Ausgabe 
(5.12.1940) Nr. 335
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NWGZUM

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Vanier lütuno

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parteiamtliche Tageszeitung

vas flmtsblatt des Negierenden vürgermeisters der Zreien Hansestadt vremen ikfT Nr. ZZS / 10. Jahrgang

der Nationalsozialisten Vremens

flmUiches verkündungsblott des Neichsstatthalters in Oldenburg und Vremen

Donnerstag, 5. Dezember 1940

kinzetpreis 15 Nps.

Verstärkung der Wirtschaftsachse

Mchtllnien zur landwirtschaftlichen Zusammenarbeit Veutschlands und Italiens

Langfristiges krzeugungsprogramm

Me klnwkkungen des spekulativen welchandels zum Vorteil beider Lander ausgeschaltet

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Berlin, 4. Dezember.

Der Reichsminister für Ernährung und Landwirtschaft R. Walther Darre und der Königlich- Italienische Minister für Landwirtschaft und Forsten Dr. Tassinari, haben gemeinsam Richtlinien aufgestellt» nach denen in Fortsetzung der bisherigen Zusammenarbeit zwischen den beiden Ministern die Zusammenarbeit auf landwirtschaftlichem Gebiet intensiviert und vertieft werden soll.

Der Austausch landwirtschaftlicher Erzeugnisse zwischen Deutschland und Italien, insbesondere die Einsuhr landwirt­schaftlicher Erzeugnisse Italiens nach Deutschland, hat sich in den letzten Jahren erfreulich entwickelt. Trotzdem trägt dieser Warenaustausch weder den Belangen der italienischen Land­wirtschaft noch den Bedürfnissen des deutschen Marktes in dem höchstmöglichen Matz Rechnung. Um dieses gewünschte Ziel in möglichst kurzer Zeit zu erreichen, haben die Land­wirtschaftsminister beider Länder die erwähnten Richtlinien vereinbart. Nach ihnen sollen die italienischen Erzeuger in die Lage versetzt werden, sich auf Grund eines langfristigen Erzeugungsprogramms mehr und besser als bisher aus die Erzeugnisse des deutschen Marktes einzustellen.

Zu diesem Zweck halten es die beiden Landwirtschafts­minister für angebracht, daß den italienischen Erzeugern die Sicherheit des Absatzes zu angemessenen, für sie auskömm­lichen, möglichst stabilen Preisen gegeben wirb, Me Einwir­kungen des spekulativen Welthandels auf den deutsch-italie­nischen Austausch landwirtschaftlicher Erzeugnisse sollen zum Vorteil beider Länder ausgeschlossen werden. In den Richt­linien wird weiter festgestellt, daß Deutschland bei der Frage der Einfuhr aus Italien auch seine Beziehungen zu anderen s Ländern berücksichtigen muß, insbesondere auch, um durch geeignete Abreden mit diesen Ländern nach Möglichkeit sicher­zustellen, daß auf der einen Seite die deutsche landwirt­schaftliche Erzeugung in ihrem Absatz aus dem deutschen Markt keine Schädigungen erleidet, und daß aus der ande­ren Seite die Einfuhr aus Italien nicht durch die Einfuhr

Zoo Stunden Lustalorm im November

Stockholm, 4. Dezember.

Der Londoner Korrespondent einer schwedischen Zeitung, der eine Statistik der Lustalarmc in der britischen Hauptstadt im November geführt hat, kommt zu dem Ergebnis, daß im November das zentrale London etwa 100 Luftalarme mit zu­sammen über 300 Stunden, d. h. also 12 bis 13 volle Tage Lustalarm gehabt habe. Die Zahl der Luftalarme im Oktober sei noch größer gewesen, da im November die Angriffe der deutschen Luftwaffe sich über England verzweigt hätten.

Im Vienste knglands gesunken

Oslo, 4. Dezember.

Fünf norwegische Schiffe, die unter englischer Kontrolle fuhren, wurden von der Norwegischen Handels- und Tchrss- sahrtszeitung" als verloren gemeldet. Es handelt sich um den als Tanker fahrenden Walkocher «.Strombus" (6549 BRT.) und um die Schisse „E l i" (4332 BNT.), „H i l d" (1356 BRT.), „T r e s" (546 BRT.) und „O d d a" (835 BRT.).

Verlust von ; Mist. VM zugegeben

Berlin, 4. Dezember.

Die britische Propaganda gab bisher nur Verluste der englischen und „alliierten" Handelsflotte in Höhe von 2>/s Mil­lionen BNT. zu. Nun wird jedoch bekannt, daß in dieser Zahl die Einbußen der belgischen und holländischen Handels­flotte, die unter' britischer Kontrolle sind, nicht enthalten waren. Unter Hinzuzählung dieser Ausfälle wird jetzt ein Gesamtbetrag von über drei Millionen BRT. bereits zuge­geben, „jedoch geben diese Ziffern, wie der britische Rundfunk hinzufügt, „kein klares Bild, denn außerdem wurden noch viele Schisse mit einer Tonnage von 5—6000 VRT., die den Kern der britischen Handelsflotte darstellen, seeuntauglich gemacht.

ES ist bekannt, daß britischerseits in die Verlustzifsern die Tonnage der verlorenen Hilfskreuzer und Hilssschiffe, die der Han-delstonnage entzogen werden und der Admiralität unter­stellt sind, nicht eingerechnet wird, da sie als Kriegsschiffe zählen. Bei der Knappheit an Schiffsraum fallen natürlich auch die sehr erheblichen Ausfälle ins Gewicht, die durch Zusammenstöße im Geleitzugdienst und durch Seeunfälls aller Art entstehen. Aus zahlreichen Aeußerungen maßgebender britischer Stellen geht' hervor, daß die Schiffsraumnot ge­waltig ist.

aus driften Ländern in der Weise beeinträchtigt wird, daß die italienischen Erzeuger unzureichende Preise erhalten.

Neben diesen allgemeinen Grundsätzen für die Zusammen­arbeit haben die Minister auch besondere Richtlinien sür die

Zusammenarbeit auf den verschiedensten Spezialgebieten der Landwirtschaft unter besonderer Berücksichtigung des land­wirtschaftlichen Versuchswesens, der Bekämpfung von Pflan­zen- und Tierkrankheiten, der Erzeugung von Saatgut, der Viehzucht, der Konservierung von Gartenbauerzeugnissen und des Landeskulturwesens festgelegt.

Die Durchführung der Vereinbarung zwischen den beiden Landwirtschaftsministern wird mit Zustimmung der beider­seitigen zur Regelung der handelspolitischen Beziehungen be­reits bestehenden Regierungsausschüsse erfolgen.

„Me Schüden konzentriert und total"

Veutschlands Luftangriffe auf vristol und Soulstamplon — Historische Stadtteile verschont

Berlin» 4. Dezember.

Die verheerende Wirkung der deutschen Luftangriffe auf die bedeutende englische Hafenstadt Bristol die trotz der allgemein schlechten Wetterlage in der Nacht zum Dienstag durchgeführt wurden, wird jetzt durch amerikanische Schilderungen bestätigt. Weitverbreiteter Schaden sei vor allem in den Industrie- und Hafenvierteln der Stadt entstanden. Das Fabrikviertel habe die Hauptlast des Angriffes zu tragen gehabt.

In Abständen von drei Minuten, so heißt es in dem Bericht des United-Pretz-Korrespondenten, seien die deutschen Flug­zeuge gekommen. Der Angriff, der vier Stunden dauerte, habe schweren Schaden angerichtet und zahlreiche Opfer gefordert. Viele frühere Bewohner Coventrys, die nach Vristol geflüchtet waren, erklärten, der Schaden sei zum Teil noch schlimmer als in Coventrh. Jedoch wird darauf hingewiesen, daß Bristol dop­pelt so groß sei als Coventrh. Hunderte von Brand- und Ex- plosivbomben seien auf die durch frühere Angriffe bereits teilweise schon zerstörte Stadt niedergegangen, die den Ein­gangshafen für die aus Kanada und den Vereinigten Staaten ankommenden Schisse bilde. Kurz nach Sonnenuntergang seien die ersten deutschen Bomber eingetroffen. Zunächst sei ein Hagel von Brandbomben gefallen, der in weiten Stadtgebieten riesige Feuer auslöste. Einige Brandherde hätten am anderen Morgen noch gewütet. Als. die zweite Welle kam, hätten die Brände bereits den Himmel erhellt.

Von den schweren Schäden, die die deutsche Luftwaffe in Southampton erzielte, wissen am Mittwoch die Londoner Vertreter der schwedischen Zeitungen zu berichten. So schreibt „Stockholm Tidningen": Man stelle allgemeine Vergleiche mit den Angrissen auf Coventrh an.

Die Hauptstraßen beständen nach den schweren FeUers- brünstcn aus einer langen Reihe leerer Baugrundstücke. Die

Geschäftshäuser seien nur noch abgebrannte Mauerreste, die wie wurmstichige Zahnstümpfe in einem Riescnmund gähnten. In Southampton gebe es jetzt lange und breite Geschäfts­straßen, in denen kein einziges Haus mehr stehe. Die konzen­trierten Schäden treffe man in den Hauptstraßen Southamp- tons an. Dort habe das Feuer eine katastrophale Nahrung gesunden und Brandbomben seien immer wieder während der ganzen Nacht in die Brandstätten hineingeworfen worden. Die Feuerwehren seien völlig machtlos gewesen und hätten sich aus den Versuch beschränken müssen, kleinere Brände zu isolieren. Die Schäden seien wahrhaftig konzentriert und total.

„Dagens Nhheter" kann ebenfalls nicht umhin, in einem Londoner Bericht den Erfolg der deutschen Luftwaffe in Southampton zuzugeben. Kaum ein einziger Bezirk, so heißt es hier, sei ohne Bombentreffer geblieben. In gleichmäßigen Zwischenräpmen ragten aus den Straßen zwischen den Trüm­mern die Pfeiler der ehemaligen elektrischen Leitung der Straßenbahn hervor, deren Kabel völlig zerrissen seien. Ab­schließend schreibt die Zeitung — und bestätigt hiermit er­neut die Treffsicherheit der deutschen Flieger — daß der historische Teil der Stadt, in normannischem Stil erbaut und von einer Stadtmauer umgeben, von dem Bombardement völlig verschont geblieben sei, obgleich ganze Stadtviertel dicht daneben dem stärksten Bombardement ausgesetzt gewesen seien.

U-Voor versenkte sechs Handelsschiffe

Ver stngriff auf die Hafenanlagev von vristol — Souistamplon wiederum mir vomben belegt

^ Berlin» 4. Dezember.

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

„Die deutsche Unterseebootwaffe hatte weitere Erfolge im Handelskrieg gegen England zu verzeichnen. Ein Unterseeboot versenkte sechs bewaffnete feindliche Han­delsschiffe mit 31 500 BRT. Damit hat das unter Füh­rung von Korvettenkapitän Viktor Schuetze stehende Unterseeboot insgesamt 94 500 BRT. feindlichen Han­delsschiffsraums versenkt.

Wie bereits gemeldet, griffen in der Nacht zum 3. Dezember stärkere Kampffliegcrverbände die Hafen­anlagen von Vristol mit Vomben aller Kaliber an. Bei der allgemein schlechten Wetterlage fliehen die Flug­zeuge teilweise bis zur tiefliegenden unteren Wolken­decke durch, um die befohlenen Ziele mit Erdsicht anzu­greifen. Zahlreiche Beobachtungen bestätigten die gute Trefflage im Ziel. Außerdem wurde in dieser Nacht Southampton wiederum mit Bomben belegt.

Im Laufe des Tages griffen leichte und schwere Kampfflugzeuge Flugplätze, Truppenlager, Verkehrs­anlagen und Rüstungswerke an. So wurden auf Lon­don und auf ein Rüstungswerk in Erantham Bomben

geworfen. Auf dem Flugplatz in Shoreham gelang es, Hallen zu treffen und mehrere Flugzeuge am Boden zu zerstören. Ein Fernbomber griff 400 Kilometer nordwestlich Irlands einen großen gesicherten Geleit- zug an und brachte dabei ein Handelsschiff von 4900 VRT. durch Volltreffer zum Sinken.

In der Nacht zum 4. Dezember fanden trotz der schlechten Wetterlage Angriffe auf verschiedene kriegs­wichtige Ziele in Mittel- und Südengland statt.

Einzelne britische Flugzeuge warfen in dieser Nacht in West- und Südwestdeutschland Vomben, richteten aber nur leichten Eebäudeschaden an, ohne Personen zu verletzen.

Der Kommodore des Jagdgeschwaders Richthofen, Major Wick, kehrte nach seinem 56. Luftsieg vom Feind- flug nicht zurück. Damit hat die deutsche Luftwaffe einen ihrer kühnsten und erfolgreichsten Jagdflieger ver­loren. Major Wick, der für seinen heldenhaften Ein­satz im Kampf für die Zukunft des deutschen Volkes mit dem Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes ausgezeichnet war, wird im deutschen Volk und vor allem in der deutschen Jugend als Vorbild fortleben."

wirtflsttistsvereinbarungen Verlin-Vukarest

Protokoll über die deutsch-rumänische Zusammenarbeit bei der Vurchsüftrung eines Zeknjalzresplans

sür den ftusbau der rumänischen Wirtschaft unterzeichnet

Berlin, 4. Dezember.

In den letzten Wochen wurden in Berlin umfangreiche deutsch-rumänische Wirtschaftsverhand­lungen geführt, in denen die Grundlinien der wirtschaftlichen Zusammenarbeit nach der Neugestaltung des politischen Verhältnisses zwischen den beiden Staaten festgelegt wurden.

/

Während seiner Anwesenheit in Berlin hat der rumänische Staatssührer, General Antonescu, Gelegenheit gesunden, sich mit maßgebenden deutschen Persönlichkeiten über die enge wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern betreffenden Fragen auszusprechen. Der in Berlin anwesende rumänische Minister für nationale Wirtschaft, Eaneikov, nahm an den Verhandlungen teil.

Die getroffenen Vereinbarungen wurden gestern von dem Gesandten Clodius sür Deutschland und dem rumänischen Gesandten in Berlin Grecianu sowie dem Staatssekretär im rumänischen Wirtschastsministcrium Dimitriuc für Rumänien unterzeichnet. Die wichtigste dieser Vereinbarungen — ein Protokoll über die deutsch-rumänische Zusammenarbeit

bei der Durchführung eines rumänischen Zehnjahresplanes — wird nachstehend veröffentlicht:

Protokoll

über die deutsch-rumänische Zusammenarbeit bei der Durchführung eines Zehnjahresplanes sür den Ausbau der rumänischen Wirtschaft

In der Absicht, durch «inen umfassenden Zehnjahresplan den wirtschaftlichen Ausbau NumänienS durchzuführen, ist die königlich-rumänische Regierung an die deutsche Regierung wegen ihrer Unterstützung und Mitwirkung bei der Durch­führung dieses Plans herangetreten.

Die deutsche Regierung erklärt sich bereit, auf alle» Ge­

bieten der Wirtschaft ihre technische und finanzielle Unter­stützung sür den Aufbau Rumäniens zu gewähren.

Für die praktische Durchführung dieser Uebereinkunft haben die beiden Regierungen zunächst folgendes vereinbart:

1. Deutschland gewährt während der Dauer des Zehnjahres- plancs lausend die für die Durchführung des Planes erforder­lichen umfangreichen langfristigen Kredite zn besonderen Be­dingungen.

2. Die bereits bestehende Zusammenarbeit aus landwirtschaft­lichem und forstwirtschaftlichem Gebiet zur Intensivierung und Hebung der Erzeugung wird fortgesetzt. Deutschland wird zu diesem Zweck im Rahmen der gegenwärtigen Kredite um­fangreiche Geräte- und Maschinenlieferungen sür die Entwick­lung der rumänischen Landwirtschaft vornehmen und die not­wendigen Anlagen sür die Entsumpfung und Bewässerung landwirtschaftlicher Gebiete zur Verfügung stellen.

3. Um die industrielle Erzeugung Rumäniens im Nahmen der wirtschaftlichen Neuordnung Europas planmäßig zu sör-

(Fortsetzung aus Seite L)

Die Deöe Hm rä

Bekenntnisse des britischen Luftmarschalls Joubert

6. H. Berlin, 4. Dezember.

England hat sich eigens zur Agitation in den Fragen des Luftkrieges einen Lustmarschall gehalten, der von Zeit zu Zeit „sachdienliche" Auskünfte am englischen Rundfunk gibt. Es ist noch nicht lange her, da gab er ein Bild der Lage, in dem er besonders den ungeduldigen und auch etwas wilden Mann spielte und betonte, daß es die Briten satt hätten, nur militärische Ziele anzugreifen; er sprach sich dabei drohend weiter dahin aus, daß nun die Deutschen erst einmal den Luftkrieg spüren würden, da die Engländer im Flugzeugbau uns bereits überholten und andererseits unsere Angriffe immer schwächer und wirkungsloser, gleichsam gehässige Terrorakte würden. Wir wissen, daß es selbst in Kreisen der sogenannten britischen Führung Brauch ist, Erfahrungen, die Britannien am eigenen Leibe gespürt hat, in der Agitation als den Gegner bedrohende Ereignisse hinzustellen. So verhielt es sich auch mit der Darstellung des Herrn Joubert. Terrorangriffe voll­führte die Royal Air Force seit Monaten, wir aber ant­worteten nach einer Zeitspanne fast unendlicher Geduld mit bereits starken Schlägen auf britische militärische und wehr- wirtschaftliche Ziele. Was es aber mit dem Lahmerwerden der deutschen Angriffe aus sich hat, das hat dann Herr Joubert zum Erschrecken seines Landes und aller Briten an den furcht­baren Schlägen gegen Coventrh, Birmingham, Bristol und Southampton sowie gegen Liverpool erleben müssen.

Selbst bei dem hartgesottenen AgitationSmavschall, der sich die Jllusionsphrasen Churchills zu eigen gemacht hatte, hat diese Wirkung der deutschen Vevgeltungsangriffe, die in der Gesamtziffer der 23 Großangriffe mit weit über 5 Millionen Kilogramm Abwursmenge' ihren Ausdruck fand, nun „den Punkt" getroffen. Er hat angesichts dieser selbstverschuldeten Vergeltung einer niederträchtigen und gegen deutsche Frauen und Kinder gerichteten Lustkriegfühvung den Satz geprägt: „Ich hasse es, daß das Flugzeug für den Krieg benutzt wird. Der ganze Witz ist der. des Nachbarn Städte kaputt zu schlagen. Was ich gegen die Nazis habe, ist das, daß sie sich zu einer Zeit, wo alle Gedanken Euvopas auf den Frieden gerichtet waren und auf die Entwicklung der zivilen Luft­fahrt, militärischen Zwecken zuwandten." Diese Erklärung ist tmfam verlogen, denn Herr Joubert verschweigt, daß es der Führer war, der den Briten und Franzosen mehr als ein­mal AbrüstungSvorschläge machte, die gerade die Luftfahrt betrafen. Aber damals, als die Herren von Versailles einen von sich aus gesehen uneinholbaren RüstungSvorsprung zu haben wähnten, da blieben diese Vorschläge unbeantwortet oder wurden sabotiert. Aber selbst, als man Deutschland über­fallen hatte und den Niederschlag der verbrecherischen Lon­doner Politik erlebte, blieb Britannien ungerührt. Es glaubte sich au? seiner Insel sicher und forderte uns in verblendetem Wahn durch die steten Nachtangriffe auf deutsche Städte her­aus. Die Friedcnsvorfchläge des Führers waren hohnvoll zu­rückgewiesen worden, die Warnungen vor einer Fortsetzung der Luftpiräterie in den Wind geschlagen. Schließlich ernte­ten sie den Sturm, den sie selbst heraufbeschworen halten. Warnungen haben allerdings beim Deutschland Adolf Hitlers konkrete Bedeutung und sind kein hohles parlamentarisches Geschwätz. So ist die Warnung des Ausradierens von Städten keine Ankündigung geblieben, sondern der Herausforderung des Angriffes auf München folgte Coventrh.

Aber die Erfahrungen selbst der vergangenen Wochen reichen noch nicht aus, um den Herrn Luftmarschall eines Besseren zu belehren. Er wagt es noch heute, Deutschland mit einem „harten Frieden zu bedrohen", härter noch als der Krieg.

Äfften des Luftkrieges reichen nicht aus und die Lehren des Blockadekrieges reichen nicht aus. die England in diesen Tagen machen mußte Wir kennen bereits das „Super­versailles das uns ein Herr King Hall in läppischen Rund­briefen androhte. Es hätte deshalb dieser Phrase eines Joubert nicht mehr bedurft, um dem deutschen Volk zu sagen, daß mit dem Britannien Churchills restlos Schluß gemacht werden mutz, daß es daran gehindert werden muß, Europa von neuem in Unruhe zu versetzen. Und wir sind auf dem Wege

neutralen Beobachter haben zu den Luft­angriffen deutliche Worte gesprochen, sie haben auch zu un­seren U-Boot-Erfolgen deutliche Erklärungen abgegeben. Die amerikanische Agentur United Preß stellt fest: „Es kann heute kein Zweifel mehr darüber bestehen, daß Deutschlands Wiiiae- Englands Schiffahrtswege, die Lebensadern der britischen Insel, starker und fester wird. Die Bedeutung dieses Schlages liegt in der Tatsache, daß die Verluste eines EUgen TagA wie sie von deutscher Lite bekanLgeLn werden beinahe den doppelten Umfang des Tonnaaeverlustes

Wst"a^aat ^ Ee ganze Woche „eingestellt".

Wie gesagt das stellt eine amerikanische Nachrichten-

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Vnssr TasssupisAsl

Handelsschssfe. versenkte aus einer Fcindsahrt sechs

D',° Schädcn in Bristol und Southampton werden von der Auslandsprcsse als „konzentriert und total" bezeichnet.

Kreuze"^ Torpedoflugzeuge torpedierten zwei feindliche Dampftr"^^ Hilfskreuzer plünderte einen brasilianischen In einer ossiziellen Erklärung versicherte Deutschland den

Deutschland und Rumänien werden bei der Durchführung euies Zehnjahresplans zum Ausbau der rumänischen Wirt­schaft engstens zusammenarbeiten.

Zwischen Deutschland und Italien wurden Richtlinien über die landwirtschaftliche Zusammenarbeit festgelegt.

Zur Marburger Gedenkfeier der 50. Wiederkehr der Entdeckung der Serum-Therapie durch Emil von Behring wurde das größte immun-biologische Forschungsinstitut der Welt gegründet.

Das Endergebnis der Sammlungen für das DRK.-Kricgs- hilsswerk beträgt im Gau Wcser-Ems über 5 Millionen Mark.

Eine umfangreiche Arbeitstagung gab Rechenschaft von Leistung und Planung des Bremer Kreisamtes der NSV.