Ausgabe 
(23.12.1940) Nr. 353
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parteiamtliche Lageszeitung

Das Amtsblatt des legierenden Bürgermeisters der Freien Hansestadt Dremen

Anzeigen - Grundpreise r

Die 1 min hohe und 22 nun breite Zeile im Anzeigenteil 13 -A4. Die 78 oam breite und 1 mw hohe Zeile im Tertteil 75 -A4. Ermäßigte Grundpreise (für Klein- u.Familien- anzeigen u. a.) sowie sonstige Be­dingungen Preisliste 9 Nachlaß­staffel 6. Für Anzeigen durch den Fernspr. keine Gewähr. Annahme­schluß 16 Uhr? sonnabends 14 Uhr. Geschäftsstellen: Bremen: Teeren Nr. 6/8, Fernspr. 5 41 21. Nachtrus und sonntags: Fernsprecher 51115; Obernstraße 86, Fernspr. 5 4121. Vn Shke» Mühlendamm Nr. 2.

der Nationalsozialisten Vremens

sinnliches verkündungsblatt des leichsstatchalters in Oldenburg und Dremen

Nr. Z5Z / 10. Jahrgang

Montag, 2Z. Dezember 1940

kinzetpreis 13 Npf.

totale Zerstörunastaktlk der deutschen

Mit

Selbst London kann die Wucht der lebten deutschen Sroßangriffe nicht ableugnen

Sän; London bebt unter vombenschldgen

die englischen Slasfabriken müssen auch nachts arbeiten

Berlin, 22. Dezember

Die neuen deutschen Erogangriffe haben dem britischen Jnformationsministerium sichtlich den Atem verschlagen. Der britische Rundfunk kann nicht umhin, festzustellen, dah die deutschen An­griffe auf englisches Gebiet in der Nacht zum Sonntag „einen beträchtlichen Umfang" gehabt und fast die ganze Nacht hindurch gedauert hätten. In der Hauptsache hätten sie sich auf Liverpool und das Gebiet des Flusses Merseq erstreckt» wo großer Schaden angerichtet worden sei. Eine „Reihe von Bränden" sei ausgebrochen und sehr viele Handelshäuser seien zerstört oder beschädigt worden. Die Brände habe man allerdings „zum Teil" schnell löschen können. Auch im Stadtgebiet von London seien im Laufe der Nacht Bomben gefallen, die Schaden „an Häusern" angerichtet hätten.

Auch der Bericht des Luftsahrtministeriums und des Mini­steriums für die innere Sicherheit mutz zugeben, »atz die Tätigkeit der feindlichen Luststreitkriiste in der Nacht zum Sonntag gegen Liverpool und die Ufer des Merseh „in be­deutendem Umfang" gerichtet war und bis in die frühen Morgenstunden fortgesetzt wurden. Viele Brände seien entfacht. Weitere Bomben seien auch an vielen anderen sehr weit voneinander entfernt liegenden Plätzen in England und in Wales abgeworfen worden. Aus Newhork kommen zunächst noch Berichte über die deutschen Angriffe in der Nacht zum Sonnabend und im Verlaus des Sonnabend, über die die Londoner Stellen natürlich längst den Mantel des Schweigens breiten.

Der Uniteb-Preß-Korrespondsnt Russell berichtet aus Lon­don, daß deutsche Flugzeuge am Sonnabend den Nordwesten, den Norden und den Nordosten Englands sowie die Midlands angegriffen haben, nachdem sie während der Nacht Liverpool

/

und das Gebiet des Merfey-Flusfes stundenlang „in Rückkehr zur Bkitzkriegtechnik" bombardiert hätten. Er sei Aar geworden, daß die Deutschen totale Aerstvvungstaktiken längs des Merfey-Flusfes anwandten. Sie konzentrierten den Angriff auf Liverpool, um die Docks zu zerstören. Der An­griff auf Liverpool habe viele Stunden gedauert. Zahlreiche „Geschäfte seien durch einen unaufhörlichen Regen von Spreng- und Brandbomben zerstört worden".

INS meldet, London habe am Sonnabend bereits kurz nach 15 Uhr Lustalarm gehabt. Später meldete der JNS- Berichterstatter Lait, London fei in der Nacht zum Sonntag in Massen angegriffen worden. Die ganze Stadt habe durch das Krepieren schwerer Bomben gebebt. Weitere Einzelheiten ständen aber noch aus.

Es ist sehr zu bezweifeln, daß die britische Zensur Nachrich­ten über weitere Einzelheiten zulassen wird. Diese Einzel­heiten kann man sich eher rekonstruieren, z. B. aus einer Meldung des Londoner Korrespondenten von „Nya Daglight Allehanda", wonach die englischen Masonit-Fabriken ohne Unterbrechung weiterarbeiten müssen. In diesen Fabriken würden nämiich aus Zuckerrohr Ersatzscheiben für die unzähligen, durch deutsche Bomben zerstörten Fensterscheiben hergestellt. Diese Maßnahme sei notwendig gewesen, um nur einigermaßen ein gleiches Tempo mit den deutschen Bom­ben halten zu können, die unaufhörlich die Fensterscheiben der britischen Hauptstadt und anderer Städte zertrümmerten.

Und nicht nur- die Fensterscheiben deren Zerstörung Duff Cooper gütigst zu melden gestattet!

Liverpool nochmals öroßangriffsziel

fluch London und andere Städte wieder schwer bombardiert — Selechug wirkungsvoll beschossen

Berlin, 22, Dezember

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Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

In der Nacht zum 21. Dezember griffen, wie bereits gemeldet, starke Kampffliegerverbande Liverpool mit großem Erfolg an. Außerdem belegte die Luftwaffe kriegswichtige Ziele in London, Bristol und Southampton sowie eine Anzahl Flugplätze mit Bomben.

Das Verminen britischer Häfen wurde fortgesetzt. Am Tage beschränkte sich die Tätigkeit in der Lust auf be­waffnete Aufklärung, wobei wiederum London das Ziel von Bombenwürfen war.

Fernkampfbatterien des Heeres und. der Kriegs­marine beschossen gestern abend erfolgreich einen dicht unter der englischen Küste fahrenden feindlichen Geleit- zug und den Hafen von Dover.

In der Nacht zum 22. Dezember wurde nochmals Liverpool von starken Kräften schwerer Kampfflugzeuge angegriffen. Ausgedehnte Brände im Zielgebiet, vor allem in den Dockanlagen, konnten beobachtet werden. Kampfflieger des italienischen Fliegerkorps griffen die Hafenanlagen von Harwich mit gutem Erfolg an.

In der gleichen Nacht warf der Gegner im Reichs­gebiet an mehreren Stellen Spreng- und Brandbomben. In zwei Städten Westdeutschlands entstand geringer Eebiiudeschaden. Kriegswichtige Ziele wurden nicht ge­troffen. Die Verluste an Zivilpersonen belaufen sich auf einen Toten und elf Verletzte.

Zwei feindliche Kampfflugzeuge wurden gestern durch Jagdflieger abgeschossen, ein eigenes Flugzeug wird vermißt.

Wie noch nachträglich gemeldet wird. wurden am 20. Dezember drei feindliche Handelsschiffe mit insge­samt 15 vvü BRT. an der englischen Ostküste aus der Luft angegriffen. Es gelang hiervon zwei im Geleit fahrende Schiffe zn versenken. Mit dem Verlust des dritten Schiffes ist ebenfalls zu rechnen.

Mosenbrände in Liverpool

Berlin, 22. Dezember

Liverpool wurde, wie bereits im OKW.-Bericht gemeldet, in der vergangenen Nacht von starken deutschen Kampsverbän- den angegriffen. Die Wirkung dieses erneuten Großangriffs gegep den wichtigsten britischen Hasen war besonders heftig. Riese nbrände entstanden in den DockanlageN und Grotzspeichern sowie in den Tanklagern von Birkenhead. Zahlreiche Explosionen mit hohen Stichflammen wurden von unseren Besatzungen beobachtet. Der Lichtschein des brennen­den Liverpool konnte noch bis auf «ine Entfernung von mehr als 20Ü Kilometer wahrgenommen werden.

VNK.-weilinacht unserer Kriegsgefangenen

flustausch von Srüßen — weiknachtsfeiern für Sefangene und Internierte in kngland vnd Kanada

' Berlin, 22. Dezember.

Das Deutsche Rote Kreuz hat sämtliche Kriegsgefan­genen und Zivilinternierten in England und Kanada außer einer Weihnachtsgabe, die durch den Delegierten des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz in Gens in England und Kanada verteilt wird, die Weih- nachtsgriitze aller Frauen, Freunde und Angehörigen, sowie die Grütze der Heimat durch das Internationale Komitee in Gens telegraphisch übermittelt.

Das Deutsche Rote Kreuz hat soeben vom Internationalen Komitee in Gens folgende Weihnachtsbotschaft drahtlich er­halten: „Freuen uns, Ihnen folgendes Telegramm unseres Delegierten in Großbritannien zu übermitteln. Die deutschen Kriegsgefangenen der Lager 1, 2 und 13 und die internierten Mitglieder der Besatzung der Handelsmarine im Lager 12 sowie die Genesenden in den Militärlazaretten bitten das Deutsche Rote Kreuz, ihren Eltern, Familien und Freunden Wünsche für Gesundheit und Glück zu übermitteln und ihnen zu sagen, daß sie in Gedanken bei ihnen weilen. In allen Lagern und Militärlazaretten werden Weihnachtsleiern statt­finden."

Italiens Wille kennt keine Kreuzen

ver Sieg wird errungen werden - «Nelazioni International" zur gegenwärtigen politischen und militärischen Lage

ZesütkAkHeo Hesfieäek ür LrüsseL

(Von slllsill ill ckis bosstritsll ^Vsst§si)iets sntsLnäksn ZsIsASlltlicdsll Nitnicheiter)

Brüssel, Mitte Dezember 1940. Monsieur Duprat und ich sind alte Bekannte. Vor einigen Jahren lernten Sir uns kennen bei einer stürmischen Kanalüberfahrt von Dover nach Ostende. Monsieur Duprat ging es ziemlich schlecht, und einige freundliche Worte taten ihm ersichtlich wohl. Aber Monsieur Duprat überstand die bewegte See doch noch um einige Grad besser als ich die beschwingte Nacht in Brüssel, die einem aus­giebigen Souper folgte.

Eigentlich hatte ich nicht erwartet, Monsieur Duprat in Brüssel anzutreffen. In der Tat hatte er mit zahlreichen Freunden beim Herannahen der deutschen Truppen eilends die Kosser gepackt und war in Richtung Nordsrankreich aus­gerückt. Die Kunde von der Kapitulation der belgischen Ärmee erreichte ihn aber kurz vor der Grenze in Mons, wo ihm dann klar wurde, daß die von den Engländern bewußt geschürte Flüchtlingspshchose ein verhängnisvoller Unsinn war und daß es keinen Zweck habe, einem unabwendbaren Schick­sal davonzulaufen. „Uns mectiLllts detiss", sagt Monsieur Duprat in Erinnerung an jene trüben Tage, die wir aus zahl­reichen erschütternden Berichten kennen, und es ist offen­sichtlich, daß seine vor Jahren noch lebhafte Englandbegei­sterung einen Stoß erhalten hat. Von dieser weltmännischen Tendenz abgesehen, die in gewissen Jahren zum guten Ton der begüterten Schichten in Belgien gehörte, hat sich Monsieur Duprat stets zum überzeugten Mitglied des französischen Kulturkreises gezählt, und das tut er noch heute. Ln knes äll vaillunsur. gegenüber dem Sieger ist unsere Unterhal­tung seitens Monsieur Duprat mit einer gewissen schmerz­lichen Resignation begleitet. Diese Entwicklung geht über sein Verständnis, und das hat seine guten Gründe.

Der geneigte Leser möge verzeihen! Als wir damals zusammen aßen, gab es vierzig Vorspeisen Fisch, Fleisch und Wild, alles nach Auswahl, vor der Zubereitung dem Gast serviert, Früchte, Eis, Käse, mehrere Sorten Weine, natürlich Champagner, Mokka, und selbst heute nach den unvermeid­lichen Einschränkungen eines verlorenen Krieges ist das Be­streben nach einer überzüchteten Eßkultur deutlich erkennbar. Eine nachdenkliche Gesprächspause tritt ein in der sich Monsieur Duprat redlich Mühe gibt, zu überlegen, inwieweit nicht die überfeinerten und halbe Tage verschlingenden Tafel- sreuden des wohlsituierten Belgiers vor dem Krieg an dem nationalen Unglück des belgischen Staates ein gutes Teil der Schuld mit zu tragen haben. Indes die Deutschen arbeiteten, in Licht und Sonne den Körper stählten, eine eiserne Diszi­plin und einen starken Leistungswillen dem Genuß über­ordneten, schwelgten die tragenden Schichten in Belgien in einem Wohlleben, das im Grunde doch nur entnervte und die Spannkraft erschlaffte, wie mein Gesprächspartner ehrlich zugeben muß. Aber die Deutschen werden aus Europa ein neues Sparta machen, meint Monsieur Duprat, und er sagt es als höflicher Mann zwar nicht, aber er denkt es bestimmt, sie sind im Grunde doch Barbaren, und das ..savoir vivrs" werden sie niemals lernen.

So denkt Monsieur Duprat, und so denken insgeheim alle zn Wohlstand gekommenen Belgier, obwohl sie langsam ein­leben, daß ihr egoistischer Standpunkt nicht die letzte Un- sache der Katastrophe war, die sie alle miterleben mußten. An das belgische Volk, an das Los der belgischen Arbeiter­schaft, kurz an das, was bei uns unter dem Begriff Volks­gemeinschaft längst Richtschnur unserer nationalen Lebens­auffassung geworden ist. haben Leute vom Schlage Duprat, und ihre Zahl ist in Belgien nicht gering, nie gedacht. Der Schock kam zu plötzlich, das Vertrauen auf die materiellen Hilfskräfte einer von ihnen bewunderten und sür sie nutz­bringenden Einrichtung, die sie Demokratie nannten, war zu groß, als daß ihr völliges Debakel ohne einen gewissen inneren Widerstand entgegengenommen werden könnte. In den bäuerlichen Kreisen Belgiens, im Lager der Industrie­arbeiter, die heute wieder Beschäftigung gefunden haben, ist das ganz anders. Mne einzige Zahl mag das erläutern. Von rund einer halben Million Arbeitslosen, die im Juni über­nommen wurde«, haben bereits 200 000 Arbeit gefunden. Unter deutscher Leitung und mit deutscher Hilfe schreitet der Aufbau des vom Kriege teilweise hart mitgenommenen Lan­des in schnellem Tempo fort. Wir kamen über Rotterdam durch ein Gebiet, in dem erbitterte Kämpfe stattgefunden haben. Der größte Teil der Schäden ist beseitigt. Kaum kann man glauben, daß von den 2629 Gemeinden Belgiens nicht weniger als 2506 Kriegsschäden auswiesen, daß fast 10 000 Wohnhäuser vollständig und 24 000 halb zerstört waren und rund 116 000 leicht beschädigt waren. Die Verkehrswege und Verbindungen sind glänzend in Ordnung gebracht wor­den, und doch waren vor einem halben Jahr rund 1500 Brücken, darunter 300 sür die Eisenbahn gesprengt worden, die meisten von den Engländern, die auch ein sinnloses Zer­störungswerk in den belgischen Fabriken angerichtet hatten.

Alle einsichtigen Belgier loben die schnelle Wirkung der ordnenden deutschen Hand. Auch müssen sie zugeben, daß der britische Angrissskrieg gegen das Reich Belgien in seine unglückliche Lage gebracht hat und daß das einzig mögliche, raumgebundene Denken zwangsläufig zum tödlichen Gegen­satz zu England führt. Auf der anderen Seite ist man viel-

Mailand, 22. Dezember.

Das Institut sür das Studium der internationalen Politik faßt die gegenwärtige militärische und politische Lage in dem Leitaufsatz seines neuesten Heftes der „Relazioni HNternazio- nal" in einer Reihe von Punkten zusammen. Das italienische Heer, so heißt es darin, habe augenblicklich in Libyen und Griechenland den Ansturm des ganzen Imperiums auszu­halten. Man müsse dabei an die bewassneten Kontingente Großbritanniens, Neuseelands. Südafrikas. Kanadas und außerdem an die Abteilungen der sranzösischen Ueberläuser denken Der Ansturm werde die Ziele, die er sich gesteckt hatte, nicht erreichen, weil der oberste Zweck, sür den die Italiener kämpsen. nicht darin bestehe, Hunderte von Quadratkilometern zu erobern, sondern höher sei, nämlich den Sieg zu erringen.

Der Sieg werde errungen werden, weil man erst am An­sang eines Krieges stehe, der, wie alle Kriege, Opfer und äußerste Entschlüsse sordere. Das italienische Volk habe allein im letzten Jahrhundert die Ersahrung aus langen Krregen und großen Schlachten hinter sich. Italien werde aus Grund konkreter Elemente, seiner Reserve an Menschen, seiner wirt­schaftlichen und kriegerischen Fähigkeiten, der Nüchternheit und Disziplin der Italiener, dem Werte seiner soldatischen und der strategischen Stellung des Landes siegen.

Trotz des heftigen Ansturms in Libyen und Griechenland liefere Italien weiter seinen stärksten Beitrag zum Kriege der

Achse gegen die britische Insel durch seine im Atlantik ar­beitenden U-Boote und seine über den Kanal hin operieren­den Flugzeuge. Mit unerschütterlicher Entschlossenheit kämpfe Italien dabei aus verschiedenen, weit voneinander entfernten Fronten, die die lebenswichtigen Punkte sür das britische Imperium darstellen. Ein lebenswichtiger Punkt sür das Mittelmeer sei Suez, und Suez werde von den italienischen Truppen erreicht werden. Der italienische Wille kenne keine Grenzen, weder hinsichtlich der Zeit noch des Opfers.

Auch vom diplomatischen Gesichtspunkt organisiere sich Europa zu einem rein totalen Block gegen England. Für

einige noch übrigbleibende Zweifler sei die militärische Re­alität der Achse eine Mahnung und eine Ankündigung.

Für alle Italiener müsse die gegenwärtige Phase des Krie­ges ein Motiv des Stolzes und der Kühnheit sein. Alle jene Unwissenden die bei dem Kvwgseintritt Italiens versicherten, daß Italien eine Nebenrolle spielen werde, hätten sich ge­täuscht. Die Rolle Italiens sei für die Vernichtung des briti­schen Imperiums wesentlich. Das beweisen die Ereignisse die­ser Tage. Das italienische Volk, das mehr denn je um seinen Führer geschart sei, werde den Sieg und mit diesem seine heiligen Rechte erzwingen.

Londoner Srakelsprüche über vardia

Rom, 22. Dezember.

Agenzia Stefani stellt fest, daß der britische Rundfunk, der schon seit einigen Tagen immer wieder den unmittelbar be­vorstehenden Fall des von englischen motorischen Ktäften an­gegriffenen Vardia und die Uebergabe der dort konzentrier­ten italienischen Truppen voraussage, sich gezwungen sehe, wenn auch zähneknirschend, daß dieses Unternehmen weit schwieriger sei, als man vorausgesehen habe. So habe der britische Rundfunk am 20. Dezember zugegeben, „daß die Hochburg von Bardia sich außerordentlich tapfer verteidige".

Im Kommentar dazu werde behauptet, daß der Fall von Bardia, das von überlegenen feindlichen Streitkräften an­

gegriffen werde, nur eine Frage der Zeit sei. Dieser Prophe­zeiung wurde jedoch hinzugefügt, daß „die aus Afrika ein­gehenden Nachrichten zeigen, daß die in Bardia eingeschlosse­nen italienischen Truppen weiterhin verzweifelt Widerstand leisten". Auch gestern habe der englisch« Rundfunk — sogar in seiner Sendung in Hindustanisch — zugegeben, daß, ob­wohl Bardia seit drei Tagen nahezu eingeschlossen sei, die italienischen Truppen ..auf das hartnäckigste Wi­derstand leisten". Um seine Großsprechereien der letz­ten Tage zu rechtfertigen, habe der Londoner Rundfunk hin­zugefügt, daß „man nicht darauf gefaßt war, daß die Ita­liener imstande sein würden, so wunderbar standzu­halten".

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London und Liverpool waren erneut das Ziel hestigster deutscher Bombenangriffe.

Der Führer verlieh weiteren Offizieren der Luftwaffe das Ritterkreuz für hervorragenden Einsatz.

Durch Vermittlung des Teutschen Roten Kreuzes sandten die deutschen Kriegsgefangenen in England und Kanada Weihnachtsgrütze an die Heimat.

Die Italiener führten einen erfolgreichen Gegenangriff an der Griechensront durch.

Britische Flieger warfen Bomben aus jugoslawisches Gebiet.

Durch Zusammenarbeit zwischen gewerblicher Wirtschaft und TAF. wurde ein besondere Erholungsurlaub für den Arbeiter geschaffen.

323 Bremer kinderreiche Mütter wurden durch Verlei­hung des Mutterchrcnkrcuzcs geehrt.

In der Kreisjugendwaltnndg der TAF. trat ein Führer- wechsel ein.

Schönrath und der Italiener Giuste trennten sich nacb 10 Runden Unentschieden. ^

Um den Niedersachsen-Futzballpokal spielten Arminia- Osnabrück 2 : 2 .