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der Nationalsozialisten Vremens
stmlliches Nerkündungsbiatt des Neichsstattffaltkrs in Oldenburg und Meinen
Nr. 1S1 /10. Jahrgang
Sonntag, 14. Juli 1940
kinzelpreis 15 Npf.
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6ute Prisen aus Übersee
Schwere Schädigung der feindlichen ljandelsschiffalirt in fernen Meeren
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änl>» 13. Juki,
Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „Seit längerer Zeit führen deutsche Seestreitkräste in überseeischen Gewässern erfolgreiche Operationen durch. Mehrere Handelsschiffe mit wertvollen Ladungen, die bei diesen Unternehmungen als Prise ausgebracht wurden, trafen in unseren Häfen ein.
Ein U-Boot meldete die Versenkung von 24 884 BRT. feindlichen Handelsschisssraumes. Kampfflugzeuge griffen wiederum Schisfsziele vor der englischen Ostküste und im Kanal, Flugplätze, Hasenanlagen und Werke der Rüstungsindustrie in England und Schottland an. Es gelang, ein Vorpostenvoot und ein Handelsschiff von 2800 BRT. durch Bombentreffer zu versenken und fünf Handelsschiffe schwer zu beschädigen. Auf dem Flugplatz St. Merryn wurden acht britische Kampfflugzeuge am Boden zerstört, in Exeter Tankanlagen» in Portland, in Newport und Durrdee Hafen- und Kaianlagen, in Billingham und Newcastle Werke der Rüstungsindustrie wirksam mit Bomben belegt.
Britische Flugzeuge warfen auch in -er Nacht zum 13. Juli in Norddeutschland Bomben. Dabei wurden mehrere Häuser zerstört und einige Zivilpersonen getötet. Die am 12. Juli gemeldeten Verluste des Feindes erhöhen sich um vier Flugzeuge, die in der Nacht durch Flakartillerie abgeschossen wurden, von 13 auf 17 Flugzeuge. Die gestrigen Eesamtverluste des Gegners betragen 13 Flugzeuge, davon wurden vier im Lustkamps bei Tage, eines durch Nachtjäger abgeschossen. Fünf eigene Flugzeuge werden-vermißt."
*
In einer ihrer anmaßenden Erklärungen hat die britische Admiralität vor einigen Tagen verkündet, daß sie durch Mi-' nensperren, die von den Shetland-JnseA an Island vorbei sich angeblich bis nach Grönland erstrecken, Deutschland endgültig vom Atlantischen Ozean abgeschnitten hätte. Solche lächerlichen Behauptungen, die dem britischen Volk eine nicht vorhandene Aktivität seiner Flotte vortäuschen sollen, hat die Admiralität schon wiederholt in Umlauf gesetzt.
Während der deutschen Operationen in Norwegen verhängte die britische Admiralität, bekanntlich Plötzlich eine papierne Minensperre übet' die halbe Nordsee und den größten Teil der Ostsee. Die britische Marine -konnte aber den deutschen Nachschub über See nicht stören und nicht einmal die schmale Lücke zwischen den Shetlands und der norwegischen Küste, die Hunderte von Metern liesest, sperren. Ungehindert stießen schwere und leichte Seestreitkräste wiederholt bis in das Nordmeer vor und kehrten nach erfolgreichen Gefechten ebenso unbehindert in ihre Heimathäfen zurück. Um so lächerlicher wird nun die Petzauptung, daß die britische Flotte imstande sein soll, die über 1000 Seemeilen lange Strecke von den Shetlands bis Grönland durch Minen in Gewässern zu sperren, die Hunderte von Seemeilen lies sind. Daß die deutsche Seekriegsführung seit dem Zusammenbruch Frankreichs und der Vertreibung Englands vom Kontinent selbst in den Besitz einer recht ausgedehnten atlantischen Küste ist, hat die britische Admiralität offenbar ebenfalls übersehen.
Das englische Publikum wird daher recht überrascht sein, zu hören, daß. schon seit längerer Zeit wiederum deutsche
Seestreitkräste in überseeischen Gewässern operieren und daß die von uns aufgebrachten Prisenschisfe mit wertvollen Ladungen den Weg in unsere Häfen finden. Die kühnen Taten unserer Kriegsschiffe in überseeischen Gewässern bedeuten direkt und indirekt eine schwere Schädigung des feindlichen Ueberseehandels. Die Handelsschiffsverluste, über deren Höhe der OKW.-Bericht alle Welt soeben unterrichtet hat, verknappen den für die Versorgung der Insel zur Verfügung stehenden Schiffsraum. Darüber hinaus belastet die Bedrohung der Zufahrtsstraßen den Ueberseeverkehr des Feindeß mit einem Unsicherheitsfaktor, der die britische Marine zwingt, zum Zwecke des Handclsschutzes und des Geleits einen Teil ihrer Kriegsschiffe anderen Zwecken zu entziehen. Es kann gesagt werden, daß die feindliche Schiffahrt nirgendwo mehr aus den Weltmeeren vor Ueberraschungen sicher ist.
7- 8- D. Bremen, 14?2ulr.
kngland in Not
Mit ständig steigender Genugtuung vernimmt das deutsche Volk aus den OKW.-Berichten der letzten Tage die stattlichen Versenkungsziffern englischer Handelsschiffe, aus denen ohne weiteres die Gefahren erkennbar sind, die für das ehemals meerbeherrschende England buchstäblich aus dem Meere steigen und auf das Meer Herabstoßen. Unter weit günstigeren Umständen als je operieren heute die deutschen Seestreitkräste und die deutsche Luftwaffe gegen den einzigen für Deutschland noch zu besiegenden Gegner, und da außerdem noch der rührige
plutokratenfölinckei, in SichertM
Selbst für die NennpferSe gesorgt — englische flebeiterkinder werden nicht verschickt!
Stockholm, 13. Juli.
Nachdem , die Londoner Vater, soweit sie über ein entsprechendes Bankguthaben Versug-N, ihre Kinder nach Ueber- see geschickt hoben, ist jetzt in England Plötzlich mit „schmerzlichem Bedauern" die „bittere Erkenntnis" aufgetaucht, daß eine Evakuierung der Kinder ärmerer Volksschichten leider nicht möglich sei, weil die notwendigen Transportmittel nicht zur Versiigung gestellt werden könnten. Nach der Bekanntgabe dieser Meldung im Londoner Rundfunk hat sich anschließend ein Sachverständiger auf diesem Gebiet zu diesem Thema geäußert. >
Der britische Landwirtschastsminister Hudson schien für die Ausgabe, den breiten Massen der englischen Bevölkerung die Unmöglichkeit einer Sicherung auch ilster Kinder klarzumachen, in ganz besonderem Maße berufen. Seine Kinder sind nämlich bereits in Amerika eingetroffen! In dem Bewußtsein, mit Hilfe seines Scheckbuches die eigenen Sprößlinge in Sicherheit gebracht zu haben, setzte Minister Hudson feinen Landsleuten mit sichtlichem Mitempfinden und hörbarer Rührung auseinander, mit welch schwerem Herzen die britische Regierungen Entschluß gefaßt habe. Die Pslicht der Regierung ist es, — welcher unter den 800 000 englischen Arbeitslosen wagte daran wohl zu zweifeln? — die Kriegsschiffe für die Verteidigung unserer Küsten einzusetzen und den Seekrieg gegen den Feind sortzusühren. Es wäre natürlich falsch, Kriegsschiffe für die Bewachung von Passagierdampsern zu verwenden, da sie für größere und wichtigere Aufgaben dringend benötigt werden. Die gleichen Arbeitslosen werden auch sicher über den blutigen Hohn hinwegsehen, der in den Worten Hudsons liegt: „Es fällt mir nicht schwer, dies zu sagen, denn ich habe meine Kinder ohne militärische Bewachung nach Uebersee geschickt". Sie werden höchstens erstaunt fragen, warum dies bei ihren eigenen Kindern nicht auch möglich sei. Aber Hudson beruhigt sie: Wir haben unsere Kinder fortgeschickt in der Ueberzeugung, daß auch die ärmeren Leute unserer Heimat eine Gelegenheit haben werden, ihre Kinder in Sicherheit zu bringen. Ob Hudson als Kabincttsmitglied und daher .Kenner aller erwogenen Maßnahmen diese Ueberzeugung wirklich gehabt hat, läßt sich füglich bezweifeln, mindestens aber gibt
er zu, daß es nach seiner Ansicht zunächst einmal darauf ankam, die Kinder der Reichen wegzuschicken.
*
Ja, Mr. Hudson, die Geschichte war gut eingefädelt: Die Plutokratenkinder, 'an der Spitze Ihre und die des verehrten Kollegen Dufs Cooper sind drüben in Kanada, wo sie nicht nur der Rationierung sondern auch jeder anderen Gesahr entkommen sind. Da außerdem auch die wertvollsten Rennpferde in Sicherheit gebracht sind (sie trasen am Freitag an Bord eines „beschlagnahmten" belgischen Dampfers in Boston ein), besteht eigentlich, von dem eigenen wertvollen Leben abgesehen — und dafür wird ja sicher auch schon Vorsorge getroffen sein — nicht mehr' viel Grund zur Sorge, denn was gehen Sie die Gören an, die in den Slums Hausen. Sie sind zwar auch Engländer, aber es gibt ja schließlich in farbigen Erdteilen jenseits der Meere billige Arbeitskräfte genug. Und was sind diese Kinder sonst schon wert, nicht wahr, Mr. Hudson?
Glauben Sie wirklich, -Herr Minister, daß es Menschen gibt. denen die abgefeimte Heuchelei ihrer Regierung auch nur einen Augenblick verborgen bleibt? Kein Mensch glaubt Ihnen, daß die großartigen Ankündigungen von Massen- verschickungen englischer Kinder aus allen Volkskreisen jemals von Ihnen ernst gemeint waren. Man sprach von einer großen und allgemeinen Verschickung und machte mit den Kindern der oberen Zehntausend „zufällig" den Anfang. Kaum waren sie drüben, und ihre Bildar gingen wie ein Hohn für die arbeitenden Schichten durch die Presse, da sahen Sie und Ihre Herren Kollegen sich „schweren Herzens" gezwungen, die Aktion abzublasen. Sie müßten nicht Engländer sein, wenn Sie nicht einen glaubhaft scheinenden Grund dafür gesunden hätten.
Gewiß, Ihre Regierung konnte ja nicht ahnen, daß die Kriegsschiffe, welche die Transporte hätten begleiten sollen, plötzlich so knapp würden. Das war ja auch vor einer Woche sicher noch nicht abzusehen. Immerhin, eines könnten Sie als christlicher Engländer doch für die unglücklichen Kinder aus den Elendsvierteln tun: Lassen Sie doch einen Gottesdienst für sie abhalten, aber nicht in Westmtnster, das wäre zu viel für die Proleten-Gören.
liriegsausweitung um jeden preis
Plane der Weltmächte durch die fünfte Veröffentlichung aus den politischen veffeimakten des französischen veneralstabes enthüllt
Berlin. 137 Juli.
Aus dem demnächst erscheinenden vom Auswärtigen Amt herausgegebenen Sechsten Weißbuch veröffentlichen wir heute folgende Dokumente:
Dokument I^r. 26. leleZrsmm ües krsn- römscken K1inisterprs8iüenten DsIs - «Her sn üen krsnrösisciien kotsckskter in konäon vom 21. kebrnsr 1940:
Valadier versucht, sich thurchillschen Methoden anzupassen, Vetehung norwegischer Höfen nach Muster des stlt- mark-sattes unter dem Motto der „sinnland-Hilfe".
Telegramm.
Paris, den 21, 2. 40, 15.35 Uhr.
Europa
An den französischen Botschafter in London 460—467. Betr.: Beistand für Finnland.
Intervention in Skandinavien.
Fortsetzung meines Voktelegramms.
1. Die Zustimmung Schwedens ist eine Voraussetzung für jede gerechte Intervention der Alliierten in Finnland. Falls die schwedische Regierung den elektrischen Strom, aus dem
die Bahnlinie Narvik Kami gespeist wird, sperrt, so genügt dies, -um den Alliierten den Zugang zum schwedischen Staatsgebiet und damit auch den Zugang nach Finnland unmöglich zu machen.
2. Die schwedische Regierung ist offenbar entschlossen, Finnland militärisch nicht zu Hilfe zu kommen und den Zutritt zu seinem Gebiet für jede ^-Truppenteile zu spsrken. Es ist in höchstem Grade zweifelhaft, ob die Tarnung alliierter Streitkräfte auch sogenannter „Freiwilligen" sür sich allein ausreicht, um in dieser ablehnenden Haltung eine Aenderung eintreten zu lassen.
3. Ebenso ist es zweifelhaft, ob Schweden, wie Herr Cham- berlain erhofft, die Verweigerung des Durchmarsches alliierter Truppen dadurch kontingentiert, daß es mit seinen gesamten Kräften Finnland zu Hilfe eilt. Wir wissen in der Tat aus einem Telegramm des Herrn Roger Maugras, daß das Reich die schwedische Regierung davon unterrichtete, es würde jede offizielle Hilfe Schwedens an Finnland als cssrm bellt (Kriegsgrund) betrachten. (Hierzu ist zu bemerken, daß diese Behauptung des französischen Gesandten in Stockholm völlig unrichtig ist. Derartige Erklärungen sind niemals abgegeben worden.)
4. Nur ein Umstand erösfn'et einige Aussicht, die Haltung
der schwedischen Regierung zu ändern: dies wäre die Gewißheit, daß die Alliierten in der Lage sind, Schweden eine unmittelbare und wirksame Hilfe' gegen die deutsche Gegenwirkung zu leisten. Es dürfte sich nicht um einfache Versprechen, ebensowenig um Versicherungen, selbst kurzbesristete, handeln. Die tatsächliche Anwesenheit von einsatzbereiten Streitkräften an den schwedischen Grenzen wäre das einzige Mittel, die endgültige Entscheidung Schwedens in günstigem Sinne zu beeinflussen.' . - , ,
8. Die Besetzung der wichtigsten norwegischen Häfen, die Landung der ersten Abteilung der alliierten Streitkräfte in
Norwegen gäbe Schweden das erste Gefühl der Sicherheit. Diese Operation müßte unabhängig von dem Hilferuf Finnlands ausgedacht und innerhalb kürzester Frist, ausgeführt werden, und zwar in einer Inszenierung, sür die uns der Fall „Altmark" das Vorbild liefert.
6/ Norwegen hat dadurch, daß es die Fahrt eines b-wafs-, neten deutschen Schiffes mit englischen Gefangenen an Bord durch seine Hoheitsgewässer gestattete und schützte, seine Pachten als neutrale Macht schwer verletzt. Die britische Regierung ist berechtigt, Wiedergutmachung und Garantien' zu verlangen. Sie kann insbesondere die Jnternierung der „Alr- mark" und ihrer Besatzung sordern und der norwegischen Regierung notifizieren, daß die britische Regierung von nun an die Ueberwachung der norwegischen Gewässer selbst übernehmen werde, da die Regierung in Ohlo sich 'sortgesetzt uns sähig gezeigt habe. die Unverletzlichkeit ihrer Hoheitsgewässer durchzusetzen.
Stößt diese Demarche in Norwegen aus Ablehnung, was sehr wahrscheinlich ist, so hat die britische Regierung das norwegische Versagen festzustellen und sich sofort der Stützpunkte zu bemächtigen, deren sie zur Wahrung ihrer Interessen bedarf. Diese Besetzung der norwegischen Häfen müßte als eine überraschende Operation durchgeführt werden, und zwar.durch die englische Flotte allein oder unter Mitwirkung der französischen Flotte, jedoch ohne Mitwirkung der nach Finnland bestimmten alliierten Truppenteile. Diese Operation wird der Weltöffentlichkeit in um so höherem Maße be- ^ rechtigt erscheinen, je rascher sie durchgeführt wird und se mehr die Propaganda imstande sein wird, die Erinnerung an die norwegische Mittäterschaft im Falle „Altmark" zu erwecken.
(Fortsetzung aus der dritten Seite dieses Bogens)
Bundesgenosse im Mittelmeer Italiendas seine dazu tut um England zu treffen, wo es geht, verschlechtert sich Englands Lage von Stunde zu Stunde mehr und mehr. Die Niederlage in der Schlacht im Ionischen Meer war mehr als selbst der italienische Wehrmachtsbericht im Anfang erkennen ließ. Bedeutete diese Niederlage mit dem Scheitern des Versuches der durch die italienische Machtstellung im Mittelmeer in zwei Gruppen getrennten Teile der englischen Mittelmeerflotte sich zu vereinigen, schon einen gewaltigen Fehlschlag des englischen Planes im Mittelmeer, die der italienischen Flotte weit überlegene englische Flottenmacht zusammenzuballen, um die italienische Flotte anzugreifen und zu vernichten, so sind die trotz aller Lügenbeflissenheit Churchills nicht mehr abzuleugnenden schwer getroffenen und schwerbeschädigten Einheiten der englischen Flotte auch dann, wenn sie sich nach mehreren Monaten in deil Trockendocks zu Gibraltar wieder reparieren lassen, ein weiterer schwerer Schlag für England, ein uner- sMrcher Schaden der englischen Operationskraft im Mittelmeer. Und das um so mehr, als es keine Möglichkeit gibt, durch die Einheiten der Heimatflotte, di« durch die deutschen Seestreitkräste im Norden gebunde» sind, irgendwie Ersatz zu schaffen. Jedes beschädigt« Schlachtschiff und -jeder beschädigte Kreuzer, ja, jeoe« beschädigte Zerstörer fehlt heute der Operationskrast Englands aufs schmerzlichste. Und geradedie Zerstörer die England für das Geleit der Handelsflotte beda^ (die ihm bei der ohnehin schwer geminderten Zufuhrmöglichkeit den dringendsten Bedarf zur Ernährung der Volkes und zur Kriegführung bringen soll), sind durch die deutsche Seekriegführung und neuerdings durch dir italienische bereits auf eine Zahl herabgesunken, die auck vorn englischen optimistischen Standpunkt aus gesehen, das Schlimmste für die Versorgung Englands in der nächsten Zeit befürchten läßt.
Niederschmetternde Ziffern
Die Gesamtzahl der bei glänzender Zusammenarbeit unserer Kriegsmarine und Luftwaffe im Laufe der verflossenen 10 Kriegsvorräte versenkten feindlichen Handelstonnage bildet " ein geradezu niederschmetterndes Ergebnis des von England ebenso leichtfertig wie freventlich vom Zaune gebrochenen Krieges. Sind doch 4,3 Millionen BRT. Handelsschiffsraumes nicht viel weniger als ein glattes Viertel der Schiffstonnage, über die England bei Ausbruch des Krieges überhaupt verfügte, und schien die immerhin stattliche Handelstonnage von 19 Millionen BRT. den Engländern doch schon damals noch lange nicht hinreichend, um die durch den Krieg gegen Deutschland notwendig gewordene, erhöhte Zufuhr an Rohstoffen für die Kriegsdauer zu bewältigen. Man bediente sich bekanntlich von allem Pnsang an schon recht ausgiebig der neutralen Handelsflotte zur Herbeischaffung der notwendigen Waren für England, wobei man es bereits damals als überaus schmerzlich empfand, daß die amerikanische Handelsschiffahrt in diesem Kriege nicht, wie im Weltkriege, auch wieder das Risiko auf sich nahm, durch deutsche U-Voote und deutsche Flugzeuge wegen Beförderung von Banngut England zuliebe schwerste Schiffsverluste zu erleiden. Also, die Handelstonnage der Vereinigten Staaten war jedenfalls bei der unmittelbaren Anfahrt nach England von allem Anfang an bereits ausgefallen. Desto eifriger betrieb man die Propaganda für die Eeleitfahrt der Handelsschiffe anderer "neutraler Länder mit dem Ergebnis, daß man, so gut es immer gehen wollte, die eigenen englischen Schiffe auf weniger von deutschen U-Booten und Fliegern gefährdeten.Routen fahren lassen konnte und somit bei allen namhaften
NMIMNMINNMNMMNMMNIIIIIIIMIIINIIINIIIIIIINMIIIIIIIIIIIIIINMIIIIIIIIIIMI
Vnssr
Deutsche Seestreitkräste führten in überseeischen Gewässern erfolgreiche Operationen durch; die deutsche Luftwaffe richtete vernichtende Angriffe gegen militärische Ziele Englands und Schottlands.
Neue Veröffentlichungen aus den Geheimakten des französischen Generalstabes enthüllen die Kriegsausweitungsabsichten der Westmächte in Skandinavien und aus dem Balkan.
Die deutsche Gegenblockade macht England zu einer belagerten Festung.
Die englische Kinderverschickungsaktion ist als großangelegter Plutokratenschwindel entlarvt.
Italienische Flieger bombardierten erneut mit Erfolg ein englisches Schlachtschiff sowie zwei Kreuzer.
Der Führer verlieh verdienten Generälen das Ritterkreuz.
Unser Gauleiter begrüßte in Wilhclmshaven den U-Boot- Kommandanten Kapitänleutnant Schuhart und seine Mannschaft bei der Rückkehr von neuerlicher erfolgreicher Feindsahrt.
Das Sondcrgericht Hannover verurteilte den 25jährigen Gewaltverbrecher Louis Paulsen zum Tode.
Die 4. DRK.-Hauslistensammlung erbrachte im Gau Weser-Ems säst 1 Million RM.