Ausgabe 
(2.7.1940) Nr. 179
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parteiamtliche Tageszeitung

Das pnusblaN des NeglerenLm Vürgermelsters der Zreien Hansestadt Meinen

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Die 1 wm hohe und 22 ww breite Zeile im Anzeigenteil 13 Die 78 mm breite und 1 mw hohe Zeile lm Tertteil 75 Ermäßigte

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der Nationalsozialisten Vremens

stmittches verkündungsblatt des Neichsstattlsalters in Oldenburg und Vremea

Nr. 1?S /10. Mrgang

Nienstng, 2. Zuli 1S40

Linzelpreis 19 Npf.

deutsche U-Soote an der flrbeit

Kreuzer der Orion-Klasse torpediert

Die Ai-st MM

Bis zum letzten Hammelkotelett

Kopltiinleutnant prien versenkte über SI666 VM. / 21 britische slugzeuge abgeschossen

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lZraziani Oberbefeklskaber in Nordafrika

Italienisches rorpedoboot vernichtet feindliches ll-voot lieldenkomps des Zerstörers «kspero"

erfolgreiche Sesechte in Nordasrika

Führerhauptquartier, 1. Juli.

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

In Frankreich keine besondeven Ereignisse. Ein U-Voot hat 23 668 BRT. seindtichen Handelsschisfs- raum versenkt und einen Kreuzer derOrion-Klasse" südlich Brest torpediert; zwei der versenkten Dampfer wurden aus einem stark gesicherten Eeleitzug heraus­geschossen.

Kapitänleutnant Prien hat in den letzten Tagen weitere feindliche Handelsschiffe vernichtet (4V166 BRT., die Schriftleitung): die im OKW.-Bericht vom 28. Juni bekanntgegebene Versenkungsziffer feines Bootes er­höht sich dadurch auf 51V8K BRT.

Deutsche Kampfflugzeuge griffen in der Nacht zum 1. Juli wieder mehrere Häfen an der schottischen Ost- sowie der englischen Ost- und Westküste an. Sie er­zielten gute Treffergebnisse.

Eine Staffel von neun britischen Vlenheim-Kampf- flugzeugen, die unter dem Schutz von Jägern den Flug­platz Merville-Lestrem bei Liste am Mittag des 36. Juni anzugreifen versuchten, wurden durch Flak im Anfing versprengt und anschließend von unseren Jägern in »inen heftigen Luftkampf verwickelt. Hier­bei gelang es, sechs Blenheim-Flugzeuge sowie drei britische Jäger abzuschießen.

Die Angriffe feindlicher Flugzeuge gegen nicht- militärische Ziele in Nord-, West- und Süddeutschland in der Nacht zum 1. Juli richteten nur geringen Sach­schaden an.

Am 36. Juni wurden insgesamt 18 britische Flug­zeuge, davon 11 im Luftkampf, sieben durch Flak ab­geschossen. Ein deutsches Flugzeug wird vermißt."

Wie nachträglich bekannt wird. hat sich die Zahl der Abschüsse feindlicher Flugzeuge am 36. Juni, die im OKW.-Bericht mit 18 angegeben war, aus 23 erhöht.

DieOrion"-Klasse der britischen Kriegsmarine, von der laut Wehrmachtsbericht vom 1. Juli eine Einheit torpediert worden ist, besteht aus den KreuzernAjax",Neptun", Achilles",Orion" undLeander". Die Einheiten der Orionklasse haben eine Wasserverdrängung von rund 7000 Tonnen und eine Geschwindigkeit von 32,5 Seemeilen. Sie wurden in den Jahren 1831 bis 1934 gebaut und haben eine Besatzung von 550 Mann. Die Bcwassnung besteht aus acht 15,2-Zentimcter-Geschützen, acht 10,2-Zcntimetcr-Geschützen, vier 4,7-Zentimeter-Flakgeschützcn, 12 Maschinengewehren und acht Torpedorohren. Ferner haben diese Kreuzer zwei Flug­zeuge an Bord.

kngland ist völlig vsreinsamt

Berlin. 1 . Juli.

In immer stärkerem Matze setzt sich in der Welt die Er­kenntnis durch, datz sich die Engländer sowohl in politischer als auch wirtschaftlicher Hinsicht zum ersten Male seit langer Zeit in der Zwangslage befinden, selbst und allein zu kämpfen.England sieht sich einer Lage gegenübergestellt", so erklärt die Stockholmer ZeitungAstonbladet". die es zwingt, diesen Kampf in völliger Einsamkeit zu führen. Das schwe­dische Blatt sührt weiter aus, es sei für England ein schweres Schicksal, datz sranzösisches Material und französische Häfen gegen England in Dienst genommen werden.

Auch der englische Blockadekrieg wird jetzt in der ausländischen Presse als recht sragwürbig bezeichnet. So verössentlichen dänische Zeitungen Berichte aus London, in denen es heißt, daß man bereits in einigen Kreisen Englands den Versicherungen der Presse und der amtlichen englischen Instanzen, die britische Flotte werbe jede Blockierung Eng­lands unmöglich machen, sehr skeptisch gegenüberstehe.

Die Welt begreift also in steigendem Matze, was man in London noch krampfhaft abzuleugnen versucht: datz Englands Lage militärisch und wirtschaftlich hossnungslos geworden ist.

Rom» 1. Juli.

Der italienische Wehrmachtsbericht vom Montag hat folgenden Wortlaut:

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Der Marschall von Italien, Rodolso Graziani, der bereits im Flugzeug in Libyen eingetrossen ist, hat den Befehl über die gesamten Streitkräfte in Nordafrika übernommen. Eines unserer Torpedoboote hat ein feindliches U-Boot mit Wasserbomben angegriffen, ge­troffen und versenkt. Eines unserer U-Boote hat ein viermotoriges englisches Flugzeug abgeschossen.

Der ZerstörerEspero" ist nach einem heldenhaft durchgekämpften Angriff gegen drei englische Kreuzer und einige Zerstörer nicht in seinen Heimathafen zurückgekehrt und muß somit als verloren gelten.

2n Nordasrika sind zwischen unseren Abteilungen und feindlichen Panzerformationen Zusammenstöße ersolgt, die zu unseren Gunsten ausgegangen sind: Verschiedene feindliche Panzerwagen und mittlere Tanks sind außer Gefecht gesetzt worden. Unsere Fliegerformationen haben Gruppen von Panzerwagen, Kraftwagenparks und Truppen zwischen Sollum und Sidi Omar sowie bei Sidi Barrani wirksam mit Bomben belegt. Ein feindliches Flugzeug ist von unserer Flak abgeschossen worden. Zu den vier im gestrigen Heeresbericht als abgeschossen gemeldeten feindlichen Flugzeugen kommt ein fünftes Flugzeug als mit Sicherheit abgeschossen hinzu. Der Abschuß von zwei weiteren Flugzeugen ist wahrscheinlich.

In Ostasrika haben unsere Vomber einen wirksamen Nachtangriff auf den Bahnhof von Et-Teb durch­geführt. Außerdem wurden die Luft- und Seestütz­punkte von Aden und Port Sudan wirksam mit Bomben belegt. Eines unserer Flugzeuge ist nicht zurückgekehrt.

Der Feind hat die Stadt Härrar bombardiert."

Die Ernennung Marschall Grazianis zum Oberbesehlshabcr der italienischen Strcitkräste in Nordasrika wird von sämt­lichen Blättern lebhaft begrüßt, die u. a. betonen, datz man

diesen Kriegsschauplatz keinem Würdigeren habe anvertrauen können. Graziani vereinige in sich Energie und Geist. Erfahrung und Entschlußkraft.

25 Jahre afrikanischen Lebens, so betontGiornale d'Jtalia", in denen Graziani verantwortungsbewußt und entschlossen alle Hindernisse bezwäng, ausgedehnte Gebiete tür Italien zurückeroberte, die legendenhafte Besetzung der Oase Kusra und die Unterwersung der kriegerischen Senussi, be­weisen ebenso seine Fähigkeiten wie die nachfolgenden Siege während des Krieges in Äbessinien.

Mussolini bei seinen sliegern

Rom. 1. Juli.

Im weiteren Verlauf seiner Besichtigungsfahrt, begab sich der Duce am Sonntag ins Roiätal. Hinter Limone und nach Durchfahrt durch den vier Kilometer langen Straßentunnel der unter den Colle di Terida hindurchfühlt, wurde der Ort Tenda erreicht, wo Mussolini das III. Bataillon der Schwarz­hemden besichtigte. Gegen Abend begab sich der Duce zu dem Flugplatz de Angelis, wo stärke Kräfte des 1. Lustge­schwaders angetreten waren. Nach Abschreiten der Frönt unterhielt sich Mussolini mit einigen wegen ihrer besonderen Verdienste ausgezeichneten Fliegern. Als der Geschwader­kommandant die Formationen wegtreten ließ, umringten die Flieger sofort den Duce und brachten ihm stürmische Huldi­gungen dar.

Zum rode Volvos

Rom, 1. Juli

Zum Tode von Lustmarschall Balbo werden,-wie man in unterrichteten italienischen Kreisen erklärt, wahrscheinlich nie­mals genaue Einzelheiten festgestellt werden können. Das einzige, was man mit Sicherheit weiß, ist, daß sich Balbo in seiner Eigenschaft als Eeneralgouverneur von Libyen auf einem großen Jnspektionsflug befand, den er in größerer Be­gleitung durchführte. Als Balbo bei diesem Jnspektionsflug über Tobruk eintraf, war gerade ein Lustkampf im Gange, an dem er, seinem kämpferischen Temperament entsprechend, sofort teilnahm, obwohl er kein typisches Kampsslugzeug steuerte.

knslanv in furcht und Zweifel

krdarbelten der Veoölkerung Massenflucht der Plutokraten kin wunschtraum: WUlkie-veselsterunj

Gens. 1. Juli.

Die Stimmung, in London wird immer unbehaglicher. In nervöser Hast sollen die Sünden und Versäumnisse von Jah­ren nachgeholt werden. Jetzt ergeht an die britische Bevöl­kerung ein Aufruf, in dem es heißt, daß jedermann zu Erd­arbeiten für Verteidigungszwecke herangezogen werden könne.

Mit welcher Begeisterung die Eimländer daran gehen, Schlupflöcher sür ihresiegreichen Rückzügler" auszuheben, be­sagt der Schlußsatz des Ausrufes:Ein wenig von Eurer Zeit müßt Ihr schon sür die Verteidigung Eurer Heimat opfern." Man kann es verstehen, daß nach den großmäuligen Ankündigungen bei Beginn des Krieges die britische Bevöl­kerung diesem letzten Schrei ihrer an die Wand gedrückten Regierung wenig Verständnis entgegenbringt.

Ein Leitartikel desDaily Telegraph" besaßt sich mit die­sen fieberhaft durchgeführten Schutzmaßnahmen. Das Blatt fordert nach anfänglichem Schönfärben erneut mit seltener ^(ÄVstN^chkeit, daß die Regierung sofort einer geeigneten mrfttarischen Persönlichkeit alle erdenklichen Vollmachten für die Landesverteidigung übertragen müsse. General Jronsides Vollmachten erstreckten sich nur aus das Landheer, die Be­fugnisse des Kommandierenden Lustmarschalls umfaßten allein den Lustraum, während die Zivilverteidigung von dem Be- hördenapparat geleitet werde. Die Beseitigung des Mangels einer einheitlichen Führung im Verteidigungswesen sei das Gebot der Stunde. Andernfalls könne das Nebeneinander- arbeiten leicht zu einer Katastrophe führen.

Die Massenflucht der englischen Oberschicht nimmt im übri­gen wie aus Lissabon verlautet immer größeren Um­

fang an. Wer auch nur die geringsten Beziehungen zur ame­rikanischen Botschaft in London hat. sucht schleunigst ein Einreisevisum sür die Vereinigten Staaten zu erhalten.

Wie die amerikanische Botschaft selbst mitteilt, sprachen in der vergangenen Woche mehr als 10 000 Personen aus der Botschaft persönlich vor. An einem Durchschnittstag nimmt die Botschaft 2000 telephonische, 1000 briefliche und 500 tele­graphische Visagesnche entgegen. Die bisherigen Botschasts- räumlichkeften reichten nicht aus, um diesen Massenansturm zu bewältigen, so daß eine Paßncbenstclle eröffnet werden mußte. Es handelt sich hierbei, wie weiter aus London be­richtet wird, lediglich um Mitglieder der englischen Ober­schicht, die sich die Kosten einer Amerikäreise leisten können und über genügend Kapital in USA. verfügen, daß sie tkirt eine Zeitlang leben können.

Die sür den Krieg verantwortliche englische Plutokratie schickt sich also an, die von ihr in di- Katastrophe hinein­geführten Volksmassen im Stich zu lassen und sich ein ruhi­ges Plätzchen fernab vom . Schuß zu sichern. Die englische Bevölkerung, die das Elend, das Durcheinander und die Not in den englischen Evakuicrungsbczirkev täglich mit an­sehen mutz, wird sehr bald erkennen, datz diejenigen Kreise, die diesen Krieg entfesselten, nicht im geringsten gesonnen sind, ihn auch durch,«fechten. Kämpfen und bluten können die arbeitenden Massen. Sie selbst wollen am Krieg nur in möglichst großer Sicherheit verdienen.

Die Papierknappheit in England wird immer fühlbarer. Der Zeitungsumsang ist durch neue Bestimmungen aus sechs Seiten festgesetzt worden. Um Papier zu sparen, werden die Truckspalten schmaler gehalten und kleinere Typen ver­

wandt. Der Papieipreis ist seit Beginn des Ktteges aus mehr als das Doppelte gestiegen. > ,

Für ein Land mit so eifrigen Zeitungslcsern wie England bedeutet die neue Bestimmung eine außerordentliche Maß­nahme. Auch dem größten Optimisten muß der Rohstoffmangel Englands klarwerden.

Auf eine einheitliche Order der Regierung Churchill läßt die gesamte englische Presse Roosevelt und die Möglichkeit einer Neuen Kandidatur des bisherigen Präsidenten fallen, um mit fliegenden Fahnen zu seinem Rivalen Willkie überzugehen. Aber die Willkie-Propaganda hat zum größten Teil innen­politische Gründe: Sft soll vor allem den Defaitismus abweh­ren, die Kriegsstimmung steigern und von inncrpolitischen Streitigkeiten ablenken. Schwedische Beobachter in London machen sich lustig über die Willkie-Begcisternng.Willkie ist Englands Wunschtraum", berichtet mit Hohn der Londoner Vertreter der Stockholmer ZeitungNya Daglight Allehanda", und fährt fort:Man hat das Gefühl, als ob sich die englische Oeffentlichkeit von ihren eigenen Wünschen verleiten läßt,, größere Hoffnungen, als es die Wirklichkeit erlaubt, auf Roosevelts Mitbewerber um das Weiße Haus zu setzen. Labour- kreise stellen ihn heraus als den Mann, der das Monopol der großen Finanz brechen und den Weg sür die Sozialisicrung' bahnen soll, während liberale Kreise seine Verknüpfung gerade zur Hochfinanz rühmen und die Konservativen in ihm den Mann erblicken, der Amerika vor Roosevelts Sozialisicrung retten will. Mit anderen Worten, man weiß nichts, über die­sen Mann und beurteilt ihn einfach nach seinen eigenen Wunschtränmen."

(Sieh« auch Seite 2)

Die Stunde Englands hat geschlagen. Die Engländer spüren es. Winston Churchill schweigt, weil er's spürt. Der alte Lhamberlain fängt wieder an zu reden, weil er's spürt. Die Presse prahlt laut und lauter, weil sie's Ipürt. Die Plutokraten spüren's; die Bonzen der Ar­beiterpartei, diese Parasiten der Plutokratie, spüren es, der Kleinbürger und der puritanische Mittelständler. Es ist dies", erklärt dieDaily Mail" im Erabeston. ein Krieg, der von jedem Mann und jeder Frau ge­führt wird, die um das Brot kämpfen, das sie essen.

Das ist immerhin die Feststellung einer Lage, deren Möglichkeit noch vor kurzem kein Mensch in England geglaubt oder zugestanden hätte. Heute bestätigt sie ein Mitglied des Kabinetts Churchill, der Ernährungs­und Landwirtschaftsminister Hudson, wenn er erklärt, diesen Krieg werde der gewinnen, der acht Tage länger mit seinen Lebensmitteln aushält, und deshalbkann der Krieg unter Umständen gewonnen'werden". Also das letzte Hammelkotelett wird den Krieg gewinnen. Das ist ein verdammt schüchterner Trost' für die eng­lischen Arbeiter und. Bürge^ die sich fragen mögen, ob Adolf Hitler dem Herrn Winston Churchill wohl die Zeit lassen werde, seinen Krieg bis zum letzten Hammel­kotelett zu führen.

Einstweilen fährt die Londoner Presse fort. ihre Angst mit starken Redensarten zu vertreiben:Wir werden den Herrschaften in Europa zeigen", renommiert der Daily Expreß" zähneklappernd,was geschieht, wenn sie sich um unsere Angelegenheiten kümmern". Also nicht England hat sich angemaßt, sich in Europas Angelegen­heiten einzumischen; sondern dieses Europa ist über das arme England und seine Angelegenheiten hergefallen. 2m übrigen ist es ein Fortschritt, daß derDaily Ex­preß" also erkennt, die ganze Sache gehe zwischen Eng­land und Europa, und daß er selber so mit ausdrück­lichen Worten England aus Europa ausscheidet. Das ist das deutsche Programm, und dabei soll's bleiben.

Aber, wie gesagt, man prahlt weiter..Unser einziges Kriegsziel ist der Sieg", bramarbasiert dieTimes". Seltsame Wege ist England freilich bis zu diesem Ziel gegangen: Polen, Norwegen, Holland, Belgien, Flan­dern, Frankreich. Und jetzt überfliegen, wie derDaily Herold" feststellt,die feindlichen Flugzeuge unser Land, aber bis jetzt ist die einzige Wirkung dieser Angriffe die gewesen, daß wir uns an sie gewöhnt haben."

So groß ist der Druck der Angst über England, daß sie sogar den abgetakelten Greis Lhamberlain wieder aufgreift. Er, dessen endgültige Ausbootung von so vielen Engländern verlangt wird, der aber von Churchill als Opfer für eine Stunde noch größerer Verzweiflung seines bankerotten Kabinetts aufgespart wird, hat jetzt wieder eine Rede geredet, in der er jeden Gedanken an Frieden und Friedensschluß weit von sich weist. Der Kampf und Sieg, der Vernichtung Adolf Hitlers faselt der Alte. Lieber will er unter­gehen, als einen Sieg Hitlers zulassen, er will ihn nun einmal nicht zulassen. Aber etwas müde klingts doch, wenn der greise Bankvottierer feststellt, England sei allein gelassen und müsseallein Freiheit und die Zivilisation verteidigen". Als ob der Welt damit etwas Funkelnagelneues mitgeteilt würde, stellt der alte Kriegsverdiener lallend fest, daßEnglands Marine der deutschen weit überlegen ist". Sollte aber der Feind dennoch hier oder dort Fuß fassen, so wer­den wir ihn auf jedem Wege, in jedem Dorfe, in jedem Hause so lange bekämpfen^ bis entweder er oder wir vollkommen vernichtet sind".

Wir betrachten die schlotternde Gestalt des abge­takelten Alten, wir schauen auf Adolf Hitler. Wer wird wohl besser aushalten?

Auch Harald Nicolson, der Unterstaatssekretär im 2n- formationsministerium des famosen Dufs Cooper, pre­digt den totalen, den Heckenschützenkrieg. Eroßbritan- nnien, sagt er, werdevon der. schrecklichsten Gefahr be­droht, die es seit 900 Jahren zu bestehen hatte". Es gebe dagegen nur nochdas eine Mittel des totalen Wider­standes." Auch er, Herr Nicolson, ruft deshalbjeden Bürger zum Kampf auf. Das ist derselbe Nicolson, der einst nach der Unterzeichnung des Verbrechens von Ver­sailles sich überwältigt vom würgenden Ekel vor die­sem Verbrechen zu Bett legen mußte. Glaubt er heute wirklich, es sei kein Verbrechen, gegen die notwendige Abstellung der unausbleiblichen Folgen jener dummen und feigen Untat zum Heckenschützenkrieg aufzurufen? Aber wer lyollte mit ihm darum streiten? Alles, was

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Der deutsche Wchrmachtsbericht meldet weiter den Ab­schuß von 23 britischen Flugzeugen.

Kapitänleutnant Prien versenkte aus seiner jüngsten Fahrt insgesamt über 50 000 BRT. Ein anderes deut­sches U-Boot torpedierte einen Kreuzer der Lrionklasse. Eine erhöhte Furcht vor einer deutschen Invasion führte in England zu einer Massenflucht der Plutokraten. Englische Flugzeuge bombardierten Wohnviertel hollän­discher Ortschaften.

Graziani übernimmt Italiens Oberbefehl in Nordafrika; ein italienisches Torpedoboot vernichtete ein feindliches U-Boot.

Das neue deutsche Weißbuch findet in der Weltpresse stärkste Beachtung,

In der Nacht auf Montag gab es bei dem Flieger- angriss aus Bremen einen Toten, zwei Schwerverletzte und einen Leichtverletzten.

Heute kann der VDA.» auf eine sechzigjährige völkische Schutzarbeit zurückblicken.

Die Sommerschulfericn in Vremeu wurden vorverlegt. Die Mordsache Sternstratze 13 fand ihre schnelle Auf­klärung.