Ausgabe 
(15.12.1940) Nr. 345
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Parteiamtliche Tageszeitung

Das Amtsblatt des Negierenden Dürgermeisters der Freien Hansestadt Nremen

der Nationalsozialisten Vremens

flmtiiches verkündungsblatt des Neichsstatttsalkers in Mdenburg und vremen

Nr. Z45 / 10. Jahrgang

Sonntag, 15. Dezember 194Ü

kinzelpreis 15 Npf.

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knglanvs Schiffahrt in wachsenden Nöten

die ständigen Erfolge der deutschen U-Voot-Waffe Mingen London ;u überraschenden kingestündnisten

vrsttaoks vaasr äsr I'akrtsn / Lkssknüruns LLdLons von suropäisokon ^lörkton wirkt slok kataslropkal aus

Stockholm, 14. Dezember.

Wie tiefgreifend sich die deutsche Blockade gegen England bereits auswirkt, geht aus einem außerordentlich beachtenswerten Londoner Rundsunkvortrag über das britische Eeleitzugsyftem her­vor. Entgegen der bisherigen Gepflogenheit der englischenPropagandisten". Schwierigkeiten der Flotte Albions zu verschleiern, gab der vortragende Fachmann folgendes unumwunden zu:

Heutzutage dauern die Fahrten zwei- oder dreimal so lange wie in der Friedenszeit. infolgedessen haben die Schisse auch nur die Hälfte oder ein Drittel ihrer normalen Be- förderungsfähigkcit. Der britische Verlust an Handelsschisss- raum infolge der Kampfhandlungen ist allerdings durch den Bau neuer Schiffe, die Charterung weiterer und die Be­nutzung der Schiffe der von Deutschland besetzten Lander aufgefüllt worden. Trotzdem braucht England weitere Tonnage, denn viele der britischen Handelsschisfe werden als Hilfskreuzer eingesetzt. Auch der Bedarf der Armee an Schiffsraum wird im allgemeinen unterschätzt.

Besonders groß ist der Einsuhrbedarf der britischen Insel, sowohl an Nahrungsmitteln als auch an Rohmaterial. Die hierfür verwendeten Handelsschiffe fahren in Gcleitzügen und werden zu diesem Zweck vorher rn bestimmten Hüsen ge­sammelt. Die Geschwindigkeit eines Gelcitzuges ist die Ge­schwindigkeit des langsamsten Schisses, das in dem Geleitzug mitfährt. Diese Gcleitzüge müssen fernerhin oft große Um­wege änlichen, um gemeldeten feindlichen Angriffen auszu­weichen, wodurch wiederum eine Verzögerung verursacht wird.

Früher bezogen wir unsere Butter aus Dänemark, wozu ein Dampfer 24 Stunden braucht. Heute beziehen wir unsere Butter aus Australien und Neuseeland, wozu eine Schifss- reise von mehreren Wochen notwendig ist. Unser Bauholz, das wir früher aus dem nahen Skandinavien bezogen, kommt jetzt aus Kanada. Auch Eisenerze, die früher aus Schweden und Belgien kamen, müssen jetzt quer über den Atlantik herbeigeschafft werden." Der Vortragende beschreibt eine Eeleitzugfahrt, die er mitgemacht hat. wie folgt:

Die meisten Schisse lagen sckon tagelang -m Hasen und warteten aus den Tag der Abfahrt. Der Führer der Geleit­schisse versammelte eines Tages die Kapitäne der Handels­schiffe, die genau so wie ihre Fahrzeuge bunt zusammen­gewürfelt waren. Den Kapitänen wurden Anweisungen über das Verhalten bei feindlichen Angriffen, die Frage der Lich- tersiihrung während der Nacht und über den genau zu

steuernden Kurs gegeben. Infolge von Nebel mutzte die Ab­fahrt des Geleitzuges wiederum um einen Tag verschoben werden. Endlich konnten die Schiffe in Tee gehen, aber erst bei Anbruch der Nacht hatte der Gcleitzug die befohlene For­mation richtig eingenommen. Die Geschwindigkeit betrug nur sechs Knoten, obwohl sie acht Knoten sein sollte. Der Seegang wurde im Lause der Nacht sehr schwer und die Geschwindigkeit des Geleitzuges siel aus süns Knoten zurück. Trotzdem wurde bei Anbruch der Morgendämmerung bemerkt, datz einige der Schisse nicht mitkommen konnten. Die Ge­schwindigkeit mutzte erneut herabgesetzt werden, damit die zurückgefallenen Schiffe nachkommen konnten. Am nächsten Morgen wurde der Geleitzug von feindlichen Bombern an­gegriffen.

Später brach ein schwerer Sturm aus, so datz die Ge­schwindigkeit des Gcleitzuges noch geringer wurde. Daraus wurde U-Vootsgesahr gemeldet und es muhte ein großer Umweg gemacht werden.

Nach sieben Tagen endlich kam der Bestimmungsort des Gelcitzuges in Sicht und die Schiffe zerstreuten sich. Die meisten hatten noch 7'/- Tage zu fahren, ehe sie ihren Lösch­hafen erreichten. Diese Fahrt, die im Frieden 72 Stunden dauert, nahm also im Kriege eine Zeit von acht Tagen in Anspruch. Hierbei ist nicht mitgerechnet, datz einige der

Japanischer srachter festgestatten

Tokio, 14. Dezember.

Im Zusammenhang mit den in den letzten Tagen wieder­holt hier eingelaufenen Berichten über Mißhandlung und Unterdrückung japanischer Staatsangehöriger in Südafrika findet «in Tomei-Bericht über das Zurückhalten des Frachters Kwanto Maru" -(9906 BRT.) in Durban starke Beachtung. Es wird daraus hingewiesen, daß die Ladung des Frachters aus südamerikanischen Erzeugnissen bestehe. Japan hat bei der südafrikanischen Regierung scharfen Protest eingelegt.

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Schisse schon tagelang in einem Hasen gewartet hatten. Unsere Handelsmarine ist heute denselben Gefahren ausge­setzt wie die Kriegsmarine, ohne die Genugtuung zu haben, den Gegner angreifen zu können. Mit Anbruch des Winters wird die Schiffahrt aus England schwieriger und gewagter; die Schiffe könen jedoch nicht aufhören, ihre Ladungen nach Großbritannien zu bringen."

Aus diesen gewiß unverdächtigen Ausführungen eines bri­tischen Fachmannes geht hervor, datz allein für Einsuhr-

VLs Liynals sinä gssslsllt / I'rsntsn Fsklürt / Vsrm äsulsvksn SosiaUsmi»« ist äsr LLoy

3. S. v. Bremen. 15. Dezember.

Veilststenstkb Zweierlei hat den plutokratischen

und keulenslstlac, Kriegsbrandstiftern an der jüngsten unv neuie, ug FiHrerredg besonders mißfallen:

Die'Betonung des deutschen Sozialismus, und die unbedingte Siegeszuversicht, die in den Wor­ten gipfelteDeutsche Arbeitskraft schlägt jede andere Macht der Welt" undWo der deutsche Soldat steht, kommt kein anderer hin". Die Hervorhebung des deut­schen Sozialgedankens, der im nationalsozialistischen Staat seine feste Verankerung erfuhr und der seine Setzte Krönung nach dem deutschen Siege über die plutokratischen' Mächte erhalten wird, mutzte angesichts der himmelschreiend unsozialen Zustände, unter denen

l die von der englischen Plutokratie ausgepowerten und etwa den dreifachen Bedarf an Tonnage hat. Der Bedarf für rechtlosen Arbertermassen Englands vegetieren, ^mfach militärische Zwecke ist gleichfalls außerordentlich groß. I wie ein Peitschenhieb auf die englische Pluto-

Zwei U-Voyte versenkten 56?00 VM.

0KW.-8er«lsti unterstreicht: Sstejsteld betonders nachstattig getrosten

Berlin, 14. Dezember.

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: In der Nacht zum 13. Dezember griffen wie bereits gemeldet starke Kampffliegerverbände die Schwer­industrie von Sheffield mit großem Erfolg an. Der Angriff wurde bei günstiger Wetterlage mit Erdsicht durchgeführt, so datz die befohlenen Ziele einwandfrei ausgemacht und die gute Trefferlage klar erkannt wer­den konnte. Zahlreiche Brände und Explosionen in den Fabriken der Stahlindustrie und sonstigen Rüstungs­anlagen sowie kriegswichtigen Betrieben im Nordosten der Stadt und in der Stadtmitte wurden festgestellt. Durch die Zerstörung im Jndustriebereich von Sheffield gelang es, die britische Rüstung besonders nachhaltig zu treffen. Die Tätigkeit der Luftwaffe am 13. Dezember

beschränkte sich infolge ungünstiger Wetterlage auf be­waffnete Aufklärung.

Ein Unterseeboot unter Führung -von Kapitänleut­nant Lehmann-Willenbrock hat auf. seiner Fahrt gegen den Feind insgesamt 40S00 BRT. ver­senkt. Ein Teilergebnis seiner Unternehmung war schon vorher bekanntgegeben.

Ein kleines Unterseeboot versenkte, wie bereits be­kanntgegeben, drei bewaffnete feindliche Handelsschiffe mit insgesamt 15 800 BRT. Einige britische Flugzeuge warfen in der vergangenen Nacht in Nord- und West- deutschland Bomben, die nur an zwei Stellen geringen Häuserschaden anrichteten. Acht Personen wurden leicht verletzt."

oslosjord" (1S67Z so.) durch Mine versenkt

Neue schwere Schistsoerluste !iir knglanS stiljskreurer und srachter torpediert

Inv. Stockholm, 14. Dezember.

Englands Seekriegs- und Blockadcschwicrigkeiten nehmen zu. Der große norwegische PassagicrdampfcrOslosjord" (18 673 BRT.), der von den Engländern erst vor kurzem aus Ncwyork weggeholt, bewaffnet und für Amcrikaliefcrungen in Dienst gestellt worden war, ist bereits auf der Rückkehr von seiner ersten Reise zwischen England und Amerika ge­sunken, angeblich durch Auflaufen auf eine Mine vor Rew- castle. (DieOslosjord" wurde 1938 auf norwegische Rech­nung bekanntlich in Bremen aus der Deschimag, Werk AG. Weser gebaut.)

Die englische Admiralität meldet den Verlust des bewaff­neten HandelskrcuzersKorsar". Die Versenkung sei, wie die Mitteilung laionffch besagt, durch Torpedicrnng erfolgt. Nähere Umstände werden verschwiegen, auch die Zahl der Opfer. Es wird lediglich bemerkt, daß die Hinterbliebenen der Umgekommenen unterrichtet worden seien. ^

Der für England fahrende skandinavische Frachtdampfer Daphne" (2o!>5 BRT.) ist nach einer in Stockholm ein­gegangenen Nachricht aus Madrid im Atlantik westlich von Spanien torpediert worden und sosort gesunken. Von der 19köpfigcn Besatzung wurde bisher nur ein Mann gerettet. Von den N Schweden, die au Bord Ware», waren der Kapi­tän und vier Mann bereits aus einem im August torpe­dierten anderen Schiff gewesen, das cbeusalls in Englands Dienst fuhr.

Die Besatzung des norwegischen FrachtersHeina" berichtet die Torpedicrung dreier Schisse aus einem Geleitzug heraus.

Drei Tage nach dem Auslaufen sei der Geleitzug von einem U-Boot angegriffen worden, das einen schwedischen Frachter torpedierte. Ter Konvoi sei gesprengt, und zwei weitere Schisse seien versenkt worden.

Die schweren Schisssvcrluste haben das englische Parlament veranlaßt, wie aus einer Londoner Meldung desSvenska Dagbladet" hervorgeht, die einige Tage zuvor eilends verab­redete Gehcimdcbatte über den U-Bootkrieg bereits am Don­nerstag, unmittelbar nach Churchills Erklärung über die Wüslenoffensive abzuhalten. Churchill habe, wie die schwedische Meldung besagt, im Nahmen der Debatte geltend gemacht, daß eine Anzahl englischer Kriegsschiffe, die bisher für Kriegs- materialtranspörtc. nach Aöghpten benötigt wurden, wieder sür Gelcitzugdienste im Atlantik frei wären. Dieser Darstel­lung widerspricht jedoch die von Ernährungsminister Lord Woolton in Portsinonth am Freitag abgegebenen Erklärun­gen. > Lord Woolton beklagte sich nämlich erstmalig, daß Deutschland durch seine Seekriegsführung England .mit aller Kraft auszuhungern" suche.- Der Minister fuhr fort:Aber wir sind noch nicht ausgehungert. Wir werden einige der Schiffe, die bisher Lebensmittel nach England geschasst haben, wegnehmen und dazu verwenden, Proviant. Kriegsmaterial und andere notwendige Dinge zu unseren im Nahen Osten kämpscndcn Heeren zu schassen. Ich habe daher meine Kol­legen in der Regierung davon unterrichtet, daß wir als Zivil­bevölkerung bereitwillig und absichtlich unseren Bedarf ein­schränken werden." Woolton kündigt die Herabsetzung der Fleischrationen an. '

Stetige krnöltrungspolitik - Säule des Sieges

Neichsmmisler Harre zu den flufgaben der krzeugungsschlacht

Berlin, 14. Dezember.

Am Sonnabend sprach im Rundfunk über alle deutschen Sender der Reichsminister für Er­nährung und Landwirtschaft R. Walther Darre zum deutschen Landvolk über die Aufgaben der zweiten Kriegserzeugungsschlacht. Er führte u. a. aus:

Die bisherige Entwicklung des Krieges wäre unmöglich ge­wesen, wenn nicht die Männer und Frauen des deutschen Landvolkes durch ihre schwere Arbeit in den vergangenen sieben Jahren die Voraussetzungen sür solche Erfolge geschossen hätten.

ks ist das historische verdienst unseres Land­volkes, daß unsere Lebensmittelversorgung gesichert ist

Ohne seine Arbeit wäre es unmöglich gewesen, die Lebens- mittelrationcn seit Kriegsbcginn praktisch unverändert zu halten. Ohne seine Arbeit wäre es auch unmöglich gewesen, die Vorräte an Nahrungsmitteln anzusammeln, die es uns heute gestatten, Schwankungen in der Erzeugung und in den Zufuhren auszugleichen. Ohne die von uns planmäßig durch­geführte Dorratswirtschast und ohne die seit 1933 ausgebaute Marktordnung wäxe es wiederum auch nicht möglich gewesen.

die Lcbcnsmittelpreise in Deutschland bei den wichtigen Grund­nahrungsmitteln so stabil zu halten, wie es tatsächlich der Fall ist. Der aufopferungsvollen Arbeit des deutschen Landvolkes und, ich darf Wohl sagen auch der klaren Steuerung dieser Arbeit seit 1933 durch unsere nationalsozialistische Agrarpolitik, ist es zu danken, daß Deutschland heute im zweiten Kriegs­jahr den höchsten Ernährungsstand aller Völker Europas zu verzeichnen hat. Dieser beruht aus einer Landwirtschaft, die heute die leistungsfähigste der ganzen Welt genannt wer­den darf. Bedenkt man, datz wir noch vor sieben Jahren, als der Nationalsozialismus die Macht übernahm, ein seelisch, wirtschaftlich und finanziell völlig zerrüttes Landvolk hatten, so mutet uns das Ganze wie ein Wunder an. Und doch ist es letzten Endes kein Wunder. Denn schließlich haben wir nur unseren gesunden Menschenverstand und den sprichvörtlichen Fleiß des deutschen Bauern walten lassen.

Das Ausland möge zur Kenntnis- nehmen, daß auch auf dem Gebiete der Ernährungswirtschast der bisher zurückge­legte Weg schwerer gewesen ist, als es die Ausgabe sein wird.

diesen Krieg ernährungswirtschastlich durchzustehen. Im Gegensatz zu aller bisherigen Erfahrung ist es uns im Krieg nicht nur gelungen, die landwirtschaftliche Erzeugung auf­rechtzuerhalten, aus wichtigsten Teilgebieten konnten wir sogar weitere

auperorventtiche proSuklionssteigorungen

erzielen. Bei der Würdigung dieser Leistungen des Land­volkes darf allerdings auch nicht vergessen werden, daß von allen beteiligten Dienststellen von Partei. Staat und Wehr­macht Ungewöhnliches geleistet wurde, um die Landwirtschaft mit Arbeitskräften. Dünger, Treibstoff und sonstigen Be­triebsmitteln zu versorgen. Ich möchte sür die hierbei ge­leistete große Arbeit an dieser Stelle allen zuständigen Stellen und insbesondere meinen Mitarbeitern herzlich danken. Die Landwirtschaft kann überzeugt sein, daß aus diesem Gebiet auch in Zukunft alle zuständigen Stellen ihre ganze Arbeits­kraft daransetzen werden, der deutschen Landwirtschaft jede nur irgend mögliche Erleichterung zukommenzulasscn.

Besonders bedeutsam ist die im Kriege erzielte Leistungs­steigerung in der Milchwirtschaft. Als im Frühjahr dieses Jahres zur Milcherzeugiingsschlachr ausgerufen wurde, waren sich alle zuständigen Stellen der hierbei zu überwindenden Schwierigkeiten durchaus bewußt. Wir kannten da? Uebermaß (Fortsetzung aus Seit« 2 )

kratenseele wirken. Die Betonung der Unbesiegbarkeit Deutschlands aber, die jede Hoffnung aus eine Aende­rung der Kriegslage zugunsten Englands ausschließt, war im Hinblick auf die ununterbrochen fortgesetzten krampfhaften englischen Versuche, die USA. mit in den Krieg hineinzuziehen, für London niederschmetternd wie ein Keulenschlag. Und so ist es denn kein Wunder, wenn auf denPeitschenhieb" hin der als wohlbezahltes Mit­glied der sogenannten Labour-Party dem englischen Plutokratentüm sich verpflichtet fühlende und heute der Partei der Nationalen Einigung zugehörige Abge­ordnete Morrison sofort auf den Plan trat, um so gut wie möglich den Eindruck der sozialpolitischen Ausführungen des Führers bei der immerhin etwas aufhorchenden englischen Arbeiterschaft zu verwischen. Ebenfalls begreiflich erscheint es, daß das ganze Ge­schmeiß der von Juden und Freimaurern ausnahmslos ausgehaltenen und nur von plutokratischen Interessen bestimmten englischen Presse in ein natürlich besten Widerhall in der jüdischen Presse von USA. findendes Geheul ausbrach, dessen Tendenz dahin ging, datz die gegen die Plutokratie gerichteten Worte des Führers auch USA. getroffen hätten, woraus die Fol­gerung zu ziehen sei, datz USA- nunmehr sobald wie möglich Deutschland den Krieg erklären müßte.

Mister Morrisons Mister Morrison, der naturgemäß Verlvoenkeit °en englischen Arbeitern gegenüber

Rechte haben, sondern durchWohlverhalten" zu den Plutokraten ständig be­strebt sein müssen, sich die Aussicht auf Almosen im Falle des Ausfalls ihrer Verdienstmöglichkeit offenzuhalten) nichts an Sozialwerten auszuweisen hatte und darum nur leere Versprechungen für die Zukunft machen konnte, war in großer Verlegenheit, was er sagen sollte. So glitt er denn aalglatt, wie nun einmal prominente Parlamentarier sein müssen, von den die englischen Ar­beiter nicht sehr überzeugenden Redensarten,es dürfe nach dem Kriege keine extrem Reiche und keine extrem Arme mehr geben" unddie Macht der Monopole müsse gebrochen werden", zur Außenpolitik hinüber. Und da nun schon innerhalb der englischen Arbeiterschaft die Frage nach dem Sinn (von England aus gesehen nach dem Widersinn) dieses Krieges immer dringlicher gestellt wird, verzapfte Mister Morrison auch auf diesem Gebiete einige beherzigend fein sollende Sätze, die aber wiederum ohne rechten Sinn waren. Was soll man auch mit Ausführungen machen, die lauten:Die Nationen Europas müssen bereit sein, viel von ihrer Unabhän­gigkeit einem koonerativen europäischen-System ruffebe zu opfern, einer Ordnung, in der jeder Mensch frei sein soll, nicht nur in Wort und Gedanken, sondern auch frei in der Arbeit." Das einzige, was uns aus solchen Ausführungen greifbar erscheint, ist, wenn wir Herrn Morrison recht verstanden haben, seine Absicht, das Recht auf Arbeit zu verkünden, also ein Recht, das der nationalsozialistische Staat längst ver­wirklicht hat, von dem die englische Arbeiterschaft aber noch nichts zu melden weiß.

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Auch preistest Mit Stolz auf den nationalsozsalisti- kat Skkranken scheu Staat konnte der Führer be- ' tonen, datz in Deutschland nicht (wie

in den kapitalistischen Staaten), das Volk der Wirtschaft und diese wiederum dem Kapital dienstbar ist, sondern datz ganz im Gegenteil das Kapital der Wirtschaft und diese wiederum dem Volke zu dienen hat. Ge­wiß, es mag den plutokratischen Aufsichts- i 8 ten und den E r o tz d i v i d e n d e n s ch l u ck e r n in der Welt an die Nieren gegangen sein, als der Führer das System der Aufsichtsrätsgebühren die Verschleierung von Gewinnen nannte und als er Dividendenverteilun- aen in Himalaya-Höhen plastisch brandmarkte: die Ar­beiterschaft aber in der Welt bis ins ferne Ost- asieiK und vor allem die englische Arbeiterschaft, die in den Slums leben mutz und für ihre Angehörigen nur Krankheit und Hunger kennt, diese dürfte, so weit des Führers Rede bis an ihr Ohr dringen konnte, dte Ausführungen des Führers wohl verstanden haben. Und wenn schon nicht den hartherzigen und kaltschnäu-

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England muß neue schwere Schisfsverluste buchen: auch ein Hilfskreuzer wurde torpediert.

Zwei U-Boote versenkten, wie der OKW.-Bericht meldet 06 BRT.

In Nordasrika dauern die erbitterten Wiistenkämpse an. Reichsminister Darr« gab in einer Rede an das Land­volk die Parolen zur neuen Erzeugungsschlacht.

Rcichsjug-ndsiihrer eröffnete den HJ.-Einsatz für das Kriegs-WHW. 1946/41. ' " '

In Braunschwcig trafen die deutschen Industrie- und Handelskammern zu einer bedeutsamen Taauna zu­sammen.

Kreisbaucrnsiihrer Lür Tietjen sprach aus dem Bremer Kreisbaucrntag.

An seinem 66 . Geburtstag erhielt Professor Dr. Wald- mann in Würdigung seiner Verdienste sür Kunst und Wissenschaft die Bronze-Plakette der Hansestadt Bremen verliehen.

Die 15. KurzwellensendungBlinkfeuer Heimat" wurde im Rahmen einer großen Bremer AO.-Veranstaltnna aus­genommen.

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