Ausgabe 
(12.7.1940) Nr. 189
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vmnei ZüllW

parteiamtliche Tageszeitung

Das Amtsblatt des Negierenden Vurgermelsters der Freien ftanfestadt Vremen

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der Nationalsozialisten Vremens

ymtliches VerkLndungsdlatt des NeichsstaNIialters in Oldenburg und Vremen

7lr. 189/10. Jahrgang

Freitag, 12. Juli 1940

Einzelpreis 15 Npf.

looooa rönnen jede Woche

deutsche U-Vootarbeit lSßt knglands (jandelsschiffsraum zusammenschmelzen

Neue wirksame krsolge unserer tuftwaffe»gegen englische Flugplätze, Nafenanlagen

und Werke der Nüstungsindustrie

Berlin, A. FuN.

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Die schon durch Sondermeldung bekanntgegebenen Erfolge der Luftwaffe gegen britische Eeleitzüge haben j nach abschließenden Feststellungen zur Vernichtung von j einem Kreuzer von 700» Tonnen und vier Handels- ^ H schiffen von insgesamt 21 WO VRT. geführt. Weiter - wurden ein Kreuzer und sieben Handelsschiffe, darunter » 1 ein Tanker, so schwer beschädigt oder in Brand ge- E - warfen, daß mit ihrem Verlust gerechnet werden kann.

^ Ferner erzielten unsere Kampfflieger am gestrigen i - Tage wirksame Erfolge gegen Flugplätze in Siidosteng- >. land, gegen Hafenanlagen an -er Süd- und Südwest- i küste und Werke der Rüstungsindustrie. Besonders im j c Munitionslager bei Pembroke und in den Häfen von " Plqmouth und Swansea wurden heftige Explosionen und große Brände beobachtet. Auch die Tanklager von Pembroke und Portland sind in Brand geraten.

Ein feindlicher Angriff auf den Flugplatz Amiens- Elissy durch sieben britische Bomber endete mit dem Abschuß aller sieben Flugzeuge, wie auch bereits dutch Sondermeldung bekanntgegeben wurde. Ferner kam es anläßlich eines Angriffs auf einen Geleitzug im Kanal zu einem Luftkampf, bei dem zehn feindliche Jäger ab­geschossen wurden.

In der Nacht zum 11. Juli unterbliebe« feindliche Einfliige in das Reichsgebiet.

Insgesamt wurden in den Luftkämpfen des gestrigen Tages 35 feindliche Flugzeuge und ein Sperrballon abgeschossen. Sieben eigene Flugzeuge werden vermißt.

Im Handelskrieg gegen England steigern sich infolge der günstigen Ausgangsbasis unserer U-Boote die Er­folge. So wurden allein in den letzten sechs Wochen - bis zum 8. Juli 8VSVVV BRT. feindlichen Handels- schifssraums versenkt. Damit ist die durchschnittliche Versenkungsziffer durch U-Boote aus wöchentlich über 16» WO BRT. gestiegen.«

Trotz aller großmäuligen Erklärungen Ver Londoner Pluto- kraten spürt das Jnselreich jetzt vor^ Woche zu Woche mehr den Krieg, den es gewollt hat. so einfach, wie es sich Churchill gedacht hatte, war die Rechnung nicht. Mit' einem Vergleich von Großkampfschifsen war es nicht getan. Zwei­fellos konnte die deutsche Marine in den wenigen Ausbau­jahren England an schweren Einheiten auch nicht annähernd den Rang ablaufen, und nach altem Rezept glaubte man an ! der Theuns mitleidig über die deutsche Marine spotten zu können. Dieses Lächeln wird auch Churchill langsam ver­gangen sein. Deutschlands Wersten sind nicht müßig gewesen. Nach den gewaltigen Ersolgen unserer gesamten Streitkräste zieht sich nunmehr in einem weiten Halbkreis von der spani­schen Grenze bis zum Polarmeer ein Kranz von U-Bootstütz- punkten um England herum, so daß die Insel heute nur noch mit einer belagerten Festung verglichen werden kann. Ueber 600 000 BRT. versenkten unsere U-Boote im Verlaus von nur sechs Wochen. Ueber 100 000 BRT. sanken also, durch deutsche Torpedos getroffen, in jeder Woche aus den Meeresgrund. Das sind Erfolge, die Albion bitter spürt. Darüber hinäus liegen Deutschlands Schnellbootflottillen am Kanal, stets bereit zu wagemutigem Vorstoß und mancher britische Dampfer mußte bei ihren Aktionen in die Tiefe gehen. Weitere ansehnliche Opfer bereiteten Deutschlands Bombengeschwader den briti­schen Geleitzügen. Rings um England lauert heute der Tod.

^ England glaubte über Deutschland lachen zu können. Heute ist ihm unter dem Krachen der deutschen Fliegerbomben und den dumpsen Detonationen der Torpedos än den Planken seiner Schisse diese Siegesgewißheit längst geschwunden.

Die mit dem Aufleben der Gefechtstätigkeit im Mittrlmeer zusammenfallenden gewaltigen deutschen Erfolge in der Nord­see und im Aermelkanal werden auch in Italien freudig be­grüßt. Der von der Londoner Propaganda gezüchtete Mythos der englischen Luftwaffe ist nach einstimmigem Urteil aller italienischen Fachleute durch die letzten deutschen Aktionen gründlich und für immer vernichtet worden.Dem Löwen sind die Flügel gestutzt worden", schreibtTribuna".Das ist die Sprache, die auch die harthörigen Engländer verstehen", bemerkt ein Sonderberichterstatter desGiornale d'Jtalia" an der Aermelkanalfvont.

Der. Berliner Korrespondent desCorriere della Sera" schreibt ergänzend, wer in den letzten Tagen glaubte, sich in Mutmaßungen über die Pläne der Achse ergehen zu müssen,

habe eine ausgezeichnete Gelegenheit zum Stillschweigen ver­säumt, Es sei völlig überflüssig, ob der Angriff aus England mit Truppenlandungen oder zur See und in der Lust ein­setzen werde. Eines aber lasse sich mit aller Sicherheit sagen: Hitler und Mussolini wissen, was sie machen. Der Haupt­feind ist und bleibt England. Gegen ihn führen Deutschland und Italien den totalen Krieg. Die Achsenmächte haben das Gewicht des Hammers, den sie auf England nicdersausen las­sen werden, bis auf das Gramm vorausberechnet. Wenn Deutschland gegen die Maginot-Linie und die feindlichen Pan­zer durchgebrochen ist und Kricgsmittel eingesetzt hat, die den höchsten Widerstandskoessizient noch übersteigen, so kann man gewiß sein, daß der Angriff aus England mit operativen Plänen und Mitteln ausgetragen wird, denen die Bewaffnung und die Technik des Gegners nicht gewachsen sind.

wuchtige italienische waffenfchlöge

Schlachtschiff -ffood" schwer beschädigt Zwei Volltreffer aus Flugzeugträger und aus ein weiteres englisches Schlachtschiff Malta erneut heftig bombardiert

Rom, 11. Juli.

Der italienische Wehrmachtsbericht vom Donnerstag hat folgenden Wortlaut:

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Aus weiteren Feststellungen ergibt sich ohne jeden Zweifel, daß während der Operationen am S. d. M. im Raume der Balearen Einheiten unserer Luftwaffe das große englische Schlachtschiff ..Hood« (4210» BRT.) schwer beschädigt und in Brand gesetzt haben.

Der FlugzeugträgerAre Roqal« hat ebenfalls zwei Volltreffer^ schweren Kalibers auf der Brücke er­halten» wie sich das aus den photographischen Aufnah­men dokumentarisch ergibt.

Bei dem Seegefecht im Ionischen Meer hat ein wei­teres englisches Schlachtschiff zwei Volltreffer mit Bom­ben schweren Kalibers erhalten. Weitere Nachforschun­gen sind im Gange, um über die vom Gegner bei diesem Luftangriff wie auch bei den vorhergegangenen An­griffen südlich von Kreta erlittenen Schäden genauere Einzelheiten festzustellen.

Am gestrigen Morgen und am späten Nachmittag ist der Seeflottenstützpunkt von Malta von neuem heftig mit Bomben belegt wurden. Im Arsenal wie auch auf den im Hafen liegenden Schissen wurden Brände und Explosionen beobachtet.

Drei feindliche Jagdflugzeuge sind von unseren Bom­bern abgeschossen worden. Zwei italienische Flugzeuge sind nicht zurückgekehrt.«

lagesdefehl an Italiens Luftwaffe

Rom, 11. Juli.

Der Generalstabschef der italienischen Luftwasse, General Pricolo, hat aus Anlaß der so überaus erfolgreichen Aktionen gegen Geschwader der englischen Mittelmeerslotte folgenden Tagesbefehl erlgssen:

Die Tage des 8. und 9. Juli sind durch eine glänzende Tätigkeit unserer Luftwaffe charakterisiert worden, einer Tätigkeit, die im Verlaufe dieses Krieges denkwürdig bleiben wird, weil sie zum erstenmal für uns ein klassisches Beispiel des Masseneinsatzes von- Lusteinheiten gegen Seeinheiten bil­det mit Ergebnissen, die in jeder Hinsicht wirkungsvoll und entscheidend waren und insgesamt die glänzende Wirksam­

keit bestätigten, die durch die Vorbereitung, die zielbewußte Ausbildung und den steten Enthusiasmus unserer Besatzun­gen erwartet werden konnte.

In diesen Tagen befanden sich zwei starke feindliche Flot- tengeschwader von den entgegengesetzten und äußersten Stütz­punkten des Mittelmeeres aus arch der Fahrt nach der Halb­insel mit sicherlich wohldesinierten und für uns äußerst ge­fährlichen Absichten.

Die Luftwaffe hat die beiden Geschwader kurz nach ihrem Auslaufen gesichtet und sie unter steter Kontrolle gehalten, sowie ihnen keinen Augenblick Ruhe gelassen und sie in ver­stärktem Rhythmus und unaufhörlich in wirksamster Weise mit Bomben belegt. 300 Flugzeuge von den entferntesten Stützpunkten des Aegäischen Meeres, von Libyen, von Apulien, Albanien, Sizilien und Sardinien haben in aufeinanderfolgen­den starken Wellen die feindlichen Geschwader erreicht und sie trotz lebhaftester Luftabwehr wiederholt mit Bomben schwersten Kalibers getroffen und dabei die Formationen auseinander- gerissen und sie zu stetem Kurswechsel gezwungen.

Unsere Bomberstaffeln haben Stunde um Stunde in einer Zone nach der anderen unseres MeereS glanzvolle Aktionen durchgeführt und so in enger Zusammenarbeit mit unserer ruhmreichen Marine die Absichten der seindlichen Geschwader zerstört, die unsere Gewässer verlassen mußten, ohne auch nur eines der gesteckten Ziele erreicht zu haben.

Aus sicherer neutraler Quelle und aus photographischen Dokumenten werden die schweren Beschädigungen bestätigt, die unsere Lustwaffe den englischen Schissen bei ihrer Bom­bardierung südlich von Kreta und beim Angriff in der Nähe der Balearen zufügte. Unsere Flugzeuge haben den Flug­zeugträgerAre Rohal" mit zwei Bomben schweren Kalibers getroffen und auf derHood", dem größten feindlichen Schlachtschiff, einen großen Brand ausgelöst.

Die Haltung der Besatzungen unserer Flugzeuge ist vor­bildlich, ebenso die Organisation und die Durchführung des ganzen Manövers. Dies alles beweist auch klar die Tat­sache, daß bei einer so vielseitigen und unter restlosem Ein­satz durchgeführten Aktion nur drei unserer Flugzeuge ver­lorengingen, wenn auch die zurückgekehrten zum großen Teil wiederholt getroffen wurden und zahlreiche Verwundete zu verzeichnen hatten.

Ich bin stolz, so schließt der Generalstabsches der Luftwaffe seinen Tagesbefehl, unter meinem Befehl so. ruhmreiche Kommandanten und Besatzungen zu haben, denen ich heute voll Stolz meine restlose Anerkennung ausspreche und ihnen versichere, daß die Ration unbedingt aus ihre Kiimpser in der Lust zählen kann."

London in fingst- und tügennebel

Fälschung militärischer Sachverlialte Ne Labourkrise «vegenpropaganda" und Knute

Berlin. 11. Juli.

Der erfolgreiche Angriff deutscher Kampsflugzeug« auf einen stark gesicherten Geleitzug im Kanal könnte von den britischen Behörden nicht verschwiegen werden, weil offenbar zu viel Beteiligte unmittelbar Zeugen des Unternehmens waren. So entschloß man sich in London, gleich in zweiVerlautbarun­gen" zu der deutschen Aktion Stellung zu nehmen. Man be­ging dabei allerdings dke Unvorsichtigkeit,'die Aeußerungen vorher nicht auseinander abzustimmen. So besagt beispiels­weise eine amtliche Verlautbarung des britischen Lustsahrt- ministeriums, daß nach den bisher dorliogenden Berichten ins­gesamt elf deutsche Flugzeue bei einem Angriff auf einen Ge- leitzug abgeschossen worden seien, während der Unterstaats- sekretär im Kriegsministerium glaubt sagen zu können, daß außer 14 feindlichen Flugzeugen, die gestern abgeschlossen wor­den seien, noch 23 weitere so schwere Beschädigungen erhal­ten hätten, daß sie wahrscheinlich ihre Stützpunkte nicht mehr hätten erreichen können.

Die Unstimmigkeit zwischen diesen beiden amtlichen briti­schen Regievungsäußerungen liegt klar zutage. Wir halten uns infolgedessen auch lisber an die authentischen Angaben des Oberkommandos der Wehrmacht, das gestern in einer Sondermeldung feststellte, daß vier deutsche Flugzeuge von dem Angriff nicht zurückgekehrt 'sind, während zehn feindliche Jäger in den Luftgefechten über dem Kanäl abgeschossen wer­den konnten. Das britische Luftfahrtministerium behauptet übrigens, daß nur Zwei englische Jagdflugzeuge abgeschossen worden seien, eine Angäbe, die ebenso unrichtig ist wie die oben erwähnten Mitteilungen. Die beiden britischen Ber- i - vffcntlichungen zeichnen sich weiter noch dadurch aus, daß

die-Erfolge der deutschen Angriffe sorgfältig verschwiegen wer­den. Der Untevstäatssekretär im englischen Kviegsministerium sagt lediglich, däß der deutsche Angriff auf den Convoh ver­geblich gewesen sei, während um so wortreicher die angeb­lichen deutschen Verluste herausgestellt werden.

Das ist ein allmählich schon abgegrisfenes Mittel, das die Engländer immer dann anwenden, wenn es gilt. die Auf­merksamkeit der eigenen Oefsentlichkeit von einer britischen Schlappe abzulenken.

Ebenso tolle Windbeuteleien in der Wiedergabe militärischer Tatbestände leistet sich die englische Presse nach wie vor in der berüchtigten Oran-Assäre. So saugt sichDaily Mail" die unglaublichsten Schwindelmeldungen aus den schmutzigen Fingern, um die ungualisizierbaren Angrisfe aus die demobilisierten Kriegsschiffe in Oran und anderen Häfen zu rechtfertigen.

Danach habe sich im vergangenen Winter ein deutsches U- Boot zwei Tage lang in der Nähe des französischen Schlacht­schiffesDunkerque" befunden. Der Kommandant habe von Berlin den Auftrag gehabt, nicht zu schießen. Der Grund dafür sei der gewesen, daß der Führer damals bereits überzeugt davon war, daß er Frankreich schlagen würde und ihm die französische Flotte gehören würde. (!)

Wir wissen nicht, ob die Leserschast derDaily Mail" ein­fältig genug ist, solch ein Märchen zu glauben. Wahr an dieser Geschichte ist allerdings, daß der Führer ganz be­stimmt bereits im Winter von dem deutschen Siege über Frankreich und nicht nur über Frankreich! überzeugt war. Ein deutscher U-Boot-Kommandant aber, der sich zwei Tage in der Nähe eines feindlichen Kriegsschiffes aufgehalten

hätte, ohne den vernichtenden Torpedo anzubringen, wäre selbstverständlich als ungeeignet sofort von seinem Posten ent­fernt worden!

Kabinettsorgen, Geldnot und Massenangst

Ein bedenkliches Symptom für die angeblicheSattelfestig­keit" der sogen. Union-Regierung, in der bekanntlich auch dieArbeiter-Vertreter" bisher hemmungslos im Fahrwasser WC s segelten, ist die Tatsache, daß die Labour Party das unlängst eingebrachte Steuereintreibungsgesetz abgelehnt hat.

'Wie aus Stockholm gemeldet wird, hat der Nationalrat als oberste Instanz der Arbeiterpartei sich einmütig gegen die geplanten Erhöhungen der Warenumsatz st euer ausgesprochen, da diese eine einseitige Belastung der werk­tätigen Bevölkerung und der armen Bevölkerungsschichten im besonderen bedeuten. Plötzlich schlägt den Bonzen der Labour Party das in der letzten Zeit arg versandete soziale Ge­wissen, indem sie fordern, daß zunächst die Reichen und die Kriegsgewinnler bluten sollen. Da nun Churchills Kabinett ohne die Labours einer tödlichen Krise ausgesetzt wäre denn die Weigerung des Nationalrates müßte zum Austritt aus der Regierung Churchill führen wird WC. mit allen Mit­teln eine Vergleichslösung herbeiführen müssen, um diese, seine wackeligen Freunde, nicht zu verlieren. Die Umsatz­steuer, die vermutlich eine völlige Kaufsperre für alle Luxusartikel nach sich ziehen wird, und Zwangskontri­butionen am Nationalvermögen werden das letzte . Mittel sein, um den Krieg noch weiter zu finanzieren.

(Fortsetzung auf Seite 2)

>»«

Konstruktion statt Destruktion

ist. Berlin, 11. Juli.

Die Ausschaltung Englands aus den Angelegen­heiten Europas, die schon jetzt in weit umfassenderem Maße als je zuvor Tatsache geworden ist, gibt den Weg frei zu einem weiträumigen Planen auf dem Festland. Damit beginnt ein Ablösungsprozeß, in dessen Verlauf viele Reibungsflächen für immer ihren gefährlichen Charakter einbüßen werden, die erst die ständige bri­tische Intervention in allen Bezirken zwischenstaatlicher Verhältnisse geschaffen hatte. Diese Aktivität der engli­schen Einflüsse, die in der Tätigkeit desBritish Council" und entsprechender wirtschaftlicher Aemter ihren Ausdruck fand, war es, die den natürlichen Gegensätzlichkeiten ihre spezielle Funktion im Spiel der brtischen Festlandpolitik zumaß, Zweck und Sinn dieser Politik war vor allem im europäischen Südosten die Verhinderung einer politischen Befriedung un­wirtschaftlichen Gesundung, aus der auf Grund natür­licher Raumgesetze Deutschland hätte Nutzen ziehen können.

Die britische Südostpolitjlk hatte in allen ihren Er­scheinungsformen destruktiven Charakter, wie er ja in erster Linie in den Grenzziehungen der Pariser Vorort­verträge seinen Niederschlag fand, wo die Offenhaltung alter Wunden und die Schaffung neuer Fieberherde geradezu zum Prinzip erhoben würde.

Mit den Ereignissen der jüngsten Entwicklung ist das englische System zusammengebrochen, wenn auch die Brückenpfeiler in einem Strom noch Grenzen und Zu­stände geblieben sind. Ueberbleibsel, die niemand mehr als etwas anderes empfindet.

.. Noch ehe die letzte Schlacht dieses Krieges geschlagen ist, werden schon die ersten Pfeiler eines neuen Europas in die Erde getrieben. Die Ordnungsmächte beginnen noch in Waffen das planende Werk ihres geschicht­lichen Auftrages. In diesem Sinne ist auch die Mün­chener Zusammenkunft zu verstehen, in der die Staats­männer des Reiches und Italiens die Vertreter Ungarns trafen. Wie die vorangegangenen deutsch- italienischen Gespräche am Brenner, in München und Berlin sind auch diese Tage Ausdruck einer deutsch­italienischen Solidarität gewesen, die auf dem Gebiete aktiven Kampfes ebenso bewährt ist, wie in Fragen wirtschaftlicher Zusammenarbeit. Wenn die Mächte der Achse mit den Staatsmännern Ungarns Fühlung nah­men, so fand darin die alte Freundschaft ihren Aus­druck, ^die die Politik des nichtkriegführenden ungari­schen Staates an die Seite der im Stahlpakt vereinten Nationen geführt hat.

Ein wesentlicher Grundgedanke dieser Zusammen­arbeit war und ist der gemeinsame Wille, dem Südost­raum kriegerische Verwicklungen zu ersparen und des­halb die zahlreichen Sprengladungen unschädlich zu machen, die im Zuge der Kriegsausweitungspolitik des Westens auf dem Balkan in überreicher Zahl gelegt waren. Die erfolgreiche Abwehr dieser Bemühungen, von deren weitgreifendem Charakter die jüngst ver­öffentlichten Aufzeichnungen des Generals Weygand ein plastisches Bild gaben, ist zugleich der Grundstein zu einer neuen Stabilität des Friedens in diesem Wetter- wiirkel der europäischen Politik. Die Versuchung, mit den imaginären 100 Divisionen des Balkyns Politik zu machen, Garantien als Schleusen kriegstreiberischer Infiltrationen auszuteilen, oder durch Kapitalbeteili­gung an den aus" den Naturschätzen des Balkans auf­gebauten Industrien lebenswichtige Verbindungen der raumnahen Großmächte zu kontrollieren, wird für nie­manden mehr bestehen, auch wenn auf der Insel der ewigen Illusionen noch gestern Herr Butler hörbar von Komplikationen träumte, diesich auf der europäischen szene ereignen und die Aufmerksamkeit des Feindes von uns ablenken könnten".

Während es die Traditiost der britischen und fran­zösischen Politik seit den Entstehungstagen selbständiger Balkanvölker war, in destruktiven Sinne. Volk gegen Volk, Stamm gegen Stamm auszuspielen, setzen die Träger der neuen Ordnung an die Stelle der negativen Destruktion den konstruktiven Aufbauwillen, der die natürlichen Kräfte eines gemeinsamen Lebensraumes sinnvoll gestaltet und verwaltet. In diesem Sinne heißt es nicht mehr als ein geschichtliches und aus den geo- politischen Gegebenheiten des südöstlichen Raumes resultierendes Gesetz erfüllen, wenn Deutschland, Italien und Ungarn daran arbeiten, ein dauerhaftes und gutes Verhältnis aller Südoststaaten zu schaffen und seine Stabilität zu gewährleisten.

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Die deutsche Luftwaffe setzte ihr- Angrisfe gegen wichtige militärische Ziele der englischenInsel" fort.

In den letzten sechs Wochen versenkten Deutschlands U-Boote über 000 000 BRT. feindlichen Schiffsraumes.

Der italienische Wehrmachtsbcricht meldet die Beschädi­gung zweier britischer Kriegsschiffe sowie eines Flugzeug­trägers; Malta wurde erneut bombardiert.

Lügen und Falschmeldungen sollen Englands Bevölkerung über die Wirksamkeit der deutschen Aktionen täuschen.

In Vichh erhielt Marschall Petain die Vollmachten der geforderten Verfassungsänderung.

Wiederum war eine erfolgreich von Feindfahrt zurück­gekehrte U-Bovt-Kameradschast im Blockhaus Ahlhorn beim Gauleiter zu Gast.

Im Rahmen der Lazarettbetreuung der NSKOV. ver­anstalteteKdF." drei große Varitöabcnde in den Bre­mer Reservelazarettcn.

Im Lager Osterhosz-Scharmbeck tagten die Lagerführe- rinnen der Gruppen Vremen und Lüncburg des RAT. für die weibliche Jugend.