«>'
SesHeknt 7mal SSchLnkllch
Monatsbezug 2LV eiaschl. Zu stellgebührr Postbezugspreis monatl. 2^0 (elnschl. 28,7 ^ Postzeitungsgebühr) zuzügl. 42 Bestellgeld. Bezugspreis ist im voraus zahlbar. Postscheck: Hamburg 17272. Eine Behinderung der Lieferung rechtfertigt keinen Anspruch auf Rückzahlung des Bezugspreises. Verlag: NS.-Gauverlag Weser- EmS GmbH-, Bremen, Teeren 6-8. Fernspr.: 54121,Nachtr.u.Sovntg. 81115. Spre ch z.: Verlag: werktl. 12—13 llhr; Gchriftleitung: Dienstag und Freitag 12Vr—13^ Uhr.
vrrmei Mim»
parteiamtliche Tageszeitung
Das sNMsblatt des legierenden vürgermeisters der Freien Hansestadt Damen
Anzeigen - Grundpreise'
Die 1 mw hohe und 22 ww breite Zeile im Anzeigenteil 13 Die 73 mw breite und 1 ww hohe Zeile
im Tertteil 75 Ermäßigte
Grundpreise lsür Klein - u. Form'^ri- anzeigen u. a.) sowie sonstige Bedingungen Preisliste 8 Nachlaß- stasfel c. Für Anzeigen durch der» Fernsprecher keine Gewahr. Annahmeschluß 16 Uhr. Geschäfts
stellen: 8n Bremen: Am Geeren Nr. 6/8. Fernspr. 5 41 21. Nachtruf und sonntags: Fernsprecher 5 1115; Obernstraße 86, Fernspr. 5 4121. Vn 6t>ke: Mühlendamm Nr. 2.
der Nationalsozialisten Vremens
pmMches verkündungsblatt des leichsstattlsaikers in Oldenburg und Vremea
Nr. 190/10. Zalirgang
Sonnabend, 1Z. Juli 1940
5in;elpreis 15 Npf.
4,Z Millionen VM. versenkt
das krgebnis der glänzenden Zusammenarbeit von Kriegsmarine und Luftwaffe seit veginn des Krieges
Neue Siege unserer Kampsflieger
(in lanker, vier Handelsschiffe vernichtet, neun weitere schwer beschädigt — Wieder wurden Hafen und Nüstungsanlagen in kngland erfolgreich bombardiert
Berlin» 12. Juli.
Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
„Kampf- und Sturzkampsverbände der Luftwaffe griffen am 11. Juli Flugplätze, Hafenanlagen und Rüstungswerke in Süd- und Mittelengland sowie Schiffsziele vor der Ost- und Siidküste Englands an. In den Häfen von Plqmouth und Lowestoft wurden die Hafenanlagen durch Bomben getroffen, in Ports- mouth und den Industrieanlagen bei Bnrton-upon- Trent starke Brände durch Bombentresfer hervorgerufen.
Im Kanal gelang es, einen Tanker von 15 666 BRT. sowie vier Handelsschiffe mit insgesamt 15 60V BRT. zu versenken, neun weitere Handelsschiffe durch Volltreffer schwer zu beschädigen. Im Verlaufe dieser Angriffe schössen sowohl unsere Kampf- und Sturzkampfflugzeuge als auch die Jäger und Zerstörer mehrere feindliche Jäger ab.
Die feindlichen Bombenabwürfe in Westdeutschland waren gering und verursachten keinen Schaden. Die Eesamtverluste des Feindes betrugen gestern 13 Flugzeuge, hiervon drei durch Flakartillerie. Sieben eigene Flugzeuge werden vermißt.
Die Erfolge der Kriegsmarine und der Luftwaffe im Handelskrieg haben eine für England fühlbare Höhe erreicht. Bis 8. Juli 1946 wurden versenkt: aj durch Torpedotreffer und Minenersolge unserer U-Boote: 1926 439 BRT.
k) durch Ueberwasserstreitkräfte und andere Seekriegsmittel: 1 382 461 BRT.
ich durch Angrisse der Luftwaffe: 1648 313 BRT.
Damit find insgesamt seit Kriegsbeginn 4 329 213 BRT. feindlichen oder dem Feinde nutzbaren Handels- schisfsraumes vernichtet worden.
Zu dieser Zahl von versenkten Schiffen kommen noch über 366 zumeist durch die Luftwaffe beschädigten schiffe hinzu, die zum Teil so schwer getroffen wurden, daß sie für die Weiterbenutzung ausfallen oder infolge der notwendige» Instandsetzung für Monate nicht ver- wendungsfähig sind."
Die Versenkungsknrve der feindlichen und dem Feinde nutzbaren Handelsschissahrtstonnage geht steil in die Höhe. Wie im Bericht des OKW. bekanntgegeben, ist die wöchentliche Versenkungszisser allein durch beobachtete Torpedotreffer unserer U-Boote aus über 100 006 BRT. gestiegen, ungerechnet die von der britischen Admiralität stets verheimlichten Minenverluste. Die 3-Millionen-Tonnen-Grcnzc ist überschritten. Das Gesamtergebnis des Handelskrieges durch Maßnahmen der Kriegsmarine liegt am 8. Juli mit 3 283 »Oll BRT. um 1 Million BRT. höher als am 30. April, dem Datum der letzten zusammenfassenden Veröffentlichung.
Der Hauptanteil an diesem großen Erfolg entsällt aus die U-Böot-Waffe. Neben unmittelbarem militärischen Einsatz
gegen die britische Flotte-haben unsere U-Boote seit Kriegsbeginn 1 020 000 BRT. Handelsschisfstonnage versenkt. Diese Leistung ist um so hoher einzuschätzen, als unseren U-Booten zunächst nur die heimischen Stützpunkte zur Verfügung standen. Sie mußten aus dem „nassen Dreieck" heraus operieren und verfügten noch nicht über solche Stützpunkte in Flandern und im Mittelmeer, wie sie der deutschen U-Boot-Wasfe im Verlauf des Weltkrieges zur Verfügung standen. Da auch der Seekrieg jetzt im Zeichen einer größeren Aktivität steht als damals, wurden die U-Boote in höherem Maße sür andere militärische Ausgaben herangezogen. Dies war besonders vor und wahrend der deutschen Aktion gegen Dänemark lind Norwegen der Fall. Als im April die Versen- kungszisfer vorübergehend siel, frohlockten die Engländer zu früh darüber, daß die U-Boot-Gesahr überwunden sei. Das Gegenteil ist der Fall. Nach der Beendigung ihrer Aufgaben im Norden, mit denen unsere U-Boote die Gesamtoperatio- nen sicherten, traten sie erneut unmittelbar gegen England an, und die steigenden Erfvlgszisfern sind ein Gradmesser für die Bedeutung der neuen Gesamtzählung, die sich Deutschland durch die Besetzung neuer Küsten im Seekriege gegen England erworben hat.
Rom, 12. Juli.
Der italienische Wehrmachtsbericht vom Freitag hat folgenden Wortlaut: „Das Hauptquartier der Wehrmacht gibt bekannt: Die See- und Luftschlacht vom
8. und 9. Juli ist noch nicht endgültig abgeschlossen. Unsere Seeaufkliirung hat am gestrigen Morgen einen feindlichen Flottenverband, bestehend aus zwei Schlachtschiffen, einem Flugzeugträger und kleineren Einheiten, festgestellt, der auf der Höhe von Malta kreuzte' und später fünf große Frachtdampfer mit Kurs nach Osten begleitete.
Aus Anforderung unserer Marineluftausklärung sind unsere Bomberverbände sofort in rasch aufeinanderfolgenden Wellen gestartet. Während einiger Stunden ist der feindliche Verband verfolgt und der Aktion unserer Fluggeschwader ausgesetzt worden, die unter Mißachtung der außerordentlich heftigen Flakabwehr der feindlichen Schiffe bis auf wenige hundert Meter niedergingen, um das gewählte Ziel besser zu treffen.
Ein Frachtdampfer ist mit Sicherheit versenkt worden. Zwei Zerstörer wurden so schwer getroffen, daß einer von ihnen die Rettungsboote niederlassen mußte. Der Flugzeugträger wurde von einer Bombe schwersten
Die übrigen Handelsschifssverluste in Höhe von 1363 000 BRT. sind durch Operationen unserer Ueberwassevstreitkräs-te und Anwendung anderer Büttel des modernen Seekrieges entstanden. Das ist eine Leistung, die der Feind der „kleinen deutschen Kriegsmarine" niemals zugetraut hätte, und die auch in England bisher in diesem Umfange mit Rücksicht auf die besonders gearteten Verhältnisse des Seekrieges noch nicht bekanntgegeben werden konnte. Unsere Meldungen haben über die Operationen unserer. Panzerschiffe in Uebersee berichtet, die gleich bei Kriegsbeginn aufgenommen wurden. Aber auch die leichten Seeftreitkrüste der Heimat sind neben anderen militärischen Aufgäben von An'ang an im Handelskrieg eingesetzt gewesen. Unsere Zerstörer und Torpedoboote haben in kühnen Fahrten, oft bei stürmischem Winter-wetter, immer wieder den Minentod in das Vorseld der britischen Küsten getragen. Aehnliche Operationen haben sich teilweise bis in den Südatlantik hinein erstreckt. Zahlreiche Handelsschisse sind im Kriegsgebiet um die britischen Inseln Opfer deutscher Minen geworden, und selbst vor Kapstadt traten Handels- schisssverluste durch Minentresser ein.
(Fortsetzung auf Seite 2)
Kalibers getroffen und blieb plötzlich bewegungslos liegen, wobei aus der Höhe deutlich Brände an Bord sichtbar wurden, während andere Schiffe ihm zu Hilfe eilten. Vier Jagdflugzeuge, die von dem feindlichen Flugzeugträger aufgestiegen waren, wurden von unseren Bombern in Flammen abgeschossen. Zwei unserer Flugzeuge sind nicht zurückgekehrt.
In der Schlacht vom 9. Juli habe» die Geschütze unserer Kreuzer fünf feindliche Torpedo-Wasserflugzeuge und drei Bomber abgeschossen, von denen eines noch die Bomben an Bord hatte und beim Aufschlag aufs Wasser explodierte.
In Nordafrika Tätigkeit der Luftwaffe und unserer leichten Kolonnen jenseits der Cqrenaika-Erenze. Tanks- und Panzerwagen wurden zerstört und erbeutet sowie bei Sidi Darrani Baracken und Autos getroffen und in Brand gefetzt. Ferner wurden ein feindliches Flugzeug abgeschossen und einige Gefangene gemacht.
In Ostafrika sind in Englifch-Somaliland die Flugplätze von Berber« und Burac äußerst wirkungsvoll bombardiert worden, desgleichen in Kenia der Flugstützpunkt Wajir, wo zwei englische Jagdflugzeuge im Kamps abgeschossen wurden. Alle unsere Flugzeuge sind zu ihren Stützpunkten zurückgekehrt."
Italienische Vomber packen den sein- erneut
s1ug;eugtröger blieb nach schwerem treffe«? bewegungslos liegen — Zwei Zerstörer schwer getroffen
kin srachidampser versenkt
London bangt Mischen beute und morgen
deutsche Luftangriffe schlagen durch
boe. Kopenhagen, 12. Juli. Obwohl die englische Propaganda die Niederlage der Luft- lämpse über dem Kanal und an der Südküste Englands zu verschleiern sucht, hat der wuchtige Vorstoß der deutschen Luftwaffe einen ungeheuren Eindruck sowohl in den Kreisen der Militärs als auch der Bevölkerung gemacht. Augenzeugen, die an der Küste die Lustkämpse beobachteten, berichten mit Entsetzen, daß der Himmel schwarz von deutschen Maschinen gewesen sei.
In einem Stimmnngsbericht aus London, den sich das Kopenhagener Blatt „Bertingske Lidendc" über Newhork kabeln läßt, heißt es, daß die dauernde Ankündigung der englischen Behörden, der Tag des deutschen Großangrisss stehe unmittelbar bevor, der Bevölkerung erheblich aus die Nerven gegangen sei. Außerdem sichle man sich stark beunruhigt durch den Mangel an Schissstonnage, der bekanntlich schon die Evakuiernngsbehörden zwang, auf die geplante Uebersührung von englischen Kindern nach Kanada und anderen überseeischen Besitzungen zu verzichten.
Die Londoner Presse sührt wieder einmal einen Kamps gegen unbeschreiblichen Wirrwarr in der Organisation. Der „Daily Telegraph" spricht ganz offen von einem Mangel an Organisation und sührt das Beispiel an, daß Ossiziere, denen die Flucht aus Flandern gelungen sei, bisher nicht ihre Löhnung erhalten Hütten. Das Blatt nennt die schäbige Behandlung englischer Soldaten durch die plutokratischen Stellen „bürokratische Finessen".
Der „Daily Mirror" ist sogar dazu übergegangen, eine eigene Spalte anzulegen, in der Beispiele sür das ständige Versagen der Regierung gegeben werden. Aus diesem Grunde ist es lein Wunder, daß in weiten Kreisen die Forderung erhoben wird, der Arbeiterpartei in der Regierung größere Vollmachten zu geben.
Daß die Labour Party augenblicklich sehr aktiv ist, geht aus dem „Daily Herold" hervor, der einen Wechsel in der Leitung der Bank von England ankündigt, und zwar im Verfolg von der Labour Party unternommenen Vorstöße gegen die bisherige Verwaltung des amtlichen Londoner « Bankinstituts. Nachdem Minister Attlcc die Forderung nach Bankcnkontrolle erhoben und weitgehend durchgesetzt hat, will die Labour Party an die Stelle Montag ue Normans
— Herr Wirrwarr diktiert —Mr. Norma Sie Iren machen nicht mit
eine ihr genehme Persönlichkeit bringen. Das Londvner Finanzministeriuin soll, schwedischen Meldungen zufolge, tatsächlich einen Wechsel in der Verwaltung der Bank vorbereiten. Als Nachfolger Normans gilt Lord Catte, der als Vizegonvernenr der Bank von England und jetziger Ratgeber des Finanzministeriums den gleichen Posten innehat, den Norman 1020 als Sprungbrett benutzte.
Montague Norman, der heute 70 Jahre alt ist, war jahrzehntelang eine Art Finanzdiktator in der City. Lord batte, Direktor der Banksirma Morgan, nnd Grensell, der in London Morgans Interessen vertritt, besitzt eine große Anhängerschaft in der City und aus der Rechten. Die Labour Party dagegen äußert Bedenken gegen eine solche Kandidatur und fordert einen jüngeren Mann „mit modernen Ideen".
Sorgen an allen Enden . . .
„England erlebt jetzt surchtbarc Tage, die Drohung lastet unmittelbar und fürchterlich auf dem Lande", meldet der Londoner Korrespondent der „Tribune dc Lausanne", Anderen Berichten aus London zufolge verbraucht ganz England seine Nerven in der Erwartung weiterer deutscher Flugzcuq- angrifse, nachdem verschiedene Blätter geschrieben hatten, die Kämpf« über dem Kanal seien die Einleitung des deutschen Großangrisss.
Zu den Ereignissen, die das „britische Imperium jetzt bis in seine Grundlagen erschüttern", zählt der Londoner .Korrespondent der „Tribune de Lausanne" nicht nur den Zn- sammenbruch Frankreichs, sondern auch die „Legende der 11 n b e s i e g b a r k e i t", die sich um die deutsche Wehr m a ch t gebildet hat.
Das Gefühl der Verlassenheit scheint ganz besonders stark aus England zu lasten: nur so ist es auch begrcijlich, daß man trotz der scharsen Kritik an den fremden Abteilungen in den Emigrantcnlagern in London krampfhaft Ersatz sür die ausgeträumten Politischen Träume aus dem Kontinent sucht. So hatte Unterstaatssekretär Butter, zu dessen Ausgabcnkreis es nun auch zu gehören scheint, nervös gewordene Parlamentarier zu beruhigen, im Unterhaus nach einer Auszählung aller in London versammelten Einigrantcnregicrungen und entthronten Häupter erklärt, ihre Anwesenheit beweise, daß die Sache Englands zugleich auch die des gesamten Konti-
wackett — „kuropa en mimaiure"
ncnts sei. Es handele sich um ein Europa en minislure. Wie bescheiden man doch in London wird: man sieht und denkt bereits in Miniaturmaßen!
Nachdem England unfähig war, den von ihm verführten Polen irgendwelche Hilse zu leisten, will es sich nun den aus Frankreich nach London geflohenen Emigranten gegenüber erkenntlich zeigen und ihnen in London ein „polnisches Haus" zur Verfügung stellen, das zum „polnischen Territorium" erklärt werden soll. An seiner Eröffnung werden, wie „Evening News" meldet, n. a. Lord Halifax und Lord Lloyd teilnehmen. Auch Herrn Benesch, der sich von England aus znr Zeit nach einer gefahrlosen Tätigkeit in den Vereinigten Staaten umsieht, will man mit allen Mitteln in England behalten, wohl damit der „europäische Miniatnrgarten" auf englischem Boden nicht kleiner wird. Unterstaatssekretär Butter hat bereits vor dem Unterhaus angekündigt, daß die Regierung znr Zeit die Frage prüfe, ob man das tschechische „Nationalkomitee" Beneschs nicht als offizielle Regierung anerkennen wvlle, der Entscheid darüber werde alsbald gefällt werden. Bisher war die Anerkennung von Benesch nnd seiner Eligne als „Regierung" vor allein an dem Widerstand der französischen Regierung gescheitert, die London' gegenüber immer wieder erklärt hatte, Frankreich habe mit Benesch zu schlechte Erfahrungen gemacht.
Irland bleibt unzugänglich und neutral
Für die zweifelhaften Existenzen von emigrierten Schein- Regierungen hätte man freilich in London gar zu gern einen Aktivposten wie die Hilft Irlands eingetauscht. Nun müssen auch die sehlgeschlagcnen Verhandlungen zwischen de Valera nnd Lord Halifax von maßgebender britischer Seite zugegeben werden. Der parlamentarische Korrespondent des Reuter-Büros schreibt, das Ergebnis der Verhandlungen bestehe lediglich in einer wiederholten Neutralitätserklärung des irischen Freistaates. De Valeras Haltung schließe jede Möglichkeit einer weiteren Zusammenarbeit aus. Der irische Premierminister habe sich nicht nur iiir eine unbedingte Neutralität, sondern sogar sür die Vereinigung Nord- und Südirlands ausgesprochen. Nie zuvor ist der Gegensatz zwischen London nnd Dublin von offiziöser Seite so deutlich formuliert worden wie in diesem Reutcrbericht.
AM Ka««r
Von
Malter Liietsoll
Wenn die Zeit reif ist, dann schwanken Throne, stürzen Götter und die Sturmstöße neuen Werdens vermögen zu brechen, was Generationen einst töricht für die Ewigkeit geschriebenes Gesetz galt. Dann entscheiden sich Völkerschicksale in Augenblicken, Ordnungen zerbrechen, Ideale verblassen, Recht und Gesetz ruhen allein in den Armen des Starken, den das Schicksal in dieser Zeit berief, aus dem Chaos ein neues Gebilde zu gestalten und dem alleiy ewig gültigen Gesetz des Lebens zu gehorchen.
Fassungslos hat die Welt in den letzten Wochen dieses Jahres 1940 die Ereignisse in Europa verfolgt, die, bevor noch ein endgültiger Abschluß erfolgt ist, den Zusammenbrach alles dessen ankündigen, was einem großen Teil der Menschheit lange die natürliche Ordnung schien, eine Ordnung, die, obwohl ihre Brüchigkeit in den letzten Jahren oft genug zu Tage getreten war, trotzdem sür Wert erachtet wurde, Europa und darüber hinaus die Welt 25 Jahre nach dem blutigsten Krieg der letzten Jahrhunderte erneut in den Strudel eines Völkermordens zu stürzen. Mit unheimlicher Schnelligkeit hat sich herausgestellt, daß dieser von den alten Ordnungsträgern um die Erhaltung ihrer Pfründe angezettelte Krieg die naturnotwendige, geschichtliche Entwicklung nicht nur nicht auszuhalten vermochte, sondern im Gegenteil in einem rasenden Tempo beschleunigte. Aus der Evolution der letzten Jahre, deren Träger die jungen Völker des 20. Jahrhunderts Deutschland und Italien waren, ist eine Revolution geworden, die ganz Europa bereits in ihren Bann gezogen hat. Eine neue Ordnung reift in den Stahlgewittern des Krieges heran.
Wie morsch und hohl die alte Weltordnung in Wahrheit bereits vor Ausbruch des Krieges war, ist durch die unvorstellbare und totale Niederlage Frankreichs mit furchtbarer Klarheit für die ganze Welt sichtbP: geworden. Dieses Frankreich, das bis vor kurzem noch für die stärkste militärische Macht gehalten wurde, ist nicht, wie die Säulenheiligen der jüdisch-demokratischen Weltherrschaft weiß zu machen versuchen, an seiner materiellen Unterlegenheit zu Grunde gegangen, sondern an seiner geistigen und ideellen. In diesen Tagen erlebt die Welt die Groteske von Vichy, wo die einstigen Verteidiger der Demokratie mit leichter Hand die Ideale, für die man angeblich den Krieg begann, über Bord zu werfen versuchen. Mit verzweifelter Gebärde greift die Mannschaft eines untergehenden Schiffes nach einem rettenden Halt, der sie an neue Ufer tragen soll. Deutlicher kann die Sinnlosigkeit dieses von den jüdisch-demokratischen Hetzern vom Zaun gebrochenen Krieges nicht gekennzeichnet werden. Aus der Perspektive einer geschichtlichen Sicht hat es nur eines Anstoßes bedurft, um das stolze Gebäude einer Weltordnung, die sich selbst oft schlechthin als die einzig mögliche und Gott gewallte bezeichnete, in ein Chaos zu verwandeln.
Wichtiger als der innere Zusammenbruch des demokratisch-liberalen Ideals in seinem Ursprungsland, erscheint der damit verbundene Zerfall der internationalen Völkerordnung, die diese Gedankenwelt schuf. Das lebens- und Erößenverhältnis der Völker zueinander hat seinen Sinn — soweit davon überhaupt- gesprochen werden kann — nun ebenfalls verloren. Mit dem Verschwinden der demokratischen Allianz verschiebt sich zunächst äußerlich sichtbar die machtmäßige Größenordnung unseres. Kontinents. Nach dem Ausscheiden Frankreichs aus dem europäischen Krüftespiel ist die Rolle Englands automatisch zu einer insularen Randstellung herabgesunken, bereits bevor eine endgültige militärische Entscheidung gefallen ist. Jeder Versuch von englischer Seite, diese bereits feststehende Tatsache zu negieren, muß von allen Außenstehenden als eine komische Geste empfunden werden, wie die großsprecherische Ankündigung einer Blockade des Kontinents gezeigt hat. Das Schwergewicht
INMMMIttlNIMIIIIMIIMMIMIIMMIIIIIIIIINMIIMMIINMIIIIIIIIIIMNIIMIIIII»
Vnsor LayssspsossL
Die deutsche Kriegsmarine und unsere Luftwaffe vernichteten seit Beginn des Krieges 4,3 Millionen BRT. feindlichen und dem Feinde nutzbaren Handclsschisss- raumes.
Auch gestern versenkten und beschädigten unsere Kampfflieger britische Schisse und griffen mit Erfolg englische Haftn- nnd Nüstungsanlagen und Flugzeuge an. Italienische Vomber brachten erneut einem englischen Flottenverband starke Verluste bei.
Die Furcht Englands vor dem deutschen Generalangriff sührt dort zu immer größerem Wirrwarr.
Lebrnn machte in Frankreich Petain Platz.
Ueber die segensreiche Arbeit der NSV. in Frankreich werden Einzelheiten bekannt.
Deutsche Soldaten berichten über das grauenvolle Martyrium, dem sie in französischer Gefangenschaft unterwarft« wurden.
Der Führer zeichnete verdiente Soldaten mit dem Ritterkreuz aus.
Wegen Abhörens ausländischer Tender mußten erneut schwere Freiheitsstrafen verhängt werden.
Vorgestern nacht richteten feindliche Flugzeuge wieder einmal planlosen Bombenabwurs in Bremens Umgebung uyerheblichen Sachschaden an; ein englischer Bomber wurde im Einstand abgeschossen.
Der Reichsminister des Innern und der Reichssinanz- minister ordneten weitere Verbesserungen der Familienunterhalte an.
Der Gauleiter empfing in Wilhelmshaven Nardik- Kämpser von den Zerstörern des Kommodore Bontc.