Erscheint 7m al wöchentlich
Monatsbezug 2^0 einschs. All stellgebühr; Postbezugspreis monatl. 2,30 ^ seinschl. 28,7 Post- zeltungsgebühr) zuzügl. 42 ^ Ve- stellaeld. BezuySpreiS ist im voraus zahlbar Postscheck: Hamburq 17272. Eine Behinderung der Lieferung rechtfertigt keinen Anspruch aus Rückzahlung des Bezugspreises. Verlag: NG.-Gauverlag Weser- EmS GmbH., Bremen, Geeren 6-8. Fernspr.: 54121, Nachtr.n.Sonntg. 51115. Sprechz.: Verlag: werktl. 12—13 Uhr? Gchriftleilung: Dienstag und Freitag 12'/-—13^ Uhr.
vMirr ZeiliM
parteiamtliche Lageszeitung
Das Amtsblatt des Negierenden Nürgermeisters der Zreien ftansestadt Vremen
Anzeigen - Grundpreise'
Die 1 lllio hohe und 22 nun breite Zeile im Anzeigenteil 13 Die 78 mw breite und 1 mw hohe Zeile im Terttell 75 Ermäßigt«
Dtundprelse lfür Klein u. Fow'"-". anzelgen u. a.) sowie sonstige Bedingungen Preisliste 3 Nachlaß- stasfel c. Für Anzeigen durch den Fernsprecher keine Gewähr. Annahmeschluß 16 Uhr. Geschäftsstellen: 8n Bremen: Am Geeren Nr. 6/8. Fernspr. 5 41 21. Nachlruf und sonntags: Fernsprecher 51115? Obernstraße 86, Fernspr. 5 4121» 8n Svker Mühlendamm Nr. 2.
der Nationalsozialisten Vremens
Amtliches Verkündungsblatt des NeichsstattHallers in Oldenburg und Vremen
Nr. 19? / 19. Jahrgang
Sonnabend, 20. Zuli 1940
kinzelpreis 15 Npf.
deeresschau der klire
der Wlzrer sprach im Nelchstag
Nückb iikk auf die kriegsereignisse der letzten iestn Monate
öedenken -er Sefallenen für das l-rohdeutsche Neich / kstrung des namenlosen Soldaten und der hervorragendsten Heerführer und Männer der Heimat / Veschwörung der Vernunft in kngland
rä. Berlin, 19. Juli.
Bor dem Forum des Deutschen Reichstages sprach <Adolf Hitler am Freitag zum deutschen Volk und zur Welt. In gewaltiger Rede umriß -er Feldherr noch einmal die Pläne der großartigsten Feldzüge aller Zeiten; der Staatsmann durchleuchtete die Hintergründe der politischen Winkelzüge, die Europa in diesen Krieg zerrten und grenzte die politischen Fronten ebenso klar ab, wie es die Siege der deutschen Wehrmacht an den militärischen Fronten getan haben. Am Einschnitt und Ruhepunkt der gewaltigen Geschehnisse richtete Adolf Hitler noch einmal einen letzten Appell an die Vernunft und an das Gewissen der Staatsmänner, die im Begriff sind, ein großes Volk und ein Weltreich in den Abgrund zu stürzen. Nicht aus Schwäche, sondern aus dem Gefühl einer großzügigen Menschlichkeit heraüs hat der Führer eine letzte ernste Warnung ausgesprochen.
Er hat in dieser Stunde auch die Verdienste jener Männer gewürdigt und geehrt, die entscheidende« Anteil an den gewaltigen Erfolgen der letzten Wochen und Monate haben. Millionen Volksgenossen haben mit begeisterter Freude die Ehrung des Generalseldmarschalls Hermann Göring vernommen, der als erster Reichsmarschall des Eroßdeutschen Reiches in die Geschichte eingehen wird. Mit Stolz und Freude begrüßt das deutsche Volk die Ehrung seiner großen Heerführer und sieht mit Bewunderung auf die Taten seiner Soldaten.
Adolf Hitler hat ihnen in svner Rede ein unsterbliches Denkmal gesetzt. So wurde diese denkwürdige Sitzung des Deutschen Reichstages am 19. Juli des Jahres 1949 zu einem Markstein in der Geschichte -es Eroßdeutschen Reiches.
kin Spalier der Liebe und vegeisterung
Dieselben Fahnen, dieselben Girlanden, die tags zuvor die Soldaten der heimkehrenden Berliner Division den Weg wiesen, grüßen heute den Führer des deutschen Volkes aus seiner Fahrt von der Reichskanzlei zur Krolloper, es will das den Menschen, die an den Straßen Spalier stehen, um ihm in dieser historischen Stunde nahe zu sein. mehr als «in Zufall scheinen — es ist eine erneute Bestätigung dafür, daß der Feldherr und seine Soldaten eins sind und daß der Kamps demselben Ziel gilt.
Diese innere und äußere Geschlossenheit, die den Führer und das ganze Volk umfaßt, sie offenbart sich auch heute wieder in den begeisterten Jubelrusen der Berliner Bevölke^ rung, die sich schon Stunden vor Beginn der Sitzung an den Zufahrtsstraßen staut, erfüllt von der grenzenlosen Liebe und Verehrung, die sie, wie das ganze Volk dem Manne entgegenbringt, der das Reich zu neuer Größe führte und durchzittert von der ungeheuren Spannung, die heute eine ganze Welt den Atßm anhalten laßt. Deutlich spürbar sind diese brennenden Gefühle in allen Aeußerungen. WaS wird der Inhalt dieser historischen Stunde sein? Was wird die Rede des Führers enthalten? Was wird die Erklärung der Reichsregierung besagen?
rriumplrfabrt stvolf Hitlers durch Verlin
Die Anfahrt der Reichstagsabgeordneten und Minister bestimmt von der sechsten Nachmittagsstunde an das Bild der Innenstadt, die wieder im Zeichen eines großen Tages steht. Don der Reichskanzlei bis zur Krolloper ziehen sich die Sperrketten. Dahinter hat sich eine gewaltige Menschenmauer gesammelt, die sich Stunde um Stunde vertieste und noch immer»von Minute zu Minute an Dichte und Brette zunimmt. In den Straßen lobert der Wald der vielen vom Winde bewegten Fahnen, leuchtet das Gold der Hoheitszeichen, das Grün frischer Girlanden, marschieren Kolonnen, strömen Menschen aus den Reichstag zu.
Kurz vor sieben Uhr verläßt der Führer die-Reichskanzlei. Bereits aus dem Wilhelmplatz empfängt ihn «in wahrer Jubelsturm und wieder erlebt man eine jener einzigartigen triumphalen Fahrten, die jedem, der sie einmal erlebte, unvergeßlich bleiben wird. Vielleicht schon zum 10». Mal« wird man Zeuge einer unvergeßlichen Treuekundgebung, die trotzdem immer wieder neu ist, weil sie mit dem Ungestüm und mit der Unmittelbarkeit eines Naturereignisses auftritt, weil sie losbricht wie ein Orkan, weil sich in ihr nicht das Stroh- seuer einer künstlich entfachten Begeisterung äußerst, sondern die Glut einer leidenschaftlichen Hingabe zu diesem Manne, und seiner Idee, der sich das 80-Millionenvolk restlos anvertraut und verschworen hat, dem zu folgen es weiterhin bereit ist.
In der festlichen Krolloper
Wenige Minuten nur dauert die Fahrt Adolf Hitlers, dann erhebt sich über den grünen Bäumen des Tiergartens der
0rof tiano in verlin
Berlin, 19. Juli.
Der Königlich-Italienische Minister des Aeutzern, Gras Ciano, traf heute nachmittag aus Einladung der Neichs- regierung zu einem kurzen Besuch in der Reichshauptstadt ein. Der Reichsminister des Auswärtigen, von Rlbbentrop, begrüßte den italienischen Minister des Aeutzern auf dem Anhalter Bahnhof. Der Königlich-Italienische Botschafter in Berlin, Dino Alfieri, die Mitglieder der italienischen Kolonie sowie führende Persönlichkeiten von Staat. Partei und Wehrmacht hatten sich auf dem Bahnsteig eingesunben.
Der italienische Minister des Aeutzern und der Reichsaußenminister schritten die Front der vor dem Bahnhof angetretenen Ehrenkompanie ab; anschließend geleitete der Reichsaußenmlnister den italienischen Außenminister in das Schloß Bellevue, wo Gras Ciano von dem Ches der Präsidialkanzlei des Führers, Staatsminister Dr. Meißner, empfangen wurde.
hohe weiße Giebel der fahnengefchmückten Krolloper. Eine Ehrenkompanie der ii-Leibstandarte ist mit präsentiertem Gewehr angetreten. Mit seiner Begleitung schreitet der Führer ihre Front ab und begibt sich dann in das Innere der Krolloper, wo ihn erneut brausende Heilruse empfangen. Auch die Männer des deutschen Reichstages erwarten mit der fieberhaften Spannung wie der Mann aus der Straße den Beginn dieser Stunde. Bis auf den letzten Platz sind Parkett und Ränge der Kroll-Oper gefüllt. In Braun und Grau sind die Männer Adolf Hitlers erschienen, viele tragen das Ehrenkleid der Bewegung. Ebenso viele sind im feldgrauen Rock der Soldaten zur Stelle.
Unter dem goldenen Hoheitsadler, der aus blaßgrauem Grunde an der Stirnfront mächtig seine Fittiche spreizt, haben die Mitglieder der Reichsregierung Platz genommen. Der Ches des Protokolls, Gesandter D o er nberg, geleitet den Gast der Reichsregierung, den Außenminister des befreundeten Italiens Gras Ciano, der an dieser denkwürdigen Sitzung des Deutschen Reichstags teilnimmt, in die Diplomatenloge. Feierliche Stille liegt dann über dem weiten Saal bis zum Eintreffen des Führers. Spontan erheben sich die Abgeordneten von den Plätzen und grüßen mit erhobener Hand Adolf Hitler.
Dann eröffnet der Präsident des Deutschen Reichstages
VeneralfelstmorstHali Hermann SSring
die Sitzung. In seiner Begrüßungsansprache gedenkt er der Opfer des Krieges, all der Soldaten und Offiziere, die ihr
Leben sür Führer und Vaterland gaben. Er gedenkt ferner der Hinterbliebenen der tapferen Gefallenen und gibt ihnen in dieser Stunde das feierliche Versprechen, daß der Deutsche Reichstag in Zukunft daran arbeiten werde, ihre materielle Existenz zu sichern. Zu Ehren der Gefallenen des Krieges erheben sich die Abgeordneten von den Plätzen. Zum zweitenmal erhebt sich das Haus zu Ehren der Gefallenen der italienischen Wehrmacht.
Hermann Göring gedenkt vor allem in diesem Augenblick des großen Italieners Jtalo Balbo, der sein Leben im Kamps gegen den gemeinsamen Feind ließ. Nach dieser feierlichen Einleitung der Sitzung des deutschen Reichstages erteilt Präsident Hermann Göring dem Führer das Wort zu seiner großen Red«. Minutenlang brausen die Heilruse durch den Saal. Umbrandet von dem Jubel und der Begeisterung der Abgeordneten des Reichstages schreitet der Führer, der Feldherr, zum Rednerpult.
Her großartige Nechenschaftsberichr über die gewaltigsten seldziige aller Zeiten
wird immer wieder von der spontanen Zustimmung des ganzen Hauses unterbrochen. Orkanartige Beifallsstürme begrüßen die Ehrung des Schöpfers der deutschen Luftwaffe und genialen und tapferen Heerführer der deutschen Wehrmacht. Aus der Zustimmung dieser Männer spricht die Freude des ganzen Volkes, das in stolzer Begeisterung auf seine Soldaten und die Führer der deutschen Wehrmacht blickt.
Die Heerführer, denen die Ehrung gilt, erheben sich jedesmal von ihren Plätzen und strecken die Hand aus zum Deutschen Gruß und jedesmal grüßt der Führer zurück. Der Gefreite des Weltkrieges, heute der Feldherr der deutschen Wehrmacht, ehrt so die Männer, die schon vor 25 Jahren als seine Wassengesährten in den Großen Krieg zogen und heute unter feinem Oberbefehl vollenden dürfen, was damals nicht gelang.
Noch einmal steigert sich die Begeisterung zu einem gewaltigen, jubelnden Bekenntnis, als der Führer von der Sicherheit des Endsieges und von dem bevorstehenden Kamps gegen England spricht. In nicht endenwollenden Heilrusen feierte das Haus den Führer, als er seine Rede schließt. Spontan stimmen die Männer des deutschen Reichstages das Deutschland- und Horst-Wcssel-Lied an. Reichsmarschall Hermann Göring macht sich in dieser denkwürdigen Stunde zum Dolmetscher der Gefühle des ganzen deutschen Volkes, als er den Dank an den geliebten Führer ausspricht. Dieser Dank begleitet Adolf Hitler in jubelnden Chören auf seiner Rückfahrt über die Straßen Berlins zur Reichskanzlei.
der Wortlaut der füstrerrede:
„Abgeordnete!
Männer des deutschen Reichstages!
Inmitten des gewaltigen Kampfes um die Freiheit und für die Zukunft der deutschen Nation habe ich Sie zu dieser Sitzung einberufen lassen. Die Gründe dafür liegen in der Notwendigkeit» unserem eigenen Volk die Einsicht in die historische Einmaligkeit der Vorgänge, die wir erlebten» zu erschließen, den verdienten Soldaten aber zu danken, sowie in der Absicht, zu versuchen,
noch einen und dieses Mai den letzten ftppeil an die allgemeine Vernunft zu richten.
Wer die auslösenden Momente dieser geschichtlichen Auseinandersetzung in Vergleich bringt zum Umfang, der Größe und Tragweite der militärischen Ereignisse, den muß die Erkenntnis werden, daß Vorgänge und Opfer dieses Kampfes in keinem Verhältnis stehen zu den behaupteten Anlässen, es sei denn, daß diese Anlässe selbst nur Vorwände waren für verborgen liegende Absichten.
Das Programm der nationalsozialistischen Bewegung war, insoweit es sich auf die künftige Ausgestaltung des Verhältnisses des Reiches zur Umwelt bezog, «in Versuch, die Revision des Versailler Vertrages unter allen Umständen — soweit aber irgend möglich — auf friedlichem Wege herbeizuführen.
Diese Rxvision war «in« naturnotwendige. Das unhaltbare der Versailler Bestimmungen lag nicht nur in der demütigenden Diskreminierung, der Rechtlosmachung entsprechend der sichergestellten Entwaffnung des deutschen Volkes, sondern vor allem in der daraus abgeleiteten materiellen Zerstörung der Gegenwart und der beabsichtigten Vernichtung der Zukunft eines der größten Kulturvölker der Welt, in der vollständig sinnlosen Anhäufung riesiger Ländermengen unter der Herrschaft einiger Staaten, in der Beraubung der Unterlegenen um ihre unersetzbaren Lebensgrundlagen und unentbehrlichsten Lebensgüter. Die Tatsache, daß schon während der Abfassung dieses Diktates einsichtige Männer auch aus der Seite der Gegner vor der endgültigen Verwirklichung der Bestimmungen
dieses Wahnsinnswerkes warnten, ist ein Beweis für die sogar in diesen Reihen herrschende Ueberzeugung der Unmöglichkeit, dieses Diktat für die -Zukunft ausrecht erhalten zu können. Ihre Bedenken und ihre Proteste wurden allerdings mit der Versicherung zum Schweigen gebracht, daß der neugebildete Völkerbund in seinen Statuten die Möglichkeit einer Revision dieser Bestimmungen sicherstellte, ja dafür zuständig sei.
Vie Hoffnung auf eine Neoiiston
war demnach zu keiner Zeit als etwas ungebührliches betrachtet worden, sondern als etwas natürliches. Leider hat entsprechend dem Wollen der verantwortlichen Männer des Versailler Diktats die Genfer Institution sich nicht als eine Einrichtung zur Herbeiführung vernünftiger Revisionen betrachtet, sondern von Anfang an nur als Garant der rücksichtslosen Durchführung und Aufrechterhaltung der Versailler Bestimmungen.
Alle Versuche des demokratischen Deutschland, auf dem Revisionswege eine Gleichstellung des deutschen Volkes zu erreichen, blieben erfolglos.
Es liegt nun im Interesse eines Siegers, die ihm nützlichen Bestimmungen als für alle heilig hinzustellen, im Wesen des Selbsterhaltungstriebes des Besiegten aber, sich die allgemeinen Menschenrechte wieder zurückzuholen. Für ihn hatte das Diktat eines übermütigen Gegners umso weniger Gesetzeskraft, als dieser Gegner damals kein ehrlicher Sieger war. Ein seltenes Unglück hat es gewollt, dgß das Deutsche Reich in den Jahren ,1914 bis 1918 sehr schlecht geführt war. Diesen, und dem noch nicht anders belehrten Glauben und Vertrauen des deutschen Volkes in das Wort demokratischer Staatsmänner war unser Untergang zuzuschreiben.
Daher war der britisch-französische Anspruch, das Versailler Diktat als eine Art internationale oder gar höhere Rechtsctzung auszugeben, für jeden ehrlichen Deutschen nichts anderes als eine freche Anmaßung, die Annahme aber, daß ausgerechnet englische oder französische Staatsmänner hinter des Rechtes an sich oder gar der menschlichen Kultur wären, (Fortsetzung auf Seite 2)
Z. L. O. Bremen» 20. Juli.
Inmitten des gewaltigen Kampfes um die Freiheit und Zukunft der deutschen Nation hat nach seinen eigenen Worten der große Führer den Reichstag zu einer Sitzung einberufen, um Notwendigkeiten Rechnung zu tragen, die ihrer Natur gemäß keinen Aufschub mehr vertrugen. Einsicht in die historische Einmaligkeit des Erlebnisses unserer Gegenwart dem deutschen Volke zu geben, den Dank den verdienten Soldaten der glorreichen Feldzüge abzustatten und endlich einen letzten Appell an die allgemeine Vernunft, das ist an das englische Volk, zu richten, bildete Anlaß und Inhalt der in gewohnter Meisterschaft formulierten Regierungserklärung des Führers, die mit unendlichem Beifall von den Männern des Reichstages aufgenommen und in den Herzen der Millionen und aber Millionen Zuhörer am Rundfunk im ganzen Eroßdeutschen Reiche einen Widerhall fand, dem am Schluß der Rede der Reichsmarschall des Eroßdeutschen Reiches und Erster Paladin des Führers ergreifend Ausdruck zu geben wußte.
Es liegt im Charakter der Dinge, daß bei dem Ueber- blick und Rückblick auf das Geschehen der letzten zehn Monate sich ganz von selbst eine vernichtende Abrechnung mit den blutbefleckten jüdisch-kapitalistischen Kriegshetzern ergab, für die der Krieg ein willkommenes Mittel gewesen, ihre Geschäfte zum besseren Gedeihen zu bringen und dem jüdischen Völkergift, das durch des Führers Programm und Erziehungsarbeit aus dem deutschen Volkskörper endgültig ausgeschieden ist, neue Bahnen und neue Zersetzungsmöglichkeiten in der übrigen Welt zu geben. Mit messerscharfer Logik zeigte der Fübrer der Welt die furchtbare Schuld der Brandstifter Europas auf und stellte diejenigen unbarmherzig an den Pranger, die in frecher Anmaßung das Versailler Diktat als eine höhere Rcchtsetzung und in dümmer Unverschämtheit sich selbst als die Künder des Rechts und der menschlichen Kultur ausgaben. Schonungslos riß er diesen verbrecherischen Existenzen im internationalen Völkerleben die Maske vom-^Eesicht, von denen sich unter dem Vorwand demokratischer Staatsführung fast alle Welt mißleiten, die Masten ausbeuten und zum höheren Gewinn der Pluto-Demokraten zur Schlachtbank führen lassen.
Es wird diese Rede des Führ^s nicht zuletzt wegen der darin enthaltenen lapidaren Anklage und unwider- leglichen Ueberführung der Kriegsschuldigen noch nach Jahrtausenden ein richtunggebendes Dokument für die Geschichtsforscher unserer Zeit sein, für die Geschichtsforscher. die sich sonst den Kopf darüber zerbrechen müßten, daß ein Krieg von dem Ausmaße und der Tragweite des gegenwärtigen möglich sein konnte, bloß weil das ngtionalsozialistische Deutschland sein Recht auf Gleichstellung mit den anderen Nationen Europas geltend machte, wobei als letzter Anstoß zum Kriege ein Anlaß dienen mußte, der lediglich in dem Verlangen Deutschlands nach Rückkehr der deutschen Stadt Danzig zum Reich und der Schaffung einer Verbindung des Reiches zu seiner abgerissenen Provinz bestand. Daß der Kampf, selbst nachdem er schon begonnen hatte, noch zwei Tage darauf hätte vermieden werden können, wenn Mussolinis Vorschlag Annahme gefunden hätte, ist be, zeichnend für die unwiderleglich bewiesene Behauptung des Führers, derzufolge die interessierten Kriegshetzer den Krieg um jeden Preis wollten und jeden Gedanken an eine Verständigung eifrig von sich wiesen.
Die vernichtende Anklage des Führers mußte zu übermächtiger Wucht heranreifen an Hand der in Frankreich vorgefundenen Dokumentensammlung von einmaliger geschichtlicher Bedeutung mit den eigenhändigen Randvermerken der Herren Eamelin. Daladier, Weygand usw. Norwegens, Hollands und Belgiens Haltung und die Umstände, die es Deutschland erlaubten, dem Einfall der Feinde in diese Länder zuvorzukommen, ließ der Führer bei seinen grandiosen Ausführungen Revue pas-
»IIIIIIIIIII»II»IIIII»II»IIII»IIIIIUIIMIIIIIIIIIII»I»»»IMIIIIttIIIII»III»»»»»»»I»
Vnsor
Vor dem Deutschen Reichstag würdigte der Führer die stolzen Taten der deutschen Wehrmacht und richtete einen letzten Appell der Verminst an die Adresse Englands. Italiens Außenminister Graf Ciano ist zu einem Besuch in der Reichshauptstadt eingetroffen.
In einer Rundfunkrede vevsuchte Churchill vergebens die Vorwürfe wegen des Skandals um die Kinderverschickung zu entkräften.
Der WehrmachtSbcricht meldet U-Boot-Ersolge und neue AngriHe der deutschen Lultwaiie gegen England.
Ueber den Kanal wurden gestern fünfzehn englische Jäger abgeschossen.
Beim Feinocinslug in der Nacht zum Freitag schoß die Flak hen 12. Britenbomber über Weser-Ems-Gebiet ab. Die NSV.-Familienhilse des Kreises Bremen führte ein« Arbeitstagung durch.
Zum 24. Dezember erfolgt eine weitere Verleihung von Mütter-Ehrenkreuzen.