Ausgabe 
(1.7.1940) Nr. 178
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vrrmn seltuno

parteiamtliche Lageszeitung

Das Amtsblatt des Negierenden Bürgermeisters der Freien kjansestadt Vremen

Anzeigen - Grundpreise'.

Die 1 uaw hohe und 22 WIN breite Zeile im Anzeigenteil 13 H/. Die 78 ww breite und 1 ww hohe Zeile im Teiltest 75 Ermäßigte

Grundpreiseifür Klein u. Fam>"-m- anzeigen u a.) sowie sonstige Be­dingungen Preisliste 9 Nachlaß- staffel L. Für Anzeigen durch den Fernsprecher keine Gewähr. An­nahmeschluß 16 Uhr. Geschäfts­stellen: In Bremen: Am Geeren Nr. 6/8. Fernspr. 5 41 21. Nachtruf und sonntags: Fernsprecher 5 II 15: Obernstraße 86, Fernspr. 5 4121. kln Svke: Mühlendamm Nr. 2.

der Nationalsozialisten Vremens

stmlliches verkündungsbiott des Neichsstatti,alters in Oldenburg und Vremen

Nr. 1?S / 10. Zalzrgang

Montag, I.ZuU 1940

Einzelpreis 19 vpf.

VrMsche lanklager m stammen

ftbermals kafenanlagen und Nüstungswerke Englands bombardier

fluch britische slugplütze bekamen chr seil / vier feindliche slugzeuge abgeschossen

Führerhauptquartier, 30. Juni.

Das OKW. gibt bekannt:

In Frankreich und. auf See keine besonderen Er­eignisse. In der Nacht zum 30. Juni griffen deutsche Kampfflugzeuge Hafenanlagen und Rüstungswerke in England und Schottland mit Bomben an. An vielen Stellen wurden Explosionen und Brände beobachtet. So besonders in den Häfen von Cardiff und Bristol, wo mehrere Tanklager in Flammen aufgingen. Flugplätze bei Lincoln, Nottingham und York waren das Ziel weiterer erfolgreicher Luftangriffe.

Britische Flugzeuge griffen bei Nacht in Nord- und Westdeutschland an mehreren Stellen nichtmilitärische Ziele mit Bomben an. Der angerichtete Sachschaden ist unbedeutend. In einer westdeutschen Stadt beschoß ein britisches Flugzeug die zum Löschen eines Hauses ein­gesetzte Feuerwehr mit Maschinengewehren.

Vier feindliche Flugzeuge wurden durch Flak­artillerie abgeschossen. Ein eigenes Flugzeug wird vermißt."

krste Sitzung der woffenftttlftandskommifflon in Wiesbaden

Wiesbaden. 30. Juni.

In Wiesbaden sand am Sonntagvormittag die erste Sitzung der deutschen Wafsenstillstandskommission und der französischen Abordnung im HotelNassauer Hof" statt.

Um 11 Uhr tras der Führer der deutschen Delegation, General von Stülpnagel, mit seiner Begleitung ein. Kurz daraus kamen auch die Mitglieder der sranzösischen Dele­gation. an ihrer Spitze der General der sranzösischen Armee, Huntzinger. Dieser stellte General von Stülpnagel seine engsten Mitarbeiter vor, nämlich: General der Luftwaffe Mouchard, Oberstleutnant Humbert und Kapitän z. S. Tra- cou, während General von Stülpnagel neben seiner persön­lichen Begleitung die führenden Mitglieder der deutschen Abordnung vorstellte. Diese sind: Generalleutnant Mieth (Heer), Generalleutnant Förster (Lustwasfe), Kapitän z. S. Weder (Marine), Oberst Hnenermann (Rüstungsindustrie) und 'Oberstleutnant des GeneralstabeS Böhme '(Oberkom­mando der Wehrmacht).

An der -großen Tafel in dem im zweiten Stock gelegenen Versammlungsraum nahmen dann ungefähr vierzig Per­sonen Platz, in der Mitte General von Stülpnagel, ihm-

Ver itattenffche Heeresbericht

Rom, 30. Juni.

Der italienische Wehrmachtsbericht hat folgenden Wortlaut:

Das Hauptquartier der Wehrmacht gibt bekannt: Bemerkenswerte Tätigkeit unserer Kolonnen an der Grenze der Cyrenaika; es wurden einige Punkte be­setzt und Angriffe feindlicher motorisierter Verbände zurückgeschlagen. Im Lustkampf wurden vier feindliche Flugzeuge abgeschossen; einige Mitglieder der Besatzung wurden gefangengenommen. Zwei unserer Flugzeuge sind nicht zurückgekehrt. Während eines feindlichen Fliegerangriffes auf den Flughafen von Tobruk» bei dem nur unbedeutender Schaden angerichtet worden ist, haben unsere sofort eingreifenden Jagdflieger zwei feindliche Flugzeuge abgeschossen; der Abschuß eines dritten Flugzeuges ist wahrscheinlich. Ein weiterer Luftangriff auf den Flughafen von Massaua hat keiner­lei Schaden verursacht. Ein feindliches Flugzeug wurde pon Flakgeschützen abgeschossen."

gegnüber General Huntziger, General von Stülpnagel er- eröfsnete die Sitzung mit folgenden Worten:

Ich erkläre hiermit die Verhandlungen der Waffenstill­standskommission für eröffnet. Die Waffenstillstandskom­mission dient der Durchsührung der Bestimmungen, wie sie im Waffenstillstandsvertrag festgelegt worden sind. Sie hat ebenso die Uebereinstimmung mit den Bestimmungen zu wahren, die sich aus dem italienisch-französischen Wassen- stillstandsvertrag ergeben."

Nach diesen Worten trat die deutsche Wassenstillstands- kommission und die sranzösische Abordnung sofort in die sachlichen Verhandlungen ein.

Mutiger Einsah

Neue MtterkreuitrSger de

Berlin, 30. Juni. -

Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht hat auf Vorschlag des Oberbefehlshabers des Heeres, General­oberst von Brauchitsch, das Ritterkreuz zum Eisernen Kreuz an folgende Heeresangehörigen verliehen: General der In­fanterie Geher, Kommandierender General eines ?ftmee- korps; Oberstleutnant Raegener, Kommandeur eines In­fanterieregiments; Oberstleutnant Rodt, Kommandeur einer Aufklärungsabteilung; Oberleutnant Voigt, Kompanie- führer in einem Pionierbataillon; Feldwebel Reinefarth, Zugführer in einem Infanterieregiment.

Das persönliche Eingreifen des Generals der Infanterie Geher in den vordersten Linien seiner Divisionen hat zu den vielen großen taktischen Ersolgen des von ihm komman­dierten Armeekorps geführt und auch wesentlich zur Er­oberung Dünkirchens beigetragen. Oberstleutnant Raege­ner hat bei Antwerpen unter rücksichtslosem Einsatz seiner Person im feindlichen Feuer durch tatkräftiges, selbständiges Handeln Hervorragendes geleistet. Seinem unaufhaltsamen Vorwärtsd'rängcn ist es zu verdanken, daß Befestigung und Stadt Antwerpen schnell in deutsche Hand fielen. Oberst­leutnant Rodt hat mit seinem Verband in den Kämpsen vom 10. Mai bis 4. Juni bei zahlreichen Fluß- und Kanal­übergängen außerordentliche Erfolge durch selbständiges Han­deln erzielt. Es ist allein dem Schneid und der Initiative des Oberstleutnant Rodt zu verdanken, daß durch 40 Mann Gent in Schach gehalten wurde und etwa 5000 Mann Ge­fangene gemacht wurden. Von besonders großer Wichtigkeit war ferner das energische Zupacken der Aufklärungsabteilung nach Erreichen von Dirmuiden und beim Ilebergang über die Pser.

Oberleutnant Voigt hat der Division durch sein über­aus tapferes Verhalten den Weg in die sehr zähe verteidigte

Sr. Soebbels in Ven koag

Den Haag, 30. Juni.

Reichsminister Dr. Goebbels weilte am Sonnabend in Den Haag, wo er im Gebäude deS Reichskommifsars durch Gene­ralkommissar z. b. V. Schmidt begrüßt wurde. Reichsminister Dr. Goebbels besichtigte die Amtsräume des Reichskommissa- riates und machte anschließend eine Besichtigungsfahrt durch die Stadt; in den Mittagsstunden verließ der Neichsminister Den Haag.

wurde belohnt

Heeres und der Luftwaffe

Feste Vergues, den Schlüsselpunkt des Verteidigungsringes um Dünkirchen, geöffnet. Feldwebel Reinefarth hatt« die Ausgabe, die Stellung einer französischen Batterie zu erkunden, die den deutschen Angriff aufhielt. Er begab sich mit seinem Zug weit ausholend in die Gegend, aus der die Batterie feuerte und gelangte in deren Nähe. Er hatte sich hierbei viele Kilometer von seiner Truppe «ntsernt. Beim weiteren Vorgehen aus die feuernde Batterie sah er sie in dem unübersichtlichen Gelände plötzlich auf etwa 200 Meter vor sich. Er saßte fosort den Entschluß, die Batterie zu erobern, brachte zwei Paks und ein LMG. ge­wandt in Stellung und eröffnete schlagartig das Feuer. Darauf ergaben sich die völlig überraschten Franzosen.

Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht hat ferner auf Vorschlag des Oberbefehlshabers der Lustwasfe, Generalscldmarschall Gering, das Ritterkreuz deS Eisernen Kreuzes verliehen dem Oberst Johannes Fink, Kommo­dore eines Kampfgeschwaders.

Oberst Fink hat sich mit seinem Geschwader in den Kämpsen an der Westfront durch zahlreiche, besonders er­folgreiche Feindslüge ausgezeichnet. Er hatte bei der'Nieder- kämpsung der feindlichen Lustwaffe am Durchbruch über die Maas und an der späteren Abschirmung der Südslanke hervorragenden Anteil. Zusammengefaßte Angriffe des Ge­schwaders unter seiner persönlichen Führung auf Flugplätze und Truppenlager hatten durchschlagende Erfolge. Bei schwierigster Wetterlage und im Nachteinsatz hat Oberst Fink fein Geschwader in stets neuen Einsatz gesührt und alle Austräge mit einem Mindestmaß an Verlusten erfolgreich ausgesührt.

veförderungen in der Wehrmacht

Der Führer und Oberste Befehlshaber besördert:

1. im Heer:

Berlin, 30. Juni. der Wehrmacht hat

Mit Wirkung vom 1. Juni 1940: zum General der In­fanterie den Generalleutnant von. Obstselder; mit Wirkung vom 1. Juli 1910: zu Generalleutnanten die Generalmajore: Hell, Nenner, Cranz, Schede, von Hanneken, Knieb; zu Gene­ralmajoren die Obersten: Kühn (Friedrich), Krehsing,

Schneckenburgsr, Zorn, Schröder; zu Obersten die Obcrsileut- nante: Maier, Menny, Kruse, Schulte-Tigges, Loida, Henke (Gerhard), Müttern, Tipl.-Jng. Schmidt (Oskar), Hennig, Rübel, Abberger, Holm, Peter, Müller, Wolshard, Oetken, Hünten, 'Dipll-Volkswirt Meyer (Cberhardt), Schulz (Otto), Neumann (Eberhardt), Krüger, Siber, Krappmann, Jurende; zu Oberstärzten die Oberfeldärzte: Dr. Ehrenberg, Dr. Lett­ner, Dr. Dobbek (Leo), Dr. Nörr, Dr. Laun (Hugo), Dr. Attig, Dr. Eckel (Josef), Dr. Hinze, Dr. Rehfeldt; zum Oberstfeld­veterinär den Obcrveterinär Albrand. In der Heeresverwal­

tung: zu Oberstintendanten die Oberintendantnrräte Mutsch- ler, Schmidt, Schulte; zum Ministerialrat den Oberregierungs­rat Dr. Dr. Wendt. Mit Wirkung vom 1. Mai 1940: zu Oberstkriegsgerichtsräten die Oberkriegsgerichtsräte Kestel, Dr. Grün, Dr. Pranse, Freiherr von Beust, Dr. Lattmann, Dr. Grünewald.

2. In der Kriegsmarine:

Mit Wirkung vom 1. Juli 1940: zu Konteradmiralen die Kapitäne zur See Mariens, Slevogs, Weichold, von dem Borne; zu Kapitänen zur See die Fregattenkapitäne Sorge (Siegsried), Heymann, Mössel, Rabe; zum Flottenarzt den Geschwaderarzt Dr. Eckmann.

3. In der Lustwasfe:

Mit Wirkung vom 1. Juli 1940: zu Generalmajoren den charakterisierten Generalmajor Seldner, die Obersten Pultar, Fröhlich. Mit Wirkung vom 1. Juni 1940: zum Generalarzt den Oberstarzt Dr. Schröder. Mit Wirkung vom 1. Juli 1940: zu Obersten die Oberstleutnante Dr. Meschendörser, von Hol- wede, Otte, Gibsone, Koerner, Grund, Thieme, Sander, Morell, Klemme, Stößner.

Jtalo Saldo zum Se-enken

Zahlreiche Kundgebungen deutschen Veileids / Italien trauert um seinen toten Lusthelden

Berlin, 30. Juni.

Die Kunde vom Soldatentod des Lustmarschalls des ita­lienischen Imperiums hat Deutschland mit tiefer Bewegung ausgenommen. Mit. Jtalo Balbo ist einer der Männer des Duce dahingegangen, die auch im Reich Ds kraftvolle Per­sönlichkeiten volkstümlich geworden waren. Davon zeugten u. a. Pich die Beileidstelegramme seiner deutschen Freunde.

Ministerpräsident Generalseldmarjchall Göring richtete anläßlich des Heldentodes des Marschalls Balbo an den Duce folgendes Telegramm:

Die Nachricht vom Heldentode meines Freundes Balbo hat mich aufs tiefste erschüttert. Ich kann es kaum fassen, daß diese energiegefüllte strahlende Persönlichkeit nicht mehr an der Spitze seines so verantwortungsvollen Wirkungs­kreises steht. Die Persönlichkeit des ersten Lustmarschalls des Faschismus war für uns alle in dieser Zeit ein Garant des Sieges. In dieser für Italien so tragischen Stunde übersende ich Ihnen, Duce, mein und meiner Lustwasfe tiefstes Mitgefühl. Ihr Hermann Göring."

Dem italienischen Armeegeneral Pricolo telegraphierte Generalseldmarfchall Göring:

Unfaßbar ist uns allen die Nachricht vom Heldentode Ihres Luftmarschalls Balbo. Eine gewaltige, nicht auszufüllende Lücke ist aufgetan. Der Schöpfer der italienischen Lustwasfe, der Bezwinger des Atlantik, ist so, wie er lebte, auch als Held gefallen. Aber wir deutschen Kameraden wissen, daß sein vor- wärtsstürmendcr, siegesgewisser Geist die italienische Luftwaffe erfüllen und beseelen wird und daß damit die italienische Lust­

wasfe im Heldengeist Balbos siegen wird. Ich selbst verliere einen treuen Freund, die deutsche Luftwaffe einen hervor­ragenden Kameraden. Wir senken in Trauer und Ehrfurcht die Fahne vor dem großen Toten.

Hermann Göring, Generalseldmarfchall."

Der Reichsminister des Auswärtigen, von Ribben- troP, hat zum Heldentod des Marschalls Balbo an den ita­lienischen Außenminister, Gras Ciano, folgendes Tele­gramm gesandt:

Mit tiefer Bewegung habe ich soeben die Nachricht von dem Soldatentod des Marschalls Balbo erhalten.

Ganz Deutschland gedenkt mit wärmster Anteilnahme und größter Bewunderung dieses kühnen Fliegers und alten Mit­kämpfers des Duce und der faschistischen Bewegung.

gez. von Nibbentrop."

Auch der Oberbefehlshaber der Wehrmacht, Generaloberst von Brauchitsch, hat dem Chef des italienischen Gene­ralstabs, General Badoglio, zum Heldentod des Mar­schalls Balbo ein Beileidstelegramm gesandt.

K

Die Besatzung des Flugzeuges von Marschall Balbo, die mit ihm am Himmel von Tobruk den Heldentod gefunden hat, setzte sich zusammen aus Major der Luftwaffe Ottavio Frailich, Hauptmann der Lustwasfe Gino Eapannini und Funker-Unteroffizier Giuseppe Berti. An Bord des gleichen Flugzeuges befanden sich aus dienstlichen Gründen und fanden ebenfalls den Tod: General­

konsul Enrico Caretti, Sekretär des Fascho von

Tripolis, Jnfanteriemajor d. R. Claudio Brnnelli, Generaldirektor des , Fremdenverkehrverbandes Libyen in Tripolis, Artilleriemajor d. R. Nello Quilici, Direktor desCarriere Padano", Alpinileutnant-d. R. Lino Balbo, Sekretär des Fasco von Ferrara und.Leutnant der Lustwasfe d. R. Gino Florio.

In ganz Italien sind die Flaggen aus Halbmast gesetzt. Das italienische Imperium trauert um seinen gefallenen Lusthelden. In seinem Schmerz empfindet es das italienische Volk dankbar, daß sein Wassengesiihrte Deutschland an seiner Trauer einen so tiefen Anteil nimmt.

Die Presse steht ganz im Zeichen deS Gedenkens an Mar­schall Balbo nnd unterstreicht den tiefen Eindruck, den sein Heldenhafter Tod in aller Welt gemacht hat. An erster Stelle wird das Telegramm des Führers an den Duce hervorgehoben. Aus allen ausländischen Hauptstädten und insbesondere aus dem verbündeten Deutschland werden Pressestimmen wie­dergegeben, die die hohen Eigenschaften Jtalo Balbos und die Anteilnahme für seinen frühen Heldentod zum Ausdruck bringen.

Das Gedächtnis von Jtalo Balbo, der wie alle führenden Persönlichkeiten der faschistischen Revolution, aus dep Reihen des Journalismus kommt und sein Leben lang mit gewandter Feder und scharfen Argumenten in der Presse für seine Ideen gekämpft hat, ist am Sonntag in der ausländischen Pressekon­ferenz feierlich geehrt worden. Aus besonderen Antrag des Vereins der ausländischen Presse einberufen, verlas der Ge­neralsekretär des Vereins eine an den Duce und den Minister Pavolini in ihrer Eigenschaft als aktive Journalisten und Flieger gerichtete Adresse, in der die ganze Sympathie und Ehr­furcht für Jtalo Balbo, dem schöpferischen Organisator und heldenmütigen Kämpfer, zum Ausdruck kommt. Der Leiter der Pressekonferenz, Gesandter Rocco, dankte um Naiven des Duce und des Ministers für Volksbildung kür die tiefempfun­denen Worte um den für sein Vaterland hochverdienten und für die Größe des faschistischen Imperiums gesältenen Helden.

MMMe«...

Gipfelpunkt britischer Selbstgefälligkell

L. Ein gewisser Monsieur Cous hatte einmal ein System erfunden, nach dem sich jeder aus jeder be­liebigen Klemme retten könne, wenn er seinem eigenen Spiegelbild mit der Formel:Mir geht es von Minute zu Minute besser!", Mut zuspricht. Und zwar je häu­figer, desto besser! Wir Deutschen halten von solchen krampfhaften Selbsttäuschungen wenig oder gar nichts: wir sind mit dem LeitsatzHilf dir selbst, so hilft dir Gott!" wie es sich gerade in der jüngsten Vergan­genheit immer wieder gezeigt hat am besten ge­fahren. Den Herren Engländern aber ist es^jetzt vorbehalten, dieses System Couö soweit auf die Spitze zu treiben, daß man nur noch dazu sagen kann: Höher geht's nimmer! . .

Ueber Oldengland rast die schlotternde Angstfurie vor dem kommenden Unheil, das man allzu leichtfertig

Vor fülzrer besichtigte die Maginotlinie

Führerhauptquartier» 30. Juni.

Der Führer besuchte am Sonntag vom Führerhaupt- quartier aus Miilhausen und das obere Elsaß. Bei dieser Gelegenheit besichtigte der Führer verschiedene schwere Panzerwerke der Maginotlinie, die durch die neuen deutschen Waffen in kürzester Zeit kampfunfähig gemacht worden waren.

mit dem stündlich erwarteten deutschen Generalangriff heraufbeschworen hat. Vom Lügengroßmogul Churchill herunter bis zum letzten Tommy ist man sich peinlichst darüber klargeworden, daß man in der Patsche sitzt wie noch nie daß kein Verbündeter und kein Garantierter" mehr da ist. der noch seine Haut zum Heile Englands zu Markte tragen will. Da ist Couö der rettende Strohhalm, an dem sich vor allem die Federhslden der Londoner Presse klammern. In dem Augenblick, wo man ganze Landstriche der Insel ent­völkert, Barrikadengegen die deutschen Panzer" (!) zusammenrafft. Wegweiser abmontiert und als letztes Aufgebot Schrotflinten requiriert in einem Augen­blick also, wo man, was die Taten angeht, völlig den Kopf verloren hat erklimmt die britische Großschnauze den Gipfel der Ueberheblichkeit.

Der lendenlahme Löwe sitzt in der Falle und brüllt: Bin ich nicht der König aller Kreaturen?"Bin ich's nicht?"Ich bin's! Ich bin es von Minute zu Minute mehr!"Daily Expreß" erklärt nämlich wört­lich:Wir werden den Herrschaften in Europa zeigen, was geschieht, wenn sie sich in unsere Angelegenheiten mischen!" Wir d. h. dieHerrschaften", die wir uns erfrechen, vor den britischen Größenwahn ein- für alle­mal ein eisernes P zu setzen, sehen staunend das Wun­der, das Couö an diesem windigen britischen Schreiber­ling vollbrachte! Dann kommt's noch dicker:Unsere einzige Schuld in der Vergangenheit war, mit zu gro­ßer Freundlichkeit und Naivität den guten Eigenschaften der Menschheit zu vertrauen, die anscheinend nur uns gegeben sind." (!!) Bescheiden ist man in London ja nie gewesen, daß man aber dort gerade in dem Augenblick, wo man die ungeheuerlichste Blutschuld der Menschheitsgeschichte auf sein Gewissen geladen hat und alle Welt den wahren Weltfeind durchschaut, nun auch noch die Güte für sich allein reklamiert, das ist der blutigste Hohn einer Selbstgerechtigkeit, die psycholo­gisch nur noch aus der Angst, aus der Flucht vor der Stimme des Gewissens zu erklären ist! Wenn diese Jämmerlinge aber gar noch glauben, daß sie etwa den deutschen Soldaten mit solchem Zetermordiogeschrei ins Bockshorn jagen können, so ist das ein Dunkelwahn, aus dem es ein schreckliches Erwachen geben wird!

Mit der gleichen Gemütsruhe und dem gleichen Lächeln quittieren wir auch die großspurige Ankündigung Mr. Churchills, daß er morgen im Unterhaus eine 'Erklärung überdie neue und schärfere Form der englischen Kriegs- polrtik" abzugeben gedenkt. Dies sollgeheim" geschehen, was die Drohung aber nicht etwa furchtbarer macht, son­dern eher beweist, daß auch der ehrenwerte Winston sich über die praktischen Auswirkungen dieserneuen Kriegspolitik" völlig unklar ist und..wieder einmal nur

Der Führer besichtigte Teile der Maginot-Linie.

Deutsche Flieger griffen erneut Hafenanlagen, Rüstungs­werke und Flugplätze in England nnd Schottland wir­kungsvoll mit Bomben an.

Der Führer verlieh Angehörigen des Heeres und der Luft­waffe das Ritterkreuz.

Die deutsch-französische Wasfenstillstandskommission trat in Wiesbaden zu ihrer ersten Sitzung zusammen.

Zahlreiche deutsche Persönlichkeiten sandten Beileids­telegramme aus Anlaß des Heldentodes deS italienischen Lustmarschalls Balbo.

Der Duce weilte erneut bei seinen Soldaten.

In Aeghpten mehren sich die Zusammenstöße zwischen Aegyptern und Engländern.

Die Wochenschauen vom Feldzug im Westen erhielten die höchsten Film-Prädikate.

2000 Teilnehmerinnen gestalteten in Anwesenheit der Reichssrauenwartin dasFest der Frau in Leibesübun- gen' in Bremen.

Bremens Weserwoche startete bei guter Beteiligung aus Oberweser und Hamme.

Im Endspiel um den Reichsbundpokal siegte Bayern vor Sachsen.

Die Bremer Fußballmeister in den unteren Klaffen wur­den ermittelt.