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parteiamtliche Tageszeitung M der Nationalsozialisten Vremens
Das flmtsblatt des Negierenden Vurgermeisters der Freien Hansestadt vremen sinnliches verkündungsdlatt des Neichsstatchalkers in Oldenburg und Meinen
7lr. 192 / 10. Zalsrgang
Montag, 15. Juli 1940
ssinrolnreis 15 Not.
heiße eustkümpse über Sem Kanal
Ueutsche Luftüberlegenkeit einwandfrei klar
lll brttische lüget bei nur einem eigenen Verlust abgeschossen / Schwere vombenlreffer auf vier Handelsschiffe / Veutsches Kriegsschiff versenkt 1S5VV VM. in überseeischen Sewüffern / lm ganzen lS feindflugzeuge am Sonnabend vernichtet
Berlin, 14. Juli.
Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
„Eines unserer Kriegsschiffe meldet die Versenkung von 18 5ÜÜ BRT. feindlichen Handelsschiffsraumes in überseeischen Gewässern. Im Zuge der bewaffneten Aufklärung im Kanal griffen deutsche Kampfoerbände mehrere Geleitzüge an und beschädigten vier Handelsschiffe schwer durch Bombentreffer. Dabei kam es zu heißen Luftkämpfen, in deren Verlauf unsere Jäger gegen starke feindliche llebermacht bei nur einem eigenen Verlust zehn britische Jagdflugzeuge abschösse». Beim Versuch, in Norddeutschland einzusliegen, wurden zwei wei- terS britische Kampfflugzeuge im Luftkamps abgeschossen.
In der Nacht zum 14. Juli warfen feindliche Flieger wieder in Nord- und Westdeutschland Bomben ab. die nur geringen Sachschaden anrichteten, ohne militärische Ziele zu treffen. Es gelang dabei, drei feindliche Flugzeuge durch Flakartillerie abzuschießen. Die Eesamtver- luste des Feindes betrugen gestern 15 Flugzeuge. Drei eigene Flugzeuge werden vermißt."
*
Bei den Angriffen deutscher Kampfflugzeuge auf britische Schisfszielc im Kanal, die der l)«utige Wehrmachtsbericht mitteilt, kam es zu sehr schweren Luftkämpfen, die aber die deutsche Ucberlegcnheit an Personal und Material klar in Erscheinung treten ließen. Trotz stärkster zahlenmäßiger llebermacht des Gegners gelang es den deutschen Jagdflugzeugen, in drei verschiedenen Gesechtshandlungen insgesamt 10 Gegner abzuschießen, während von den eingesetzten deutschen Maschinen nur eine verlorenging.
Im Hauptgesccht trafen 19 deutsch« Jagdmaschinen vom TYP „BF 109" aus 45 Gegner vorn Muster „Hurrican". Den deutschen Jägern gelang ts hierbei, sechs seindliche Maschinen zu
„Vezalzlle knglandkörigkeit Schweizer Zeitungen
Rom, 14. Juli.
Zur Haltung eines Teiles der Schweizer Presse erklärt der Direktor des halbamtlichen „Giornale d'Jtalia", man srags sich, was eigentlich jene Schweizer Blätter bezweckten, die, zufrieden mit dem durch die Politik der Achsenmächte ihrem Lande gesicherten Frieden, mit unglaublicher Aufdringlichkeit über deutsche und italienische Probleme des Krieges und des Friedens urteilen wollen. Das halbamtliche Blatt führt als Beispiel dieser unverständlichen Haltung drei Tessiner Blätter, die „Gazetta Tricinese", die „Avanguardia" und die „Libera Stampa", an, die anläßlich der italienisch-englischen See- und Luftschlachten im Mittelmeer die englische Version hervorgehoben, ja sich zu eigen gemacht haben und ihre Leser durch die englischen Lügenmeldungen zu beeinflussen suchten. Diese Schweizer Blätter, die den verzweifelten Verteidigungsmanövern Churchills Vorschub leisteten, verweist der Direktor des „Giornale d'Jtalia" auf den aller Welt bekannten Verlaus der jüngsten Ereignisse im Mittelmeer, aus denen sich eindeutig ergäbe, daß einzig und allein eine mehr oder weniger bezahlte Englandhörigkeit sie zu einer derartig groben Verfälschung der Tatsachen verleiten könne.
vernichten. In einem weiteren Gefecht stießen zehn deutsche Jäger — wiederum Typ „BF 109" aus 18 „Spitsire"-Flug- zeuge. Von denen zwei abgeschossen wurden, während hierbei ein deutsches Flugzeug verlorenging. In einem dritten Gefecht an anderer Stelle wurden zwei weitere „Spitsire"- Maschinen abgeschossen. Besonders beachtenswert ist hierb/i der Umstand, daß es sich um Lustgescchte zwischen Konstruktionen
handelt, die beide für den gleichen Zweck gebaut worden sind. Also auch die englischen Konstrukteure mußten darauf bedacht sein, ihre Maschinen mit größter Schnelligkeit und stärkster Bewassnung auszustatten. Das deutsche Baumuster hat aber gegenüber beiden vom Gegner verwendeten Typen trotz großer zahlenmäßiger Unterlegenheit in der Hand hervorragender Piloten seine Qualität erneut beweisen können.
Von
Usnns Decke, blsckrick
„Vergangener Ruhm wiegt wenig in den Kanzleien der Nationen, wenn er nicht in der Gegenwart durch heroische Taten zu neuem Leben erweckt wird", erklärt die Wochenzeitschrift „Mundo" in einem Artikel unter dem Titel „Spanien im internationalen Leben". Sie will damit der heutigen Zeit den Stempel ausdrücken und ist aufrichtig und mutig genug, dieses Urteil auch aus ihr eigenes.Land zu beziehen. Spanien hat eine große, eine sehr große Vergangenheit, die ihm niemand abzusprechen vermag, denn ihre lebendigen Spuren find in der Geschichte und Kultur eines ganzen Kontinents verankert. Sein Ruhm ist unvergänglich, im Gegensatz zu dem des britischen Weltreiches, das, wenn es einmal zerfallen sollte, nur sehr wenig von „ewigen Gedanken" in seinen früheren Kolonien und Dominions hinterlassen.wird. Schon heute gehen diese ihre eigenen Wege und hängen nur noch durch die Sprache und eine mehr oder weniger erzwungene Wirtschaftsgemeinschaft mit dem Land zusammen, das sie einst aus machtpolitischen und materiellen Gründen unterworfen hatte.
Spanien hat seit seinen goldenen Tagen seine Welt verloren, weil es nicht imstande war, den Heroismus des Friedens und täglichen Daseins auszubringen. Große Gelegenheiten wie die Versuche Napoleons, das Land seinem Reich einzuverleiben, zeigten, daß der alte Heldenmut im Volke nicht erstürben war. Aber kaum war die äußere Gefahr überwunden, vergaß man, daß die Anforderungen des Friedens: Arbeit, Enthusiasmus, Treue und die Erkenntnis des nationalen Schicksals für die Erhaltung der Lebenskraft und Geltung eines Staates ebenso wichtig sind, wie die Todesverachtung vor dem Feind.
Vor dieser Entscheidung steht Spanien heute erneut. Wieder hat der echte Spanier in einem dreijährigen Bürgerkrieg, der nur darum so bezeichnet werden kann, weil er innerhalb der eigenen Grenzen ausgesochten wurde, einen „äußern" Feind besiegt. Die internationalen Brigaden, die Bonzen der Volksfront. Juda und die Freimaurerei, die Hörigen von Paris, und London sind aufs Haupt geschlagen und geflüchtet. Das Länd ist gesäubert. Der zweite Akt der Erneuerung hat begonnen, die innere Arbeit, die dem kriegerischen Erfolg die Krone aussetzen und ihn im internationalen Leben fortsetzen soll.
Fraglos steht Spanien heute vor der Welt und besonders in Europa anders da wie in den Jahrzehnten vor dem Ausbruch seiner nationalen Erhebung. Der Wille und der eiserne Entschluß, „nicht wieder in die selbstverzehrende Krankheit einer schmählichen Parteipolitik zu verfallen", sind offensichtlich. Es gibt in Spanien keine Parteien mehr, die der obersten Führung Hindernisse auf dem Wege der Erreichung des vorgesteckten Zieles bereiten könnten. Es gibt nur noch eine nationale Bewegung, und wenn diese auch ihren letzten Sinn und ihr endgültiges Programm im Rahmen der politischen Struktur des Staates noch nicht gesunden hat, und wenn daS Regime sich der spanischen individualistisch-revolutionären Eigenart in seinen Maßnahmen, Eingreifen und Einheitsbestrebungen anpassen muß, so weht doch ein frischer, selbstsicherer und zukunftssroher Wind durch das Gebäude des neuen StaateS.
Trotz der ungeheuren wirtschaftlichen Schwierigkeiten, die die innere Zersleischung zur Folge hatten und die noch durch den europäischen Krieg verschärft wurden, ist der Grundstock zu einem Ausbau gelegt worden, der in den kommenden Friedenszeiten noch vervollkommnet weiden kann. Ein kriegs- gewohntes Heer steht Gewehr bei Fuß und verfügt über eine Ausrüstung, die achtunggebietend ist. Das Volk selbst sieht, daß die Nation nicht mehr ein Spielball fremder Kräfte ist, sondern mitspricht und Ansprüche stellt.
Auch früher hatte Spanien Ansprüche gestellt, aber sie sielen unter den Tisch, weil ihnen die völkische Rückendeckung fehlte. Heute versteht man den llebergang von der „Neutralität" zur Stufe eines „nichtkriegführxnden". oder vielleicht besser „noch-uicht-kriegsührenden" Staates. Das hat sich in den Demonstrationen sür ein spanisches Gibraltar gezeigt, und in der Begeisterung, die die Besetzung Tangers auslöste. Man ahnt die Stunde eines legitimen „Groß-Spanien". nicht in dem Sinn der Wiederherstellung des alten amerikanischen Kolonialreiches, sondern in dem näherliegenden, der die politische Integrität der iberischen Halbinsel, die Herrschaft über die beiden Küsten der Enge zwischen dem Mittelmeer und dem Atlantischen Ozean und die Nordwestecke Afrikas umfaßt, die geschichtlich und kulturell zur spanischen Einflußsphäre gehört. Man ist auf alle lleberraschungen. die sich aus der internationalen Situation, aus Zwischensällen aus Fvanzösisch-Marokko und Algier, aus englischen Landungsversuchen im Umkreis des spanischen Interessengebietes ergeben können, in jeder Hinsicht gefaßt und entschlossen, sie nicht mit den Händen im Schoß hinzunehmen. Das ist der große Unterschied zwischen dem neuen und alten Spanien.
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Angstvoller Plutokratenappell an USA.
fllerander revidiert die Seschichte — Furcht vor der walirsteit Parole: Volle Deckung!
Italiens Luftwaffe läßt nicht locker
weitere Verfolgung des britischen slottenverbandes — Schwere Schöben auf Schlachtschiffen und Kreuzern — englisches U-Voot durch torpedoboot versenkt
Rom, 14. Juli.
Der italienische Wehrmachtsbericht vom Sonntag lautet:
„Der englische Flottenverband, der die beschwerliche Rückfahrt auf Alexandrien verlangsamen mußte, ist von unserer einsatzbereiten Luftwaffe während des ganzen 13. Juli noch einmal gefaßt und angegriffen worden. Kreuzer und Schlachtschiffe wurden hierbei zu wiederholten Malen von Bomben mittleren und schweren Kalibers getroffen, so daß zu den bereits früher verursachten Beschädigungen noch neue schwere Schäden hinzugekommen sind. Während dieser Bombenangriffe sind vier seindliche Jagdflugzeuge, darunter drei zweimotorig^ von unseren Bombern abgeschossen worden. Eines unserer Flugzeuge ist nicht zurückgekehrt.
knglands Niederlage im Mitlelmeer
R o m, 14. Juli.
Der englische Flottenverband im östlichen Mittclmecr, der in der vergangenen Woche vergeblich den Zusammenschluß mit dem im westlichen Mitlelmeer befindlichen Verband gesucht hat, ist — wie in unterrichteten italienischen Fliegerkreisen verlautet-— in der Zeit vom 8. bis 13. Juli nicht weniger als 50mal von italienischen Flugzeugen angegriffen worden.
Ein Sonderberichterstatter der Agentur Stesani erklärt, daß die italienischen Jagdgeschwader durch ihre fortgesetzten Angriffe aus die Stützpunkte von M a l t a einem wohlüberlegten Plan Rechnung trügen, der die systematische Vernichtung der dortigen englischen. Luststreitkräste znm Ziele habe.
Die tendenziösen Entstellungen der englischen Admiralität und der englischen Presse zu den See- und Lustoperationen im Mitlelmeer werden, wie von italienscher Seite festgelegt wird, durch die bereits dokumentarische festgelegten Tatsachen und angesichts der wahren Tatsachen, wie sich Ende der Woche an Hand der italienischen Wchrmachtsbcrichte ergäbe, bor aller Welt Lügen gestraft.
Es sei der italienischen Flotte gelungen, die an Zahl und Feuerkraft überlegenen englischen Streitkräfte in Schach zu halten und durch wohlgezjelte Volltresser zum Rückzug zu zwingen. Dieses Ergebnis sei ein erster klarer Beweis dafür, daß das mittlere Mitlelmeer praktisch sür die englischen Seestreitkräfte zu einem Sperrgebiet geworden sei und daß' die Gewässer zwischen Italien und Libyen nicht mehr von England beherrscht werden. Es beweise ferner, daß auch im Mit-
Bei einem Angriff unserer Flugzeuge auf die Stützpunkte von Malta kam es zu einem Kampf mit feindlichen Jägern. Zwei feindliche Flugzeuge sind abgeschossen worden. Alle unsere Flugzeuge sind zurückgekehrt. Während der Nacht sind in aufelnanderfolgenden Wellen die Bombardierungen der militärischen Stützpunkte der Insel wiederholt worden, wobei schwere Brände verursacht wurden.
Eines unserer Torpedoboote hat ein englisches U-Boot versenkt. Eines unserer U-Boote ist nicht zu seinem Stützpunkt zurückgekehrt.
In Nordafrika habe» vom Feinde auf Flugzeugstiitz- punkte der Cyrenaika ausgeführte nächtliche Einslüge weder Opfer gefordert, noch Schaden verursacht.
In Jtalienisch-Ostasrika ist ein Einflug englischer Flugzeuge aus Jtalienisch-Mojala von -er Flak abgewiesen worden, die ein feindliches Flugzeug abgeschossen hat."
telmeer die englischen Kriegsschiffe keineswegs mehr vor den schweren Schlägen eines eiftschlossencn und angrisssbereiten Gegners sicher seien, während Italien ganz im Gegensatz zu den Behauptungen der englischen Lügenpropaganda seine Küsten mit seiner See- und Lustflotte zu schützen weiß.
Aus Gibraltar verlautet, daß das englische Schlachtschiff „Hood" schwere Beschädigungen am GesechtSmast ausweist. Infolge des Ffhlens jeglichen Ausbessernngsmaterials ergäben sich große Schwierigkeiten, und es sei damit zu rechnen, daß das Schift längere Zeit in Gibraltar bleiben muß.
Japanische Zeitung fordert deutsch-italienifch- japanische flllianz
Tokio, 14. Juli.
Äe Zeitung „Tokio Nitschi Nitschi" schildert die gegenwärtige Situation, in der Japan im Begriij stehe, eine nepe Ordnung in Ostasien aufzustellen und erklärt dabei, die Zeit sei reif sür einen akuten Wechsel in der traditionellen diplomatischen Politik Japans. Als erste Maßnahme zu diesem Zweck müsse sich Japan, so fordert das Blatt, auss engste an das deutsch-italienisch-japanische Bündnis halten und seine alte Diplomatie aufgeben, die mehr zu Großbritannien und den Vereinigten Staaten neige. Die Zeitung fordert die Regierung dringend auf, eine deutsch-italicnisch-japanische Allianz zu schaffen.
Kopenhagen, 14. Juli.
Der englische Marineminister Alexander versuchte in einer Rundfunkrede für Kanada und die Vereinigten Staaten, den Amerikanern «xnen Kriegseintritt an der Seite Englands nahezulegen. Um es so hinzustellen, als ob ein solches Unternehmen nicht viel zu spät kommen würde, beteuerte er. daß die Verteidigungsvorbereitungen an Englands Küsten und anderswo derart fortgeschritten seien, daß eine Umwälzung in der Gesamtlage herbeigeführt worden sei! Alexander hielt sich jedoch vorsichtig als letzten Ausweg eine Fortsetzung des Krieges von den Dominien aus offen, meinte aber, der Zeitraum sür den Sieg würde kürzer sein, wenn die englischen Inseln gehalten werden könnten . . .! i
Alexander, dessen Geschichtskenntnisse ossenbar sehr dürftig sind, beschwor die Vereinigten Staaten, einzusehen, daß der von England geführte Kampf zugleich ein Kamps sür deren nationales Erbe sei, wobei er — ausgerechnet — an Jesserson Und Lincoln sowie an die Grundsätze der amerikanischen Nn- abhängigkeitserklärung erinnerte, die bekanntlich nach langen, blutigen Kriegen gegen England durchgesetzt wurde. Während Alexander mit derart heuchlerischen Phrasen die Amerikaner beeindrucken zu können glaubte, behauptete er schließlich, daß die sozialen Einrichtungen und der Lebensstandard Englands gerettet werden müßten.
Soweit ist es also schon mit der englischen Labour Party gekommen, daß einer ihrer Vertreter zur plutokratischen Klassenherrschaft ausruft.
Die britische Presse zeigt sich nach wie vor nicht weniger stur im ableiern längst überholter Argumente und Forderungen. Die wuchtigen und unaufhörlichen deutschen Luftangriffe aus die militärischen Ziele in England gehe ihr bereits so stark aus die Nerven, daß sie verzweifelt nach längst unmöglichen „Eigenmaßnahmen" rüst. So erklärt der „Daily Expreß",
der sich noch immer nicht von den alten, in den von Deutschland veröffentlichten Dokumenten enthüllten britischen Plänen trennen kann, man müsse u. a. auch die deutsche Versorgung mit Oel aus Südosteuropa verhindern und zu diesem Zweck zur Offensive übergehen!!
Ueber die Sicherheit der britischen Insel äußert sich das gleiche Blatt nicht gerade optimistisch. Es scheint ernsthafte Zweifel an dem Vorhandensein von ausreichenden Truppen in England zu hegen. Wahrscheinlich würden die deutschen Angriffe gegen England, so vermutet das Blatt, in Wellen erfolgen, zu einer erfolgreichen Abwehr brauche man daher immer wieder frische Truppen. Sind diese überhaupt vorhanden? So fragt der „Daily Expreß" besorgt, ohne jedoch eine Antwort zu wissen.
Auch dem Ausland gegenüber spielt man das alte Versteckspiel weiter. Die scharf« Zensur Dufs Coopers macht es den in England weilenden Vertretern der neutralen Presse nahezu unmöglich, sich über die Lage zu insormieren und wahrheitsgemäß zu berichten. So stellt z. B. der Londoner Korrespondent des „Svenska Dagbladct" in seinem letzten Bericht fest, 'daß ihm so ziemlich alle Voraussetzungen fehlten, um die wirkliche Stimmung im englischen Volk im Juli 1940 zu schildern. Alle Möglichkeiten dazu seien versperrt!
So sehr fürchten also die englischen Plutokratcn die Wahrheit, die aus diese Weise noch den Weg in die Oesfentlichkeit finden könnte.
Immer wieder werden jedoch neue Blüten der britischen Angstpsychose bekannt. Die Londoner Korrespondenten der Madrider Zeitungen „ABC" und „Pa" schildern die grotesken Nngstzustände in London und hie verzweifelten Maßnahmen, welche die englische Regierung zur Vermeidung einer Panik ergreift. Wie der dem Parlament vorgelegte Gesetzent-, Wurf, wonach jeder Zivilist, der „durch sein Verhalten die
Entwicklung des Krieges ungünstig beeinflußt", den Militärgerichten zugeführt wird. eindeutig beiveise, nehme der Kampf gegen Dejaitismus und freie Meinungsäußerung täglich heftigere Formen an. Auch die Fallschirmpshchose treibt weitere Blüten. So verhafteten mehrere Soldaten am Freitag wieder einmal einen Engländer als. angeblichen „deutschen Fallschirmjäger". Am gleichen Tage wurden drei Personen, darunter ein Schweizer, verhaftet, weil sie aus Spaß mit erhobenem Arm gegrüßt hatten. In Kent ist ein Engländer zu .zwölj Psnnd Sterling Strafe verurteilt worden, iveil er erklärt hatte, daß man Psundnoten bald sür einen Schilling pro Zentner werde knusen können.
Der römische „Messaggero" meldet, daß König Georg von England am letzten Freitag in der Nähe von Ashsord gerade dabei war, Befestigungsanlagen zu besichtigen, als deutsche Bombenslugzeuge die Gegend plötzlich angriffen. Die Wirkung dieser Ueberraschung war, so berichtet der Londoner Gewährst mann, dem das Blatt den Bericht verdankt, „höchst eindrucksvoll". Der König warf sich sofort zu Boden, um nicht von Bombensplittern getroffen zu werden, und sein Gefolge wurde von einem Panikartigen Schrecken ergriffen. Duft Coopers Lügen- und Kommentierzentrale machte den Versuch, die Angelegenheit zu verheimlichen. Trotzdem drang die Kunde davon an die Oesfentlichkeit, und was man von Mund zu Mund weitergab, trug dazu bei, in der Bevölkerung ganz Siidost- englands eine regelrechte Panik hervorzurufen.
Auch wenn man sich auf die knappe Meldung des „Messag- gcro" beschränkt, kann man verstehen, wie jeder Engländer, der nur ein bißchen Sinn sür Symbolik hat, den letzten Rest Mut verliert, wenn er hört, daß der König, die Spitze des Empire, dessen Person allein das Riescnreich zusammcnhält, beim Herannahen deutscher Flieger in den Staub sinkt.
Volle Deckung ist die Parole, die der König durch sein Verhalten gegeben hat. Sie gilt sür ganz England.
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In drei Luftschlachten über dem Kanal erwies sich abermals die Ueberlegenheit der deutschen Flieger und Maschinen.
Erneute Bombentreffer erzielten italienische Kampfflieger aus britischen Kriegsschiffen.
Eine neue jüdische Lügenagentur „zur Berichterstattung über die Leiden der Minderheiten" wurde in Newhork gegründet.
Frankreichs Regierung wird demnächst nach Paris übersiedeln.
Bei dem in der Nacht zum Sonntag auf Bremer Gebiet erfolgten, zahlenmäßig bisher größten Angriff feindlicher Flugzeuge wurde wiederum kein nennenswerter, feindlicher Ersokg erzielt.
MSA.-Brigadesiihrer Esders besichtigte die Bremer Marine-SA.-Standarte 53.
Deutschland gewann den Fußball-Länderkampf gegen Rumänien in Franksurt/M. 9:3.
Schalke 94 und Dresdner SC. siegten und sind Endspielgegner um die Deutsche Fußballmeisterschaft.
Werder setzte sich im Tschammer-Pokalspiel gegen Ar- minia-Hannover 3:9 erfolgreich durch.
Die Deutschen Schwimmeisterschaften in Berlin brachten auch Bremer Erfolge.
Nkedersachsens Leichtathletikmeisterschaften in Hannover zeitigten rinen neuen deutschen Jugend-Stafsel-Rckord.