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vrtMl i eitung
Parteiamtliche Tageszeitung
Das flmrsblott des Negierenden vürgermeisters der Zreien fjonsestadt vremen
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der Nationalsozialisten Bremens
flmlliches verkündungsblatt des Neichsstatttsalters in Oldenburg und Vremen
w * H Nr. 349 / 10. Jahrgang
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Donnerstag, 19. Dezember 1940
kinzelpreis 13 Nps.
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K.
kngilinüs Schiffsverluste gestillklicher als je
veuter bequemt sich ;u reilgestiindnissen über die wachsenden ronnageoerluste
Seetord pound wird abserviert!
London verzwersett aus der buche nach einem starken krsahlord
Berlin, 18. Dezember
Trotz der sie immer härter tressenden empfindlichen Schisfsverluste bleiben die Engländer auf diesem Sektor des Krieges bei ihrem sturen Leugnen. So haben sie es von Churchill im Weltkrieg gelernt, und so glauben sie es ihrer Lügentradition schuldig zu sein. Allerdings wird der Abstand zwischen dem, was die Admiralität zugibt, und der Wirklichkeit, wie sie der OKW.- Bericht aufzeichnet, allmählich geringer. London kann heute nicht mehr in dem Umfang, wie es gern möchte, Tatsachen abstreiten, die aller Welt bekannt sind.
Aber auch für die mit dem 9. Dezember abschließende Woche — die Engländer halten sich bekanntlich bei solchen Mitteilungen nicht an Kalenderwochen, weil sie das doch zu stark festlegen würde — gibt die britische Admiralität Schisssverluste bekannt, die nur knapp die Hälfte der tatsächlichen Einbuße umfassen. Die andere Hälfte verschwindet immer noch in Churchills Schreibtischschublade.
Es ist die Woche, die am 2. Dezember den vernichtenden Angriff deutscher U-Boote aus einen für England bestimmten Geleitzug brachte. 15 Schiffe mit über 11V VV9 VRT. und ein zur Sicherung bestimmter Hilfskreuzer von 17 VVV BRT. wurden herausgeschossen, zwei weitere Schisse mit 18V99 BRT. wahrscheinlich versenkt. Dieser 2. Dezember brachte für die Engländer allein durch U-Boote einen Gcsamtverlust von mehr als 18V VVV BRT., da unabhängig von dem Angriff aus den Geleitzug ein anderes U-Boot noch zwei Handelsdampser mit 21 247 BRT. versenkte. Im Verlaus der nächsten Tage gab der LKW.-Bericht weitere englische Schisssverluste etwa im gleichen Ausmaß bekannt. Insgesamt kostete die eine Woche England 221 N47 BRT. In dieser Zahl ist der Hilfskreuzer von 17 VVV Tonnen noch nicht einbegriffen.
Die Wochenübersicht der britischen Admiralität, die sich auf daS Eingeständnis deS Verlustes von insgesamt 23 Schissen mit 1V1190 BRT. beschränkt, geht allerdings zum ersten Male aus den Schreckenstag des 2. Dezember überhaupt ein, den man bisher anscheinend noch totschweigen zu können geglaubt hatte. „Die Woche war kaum gut!", heißt es. Das große Ausmaß der Verluste wurde durch einen besonders schlechten Tag während der Woche verursacht".
Unser Interesse verdient auch eine weitere Wendung dieses amtlichen britischen Berichtes, mit der in aller Heimlichkeit die Rieseneinbußen vor Dünkirchen zugegeben werden. Die Verluste dieser mit dem Desaster des 2. Dezember anhebenden Woche überträfen nämlich, so wird mitgeteilt, den „mittleren Wochenverlust seit Beginn des Krieges"' — „ohne die Verluste während der Episode von Dünkirchen mitzurechnen."
Churchills Dosierungstaktik , arbeitet mit einem „mittleren Wochenverlust seit Beginn des Krieges", um die Engländer nicht durch zu hohe Verlustzisscrn erschrecken zu müssen. Und jetzt rückt man noch damit heraus, daß die „Episode' von Dünkirchen dabei einfach außer Ansatz blieb. Ein treffendes Beispiel Churchillfcher Rechenkünste, wenn eS sich um die Verschleierung von Schiffsverlusten handelt.^ in der er der alte Meister geblieben ist. -
Mit Schmunzeln aber nimmt man zur Kenntnis, daß aus dem „siegreichen Rückzug" von Dünkirchen in diesem Zusammenhang eine „Episode" wird. Ebenso wie der Gcnerallügncr nun die riesigen Schisssverluste bei dieser „Episode" verschweigt. so frisiert er auch seine übrigen Zugeständnisse, denn die Wirklichkeit zu hören wäre für England eine Katastrophe.
Einen neuen eindeutigen Beweis der UnzuverlassigkeU amtlicher britischer Mitteilungen liefert auch eine „Berichtigung der Verluste in der Woche, die mit dem 1. Dezember endete.
Der sükirer gab die Parole
5VVV Offiziersanwärter beim Appell im Sportpalast
Berlin, 18. Dezember.
Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht sprach am Mittwochmittag im Sportpalast zu 5VVV Offiziersanwärtern des Heeres und der Lustwasse sowle Iunkern der Waisen-^ die vor ihrer Beförderung zum Offizier stehen und nun nach Abschluß ihrer Ausbildung wieder zu ihren Feldtruppenteilcn gehen. In einer packenden und mitreißenden Ansprache gab der Führer den Zungen Soldaten d'° Parole sür ihre spätere Aufgabe als Borgesctztc n, der nationalsozialistischen Wehrmacht und d,e Ausrichtung ihres Lebens.
Der Oberbefehlshaber des Heeres. Generalseldmarschall von Brauchitsch, ließ den Appell in einem von den Offiziersanwärtern begeistert aufgenommenen Treucgelobnis und Sieg- Heil auf den Führer und Obersten Befehlshaber auskl,ngen.
Die Admiralität gibt diese „Berichtigung" erst in der Nacht zum 18. Dezember, also nach reichlicher Ueberlegungszeit und nachdem sich gewiß die Unmöglichkeit herausgestellt hatte, den Untergang einiger Schisse zu verheimlichen. Jetzt wird bekanntgegeben, daß die Einbuße jener Woche 81 658 BRT. und
nicht 52 229 BRT., wie s. Z. gemeldet, betragen haben. Man jongliert hier also mit rund 3V VVV BRT., was nach den Londoner Meldungen etwa dem „normalen" Wochenverlust gleichkommt, den Churchill früher zuzugeben gestattete. Solche „Differenzen" in amtlichen Berichten, nach so langer Zeit erst „entdeckt", lassen die ganze Verlogenheit englischer Auslassungen erkennen.
Den bornierten und verkrampften Illusionismus über die starke englische Waffe der Blockade zerstört Reuter mit dem Eingeständnis: „die britischen Schisssverluste infolge des U-Boot-Krieges und der Bombardements durch die deutsche Luftwaffe haben einen gefährlichen Punkt erreicht!"
(Fortsetzung aus Seite 21
Vsmben auf Mrmmgham und London
In Slieifield brennt noch ein ganzes Stadtviertel — Nachtjäger schassen zwei seindslugreuge ab
Berlin, 18. Dezember
Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „Kampfflugzeuge griffen in der Nacht zum 17. Dezember Birmingham, London und andere kriegswichtige Ziele in den Midlands erfolgreich mit Bomben an. An verschiedenen Stellen konnten Brände und Explosionen beobachtet werden. Infolge der Wetterlage beschränkte sich die Tätigkeit der Luftwaffe im Laufe des
Tages auf Aufklärung. In Sheffield wurden ein noch immer brenendes Stadtviertel und andere einzelne Brandherde festgestellt.
Einige britische Flugzeuge warfen in der Nacht zum 18. Dezember in Südwestdeutschland Bomben. An zwei Stellen wurde geringer Gebäude- und Brandschaden verursacht. Nachtjäger schössen im Luftkampf zwei feindliche Flugzeuge ab. Ein britisches Flugzeug wurde durch Flakartillerie zum Absturz gebracht."
Weder 28000 VM....
Newhork? 18. Dezember.
Mackay Radio fing einen Funkspruch des holländischen Tankschisses „P e n dre ch t" aus, wonach das Schiff 85V Meilen westlich der nördlichsten Spitze^ Schottlands durch ein U-Boot torpediert worden istr-Der Tanker „Pendrecht" ist eins der modernsten Tankschiffe. Er wurde im Jahre 1939 in Dienst gestellt und hat eine Größe von 10 746 BRT.
Zwei Stunden nach Erhalt des Funkspruches des sür England fahrenden holländischen Tankschiffes „Pendrecht" mit der Mitteilung, daß das Schiss torpediert worden sei, sing Mackay Radio einen weiteren SOS.-Nuf aus. Der SOS.-Rüs wurde ausgesandt von dem gleichfalls in englischen Diensten fahrenden norwegischen Tankschisf „D a l s o n n". Das Schiss ist 986V VRT. groß. Es teilte mit, daß es von einem U-Boot angegriffen werde.
Newhorkcr Schiffahrtskreise erklären, einer Meldung der Associated Preß zufolge, daß der 7555 BRT. große belgische
Dampfer „V i l l e d' Arlon", der srühere Armeetransporter „Cambrai". der im Solde Englands fuhr, überfällig sei und als verloren betrachtet werden müsse. Das Schiss, das nor- malerwcise eine Besatzung von 8V Mann hat, verließ Ncwyork am 15. November. Die „Ville d' Arlon" ist eines der acht Schisse, die die USA. an eine Antwcrpener Gesellschaft im Februar verkaufte, nachdem das Neutralitätsgesetz die amerikanischen Schisse aus den Gewässern der kriegführenden Mächte Verbannte. Fünf von diesen acht Schissen sind gesunken, darunter auch der frühere „President Harding".
Wrackstücke Sie lehre Nachricht
Newhork. 18. Dezember
Nach einer Meldung aus Auckland gab der Ministerpräsident von Neuseeland im Parlament bekannt, daß aus der kleinen Insel Chatam östlich von Neu-Secland Wrackstücke angespült wurden, die vermutlich von dem Dampfer „H o l m w o o d" herrührten. Das Schiff ist seit langem überfällig.
Journalisten im Dienste der wastrsteit
Sie fasten Veutschland wie es wirklich ist
Paris, 18. Dezember.
22 Vertreter der internationalen Presse in Paris, die aus Einladung des Reichspressechess zwei Wochen in Deutschland weilten, trafen sich nach ihrer Rückkehr mit den in Paris tätigen deutschen Journalisten zu einem Kameradschastsabend.
Im Laufe des Abends berichteten einige der Neiseteilnehmer ihren Berusskameraden, die nicht an der Reise teilnehmen konnten, von ihren Eindrücken. Der amerikanische Journalist Whitcomb („Boston Trascript"), der Vizepräsident der Auslandspressegruppe in Paris, erzählte von dem wirtschaftlichen Ausbau des Reiches, dessen Fabriken überall ungestört aus höchsten Touren liefen. Der Pariser Vertreter der Zeitungen der rumänischen Eisernen Garde, Matescu Francu, schilderte die interessanten Begegnungen mit führenden Persönlichkeiten >n Deutschland, deren Zeit und Arbeit jetzt schon mehr den Problemen des Friedens als den Sorgen des Krieges zugewendet seien Aus den dänischen Journalisten Vinding des Kopenhagener „Politiken" hatte ein Flug über das rheinisch- westfälische Industriegebiet den größten Eindruck gemacht. Nicht eine einzige zerstörte Fabrik sei zu erkennen gewesen.
Offensichtlich beweise die englische Luftwaffe bei ihren Angriffen wenig Treffsicherheit, wenigstens was die militärischen Objekte angehe. Den Japaner Watanebe („Tokio Asahi Schim- bun"? hatte das rege kulturelle Leben in Deutschland in Erstaunen gesetzt, das trotz des Krieges eine große Kraft entfalte. Der Spanier Diaz-Rety, der Pariser Vertreter südame- rikanischer Zeitungen, bezeichnete nach einem Besuch in Gefangenenlagern die Zeit, die die französischen Gefangenen dort verbringen, als die beste Vorbereitung aus eine Politik der Zusammenarbeit in einem neuen Europa. Der Hauptschriftleiter der Zeitung der spanischen Kolonie in Paris, Retuerto, „Presente", sprach von dem Erlebnis der gemeinschaftlichen Weltanschauung, die Spanien mit Deutschland verbinde. Der Korrespondent der dänischen Zeitung „Vollcets Presse", Mac, pries die deutsche Frau und ihre Gastfreundschaft. Von der allgemeinen Siegerzuversicht in Deutschland berichtete der Pariser Leiter des südamerikanischcn Pressebüuos „Prensa Mnn- dia", Men Ecses. Dr. Eich, der die Anslandspressevcrtreter begrüßt hatte, nannte Reisen dieser Art ein gutes Mittel im Dienste der Wahrheit.
Auswirkungen der deutschen Luftangriffe
* Ungeheurer Menfchenemsay im Londoner NettungsMensl — verussfeuerwehr verzehnfacht
Die HeisieePaüe
(Von unserem Berliner Vertreter)
O. II. Berlin, 18. Dezember. Aus Newyork wird gemeldet, England beabsichtige, die amerikanische „Eeisterslotte" in seinen Besitz zu bringen, insgesamt 24 Handelsschiffe, die im Grunde schon seit langen Jahren nur noch Verschrottungsobjekte sind und bis zu zwei Jahrzehnten stilliegen, weil sie unrentabel waren. Darunter befindet sich auch der Dop- pelschraubendampfer „George Washington", der im Jahre 1908 in Stettin gebaut und nach Beendigung des Weltkrieges der „United Etats Maritime Co." zugeteilt wurde. Es ist klar, daß diese Schiffe eine außerordentlich langwierige und kostspielige Instandsetzung benötigen, bevor sie in der Lage sind, ihre erste Ueberfahrt in kriegsgefährdete Gebiete zu riskieren. Diese Tatsache zeigt besser als viele andere, wie weit die Auswirkungen der deutschen Blockade gegen England gehen, bestätigt im übrigen aber in vollem Umfange die Tonnagenot der Briten, die die Kehrseite der steigenden Versenkungsziffern unserer U-Boote ist.
Gestern mußte Reuter eingestehen, daß die britischen Schisfsverluste infolge des U-Boot-Krieges und des Bombardements der deutschen Luftwaffe einen „gefährlichen Punkt" erreicht haben. Für die Woche, die am 9. Dezember abschloß, hat die britische Admiralität den Tonnageverlust an England verfügbarem Handelsschiffraum mit 101100 BRT. angegeben. Reuter muß darüber hinaus, ohne in der Lage zu sein, irgendeinen Grund für die Annahme der Unrichtigkeit deutscher Ziffern zu nennen, hinzufügen, daß von deutscher Seite eine noch wesentlich höhere Verlustzahl für Britannien angegeben wird. An anderer Stelle aber gestehen die Engländer, daß die Versenkungsziffern der deutschen U-Voote die Durchschnittszahlen des Weltkrieges bereits weit überschritten haben.
Schließlich gibt es einen letzten Beweis, wie stark die englischen Verlustziffern in die Höhe geschnellt sind. Er liegt darin, daß Lügen-Reuter das Unmögliche möglich macht, und eine Berichtigung nach oben für Verlustziffern der Woche, die am 1. Dezember abschloß, brachte. Diese Verluste werden jetzt mit 81658 BRT. gegenüber zunächst 52 229 BRT. beziffert. Es ist noch nicht sehr lange her, da wurden Wochenziffern von 30 000 bis 40 000 von englischer Seite als Höchstmaß der Verluste herausgegeben und in öffentlichen Debatten verwandt. Es hat offenbar die Angabe dieser Vcr- lustziffern ein solches Fiasko für die Glaubwürdigkeit der britischen Angaben in USA. hervorgerufen, daß man sich nachträglich zu einer Berichtigung gezwungen sah. Es zeigt sich immer wieder, daß bis heute die lügenhaften Illusionen der Vergangenheit sich mit dem echten, aufrichtigen Zweckpessimismus, dessen Hauptträger der nun verstorbene Lord Lothian geworden ist, nicht vertragen hat. Die Bettelkampagne in USA. ist ein Eingeständnis der wahren Situation Englands. Welches auch immer die Versuche der Beteiligten sein mögen, dieser Bettelaktion Erfolg zu verleihen — nach den „Geschenken" der Mrs. Roosevelt wird als neuester Ausweg von Mr. Roosevelt die „Naturalleihe" genannt, Rückzahlung also der Munition in Munition, der Flugzeuge in Flugzeugen u. a. —, der Griff an die Gurgel, wie man mit Recht die deutsche Mehrfachoffensive gegen Englands Lebensnerv» die Zufuhren, die Versorgüngs- möglichkeiten und die Kriegsproduktion des Mutterlandes genannt hat, wird sich nicht lockern. Er wird in die Endauseinandersetzung überführen und am Ende Britannien in die Knie zwingen.
Auch Lord Beaverbrook, der einerseits gestehen mußte, daß Hitler noch immer der Herr Europas ist, konnte nicht daran vorbei, die „neue Gefahr" hervorzuheben, die in den Angriffen der Deutschen aus die britische Schiffahrt liegt, und es ist nur ein verzweifelter RückfaO in die alte Jllusionstöur, wenn Beaverbrook als Lei« stung der englischen Luftwaffe die „Beherrschung der Luftraums am Tage" heraushebt. Einst wurde es alr besoiHere Leistung der RAF. gepriesen, allein Nächst angriffe durchzuführen, deren die deutsche Luftwaff« nicht fähig sei. Der Führer hat in seiner großen Red, vor den Rüstungsarbeitern der Welt die Erklärung ge> geben, warum die deutschen Flieger zunächst nur an Tage angegriffen haben, weil nämlich nur am Tag« ein völlig sicheres Zielen möglich ist, das wiederum ein« umfassende Schonung der Zivilbevölkerung ermöglicht Die Briten haben diese Form der Luftkriegfllhrung nichi gewollt. Jetzt, wo sie ihren unbeschränkten Nachtluft.
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Gen
18. Dezember.
Vorsitzende des Londoner Grafschaftsrats Emil Davies gab vor der Londoner Presse - . 1 - Einsatz von Kräften der Stadt und Bezirksverwaltungen zur Ve-
Amnkuu/der LuM in London ab. Danach unterstehen im Dienste Londons dem
LÄ? Bar A^ mit insgesamt 18 250 Mann. Gearbeitet wird in
?Su»d°»!ch^ di- „H-,!.' d-- m!t N-ttu>>s-. °»d R-um-m--..
Seiten beschäftigt sei. Dabei stünden die
Leute meist in Lebensgefahr.
Das zeigen die Toten sowie Schwerverwundeten und Leichtverletzten seit dem Einsatz im September. Das Londoner Rettungswesen habe vor den regelmäßigen Lustangrisfen 4NV Angestellte beschäftigt, fei heute aber schon aus 1V VVV Männer und Frauen ausgedehnt. Die Londoner Berufsfeuerwehr von 3VNN Mann sei im Verlause des Luftkrieges auf 3N »00 Mann angewachsen. Da in England schon beträchtlicher Mangel an technischen Geräten herrsche, habe man eine Menge mechanischer Einrichtungen für Räumungsarbciten in den USA. erwerben müssen. Außerdem müßten Ausbildungsschulen sür Räumungsmannschasten eingerichtet werden, um geeigneten Nachwuchs zu bekommen und die unbedingt er-
sorderliche Ausbildung der unvorstellbar überarbeiteten Mannschaften sicherzustellen.
Schon diese Ziffern zeigen in aller Deutlichkeit den vollen Umfang der Auswirkungen der deutschen Luftangriffe, obgleich auch hier, genau so wie bei den amtlichen Verlautbarungen über die britischen Tonnageverluste die sogenannten amtlichen Zahlenangaben zurechtfrisiert wurden.
Der englische King stattete im Rahmen seiner Trnstbesuche für bombardierte Hafen- und Industriestädte am Mittwoch den Docks von Liverpool, oder dem, was noch davon übrig ist, einen Besuch ab. Der amtliche Bericht besagt, daß Georg VI. dem Ausladen eines Schiffes zusah: Anscheinend ist ein solcher Vorgang, mindestens im Hasen von Liverpool. allmählich zu einem solchen Staatsereignis geworden, daß er die königliche Anwesenheit rechtfertigt.
Blockademinister Dalton stellte im Unterhaus wieder einmal „Kriegsziele" in Aussicht, er fügte aber hinzu, sie seien eine Sache der Zukunft: Zunächst seien Bombenziele wichtiger.
„dailq Sketch" bedrokt srankreich
Bern. 18. Dezember
In einem Artikel des „Daily Sketch" heißt es, nach einer in der „New Dort Times" erschienenen Meldung aus Lissabon gebraucht die Petain-Regierung seit Wochen die leichte» Einheiten der französischen Flotte, um französische Hanbelsschisse mit Lebensmitteln und Rohstoffen nach Marseille zu begleiten. In britischen Kreisen glaubt man, daß diese Lieferungen noch nicht in die Hände der Deutschen kommen. Die britische Regierung sei über den Verkehr und über verschiedene Geleitzüge unterrichtet, die ungestört durchgelassen worden feien. Es heißt aber, England befürchte, die Zunahme dieses großen Verkehrs könne die englische Flotte zwingen, in Tätigkeit zu treten, obwohl die französische Regierung erklärte, die Schiffe hätten Lebensmittelladungen für den ausschließlichen Gebrauch Frankreichs an Bord. Es heißt, ein entscheidender Faktor wäre die bisherige Benutzung nur leichter Streitkräfte. Falls aber größere französische Schiffe erscheinen würden, nmcde die britische Nichteinmischungspolitik sich wahrscheinlich ändern.
Die deutsche Lustwasse belegte wiederum' Birmingham London und kriegswichtige Ziele in den Midlands mi« Bomben.
Die verheerenden deutschen Angriffe aus London führten dort zu einer Verzchnsachung der Bcrussfeuerwehr.
Die wachsenden britischen Tonnagcverluste bewirken di, Verabschiedung des Seelords Pound.
Aus Newyork wird die Versenkung von 28VVV BRT für England fahrenden Schiffsraums bekannt.
In seiner Not will England die amerikanische „Geister, slotte" kaufen.
Der italienische Wehrmachtsbericht meldet die Verringe- rung des feindlichen Druckes an der Cyrenaika-Grenzc. Die Zusammenstellung der nächsten Lcbcnsmittel-Tondev Zuteilungen liegt vor.
Zum Wcihnachtsscst werden wiederum Bremer kinder reiche Mütter durch die Verleihung von Ehrenkreuzcr geehrt.
Namhafte Berliner Künstler bereiteten auf Veranlassung von Dr. Goebbels Bremer Rüstungsarbeitcrn einen srohe« Bunten Feierabend.
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