Ausgabe 
(27.7.1940) Nr. 204
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parteiamtliche Lageszeitung

vas Amtsblatt des Negierenden Nürgermeisters der Zreien fjonsestadt Vremen

Anzeigen - Grundpreise».

Die 1 nur» hohe und 22 ww breite Zelle lm Anzeigenteil 18 A/. Die 78 mw breite und 1 nun hohe Zelle im Terttell 75 H/. Ermäßigte Grundpreise lfür Klein- u. Fam'"'"- anzeigen u. a.) sowie sonstige Be­dingungen Preisliste 8 Nachlaß- staffel O. Für Anzeigen durch den Fernsprecher keine Gewähr. An» nahmeschluß 16 Uhr. Geschäfts­stellen: Vn Bremen: Am Geeren Nr. 6/8. Fernspr. 5 41 21. Nachtruf und sonntags: Fernsprecher 51115) Obernstraße 86, Fernspr. 5 4181, Vn Svke: Mühlendamm Nr, L

der Nationalsozialisten Vremens

Amtliches verkündungsblalk des Neichsstatchalters in Oldenburg und Vremen

Nr. 204 / 10. Jahrgang

Sonnabend, 2?. Juli 1940

Linzelpreis 15 Npf.

ssooo rönnen in zwei ragen

Veulsche Schnellboote und vomber werben ben Insulanern immer furchtbarer

See Kanal Lodeszsne für SZeleilzüge / Vombardements auf Flugplätze und Funkanlagen

flllein lm Luftkampf verlor der öegner 19 Flugzeuge

Berlin, 26. Juli.

Bei einem erneuten Vorstoß unserer Schnellboote gegen die englische Südküste wurden in der Nähe von Brighton folgende Erfolge erzielt: Drei bewaffnete feindliche Han­delsschiffe von 1« 000. 7000 und 5000 VNT. versenkt; ein bewaffnetes feindliches Handelsschiff vond 2000 BRT. in Brand geschossen. Die sofort einsetzende feindliche Ab­wehr blieb ohne Erfolg. Unsere Schnellboote sind unver­sehrt zurückgekehrt.

Ergänzend wird gemeldet, daß durch die Versenkung eines weiteren feindlichen Handelsschiffes von 10 000 BRT. durch ein deutsches Schnellboot sich der Eesamt- tonnageverlust des Feindes auf 34 00» BRT. erhöht hat.

Der Wehrmachtsbericht vorn 26. Juli meldet folgende Erfolge:Die Luftwaffe griff britische Flugplätze in Mittelengland und die Funkanlagen von Dover an. Un­sere Kampf- und Sturzkampfflugzeuge haben, wie bereits bekanntgegeben, trotz schlechter Wetterlage einen bedeu­tenden Erfolg im englischen Kanal erzielt. Aus einem durch See- und Luftstreitkräfte stark gesicherten Geleitzug von 23 Schiffen konnten 1t Handelsschiffe mit einem Ge- samtinhalt von 43 068 BRT. versenkt werden, drei wei­tere Handelsschiffe mit zusammen 12 03» BRT. wurden in Brand geworfen oder so schwer beschädigt, daß mit ihrem Totalverlust zu rechnen ist. Außerdem gelang es, einen Zerstörer in Brand zu werfen und einen anderen schwer zu beschädigen. Südlich der Insel Wight wurde ferner ein Handelsschiff von 800» BNT. versenkt, so daß an einem Tage allein durch Angriffe der Luftwaffe ein Gesamtverlust für den Feind von 63 060 BRT. angenom­men werden kann. Bei diesen Angriffen auf den eng­lischen Schiffsverkehr kam es verschiedentlich zu heftigen Luftkämpfen. Im Kanal griff ein zahlenmäßig überlege­ner britischer Jagdverband Unsere Flugzeuge an und ver­lor dabei acht Flugzeuge vom Muster Spitfire sowie eine Hurricans, während nur zwei deutsche Flugzeuge dabei abgeschossen wurden.

Die britische Luftwaffe setzte auch in der Nacht zum 26. Juli ihre Einflüge in Nord-, West- und Mitteldeutsch­land fort. Militärischer Schaden wurde nicht angerichtet. Auch der Sachschaden an nichtmilitärischcn Objekten ist unbedeutend. Im Laufe der Nacht wurden vier feindliche Flugzeuge durch Flakartillerie, eines durch Nachtjäger abgeschossen. Die Gesamtoerluste des Feindes betrugen gestern 23 Flugzeuge, von denen 13 im Luftkampf, der Rest durch Flak abgeschossen wurde. Neun deutsche Flug­zeuge werden vermißt."

Veuisch-tüekisches

warenausiauschabkommen

Ankara, 26. Juli.

In Ankara wurde am Donnerstag, 28. Juli, ein deutsch- türkisches Warenaustauschabkommen über 21,4 Mill. türk. Pfund von den beiderseitigen Rcgierungsvertretcrn endgültig unterzeichnet.

Die Türkei hat bekanntlich die Folgen des englischen Krieges in erheblichen Umfang zu spüren bekommen. Ihr Handels­verkehr durch das Mittelmeer ist außerordentlich stark zurück­gegangen, wodurch sich im türkischen Wirtschaftsleben sehr spürbare Schädigungen bemerkbar machten. Infolge der Po­litischen Bindung der Türkei an England wurden die frü­heren lebhaften Handelsbeziehungen zu Deutschland natur­gemäß entsprechend betroffen und die Türkei hatte infolge dieser Lage ein starkes Interesse an dem nun unterzeichneten Warenaustauschabkommen mit Deutschland.

Die unersetzbare Bedeutung der Häfen seiner Ostküstc zwingt England immer wieder, Handelsschiffe in den Aevmebkanal zu geleiten, um die Frachten zu löschen, für die die Westhäsen nicht Raum genug bieten. Unsere Luftwaffe und unsere U- Booite fanden dabei ein willkommenes Ziel. In England sind diese Erfolge mit Schrecken verzeichnet worden, vor allem die Tatsache, daß ein Geleitzug von 23 Schissen mit' so groß­artigem Erfolg von deutschen Kampf- und Sturzfliegern ange­griffen werden konnte. Diese Symptome werden nicht nur vom versorgu-ngsmäßigen sondern auch vom moralischen Stand­punkt aus immer bedrohlicher.

Doch nicht allein im Kanal ist England schwer bedroht, zeigt doch der Befehl der britischen Admiralität, die südliche Zufuhr zur Irischen See im Bristol-Kanal und in dem breiten St.-Georgs-Kanal, der zwischen Irland und Wales den Weg nach Liverpool weist, durch Minen zu sperren, die bange Sorge vor schnellen Vorstößen leichter Seestreitkräste.

Die Angst vor den deutschen Schnellbooten und U-Booten hat so zugenommen, daß England nur noch eine Schiffahrtsstraße znm Atlantischen Lzean offenzuhalten wagt. den Nord-Kanal, der bekanntlich nicht gerade auf die beste Atlantik-Route führt.

Ein Ueberblick zeigt uns, daß die größten Erfolge von un­serer bewundernswerten Luftwaffe erzielt worden sind. Im einzelnen brachten die letzten sieben Tage Seekrieg nachstehen­des Ergebnis: Die deutsche Luftwaffe versenkte: 1 N-Boot, 1 Minensuchboot, 2 Vorpostenboote, 23 Frachter mit 114 666 Brutto-Registcr-Tonnen. Die deutsche Luftwaffe beschädigte: 1 Kreuzer, 1 Zerstörer, 3 Frachter mit 12 666 BRT., 7 weiter« Frachter. Die italienische Luftwaffe versenkte: I Kreuzer, bc- ichädigt, 1 Frachter, versenkt. Die deutschen U-Boote versenk­ten: 24 766 BRT. feindlichen Handelsschisssraums, 18 666 BRT. aus Geleitziigen, 14 666 BRT. aus Geleitzügen. Die italieni­schen U-Boote versenkten: 1 australischen Zerstörer, 1 U-Boot. Die deutschen Schnellboote versenkten: 4 Frachter mit 46 666 BRT., 1 Frachter mit 2660 BRT.

Italienische Vombenftaffeln über öibraitar

erfolgreicher italienischer Angriff Nie entferntesten feindlichen Stutzpunkte werden erreicht

Rom, 26. Juli.

Der italienische Wehrmachtsbericht vom 26. Juli hat folgenden Wortlaut:Das Hauptquartier der Wehrmacht gibt bekannt: Eine unserer Bomberformationen hat nach langem Nachtflug den Flottenstützpunkt Gibraltar erreicht und wirkungsvoll bombardiert. Alle unsere Flugzeuge sind zu ihren Stützpunkten zurückgekehrt. In Nordafrika haben unsere Jagdflugzeuge bei einem Luftangriff auf Derna, der einige Opfer forderte und geringfügigen Scha­den anrichtete, ein feindliches Flugzeug vom Gloucefter- Typ abgeschossen. Die durch die Bombardierung der Petroleumanlagen von Haifa angerichteten Schäden sind, wie der Feind selbst zugibt, beträchtlich. Der Brand konnte erst nach vielen Stunden eingedämmt werden."

Ein Kriegsberichter statte der Agentur Stesani unterstreicht, daß bei dem jüngsten italienischen Angriff aus Gibraltar schwere Boinberstasscln eingesetzt wurden. Diese neue Aktion gegen ein außerordentlich wichtiges, von den italienischen Stützpunkten aber weit entferntes Ziel demontiere die alber­nen, von der englischen Propaganda über den Nad.io-Nach- richtcndicnst und über die amerikanischen Zeitungen verbrei­teten Redereien, wonach die vorausgegangene Aktion aus Gibraltar von der italienischen Luftwaffe von langer Hand vorbereitet worden sei. Die italienische Luftwaffe, so stellt der

Numönische Staatsmänner beim sichrer

Salzburg, 26. Juli.

Der Königlich-Rumänische Ministerpräsident Eigurtu und der Königlich-Rumänische Minister des Aeutzeren Manoilescu trafen Freitag Morgen 16.13 Uhr auf Einladung der Reichs­regierung in Salzburg ein. Der Reichsministcr des Auswär­tigen von Ribbentrop begrüßte die rumänischen Staatsmän­ner auf dem Bahnhof. Vertreter von Staat, Partei und Wehrmacht hatten sich gleichfalls znm Empfang eingesunden.

Der rumänische Ministerpräsident, der rumänische Minister des Aeußercn und der Ncichsaußenministcr schritten die Front der vor dem Bähnhos angetretenen Ehrenkompanie ab, an­schließend geleitete der Rcichsanßcnminister die rumänischen Gäste zu ihrem Quartier imOcsterreichischen Hos".

Der Königlich-Rumänische Ministerpräsident Gignrtu und der Königlich-Rumänische Außenminister Maniolescu wurden am Mittag vom Reichsaußenminister von Ribbentrop im Land­haus Fuschl empfangen.

Stefani-Borichtcrstatter fest, kann die entferntesten feindlichen Stützpunkte im Mittelmeer, in Afrika und in Asien angreifen, wenn eS beliebt und wann sie es sür richtig hält.

Eine Formation, die vor dem Morgengrauen diese glän­zende Aktion durchführt«, war zahlreicher als die früheren. Die Flugzeuge gelangten in großer Höhe und in auseinandcr- solgendcn Wellen nach Gibraltar und griffen dann die ihnen gesteckten Ziele an. Hierbei wurden die im kleinen Hafen vor Anker liegenden Schisse, die Verteidigungswerke des Flotten­stützpunktes, die Petroleum- und sonstigen Depots des Hafens mit Sprengbomben schweren und schwersten Kalibers sowie mit Brandbomben belegt. Zahlreiche Brände im Hasen und in der Nähe der Trockendocks wurden durch Volltreffer ausgelöst. Nach dem ersten Bombenabwurf trat sofort die gesamte eng­lische Flak in Tätigkeit, sowie auch zahlreiche Scheinwerfer, die die italienischen Flugzeuge in ihren Lichtkegel zu bringen versuchten.

Ein einzigartiges Schauspiel, das den Himmel von Gibral­tar in Feuer und Licht tauchte, zu denen vom Boden aufstei­gende Rauchsäulen, das Werk der Brandbomben, einen tra­gischen Kontrast bildeten.

Nach beendeter Aktion und Abwurs sämtlicher Bomben trat die italienische Formation ihren Rückslug zu den eigenen Stützpunkten an. Während im fernen Osten die ersten Strah­len der aufgehenden Morgensonne sich abzeichneten, loderten im Westen die Brände von Gibraltar.

Der Führer empfing heute nachmittag in Gegenwart des Reichsministers des Auswärtigen von Ribbentrop den könig­lich-rumänischen Ministerpräsidenten Gignrtu und den könig­lich-rumänischen Minister des Acußern, Manoilescu. Bei der Besprechung, die im Geiste der zwischen Deutschland und Rumänien bestehenden sreundschastlichcn Beziehungen verlies, waren der rumänische Gesandte in Berlin, Romalo, und der deutsche Gesandte in Bukarest, Fabrieius, zugegen.

Nach dem Empfang beim Führer begaben sich die rumäni­schen Staatsmänner nach Salzburg. Der Reichsminister des Auswärtigen von Ribbentrop verabschiedete sich von dem rumänischen Ministerpräsidenten Gignrtu und dem rumäni­schen Außenminister Manoilescu am Sonderzug, der um 19.36 Uhr Salzburg verließ.

Der rumänische Ministerpräsident Gignrtu und Außenmini­ster Manoilescu werden am Sonnabend um 11.46 Uhr in der italienischen Hauptstadt cintrcssen und am Bahnhof von Außenminister Gras Eiano begrüßt werden. Am Abend wer­den die rumänischen Gäste die Rückfahrt nach Bukarest an­treten.

knglantzs Verjweiflungsstimmung wächst

Me furcht vor der Abrechnung König Seorg abermals in fliegerbeckung Sie gestörte Inspektion

M Ltke AevsÄe/

r6. Berlin, 26. Juli.

Es mag das unangenehme Gefühl des Wackelns sein, das,die Phantasie des britischen Jnformationsministers Duff Cooper zu immer neuen und immer wilderen Flügen beschwingt. Immer weiter greifen die Pläne, immer mehr entfernen sie sich von der harten Erde der Wirklichkeiten hinauf in einen stratosphärischen Dunst. Die Schweigekolonne hat versagt, die verurteilten De- faitisten mußten um einen anderen Druck abzu­federn zum Teil freigelassen werden. Dabei wird die Realität der deutschen Luftüberlegenheit immer spür­barer und infolge der offensiven Tiefe der Aktionen immer weiteren Teilen des Landes zum peinlichen Maßstab sür den Wahrheitsgehalt der noch immtzr opti­mistischen britischen Nachrichten, deren Ueberzeugungs­kraft auch dadurch nicht wächst, daß täglich ein anderer Minister in das gleiche Horn stößt, ob er nun MacDonald oder Beaverbrook, Dalton oder Woolton heißt.

Obwohl die schon inoffiziell durchgesickerten und in ihrer amtlichen Form bevorstehenden Maßnahmen zur Verstärkung der Festlandsblockade von einerumfassen­den Abschnürung des Kontinents" sprechen, scheint doch der Glaube an die Wirksamkeit solcher späten Versuche auch in England kaum noch vorhanden zu sein. Sie danken ihre Verkündung und Inkraftsetzung eher der Ab­sicht, eine offensive und effektive Politik zu demonstrieren, als der Zuversicht auf ihre kriegsentscheidende Wirkung. Daran ändert auch die freundliche Assistenz der ach so neutralen (!) nordamerikanischen Politik nichts. In Wirklichkeit weiß man in London sehr gut, welche Mächte­gruppe im Besitz gesicherter Zufuhren besonders auf dem Sektor der Oelversorgung ist und wie unsicher an­dererseits die eigenen Versorgungsmöglichkeiten gewor­den sind angesichts der Abschnürung vom rumänischen und russischen Produktionsrevier, angesichts der Schwierigkei­ten im Iran, der Brände in Haifa und der infolge der täglichen Bombenangriffe nun auch nicht gerade anstei­genden Tankschifftonnage. Das sind Realitäten ,die auch dem kleinen Mann in England nicht verborgen bleiben. Die Notwendigkeit einer neuen Aktion ist also sonnenklar.

Schon in de« letzten Wochen glaubten die Herren in den Londoner Regierungsämtern mit Spekulationen auf den Hunger, und daraus resultierenden sozialen und politischen Schwierigkeiten auf den Kontinent neue Perspektiven erschlossen zu haben. Sind sie auch eben­sowenig real wie die bisher angewandten Kriegsmittel und Kampfmethoden Englands, so schien doch dieser humane Einfall etwas für sich zu haben. Vielleicht glau­ben man hat ja in London im Zeitalter King Halls schon von anderen Illusionen monatelang gelebt manche Engländer wirklich,. auf diese Weise einen rettenden Weg eröffnen zu können, auf jeden Fall aber ist wieder mal ein Beweis für die tüchtige, offensive Kriegführung der Regierung Churchill Erbracht!

Wir müssen Revolutionen organisieren", proklamiert derDaily Expreß", und andere spinnen den Faden weiter: Die alten Eton-Voys sollen ihre Verbindun­gen ins Ausland zu einer entsprechenden Einflußnahme auf reaktionäre, feudale, klerikale oder andere rechts- oppositionelle Kreise konzentrieren. Die Linksopposition in den Ländern jenseits des Kanals müßte dann mit ihren Möglichkeiten arbeiten, mit Streik und Sabotage. Eineallgemeine Unzufriedenheit in Europa" ist das Ziel, die Aufhetzung aller irgendwie erfaßbaren Elemente.

Der Vorschlag gefiel Churchill. Man ist eben in der Wahl der Mittel nie besonders schüchtern gewesen, auch nicht zu Zeiten, da die Situation Englands noch wesent­lich weniger heikel war. So hat denn die britische Re­gierung einen Plan ausgeheckt, der das Kapitel der englischen Perfidie um eine neue graue Seite bereichert. Forderte schon vor einigen Tagen der desertierte fran­zösische General de Gaulle in einer Rundfunkansprache die Franzosen zu Sabotage und passivem Widerstand auf, so sollte jetzt der Fall des DampfersMeknes" und die Opferung der mit ihm reisenden Franzosen in Frankreich die psychologische Ausgangslage schaffen: Mter absichtlicher Außerachtlassung aller Vorsichtsmaß­nahmen, ohne vorherige Benachrichtigung der deutschen Regierung mußte dieMeknes" mit den heimkehrenden Franzosen das Seegebiet des Kanals, also eine Ge­

st. Berlin, 26. Juli.

Die Furcht vor der Abrechnung führt in England zu einem eigentümlichen Zirkel der Hoffnungen: an die sich die offizielle Propaganda klammert. War zu Beginn des Krieges die Er­wartung auf die allSbrcchendc innere Revolution inNazi­deutschland" eine Selbstverständlichkeit, so galt zugleich die Blockade und ein nach Wunsch englischer Moralpächter in die Länge gezogener Krieg der berühmteGeneral Zeit" sollte der Verbündete desGenerals Hunger" werden als ein sicheres Mittel des Sieges, weder Zeit noch Hunger, noch eine Revolution haben verhindert, daß Frankreich in einem Blitz- seldzug ohnegleichen aus die Knie gezwungen wurde.

Als England sich selbst der Gegenblockade und allein der drohenden Umfassung von der Küste des Kontinents her gegenüberstand, da mußte man sich dazu bequemen, endlich an die eigene Verteidigung zu denken. Hilfsvölkcr stehen nicht mehr als Blutspender für England in Europa zur Verfügung. Auch der Balkan ist dank der Schnelligkeit des deutschen Sieges­zugs vor einer Kriegsausweitung bewahrt worden. Die Be­sprechungen der südöstlichen Staatsmänner in Salzburg und später in Rom sind ein Zeichen sür die durch die Arbeit der Achsenmächte hervorgerufenen Entspannung aus dem Balkan. Während so die Achse den Schutz des neuen Europa gegen Kriegsausweitmigen und Hebelgriffe Englands gewährt, sieht Daily Expreß" wie bereits gemeldet Englands letztes Mittel in derOrganisierung von Revolutionen". Die Re­zepte sind ein Beweis für die christliche Moral der Nation des Hern Halifar: Anstiftung von Stveiks, Sabotageakten und

I Unruhen, Aufhetzung der Polen gegen -Deutschland und der Franzosen gegen Petäin. Dieses, ganze Revolütionsgeschrei I gemahnt ein wenig-an die Hoffnungen.öcs'-Kriegsbeginns, nur- klingt jetzt alles ein wenig'hysterisch, jtz schon dem Wahnsinn nahe. Aber es liegt aus der Ebene der im Dilettantismus der Anschauung- und zugleich der Tiefe der Verwerflichkeit nach nicht mehr zu überbietenden Rezepte des Heckenschützenkriegs.

Diese Verzwciflungsmcthoden einerKriegssührung", die dem Zweck dienen sollen, das befürchtete Unheil vom eigenen Haupt fernzuhalten, entsprechen der Mentalität der britischen Kricgsbrandstifter. Sie stimmen auch überein mit den Mord- methoden der Rohat Air Force, die mit ihren Bombenwürfen Wohnviertel der Städte und friedliche Dörfer angreift, um aus die Zivilbevölkerung moralisch einzuwirken"- Diese jeder normalen Kriegsführung hohnsprechende Barbarei hat auch Frauen und Kindern im Nordseegau da^ Leben genom­men. Wir wissen, daß das Werfen von 'Brandbomben aus Bauernhäuscr und das Feuer von MG.-Salven auf Lösch­mannschaften zu den von der englischen Presse gerühmten Heldentaten gehört. Dieser von Churchill befohlene Terrvr der Mordbanditen in Bombenflugzeugen verlangt durch die be­wußt im Strcuflug ausgeführten Angriffe von der Bevölke­rung der betroffenen Gebiete des Nordwcstens und Westens z. T. Nacht sür Nacht das Aussuchen der Luftschutzräumc. 'Aber die Bevölkerung weiß, daß angesichts der britischen Me­thodentotaler" Kriegsführung diese Maßnahmen eine Selbst­verständlichkeit sind, ein Beitrag der Heimat zu der Erhaltung der Verteidigungskraft unseres Volkes. Mancher Teil der-Ge- samtnation hat aus dem Weg zur großdeutschen Einigung

unter Adols Hitler sich. organisiertem Terrvr > fremder: Herr­schaft ausgesetzt gesehen (die Hand des . Teeret Service- in' ?Brombcrg),.der. wenn nicht auf die.Anstiftung, dann auf die Duldung der Briten zurückging. So wie jene--Vo(ksdeutschen stets nur härter wurden durch den Terror, so iverden auch die deutschen Menschen im Westen und Nordivestcn. werden die Volksgenossen im Gau Weser - Ems nur um so härter gegenüber der Barbarei der Engländer. Nicht kleine Maß­nahmen konnten einst die Leiden der Volksdeutschen enden, sondern die entscheidende Tat. Das gleiche gilt sür die entscheidende Vergeltung, die England treffen wird, wenn die deutsche Faust auf die Insel niedersaust an dem Tag, den der Führer dazu bestimmen wird

biv. Stockholm, 26. Juli.

König Georg von England mußte während eines Jn- speltionsbesuches an der Kanaltüste, wo er gestohlene Kriegs- sahrzeuge der englischenHilfsvölkcr" besichtigen wollte darunter französische, holländische, norwegische und polnische abermals in einen Luftschutzkeller flüchten, da LusWmpse über dem Kanal zwischen angreifenden deutschen Luftstreit- trästxn und Bcgleitslugzcugen englischer Konvoys sich immer mehr der Küste näherten.

DieDaily Mail" untersucht am Freitag die Lustgefahr und erllärt im Gegensatz zu den bombastischen Kommuniques des Londoner Lustfahrtministeriums mit fühlbarer Besorg­nis, daß Angriffe wirklich großen Ausmaßes bisher gegen England noch immer nicht stattgefunden haben, Marschall. Köring holte offenbar die Masse seiner Flugzeuge noch im­mer zurück und man müsse sich darüber klar sein, daß das Gewicht dieser Waffe sehr groß sei.

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Englische Flugplätze und Funkanlagen wurden bombar­diert.

Den deutschen Kampfflugzeugen und Schnellbooten sielen in den letzten beiden Tagen 95 066 BRT. feindlichen Schisssgutes zum Opfer.

Italienische Bombenflugzeuge richteten einen wirkungs­vollen Angriff gegen Gibraltar.

Rumänien ergriff Maßnahmen zur Ueberwachung seiner Oelproduktion.

Eine skandalöse Behandlung erfuhren deutsche Gefangene in Holland und seinen Kolonien.

Zwischen Deutschland und der Türkei wurde ein Waren­austauschabkommen abgeschlossen.

In Salzburg wurden 8er rumänische Ministerpräsident und der Außenminister vom Führer empfangen.

Der Rcichsinnenminister gab neue Richtlinien für die Be­urteilung der Erbgesundheit heraus.

Das Reichsministerium sür Bolksausklärung und Propa­ganda veröffentlicht eine Liste der Sender, die abgehört werden dürfen.

Der Leiter des Seeschissahrtsamtes im Reichsverkehrs­ministerium besichtigte die Häfen von Bremen, Bremer, haven und Wesermünde.