Ausgabe 
(8.12.1940) Nr. 338
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parteiamtliche ^geszeitung

Das flmrsblatt des Negierenden Vürgermeisters der Zrcien Hansestadt Vremen

Anzeigen - Grundpreise;

Die 1 rnrn hohe und 22 wm breite Zeile im Anzeigenteil 13 Die 78 wm breite und 1 nun hohe Zeile im Tertteil 75 Ermäßigte

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der Nationalsozialisten Vremens

flmtiiches verkündungsblolt des NeichsstattHallers in Oldenburg und Vremen

Nr. ZZS / 10. ZaHrgang

Sonntag, S. Dezember 1S40

Linzeipreis 15 Npf.

6747000 kg Sprengbomben auf l-roßbritannien im November

Das Vsrkültnis «Isr LomkarrNsrunysn LsrLLns unä 1>onäon8

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Berlin, 7. Dezember.

Seit dem Juni 1940 werfen britische Kampfflugzeuge ihre Bomben auf Wohnviertel deutscher Städte, auf Krankenhäuser, Kirchen und soziale Anstalten des Reichsgebietes und der von Deutschland besetzten Ge­biete. Trotz mehrfacher eindringlicher Warnungen haben sich die Methoden dieser in erster Linie gegen die Zivil­bevölkerung gerichteten britischen Luftkriegführung nicht geändert.

Die deutsche Luftwaffe hat daher die mehrfach angekündig­ten Dergeltungsangrisfe gegen die britische Insel im Herbst dieses Jahres aufgenommen. Im Gegensatz zur britischen Methode richtet sich die deutsche Vergeltung jedoch nur gegen militärische und kriegswichtige Ziele in Großbritannien.

Von zuständiger Stelle erhalten wir nunmehr die amt­lichen Unterlagen über die während des Monats November abgeworfenen Bombenmengen. Hiernach wurden durch die RAF. während dieser Zeit 430 000 Kilogramm Sprengbomben aus das Reichsgebiet geworfen, durch die deutsche Lustwasfc aber 8 747 000 Kilogramm Sprengbomben, also etwa l5mal soviel aus Großbritannien. So vergilt die deutsche Lustwasse die Kampfmethode, dir von den Engländern seit dem Juni 1840. also vier Monate vor Beginn der deutschen Vergel- tungsslüge, angewandt wird.

Don der deutschen Gesamtabwursmenge entfallen 5 055 000 Kilogramm, wie schon bekanntgegeben auf die 23 Groß­angriffe im Lause des November, während zusätzlich zur gleichen Zeit 1 692 000 Kilogramm bei sonstigen Unterneh­mungen gegen kriegswichtige Ziele in England zum Ab- wurs kamen.

In London wurden im November geworfen 3 187 000 Kilo­gramm, davon bei 13 Großangriffen 2 664 000 Kilogramm.

Aus Birmingham insgesamt 82S000 Kilogramm, davon bei drei Grotzangrisfen 762 000 Kilogramm.

Aus Southampton insgesamt 567 000 Kilogramm, davon bei drei Großangrifsen 500 000 Kilogramm.

Aus Coventry insgesamt 552 000 Kilogramm, davon bei einem Großangrifs 503 000 Kilogramm.

Aus Liverpool insgesamt 376 000 Kilogramm, davon bei einem Großangriff 356 000 Kilogramm.

Aus Bristol insgesamt 178 000 Kilogramm, davon bei einem Großangrifs 160 000 Kilogramm.

Aus Plhmonth insgesamt 117 000 Kilogramm, davon bei einem Großangriff 110 000 Kilogramm.

Aus sonstige Landziele in England wurden 604 000 Kilo­gramm Bomben geworsen. Einzel-Schifssziele und britische Geleitzüge wurden mit 246 000 Kilogramm Flugplätze mit 59 000 Kilogramm und sonstige Ziele mit 36 000 Kilogramm Bomben belegt. Nicht mit eingerechnet in diese Angaben ist die hohe Zahl von Brandbomben, die allnächtlich in England niederregnen.

Ein Vergleich mit den Angriffen auf Berlin ist auf­schlußreich Durchschnittlich gelangten dreimal im Monat auch während der Zeit der häusigsten Angriffe, also im Oktober bis zu 20 Feindflugzeuge an den Rand von Großberlin. einzelne Flugzeuge auch über den Stadtkern. Bei diesen, etwas größeren Angriffen wurden jeweils 5 bis 10 Tonnen insgesamt, und zwar seit dem 7. September, dem Tage des Beginns der deutschen Dergeltungsangrisfe. 58 Ton­nen Bomben abgeworfen. Den 20 000 bisher auf London ab­geworfenen Tonnen Bomben stehen also keine 60 Tonnen Bomben gegenüber, die aus Großberlin niedersielen. Das ist ein Verhältnis wie 1:333.

Großbritannien hat durch seine eigenen Maßnahmen die Bergeltungsangriffe der deutschen Luftwaffe heraus-

Vrilenirochler -polmelia" versenkt

Stockholm. 7. Dezember.

Der 1578 BRT. große englische Frachtdampser .^Pal- mella" ist nach einer Reutermcldung in der Nacht zum Freitag durch ein U-Boot 120 Seemeilen vor der portu­giesischen Küste versenkt Worden. Ein spanisches Schiff habe mitgeteilt, daß es einen Teil der Bemannung an Bord ge­nommen habe.

gefordert. Es hat zur Kenntnis nehmen müssen, daß Eroßdeutschland Schläge nicht nur abwehren, sondern um ein Vielfaches zurückzugeben versteht. Die Vergel­tungsangriffe der deutschen Luftwaffe sprechen eine ein­deutige Sprache.

I-nyI»8vlKS8 Ha8ar<i8pLeI / Dar» IkrLSyrrlsislNSivaräsns DsalrrolR' lanü, VoUrrlreaksr einer ye 8 alR»a!»ÜialRen Hetvrenäiykeit

F.L. v. Bremen, 8. Dezember England der England, der Weltfeind Nr. 1. gleicht

areulikke Vrokiie einem greulichen Drachen. Durch das greunofe urarge sieghafte Schwert Deutschlands ge­troffen, liegt der ewige Unheilstifter Europas am Boden, wehrt sich aber noch verzweifelt mit dem Gift -

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LombenAbwuickmenAo bei OroüanxriKen im November 1940.

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Lrotz schlechter Wetterlage lm flngriff

Starke vrSnde in London und portsmoutti Vristol und die konolkiiste mit vomben belegt

Berlin, 7. Dezember

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:Trotz schlechter Wetterlage griffen Kampf­flugzeuge» wie bereits gemeldet, in der Nacht zum 8. Dezember London und Portsmouth an. Zahl­reiche Bombentreffer riefen starke Brände hervor. Im Laufe des Tages führte die Luftwaffe Aufklärungsflüge und einzelne Störangriffe durch. In der Nacht zum 7. Dezember belegten Kampf­flugzeuge Bristol und andere kriegswichtige Ziele an der Kanaküste mit Bomben.

Der Feind unterließ in der letzten Nacht jegliche Versuche, in das deutsche Reichsgebiet einzufliegen. Ve- wachungsfahrzeuge der Kriegsmarine schössen zwei bri­tische Torpedoflugzeuge ab. Eigene Flugzeugverluste traten nicht ein. Von den gestern als vermißt gemelde­ten sieben deutschen Flugzeugen sind inzwischen noch zwei zurückgekehrt."

*

Der durch ein deutsches Kriegsschiff im Atlantik schwer be­schädigte englische HilfskreuzerCarnavon Castle" ist von der Admiralität zur Reparatur nach Montevideo dirigiert worden, wo er am Sonnabend einlaufen sollte. Nähere Nach­

richten über das Schicksal und den Zustand des Schiffes sowie über den Verlauf des Gefechts hat die Admiralität in Aussicht gestellt bisher aber nicht geliesert.

Daß britische Spitzel bei dem Ueberfall des englischen Hilfskreuzers ..Carnarvon kastle" auf den brasilianischen DampferJtape" die Hand im Spiele hatten, kann als er­wiesen gelten. Wie hier bekannt wird. wurde dem englischen Schiss eine Liste der deutschen Fahrgäste derJtape" durch einen Hochsseschlepper der Filiale der britischen Schiffahrts­gesellschaft .Rohal Nail" in Rio de Janeiro überbracht. Kurz nach dem Eintreffen der .Ltape" verließ der Schlepper heim­lich den Hafen von Rio de Janeiro. Wegen dieses Verstoßes gegen die Hasenverordnung ist die englische Schiffahrtsgesell­schaft bereits mit einer Geldstrafe belegt worden.

Her Smog von Slomester im MS.-seuer

vristol erneuten flngrifsen ausgeloht - vreenwicher Vbservatorium beschädigt - wieder Vrände und schwere Schäden

bv. Stockholm, 7. Dezember.

In der Nacht zum Sonnabend herrschte lebhafte Tätigkeit der deutschen Luftwaffe über England. Das Londoner Lustfahrtministerium gibt sich vergeblich Mühe, den Eindruck zu erwecken, als ob die deutschen Angrissenicht sehr schwer" gewesen seien.

Die Engländer haben, was die Berichterstattung über die Angriffe der letzten Nacht angeht, im Lause des Sonnabends beachtliche Korrekturen an ihren eigenen ersten Meldungen vornehmen müssen. Morgens war es eine Stadt in Südwest­england. die den Hauptansturm auszuhalten gehabt hatte. Mittags hieß eseine Stadt am Bristolkanal" und am Nach­mittag, als inzwischen der deutsche Bericht Bristol bei Namen genannt hatte, wurde auch von englischer Seite Bristol ge­nannt.

Sehnlich war es mit den Operationen gegen die in der deutschen Mitteilung genannten Städte der Konalküste. Mor­gens wurde von englischer Seite diese Gegend überhaupt nicht erwähnt, mittags summarisch und nachmittags wurde aus­drücklich zugegeben, ja. insbesondere auch Südengland und Südwales hätten unter deutschen Angriffen zu leiden gehabt.

Von den in Bristol angerichteten Schäden wird wenig mehr gesagt als am Morgen. Immerhin wird von einer Reiheern­ster Feuersbrünste' gesprochen, und das will viel heißen. Auch öffentliche Gebäude" werden unter den Zerstörungen aufge­führt. Daß die deutsche Lustaktivität während der Nacht ins­gesamt alsumfassend" hingestellt werden soll. kann nur als Ausdruck sehr hoch geschraubter Ansprüche geweitet werden, genau so wie es wohl als bemerkenswert abgebrüht wirken soll. wenn nicht einmal mit Sicherheit festgestellt werden kann ob aus London Bomben gefallen seien oder nicht.

In London wurde ferner mitgeteilt, daß das Greenwich- Lbservatorium bei einem der letzten Lustangrisse durch Spreng- und Brandbomben beschädigt worden sei, aber die Zeitmeß- vorrichtungen seien in normaler Funktion geblieben. Die ersten soeben in Schweden eingetrofsenea Photos von den

Beschädigungen des Parlamentsgcbäudes in London machen es verständlich, daß. wie vielfach gerüchterweise behauptet wurde, eine Berlegung der Unterhaussitzungen in ein anderes Gebäude stattgefunden habe. Die Bilder zeigen nur einen kleinen Ausschnitt, aber demnach müssen die Schäden min­destens an den äußeren Teilen des Gebäudes beträchtlich sein.

Eine amtliche Londoner Mitteilung gibt weiter bekannt, daß einer der Bruder des Königs, der Herzog von Gloucester. der hohe militärische Funktionen in der englischen Wehrmacht innehat, durch deutsche Bomben in Lebensgefahr gebracht worden sei.als sie unweit eines Platzes einschlugen, an dem sich der Herzotz mit etlichen Offizieren aushielt." Daß es sich bei diesem Platz um Truppenlager oder einen Trup­penübungsplatz handelt, geht aus der Bemerkung hervor, daß der Herzog bei der Inspektion militärischer Abteilungen begriffen war. Er habe gerade sein Auto verlassen wollen, als das erste deutsche Flugzeug in geringer Höhe auftauchte und mit seinen Bordwaffen zum Angriff vorging. Weitere Flugzeuge folgten, und unmittelbar danach hagelten Bomben hernieder. Der Herzog habe seine JnspeknonSsahrt wie die amtlichen Berichte ausdrücken,fortgesetzt".

hauch seiner penetranten Lügen- und Greuelpropa­ganda und versucht dabei immer wieder, eine Blöße sei­nes Gegners zu erspähen, in die er sein Raubgebitz und seine Krallen schlagen möchte. Immer noch hofft das geschlagene Untier . daß der Gürtel des Meeres, der wie ein undurchdringlicher Schuppenpanzer ihn schützen soll. wenigstens den letzten und endgültigen Todesstoß verhindern werde und daß ihm die ungewöhnliche Zähigkeit seines Wesens am Ende doch noch ein Entkommen aus seiner dem Verderben verfallenen Lage ermöglichen könnte. Dieser Todesstoß gegen den üblen Länderwürger, der sich nie wieder erheben und nie wieder erholen soll, wird aber eines Tages dennoch geführt werden, und der üble Drache wird sein Leben aushauchen müssen, so zäh und unauslöschlich es auch heute manchmal noch erscheinen mag. Wann es soweit sein wird, danach braucht das jede Regung und Be­wegung seines aiftgeschwollenen Feindes scharf über­wachende siegreiche Deutschland nicht zu fragen. Denn bereits ist es unabwendbares Schicksal für England ge­worden, daß es über kurz oder lang soweit sein muß. Das deutsche Schwert ist über England und es wird geführt von einer ebenso geschickten wie starken Hand. die nicht versäumen wird. wenn der rechte Augen­blick gekommen, es durchs Gekröse dem Drachen ins Herz zu stoßen, auf daß er aufhört zu sein. Das deutsche Volk ist ein entschlossenes Volk und nicht gewillt, je­mals sich wieder der Gefahr auszusetzen, von England überfallen zu werden.

verstummtes In diesen Tagen, wo bei den'besonders Sieoesaeskkrei augenfälligen Erfolgen unserer Luft- ^ , und Seestreitkräften das in seinen

Lebensvoraussetzungen aufs schlimmste gefährdete England selbst beginnt, sich Rechenschaft zu geben über die Furchtbarkeit seiner Lage, ist es auf der Insel völlig stumm geworden mit dem bis vor Monats­frist noch so laut erschollenen Siegesgeschrei, das sich von der Tatsache herleiten wollte, daß die Deutschen auf der Insel nicht gelandet seien. Heute spricht man in England sogar neuerdings von der Gefahr einer Lan­dung und ist sich inzwischen klar darüber geworden, daß der Umstand der bisher nicht erfolgten Landung für England nicht als Erfolg, sondern im Hinblick auf die Zukunft sogar als Katastrophe zu bewerten ist. Die Zeitschrift der italienischen WehrmachtLa Forze Ar- mata" gibt zweifellos den Engländern die richtige Ant­wort auf die Frage:Was wäre geschehen, wenn Deutschland gleich nach Dünkirchen in England einge­drungen wäre", indem sie ausführt:Dann hätte Eng­land kapituliert, hätte aber in dem darauffolgenden Frieden seine industrielle Lebenskraft ungeschmälert be­halten und damit die Fähigkeit besessen, den Revanche­krieg vorzubereiten". In der Tat. Jetzt, wo England infolge seines ebenso törichten wie aussichtslosen Wider­standes industriell und damit auch wirtschaftlich seiner völligen Vernichtung entgegengeht, wird es niemals mehr in die Lage kommen, einen neuen Krieg vorzu­bereiten, und mit Recht erinnert das römische Blatt daran, daß Englands Lage heute der Karthagos im Dritten Punischen Kriege gleicht und daß, wie Rom seinerzeit erst nach 7>er völligen Zerstörung Karthagos die Möglichkeit hatte, eine Neuordnung im Mittelmeer und daraufhin im gesamten großrömischen Machtbereich aufzurichten, auch erst nach Englands Untergang als Weltmacht die Möglichkeit für die Achsenmächte gegeben ist, ungestört die neue europäische Ordnung einzuführen.

Leiste Hoffnung Es ist der heute bereits unver- der kasardeure weidlich gewordene Untergang Englands nicht so sehr die Aus­wirkung eines vorher bei den Achsenmächten etwa bestandenen Vernichtungswillens gegenüber England, sondern die Folge des englischen Hasardeur-Charakters, der selbst, wenn er bereits neun Zehntel seines Ver-

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Deutschlands Kampfflieger warfen im Monat November 6 747 000 Kilogramm Bomben über England ab.

15mal mehr Bomben wurden deutscherseits aus England abgeworfen als englische Flieger über Deutschland fallen ließen. 333mal mehr Bomben als Berlin trafen London. Während die deutsche Luftwaffe London. Portsmouth und Bristol angriff, unterließ der Feind jegliche Einflug- versuche.

Italienische Flugzeuge sprengten ein griechisches Muni­tionslager in die Luft.

In England wird immer dringender die Absetzung des Flottenchefs Sir Dudlch Pound gefordert.

Für die StiftungKünstlerdank" wurden wiederum 2>/i Millionen RM. gestiftet.

Der Führer beglückwünschte eine hundertjährige Bremerin.

Kreisleiter Blanke verabschiedete Lrtsgruppenleiter Pg. Ostendors.

Für die Ergreifung der aus Celle entwichenen Zucht­häusler und Mörder wurden 1000 RM. Belohnung aus­gesetzt.