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parteiamtliche Tageszeitung
Das flmtsblaN des Negierenden Bürgermeisters der Freien Hansestadt vremea
der Nationalsozialisten Vremens
stmlkches Verkündungsblatt des Veichsstattkairers in Oldenburg und Vremea
Nr. 20Z / 16. Zalzrgang
Freitag, 26. Juli 1940
kinzelpreis 15 Npf.
kuropas neues Wirlschaftsgesicht
Neichsminifter funk vor der welipresse
Der öo 54 ak
Das Hohelied, des ewigen deutschen Soldatentums
Keine Absichten auf Autarkie / «Vas 6old spielt keine Nolle mehr für den veftand der europäischen wichrung" / „An Stelle des Mgtkos Sold trat das Wort Arbeit" / Zum Nutzen der Volkswirtschaft
! '
rck. Berlin. 25. Juli.
Reichsminister Funk nahm am Donnerstag Gelegenheit, vor den Vertretern der Auslands- und der deutschen Presse die Fragen zu beantworten, die ihm in letzter Zeit insbesondere von der Auslandspreise vorgelegt wurden. Der Reichsminister betonte, daß ihm als Veranlassung zu dieser Aussprache vielfach irrige Auffassungen von feiten ausländischer Pressevertreter dienen, die einer Richtigstellung unbedingt bedürfen.
Es dürfe über die zukünftige wirtschaftspolitische Gestaltung Europas keine falsche Meinung auskommen und die Phantasie hierbei nicht Dinge hervorzaubern, die von niemand gewollt und daher in der Auswirkung nur schädlich sein könnten. Zu der Kernfrage, wie die allgemeine Wirtschaftsordnung im zukünftigen Europa aussehen soll, erklärte der Minister, daß diese sich so entwickelst werde, wie sie den Interessen der einzelnen europäischen Volkswirtschaften im gesamteuropäischen Rahmen entspreche. Die Methoden, die hierbei zur Anwendung gelangen werden, sind die gleichen, mit denen Deutschland die wirtschaftspolitischen Erfolge erzielt hat.
Reichsminister Funk hat mit diesem Bekenntnis alle Kombinationen, die man in der letzten Zeit anzustellen sich bemüßigt fühlte, und soweit sie als Phantasiehast bezeichnet werden können, kaltgestellt. Was Deutschland erstrebt, ist keine Hegemonie und keine Versklavung anderer europäischer Volkswirtschaften, sondern die Ergänzung gemeinsamer Interessen. Daß hierbei Formen liberalistischer Art für die Zukunft fallen müssen, ist eine Selbstverständlichkeit und im Erfolg durch die Entwicklung der deutschen Wirtschaft belegt. Es wird grundsätzlich kein „freies Spiel" dsr Mäste mehr geben. Es besteht aber andererseits auch keine Absicht, eine europäische Währungsunion, die gleichbedeutend mit einer Zollunion wäre. zu schassen.
Die bisher von Deutschland angewandten Verrechnungssysteme bieten die Grundlage für eine Besserung der Wäh- rungsverhältnisse. Das Verhältnis stabiler Währungskurse zu stabilen Löhnen und Preisen ist in dieser Grundlage Voraussetzung. In diesem Rahmen lassen sich jedoch bedeutende Erleichterungen schaffen, die eine bessere Verwendung der bisherigen Clearing-Salden zugunsten des Gläubigers erlauben. Um eine Belebung des Warenaustausches bei den europäischen Völkern zu erzielen, wird nicht eine Abwertung der Mark für den Preisausgleich geschaffen, sondern eine Anwer- tung an die Mark.
.Reichsminister Funk hat znit Deutlichkeit erklärt, daß keinesfalls die Absicht besteht, «ine europäische Autarkie anzustreben, wie man das bereits seit Jahren dem nationalsozialistischen Deutschland nachsagt, sondern nur die unbedingten Bedürfnisse der europäischen Völker gemäß ihres Lebensstandards aus eigenen Kräften sicherzustellen. Darüber hinaus werden sich für den Export und Import so viele Möglichkeiten ergeben, daß man von einer Autarkie kaum sprechen kann. Es geht eben nur darum, daß eine
fllerondrien und Haifa wieder wirkungsvoll bombardiert
Rom, 25. Juli.
Der italienische Wehrmachtsbericht hat folgenden Wortlaut: „Das Hauptquartier der Wehrmacht gibt I bekannt: Unsere Flugverbände haben den Marinestütz- s punkt Alexandrien und das Petroleumzentrum von s Haifa wirkungsvoll bombardiert, wobei Volltreffer er- ^ zielt und Lager sowie Raffinerien in Brand gerieten. I Alle unsere Flugzeuge sind zurückgekehrt. Ueber Malta ist ein englisches viermotoriges Flugzeug von unseren ! ^ Jagdflugzeugen angegriffen, getroffen und schwer be- H schädigt worden. In Nordasrika sind bei einem An- » griffsversuch ber feindlichen Luftwaffe auf Bardia U durch das Eingreifen unserer Jagdflugzeuge drei eng- k, lische Flugzeuge abgeschossen worden. Eines unserer Sk Flugzeuge ist nicht zurückgekehrt. In Ostafrika ist ein ^ feindliches Flugzeug bei einem Angriffsverfuch auf A Massaua abgeschossen worden. Unsere Flugzeuge haben x Züge und Lager auf dem Bahnhof von Ehedaref L (Sudan) bombardiert. Eines unserer U-Boote ist nicht zu seinem Stützpunkt zurückgekehrt.«
europäische Notlage nicht abhängig sein darf von Kräften, aus die man keinen Einfluß nehmen kann.
In den Kernsätzen, die Reichsminister Funk gegenüber der Auslands- und Jtilandspresse betonte, liegt ferner das Bekenntnis, daß das Gold keine Nolle mehr für den Bestand der europäischen Währung spielen werde. Das Gold habe nur so lange einen Wert besessen, als es nicht an einer Stelle festgelegt war. An die Stelle des Mythos „Gold" haben wir das Wort „Arbeit" gesetzt, und auch Europa wird sich dieser neuen Sicherheit für seine Währungen bedienen.
Mit Ironie verwies Reichsminister Funk darauf, daß man uns in Amerika autarkische Bestrebungen unterstellt, während man dort selbst dieses Ziel verfolgt. Nicht Deutschland und das zukünftige Europa werden sich in ihrem Wirtschafts
programm der Einfuhr überseeischer Produkte verschließen, sondern im Gegenteil danach trachten — dies haben bereits die letzten Jahre gezeigt — einen regen Warenaustausch mit dem amerikanischen Kontinent zu betreiben.
Wenn es noch einer deutlicheren Zielsetzung im Hinblick aus die künftige wirtschaftliche Gestaltung Europas bedurft hätte, so ist diese nunmehr durch den» Mund des Reichsministers Funk bekanntgegeben worden. Es wird sich in der nächsten Zeit erweisen, wie weit man diese Absichten verstehen will, besonders in den Vereinigten Staaten. Wie stets unter Beweis gestellt, bietet auch hier die deutsche Staatsführung die Hand zu einer Regelung, die sich zum Nutzen sowohl der europäischen Volkswirtschaft, aber auch zum Nutzen der Völker des amerikanische« Kontinents entwickeln wird.
Kampfflugzeuge vernichteten Seteitzug
klf Handelsschiffe mir 4Z 000 VM. versenkt - Vrei Handelsschiffe und zwei Zerstörer schwer beschädigt
Berlin, 28. Juli
Deutsche Kampf- und Sturzkampfflugzeuge erzielten am Donnerstagnachmittag und -abend wiederum einen bedeutenden Erfolg im Kanal. Nach den. bisher vorliegenden Meldungen wurden aus einem durch See- und Luftstreitkräfte stark gesicherten britischen Geleitzug von 23 Schiffen elf Handelsschiffe mit einer Eesamt- tonnage von 43 üüü VRT. versenkt und drei weitere Handelsschiffe mit zusammen 12VKV VRT. in Brand geworfen oder so schwer beschädigt, daß mit ihrem Totalverlust gerechnet werden kann. Außerdem gelang es, einen modernen britischen Zerstörer in Brand zu werfen und einem anderen schwere Beschädigungen beizubringen.
vor gestrige weHrmachtsbericht
Berlin, 25. Juli.
Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „Bei einem Vorstoß gegen die englische Siidküste versenkte eines unserer Schnellboote südlich Portland einen 18 888 BRT. großen bewaffneten feindlichen Handelsdampfer durch Torpedoschuß. Deutsche Kampfflugzeuge
griffen trotz schlechter Wetterlage den britischen Schiffsverkehr im Kanal und an der Küste Ost-Englands sowie Industrieanlagen in Süd-Ost-England und Schottland an. Wie bereits bekanntgegeben, wurde dabei ein Geleitzug von fünf Handelsschiffen mit einem Gesamtinhalt von 17 888 BRT. vernichtet; außerdem erhielten drei weitere Handelsschiffe so schwere Bombentreffer, daß mit ihrem Verlust zu rechnen ist. Angegriffen wurden ferner u. a. die Vickers-Flugzeugwerke bei Weybridge, wo auf dem Werksslugplatz vier feindliche Flugzeuge am Boden vernichtet wurden, Industrieanlagen bei Eeat Parmouth und bei Glasgow. Im Verlauf der Angriffe auf die britischen Eeleitzüge kam es verschiedentlich zu heftigen Lustkämpfen zwischen unseren und britischen Jagdflugzeugen, in deren Verlauf sechs feindliche Flugzeuge abgeschossen wurden.
In der Nacht zum 25. Juli fanden wieder feindliche Einfliige in Norddeutschland statt. Schaden wurde durch Bomben nicht angerichtet. Die Eesamtverluste des Gegners betrugen gestern 18 FluZzeuge, davon wurde» sechs im Luftkampf, vier am Boden vernichtet. Sechs eigene Flugzeuge werden vermißt.«
Das Ovsobvnlc cko 8 k'üsirvrs an cken Hucv. Der Luve bosielitixt — wie berichtet — einen LisenbaknklalrsuA, äer ibm voin Istibrer rwin 6eschenst Komaebt wvrävn ist. ?resss-8oHmann.
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„Inmitten eines IriimmertMifens'
MacVonalds tmLelilbares Nezept — „Veutstkland Hat keine kile"— kingsleg Wood und Suff tooper stark in Mißkredit
h kw. S t o ckh o l m, 25. Juli
Der englische Gesundheitsminister MacDonald hat in c seiner Rede in London ein unfehlbares Rezept enthüllt, den I Krieg zu gewinnen. Es lautet, in der geziemenden alttesta- M mentarischcn Sprache gekleidet: „Natürlich werden wir Prü- M sungen ausgesetzt sein, vielleicht während eines kurzen Zeit- M raumes, vielleicht für längere Zeit, aber zum Schluß werden M wir die Schisse des Feindes versenken, ihre Insassen töten und W feine Flugzeuge von dem Himmel herunterholen, der sich über M uns wölbt, und auf diese Weise werden wir einen Umschwung M im Verlaus des Krieges herbeiführen"." (!) kj Der Minister für die Flugzeugproduktion, Lord Baever- brook, ist anscheinend von der Durchschlagskraft dieses Ver- U .trauens aus ein gnädiges Schicksal nicht ganz so durchdrun- U gen. Er sucht das englische Volk lieber zum Vertrauen auf k die amerikanische Hilfe zu bewegen. Nachdem sein Ministerium d bereits viele Motoren in Amerika gekauft habe, sei er soeben
s telefonisch informiert worden, daß der amerikanische Finanzminister Morgenthau seine Genehmigung zur Jngang- ' setzung einer weiteren Flugzeugproduktion erteilt habe. Lord I Baeverbrook weiß vermutlich recht gut, daß, damit England diese Flugzeuge bekommt, nicht nur die Erlaubnis des Herrn ! Morgenthau nötig ist, sondern vor allem ein« ausreichende. Zahl von Fabriken, und daß England bis dahin im wesentlichen aus sich allein gestellt bleibt — womit allerdings der kriegsverkängernde Einfluß amerikanischer KriegSkreise vom Schlage Morgenthaus nicht im mindesten verkleinert werden soll.
Ob aber der Morgentau der amerikanischen Verheißung ausreichen wird, um England zu trösten, ist zweifelhaft. Inzwischen hat England eine Situation zu bestehen, die gewiß einmalig in seiner Geschichte ist und nicht gerade dazu angetan, den Beteuerungen des englischen Rüstungsministers eine sehr stetige Unterlage zu geben. Das Stockholmer „Svcnska Dagbladet", englandsreundlich genug, sagt in einer Betrachtung über die Lage nach der Halifaxrede: „Lord
Halifax stand inmitten eines Trümmerhausens von zerschmetterten englischen Hoffnungen und einer ebenso ununterbrochenen Serie von Niederlagen. Er sah hinaus auf ein Empire, das gleichzeitig an allen lebenswichtigen Punkten angegriffen wird: in den heimatlichen Gewässern, im Mittelmeer und in Fernost, wo Japan bereits Aktionen gegen die englischen Stellungen einleitet. — Ein konzentrischer Angriff, zum ersten Mal in der Geschichte des Empire, gleichzeitig, während das Mutterland ebenfalls zum ersten Mal in der Geschichte einsam in Europa dasteht."
Daß England sich in dieser Gesamtlage gezwungen sieht, dey aus Fernost vorliegenden Nachrichten zufolge seine dortige Flotte oder mindestens sehr große Teile nach Europa abzuziehen, vermittelt einen Begriff von dem Vabanque- Spiel, das Churchill ausgerechnet mit jenem Empire betreibt, aus das er selbst noch seine stärksten Hoffnungen zur Fortsetzung des Krieges setzt, das er aber aus das gefährlichste entblößen mutz, um seinen Krieg in Europa führen zu können.
Gegenüber solchen überstürzten und bedenklichen Schach
zügen, durch die England in aller Hast seine Verteidigungsstellung zu stärken sucht, zugleich aber neue Lücken ausrecht, die ihm kurz oder lang verhängnisvoll werden können, wirkt die ruhige Stetigkeit, mit der Deutschland seine Vorbereitungen sortsetzt, um so imponierender. Daß der Führer nach Bayreuth reiste, um gemeinsam mit seinen Soldaten und Arbeitern im Festspielhaus Wagner zu hören, wird in neutralen Berichten aus Deutschland als ein Symptom sür die kraftvolle Selbstsickierheit des Reiches angesehen. Auch die bevorstehenden Gespräche mit den Balkanstaaten, noch ehe der Großangriff auf England startet, wirken im Ausland als Zeichen von Ueberlegenheit und gelassener Ruhe.
„Deutschland hat keine Eile. Die englischen Inseln lausen ihm nicht davon. Der deutsche Angriff wird zur gegebenen Stunde erfolgen." Das ist der Eindruck im neutralen Aus- land, wo niemand an der Möglichkeit für Deutschland zweifelt, den Schlag gegen England in jeder beliebigen Stunde bereits führen zu können.
Die erfolgreichen deutschen Luftangriffe vom Mittwoch finden auch in der schweizer Presse die größte Beachtung, was sich schon darin zeigt, daß die meisten Blätter die so erfolgreichen Vorstöße der deutschen Luftwaffe in ihren Schlagzeilen melden. Ganz besondere Beachtung findet dabei die vom OKW. gemeldet« Versenkung des aus fünf Schissen besehenden britischen Gelcitzuges durch deutsche Kampfflieger und berichtet der United Preß über Einzelheiten dieser Kämpfe. Allein aus der Aufmachung dieser Schilderungen ist
(Fortsetzung auf Seite 2)
.Von
^orpskübrsn Vckolk llübuloin
Es hat in diesen Tagen erstmalig eins französische Stimme gegeben, die den gewaltigen Sieg der deutschen Waffen nicht der materiellen und zahlenmäßigen Ueberlegenheit über die französischen und britischen Streit- kräfte zuschreibt, sondern dem nationalsozialistischen Geist des deutschen Soldaten. „Der Führer hat die Seele und die Energien dieser Jungen vollkommen in der Hand gehabt,« so schreibt das französische Blatt, „der deutsche Sieg wurde aus dem Glauben geboren.«
Daran mußten wir denken, als der Führer in seiner großen Reichstagsrede immer wieder das Hohelied des ewigen deutschen Soldatentums durch- klingen ließ und mit der äußeren Ehrung der Heerführer gleichzeitig auch den Dank und die Anerkennung für jene Millionen unbekannter und ungenannter Männer verband, die käistpfend und marschierend den Lorbeer der Unsterblichkeit an ihre Fahnen hefteten, für- jene Namenlosen, die, wie der Führer sagte,
„nun nicht weniger ihre Pflicht erfüllten, die millionenfach Leib und Leben einsetzten und zu jeder Stunde bereit waren, als brave deutsche Offiziere und Soldaten für ihr Volk das letzte Opfer zu bringen, das ein Mann zu geben hat.«
In der Tat, das wahre Geheimnis um die Größe unseres Triumphes liegt nicht nur in der Güte und Neuartigkeit unserer Waffen und ihrer Verwendung, es liegt zutiefst begründet in jenem heldenhaften Geist des deutschen Soldaten, der über die Jahrhunderte hinweg auf allen Schlachtfeldern Europas unter glänzender Führung kämpfte und litt, siegte und starb, der fast in allen Kriegen gegen gewaltige Uebermacht stand, der im Grauen der Materialschlachten des Weltkrieges über sich selber hinauswuchs und der nun im revolutionären Schwung der nationalsozialistischen Idee endlich die Krönung jenes Werkes erlangen konnte, um das Väter und Urväter in tausend blutigen Schlachten rangen.
Zwei Momente treten immer wieder klar und plastisch vor unser Auge, wenn wir an die Reichstagssitzung zurückdenken, zwei Momente, die eine tiefe Symbolik sind für die gewaltigen Leistungen von Führer und Truppe in diesem Feldzug. Nach den Schlußworten des Reichsmarschalls tritt der Führer vor diesen Händen hin, und beider Hände ruhen lange und fest ineinander. Und wenige Minuten später steht Adolf Hitler vor einem Abgeordneten im Rock des einfachen Soldaten, und wieder finden sich die Hände beider Männer in tiefem herzlichem Verstehen.
Das gewaltige Geschehen unserer Tage rollt in der wahrhaft historischen Rede des Führers noch einmal vor uns ab. In seinen packenden Worten verspüren wir förmlich die Wehen, in denen die Welt sich windet, die gigantische Umwälzung, die sich weit über die örtlichen Grenzen des jetzigen Ringens ankündigt. Wir glauben schon jetzt die Weltenwende zu sehen, die in gewaltigen Ausmaßen eingesetzt hat. Aber immer wieder leuchtet blitzhaft aus seiner Rede die Tat des Mannes heraus, der unbekannt in der Masse der Heere, vielleicht als Einzelmensch sogar unwichtig in dem Millio- neneinsatz eines Volkes, dennoch mit seiner Kühnheit und Tapferkeit, mit seiner entsagungsvollen Hingabe und seiner Pflichterfüllung ein Steinchen nach dem anderen zusammentrug zu dem herrlichen Gebäude des Sieges, das nun errichtet wurde.
„Viele von ihnen," so sagte der Führer, „liegen nun gebettet an der Seite der Gräber, in denen schon ihre Väter aus dem Großen Kriege ruhen. Sie sind- Zeugen eines stillen Heldentums. Sie sind das Symbol für jene Hunderttausende von Musketieren, Panzerjägern und Panzerschützen, Pionieren und Artilleristen, Soldaten der Marine und der Luftwaffe, Männer der Waffen-ft und für all die anderen Kämpfer, die im Kampf der deutschen Wehrmacht eingetreten sind für die Freiheit und Zukunft, unseres Volkes und für die ewige Größe des nationalsozialistischen Eroßdeutschen Reiches.«
Im Geiste sehen wir wieder diese ungezählten Namenlosen, wie sie, umlauert von tausend unbekannten Gefahren, auf den Transportern und Kriegsschiffen und in den Flugzeugen der Luftwaffe gen Norden ziehen, wie sie still und verbissen in Eis und Schnee der norwegischen Gebirge ihre Pflicht erfüllen. Wir sehen sie verbrechen nach Holland, nach Belgien, wie sie Bunker und Bastionen in kühnem Ansturm nehmen, wie sie in Gewaltmärschen dem Feind auf den
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Reue erfolgreiche Angriffe richteten unsere Schnellboote und Kampfflieger gegen englische Handelsschiffe; die Vickers- slugzeugwerkc und britische Industrieanlagen wurden bombardiert.
Italienische Luftangriffe richteten sich erneut gegen Alexandrien und Haifa.
Die Maßnahmen zur Verteidigung der englischen „Insel" nehmen immer kuriosere Formen an; Kingsleh Wood und Duff Coopcr sind stark in Mißkredit geraten.
In USA. wurden bereits 80 v. H. des Gesamtweltbestan- des an Gold aufgehäuft.
Reichsminister Funk umriß vor der Weltpresse das zukünftige Gesicht der europäischen Wirtschaft.
Im Gebiet Nordsee wird in den kommenden Wochen der Jahrgang 1923 für die Jugenddienstpslicht gemustert.
Die NSV. führt nach vorübergehender Pause wieder Erholungskuren für bremische Mütter durch.
Der am 29. Mai vor dem Sondcrgericht in Bremen abgeurteilte Verdunkclungseinbrechcr Andreas Mathold wurde am 25. Juli hingerichtet.