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parteiamtliche Lageszeitung
Das Amtsblatt des legierenden Dürgermeisters der freien fjansestadt Vremen
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der Nationalsozialisten Bremens
Amtliches verkündungsblatt des Neichsstatchalters in Oldenburg und Vcemen
Nr. Z54 / 10. Jahrgang
Dienstag, 24. Dezember 1840
Einzelpreis 13 Nps.
efter heftig bombardiert
Selbst -er Londoner Nundfunk und Neuter geben umfangreiche Schödei zu
Tiefangriff auf britisches flluminiumwerk
Sie verminung englischer stäsen wurde fortgesetzt
Der
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Berlin, 23. Dezember.
Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „Die Tätigkeit der Luftwaffe beschränkte sich gestern tagsüber im allgemeinen auf bewaffnete Aufklärung. Ein Aufklärungsflugzeug griff das größte britische Aluminiumwerk, Fort William, in Nordschottland trotz starker Flakabwehr in kühn geführtem Tiefflug an. Durch Treffer in die wichtigsten Anlägen mit nachfolgenden Explosionen wurde das Werk schwerstens getroffen.
In der Nacht zum 23. Dezember griffen starke Verbände schwerer Kampfflugzeuge die bedeutenden Industrieanlagen in Manchester mit großem Erfolg an. Riesige Brandherde in den Fabrikanlagen und Lagerräumen waren die Folge. Außerdem wurden kriegswichtige Ziele in London, Bristol, Liverpool. South- ampton, Portsmouth und anderen Städten angegriffen. Das Verminen britischer Häfen nahm seinen Fortgang.
Feindliche Flugzeuge warfen in der vergangenen Nacht an wenigen Stellen im westlichen Grenzgebiet eine kleine Anzahl von Spreng- und Brandbomben. Es entstand nur geringer Personen- und unbedeutender Sachschaden an Wohnhäusern. Jagdflieger schössen gestern ein feindliches Flugzeug ab. Ein eigenes Flugzeug ist nicht zurückgekehrt.
Beim Angriff auf das Aluminkumwerk Fort William zeichnete sich die Besatzung des Aufklärungsflugzeuges, Kommandant Oberleutnant Fidorra, Flugzeugführer Leutnant Mündel, Bordfunker Oberfeldwebel Böthe, Bordschiitze Unteroffizier Lemberg, besonders aus."
Wenn bom englischen Nachrichtendienst auch zunächst der Name der von der deutschen Luftwaffe am schwersten getroffenen Stadt verschwiegen wurde, so mutzte er unter dem Zwang der Tatsachen doch bereits am Montag früh zugeben, daß sich der deutsche Angriff hauptsächlich gegen eine Stadt im Nordwesten richtete, die während vieler Stunden schwer angegriffen wurde. Wie das britische Luftfahrtministerium und das Ministerium für innere Sicherheit zu diesem Angriff mitteilen, wurde eine große Anzahl von Bränden entfacht und beträchtliche Schäden an Bauten und Lagern verursacht. Bomben wurden auch auf die User des Mcrsey und im Osten der Midlands abgeworfen.
Später gab Reuter dann den Namen der schwer mitgenommenen Stadt bekannt: Manchester. Ein ergänzender Reuter-Bericht verrät natürlich nicht, was die deutsche Luft-
Vrilisches U-Vook „Sroordsifl,' verloren
Stockholm, 23. Dezember
Die britische Admiralität gibt bekannt daß das U-Boot „S w o r d f i s h" überfällig fei und als verloren betrachtet -werden müsse.
Das Boot hatte eine Wasserverdrängung von 640 Tonnen bei Ucberwassersahrt und 935 Tonnen bei Tauchfahrt. Die Besatzung betrug 4V Mann. Der 1932 vom Stapel gelaufene „Swordfish" gehörte zu einer Serie von vier U-Booten, von denen jetzt drei verlorengegangen sind.
Oslo, 23. Dezember
Das im Solde Englands fahrende 7203 BRT. große norwegische Motorschiss „R i n g w o o d", früher „Bcljcanne". wird vermißt. Norwegens „Handels- und Schissahrtszcitung" schreibt dazu: Ob das Schiff ein Opfer des Krieges geworden ist, weiß man nicht. Da es jedoch unter englischer Kontrolle suhr. kann man naheliegendcrweise einen Kriegsverlust annehmen.
Waffe getroffen hat, aber er zeigt deutlich, daß sie nur zu erfolgreich war. Im einzelnen heißt es in diesem Bericht: Manchester hatte in der Nacht zum Montag einen sehr langen und schweren Luftangriff. Noch viele Stunden nach dem Angriff hingen Rauchwolken am Morgen über der Stadt. Der Angriff begann bald nach Einbruch der Nacht, als sich die feindlichen Flugzeuge der Stadt von Süden her näherten. Welle auf Welle erschien in der Aufeinanderfolge von Minuten über der Stadt. Alle Feuerlöschmannschaften, die verfüg
bar waren, wurden eingesetzt. Einige der Feuer, die verursacht wurden, waren meilenweit sichtbar. An Zerstörungen gibt der Bericht nur „Häuser" an.
Der Londoner Rundfunk geht etwas weiter und nennt wenigstens öffentliche Gebäude und Geschäftshäuser, mit denen offensichtlich die von Bomben zerstörten Industrieanlagen und Lagerhäuser gemeint find. Manchester, so sagt der Londoner Rundfunk, fei außerordentlich heftig bombardiert worden. Der Angriff habe mehrere Stunden gedauert. Umfangreicher Schaden sei durch die Bombenabwürfe entstanden und viele Brände feien ausgebrochen. Oeffentliche Gebäude, Geschäftshäuser, Hotels und ein in der Mitte der Stadt gelegener großer Geschästsblock seien völlig zerstört bzw. ernsthaft beschädigt worden.
Wenn das scholl der Londoner Rundfunk zugibt, wie groß müssen dann in Wirklichkeit die Erfolge der deutsche» Luftwaffe fein!
vrMfche vomben auf Zürich
Vie schweizerische Neutralität abermals gewissenlos mißachtet — kls verletzte
Genf, 23. Dezember.
Roch ist der schweizerische Protest wegen der Bombardierung von Basel vom britischen Foreign Office unbeantwortet, ' da zeigt die Rohal Air Force aufs neue, was sie von solchen diplomatischen Schritten neutraler Staaten hält. Britische Flugzeuge überflogen am Sonntagabend erneut schweizerisches Gebiet und warfen an mehreren Stellen Bomben.
Nach der Grenzstadt Basel war diesmal die mitten in der Schweiz gelegene Stadt Zürich das Opfer des brutalen Ueberfallsoder Churchill-Flieger, die dort gegen 20.55 Uhr mehrere Sprengbomben und eine große Anzahl von Brandbomben abwarfen. Von den vier explodierten Sprengbomben schlug eine in ein Wohnhaus ein, das vollständig zerstört wurde. Die Bewohner wurden verschüttet. Nach den bisher vorliegenden Feststellungen mußten dort vier Personen mit zum Teil erheblichen Verletzungen ins Krankenhaus gebracht werden. Weitere Bomben fielen längs der Bahnlinie nach Altstetten, zerstörten eine Fahrleitung der schweizerischen Bundesbahnen und beschädigten mehrere Werkstätten. Eine Brandbombe traf in eine Großgarage. Ins
gesamt wurden durch den britischen Ueberfall, abgesehen von dem erheblichen Sachschaden, nicht weniger als elf Personen verletzt. Auch in Basel und Bern maßte in der Nacht zum Montag Fliegeralarm gegeben werden.
Die Engländer haben damit wieder einmal mit zynischer Ossenheit gezeigt, wie grenzenlos ihre Mißachtung der Neutralität eines anderen Landes ist, ganz im Sinne der Erklärung des britischen Arbeitsministers Bevin, der erst am vergangenen Freitag die bekannte englische Drohung wiederholte: „Es kann keine Neutralität mehr geben."
In der Nähe des Güterbahnhoss von Zürich ist ein Blindgänger nachträglich explodiert, was mehrere Verletzte zur Folge hatte. Ferner traf aus Zürich die Meldung ein, daß aus dem Bahnviadukt bei Wipkingen (Kanton Zürich) eine britische Sprengbombe explodierte, gerade als Arbeiter mit der Reparatur der Fahrleitungen beschäftigt waren. Nach den bisherigen Feststellungen wurden acht Bahnarbeiter verletzt. Die Vahnverwaltung hat einen Bergungszug an die Stelle des britischen Uebersalls entsandt. Nach Feststellungen aus anderer Quelle sind auch in der Gegend von Schlieren (Kanton Zürich) Bomben abgeworfen.
veneral Vstzimo wieder votschaster Japans
Berlin, 23. Dezember.
Der kaiserlich-japanische Botschafter in Berlin, Kurusu, ist nach Tokio zurückberufen worden. An seiner Stelle wurde General Oshima, der als japanischer Militärattache und später als Botschafter in Berlin bereits mehrere Jahre tätig war, zum Vertreter des Kaiserreiches Japan ernannt.
Der scheidende Botschafter Kur-usu hat während seiner Tätigkeit die deutsch-japanische Freundschaft als Vertreter Japans in Berlin fortgeführt, sein Name wird mit der engen Knüpfung der politischen Kampfgemeinschaft in dem Bündnis- des Dreimächtepakts verbunden bleiben, den er als Vertreter Japans am 27. September unterzeichnete. Er hat dann auch die weiteren Beitritte zum Dreimächtepakt als Vertreter des japanischen Verbündeten durch Unterzeichnung der Dokumente jeweils mit vollzogen. Botschafter Kurusu erneute sich in Berlin größter Sympathien, sein Haus war der beliebte Mittelpunkt der deutsch-japanischen Gesellschaft. Ihn
begleiten bei seinem Scheiden die besten deutschen Wünsche für seinen weiteren Lebensweg.
Mit General Oshima kehrt ein alter Freund Deutschlands an seine frühere Wirkungsstätte zurück. Er war bis vor etwa einem Jahr Militär-Attache und dann Botschafter in Berlin. Als er von Berlin schied, ging er nach Japan zurück, um dort für die enge Zusammenarbeit mit den Mächten der Achse zu wirken und kann von der japanischen Seite her als einer der Urheber des Dreimächtepakts angesehen werden. Seiner ganzen Natur nach ist Oshima Soldat, er hat aber. als ihn sein Kaiser zu diplomatischen Aufgaben berief, nicht gezögert, auch aus diesem Felde seine ganze Krast in den Dienst seines Volkes und für die deutsch-japanische Freundschaft einzusetzen. Er hat in diesem Sinn für das Zustandekommen des Dreimächtepakts gearbeitet, dessen volle Wirksamkeit gerade in diesen Tagen in Japan besonders unterstrichen worden ist und dessen Wirkungskraft vor aller Welt durch die Einsetzung der technischen Kommission dargetan wurde. General Oshima, der in dem Pakt seizr Wirken erfüllt sieht, kehrt nun nach Berlin zurück, wo rhn übrigens enge Freundschaft mit Rcichsaußenmiüister von Ribbentrop verbindet. b.
englische Hilfeschreie nach srachtraum
Schwerste Schlüge -er -eutschen Vlocka-ewaffen - kinstchllge Stimmen aus Sü-amerlka
Der Schrei der Briten nach neuem Frachtraum Tag stärker abgepreßt wird, weil ihnen durch die net werden, kehrt in den Reden der letzten Tage
Er liegt im Grunde auch der eigentümlichen Lobrede Be- vins aus den Plan „Ware gegen Ware" zugrunde, wobei nur nebenbei eingeschaltet zu weichen braucht, daß dieser Plan natürlich nur wegen der Umgehung des ^oh»>on-Ge,etzes durch eine andere Form der Kreditgewährung willen gelobt wurde, da Kreditgewährung eine in USA. nicht sehr beliebte Angelegenheit ist, weil die Milliardenverluste aus dem Weltkrieg noch nicht ganz vergessen sind. Im übrigen steht das Thema „Neutralität" mit diesen Fragen in sehr starkem und nahem Zusammenhang. Das beweist die bei Bevin und in Artikeln der Presse wiederkehrende Erörterung dieses Problems im Sinne der alten britischen Tradition, vie es als eine Selbstverständlichkeit ansieht, daß andere Böller die Kriege Englands sichren, insbesondere die kleinen, für deren Freiheit England ja zu kämpfen vorgibt, solange sie sich in dem Anfpvuch Britanniens auf Kontrolle des Welthandels und der Meere fügen. Aber dann müssen sie auch bereit sein, Blutsold zu geben für die Aufrechterhaltung der Hegemonie der Briten, und wenn sie nicht freiwillig dazu bereit sind. dann wird durch Druck, Betrug und Gewalt nachgeholfen. Wir erinnern uns sehr genau noch der sehr eingehenden Behandlung des Themas „Neutralität" im Frühjahr 1939, als England die Kriegsausweitung im Norden und Südosten Europas anstrebte, weil es ohne die geplanten Flankenstöße sich außerstande fühlte zu einer Initiative gegen Deutschland.
.Heute ist die Lage völlig verändert, jetzt dreht es sich nicht mehr um eine „Offensive", deren Unmöglichkeit in der Rede Churchills offen zugegeben wurde, sondern um die Frage
6. H. Berlin, 23. Dezember.
, der ihnen von der deutschen Blockade von Tag zu Schiffsverluste immer katastrophalere Aspekts eröff- ständig wieder.
unter deip Zwang einer hoffnungslosen Defensive wenigstens mit Hilfe dritter die Vernichtung abzuwenden. Nichts anderes besagt im Grupde auch der Versuch des britiscl^'n Schiss- iahrtSministers Croß, die USA. zu Hilfsmaßnahmen zu veranlassen, die einer Hilie bis zur letzten Konsequenz gleichkommen sollen. Croß wies mit aller Deutlichkeit daraus hin, daß angesichts der jetzige» Btockadewirkungen die englischen Kriegsanstrengungen nicht aus bestimmte Zeit hinaus im jetzigen Stil fortgesetzt werden können. Und er fährt fort: England braucht Frachtraum, es befinden sich «ine gewisse Anzahl feindlicher Schisie in den Vereinigten Staaten. Ich bin natürlich aus diese Fahrzeuge begierig, denn es sind die einzigen Möglichkeiten sür eine einigermaßen wirksame Ausfüllung unserer Tonnage, Croß glaubt also noch dringlichere Wünsche — ganz im Sinne der Forderungen Lothians — äußern zu müssen als Pläne „Ware gegen Ware", Er spricht ja die Gründe des Verzweislungsschreis, der zu einer Kopflosigkeit anderer führen soll, selbst an Man braucht aus den letzten Tagen aber nur die südamerikanische Presse durchzusehen, und man findet bort die Bestätigung in mehreren Pressestimmen, aus denen wir zwei herausheben, die erkennen lassen, daß die Entwicklung der Lage Britanniens auch in aller Welt sichtbar wird, daß aber auch die Frage dxr Urheberschaft dieser Lqge erkannt wird die in der Kriegsschuld der Plutvkratie zu erblicken ist, die sich auch an den Folgen des Krieges zu mästen in der Lage ist. Es wird aber auch ersichtlich, daß der Kampf sür diese Finanzhyänen und Welthandclskontrolleure in England aussichtslos geworden ist und diesmal die verbrecherische Kriegspolitik Churchills und Genossen scheitern muß an der militärischen und wirtschaftlichen. und wir fügen stolz hinzu vor allem auch der geisti
gen Rüstung des nationalsozialistischen Deutschlands für diese von den anderen heraufbeschworenen Auseinandersetzung.
Die argentinische Zeitung „Nacion" macht bemerkenswerte Angaben über die schwierige Lage der Kriegsmarine Britanniens. Die Flotte sei nicht mehr als vollwertig anzusehen. Sie habe bereits 169 Einheiten verloren mit 417 000 Tonnen, darunter 33 Zerstörer. Daher sei sie auch nicht mehr imstande, Handels- schifse gegen Verluste durch deutsche U-Boote zu schützen. Selbst wenn die USA. Hilfe brächten, aus die England dringend angewiesen sei, sei es zweifelhaft, ob es den Ozean beherrschen könne, Nicht zu vergessen sei, daß England von der deutschen Luftwaffe bedroht sei die zusammen mit der Marine über Lufthäfen an der Westküste Europas vom Nordkap bis zu den Pyrenäen verfüge. Die Zeitung meint zum Schluß, daß, wenn das Jnselreich von deutschen Truppen besetzt werde, die Britenflotte sich nicht zum Kamps stellen, sondern sich nach Amerika in Sicherheit bringen würde.
Die Rio-Zeitschrist „Oite Dias" gibt in einem Artikel „Waffe der Blockade einen Uebevblick über die Geschichte der Blockade als einer Kriegswasse im modernen Krieg, England habe sich ihrer zuerst im letzten Weltkrieg bedient. Nach vier Jahren sei es damals - gelungen, deutsche Frauen und Kinder auszuhungern Deutschland habe diese unmenschliche Taktik nicht vergessen, sei jetzt daher wirtschaftlich so vorbereitet, daß England nicht nur sein Ziel nicht erreichen werde, sondern es sei auch in der Lage, mit derselben Waffe auf gleiche Weise zurückzuzahlen. Der Artikel weist auf die letzte Willingdon-Erklärung in Argentinien hin, „daß der Wirtschaftskrieg die humanste Masse sei". Die Zeitung stellt fest, daß unter den Folgen englischen Wirtschaftskrieges die neutralen Staaten ungeheuer zu leiden haben, Die Landesprodukte Hausen sich, denen natürliche Absatzmärkte abgeschnitten sind. Ein derartiger chaotischer Zustand wäre verheerend für die Völker, qber lukrativ iür die Herren der internationalen Finanz, die auf Kosten des Elends und des Hungers von Millionen märchenhafte Reichtümer einstecken.
In der Krregsweihnacht des Jahres 1940 fühlen wir alle, wie tief die Feier der Lichtwende mit unserem eigenen Leben verbunden ist. Wenn in der längsten und dunkelsten Nacht des Winters die strahlenden Weihnachtskerzen ihr warmes Licht verschenken, wird uns die ewige Kraft lebenspendender Mütterlichkeit mitten in der Härte der Zeit zur tröstlichen Gewißheit. Die großen Ereignisse dieses Krieges sind an den Frauen nicht spurlos vorübergegangen. Sie haben auch sie aufgerufen, ihren Anteil zum deutschen Lebenskampf beizutragen, allen voran die, die der Nation einen geliebten Menschen opferten, die Frauen und Mütter, deren Augen in diesen Tagen vergebens nach einem Antlitz ausschauen, das sie nie mehr sehen werden. Um diese Frauen schließen wir uns in dieser Stunde enger. Ihnen gilt unser schwesterlicher Beistand. Wir danken ihnen für ihre Tapferkeit, die uns alle bestärkt — ihr Opfer vermag kein Dank zu erreichen.
Nächst ihnen wollen wir in diesen Tagen jener gedenken, die die Waffen für Kampf und Sieg schmiedeten. Unermüdlich schafften in diesen Monaten die Frauen in den Waffenfabriken, die werktätigen Frauen allerorts. Sie haben zu ihren häuslichen Pflichten den angespanntesten Einsatz in den Fabriken auf sich genommen, damit den Soldaten die Waffen nicht ausgingen. Wir haben getan, was wir vermochten, um ihnen ihr selbstverständlich getragenes Los zu erleichtern, und wir waren erfreut zu sehen, wie sich an vielen Stellen die große Kameradschaft der Frauen bewies. Daß der Führer anläßlich des Empfanges in der Reichskanzlei ihnen und ihren Arbeitskameraden den Dank der Nation aussprach, war für sie und alle übrigen Schaffenden das Schönste, was ihnen geschehen konnte.
Unser ebenso herzlicher Dank gilt der Landsrau; wir sind in diesem Jahre immer satt geworden, wir haben nichts entbehrt. Vieles hätten pur vermissen müssen, wenn sie weniger fleißig, weniger verantwortungsfreudig gewesen wären. Obwohl schon seit Jahren mit allen Kräften angespannt, haben sie auch in den Monaten des Krieges ihr Bestes hergegeben. Wir werden es ihnen nicht vergessen.
Auch die Hausfrauen haben begriffen, worum es heute geht; sie haben sich als politisch denkende Menschen gezeigt und der Führung die Gewißheit gegeben, daß dieser Krieg sie auf ihrem Felde als Kameraden der Männer findet. Unübersehbar war die Zahl der Helferinnen, unermüdlich ihr Einsatz, wenn sie angefordert wurden. Im Rahmen der Nachbarschaftshilfe stellten sie sich Millionen und aber Millionen Stunden der werktätigen Frau, der Bäuerin, dem Kinde und den Soldaten zur Verfügung. Ihre Hilfstätigkeit ist in diesen Monaten wohl allen Deutschen ein Begriff geworden. Sie haben sich nicht des Dankes wegen gemeldet; ihr stetes Bereitsein war ihnen selbstverständlicher Ausdruck jener Haltung, die die Menschen unseres Volkes iN einem Krieg aufs engste verbindet. Ganz besonders erinnern wir uns in diesen Tagen jener großen Sondereinsätze, zu denen auch wir aufgerufen worden sind. Was die Frauen bei der Heimholung der Bukowina- und Dobrudschadeutschen geleistet haben, ist wert, festgehalten zu werden. Wir danken ihnen, daß sie uns ein so gutes Beispiel waren, und grüßen diejenigen, die über die Festtage aus den Reihen der Fraue.nschaft und der Studentinnen als Betreuerinnen draußen geblieben sind.
Den vielen tausend Mitarbeiterinnen in Block, Zelle und Ortsgruppe, in Kreis und Gau müssen wir unsere Anerkennung aussprechen. Sie haben uns geholfen, achtsam zu sein und überall da, wo eine schwache Stelle war, verstärkte Hilfe anzusetzen. Sie haben durch organisatorische und praktische Maßnahmen, durch bereitwilliges Einordnen in die Eemeinschaftsorganisation, die Einheit der deutschen Frauenarbeit gefestigt und für den Feind unangreifbar gemacht. So stehen sie Hand in Hand mit all jenen Frauen im Berufsleben, deren Stolz es ist, am inneren Aufbau unseres völkischen Lebens mitgestaltend arbeiten zu können.
Der freundliche Schein der Kerzen mag uns in diesen Tagen für kurze Zeit ausspannen und m uns hinein- horchen lassen. Im nächsten Jahre wollen wir dann weiterarbeiten mit der gleichen Selbstverständlichkeit wie bjsher. um Dank nicht besorgt, — denn eins wissen
»in»»»»»,»»
Der wichtigen Stadt Manchester galten diesmal besonders nachhaltige Schläge der deutschen Luftwaffe.
Die Flieger Churchills mißachteten erneut gewissenlos die schweizerische Neutralität.
Durch ein italienisches Torpedoflugzeug wurde ein britischer Hilfskreuzer versenkt.
Das britische U-Boot „Swordfish" ist als verloren gemeldet.
Eden wurde englischer Außenminister; Halifax geht als Botschafter nach Washington.
Der englische Riesendampser „Oueen Marv" wird künftig als Truppentransporter dienen.
An Stelle Kurusus nimmt General Oshima wieder den Botschafterpostcn Japans in Berlin ein.
Bei Fliegeralarm sind laut polizeilicher Anordnung die Lichter der Weiihnachtsbäume zu löschen.