Ausgabe 
(22.12.1940) Nr. 352
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parteiamtliche Lageszeitung

Das flmisblat» des Negierenden Vurgermeisters der Zreien Hansestadt Vremen

Anzeigen - Grundpreise?

Die 1 nun hohe und 22 nun breite Zeile im Anzeigenteil 13 Die 78 mm breite und 1 ww hohe Zeile im Tertteil 75 HzL. Ermäßigte Grundpreise (für Klein- u.Familien- anzeigen u. a.) sowie sonstige Be­dingungen Preisliste 8 Nachlaß- stassel 6. Für Anzeigen durch den Fernspr. keine Gewähr Annahme­schluß 16 Uhr? sonnabends 14 Uhr. Geschäftsstellen: Bremen Geeren Nr. 6/8. Fernspr. 5 41 21 Nachtruf und sonntags: Fernsprecher 51115? Obernstraße 86, Fernspr. 5 4121. In Svke. Mühlendamm Nr. 2.

der Nationalsozialisten Vremens

sinnliches verkündungsblatt des Neichsstatchallers in Oldenburg und Vremen

Nr. Z52 / 10. Jahrgang

Sonntag, 22. Dezember 1940

kinzelpreis 1S Npf.

öroßlmgrisf gegen Liverpool

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lausende von Spreng- und vrandbomben taten ihre Wirkung auf kriegswichtige Ziele

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Berlin, 21. Dezember.

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

In der Nacht zum 20. Dezember griffen Kampfver­bände kriegswichtige Ziele in London mit guter Wir­kung an. Auch am Tage warfen Kampfflieger Bomben auf London, ferner wurde eine Rüstungsfabrik in Lhemsford schwer getroffen. Die Luftaufklärung erstreckte sich über die ganze Insel bis zu den Shetlands.

In der Nacht zum 21. Dezember griffen starke Kampf­fliegerverbände außer sonstigen kriegswichtigen Zielen in Süd- und Mittelengland Hafen- und Industrieanla­gen von Liverpool mit Taufenden von Spreng- und Brandbomben an. Zahlreiche Großfeuer. viele kleinere Brände und gewaltige ELstlosionen wurden von den Be­satzungen beobachtet und bestätigen so die Wirkung des Angriffes.

Der Gegner griff in der vergangenen Nacht mit Schwerpunkt die Rcichshauptstadt an. Der Angriff rich­tete sich ausschließlich gegen nichtmilitärische Ziele. Eine Anzahl Häuser sowie der Berliner Dom wurden beschä­digt, sechs Zivilpersonen getötet» 17 verletzt, die sich zum Teil außerhalb der Luftschutzräunfte befanden. Flak­artillerie schoß zwei feindliche Flugzeuge ab."

Neuer Kiffer»; aus London

llv. Stockholm, 21. Dezember.

Der englische Schifsahrtsministcr Sir Reynold Crotz hat über die englische Tonnagenot sensationelle Erklärungen ab­gegeben. über die unter Bezugnahme auf eine amerikanische Quelle die StockholmerNha Daglight Attehanda" ausführlich berichtet. Der Minister erklärte vor amerikanischen Journa­listen u. a.:Wenn England weiterhin im gleichen Tempo wie bisher Schisse verliert, ohne entsprechende Neubauten zu

Zwei neue NitterkreuzleLger

Auszeichnung für heldenhaften Einsatz und hervorragende Führung

Berlin, 21. Dezember.

Der Führer und Oberste Besehlshaber der Wehrmacht hat aus Borschlag des Oberbefehlshabers des Heeres, Generalseld- marschall von Vrauchitsch, an folgende Offiziere das Ritter­kreuz des Eisernen Kreuzes verliehen: Major von Doermg, Bataillonskommandeur in einem Schützen-Regiment; Ma,or Freiherr von Hardcnberg. Kompaniechef in einem Jnfanterie- Rcgiment.

Major von Doering hat sich bei den Waldkämpsen süd­lich Sedan am Mont Damien und Mont Cygne durch her­vorragende Führung seines Bataillons und durch heldenhaf­tes persönliches Beispiel ausgezeichnet. An der Maas setzte er eine Vorausabteilung so geschickt an, datz die wichtige Brücke bei Boübey ohne Verluste in deutsche Hand geriet. Seine weiteren Maßnahmen führten zu erfolgreichen Dorf- kämpsen und zur Gefangennahme von vielen hundert Fran­zosen Die Erfolge seines Bataillons in den späteren Vchyol- gungskämpsen sind für das gesamte Schützenregiment aus­schlaggebend gewesen. .... ,,

Major von Hardenberg hat in dem schweren Kamps um Airaine« nicht nur seine Kompanie, sondern auch das *ganze Bataillon vorwärts gerissen. Er selbst war mit dem ^ vordersten Zug seiner Kompanie zeitweilig völlig vom Geg­ner eingeschlossen und hat sich äusi dieser schwierigen Lage b-freit. Mit der Handgranate persönlich am Kamps teilneh­mend, hat er dem Bataillon zu einem vollen Erfolg ver­holten Bis zum Einbruch der Dunkelheit waren 700 Ge­fangene darunter der feindliche Bataillonskommandeur, ein­gebracht. Für die Gesamtlage beim 15. . Armeekorps war die rasche Wegnahme von Airaines von großer Bedeutung, um so mehr. als dieser Ort für die Versorgung der Panzer­division mit Munition und Betriebsstoff allein in Betracht kam, da durch ihn die wichtigsten Straßen führten.

bekommen, können wir unsere Kriegsanstrengungen nicht wie bisher fortsetzen. Der Minister betonte, datz 1911 sicher der schwerste Zeitabschnitt sür England werde. (Bisher hat Chur­chill die Engländer auf dasbessere Jahr 1941" vertröstet!) England habe bereits, wie Crotz weiter ausführte, viele alte Schisse in den Vereinigten Staaten gekauft, aber es gebe keine grotzen Tonnage-Vorräte mehr. Der Krieg werde nach seiner Ansicht zur See entschieden werden, wo Deutschland unerhörte Anstrengungen unternehme, um Englands Ver­bindungen abzuschneiden.Die englischen Tonnageverlustc scjt Juni 1940 haben sich verdreifacht. Nur mit Hilse von neuen Zerstörern und mit ständigem Ersatz für die verlore­nen Schiffe können wir der U-Boot-Gefahr entgegentreten."

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ll. L. v. Bremen, 22. Dezember Auch das offizielle England iiber-

nn kZor Dkornlo kommt allmählich das Gruseln. Nach- on ver >.i)e gg die Bewohner der mit wuch­

tigen deutschen Vergeltungsschlägen getroffenen kriegs­wichtigen Viertel von -London, Bristol. Birmingham und Coventry längst verspüren mußten, hatten bisher die Regierungs- und Plutokratentypen Englands teils in schnoddrigen, teils in ernst sein sollenden Redens­arten ihren Untertanen gegenüber so getan, als ob die nun schon monatelang auf England niederprasselnden deutschen Schläge kaum nennenswert gewesen seien. Ee-

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Heldenstücke" der britischen slieger

UeberiaU auf die Zivilbevölkerung der Neichskauplstadt Vom, Zeugkaus und flikes Museum getroffen

Berlin, 21. Dezember.

Das besondere Merkmal des in der Nacht zum 21. De­zember aus Berlin erfolgten Angriffes britischer Flieger sind die an Wohnhäusern angerichteten Bombenschäden. Es sind keinerlei wehrwirtschaftliche oder rüstungswichtige Ziele ge­troffen worden. Aus den an Wohnvierteln angerichteten Schäden geht hervor, datz der Angriff ausschlichlich der Zivil­bevölkerung gegolten hat. Daher kommt es, datz eine Reihe von Toten und Verletzten unter der Zivilbevölkerung zu be­klagen ist und nur Wohnhäuser beschädigt und in einigen Fällen zerstört worden sind. Es ist bezeichnend für die An­griffsart der britischen Flieger, datz im historischen Bezirk der Berliner Innenstadt rund um den Lustgarten Bomben nieder­gegangen sind, und daß der Dom, eines der bekanntesten Wahrzeichen der Reichshauptstadt, an der Vorder- und Rück­

seite beschädigt wurde. Auch das Alte Museum und das Zeug­haus weisen Schäden auf. Das bringt eindeutig zum Aus­druck, Satz die britischen Flieger ihren Bombenängrift nicht im geringsten gegen irgendwelche wchrwirtschartlichen Ziele angelegt hatten, die weder in der Nachbarschaft des Doms noch an irgendeiner anderen Stelle, auf die sie ihre Bomben abwarfen, zu finden sind.

In der Nacht zum 21. Dezember warf ein englischer Flieger über historischen und städtebaulich wertvollen Vierteln Pots­dams Spreng- und Brandbomben, die in dem holländischen Viertel aus der Zeit des Soldatenkönigs, in Straßen der Altstadt und an dem traditionsreichen, ebenfalls historischen Schauspielhaus Schaden anrichteten. Die entstandenen Brände konnten jedoch bald gelöscht werden. Soweit bisher festzu­stellen ist. sind hier dem sinnlosen Luftangriss drei Menschen zum Opfer gefallen.

Unterstühulis englischer Spionage

USfl.-Viplomaten in Paris müssen wegen Verklungen adderujeu werden

Berlin, 21. Dezember.

Die amerikanische Staatsangehörige und Angestellte der amerikanischen Botschaft in Paris, Mrs. Elizabeth Dcegan, hat einem aus deutscher Kriegsgefangenschaft entwichenen englischen Ossizier Unterstützung angedeihen lassen und ver­sucht, ihm Beihilfe zur Flucht zu leisten. Die angestellten Ermittlungen haben ferner ergeben, datz nicht nur Mrs. Deegan, sondern auch die Botschaftssekretäre Crotz und Hunt in die Angelegenheit verwickelt sind ,

Es ist unseren Behörden in Paris außerdem gelungen, festzustellen, daß ein im britischen Nachrichtendienst stehender englischer Staatsangehöriger monatelang durch den Lega-

tivnssekretär Croß im Gebäude der amerikanischen Botschaft in -Paris versteckt wurde, bis der Secret-Service-Mann außer­halb der amerikanischen Botschaft verhaftet werden konnte. Während des Aufenthalts im Gebäude der amerikanischen Botschaft hat der Engländer, wie er eingestanden hat, seine Spionagetätigkeit gegen Deutschland fortgesetzt.

Die Reichsrcgierung hat dem Staatsdepartement in Washington diese Vorfälle mitgeteilt und um Abberufung der betreffenden Botschastsmitglicder ersucht. Die amerika­nische Regierung hat daraufhin die Abberufung angeordnet und mitgeteilt, daß sie ihrerseits eine Untersuchung der An­gelegenheit eingeleitet habe.

Zehn norwegische Schiffe gesunken

Oslo, 21. Dezember.

Die Osloer ZeitungAstenposten" meldet den Verlust von sieben im Solde Englands fahrenden norwegischen Schiffen. Es sind dies die Motor- bzw. DampfschiffeBeausort" (5033 BRT.),Svein Iar l" (1908 BRT.),S t a l h e i m" (1298 BRT.),Kong Halfdan" (1456 BRT.),B a l z a c" (962 BRT.),T r e s" (946 BRT.) undG a l l u s" (338 BRT.). Einzelheiten über Ort und Zeit des Verlustes sind nicht bekannt.

Nach einer Meldung der norwegischen Handels- und Schisf- fahrtszeitung gingen außerdem noch drei weitere unter eng­lischer Kontrolle fahrende norwegische Schisse verloren. Es sind dies der 7614 BRT. große TankerHavboer" sowie die DampferDiana" (1154 BRT.) undHundvaag" (960 BRT.).

Die Nachricht, daß alte amerikanische Weltkriegszerstörer im Solde Englands auch mit norwegischen Mannschaften fahren sollen, hat in Norwegen lebhafte Verbitterung ausge­löst,Fritt Volk" schreibt, es sei ein Verbrechen an nor­wegischen Menschen, wenn die geflohenen früheren Machthaber norwegische Seeleute für Englands Interessen auf veralteten Schissen in den Tod schicken. Norsk Telegrambuero spricht von einem Höhepunkt der Gewissenlosigkeit. Die britische Admiralität halte anscheinend ihre eigenen See­leute sür zu gut, um sie aus solchen Todesschisfen einzu­setzen, Nicht nur stolze norwegische Schisse würden sür die verlorene Sache Englands dem Untergang geweiht, auch nor­wegisches Blut werde nun geopfert. Aber Norwegen habe das traurige Schicksal einesenglischen Hilssvolkes" zur Ge­nüge kennengelernt. Was kümmere sich Churchill darum, ob tausend Norweger mehr oder weniger sinnlos verbluten! Die sogenanntebritische Hilfe" Pflege so Immer mit einer Hilfe für England" zu enden, '

kine Stadt im werfest-6ebiet litt besonders

was London über den neuen Sroßangriff auf Liverpool zu berichten weiß

Berlin, 21. Dezember.

Die im OKW.-Vericht erwähnten wirkungsvollen Angriffe starker deutscher Kampffliegerverbände in der Nacht zum 21. Dezember werden auch von den amtlichen Londoner Stellen allerdings mit der üblichenvornehmen Zurückhaltung", zugegeben.

Der englische Nachrichtendienst spricht von einemum­fassenden Angriff" und hebt hervor, datzeine Stadt im Merschgebiet besonders unter den deutschen Angrissen ge­litten habe." Die deutschen Flieger seien mit heftigem Flak- feuer empfangen worden, der britische Nachrichtendienstsei jedoch nicht in der Lage, deutsche Verluste zu melden".

Während diese Darstellung des britischen Nachrichtendienstes bereits unschwer einen großangelegten und wirkungsvollen deutschen Angriss aus die wichtige Hasenstadt Liverpool erken­nen läßt, lüftet Reuter diesesGeheimnis" völlig, Ms amt­liche britrsche Büro verrät, daßder Angriss des Feindes in der Nacht zum Sonnabend aus Liverpool und die Gegend des Merseh einige Stunden dauerte. Eine Gerberei und ein Svei- cher wurden in Brand gesteckt. Eine beträchtliche Anzahl von Gebäuden wurde zerstört oder schwerbeschädigt,"

Die alte Londoner Lügenküche gibt also von den im OKW,- Bericht genannten und von unseren Fliegern beobachteten Oroßbränden wenigstens ein Fabrikgebäude und einen Speicher

zu (!), überläßt es allerdings gleichzeitig dem Scharfsinn der Weltöffentlichkeit, zu rate», was sürGebäude" es waren, die inbeträchtlicher Anzahl" zerstört und schwer beschädigt wurden. Sollten dabei etwa die Glas- und Töpferwaren zu Bruch gegangen sein, die der Plutokratenking noch vor wenigen Tagen so stolz in den Ausfuhrspeichern von Liverpool besich­tigte? 'Oder schmorte in den riesigeü Feuersbrünsten das mit knapper Not den deutschen U-Booten entronnene überseeische Gefrierfleisch, aus dem das königliche Auge mit solchem Wohl­gefallen ruhte?-

Daß bei derartigen Großangrifsen auch noch manche an­deren lebenswichtigen Einrichtungen zerstört wurden, geht aus einer Notiz in derTimes" hervor, die kurz nach den letzten wuchtigen deutschen Schlägen gegen Coventry und Bristol erschienen ist. Das Blatt gibt nämlich indirekt zu, daß bei den Angriffen der deutschen Lustwaffe auch das gesamte Telefonnetz dieser Städte lahmgelegt worden ist. In der Notiz wird daraus hingewiesen, daßbesondere Infor­mationsbüros" eingerichtet worden seien, um die ankommen­

den Ferngespräche in Bristol und Coventry entgegennehmen zu können. Stenographen seien damit beauftragt, telefoni­sche Mitteilungen aufzunehmen, die dann durch Boten den Fernsprechteilnehmern in den beiden Orten zugestellt würden.

Inzwischen worden auch im Zusammenhang mit den Aus­wirkungen der Luftangriffe wieder haarsträubende Beispiele der unausrottbaren unsozialen Einstellung der britischen Plutokratencligue bekannt. So veröffentlicht' derSpcctator" einen Hilfeschrei sür den Londoner Luftschutz, der infolge.der andauernden deutschen Angriffe auf die britische Hauptstadt seit Monaten nicht mehr zur Ruhe gekommen sei. Die über­menschlichen Anstrengungen des Luftschutzes seien ,von den britischen Behörden bisher in geradezu unvorstellbar schäbiger Weise vergolten worden. Der Luftschutz habe nicht einmal ge­eignete Unterkunstsräumc. Wenn'nicht die Private Hilfstät'ig- keit eingegriffen hätte und einige wohlwollende Wohnungs­inhaber Lustschutzlcute in ihre Häuser aufgenommen und ihnen aus ihre Kosten geholfen hätten, müßten die meisten dieser Leute Nacht sür Nacht auf den kalten Türschwellen sitzen. (!) Es bestehe säst nirgends Gelegenheit, sür sie etwas Warmes zu kochen, und wenn es hoch kommt, könne man ihnen etwas dünnen Tee und ein wenig alten vertrockneten Zwieback verschaffe».

Deutlicher kann die Schäbigkeit der britischen Plutokratie, gegenüber den Leuten, die ihre Geldsäcke verteidigen müssen, kaum an den Pranger gestellt, werden.

flissentlich verbreiteten sie im eigenen Volke und in USA. die Ueberzeugung, daß alle Wahrscheinlichkeiten des Endsieges auf ihrer Seite ständen, und daß Eng­land ähnlich wie im Weltkriege nur seine Zeit abzuwarten brauchte, um schließlich die Früchte eines Sieges ohne besondere Anstrengungen einzuheimsen. Da­bei wiesen sie sogar darauf hin, daß Englands Lage im Weltkriege zeitweilig noch weit gefährlicher gewesen sei als in diesem Kriege; und sie erinnerten an den Ab­schnitt des deutschen Handelskrieges im, Frühjahr 1917, wo die auch damals schon recht wirksam gewesene deut­sche Eegenblockade ihren höchsten Grad erreicht hatte. Mit einem gewissen Wohlbehagen hoben sie hervor, datz wenn die deutsche Blockade damals in dem gleichen Grade hätte fortgesetzt werden können, wie sie eingesetzt hatte, England auf die Knie gezwun­gen worden wäre. Das Wohlbehagen war um so echter, als die Kriegsverbrecher in England ja vermeinten, daß niemals die deutsche Eegenblockade von heute England wieder in eine solche Lage zu brin­gen vermöchte. Man kann sich darum vorstellen, welchen Schlag es nun für die ohnehin zerrütteten Nerven des englischen Volkes bedeutet, daß in dieser Woche plötzlich die Katastrophe der englischen Schiffsverluste dieses Krieges im englischen Parlament zur Sprache kam und zugegeben werden mußte, daß sie noch größer als je in einem Abschnitt des Weltkrieges seien, daß statt damals im Wochendurchschnitt 50 000 BRT., heute weit mehr man bequemte sich zu dem Teilgeständnis von 63 000 BRT. im Wochendurchschnitt versenkt würden. Wir Deutschen wissen es ebensogut wie die Hasardspieler an der Themse, datz auch die Wochen- durchschnittsziffer von 63 000 Tonnen willkürlich ver­kleinert ist und datz die wirkliche Versenkungsziffer heute mehr als das Doppelte, wenn nicht das Dreifache der zugegebenen Zahl beträgt. Doch halten wir es für un­nötig, darüber uns mit den berufsmäßigen Lügnern zu streiten, weil ja auch schon das, was diese Lügner zu­geben, hinreicht, um darzutun, wieso und warum selbst diese hartgesottenen Verbrecher nunmehr das Gruseln lernen.

knglands Drei deutsche U-Boots-Kommandanten tftinmokiit gibt es bereits, von denen jeder mehr als 200 000 Brutto - Register - Tonnen feindlichen Schiffsraums versenkt hat. Es sind über 650 000 vernichtete BRT., die allein auf drei deutsche U-Boote entfallen. Und es kann der Welt nicht schwer sein, in grober Schätzung sich vorzustellen, was zu­sammenkommen muß, wenn erst die Versenkungsergeb­nisse sämtlicher deutscher U-Boote zusammengezählt werden.Churchill wird eines Tages nicht mehr sein, während deutsche U-Boote sein werden noch und noch", sagte der Führer. Und wie er noch niemals etwas vor­ausgesagt hat, was dann nicht zutraf, so ist es schon gewiß, daß auch dieser Ausspruch seine hundertprozen­tige Erfüllung finden wird. Deutsche U-Boote noch und noch! Eine Versenkungsziffer von über 100 000 BRT. mußten soeben die Herren an der Themse für die Woche vom 1. bis 8. Dezember zugeben. Auch hier haben sie mehr als die Hälfte der Wahrheit unterschlagen. Nichts­destoweniger reichte auch diese Ziffer hin, um eine Schockwirkung im englischen Volk auszulösen, die nur noch mit dem Zugeständnis, man sei auf der Suche nach einem neuen Seelord, einigermaßen wiedergut­gemacht werden konnte. Aber auch der Nachfolger des guten Lord Pound wird das Schicksal Englands nicht zu wenden vermögen. Das wird selbst eine übri­gens auch bereits ins Auge gefaßte - weitgehende Veränderung innerhalb des englischen Kabinetts nicht zustandebringen. Mag diese Veränderung im Hinblick auf neue außenpolitische Möglichkeiten oder im Hinblick auf i n n e r p o l i t i s ch e Notwend'-'eiten oder auch im Hinblick auf beides zugleich erkoren der Ohnmacht Englands von heute ist kaum meb' auf die Beine zu helfen.

keslunker Jnnerpolitische Notwendigkeiten, M der Tlot eine neue englische Kabinetts­

umbildung Rechnung tragen soll. sieht eine zutiefst mißgestimmte Masse in England vor allem in der Dringlichkeit einer Neuorganisation des engli-

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Die deutsche Luftwaffe bombardierte nachhaltig Liverpool. Wiederum wird die Versenkung von zehn in Englands Diensten fahrenden norwegischen Schissen gemeldet.

Auch am Wochenende hielten britische Minister Ausmun- terungsredcn voller Illusionen und Phrasen.

Wegen Unterstützung englischer Spionage mästen m hrere USÄ.-Diplomatcn aus Paris abberufen werden.

Englische Flieger warfen Bomben auf Kunstdenkmäler und andere inchtmilitärische Ziele der Reichshauptstadt und Potsdams.

Die italienische Luftwaffe richtete ununterbrochene An­griffe gegen griechische Truppenzusammenziehungen- Der Reichsprbeitsminister hat eine Anordnung zur Neu­regelung von Urlaubsfragen erlassen.

Der erste lOOO-RM.-Gewinn siel bei der WinterhilfDlotterie in Bremen.