Force beschossen wurden.
USsl.-vormunSschaft über Martinique!
V 80 Ü. Vern, 31. Juli.
Die „New York Daily News" meldet, daß die Vereinigt, Staaten ein amerikanisches Expeditionskorps nach den sra Mischen Antillen-Jnseln entsenden wollen, um diese unter „Vormundschaft" zu nehmen. Die französischen Kriegsschis im Hafen von Martinique würden dann entmilitarisiert we den. Man nehme an, daß die aus dem französischen Flugzeu träger „Bear«" besindlichen, in den Vereinigten Staaten dur Frankreich gekauften einhundert Flugzeuge in einem solch, Falle von der amerikanischen Regierung zurückgekauft würde ftim nachher an England weiterverkauft zu werden. Die am rikanischcn Truppenteile, so meldet das amerikanische Bla weiter, stünden zur Abfahrt bereit, man warte aber noch ai die Zustimmung der süd- und mittclamerikanischen Staate die an der Havanna-Konferenz teilgenommen hätten.
Sekirnerweichung in englischen Nedaktionen
„Neutscher l-roßangriff gegen nggpten" — wachsende flufstandsgefaHr am Nil
Es überrascht daher nicht, wenn ein dieser Tage