Ausgabe 
(11.7.1940) Nr. 188
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parteiamtliche Tageszeitung

Das Amtsblatt des Negierenden Bürgermeisters der Zreien kansestadt vremen

der Nationalsozialisten Bremens

pmlliches Verkündungsblatt des NeichsstatthnUers in0idenimrg und Vremen

Nr. 1S8 / 10. Jahrgang

Vonnerstag, 11. Juli 1940

kinzelpreis 15 Npf.

Zwei englische stngriffsstaffeln restlos vernichtet / 45 Flugzeuge abgeschossen Zwei Kreuzer und 21 Handelsschiffe versenkt oder beschädigt / Stünde und krploflon auf Flugplätzen und Nüstungswerken / U-Boot meldet Z51S7 BIN.

Berlin, 19. Füll.

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

.Unsere schon bei der Niederwerfung Frankreichs er­wiesene Ueberlegenheit zur Luft macht sich nunmehr auch gegenüber England immer stärker geltend. Be­kanntlich erhöhte sich die gestern durch Löndermeldung mitgeteilte Zahl von zwölf Abschüssen bei Stavanger während des Tages nach weiteren Lustkämpfen auf 28 Abschüsse. Nach bisher vorliegenden Meldungen wurden heute erneut alle Flugzeuge einer angreifenden englischen Kampsstaffel abgeschossen. Unsere Flak­artillerie zwang die sieben Britenbomber vor Er­reichung ihres Angriffszieles, des Flugplatzes Amiens- Glissy, abzudrehen und ihre Bomben ungezielt und vor­zeitig abzuwerfen. Militärischer Schaden wurde infolge­dessen nicht angerichtet. Nach Einstellung des Flak- feuers griffen unsere Jäger an und schössen sämtliche Feindbomber auf dem Rückflug der Reihe nach ab. Eigene Verluste traten nicht ein.

In der Straße von Dover griffen unsere Kampfflug­zeuge heute nachmittag einen stark gesicherten britischen Eeleitzug an und versenkten durch Bombentreffer einen Kreuzer sowie vier Handelsschiffe mit insgesamt 21 999 BRT. Weiterhin erhielten ein Kreuzer und drei Handelsschiffe mit insgesamt 19 999 BRT. schwere Treffer» so daß sie teilweise mit starker Schlagseite und brennend liegen blieben. Die den Eeleitzug sichernden feindlichen Jäger wurden in Luftkämpfe verwickelt und hierbei zehn von ihnen abgeschossen. Vier eigene Flug­zeuge kehrten nicht zurück."

der gestrige westrmachtsbericht

Berlin, 19. Juli.

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Ein U-Boot meldet die Versenkung von 35187 BRT. feindlichen Handelsschifssraumes.

Durch: Luftangriffe gegen England wurden vor der Ost- und Südkiiste ein Vorpostenboot sowie drei Han­delsschiffe mit einer Eesamttonnage von 2K 999 BRT. versenkt, zehn weitere Handelsschiffe schwer beschädigt und teilweise in Brand gesetzt. Treffer in Tanklagern der Flugplätze von Pembrock und in Jpswich sowie in den Rüstungswerken von Norwich, Leeds, Tilbury und Swansea verursachten Brände und Explosionen. Ueber dem Kanal kam es mehrfach zu Luftkämpsen zwischen deutschen und britischen Jägern» bei denen der Gegner starke Verluste erlitt.

Wie bereits durch Sondermeldung bekanntgegeben wurde, versuchten 12 britische Bombenflugzeuge des Musters Vristol-Blenheim den Flugplatz Stavanger- Sola anzufliegen. Sämtliche angreifenden britischen Flugzeuge wurden vor Erfüllung ihres Auftrages ab­geschossen. Verluste an deutschen Flugzeugen sind hier­bei nicht eingetreten.

In der letzten Nacht griffen feindliche Flugzeuge wie­derum in Holland, Nord- und Westdeutschland nicht- militärische Ziele an, ohne wesentlichen Schaden anzu­richten.

Die Eesamtverluste des Gegners betrugen gestern 29 Flugzeuge, darunter ein Sunderland-Flngboot. 28 Flugzeuge sind im Luftkampf, ein Flugzeug durch Flak abgeschossen. Drei eigene Flugzeuge werden vermißt.

Beutsch-italienisch-ungarischeBesprechungen

Sie ungarischen SkoalsmSnner und stußenminister öras tiano beim sichrer

München, 19. Juli.

Der Führer empfing am Mittwochvormittag in Gegenwart des Reichsministers des Auswär­tigen von Ribbentrop und in Anwesenheit des seit Sonntag, 7. Juli, auf Einladung der Reichs­regierung in Deutschland weilenden königlich-italienischen Außenministers Graf Ciano im Führer- bau am Königlichen Platz den auf Einladung der Reichsregierung in München eingetroffenen königlich-ungarischen Ministerpräsidenten Graf Teleki und den königlich-ungarischen Außenminister Graf Csaky. Die Aussprache fand im Geiste der traditionellen freundschaftlichen Beziehungen zwi­schen den drei Staaten statt.

Der italienische Außenminister war am Mittvormittag von seiner Reise in die ehemaligen Kampsgebiete im Westen zurück­gekehrt und um S.Vll Uhr aus dem Hauptbahnhof in München eingetroffen. Der Reichsminister des Auswärtigen von Ribben­trop hatte den italienischen Außenminister aus dem Bahnhof begrüßt und ihn ins Hotel Continental geleitet, wo Graf Ciano und die Herren seiner Begleitung während ihres Mün­chener Aufenthaltes wohnen.

Zur Begrüßung des italienischen Außenministers Graf Ciano hatten sich aus dem Münchener Hauptbahnhos einge­sunken: Reichsstatthalter Ritter von Epp, Ministerpräsident Siebert, Gauleiter Wagner, Oberbürgermeister Fiehler und weitere Vertreter des' Staates, der Partei, der Wehrmacht und der Stadt München, von italienischer Seite Gesandter Pittalis, Dr, Stanzani, Leiter des Münchener Jascio.

Zur Begrüßung des ebenfalls am Mittwoch auf Einladung der Reichsregiernng in München eingetroffenen königlich-unga­rischen Ministerpräsident Graf Teleki und des königlich-ungari­schen Minister des Aeußeren Graf Csakh, war der Reichs­minister des Auswärtigen von Ribbentrop aus dem Bahn­hof erschienen. Er geleitete den ungarischen Ministerpräsidenten

ins Hotel Regina, wo die ungarischen Gäste Wohnung ge­nommen haben.

In Begleitung des ungarischen Ministerpräsidenten befinden sich neben dem ungarischen Außenminister Gesandter von Nickl, Gesandter Jeno von Ghyczy, der Kabinettsches Tibor von Bharteldy, der Pressechef des ungarischen Außenministers Lcgationsrat Ullein Revitzky und weitere Mitarbeiter des Ministerpräsidenten und des Außenministers.

Der königlich-ungarische Gesandte in Berlin Sztojah war zur Begrüßung aus dem Bahnhof erschienen. Von deutscher Seite waren anwesend Reichsstatthalter Ritter von Epp, Mi­nisterpräsident Siebert, Gauleiter Wagner, Oberbürgermeister Fiehler, General der Flieger Zenetti, Generalleutnant von Ginckel, Stellvertreter des Kommandierenden Generals Stadt­kommandanten von Kieffer, Polizeipräsident tt-Obergruppen- sührer von Eberstein, SA.-Gruppenführer Helfer, Standort­ältester der SA., NSKK.-Obergruppensührer von Städtler, Standortältester deS NSKK., von italienischer Seite Gesandter Pittalis, königlich-italienischer Generalkonsul, Vizekonsul Al- vers und Dr. Stanzani, Leiter des Münchener Fascio.

(Ueber Graf Cianos Besuch der Westfront siehe im Innern des Blattes.)

In der Nacht vom 8. zum 9. Juli wurde, wie nach­träglich bekannt wird, ein britisches Flugzeug durch Nachtjäger über der Deutschen Bucht abgeschossen."

Die deutsche Luftwaffe und Luftabwehr kann wieder auf eine Reihe stolzer Erfolge blicken. An zwei Tagen hinterein­ander und an zwei verschiedenen Plätzen hat die britische Luftwaffe wieder einmal erfahren, daß Angriffe aus von der deutschen Luftwaffe geschützte Objekte gefährliche Experi­mente sind. Gleichzeitig hat die englische Flotte im Kanal die Kampfkraft unserer Flieger empfindlich zu spüren bekommen. In Stavanger und Amiens sind die angreifenden englischen Kampfstasfeln so vollkommen vernichtet worden, daß kein einziges Flugzeug mehr in den heimatlichen Flughafen zu­rückkehrte. Die absolute Ueberlegenheit der deutschen Luft­waffe, die sich in den Schlachten Frankreichs erwies, tritt damit erneut im Kampfe gegen britische Flieger und Kriegs­schiffe zutage.

Wir erinnern uns bei den Sondermeldungen von Stavan­ger und Amiens an die britische Katastrophe von Wilhelms­haven, wo vor einigen Monaten 36 feindliche Bomber von einem einzigen deutschen Kampfgeschwader vernichtet und der Versuch eines Angriffs aus Wilhelmshaven im Keime erstickt wurde. Die Lehre von Wilhelmshaven ist jetzt durch die erfolgreiche Abwehr der britischen Angriffe aus die Flug­plätze von Stavanger und Amiens erneut bestätigt worden. Sie lautet, daß jedesmal dann, wenn der Engländer den

Versuch wagt, im offenen Angriff seine Ziele anzufliegen, dieser Angriff an der deutschen Abwehr zerbrechen muß. Die britischen Erfolge" beschränken sich daher nur aus Angriffe gegen eine wehrlose Zivilbevölkerung. Bei Nacht uid Nebel einige ganzkühne" auch bei Tage hinter schützenden Wol­kenwänden schleichen sich diese englischenLusthelden" über deutsches Land, um ihre Bvmben da fallen zu lassen, wo dir Abwehr am schwächsten ist, d. h. wo sie keine mili­tärischen Ziele treffen können, sondern nur sinnlose Zer­störungen am deutschen Zivileigentum anrichten und das Leben von Frauen und Kindern bedrohen.

Als nicht minder gefährliche Experimente erweisen sich auch die britischen Geleitzüge, die versuchen, durch den Ka­nal englische Häfen zu erreichen. Die Erfolge unserer U-Boote in den letzten Tagen hoben davon beredtes Zeugnis abgelegt. Der so großartig gelungene Angriff deutscher Kampfflieger aus einen britischen Geleitzug in der Straße von Dover zeigt aber wieder einmal mit ganzer Deutlichkeit, welche Möglichkeiten sich der deutschen Luftwaffe bieten, wenn sie erst zupackt. Ein Kreuzer, vier Handelsschiffe sind versenkt, ein weiterer Kreuzer und drei Handelsschiffe brennen. Das ist die knappe Ergebnismeldung unserer Kampfflieger bei Dover. Die englische Luftabwehr ist vollkommen gescheitert. Von den angreifenden feindlichen Jägern, die den Geleitzug schützen wollten, wurden allein Iv von unseren Fliegern ab­geschossen. Auch wieder ein Beweis der gewaltigen Ueber­legenheit Deutschlands in der Luft.

Italienisch-englische Seeschlacht

erfolgreiche flktionen gegen englische flottenoerbiinde im Mittelmeer Schwere Bombentreffer auf britischen Kriegsschiffen

kin Schlachtschiff wakrfcheinlich versenkt

Rom, 19. Juli.

Der italienische Wehrmachtsbericht vom Mittwoch hat folgenden Wortlaut:

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Die Luftaufklärung hatte am 8. Juli angezeigt, daß englische Seestreitkräfte in drei Gruppen, bestehend u. a. aus einigen Schlachtschiffen und Flugzeugträgern, sich zwischen der Insel Kreta und der nordafrikanischen Küste in Fahrt «ach Westen befanden. Eine weitere Bestäti­gung wurde kurz darauf von einem unserer U-Boote ge­geben, das einen feindlichen Zerstörer torpediert und versenkt hat.

Unsere Luftwaffe stieg sofort von ihren Stützpunkten aus und unternahm während des ganzen Tages uner­müdlich auf den feindlichen Verband wiederholte und recht wirksame Bombenangriffe. Einige Schisse wurden getroffen und erlitten unter deutlich zu beobachtenden Bränden an Bord ernsthaften Schaden. Es wird ange­nommen, daß ein Schiff wahrscheinlich ein Schlacht­schiff versenkt worden ist. Alle unsere Flugzeuge sind bis aus ein einziges zurückgekehrt, das auf griechischem Boden mit unverletzter Besatzung landen mußte.

Der englische Flottenverband hat trotz seiner ver­ringerten Stärke die Fahrt fortgesetzt und machte den Eindruck, daß er einen Angriff im mittleren Mittel­meer beabsichtige, um eines unserer wichtigen Küsten- zentren von See aus und zur Luft anzugreifen. Infolge­

dessen ist ein starker Verband unserer Flotte in See gegangen, um Liesen Versuch zu verhindern.

Am späten Nachmittag des 9. Juli gelang es unserer Flotte, trotz ungünstiger Sichtverhältnisse, die die Luft­aufklärung erschwerten» mit dem Feind im dänischen Meer in Fühlung zu treten, während bedeutende Luft­streitkräfte ihre Aktion unterstützten.

Nach einem kurzen scharfen Feuergefecht hat der Feind auf seine Absichten verzichtet und sich nach Süd- osten entfernt. Eine einzige italienische Flotteneinheit ist getroffen worden. Der Schaden wird in wenigen Tagen behoben sein. Bei dem Kamps sind 29 Mann der Besatzung getötet und 69 verwundet worden.

Die Luftwaffe hat trotz stärkster Flakabwehr den Feind bis in die späten Abendstunden verfolgt, ohne ihn zur Ruh« kommen zu lassen. Einige seiner Schisssein- heiten sind wiederholt mit Bomben schweren Kalibers getroffen worden. Unser TorpedobootZefsiro" wurde versenkt» doch ist die Besatzung gerettet. Eines unserer U-Boote ist nicht an seinen Stützpunkt zurückgekehrt.

Ein weiterer englischer Flottenverband wurde eben­falls am 8. Juli von Gibraltar mit nordöstlichem Kurs kommend erkundet. Er wurde am 9. von unserer Luft­waffe südlich der Balearen festgestellt und den ganzen Tag von unseren Fliegern heftig und mit stärkstem Erfolg bombardiert. Drei unserer Flugzeuge sind nicht an ihre« Ausgangspunkt zurückgekehrt."

Das erste große italienisch-englisch« Seegefecht im Ionischen Meer bereitete sich schon seit mehreren Tage vor. Lom S. Juli

an meldeten die italienischen Ausklärungsslieger. die mit Marinebeobachtern an Bord stets den ganzen Mittelmeer­raum überwachen, gesteigerte Tätigkeit der feindlichen Flotte.

Diese konnte allerdings zum Teil mit der Notwendigkeit, die unsiäier gewordenen Stutzpunkt« zu wechseln, erklärt werden. Die zum Eingreifen im Mittelmeerkreis vorher be­stimmten italienischen Fliegerhorste wurde» von. Morgen des 7. Juli an in Alarmbereitschaft gebracht. Ihre Jagd- und Bombenstasfeln hatten jederzeit binnen 15 Minuten einsatz­bereit zu sein. So konnten, wie der italienische Wehrmachts­bericht nachträglich bekanntgab, am Montag aus der Höhe der Insel .Kreta mehrere der aus Alexandria ausgelaufenen britischen Einleiten wirksam aus der Lust angegrifsen werden. Dabei ist wahrscheinlich von den vier Schlachtschiffen, die England zu Beginn des Krieges im östlichen Mittelmeer konzentriert hatte, eines versenkt worden. Auch am Diens­tag würbe eine weiter aus Alexandria ausgelaufene englische Flottenformation wohl zur Verstärkung des inzwischen er­heblich ramponierten -englischen Kontingents von italieni­schen Bombern abgeftingeu, wobei ein Flugzeugträger und eine andere schwere Einheit Treffer abbekamen.

Am Dienstag um 14.3V Uhr kam es unweit des Kaps Spartivento (der äußersten Südspitze Kalabriens) zum direkten Kontakt zwischen den englischen und den mittlerweile ausge­laufenen italienischen Kriegsschiffen. Schon gegen 15 Uhr griffen die italienischen Flieger in massiven Einsah in die Operationen «in. Im Verlaus der bis etwa 21 Uhr dauernden See- und Luftschlacht warfen die italienischen Bomber trotz heftigen Flakseuers aus durchschnittlich 2VVV Meter Höhe viele Hunderte schwerer Bomben ab. Der dichte Rauchschleier, in den sich das weit auseinandergezogen« britische Geschwader

(Fortsetzung auf Seite 2)

Englands Einfluß ausgeschaltet

Immer mehr wächst in Europa das Verständnis für die umwälzenden politischen Wirkungen dieses Krieges. England und Frankreich hatten den Krieg begonnen, um einen unbequemen Rivalen auf dem Kontinent zu erledigen. Aber die Antwort war nicht nur eine mili­tärische Ni«derlage der Entente Cordiale, sondern auch eine Vernichtung der politischen Ideen, die seit 1789 in Europa vorherrschten und deren sich England meister­haft zum eigenen Nutzen zu bedienen verstand. Die Grundsätze der französischen Revolution lassen sich in dem einen anarchistischen Satz zusammenfassen, daß jeder kleine Volksstamm sein eigenes politisches Dasein füh­ren müsse und daß in jedem kleinen Staat jeder lächer­liche politische Verein entscheidenden Einfluß auf die Staatsgeschäfte nehmen könne. Die Ueberzeugung, daß diese von der französischen Revolution entwickelten Ideen im modernen Europa unbrauchbar sind, wächst von Tag zu Tag.

Es ist durchaus nicht schwer, in der europäischen Presse ständig neue Stimmen zu finden, die zu einem entschlossenen Widerruf der bisherigen demokratisch­politischen Anschauungen auffordern. Wir sind weit da­von entfernt, solche Meinungsäußerungen zu über­schätzen. Viele Prediger eines neuen politischen Systems m Europa sind erst gestern getauft worden, sticht die Ueberzeugung, sondern die Gelegenheit treibt sie, das Wort zu ergreifen. Aber wir finden zur Umformung der politischen Ideenwelt Europas auch manchen Bei­trag, der aus selbstgewonnener politischer Erfahrung stammt. Die spanische ZeitungVanguardia" trifft ge­nau ins Schwarze, wenn sie schreibt, die sogenannten unsterblichen Grundsätze von 1789 müßten jetzt über Bord geworfen werden. Die Prinzipien der französi­schen Revolution hätten 1919 in Versailles ihren höch­sten Triumph gefeiert, aber heute versuche selbst Frank­reich, sich von diesen Doktrinen zu entfernen. Die spa- llftche Zeitung entwickelte diese Ueberzeugung am glei-

Veulslti-schweSisckie Mrlschaftsoeeliandlungen

Berlin, 10. Juli.

Die seit dem 27. Juni in Stockholm geführten Verhand­lungen der deutsch-ichwedischen Negierungsausschüsse über lausende Fragen des Warenverkehrs find am 10. Juli abge­schlossen worden. Es ist gelungen, eine wesentliche Erweite­rung des Warenaustausches zu vereinbaren.

chen Tage, an dem Alfred Rosenberg vor der Aus­landspresse in Berlin von dem Ende der sogenannten Aufklärerzeit sprach, eben der Vorstufe der französischen Revolution von 1789. Diese Ideenwelt müsse überwun­den werden, weil sie Europa politisch zersplittert habe. Nur England trug den Nutzen davon. Je größer die innen- und außenpolitische Uneinigkeit in Europa war, desto leichter konnte England den Kontinent beherrschen.

Wenn die Genfer ZeitungLa Suisse" am selben Tage schreibt, daß England erstmalig vom europäischen Konti­nent ausgeschaltet sei und daß sich die heutigen poli­tischen Veränderungen in Europa ohne britische Ein­flußnahme vollziehen, so ist dies eine Beobachtung, die ungewollt in den Kreis der übrigen Betrachtungen paßt. Was Alfred Rosenberg mit weitblickender Konzeption formulierte, ist auch schon in anderen Ländern Europas empfunden worden, wie man sich denken kann, nicht mit der gleichen Vlickweite. Für England bedeutet jedenfalls dieser Krieg nicht nur seine Ausschaltung aus Europa, sondern auch eine Abwicklung der poli­tischen Ideen, die den Briten seit anderthalb Jahrhun­derten den Vorwand gab, sich in die Geschicke Europas

Vnsor TaFssspioFvI

Zwischen italienischen und englischen Seestreitkräften kam es zu einer Schlacht im Miitelmeer.

Die deutsche Luftwaffe fügte englischen Angrisssstasfeln vernichtende Schläge zu; zahlreiche Schifsseinheiten wur­den vernichtet sowie Flugplätze und Rüstungswerke bom­bardiert. Ein deutsches U-Boot versenkte 35VVN BRT. Räch Empfang und Aussprache beim Führer haben Graf Ciano, Gras Teleki und Graf Csaky München wieder ver­lassen.

Zwischen Deutschland und Schweden wurde ein Waren­austauschabkommen unterzeichnet.

Weitere Veröffentlichungen des '6. deutschen Weißbuches beleuchten die britisch-französischen Jntrigen im Rahen Orient.

Der Reichserziehungsminister erließ reichseinheitliche Richt­linien über das Ausmaß des BerussschulunterrichtS.

Die Polizei beginnt ab morgen mit dem Vertrieb einer vom Reichssührer ii herausgegebenen Aufklärungsschrift für alle Volksgenossen.