Ausgabe 
(29.12.1940) Nr. 359
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VavtLiamEchrr Tageszeitung

v-spmisdlott des Negierenden VSrgermeistns der jlkien gan,ead, vicmm

lir. ZSS / 10 . Jahrgang

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der Nationalsozialisten Vremens

Montag, Z 0 . Dezember 1940

Linzelpreis 1 S Npf.

befolge deutscher llberwassersireitkräste

KLMW

heftiger angriff auf stark gesicherten britischen 6eleit;ug im Nordatlantik

V

kinfaff unserer strtilterie- und lorpedowaffe

KÜVV-ro.-Vampfer versenkt/l-ranalen auf Schweren Kreuzer/Klbion mußte das Sesecht abbrechen

-oerrrn, 2 ». ^ezemoer.

ein-? Wehrmacht gibt bekannt:Deutsche Ueberwasserstreitkriifte melden

iÜn-n -auf einen stark gesicherten Eeleitzug im Nordatlantik. Es gelang «0V0-Tonnen-Dampfer durch Einsatz der Artillerie- und Torpedowaffe zu versenken. ? Dampfer schwer zu beschädigen und in kurzem Gefecht einem feindlichen Schwe­nk Z°rken Deckungsstrertkrafte mehrere schwere Artillerietreffer beizubringen, so daß

der Gegner das Gefecht abbrach. Die eigenen Streitkriiste erlitten keine Beschädigungen.

Ein Unterseeboot unter der Führung von Korvetten­kapitän von Stockhausen meldet als Gesamter­gebnis einer Fernunternehmung die Versenkung von 48 880 BRT. feindlichen Handelsschiffsraumes.

Im Verlaufe bewaffneter Aufklärungsflüge warf ein Kampfflugzeug gestern Bomben auf die Kaianlagen von Southampton.

In der letzten Nacht griffen schwächere Kampfflieger­verbände eine Hafenstadt an der britischen Kanalküste mit Bomben an. Ueber dem Reichsgebiet wurden in der vergangenen Nacht keine Bombe» abgeworfen. Bom­benwürfe im besetzten Gebiet richteten keinen nennens­werten Sachschaden an. Ein feindliches Flugzeug wurde durch Flakartillerie abgeschossen."

sichtspunkt aus in Manchester zu beobachten gewesen. Erst nach dreistündiger Arbeit hätten die Löscharbeiten der Feuerwehren teilweise Erfolg" gehabt. Während der ganzen Nacht sei der Himmel über Manchester vom Widerschein der Brände taghell erleuchtet gewesen. Viele der Brände seien bei Tagesanbruch noch nicht gelöscht gewesen.

SS ooo 7o. englischer Kriegsschifftonnage versenkt

Dr. v. I.. Rom, 29. Dezember.

Nach den neuesten italienischen Veröffentlichungen wurden in den ersten 12 Tagen der englischen Offensive in Nordafrika vom S. bis 20. Dezember 37 Jagdflugzeuge und sechs Bomber sicher, 17 weitere wahrscheinlich abgeschossen. Die italienischen Verluste belaufen sich für dieselbe Zeit an dieser Front aus

17 Bomber und 18 Jäger. An der Front gegen Griechenland wurden bis zum 7. Dezember mit Sicherheit 49 englische und griechische Jagdmaschinen und 26 Bomber abgeschossen.

Die italienische Luftwaffe versenkte bisher zwei Kreuzer und beschädigte 63 englische Kriegsschiffe sowie 45 Handels- schisse, 23 englische Kriegsschiffe und acht Handelsschiffe wur­den wahrscheinlich getroffen. Innerhalb der letzten 14 Tags erlitt die englische Marine infolge italienischer Gefechts­handlungen einen Tonnagsverlust von 56 006 Tonnen and zwar einen 10 000-Tonnen-Kreuzer der Southamptorcklasse, einen leichten Kreuzer von 9000 Tonnen, einen vor Bardia torpedierten 6000-Tonnen-Krsuzer, einen Hilfskreuzer von 2000 Tonnen (Typ Chakla) sowie vier Hilssschiffe mit insge­samt 29 000 BRT.

Bei der Gegenüberstellung der italienischen und der engli­schen Flugzeugverlustzissern unterstrich der Ches der Presse­abteilung des italienischen Lustfahrtministeriums, Oberst Rampelli, datz die Zahlen den klaren Beweis der Ueberlegen- heit der italienischen Jäger in den Luftkämpfen ergeben ha­ben. obwohl aus englischer Seite die Jagdmaschinen vom Baumuster Gloster-Gladiator aus allen Mittelmrrrsronten durch die schnelleren Typen der Hurrikane und Spitsire nach Möglichkeit erseht werden, die etwas schneller als die italieni­schen Jagdmaschinen vom Banmuster Fiat Or 42 find.

»kine wahre Kölle"

Stockholm, 29. Dezember.

Im englischen Nachrichtendienst berichteten britische Augen­zeugen über den kürzlichen deutschen Großangriff aus Man­chester. Ihre Behauptungen geben immerhin schon ein deut- lrcheres Bild von dem Umfang der Zerstörungen an kriegs­wichtigen Einrichtungen wie die stereotypen Angaben der amt­lichen britischen Berichte mit ihren beschädigtenGebäuden" undverbreiteten Schäden".

Ein Dachbeobachter schilderte u. a., datz eine schwere Bombe etwa 120 Meter von seinem Aussichtsposten in ein großes Fabrikgebäude eingeschlagen und dort explodiert sei. Sofort sei in der Fabrik Feuer ausgebrochen, das sich in kürzester Zeit so stark ausgedehnt habe, datz das ganze Gebäude bald einer wahren Hölle" geglichen habe. Aehnliche Brände seien in der näheren oder weiteren Entfernung von seinem Aus-

stussteknung der Krankenversicherung geplant

Reichsminister Seldte über Sozialpolitik

. Berlin. 29. Dezember.

In einer Unterredung, die Reichsarbeitsminister Seldte dem Mitteldeutschen" in Magdeburg gewährte, äußerte sich der Minister über aktuelle Fragen der Sozialpolitik. Die Kran­kenversicherung, so stellte er sest, habe, sich im Krieg ganz besonders bewährt. Obwohl die Beiträge für Soldaten und deren Angehörige nicht weiterbezahlt werden brauchten, seien alle Einberufenen krankenversichcrungspslichtig geblieben und ihre Rechte aus der Kassenmitgliedschast seien nach wie vor gewahrt. Angesichts der hervorragenden Bedeutung der Krankenversicherung für die Volksgesundheit sei es notwendig, recht bald der Frage näherzutreten, ob nicht die Krankenver- sichcrungspslicht erheblich über ihre bisherigen Grenzen aus­gedehnt werden müsse.

Weiterhin behandelte er das Problem des Arbectsemsatzes derjenigen Gefolgschaftsmitglieder, die durch die Rückkehr eines Soldaten ihren alten Arbeitsplatz ausgeben mutzten. Auch hier werde demnächst eine Regelung getroffen nach dem Grundsatz, baß jeder, der im Krieg feine Pflicht erfülle, in seinem Arbeitsleben keine Nachteile haben dürfe.

Dann gab ^Reichsarbeitsminister Seldte einige Zahlen über den Wohnungsbau bekannt, die eindeutig Zeugnis ablegen von der regen Tätigkeit der deutschen Bauwirtschast im Kriege Ende 1939 waren noch rund 170 006 Wohnungen im Bau' die als Bäuvorrat in das Jahr 1940 hinübergenommen wurden. Davon sind allein im alten Reichsgebiet 57 000 Wohnungen fertiggestellt worden. Außerdem wurden seit Kriegsbeginn in verstärktem Umfange Reichsmittel für den Landerwerb und die Herrichtung von Kleingärten zur Ver­fügung gestellt, so datz mehrere 10 000 Kleingärten neu erstellt werden konnten.

Deutsches Kriegsschiff im Stillen Szean

slusieugoerlavungen, Pkospkat- und Sellager auf der Insel Nauru beschaffen

Berlin, 29. Dezember.

Der australische Ministerpräsident Menzies erklärte, datz am 27. Dezember kurz nach Tages­anbruch die Insel Nauru, welche nordwestlich von Neuguinea im Stillen Ozean liegt, von einem feindlichen Schiff angegriffen und heftig beschossen worden sei. Auf der Insel, die seit 1888 Deutschland gehörte, aber seit 1928 britisches Mandatsgebiet ist, seien beträchtliche Sachschäden entstanden, jedoch ohne Menschenverluste.

Ergänzend teilte der australische Marineminister Hughes mit, datz das Schisf vor der Beschießung von Nauru die deut­sche Flagge hißte. Bor Feuererösfnung habe es eine drahtlose Warnung abgegeben, die Funkstation der Insel dürste nicht bedient werden. Dann habe das deutsche Kriegsschiff aus Flug­zeuge, die zum Verladen bestimmt gewesen seien, sowie aus Phosphat- und Oellager geschossen, jedoch nicht aus Privat- häuser. Nach Ausführung der wirkungsvollen Beschießung entfernte sich das deutsche Kriegsschiff unbeschädigt und un- Verfolgt wieder. Mit der obigen Feststellung des australi­schen Marineministers Hughes wird auch von gegnerischer Seite bestätigt, datz ein deutsches Kriegsschiff selbstverständlich nur unter deutscher Kriegsflagge Kampfhandlungen durch­führt. Anderslautende Meldungen der feindlichen Agitation sind falsch.

Im ablausenden Jahr haben die Ueberwasserstreitkräste auf dem Ozean eine wirksame Tätigkeit entfaltet. Als am 25. Januar die glückliche Heimkehr des Schweren Kreuzers Lützow" mitgeteilt wurde, erklärte die englische Presse, nun seien die Gefahren der englischen Schiffahrt in llebersee end­gültig vorbei. Mehr als 40 feindliche Kriegsschiffe, darunter Schiachtschisse, Flugzeugträger. Kreuzer, Zerstörer und U- Boote waren von den Westmächten in See geschickt worden, um den KreuzerLützow" zu stellen und niederzukämpfen. Datz dieser Kreuzer trotzdem glücklich nach Deutschland zu­rückkehrte, war den Londoner Zeitungen zwar peinlich, aber man hoffte in England, datz der außerordentliche Kräfteauf- wand zum Schutz der englischen Schiffahrt in llebersee sortan nicht mehr nötig sein würde. Doch die Engländer haben sich mit . ihren Ansichten über die deutschen Ueberwasserstreitkräste ebenso getäuscht wie mit den deutschen ll-Booten, die Chur­chill so oft totgesagt hat. Nicht nur im Atlantischen Ozean hallt jedoch der Donner deutscher Kanonen: auch auf der an­deren Seite der Erdkugel, mitten in den Weiten des Pazisi- sclxn Ozeans haben die Geschütze eines deutschen Kriegsschiffes ihre eherne Sprache geführt. Alan kann sich das Erstaunen der englisch-australischen Besatzung der fernen Koralleninsel vor­stellen, als vor ihrem Hafen plötzlich ein deutsches Kriegsschiff

erschien. Ihr Glaube an Englands Seeherrfchast dürste schwer erschüttert worden sein.

Nauru ist eine wertvolle Insel, deren Name für. uns Deutsche außerdem einen besonderen Klang hat, denn die Insel hat von 1888 bisi zum letzten .Weltkriege zum deut­schen Kolonialreich gehört. Jetzt machen sich die Briten unter dem Deckmantel eines sogenannten Völkerbund-mandats dort breit, das in Perioden von fünf Jahren zwischen England, Australien und Neuseeland abwechselt. Zur Zeit sind die Australier dran, die geraubte deutsche Insel auszubeuten. Der Seefahrer, der nach Nauru kommt, steht auf den ersten Blick, nur einige der vielen Kokospalmen, Aber Nauru birgt auf seiner Fläche von 21 Quadratkilometer dennoch gewaltige Vorräte an wertvollen Rohstoffen, Nach .den Schätzungen der Fachleute befinden sich auf der Insel über drei Millionen Tonnen Phosphat, das. zur Herstellung von Düngemitteln dient. Alljährlich werden von den durch deutsche Ingenieure erschlossenen Lagerstätten auf. Nauru über .250 000 Tonnen Phosphate zum Nutzen des englischen Empires abtranspor­tiert. Die ruhmvolle Tätigkeit deutscher Kriegsschiffe, in überseeischen Gewässern lenkt die Blicke, in besonderem Matze aus das Recht Deutschlands zur See- und Kolonialgeltung unter den Weltvölkern.

-sius nach Versin k"

Ein Film überDie Hölle von Dünkirchen"

Stockholm, 29. Dezember.

In England wird, wieDaily Expreß" berichtet, ein Propagandafilm für die englische Armee aufgeführt, der u. a. auchDie Hölle von Dünkirchen" behandelt. An einer Stelle des Films ruft der Sprecher den englischen Soldaten zu: Aus nach Berlin!" Ausnahmen von Engländern, die diesen Marsch bereits angetreten haben und in deutschen Gefangenen­lagern untergebracht sind, stehen dem Regisseur dieses Films zum Einblenden an dieser hierfür ungemein geeig­neten Stelle gerne zur Verfügung!

Britische kriegsgewinnler steuerlich geschont

Sroßverdiener am Werk aber ckurchttls plulokralenkrleg stekt schlecht

xli. Berlin, 29. Dezember.

ters Handelsdienst verbreitet bezeichnenderweise an versteckter Stelle eine Meldung, die ganz bczcich- ist für die wahren Nutznießer des britischen Krieges, h hat der britische Finanzminister mit Vertretern der Besprechungen gehabt, die dahin ausklangcn, da« er ist, den Großverdienern unter den Kriegsgewinnlern ch höhere Verdienste am Kriege zuzuschustern, da« er ondersteuer für die höchsten Riistnngsgewinne herab-

will. , , X

sächlich war eS nun nicht ewa so, daß diese Lvnver- qrundsätzlich die Kriegsgewinne getrosten halte, Cs sich wie stark Churchill unter dem Druck oer Pluto- icliaue seines Landes steht, die er hier von neuem begünstigt. Damit aber der schlechte Eindruck, den eine Maßnahme im heutigen England machen muß, in dem ,rma und verlogen von Gemeinschaft und Ausgleich der Glücken Geaensätze geredet wird, verwiicht wird, mutz Kat der sogenannten Arbeiterpartei etwas Geaenfeuer und daraus hinweisen, daß hier interessierte Kreise ,ie Regierung einen starken Druck auszuüben im Be-

ständlich Wird dieser Druck der interessierten Kreise der kratcii in England, wenn man hört, welche Gewinne riten des Empire an den Rüstungsaufträgen zu bcrdre- , der Lage sind. Schließlich wollen die Plutokrat-n nicht ohne neue Reichtümer eines Tages m dem gelobten Kanada eintreffen. Dort nämlich hat nach dem Bericht USA-Zeitung dieInternational Paper- and Powder

Company" einen Reingewinn von 3 000 000 Dollar an Rüstungsgewinnen erschefselt, während im vorangegangenen Jahr die Gesellschaft nur 12 000 Dollar Reingewinn erzielte. Aehnlich, wenn auch bei weitem nicht in diesem Grade, ist der Gewinn derCanada Wire and Cabel Company" im ersten Halbjahr 1940 gestiegen, die für ihre im Krieg beson­ders wichtigen Draht- und Kabellicserungen 24mal so viel Gewinn erzielen konnte, als im Jahre vorher.

Gewinne werden 'also im Empire Churchills und im Eng­land Churchills noch und noch verdient. Und es vergeht säst kein Tag, an dem nicht in diesen Meldungen der Beweis für die innere Wahrheit des vom Führer in seiner großen Rede vor den deutschen Rüstungsarbeitern gekennzeichneten Kamp-- ses zwischen Gold und Arbeit erhärtet wird. Dieser Kampf aber steht schlecht für "die Besitzer des Goldes, die den Krreg gegen Deutschland vom Zaune brachen. Nach lustigen Illusio­nen während der Festtage ist in den neuesten nach den USA. gegebenen Meldungen wieder der Katzenjammer eingetreten. England befürchtet zwei große Gefahren: die folgen deS Mangels an Schisfstonnage und die weiter bestehende ständige Trohnng der deutschen Invasion.

WC- wissen zwar, daß alle pessimistischen Darstellungen aus 'Cuchanb, seit der erste» freimütige» Aeußerung des i!vrd Lvthian alle dem einen Zweck dienen die USA. zuunbe­grenzter Hilfe" zu veranlassen. Aber wir wissen zugleich, baß die Tvnnagelage die Achillesferse 6nglands geworden ist. Sir Cunninghaip wurde als der gepriesen?Admiral vom Schlage Nelsons" herbeigerufen, um als Lordkommissar nun das britische Geleitzugwesen zu ordnen und dahin zu

bringen, daß eine Verbesserung der Dersorgungslage erzielt werde. Trotz allem aber zweifelt im Grunde Churchill selbst an der Möglichkeit der" Ueberwindung der Schwierigkeiten aus eigener Kraft, und er hat dies durch nichts deutlicher bewiesen, als durch die Rede an die Adresse Italiens. Im Grunde war sie nichts anderes als der gepreßte Hilfeschrei eines Mannes, der die ganze Hoffnungslosigkeit der Situation des Empires vor sich ficht. Daher auch die eigentümliche politische Nebennvte dieses Appells, die letzten Endes darin beruht, daß Churchill jeden Augenblick bereit wäre, die Türkei und Griechenland denen er sicher bisher Hossnangen auf italienische Besitzungen im östlichen Mittelmeer gemacht hat, auszugeben, wenn er Italien gewinnen könnte.

Wie es aber um diese Hossnung steht, das haben ihm nicht nur die Antworten aus Italien selbst gezeigt, sondern in­zwischen auch eine Darlegung, die in einer Sendung, des Bostoner Rundfunks über den Eindruck dieser Attacke Chur­chills gegeben wurde. Danach ist in Amerika kein Zweifel darüber, daß der Krieg in Italien durch diesen Schritt Churchills an Volkstümlichkeit stark gewonnen habe. Ja. der Rundfunksprecher stellt die Frage, warum London eigent­lich alles tue. um den Hatz des italienischen Volkes zu stärken.

Man habe überall selbst bei den italienischen Gefangenen in Libyen feststellen können, daß die italienischen Soldaten Mussolini unbedingt ergeben seien. Es zeigt sich also, wie verfehlt der einem verrannten Plutokra. nh,rn entsprungene Versuch war. eine Methode, die den Alliierten im Weltkrieg Erfolg brachte, heute aus ein totalitär geführtes Volk an­zuwenden.

Ois c!sutsc!is ^simotfront 1940

S. Wir find gewohnt, in den Tagen zwischen der Sonnenwende und dem Beginn des neuen Jahres Rück­schau zu halten und politische Bilanz zu ziehen. Bevor die einzigartigen militärischen Erfolge der natio­nalsozialistischen Großmacht innerhalb des letzten Zeit­abschnittes einer besonderen Würdigung unterzogen werden, seien im folgenden die wichtigsten Ereignisse und Arbeitsergebnisse an der Heimatfront ins Licht zu­sammenfassender Wertung gerückt.

An der Spitze unserer Feststellungen erinnern wir, mit den gewaltigen Leistungen der deutschen Wehrwirtschaft beginnend, an das Urteil des Führers vom 11. Dezem­ber des ausklingenden Jahres über die qualitative und quantitative Produktion unserer Rüstungsindu­strie:Die deutsche Rüstung ist allen ihr gestellten Aufgaben in höchstem Ausmaß gerecht geworden." In höchstem Ausmaß mit diesem Wort des Führers fand nicht nur das unermüdliche, mit dem heroischen Einsatz des Frontsoldaten wetteifernde Schaffen des Rüstungs­arbeiters und seiner Betriebsführung volle Anerken­nung, sondern das gesamte deutsche Volk wurde damit in der absoluten Siegeszuversicht auch vom Sektor der inneren Front her bestärkt. Schon die am 17. März 1940 erfolgte Ernennung Dr. Todts zum Reichsminister für Bewaffnung und Munition hatte auf diese nunmehr Wirklichkeit gewordene ungeheure Konzentration aller Kräfte der Rüstungswerke schließen lassen. Datz die deutsche Kriegswirtschaft auch in ihrer Eesamt- «rganisation das Ziel des Endsieges keineswegs verfehlen kann, dafür bürgt allein schon der am 18. Okto­ber Hermann Eöring erteilte Auftrag zur Durchführung des Vierjahresplanes, dieses zentralen Motors der deut­schen Wirtschaft, auf weitere vier Jahre. Mit nicht ge­ringem Erstaunen hat die Welt im Wirkungsbereich der- beiden Leipziger Kriegsmessen im März und August die unbeschränkte Einsatzfähigkeit unseres kontinentalen Ex­portapparates zur Kenntnis nehmen müssen. Die finanzpolitische Entwicklung'des Reiches schließ­lich bestätigte in jeder Hinsicht die Richtigkeit der Aeuße­rung des Reichswirtschaftsmknisters Funk vom August dieses Jahres:Die Reichsmark verkörpert die sicherste und stabilste Währung der Welt."

Die vorangegangene großangelegte Planung auf dem Gebiete der Ernährungswirtschaft bestand, wie es nicht anders zu erwarten war, ihre Bewährungsprobe auf der ganzen Linie. Ganz allgemein wirkte es sich bei der Lebensmittelrationierung weiterhin günstig aus, daß die öffentliche Bewirtschaftung im Gegensatz zu 1914 vorsorglich sofort zu Beginn des Krieges einsetzte. Außer­dem sicherten die positiven Ergebnisse der vorjährigen Erzeugungsschlachten in sämtlichen Verbrauchergruppen die vorteilhafte Stetigkeit der Lebensmittelverteilung. Besonders erwähnt sei die erfreuliche Erhöhung der Hackfruchtproduktion. Mit 142,1 Millionen Tonnen Ge­samtertrag steht die deutsche Hackfruchternte an der Spitze aller bisher erzielten Ergebnisse dieser Art: der Anteil der Kartoffelernte beziffert sich auf 70 Millionen Ton­nen (!), die Zuckerrübenernte erbrachte 21,2 Millionen Tonnen womit jedoch nur einigeder erzielten agrar- politischen Erfolge gestreift sind. Die bewundernswerten Anstrengungen unseres Landvolkes fanden ihre wertvolle Ergänzung durch den Einsatz jugendlicher Hilfskräfte und sonstiger freiwilliger Mitarbeiter in der Landwirtschaft, die sich ihren Sonderpflichten mit starkem Verantwor­tungsgefühl gegenüber dem Volksganzen widmeten. Ueberhaupt hat die Nation im zu Ende gehenden Jahr bewiesen, daß sie die Förderung der ernährungswirt- schaftlichen Faktoren als eine Eemeinschaftsaufgabe allerersten Ranges auffaßt und in diesem Sinne beharr­lich zu handeln versteht. Die Aufgeschlossenheit der nicht- landwirtschaftlichen Bevölkerung in Fragen der Ver­brauchslenkung dürfen die Hand in Hand arbeitenden Gliederungen der NSDAP. mit berechtigtem Stolz als ihr Erziehungswerk verbuchen. Schließlich machte die Neubilvung deutschen Bauerntums erhebliche Fort­schritte.

Die nationalpolitisch so außerordentlich wichtigen Ar­beiten zur Besiedlung der wiedergewonnenen deut­schen Ostgebiete Staatssekretär Reinhardt stellte im Dezember in einer großen Posener Rede allen im Osten schaffenden Deutschen bemerkenswerte Steuererleichte­rungen in Aussicht standen in den vergangenen zwölf Monaten im Zeichen der Unterbringung unserer Balten- und Wölhynien-Rückwanderer sowie unserer aus Gali- zien, Bessarabien, der Nordbukowina und der Dobrudscha heimgekehrten Volksgenossen. Die umsichtige Mitwirkung der NS.-Frauenschaft bei der Betreuung der Rückkeh­renden im Rahmen der NSV.-Aktionen (auch auf den

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Teutsch« Ueberwasserstreitkräste versenkten im Nord- . atlantik einen 6000-BRT.-Tampser und erzielten Artillerie- tresser aus Schweren Kreuzer.

Die Insel Nauru im Stillen Ozean wurde von einem deutschen Kriegsschiss wirkungsvoll beschossen.

An der Front von Bardia herrschte erhöhte Tätigkeit. Britische Kriegsgewinnler werden von Churchills Finanz­minister erneut steuerlich geschont.

In Erweiterung des Kciegsschädenrechtes wurden Richt­linien sür die Erstattung von Rutzungsschäden erlassen. "Im Sportbcreich Niedersachsen sielen Futzball-, Handball-, Hockey- und Rugbyspiele aus.

Harte Kämpfe in den Braunschwciger Bereichs-Boxmeister- schasten.

Berlins Futzballaltmeister Hertha/BSC. wurde vom TK. Bratislava 7:1 geschlagen.