-4
Erscheint 7m al wöchentlich
Monaksbezug Mi 2,3V einschl. Zustellgebühr: Postbezugspreis monatl. 2,30 Mi (einschl. 28,7 ^ Post- zeikungsgebühr) zuzügl. 42 Bestellgeld Bezugspreis ist im voraus ß ablbar Postscheck- Hamburg 17272 -Eine Behinderung der Lieferung rechtfertigt keinen Anspruch au' Rückzahlung des Bezugspreises Verlag: NS.-Gauverftia Weser. Eins GmbH., Bremen, Teeren 6-8. Fernspr.: 54121, Nachtr. u. Sonntg. 5 11 15. Sprechz.: Verlag: werktl. 12—13 Uhr: Schriftleitung Dienstag und Freitag 12'/,—13'/, Ubr.
tillW
Anzeigen - Grundpreise:
Die I mw hohe und 22 mw breite steile im Anzeigenteil 13 Die 78 ww breite und 1 ww hohe Zeile im Terttell 75 Ermäßigte
Grundpreise lfür Klein- u. Familien» anzeigen u. a.) sowie sonstige Bedingungen Preisliste 8 Nachlaßstaffel S. Für Anzeigen durch den Fernspr. keine Gewähr. Annahmeschluß 16 Uhr: sonnabends 14 Uhr. Geschäftsstellen: Bremen: Geeren Nr. 6/8, Fernspr. ,5 41 21. Nachtruf »nk sonntaaS: Fernsprecher 51115: Obernstraße 86, Fernspr. 5 4121, In Syke, Mühlendamm Nr. 2.
parteiamtliche Tageszeitung
Das flmtsblatt des Negierenden Bürgermeisters der Zreien Hansestadt vremen
der Nationalsozialisten Vremens
flmlliches verkündungsblatt des veichsstattßalters in Oldenburg und Vremen
Nr. ZZ2 / lO.Zalirgang
Montag, 2. Dezember 1940
Linzelpreis 15 Npf.
Southompton in ein flammenmeer gehüllt
die britische Hafenstadt erneut in rollenden angriffen mit vomben schwersten Kalibers belegt
't,
vrennender Scheiterstausen durch London
Sie knglünder bestätigen die ungeheure Wucht der deutschen Angriffe
Berlin» 1. Dezember.
Nach beim OKW. vorliegenden Meldungen haben in der Nacht zum 1. Dezember starke Kampfverbände in rollenden Angriffen die Hafenstadt Southampton mit Bomben schwersten Kalibers belegt. Während der Nacht konnten Flugzeugbesatzungen über 6V große und zahllose kleinere Brände beobachten, die sich schließlich zu einem einzigen Feuermeer zusammenschlössen.
irr
-i/"
Ii du<
>r'
Ein Großkraftwerk scheint vernichtet zu sein. Die großen Borrats- und Lagerhallen im Hafen brennen lichterloh. Während der Nacht konnte der Feuerschein von der französischen Kanalküste aus beobachtet werden. Die Brände haben gegen Morgen noch zugenommen. Eine große schwarzgelbe Rauchwolke wälzte sich über den Kanal, die am Tage sogar von Chcrbourg aus sichtbar ist. Da der Hasen von Southampton infolge der Zerstörung in den Londoner Dock- und Hasenanlagen als Ausweichhasen für London benutzt wird, kommt diesem Angriff auf Southampton besondere Bedeutung zu.
Wie der englische Rundfunk meldet, wurde in London ein amtliches Kommunique ausgegeben, das Einzelheiten über die letzten nächtlichen deutschen Luftangriffe mitteilt. Dem Kommunique zufolge hätten sich die deutschen Luftangriffe in der Nacht auf Sonntag vorwiegend auf Southampton erstreckt. Diese Angriffe seien außerordentlich heftig gewesen und die Deutschen hätten eine ganz beträchtliche Anzahl Maschinen dabei eingesetzt. Vor allem das Zentrum der Stadt habe besonders heftig gelitten. Es scheine jedoch, als sei die Zahl der Opfer bei diesem Nachtangriff „nicht so hoch, wie ursprünglich angenommen". Man habe sämtliche Luftschutzorganisationen Southamptons zum Schutz der Bevölkerung einsetzen müssen: jedoch seien ihre Arbeiten durch die Heftigkeit des feindlichen Luftangriffs wesentlich erschwert worden. Die Ausmaße der neuen Katastrophe für Southampton werden ferner bestätigt durch englische Hinweise, daß Notstandsmaßnahmen in großem Umfang in Gang gesetzt werden mußten.
Die Engländer melden über den Verlauf des Sonntag, daß 'neue deutsche Tagesangriffe auf zahlreiche Punkte der eng-
Major Wick vermißt
Den 86. Gegner auf dem letzten Feindslng abgeschossen
Berlin, 1. Dezember.
Major Wick, der Kommodore des bekannten Richthosen-Ge- fchwaders und Träger des Ritterkreuzes mit Eichenlaub, ist am 28. November von einem Feindslng, auf dem er feinen 56. Gegner abschoß, nicht zurückgekehrt und wird seitdem A. vermißt.
' Major Wick gehört zu den Besten und Mutigsten unserer qroßdeutschen Luftwasse, ein würdiges Vorbild in dem harten, unermüdlichen Einsatz gegen den englischen Feind, der dem deutschen Volk das Leben nicht gönnt. Steil war sein Anstieg rn der militärischen Lausbahn. 1938, am 1. September, zum Leutnant ernannt, rückte er innerhalb von zwei Jahren aus bis zum Major und Kommodore des ruhmreichen Geschwaders, das die. Ueberlieferung des erfolgreichsten deutschen Jagdfliegers aus dem Weltkrieg so würdig vertritt. Am 1. September 1910, nach seinem 20. Lustsieg, überreichte ihm Üer Reichsmarschall selbst das Ritterkreuz zum Eisernen Kreuz. Wenige ! Wochen später, am 6. Oktober, verleiht ihm der Führer als - vierten Offizier der deutschen Wehrmacht das Eichenlaub zum ' Ritterkreuz. „In dankbarer Würdigung Ihres heldenhaften i Einsatzes im Kampf für die Zukunft unseres Volkes" hieß es / im Telegramm des Führers. Und aus der Hand des Führers selbst empfing er auch diese hohe Auszeichnung, die die Brust , unserer Tapsersten schmückt.
Das deutsche Volk aber kann die Hoffnung nicht aufgeben, daß es doch noch eine glückliche Nachricht von seinem vermißten Fliegerhelden erhält.
lischen Küstengebiete stattfanden. Am Sonntagvormittag wie anch am Nachmittag seien mehrere deutsche Verbände über der englischen Siidostkiiste erschienen, «m dort Operationen durchzuführen.
Ueber die Angriffe auf London, die in der Nacht zum Sonnabend vor sich gingen, liegen ausnahmsweise am Sonntag einige Berichte schwedischer und finnischer Beobachter aus der englischen Hauptstadt vor, aus denen die Heftigkeit der Angriffe und die Schwere der Schäden einigermaßen ersichtlich werden. Uebereinstimmend wird berichtet, daß einige große Warenhäuser von Feuersbrünsten zerstört wurden. Auch Treffer auf „öffentliche Gebäude" werden zugegeben. Ein förmlicher Regen von Brandbomben sei niedergegangen. Die deutschen Flugzeuge hätten sich mit Hilse der
überall ausbrechenden Brände orientieren können. Man befürchtet, daß die Zahl der Verletzten und Toten in gewissen Londoner Bezirken sehr groß sei.
Auch am Sonnabend hat London keine Ruhe vor den Schlägen der deutschen Luftwaffe finden können. So meldet „Stockholms Tidningen", daß am Sonnabcndmorgen deutsche Flugzeuge die Bevölkerung Londons durch Bombenabwürfe gerade während der Geschäftszeit auf den Straßen der City überraschte.
Die finnische Zeitung „Hufvudstadsbladet" überschreibt ihren Bericht „Ein brennender Scheiterhaufen quer durch London". „Helsinggin Sanomat" spricht von einem Blitzangrisf der Deutschen in der Sonnabendnacht, der in weite Gebiete Londons Vernichtung getragen habe.
„United Preß" meldet, daß während der Nacht nach offiziellen Schätzungen mindestens 300 Bomber Pausenlos angegriffen hätten. Deutsche Flugzeuge, so heißt es in der Meldung, überflogen die Stadt fast alle halbe Minute und warfen Hunderte von Brandbomben ab. Innerhalb weniger Minuten seien neue Wellen erschienen, die in die brennenden Bezirke Explosivbomben abwarfen.
deutscher Hilfskreuzer versenkte ?9 009 SM.
Sewaltige vrSnde erleuchteten London nach dem stngriff in der Nacht ;um Sonnabend Ver neue Sroßangriff der deutschen Luftwaffe
Berlin, 1. Dezember.
Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
„Ein in überseeischen Gewässern operierender Hilfskreuzer meldet als Gesamtergebnis seiner bisherigen Handelskriegsiihrung die Versenkung von 70 000 BRT. feindlichen Handelsschisssraumes. Diese Ziffer umfaßt noch nicht die Erfolge der Minentätigkeit des Hilfskreuzers.
In der Nacht zum 30. 11. unternahm die Luftwaffe einen neuen Großangriff auf London. Welle auf Welle überflog die Stadt und warf Bomben schweren und schwersten Kalibers u. a. auch auf Paddington, Kensington und Battersea. Gewaltige Brände erleuchteten die Stadt und wiesen den angreifenden Flugzeugen das Ziel. Auch andere kriegswichtige Ziele, wie Liverpool» Birmingham und Ply- mouth» wurden mit Erfolg angegriffen.
Am Tage beschränkte sich die Tätigkeit der deutschen Flugzeuge auf bewaffnete Aufklärung. Sie stellte fest, daß in Plqmouth immer noch starke Brände, besonders in den Tankanlagen, wüten. London wurde im Verlauf dieser Flüge erneut mit Bomben belegt. An der Kanal- küste kam es zu mehreren Luftkämpfen.
Bei einem der wiederholten Versuche des Feindes, die deutschen Nachschubwege zur See zu stören, griffen englische Schnellboote vor der Scheide einen deutschen Dampfer an. Die geleitenden Vorpostenboote bekämpften die feindlichen Fahrzeuge und brachten zwei Schnellbooten so schwere Treffer bei, daß mit ihrem Verlust zu rechnen ist. Ein drittes Boot wnrde schwer beschädigt. Der schwimmfähig gebliebene deutsche Dampfer konnte eingeschleppt werden.
In der Nacht zum 1. 12. unternahm die deutsche Luftwaffe einen Großangriff auf einen lebenswichtigen Hasen
an der Kanalkiiste. Die britische Luftwaffe trat in dieser Nacht nicht in Erscheinung. In den Luftkämpsen des gestrigen Tages wurden sechs feindliche Flugzeuge abgeschossen. Bier eigene Flugzeuge werden vermißt."
vritische Schnellboote versenkt
Berlin, 1. Dezember.
Bei einem der wiederholten Versuche des Feindes, die deutschen Nachschubwege zur See zu stören, glissen englisch« Schnellboote vor der Scheide einen deutschen Dampfer an. Die begleitende Vorpostenrotte bekämpfte die feindlichen Fahrzeuge und brachte zwei Schnellbooten so schwere Treffer bei. daß mit ihrem Verlust sicher gerechnet werden muß. Ein drittes Boot wurde schwer beschädigt. Der schwimmfähig gebliebene deutsche Dampfer konnte eingeschleppt werden.
kinbußen der englischen Zerstörerwaffe
Berlin. 1. Dezember.
Ueber den Erfolg des Zerstörervorstotzes liegen Ausklärungs- meldungen der Luftwaffe vor, wonach der Feind neben der Versenkung der beiden im OKW.-Bericht erwähnten großen Zerstörer weitere Verluste und Beschädigungen erlitten haben muß. Einzelne Kampfflugzeuge meldeten, daß sie am Morgen nach dem Gefecht in der Gegend des Kampfplatzes des nächtlichen Zerstörergesechtes zwei große Oelflecke von rund einem Kilometer Durchmesser beobachteten. In dem einen Fall sahen unsere Flieger Rettungsboote im Oelfleck und in der Nähe fünf Zerstörer. Aus einem anderen Oelfleck ragten Wrackteile hervor. An einem dritten Platz wurden zwei brennende Zerstörer angetroffen, die von anderen Zerstörern mit hoher Fahrt und Zickzackknrs gesichert wurden. An einem vierten Punkt im Raume südwestlich von Plhmotith wurde ein feindlicher Zerstörer in sinkendem Zustande angetrosfen.
Soebbels sprach zum 50. Wunschkonzert
Sank an die vestalter und Künstler — die volkstümlichste kinrichtung des Krieges
Berlin, 1. Dezember.
Reichsminister Dr. Goebbels sprach am 1. Dezember vor den Hörern des 5«. Wunschkonzertes für die Wehrmacht. In feiner Rede stattete er allen den Männern seinen Dank ab. die in den vergangenen Jahren und vor allem in den harten Monaten des Krieges dem Großdeutschen Rundfunk sein eigenes Gepräge gegeben haben.
Zu Beginn seiner Rede entbot Dr. Goebbels der Front und der Heimat seine Grüße. Er gedachte der deutschen Soldaten, die von Kirkenes bis zur Biskaha für die Sicherheit unseres Reiches die Wacht halten. Er grüßte die drei Wehrmachtsteile und ihre Soldaten im Generalgouvernement, im Protektorat, in Belgien. Holland und Frankreich und überall da, wo sie in hartem Dienst ihre Pflicht tun.
Dr. Goebbels suhr fort: Ich spreche im Namen der Millio- i neu Arbeiter und Arbeiterinnen, die für die Front die Waffen schmieden und nicht wie 1917 und 1918 zum Streik aufgerufen werden und dem deutschen Soldaten die Munition verweigern. Sie kennen heute nur einen Gedanken: den an den Sieg. Ich spreche im Namen der Millionen Bauern, die für Front und Heimat das tägliche Brot herbeischaffen, der Millionen Geistesarbeiter, Aerzte, Beamten, Künstler und Lehrer."die mit beitragen zur geistigen und seelischen Rüstung unseres Volkes. Ich spreche im Namen der Millionen Mädchen und Frauen, die gern und willig alle Sorgen und Lasten des KriegeS auf sich nehmen und nur von dem einen Wunsch beseelt sind: wie helfen wir mit, daß unsere Wehrmacht den Feind schlägt?
Dies sei öie richtige Stunde, so sagte Dr. Goebbels, um den unbekannten Mitarbeitern .des Rundfunks, den Technikern, Arbeitern und Kunstsckwfseuden, zu danken, die seinen großen Aufgaben mit ihrer ganzen Zeit und de, Kraft ihres Idealismus dienten. Der Minister stattete dabei dem Reichs- intendanten Dr. Glasmeher dem Leiter der Rundfunk- kommandostelle, Ministerialdirigenten Berndt und dem Reichssendelciter Hadamovski seinen Dank ab. Er erwähnte namentlich auch den Verfasser und Sprecher der
Rundfunk- und Presseschau, Ministerialdirigenten Hans F r i tz s ch e. Diese Männer Hütten sich als politische Vorkämpfer der gvoßdeutschen Idee bewährt und in unermüdlicher Arbeit den Rundfunk zum Volk geführt.
Besonders herzliche Worte der Anerkennung fand der Minister dann für den Gestalter der Wunschkonzerte, Heinz Goedecke. Er habe das Uebermaß von Arbeit, das mit der Vorbereitung von 50 Wunschkonzerten für die Wehrmacht verbunden war. mit Idealismus und Fanatismus bewältigt. Mit einem Ersindungsreichtnm ohnegleichen habe er es vorstanden, dem Wunschkonzert bei den breiten Volksmassen an der Front und in der Heimat ein Interesse zu verschaffen, das die kühnsten Erwartungen übertraf. Heinz Goedecke mit seinen Mitarbeitern, den ungezählten Musikern und Künstlern, Vortragenden und Chören, habe aus dem Wunschkonzert eine der populärsten Einrichtungen dieses Krieges überhaupt gemacht.
Mit Dank bedachte Dr. Goebbels anch die Dichter und Komponisten der zündenden Volkskriegsweisen, an ihrer Spitze den Gestalter unserer Kriegslieder Herms Niel. Dr Goebbels würdigte die Arbeit der Intendanten des Groß deutschen Rundfunks und gedachte noch einmal ehrend des vor kurzem tödlich verunglückten Intendanten des deutschen Kurzwellensenders Dr. Adolf R a s k i n.
Besondere Erwähnung fand die Arbeit der Funtberichter der deutschen Propagandakompanien. Sie hätten mit Schneid, Einsatzbereitschaft und Tapferkeit das Kriegserleben zu einem Erlebnis auch für die ganze Heimat gemacht Unvergessen seien ihre Rundsunkberichte von den Schlachtfeldern; manch einer von ihnen habe seine Einsatzbereitschaft
mit dem Tode bezahlen müssen. Der Minister gedachte dabei ehrend des Rundfunksprechers Arno Hellmis, der im F'ankreichfeldzug siel.
Zu dem Gestalter der Wunschkonzerte. Heinz Goedecke, gewandt, suhr Dr. Goebbels fort: „Sie haben mit diesen Veranstaltungen den Beweis dafür erbracht, daß man sehr wohl Krieg führen und seine Pflicht tun kann. ohne den Kops hängen zu lassen und den Humor und die gute Laune zu verlieren. So soll. es nicht nur bei den Wunschkonzerten, sondern auch im kriegerischen Leben der deutschen Nation für die Zukunft immer bleiben.
Das Wunschkonzert soll für das ganze deutsche Volk eine Mahnung und ein Ansporn sein, sich nicht von den Widrigkeiten des Alltags unterkriegen zu lassen, sondern mutig und erhobenen Hauptes der Zeit entgegenzutreten. Einmal wird die Stunde kommen, da auch der letzte uns verbliebene Feind. England, fällt. Bis dahin aber wollen wir kämpfen und arbeiten und auch unsere geistigen und seelischen Kräfte stählen. Humor und Musik sind dabei die besten Helfer."
Dr. Goebbels schloß mit dem Gruß an den Führer: „Wir wollen uns über die Aetherwellen hinweg in einem 90-Millio- nenkreis die Hände reichen und uns in Treue um den Führer scharen. Lang möge er leben und ewig bestehen sein Volk und sein Reich!"
„wichtiges vindeglied noischenvolk undSoldaten"
Der Chef des Oberkommandos der Wehrmacht. Generalseld- marschall Keitel, hat anläßlich des 50. Wunschkonzertes an den Leiter der Wehrmachtswunschkonzerte. Heinz Goedecke ei» Schreiben gerichtet, in dem er den Dank der Wehrmacht und seine besondere Anerkennung sür die Gestaltung der Wunschkonzerte zum Ausdruck bringt. In dem Schreiben wird betont, daß die Wunschkonzerte sür die Wehrmacht immer mehr ein wichtiges Bindeglied zwischen dem deutschen Volk und seinen Soldaten geworden sind.
(Ueber den Verlauf des Wunschkonzertes berichten wir auf Seite 2.)
Der Todesstoß gegen das englische „System der Weltwirtschaft"
«. Xlü. Mit der Vernichtung des britischen Weltreiches wird auch das plutokratische System der sogenannten Weltwirtschaft endgültig zusammenbrechen. Angesichts der heranreifenden Entscheidungen ist ein Blick in die Organisation der Empire-Wirtschaft recht aufschlußreich. Die von England innerhalb seines bisherigen Herrschaftsbereiches diktierte Spezialisierung der einzelnen Länder auf den Anbau oder die Erzeugung möglichst nur je eines Produktes und der Zwang, bei dieser Spezialisierung zu bleiben, hatte das britische Mutterland aus Kosten der von ihm geknebelten Volkswirtschaften in die Lage versetzt, mehr als ein Drittel seiner Gesamteinfuhr an Nahrungsmitteln und etwa den gleichen Anteil der Rohstoff-Einfuhr aus „seinen" Kolonien zu beziehen. Wie Albion im eigenen Land die Agrarwirtschaft dem Verfall in die Arme trieb, um die Industrie mit ihren im Vergleich mit der Landwirtschaft zunächst höheren Produktionserträgen einseitig fördern zu können, so unterbanden die Plutokraten in den ihnen ausgelieferten Kolonialgebieten den Aufbau einer Fertigwarenindustrie, möge er auch noch so bescheiden ins Äuge gefaßt worden sein.
Die von England kontrollierte überseeische Wirtschaft hatte einzig und allein den Zweck, sich als spezialisierte Landwirtschaft dem Profitsystem der herrschenden britischen Oberschicht anzupassen Die Folge hiervon: keines der Monokulturländer wurde des Vorteils organisch gesicherter Volkswirtschaften teilhaftig, irgendeinen zeitbedingten Produktionsrückgang— und damit auch Lin- kommenschwund — auf einem anderen Sektor wieder wettmachen zü können. Im Gegenteil, die von den englischen Wirtschaftshyänen ausgebeuteten Kolonialgebiete wurden unter Ausnutzung der angedeuteten Krisenerscheinungen in eine nur noch gefährlichere Abhängigkeit vom Londoner Spekulantenkon- sortium hineinmanövriert. Das klassische Anschauungsmaterial für diesen Vorgang mußte Aegypten liefern: Obschon vorauszusehen war, daß in Auswirkung der von John Bull ausgeklügelten Wirtschaftspraktiken ein schlechtes Baumwolljahr für Millionen von Menschen Verluste und Sorgen schwerster Natur bringen muß, haben es die britisch-jüdischen „Völkerbeglücker" fertiggebracht, den an sich naheliegenden Ausbau der Textilindustrie Aegyptens zu hintertreiben. Ja, die Wirtschaft eines Raumes, in dem während vieler Jahrhunderte die dort gegebenen natürlichen Voraussetzungen zum Anbau pflanzlicher Lebensmittel und damit besonders zur Ausfuhr von Getreide und Reis nicht ungenutzt blieben, wurde mit allen Druckmitteln, die Großbritannien zur Verfügung standen, zur Umstellung aufEinfuhr von Nahrungsmitteln gezwungen — nur weil es die'„weltwirtschaftlichen Pläne" der englischen B a u m w o l l kö n i g e so vorsahen. In diesem Zusammenhang sei daran erinnert, daß aus dem gleichen Grunde in der zweiten Hälfte des vorigen Jahrhunderts auch die hochentwickelte Oelbaum- kultur Maltas aufgegeben werden mußte.
Was kümmerte es die Großkapitalisten an der Themse, daß die von ihnen in allen Teilen der Welt ausgeplünderten Völker in Not und Elend gerieten und ein unbeschreiblich menschenunwürdigesDasein führen mußten! Die amtlichen Feststellungen britischer Statistiker, nach denen sich zum Beispiel unter den 300 000 Einwohnern Neufundlands nicht weniger als 70 000 Arbeitslose, 50 000 Unterernährte und 20 000 Tuberkulose befinden, vermochten ihnen angesichts der Erreichung des egoistischen Zieles nur ein zynisches Lächeln abzugewinnen. Ein Schritt bleibt, so raunte man sich zu, auf alle Fälle auch der Regierung des Jnsel- reiches*noch: die Abtretung der für eine weitere Ausbeutung nunmehr ungeeigneten Gebiete als Stützpunkte an die Vereinigten Staaten In bemerkenswerter Vorahnung des heraneilenden Zeitpunktes, an dem sogar die Empire-Substanz als Verkaufsobjekt kaum noch einen wirtschaftlichen Wert besitzt, hat dieser Tage der Labourabgeordnete Wedgwood den skandalösen Vorschlag gemacht, den USA für Kriegslieferungen das von England bekanntlich unter dreistem Bruch des Völkerrechts besetzte — Island zu „überlassen"
So ging England stets mit fremdem Eigentum um, und mit der gleichen Skrupellosiqkeit, die es kürzlich bei der Beschlagnahme der griechischen Handelstonnage an den Tag legte, bliebe es auch in Zukunft im Banne sei-
»»i»i»iii»»i»»i»ii»ii»»»»iiiim»»»»»»iiin»i»ittiiiiii»»»»iiiiiimii»i»»»
Starke Kampsvcrbänd» der deutschen Luftwaffe bombardierten Southampton aufs schwerste.
Deutsche Vorpostenboote versenkten britische Schnellboote. Ein deutscher Hilfskreuzer schickte in überseeischen Gewässern bisher 79 000 BRT. auf den Meeresgrund.
Zur Feier des 50. Wehrmachts-Wunschkonzertes sprach Dr. Goebbels.
Korpsführer Hühnlein begrüßte die aus dem Felde zurückgekehrte NSKK.-Transportstandarte „Speer".
Die italienischen Truppen erzielten im Angriff weitere Erfolge.
Mit einem 2:l-Sieg über den „Club" wurde der Drcds- ner SC. Sieger im Tschammer-Pokalwettbewerb.
Eine unerwartete 7:9-Niedcrlage mutzten unsere Amateurboxer in Mailand einstecken.
Hoch mit 7:1 schlug SV. Werder in der Bremer Kampfbahn den VfL. Osnabrück.
In Hannover wurden zwei Leipziger, die Gebrüder Si- meth. Deutsche Kriegsmeister im Radball.
Aus einem Fahrerappell der Motorstandarte 62 sprach NSKK.-Oberführer Lehman».