Erscheint 7m al wöchentlich
Monatsbezug 2,30 elnschl. Au stellgebühr? Postbezugspreis monatl. 2,80 (elnschl. 28,7 ^ Postzeitungsgebühr) zuzügi. 42 Be- stellgeld. Bezugspreis ist im voraus, zahlbar. Postscheck: Hamburg 17272. Eine Behinderung der Lieferung rechtfertigt keinen Anspruch auf Rückzahlung des Bezugspreises. Verlag: NS.-Gauverlag Weser- EmS GmbH., Bremen, Geeren 6-8. Fernspr.: 54121»Nachtr. u. Sonnkg. 51115. Sprechz.: Verlag: werktl. 12—13 Uhr? Schriftleltung: Dienstag und Freitag 12V-—13^ Uhr.
vreMl ZeiliW
parteiamtliche Tageszeitung
aas Amtsblatt des Negierenden Bürgermeisters der Freien Hansestadt Bremen
Anzeigen - Grundpreise'
Die 1 ww hohe und 22 nun breite Zeile im Anzeigenteil 13 A/. Die 78 mm breite und 1 mw hohe Zeile im Tertteil 75 M. Ermäßigte Grundpreise (für Mein- u. Famllien- anzelgen u. a.) sowie sonstige Bedingungen Preisliste 9 Nachlaßstaffel O. Für Anzeigen durch den Fernsprecher keine Gewähr. Annahmeschluß 16 Uhr. Geschäftsstellen: In Bremen: Am Geeren Nr. 6/8. Fernspr. S 41 21. Nachkruf und sonntags: Fernsprecher 51115? Obernstraße 86, Fernspr. 54121. In 6vke: Mühlendamm Nr. 2.
der Nationalsozialisten Vremens
Amtliches Verkündungsblatt des Neichsstatchalters in Oldenburg und Bremen
Nr. 180 / 10. Mrgang
Mittwoch, Z. Zuli 1940
Linzelpreis 15 Nxf.
Abschlußbericht zur gewaltigen Schlacht in Frankreich
Sie revolutionüre Dynamik des -ritten Deiches und seiner nationalsozialistischen sülzrung verbürgten den deutschen Sieg
1,S Millionen lronjösische Sesangene / 7S2 seindliche slugreuge vernichtet / säst 800 000 tonnen versenkt / ks bleibt nur noch ein seinv: knglanS / stuffallenS geringe eigene Verluste
Führerhauptquartier, 2. Juli
Ueber den Verlaus der Operationen in Frankreich oom 5. bis zum 25. Juni gibt das Oberkommando der Wehrmacht folgendes bekannt: Die
Vernichtungsschlacht in Flandern und im Artois war kaum zu Ende, als Luftwaffe und Heer, in seinen Reihen viele Divisionen, -ie bisher überhaupt noch nicht im Kampf gestanden hatten, zum zweiten entscheidenden Schlag gegen Frankreich aufstellten.
Als Auftakt für die neuen Operationen griffen am 3. Juni starke Kräfte der deutschen Luftwaffe dke Flugplätze und die Lustrüskurigsindüftrien um Paris mit vernichtender Wirkung an.
Am Tage daraus standen vom Heer unter dem Oberbefehl des Generalobersten von Vrauchitsch drei Heeresgruppen unter den Generalobersten von Rund- stsdt» von Bock und Ritter von Leeb zum Einsatz bereit. Ziel des neuen Operationsabschnittes war der Durchbruch durch die französische Nordfront, die Ab- driingung der auseinanderaerissenen französischen Heeresteile nach Südwesten und Südosten und anschließend ihre Vernichtung.
wehrmachlsbericht
Führerhauptquartier. 2. Juli Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „Am 30. Juni bzw. 1. Juli wurden die britische» Kanalinseln Jersey und Gnernseq im Handstreich durch Teile der Luftwaffe genommen und anschließend durch Stoßtrupps der Kriegsmarine und nachfolgende Abteilungen des Heeres besetzt. Hierbei schoß ein deutsches Aufklärungsflugzeug zwei britische Kanipfilngzeuge. vom Muster Bristol-Vlenheim im Luftkampf ab.
Im Zuge der bewaffneten Aufklärung über dem Kanal wurde am Nachmittag des 1. Juli ein britisches Küsten- wachschiff ostwärts Torquay angegriffen und in Brand geworfen. Ein weiterer erfolgreicher Angriff richtete sich gegen den Hafen von Wick in Nordschottland. In der Nacht zum 2. Juli griffen unsere Kampfflugzeuge wiederum Hafenanlagen am Bristol-Kanal an. Brände und Explosionen wurden beobachtet.
Im Verlaufe der Angriffe britischer Flugzeuge in der Nacht zum 2. Juli auf Nord- und Westdeutschland wurden u. «. auch auf Kiel Bomben geworfen, richteten jedoch nur geringen Sachschaden an. Einige Zivilpersonen wurden getötet. Im ganzen wurden fünf feindliche Flugzeuge durch Flakartillerie abgeschossen, außerdem bei dem nächtlichen Angriff auf Kiel zwei weitere feindliche Flugzeuge durch Flakartillerie der Kriegsmarine. Drei eigene Flugzeuge werden vermißt.
Die Zahl der am 30. Juni und 1. Juli im Luftkampf abgeschossenen feindlichen Flugzeuge erhöht sich gegenüber der bisher angegebenen um fünf auf 23."
Als die Divisionen der Heeresgruppe des Generalobersten von Bock am 5. Juni über die untere Somm'e von dem Oise-Aisne-Kanal zum Angriff antraten, fanden sie einen zur Abwehr bereiten Feind vor sich^ Die französische Führung war entschlossen, unter Aufbietung aller noch verfügbaren Kräfte die „Weygand-Zone" und anschließend die Maginot-Linie bis zum Letzten zu verteidigen. Ein neues Verteidigungsverfahren war erdacht worden, von dem man sich vor allem Erfolg gegen den gesürchteten raschen Durchbruch motorisierter Verbände erhoffte.
In viertägigem schwerem Ringen durchstießen die Infanterie- und Panzerdivisionen des Generalobersten von Kluge, des Generalobersten von Reichengu und des Generals der Infanterie Strauß die feindliche Front. Am 9. Juni war die Verfolgung gegen die untere Seine und in Richtung auf Paris in vollem Gange. Schnelle Truppen unter dem Befehl des Generals der Infanterie Hoth erreichten in ungestümem Vorwärts- drang am gleichen Tage Rouen und leiteten die Einkreisung starker feindlicher Kräfte an der Küste bei Dieppe und St. Valery ein. Damit war der feindliche Westflügel zertrümmert und die Westflanke der nunmehr beginnenden Hauptoperationen gesichert.
Durch ihre zusammengefaßten und straff geführten Masscnangrifse erleichterte die Luftwaffe auch hier dem Heere den Erfolg. Sie hat ihren besonderen Anteil an dem schnellen Durchbruch bis ^ur Seine, wo unter ihren Bomben feindliche Infanterie- und Panzerverbände, die zum Gegenstoß bereitstanden, schon in der Versammlung versprengt wurden. Indem sie die Bahnlinien unterbrach und das Eisenbahnmaterial zerstörte, nahm sie dem Gegner die Möglichkeit, Reserven zu verschieben und an die Durchbruchsstelle zu werfen.
Als in Le Haore. Cherbourg und Brest die ersten Anzeichen eines Abtransportes bemerkt wurden, griffen in schnellem Wechsel Teile der Luftwaffe auch dort gegen die Hafenanlagen, die Oeltanks Und Schiffe mit sichtbarem Erfolg ein. Die Hanptoperation auf der Erde begann am 91 Juni mit dem Angriff der Heeresgruppe des Generalobersten von Rundste dt in der Champagne und aus dem westlichen Maasnfer. Hier waren es zunächst allein die Infanteriedivisionen der Armeen des Generals der Kavallerie Freiherr von Weichs, des Eeneralobssssten L i st und des Generals der Infanterie Busch, die in zweitägigen schweren Kämpfen mit dem sich erbittert wehrenden Feind, wiederum von der Luftwaffe vortrefflich unterstützt, die Aisne-Stellung durchbrachen und den bereitgestellten zahlreichen schnellen Truppen den Weg öffneten.
Schon am 11. Juni konnten die Panzer- und motorisierten Infanteriedivisionen des Generals der Kavallerie von Kleist und des Generals der Panzcrtrnpven Euderian in der Cbamvaane mit weitgesteckten Zielen über Trones und St. Dizier angesetzt werden. Zum dritten Male innerhalb eines Viertelfahrhunderts überschritten deutsche Truppen die Marne. Nach anfänglich
(Fortsetzung aus Seite 2)
vor b'ükrer vor äem StrakdurKer Kiinstvr.
^uku.: prssss-lkokkmann
He-
Von Oksklsulnonl Äsplion
Den BeriLt über die Vernichtungsschlacht in Frankreich kann jeder Deutsche nur mit tiefer Bewegung, mit stolzer Freude lesen. Wenn mit fast 2 Millionen französischen Gefangenen schwarzer, gelbex und weißer Rasse fast die gesamte Rüstung unseres militärisch stärksten
SyMwi/x
ver ^vrmvlkanal ist nickt mehr enAliscker Kerrsvkkoreiok
Feindes in deutsche Hand fiel, so weiß das deutsche Volk, welche Gefahr von ihm abgewandt ist. Es dankt dafür den Helden, deren Taten in die Ewigkeit eingehen. Und es dankt dem Führer, dessen Genie allein imstande war, einen Kriegsplan zu erdenken und durchzuführen, der in kürzester Frist diesen beispiellosen Sieg erzwäng.
Am 5. Juni war unsere Wehrmacht zum zweiten, zum entscheidenden Schlag gegen Frankreich angetreten. Zwölf Tage später, am 17. Juni, wandte sich der französische Ministerpräsident, General Pötain, mit der Bitte um Waffenstillstand an die deutsche Reichsregierung. In noch nicht zwei Wochen war ein Sieg errungen worden, den das Oberkommando der Wehrmacht in seinem Abschlußbericht mit Recht beispiellos nennt.
Am 4. Juni war die erste Phase der großen Schlacht in Frankreich mit dem Fall von Dünkirchen abgeschlossen worden. Der Feind hatte die Abschlußkämpfe im flandrischen Raum dazu benutzt, hinter Somme und Aisne
Unser TäyessnLsyeL
Der Abschlußbericht über den glorreichsten Feldzug aller Zeiten liegt vor.
Die deutsche Lustwasse setzte ihre bewaffnete Aufklärung gegen England fort; die britischen Kanalinseln Jersey und Guernsey wurden besetzt.
Ruch Italien verössentlicht feinen Abschlußbericht, über den Kamps gegen Frankreich.
Der italienische Marschall Graziani wurde auch zum Generalgouverneur von Libyen ernannt.
Ein englischer Austeilungsplan siir Syrien erlebt durch die Türkei eine klägliche Abfuhr.
In England wächst die Nervosität ständig.
Daß kommende Wochenende steht wieder im Zeichen des DRK.-SPendentages.
Bei den wahllosen nächtlichen Bombenabwürfen englischer Flieger wurde in der Nacht zum Dienstag ein Bremer Gartenlokal beschädigt.
An das Fleischerhandwerk werden von jetzt ab in bestimmtem Umfange dänische Bacon-Schweine geliefert.