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parteiamtliche lageszeitung
Das flmisblatt des legierenden Vürgermeisters der Freien Hansestadt lremen
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der Nationalsozialisten Vremens
sinnliches verkündungsblatt des leichsstatchalters in Oldenburg und Vremen
Nr. Z4S / 10. Jahrgang
Montag, 16. Dezember 1940
kinzelpreis 15 Npf.
lohn vu» schnallt den hunomiemen fester
kcnäbrungsminister Lord woolton läßt LebensmiNelrationen erneut herabsetzen
So wirkt die deutsche vlockade!
London — „ein lftlcago der Schieber" / Um Lord Lochians Nachfolgeschaft
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dv. Stockholm, 15. Dezember.
Die in der neuen Woche in Kraft tretende Herabsetzung der Fleischrationen in England, bilden» wie schwedische Berichte besagen, nur ein Teilstück in einer allgemeinen Einschränkung der Lebenshaltung.
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Die Rede des englischen Lebensmittelministers Lord Woolton vom Sonnabend, in der er sich gegen das Hamsterunwesen wandte, ist recht aufschlußreich für die heutige Lage in England. Wenn ein plutokratischer Minister sich wenigstens zum Schein gegen die Hamsterei der Reichen so entschieden wenden mutz, so dürsten die Mitzstände schon einen bedeutenden Umfang angenommen haben. — Das zeigt auch die Ausdrucksweise Wooltons. Er sagt u. a.: „Die Leute, gegen die wir vorgehen wollen, sind jene, die bon Laden zu Laden gehen, wo sie alles auszukaufen versuchen, von dem sie annehmen, daß es in nächster Zeit knapp wird". Die englische Regierung hat, wie „Svenska Dagbladet" hierzu meldet, den Lebensmittelmarkt untersucht und gefunden, daß Schiebungen und Schleichhandel vorgekommen seien, besonders im Früchte- und Gemüsehandel. Ein Sprecher dieser Gewerbe habe erklärt, London sei, was die Lebensmittellage angehe, nicht mehr weit davon entfernt, ein Chikago zu werden.
Lord Woolton hatte bereits am Tage zuvor in Portsmouth be, der Eröffnung eines neuen „Ausklärungsfeldzuges über die Lebensmittelloge" dem englischen Volk die Notwendigkeit gepredigt, härter zu leben: „England mutz lernen, einfacher und überlegter zu leben. Ich habe euch nach bestem Können in den letzten 16 Monaten darin trainiert. Ich habe euch beigebracht, Butter Praktisch zu entbehren, ich habe die Fleischrationen verringert und werde sie sehr rasch weiter vermindern, Tee- und Zuckerrationen habe ich herabgesetzt und ihr seht noch immer gesund und sehr zufrieden aus (!?).
In dem gleichen Zusammenhang mahnte der Landwirt- schastsminister Hudson in einer Rede zur Nutzung jedes verwendbaren Stückes Ackerland. Er wolle nicht sagen, wieviel Boden dem Pflug zugeführt werden müsse, denn solche Ziffern könnten vielleicht schrecken. Die Landwirtschaft müsse in vieler Hinsicht ihre Methoden total umstellen.
Das Gcdräng? unter den englischen Politikern und Diplomaten um die Nachfolge Lord Lothians auf dem Posten des Botschafters i« Washington wird immer wilder. Im Vordergrund steht gegenwärtig Lord Halifax, den seine Feinde bei dieser Gelegenheit endlich aus dem Außenministerium entfernen möchten. Vorübergehend wurde sogar der Herzog von Windsor genannt und dabei behauptet, seine Ernennung würde einem besonderen Wunsch der amerikanischen Regierung entsprechen.
Der Flugbesuch, den der ehemalige König dem Präsidenten Roosevelt abgestattet hatte, um Schwierigkeiten in der Frage der Stützpunkte zu erörtern, trug dazu bei, solche Kombinationen zu fördern, aber nach der Rückkehr des Herzogs wird erklärt, daß die Reise in keinem Zusammenhang mit der durch Lord Lothians Tod geschaffenen Lage gestanden habe. Der Herzog hat selbst bestätigt, daß seine zweistündige Aussprache mit Roosevelt aus dem Kreuzer „Tuscalosa" den Fragen der amerikanischen Flottenstützpunkte auf den Karibischen Inseln gegolten habe. Nach amerikanischen Meldungen hat sich der Herzog bereit erklärt, die Durchführung der amerikanischen Baupläne auf den Bähamainseln zu unter- ! stützen. Hierbei habe Roosevelt die Erklärung abgegeben, daß
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wettere Verminung britischer Kitten
Der deutsche Wehrmachtsbericht vom 15. Dezember Berlin, 15. Dezember.
Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
In der Nacht zum 14. Dezember beschränkte sich die Tätigkeit der Luftwaffe infolge ungünstiger Wetterlage auf das Verminen britischer Häfen. Im Laufe des 14. Dezember griffen einzelne Flugzeuge mehrere kriegswichtige Ziele in Süd- und Mittelengland zum Teil im Tiefflug an. In den Midlands wurde eine wichtige Industrieanlage durch Volltreffer schwerer Bomben wirkungsvoll getroffen.
Der Feind flog in das Reichsgebiet nicht ein. Im besetzten Gebiet warf er an zwei Stellen Bomben» ohne Schaden anzurichten.
Englische Meldungen geben an, daß der Buckingham-Palast erneut durch Bomben beschädigt wurde. Auch das Observatorium Greenwich habe wieder Bombenschäden erlitten.
die Anlegung eines „amerikanischen Gibraltars" am Karibischen Meer nicht geplant sei.
Auch Llöhd George wird als Nachfolger Lothians genannt, ferner neben Vansittart Lord Swinton und Perch. Nach einer Londoner Meldung des „Svenska Dagbladet" hatte Lord Lothian, als er von London nach Washington zurückkehrte, einen persönlichen Brief Churchills an Roosevelt überbracht.
Daß die Entscheidung dieses Krieges im Kampf gegen das britische Mutterland fällt, ist in den Bettelvusen an die USA. in der letzten Zeit von England selbst in nicht miß- zuverstehender Weise klargestellt worden. Dieses England aber liegt unter dem harten und nicht zu lockernden Würgegriff der deutschen Wehrmacht, die, wie es eine russische Zeitung in ihren Betrachtungen zur Lage ausdrückte, gegen Britannien eines Kannäs znr See ausfischt.
Wie sich im einzelnen die doppelte Wirkung der Vernichtung der Transport- und Lagermöglichkeiten in England selbst und die Störung der Verbindungswege zur See auswirkt, das hat der britische Ernährungsminister jetzt deutlicher noch als in einer Rede vor einigen Tagen in der Ankündigung der Herabsetzung der Fleischration um die Hälfte gezeigt. So ist die Lage des Britannien, das diesen Krieg wie den Weltkrieg gegen das deutsche Volk mit der Aushungerung leicht und bequem, und wie sich ein britischer Minister erdreistete zu sagen, am „humansten", erfolgreich beenden wollte. Jetzt ist das Kriegsmittcl Blockade zurückgeschlagen.
Das England, das gewohnt ist, seinen wohlhabenden Schichten und Mittelschichten eine vollbesetzte Lebensmittelversor
gung zu bieten, mutz nun schon an das Morgen denken und allen Briten eine knapp bemessene Menge zuteilen. Eine in einigen Bezirken ausgebrochene Fleischknappheit fei, fo läßt man verlauten, nur auf Transportschwierigkeiten zurückzuführen, die sich allerdings an der einen oder anderen Stelle bei den ständigen Angriffen der deutschen Luftwaffe steigern könnten. Hier erweist sich die Doppelwirkung in deutlicher Form, das Hämmern der Luftangriffe und die steten Angriffe der U-Boote aus die Versorgungswege. Hier ist die Versenkung des 10 356 BRT. großen Kühlschiffes „Orarai" ein doppelt unangenehmer Erfolg gegen die Autzenversorgung Britanniens, da gerade noch in diesen Tagen das argentinische Land- wirtschastsministerium mitteilen mutzte, daß die für England vorgesehenen Fleischlieferungen eingeschränkt werden müßten wegen Mangel an Transportmöglichkeiten.
Um gegenüber den USA. zu beweisen, daß England noch ein „gutes Risiko" ist, sucht es die vorhandenen Kräfte des Empire zu taktischen Erfolgen auf Kriegsschauplätzen zu benutzen, die keineswegs kriegsentscheidend sind. Als die Italiener die Engländer in schnellem Stoß durch das Somaliland trieben, da war Somali eine „bedeutungslose Angelegenheit", als Graziani trotz größter klimatischer und Ge- ländeschwierigkesten bis Sidi el Barani vordrang, da war den Italienern nach Auffassung der Briten nur wenig gelungen, im Grunde nur „etwas Negatives", sie hatten ihre Nachschublinie verlängert. Die Engländer, die im Grunde jetzt nur das gleiche für sich erringen, noch dazu ohne Aussicht aus eine irgendwie entscheidende Wirkung, während die Italiener vorher sich dem Nilland näherschoben, posaunen ihren Vorstoß als großen Sieg aus. Das Potential des KriegeS in Italien ist weder durch die Ereignisse in Libhen noch durch die Vorgänge an der griechischen Grenze irgendwie beeinträchtigt, der Ausgleich wird daher ohne weiteres möglich sein. Zuk gleichen Zeit aber vollzieht sich an der entscheidenden Front des Empire, den Zufahrtsstraßen der Insel Schlag für Schlag die Vernichtung der Lebensfähigkeit, die Einschnürung der Luftzufuhr des Organismus England.
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U-Vool versenkle englischen Kreuzer
Heftige Kämpfe bei Sivi Saroni — kst britische siugzeuge abgeschossen
Rom, 15. Dezember.
Der italienische Wehrmachtsbericht vom Sonntag hat folgenden Wortlaut:
„Nach der Evakuierung von Sidi Barani kam es am gestrigen sechsten Tage der großen Schlacht in der Wüstenzone Fort Capuzzo-Sollum-Bardia vom Morgen bis Sonnenuntergang zu blutigen Kämpfen zwischen italienischen und englischen Truppen mit unaufhörlich wechselnden Angriffen und Gegenangriffen. Das Schlachtfeld ist mit Gruppen von brennenden feindlichen Panzerwagen und Tanks übersät. Der Druck der feindlichen Streitkräfte hat jedoch noch nicht nachgelassen. Die Luftwaffe hat sich mit der sie auszeichnenden be- wundernswerten Opferbereitfchaft eingesetzt und die feindlichen Linien ununterbrochen bekämpft und mit Bomben belegt. Bei den gestrigen Kämpfen sind von unseren Jägern elf Flugzeuge brennend abgeschossen worden. Die Zahl der am vorausgegangenen Tage abgeschossenen feindlichen Flugzeuge ist nach weiteren Feststellungen auf zwölf gestiegen. Sechs eigene Bomber sind nicht zurückgekehrt. Der Feind hat Bombenangriffe gegen die Stützpunkte Bardia und Tripolis durchgeführt; hier würden zwei feindliche Flugzeuge abgeschossen.
An der griechischen Front sind feindliche Angriffe an verschiedenen, Abschnitten durch unsere Gegenangriffe zurückgeschlagen worden, bei denen der Feind beträchtliche Verluste erlitt. Unsere Luftformationen haben in direktem Eingreifen in die Bodenoperationen wirkungsvolle Bombenangriffe auf griechische Truppenansamm- lungen, Troß und Lastkraftwagen durchgeführt. Unsere „Picchiatelli" (Sturzbomber) haben Strahenknoten- punkte zerstört sowie feindliche Truppen bombardiert und mit ME.-Feuer bestrichen. Andere Formationen haben einen Viadukt der Eisenbahn Saloniki—Athen getroffen.
In Ostafrika haben unsere Flugzeuge feindliche militärische Ziele in der Zone von Gallabat bombar
diert. An der Sudangrenze Patrouillen- und Artillerie- tätigkeit. Der Feind hat Luftangriffe aus einige Ortschaften in Eritrea durchgeführt, die weder Opfer forderten noch nennenswerten Schaden anrichteten. Das von Korvettenkapitän Ferracuti befehligte U-Boot „Neghelli" hat vor der ägyptischen Küste einen feindlichen Kreuzer vom Southampton-Typ torpediert und versenkt.
In der vergangenen Nacht wurden drei Luftangriffe gegen Neapel durchgeführt» wobei Bomben auf den Hafen und Brandbomben auf die Stadt abgeworfen wurden. Im Hafen wurde eine Einheit der königlichen Marine mittleren Tonnengehalts getroffen. Die Schäden sind nicht beträchtlich. Unter der Besatzung sind rund 5V Tote und Verwundete zu beklagen. Ein kleiner Motorsegler wurde von einer anderen Bombe getroffen und versenkt. Die in den oberen Stockwerken einiger Wohnhäuser ausgebrochene» Brände wurden durch das sofortige Eingreifen der Feuerwehr sogleich gelöscht. Acht Zivilpersonen wurden verletzt. Die Haltung der Bevölkerung war vorbildlich."
Die Kämpfe um Sidi el Barani sind nach siebentägigem erbittertem Ringen noch nicht zum Stillstand gekommen. In gut unterrichteten militärischen Kreisen Roms sieht man voraus, daß die Gefechtshandlungen noch tagelang andauern werden. Man gewinnt in Rom den Eindruck, daß die Zurücknahme der italienischen Linien von Sidi el Barani auf das rund hundert Kilometer westlich gelegene Stützpunktdreieck Bardia-Capucco—Sollum nichts Endgültiges, sondern vielmehr eine vorübergehende Phase darstellt.
Diese Ansicht wird durch die offizielle italienische Mitteilung unterstrichen, daß die hier eingesetzten Truppen als ausreichend für jede Entwicklung auf dem riesigen Wüstenschlacht- feld in der Marmarica und dem libyschen Steppenplateau beurteilt werden. Dem Geländcverlust der Italiener, der im Wüstenkrieg keinen bemerkenswerten, geschweige denn entscheidenden Faktor darstellt, steht auf englischer Seite ?in außerordentlicher Verschleiß an Panzern gegenüber^ ,,
?Mskeai MSt Mtokat
„Das Houss ok I,orüs war schweigend und matt erhellt. Sie waren alle da, Reihe hinter Reihe: Lord Bergwerk, Lord Whisky, Lord Blaublut, Lord Zeitung und Lord Buchhändler; Lord Stammbaum, Lord Streitaxt, Lord Auto, Lord Fertigware, Lord Großhandel, Lord Partei, Lord Abraham, Lord " Israel und Lord Jsaak."
(Douglas Heeä in „DisZrscs /^donncking".)
K. bckli. Plötzlich tun sie so, die britischen Plutokraten, als sei ihnen das kapitalistische Denken und Handeln gar nicht das Wichtigste. Als hätte der Führer bei der Kennzeichnung ihres Aufsichtsratsdaseins nicht ihr innerstes Wesen enthüllt! Doch die Sprache der Tatsachen läßt sich auch durch die scheinheiligsten und phrasenreichsten Reden der Londoner Parlamentarier nicht mehr übertönen. Es kann einfach keiner der demaskierten Ausbeuter abstreiten, daß nahezu 200 der 514 Abgeordneten des Unterhauses Aufsichtsräte oder Direktoren wichtiger Jn- dustriewerke sind und als solche nicht weniger als 700 gewinnbringende Unternehmen vor dem Gesetzgeber vertreten. Die plutokratische Eeschäftsgebarung von 32 maßgebenden Versicherungsgesellschaften ist auf diese Weise im Unterhaus vor hemmenden Einwirkungen geschützt. Wir nennen nur die vier Mammut-Unternehmungen „I-onckon 8- llancssbire Insurance Loinpan^" mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden Lord Burghley, „lloysl Insurance Sompany" mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden Sir John Power, „Suarckian ^.ssurance" und „pboenlx ^.ssursnce" mit den Aufsichtsratsmitgliedern Sir William Braß und Astor. Die finanztechnischen Verfilzun- gen im englischen Wirtschaftsleben haben übrigens zu einer raffinierten Konzentration des wachsenden Reichtums auf einzelne Kapitalistengruppen geführt; so werden zum Beispiel von der genannten „llouckou L I.auca- skire Insurance Lorupauz/' mit ihrem jüdischen Direktor Mosenthal an der Spitze zahlreiche Schiffahrtsgesellschaften, Zeitungen, Elektrizitätsgesellschaften, Kohlenbergwerke und Eoldminen kontrolliert. Weiter: 16 Abgeordnete des Unterhauses sehen ihre Hauptaufgabe darin, sechs Großbanken „wirtschaftspolitisch" zu betreuen. „Pfundschweinchen" nannte Stanley Baldwin einmal diese schmarotzenden Nichtstuer, was ihn jedoch nicht hinderte, gleichzeitig Premierminister und Besitzer der „Stahlwerke Baldwin" zu sein und während seiner Ministerpräsidentschaft fast eine Verdreifachung des jährlich aus diesen Werken herausgeholten Reingewinnes zu erzielen. Einen ungewöhnlichen Umfang nahmen auch die Waffengeschäfte an, die Neville Chamberlain, bis zu seinem Tode Aufsichtsratsmitglied der lllliot's Oomp. und Direktor der LirininZliain Linall -^rms, als Premierminister tätigte. „Die Politik der Premiers ist eine Politik der Bankiers und Rentiers" — der fetzige Arbeitsminister des Churchill-Regimes, Einest Bevin, wird heute nicht gern an diesen seinen Ausspruch vom Januar 1940 erinnert sein; doch der>Arbeiterverräter traf damals den Nagel ausnahmsweise auf den Kopf!
Aber vielleicht haben sich inzwischen die „Plutokraten der zweiten Garnitur" eines Besseren besonnen! „Helfet euren Nächsten wie euch selbst!" — mit dieser Parole hat das Londoner Verkehrsministerium diejenigen Kraftfahrzeugbesitzer, die ihre genehmigten Fahrten mit nicht vollbesetztem Wagen durchführen, angehalten, die freien Sitze nach Möglichkeit jeweils Werktätigen kostenlos zur Verfügung zu stellen. Interessenten für diese Gratisfahrten gibt es, so berichtet „Daily Herald", nicht nur unter den Passanten in unübersehbaren Mengen, sondern merkwürdigerweise auch unter den Privatwagenbesitzern. Also endlich einmal eine altruistische Regung im klassischen Land der Egoisten? Nun, die Sympathie der menschenfreundlichen Autofahrer. unter denen sich der frühere Verkehrsminister Leslie Bürgin besonders hervortun soll, gilt im Anschluß an die „Eemeinschaftsfahrten" in erster Linie den — Ausgabestellen für zusätzliche Venzinkarten. Die zuständige Behörde hat nämlich für jene „den Verkehr entlastende" Fahrten vorsorglich Ersatzbenzin bewilligt, und so nehmen denn vor allem die über größere Wagen verfügenden Autobesitzer die ihnen zuliebe geschaffene Gelegenheit wahr. sich für Wochenendtouren'in die Gefilde der Landlords entsprechende Treibstoffrationen zu sichern. In Umkehrunq der jesuitischen Moral „heiligen" hier die sozial getarnten Mittel lediglich
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„Western prince" torpediert und gesunken
ver britische 11 vvv-ronner statte Flugzeuge und tebensmittel an Vord , fluch der Munitionsminisier von Kanada .. .1
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Newyork. 15. Dezember.
Mackay-Radio sing einen über die schottische Funkstation Portpatrick weitergegebenen Funkspruch aus. daß der englische 10 92V BRT. große Tampser „Western Prince" 400 Meilen nordwestlich der Küste Irlands torpediert worden sei. Der 1929 gebaute Passagierdampser besand sich vor dem Krieg im Newhork-Südamerika-Tienst und wurde in letzter Zeit von den Engländern mehrfach zwischen Liverpool und den Vereinigten Staaten eingesetzt.
Mehrere Meldungen besagen übereinstimmend, daß der britische Tampser „Western Prince" von einem deutschen Unterseeboot torpediert wurde. Das Schift ist inzwischen, wie seine Reederei bekanntgibt, gesunken. Nach erster Reutermeldung aus Newyork erklärte die Schiffahrtsgesellschaft „Furnetz Withy", der kanadische Munitionsminister Howe habe sich unter den Passagieren dieses Schisses befunden. Der „New Pork Daily Mirror" schreibt in der heutigen Sonn
tagsausgabe, außer dem kanadischen Munitionsminister hätten sich noch dessen Assistent Wovdward, Finanzbcrater Scott und der Generaldirektor Tayllor vom kanadischen Munitionsamt an Bord befunden.
Außer einer beträchtlichen Anzahl von Flugzeugen habe die „Western Prince" 10 000 Tonnen Munition und Lebensrnittel als Ladung an Bord gehabt. „New Bork Sun" teilt ergänzend mit, die Mehrzahl der 60 Passagiere seien Engländer gewesen, die zu amerikanischen Missionen gehören und sich auf dem Wege nach England befanden. Die „Western Prince" habe auch eine Anzahl zweimotorigc Bombenflugzeuge für England an Bord gehabt.
Bei dem britischen Frachter „O r a r i" (10 350 BRT.) der. wie gemeldet, kürzlich im östlichen Atlantik torpediert wurde, handelt es sich um ein Doppelschrauben-Motorschiss, das der New Zealand Shipping Co. gehört und besondere Kühleinrichtungen für Lebensmitteltransporte hat. Der Ver
lust von Kühlschifftonnage ist besonders unangenehm, zumal das argentinische Landwirtschaitsministerium am letzten Donnerstag bekanntgeben mußte, daß die vorgesehenen Fleischlieserungen für Großbritannien eingeschränkt werden müssen, und zwar infolge Mangels an Transportmöglichkeiten.
ergebnislose Zagv nach deutschem Hilsskreuzer
Berlin, 15. Dezember.
Aus Montevideo wird gemeldet: Die von sämtlichen Einheiten der englischen Südatlantikslotte unternommene Jagd nach dem deutschen Hilfskreuzer, der in einem Seegefecht den englischen Hilfskreuzer „Carnarvon Castle" schwer beschädigte. ist ergebnislos geblieben. Diese Mitteilung machte Kapitän Frank Pcgram, der Kommandant des in Monte- vldeo eingelaufenen Südatlantikslaggschiffes „Enterprise" am Freitag.
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Die deutsche Luftwaffe setzte die Verminung britischer Hasen fort.
Der britische 11 000-Tonner „Western Prince" wurde von einem deutschen ll-Boot versenkt.
Ein italienisches N-Boot versenkte einen britischen Kreuzer.
Die heftigen Kämpfe bei Sidi Barani gehen mit unverminderter Wucht weiter.
Lord Woolton kündigte eine weitere Senkung der Lebensmittelrationen in England ein.
Bei einem Bergwerksunglück in Rumänien kamen 51 Menschen ums Leben.
Der lustige Blockadekrieg der HI. zur letzten dies- lährigen Reichsstratzensammlnng war ein Riesenerfolg.
Der Reichspreiskon,missar kündigt schärfste Maßnahmen bei Verstößen gegen die Preisvorschristcn an.
Tura besiegte Komet-Hamburg, während BTV. gegen Linden 07 unterlag.
In Bremen wurde der erste Waldlauf 1940/41 im Bürger- park gestartet.
Der Bremer NSRL.-Tagung wohnte Tportbezirksführer Köwing als Urlauber bei.